Grünes Info
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Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung
Die Rapsbestände präsentieren sich in diesem Jahr je nach Aussaatdatum, Niederschlagsmenge und Schädlingsdruck sehr unterschiedlich. Im Norden stand zur Saat ausreichend Bodenfeuchte zur Verfügung. Die Bestände liefen zügig und gleichmäßig auf, der Erdflohdruck blieb...
Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren
In vielen Regionen Deutschlands setzt die Trockenheit weiterhin den Zuckerrüben mit der Folge von schlafenden Rüben und Blattverlusten zu. Das heiße, aber trockene Wetter bot keine Voraussetzungen für die Ausbreitung von Cercospora, sodass sich der Blattapparat der Rüben aktuell weitgehend gesund präsentiert, auch wenn bisher kaum Fungizide eingesetzt wurden.
Dennoch ist es notwendig, die Bestände weiterhin zu kontrollieren, da wechselhaftes Wetter Ende August und im September mit warmen Temperaturen, wie auch 2018 der Fall, noch zu einer starken Ausbreitung von Cercospora führen kann.
Regen kann nach den Blattverlusten durch Hitze und Trockenheit zu einer Neubildung von Blättern führen, die dann nicht gegen Cercospora geschützt sind. Da wir auf den Ertragszuwachs im Spätsommer und Herbst in diesem Jahr angewiesen sind, muss folglich vor allem, wenn spät gerodet wird, intensiv auf Cercospora und andere Krankheiten geachtet werden.
Sollten günstig Befallsbedingungen vorherrschen, muss in Lagen mit Starkbefall und hohem Resistenzrisiko
Zuckerrübe – Anschlussspritzung Cercospora
Im Süden ist in einigen Regionen die T1-Spritzung gegen Cercospora erst erfolgt oder war aufgrund des geringen Krankheitsdrucks bislang nicht notwendig. In anderen Teilen Deutschlands, so im Norden oder Osten sieht die Cercospora-Situation dagegen anders aus. Wo regelmäßig Gewitter und Regenfälle nieder gingen, boten hohe Temperaturen ideale Bedingung für die Entwicklung von Cercospora.
Deshalb müssen dort die Spritzabstände eingehalten und gut wirkende Mittel eingesetzt werden. Auch in Sorten mit guter Cercospora-Toleranz darf der Spritzabstand bei hohem und ständigem Befallsdruck durch Regen und Tau nicht weiter als 18 – 21 Tage sein. Allerdings ist ein Prothioconazol-haltiges Mittel für eine gute Stoppwirkung notwendig, wenn der Zeitraum ausgereizt wurde.
Soll Mefentrifluconazol (im Diadem) gespritzt werden, muss der Spritzabstand um zwei bis drei Tage enger gehalten werden oder es müssen 125 – 140 g/ha Prothioconazol hinzugemischt werden. Wie bei der Ramularia-Bekämpfung in der Wintergerste ergänzen sich auch gegen Cercospora Prothioconazol und Mefentrifluconazol gut in der Tankmischung. In Hessen sind zudem bereits erste Resistenzen gegen das Mefentrifluconazol aufgetreten
Unterscheidung von Septoria tritici und M. nivale (Schneeschimmel)
Der Regen der letzten Wochen begünstigte einerseits Septoria, aber auch den Schneeschimmel, die nicht unterschätzt werden dürfen. Erste Blattsymptome, die an Septoria erinnern, jedoch keine schwarzen Dauerkörper enthalten, zeigen sich bereits in einigen Regionen Westdeutschlands und sind auch in Mitteldeutschland zu erwarten. Wichtig ist es jetzt, die Krankheit richtig zu identifizieren (siehe Tabelle und Bilder). Häufig treten Mischinfektionen mit Septoria auf. Bei bereits vorhandenen Symptomen ist derzeit die Kombination Prothioconazol + Fenpicoxamid (Univoq) am stärksten.
Weizen – Krankheitsdruck und Ährenbehandlung
Die ersten zweieinhalb Maiwochen waren verbreitet durch kühles, regnerisches Wetter gekennzeichnet. Dadurch profitierten Erreger wie Gelbrost, M. nivale und S. tritici. In milderen Lagen sind auch frische Mehltaupusteln zu finden. Durch Wind und Regen wurde die Ausbringung von Fungiziden (und Wachstumsreglern) im Fahnenblatt-Stadium erschwert. Dadurch sind Befallssymptome in vielen Beständen auf F-2, gelegentlich auch auf F-1 zu finden.
Infektionen auf dem Fahnenblatt konnten durch Fungizidmaßnahmen unterbunden werden.
Die Niederschläge ließen mit Beginn dieser Woche nach. Für die 3. Maidekade wird überwiegend trockenes Wetter mit Temperaturen zwischen 23 und 28 °C vorhergesagt. Damit dürfte das Infektionsrisiko mit S. tritici, M. nivale und Gelbrost nachlassen.
Mehltaubefall ab Pfingsten zu erwarten
Wenn allerdings 2 Tage lang starker Tau bis in die Mittagsstunden in den Beständen auftritt, ist bei den angekündigten Temperaturen über 20 °C ab dem Freitag vor Pfingsten in anfälligen Sorten mit Mehltau und auch mit Braunrost zu rechnen, wenn keine Fungizidspritzung im Fahnenblatt erfolgt ist. Besonders hoch ist das Risiko in Beständen mit Altmehltau bzw. Herbstbefall mit Braunrost.
Braunrost und Mehltau können auch von außen, sogar über weite Strecken mit dem Wind verbreitet werden und zu Neuinfektionen führen.
Bekämpfung von Fusarien
Geringe Inokulumdichte von F. graminearum
Die Maisstoppeln waren im Herbst des vergangenen Jahres wenig mit F. graminearum belastet. Die anhaltende Trockenheit über Winter und vor allem im März/April verhinderten zudem die Bildung von Perithecien bzw. Ascosporen. Daran änderte sich auch in den letzten 14 Tagen infolge der nass-kalten Witterung wenig. In den nächsten 14 Tagen wird überwiegend trockenes Wetter angekündigt, so dass das Fusarienrisiko für die früh blühenden Weizenbestände gering ist.
Das kann sich für den später (ab 30.05.) blühenden Weizen ändern, wenn Regen, hohe Luftfeuchte undTemperaturen über 17 °C zusammentreffen, da auch eine geringe Sporendichte ausreicht, damit die kritischen DON-Gehalte überschritten werden.
Die Sporulation erfordert Feuchte und Temperaturen über 17 °C. Mit sehr hohen Temperaturen (über 30 °C) nimmt die Sporulation wieder stark ab. Sie können mit der Nase feststellen, wann und wo Fusarien sporulieren: Wenn nach einem Regenschauer der Geruch eines alten Kartoffelkellers in der Luft liegt, ist
Leguminosen – Krankheiten und Schädlinge
Blattläuse rechtzeitig kontrollieren
In Sachsen-Anhalt wurde ein erster Zuflug der Grünen Erbsenblattlaus sowie der Schwarzen Bohnenlaus festgestellt. Vor diesem Hintergrund sollten die Bestände regelmäßig kontrolliert werden. Blattläuse sitzen häufig versteckt an der Blattunterseite oder zwischen noch nicht voll ausgebildeten Blättern. Deshalb sollten diese Pflanzenbereiche gezielt bonitiert werden.
Schüttelmethode, um den Besatz mit Blattläuse zu ermitteln
Dazu drückt man die Nachbarpflanzen um 4 Pflanzen zur Seite, um auf den blanken Boden blicken zu können, umfasst diese 4 Pflanzen und schüttelt diese zehnmal. Dann zählt man die grünen Blattläuse, die auf den Boden gefallen sind. Sind das mehr als 10, ist eine Bekämpfung angebracht, insbesondere wenn die Übertragung von Virosen zu befürchten ist. Schwarze Bohnenläuse saugen sich so fest, dass sie kaum abgeschüttelt werden. In diesem Fall müssen die meist auf den Stängeln festgesaugten schwarzen Läuse bonitiert werden.
Mit steigenden Temperaturen kann sich die Populationsentwicklung deutlich beschleunigen. Oberhalb von 20 °C ist
Getreide – Fahnenblatt- und Grannenspritzung 2026
Mit verstärktem Aufkommen von Pilzkrankheiten ist zu rechnen
Durch die Niederschläge um den 1. Mai wurden die Voraussetzungen für eine epidemische Ausbreitung von Krankheiten wie S. tritici, Gelbrost und Mehltau, aber auch von Netzflecken und Rhynchosporium geschaffen.
Aufgrund der derzeitigen Wetterkonstellation ist mit einem massiven Auftreten dieser Krankheiten, vor allem von Mehltau, Gelbrost, S. tritici im Weizen gegen Ende der ersten Maiwoche zu rechnen, bevor in den meisten Beständen das Fahnenblatt erschienen ist. Damit ist eine Fungizidspritzung vor dem Fahnenblattschieben sinnvoll. Unter Umständen muss innerhalb von 14 bis 18 Tagen zweimal behandelt werden.
In der Gerste wurden meist zwischen dem 24. und 28.04. Fungizidbehandlungen durchgeführt, deren Wirkung bis zum 06. bis 10. Mai anhalten dürfte. Ab dem 08.05. bis zum 12.05. ist die Grannenspritzung sinnvoll.
Wie wirken die Fungizide in der Pflanze?
Die Hauptlast der Pilzbekämpfung tragen Azole. Diese haben nur eine Wirkung auf den direkt getroffenen Blättern. Neuzuwachsende Blätter
Sommergetreide – Unkrautbekämpfung und Pflanzenschutz
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Wintergerste – Ramularia
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Winterroggen – Einkürzung und Fungizide
Einkürzung des Winterroggens in EC 39/49
Zeitraum der Kürzung: ab 22.04. bis spätestens 27.04.
Roggen schiebt wie (fast) jedes Jahr ab dem 27.04. die Grannen
nach Vorlage in EC 31/32 (z.B. Moddus (+ CCC) / Prodax + Folicur)
Halm bis zum 3. „echten“ Knoten über 35 cm lang: 0,3 l/ha Cerone / (200 g/ha Ethephon)
bei längerem Halm: + 0,1 l/ha Cerone (70 g/ha Ethephon) pro 5 cm längerem Halm
Roggen im Fahnenblattstadium nur mit Ethephon-Mitteln kürzen:
Raps – Blütenspritzung
Der Raps befindet sich im Südwesten bereits in der Blüte. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Erste Apothezien sind im Rheinland bereits aufgelaufen. Bislang liegen die Bodentemperaturen verbreitet unter 10 °C. Erst wenn die Bodentemperaturen die 10 °C-Grenze bis den unteren Krumenbereich hinein überschritten haben, können Apothezien auflaufen. Damit ist erst in der nächsten Woche zu rechnen.
Dann dauert es noch weitere 5 bis 6 Tage bis zu einer möglichen Sporulation. Diese wird durch den Blütenstaub ausgelöst, der auf die Apothecien fällt. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.
Wintergetreide – Krankheitssituation im Frühjahr 2026
Die Getreidebestände sind in diesem Frühjahr mit wenigen Ausnahmen – z.B. früh aufgelaufene Bestände nach Winterraps mit Getreidedurchwuchs – wenig krank. Gelbrost-Nester sind bislang nur vereinzelt (im Nord-Westen) zu finden. Auch Halmbasis-Verbräunungen sind (fast) nur an zu tief abgelegten Pflanzen zu finden, die bis Ende Oktober aufgelaufen waren. Gelegentlicher Befall mit Schneeschimmel ist vorwiegend im Roggen nach Roggen zu finden. Häufig zu beobachten ist dagegen (Alt-) Mehltau auf Blättern, die bis Mitte Oktober gebildet waren, immer wieder auch Septoria tritici-Infektionen auf unteren Blättern im frühen Weizen und Triticale.
Für die kommenden 14 Tage ist in ganz Deutschland mildes, trockenes Wetter mit örtlichen Schauern vorhergesagt. Allerdings kann Tau eine bis in den späten Vormittag hinein anhaltende Blattnässe verursachen, die den Befall mit Mehltau in Beständen mit vorhandenem Altmehltau begünstigt. Das gilt auch für Braunrost, vornehmlich in Roggen.
Wann Blattkrankheiten bekämpfen?
Wintergetreide – Übersicht Pflanzenschutzmaßnahmen im Frühjahr 2026
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Raps – Knospenspritzung
In den Gelbschalen waren in den letzten Wochen mit Ausnahme von Südhängen nur wenige Stängelschädlinge zu finden. Die Kohltriebrüssler versteckten sich meist in den Knospen bzw. Blattachseln der Rapspflanzen. Deshalb ist eine intensive Kontrolle der Rapspflanzen dringend erforderlich. Sind in mehr als 3 von 10 Rapspflanzen Stängelschädlinge zu finden, ist es angebracht, gegen diese bis EC 51 mit Pyrethroiden vorzugehen. Vor EC 51 haben teilsystemische Wirkstoffe wie das Acetamiprid kaum Vorteile, weil kein Transport in die Knospen erfolgt, solange diese mit Blättern umhüllt sind.
Inzwischen liegen die Knospen frei, somit können Stängelschädlinge und Rapsglanzkäfer mit Acetamiprid bekämpft werden.
Mit dem Anstieg der Temperaturen über 15 °C werden wieder verstärkt Rapsglanzkäfer gefunden. Eine Gefährdung durch den Rapsglanzkäfer ist zu erwarten, wenn die Knospen noch nicht aufgeblüht sind und angefressen werden. Die Bekämpfungsschwelle für den Rapsglanzkäfer liegt bei 3 bis 5 Käfern pro Blütenstand. Diese Schwelle dürfte verbreitet am 06.04. überschritten worden
Zusatzbeitrag Fungizide im Wintergetreide
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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern
Bedingt durch die anhaltende Vegetationsruhe nordöstlich der Linie Emden – Dresden hob auch in Rapspflanzen mit 12 Blättern der Vegetationskegel nicht mehr als 3 cm ab. Ausnahmen blieben übersäte Bereiche, wo sich die Blätter im Herbst bereits berührten und die Pflanzen sich gegenseitig hochtrieben. Südöstlich dieser Linie ist die Streckung in den früh aufgelaufenen Beständen bereits in Gang gekommen.
Mit dem Übergang in den Langtag werden sich die Sprossachsen des Raps schnell strecken. Infolge der hohen Strahlung der letzten beiden Wochen ist das Gewebe in den meisten Rapsbeständen fest. Infolge der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Tage mit Wachstum im Kurztag ist das Lagerrisiko geringer. In den schwächer entwickelten Beständen steht mehr die Förderung der Verzweigung der Rapspflanzen im Vordergrund.
Getreide – Übersicht Fungizide 2026
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Raps – Frühjahrsbehandlung mit Azolen als Wachstumsregler und Fungizid
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Winterraps – Nachkürzen der Bestände
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Winterraps – Wachstumsregulierung und Phoma-Bekämpfung
Die Winterrapsbestände präsentieren sich in diesem Herbst uneinheitlich. Abhängig von Saattermin und trockenheitsbedingten Auflaufverzögerungen befinden sich derzeit die Bestände zwischen Keimblatt- und 6-Blattstadium.
Zeitpunkt: wann erreicht der Raps (voraussichtlich) das 6-Blattstadium?
Nur wenige, vor dem 20. August gesäte Rapsbestände hatten bis zum 20. September sechs Blätter voll ausgebildet. Diese Bestände werden bis Vegetationsende auf jeden Fall 12 Blätter haben und enger stehende Pflanzen vor Winter Stängel bilden. Die Mehrzahl der Rapsbestände erreicht das 6-Blattstadium erst Ende September bis Anfang Oktober) und wird bei milder Herbstwitterung 10 bis 12 Blätter bilden. Bestände, die sich derzeit noch im 2-Blattstadium befinden, werden erst in der letzten Oktoberdekade sechs Blätter gebildet haben. Bis Vegetationsende erreichen diese Rapsbestände noch das 8- Blattstadium.
Konkurrenz zwischen den einzelnen Rapspflanzen, verstärkt durch Häufchenbildung
Je weiter der Reihenabstand und je höher die Saatstärke, umso enger ist der Abstand zwischen den Einzelpflanzen. Stehen benachbarte Rapspflanzen enger als 12 cm, wird die Stängelbildung in Gang gesetzt, sobald sich die Blätter berühren.
Gefährdung durch
Zuckerrübe – Absicherung der Nettoassimilation
Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Diese alten, zusätzlich mit Herbiziden belasteten Blätter sterben ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium eingesetzt hat. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Mit dem 10-bis 12-Blattstadium beginnen die Rüben die Reihen bzw. den Bestand zu schließen. Gleichzeitig setzt das sekundäre Dickenwachstum ein, dessen Abschluss mit dem Tageslängenwechsel (21. Juni) eingeleitet wird. Je mehr Zeit zwischen dem Reihenschluss und den längsten Tagen im Jahr zur Verfügung steht, umso mehr Kambiumringe werden gebildet. Die Kambiumringe dienen dem Transport und der Verteilung des Zuckers in die Speicherzellen um die Kambiumringe. Je mehr Kambiumringe gebildet werden, umso mehr Speicherzellen, umso mehr Zucker kann eingelagert werden. An jedem Kambiumring setzen bis zu 4 Blätter an. Die Assimilate aus diesen Blättern versorgen die zugehörigen Bereiche mit Zucker. Die ab dem 10-Blattstadium erscheinenden nächsten 8 bis 12 Blätter tragen die Hauptlast der Assimilation und der
Zuckerrübe – Cercospora
Cercospora-Blattflecken traten im vergangenen Jahr flächendeckend in Zuckerrüben auf, z.T. auch auf Schlägen, auf den in den letzten Jahren keine Zuckerrüben angebaut wurden. Grund dafür ist, dass auch andere Arten, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten als Wirtspflanzen in Betracht kommen und Cercospora-Sporen auch mit dem Wind oder durch den überbetrieblichen Einsatz von Maschinen bzw. durch anhaftende Bodenresten verbreitet werden. Auch die Verbreitung mit dem Saatgut wurde nachgewiesen. Insofern ist auch in Isolationslagen eine Gefährdung nicht ausgeschlossen. Schadwirkung von Cercospora Die aktuelle Witterung mit Regen und Temperaturen um 25 °C begünstigt den Primärbefall mit Cercospora. Früher Befall ab Mitte/Ende Juni beeinträchtigt Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall ab Ende Juli wirkt sich vor allem auf Zuckergehalt und
Weizen und Roggen – Braunrost
Bislang wurden Braunrostpusteln nur vereinzelt gefunden. Mit dem Anstieg der Temperaturen tagsüber auf über 20 bis 28 °C und nachts um 15 °C sowie begünstigt durch mehrere Stunden bis in die Mittagsstunden hinein anhaltenden Blattnässe wurden in der 1. Juniwoche günstige Voraussetzungen für Braunrost-Infektionen geschaffen, speziell dort, wo die Trockenheit im April und Mais den Einsatz von Fungiziden bislang nicht nötig erschienen ließ. Die Bekämpfung mit Fungiziden ist nur bis EC 69 zulässig und muss deshalb umgehend erfolgen. Die Bekämpfungsschwelle liegt in braunrostanfälligen Sorten bei 5 %, in weniger anfälligen Sorten bei 10 % mit Rost befallener Blätter. Spätreife Sorten, deren Kornbildung noch nicht so weit vorangeschritten ist, leiden stärker unter dem Befall mit Braunrost. Ertragsminderung durch späten Braunrostbefall Das Risiko von Ertragsminderungen im Weizen durch den Braunrost können Sie abschätzen: 10 Tage nach der Blüte haben die Karyopsen ca. 20 % ihres Samengewichtes erreicht. In der Folgezeit müssen noch 80 % gebildet werden. Etwa 25 bis 30 % davon werden durch die Spelzen assimiliert, 10 % durch das oberste Halmstück (= Pedunkel), 25 % durch das Fahnenblatt, 15 % durch F-1 und 10 % durch F-2. Wenn 50 % des Blattes mit Pusteln übersät sind, ist noch mit 50 % Assimilationsleistung zu rechnen. In diesem Fall kostet der
Getreide – Ährenkrankheiten
Der Befall der Ähren mit Krankheiten erfolgt auf unterschiedliche Weise: durch Zuflug über weite Strecken: Mehltau, Roste, hauptsächlich stammen die Neuinfektionen mit Mehltau oder Rosten aus dem Altbefall im Bestand, dessen Konidien bzw. Sporen durch Wind oder Regen- bzw. Tautropfen aufgewirbelt werden, durch direkte Infektionen, ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (F. graminearum, auch F. culmorum, F. Poae), durch Hochspringen über die Blätter als Treppe (S. nodorum, M. nivale, F. culmorum), durch die Kontamination der Ähre mit Erreger-Sporen, die sich im Bereich des Fahnenblattöhrchens angesammelt haben, durch systemische Verteilung von Sporen oder Myzel (z.B. F. culmorum, Cephalosporium gramineum) im Xylem der Pflanzen, die dann am Ende des Leitbahnsystems in den Blattspitzen bzw. im Spitzenbereich der Ähren angereichert werden. Mit dem Saftstrom im Xylem können auch Toxine verteilt werden, die dann lokale (Punkt-) Nekrosen bzw. Blattspitzen-Nekrosen bewirken, ohne dass ein Erreger nachgewiesen werden kann. Bekämpfung von
