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Getreide – Getreidelaufkäfer in diesem Herbst zu erwarten

Getreide – Getreidelaufkäfer in diesem Herbst zu erwarten

Getreidelaufkäfer (Zabrus tenebrioides) sind im Gegensatz zu den fleischfressenden Nützlingsarten „Vegetarier“, die sich auf den Verzehr von grünem Getreide spezialisiert haben. Getreidelaufkäfer sind in diesem Herbst auf Lößböden...

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Zuflug von Schmetterlingen

Zuflug von Schmetterlingen

Nach dem Abzug der Regengebiete wird überwiegend trockene, sommerlich warme Witterung vorhergesagt: Günstige Voraussetzungen für den Zuflug und die Eiablage von Schmetterlingen, z.B. Wickler (Erbsenwickler), Motten (Rübenmotten), Zünsler (Buchsbaum-und Maiszünsler). Die Kontrolle des Zufluges der Schmetterlinge erfolgt am besten mit Klebetafeln oder Pheromonfallen.
Zuflug:
Rübenmotte: ab April/Mai bei warm-trockener Witterung (mehrere Generationen)
Erbsenwickler: Ende Mai/Anfang Juni ab Blühbeginn der Erbsen (1 Generation)
Maiszünsler: Erreichen der Wärmesumme von 300 °C über 10 ° (1-2 Generationen)
Schadschwelle:
Erbsenwickler: 10 Falter pro Tafel
Rübenmotten: 10 Falter pro Tafel bzw. im Vorjahr mehr als 40 % befalleneRüben auf benachbarten Schlägen
Maiszünsler: 10 Falter pro Tafel bzw. im Vorjahr über 10 % Befall im Körnermais
Für die Bekämpfung dürfen eingesetzt werden:
Lambda-Cyhalothrin (75 ml/ha Karate Zeon) gegen Erbsenwickler und Rübenmotten (beißende Insekten)
Deltamethrin (75 ml/ha Decis forte) gegen Maiszünsler
Chlorantraniliprole (125 g/ha Coragen) gegen Maiszünsler und Rübenmotten (Notfallzulassung)
Die Pyrethroide werden am effektivsten nach dem Schlüpfen der

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Zuflug von Schmetterlingen

Getreide – Schädlinge

Blattläuse

Der Schädlingsdruck hält sich im Getreide bislang in Grenzen. Vereinzelte Blattläuse sind auf dem vorletzten Blatt zu finden. Steigen die Temperaturen in der 2. Maihälfte über 20 °C, begünstigt die Feuchtigkeit in den Beständen die Vermehrung der Blattläuse.

Blattläuse sind im Bestand leichter zu finden, wenn Sie die Bestände gegen das Licht betrachten. Dann zeichnen sie sich als dunkle Punkte auf dem Blatt ab.

Die Gefahr der Übertragung des Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) ist aktuell gering, auch wenn immer wieder einzelne Viruspflanzen zu finden sind.

Gelegentlich zu beobachtende Symptome auf F-1 sind auf Infektionen im Frühjahr zurückzuführen.Verzwergte Pflanzen (Infektion Anfang November) sind meist nur als Einzelpflanzen zu entdecken. Infektionen, die im Fahnenblattstadium gesetzt wurden, werden ab der Milchreife sichtbar.

Die weitere Verbreitung des BYDV durch die Blattläuse wird durch das Saugverhalten der Blattläuse beeinflusst (Büttner, Humbold Uni- versität Berlin):

Nicht mit Virus belastete Blattläuse saugen bevorzugt an Pflanzen, die bereits mit dem Verzwergungsvirus belastet sind. Diese Pflanzen sind i.d.R. turgeszenter, die Blätter fühlen sich deshalb speckig an. Bereits mit dem Virus belastete Blattläuse bevorzugen dagegen nicht befallene Pflanzen und verbreiten auf diese Weise das Virus.

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Getreide – Virusvektoren

Getreide – Virusvektoren

Autoscheiben voll mit Insekten sollten eine Warnung sein. Blattlaus-Kolonien waren schon Anfang Mai im Weizen zu finden. Durch aktuell mildere Temperaturen wird die Belastung mit Blattläusen in den nächsten Tagen steigen.
Blattläuse bevorzugen vorwiegend trockenes Wetter mit zwischendurch feuchten Abschnitten. Auf den Pflanzenblättern saugen die Läuse mit Hilfe des Saugrüssels Assimilate aus dem Phloem. Mit dem Anstich können die Insekten Viruspartikel aus mit Virus belasteten Pflanzen aufnehmen und damit gesunde Pflanzen infizieren. Das Risiko der Übertragung des Gersten-Gelb-Verzwergungs-Virus (BYDV) ist über die gesamte Vegetationszeit gegeben.
Abgesehen vom Gersten-Gelbverzwergungs-Virus sind in diesem Jahr auch Symptome des Weizen-Verzwergungsvirus (WDV) zu beobachten, das durch Zikaden übertragen wird. Als Wirtspflanzen dienen alle Getreidearten sowie Gräser, wie Weidelgräser, Rispen oder auch der Rauhafer.
Verzwergungsvirosen werden nicht mit dem Saatgut oder durch Maschinen übertragen.
Der Schaden durch Verzwergungsvirosen ist umso höher, je früher die Infektion erfolgt. Aus diesem Grund muss der Befall mit Blattläusen aktuell vor

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Im Ausfallgetreide und in Zwischenfrüchten mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs sind die ersten Anzeichen für Verzwergungsvirosen zu finden: Einzelpflanzen, die von der Spitze her zu vergilben beginnen oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und übermäßig stark bestocken. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern.
Verzwergungsvirosen werden durch Insekten als Vektoren übertragen: das Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) vorwiegend durch die Haferblattlaus und die Große Getreideblattlaus, das Weizen-Verzwergungs-Virus (WDV) durch die Zwergzikade (Psammotettix alienus). An Art und Weise des Auftretens der Symptome im Feld lässt sich unterscheiden, welcher Überträger in Betracht kommt:
Das Blattlaus-Virus (Gerstenverzwergungsvirus) beginnt an Einzelpflanzen, die sich später zu Befallsnestern wie (kreis-) runde Elefantentritte ausweiten.

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Getreide – Bekämpfung von Blattläusen, Zikaden, Laufkäfern und Fritfliegen

Blattläuse werden in frühen Entwicklungsstadien des Getreides durch Pyrethroide (z.B. Decis forte, Karate Zeon, Mavrik Vita (Nützling schonend), Nexide, Sumicidin) noch erfasst. Pyrethroide wirken nicht mehr gegen die Grüne Pfirsichblattlaus.
Pyrethroide sind reine Kontaktmittel und können deshalb durch direkte Kontamination der Schaderreger mit dem Wirkstoff auf den getroffenen Organen eine Wirkung entfalten. Auf der Blattunterseite versteckt sitzende Blattläuse werden durch Pyrethroide nicht erfasst.
Die Wirkungsdauer der Pyrethroide (4-6 Tage) wird vor allem bei hoher UV-Strahlung um 3 bis 4 Tage durch die Zugabe von Additiven mit Haftwirkung (z. B. Adhäsit, Bond, Designer) und bessere Einbettung der Wirkstoffe in die Wachsschicht verlängert.
Pirimor Granulat (Pirimicarb), das durch die Dampfphase auch versteckt sitzende Blattläuse ausräumte, ist nicht mehr zugelassen, Pirimor G mit verschärften Auflagen erst ab EC 39.

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Getreide – Schädlingsdruck

Die Temperaturen waren in den letzten Wochen zu niedrig, um das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum zu begünstigen. Deshalb ist in den kommenden 10 Tagen nicht mit direkten, das heißt vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen.

Zur Verbesserung der Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Mais-Stroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag in der Homepage nachlesen.

Anders sieht es mit der Infektionslage durch M. nivale oder F. culmorum aus. Beide Erreger sind häufiger am Halmgrund bzw. auch auf den Blättern zu finden. Sporen dieser Erreger sind bis auf F-1 in einer allerdings geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der Ligula ansammeln. Die Ähren werden beim Durchschieben durch die

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