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Wintergerste – Rückblick auf die Ernte 2026

Wintergerste – Rückblick auf die Ernte 2026

Rückblick auf die Wintergerstenernte im Norden

Die Wintergerstenerträge fielen in den nördlichen Anbauregionen insgesamt durchschnittlich aus. Der Erntebeginn wurde früh durch die große Hitzewelle Mitte Juni eingeleitet. Die Körner reiften innerhalb kurzer Zeit vollständig ab, während das Stroh in vielen Beständen noch deutlich grün blieb. Reife Ähren standen auf noch nicht vollständig abgereiftem und entsprechend zähem Stroh.

Die Wintergerste litt aufgrund der frühen Reife weniger unter der Junihitze. Die Mehrzahl der Sorten hatten die Umlagerung der Assimilate in das Korn zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Die hohen Temperaturen begrenzten deshalb die Kornfüllung weniger stark als in den Weizenbeständen, die sich noch in der Phase der Endospermbildung (Kornbildung) befanden.

Problematischer als die Hitze war in weiten Teilen Brandenburgs und Mecklenburgs die Entwicklung der Bestände nach dem trockenen Frühjahr. Die hohen Niederschlagsmengen im weiteren Saisonverlauf führten dazu, dass Wintergerstenbestände ins Lager gingen.

In der Frühjahrstrockenheit, auch aus Angst vor Frösten, wurden Wachstumsregler vielfach zurückhaltend oder gar nicht eingesetzt.

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben 2025

Abgesehen von den pflanzenbaulichen Herausforderungen im Rübenanbau wie SBR, Cercospora oder dem Wegfall von Wirkstoffen stimmt die aktuelle Zuckermarktlage wenig optimistisch. Die Zuckerfabriken versuchen deshalb die Anbaufläche für 2026 zu reduzieren. Für viele stellt sich deshalb die Frage, wie der Zuckerrübenanbau unter diesen Voraussetzungen noch wirtschaftlich funktionieren kann. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es dabei, neben dem Ertrag auch die Qualität intensiver zu berücksichtigen und pflanzenbauliche Stellschrauben gezielt zu nutzen. Aus dem vergangenen Rübenjahr 2025 können dazu wieder interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Im letzten Jahr berichteten wir von den gravierenden Ertragsunterschieden von Standort zu Standort in Abhängigkeit des SBR- und Stolbur-Befalls, aber auch kleinräumig von Landwirt zu Landwirt. Die Spanne reichte 2024 von 20 t/ha bis 130 t/ha. Die Ausreißer nach unten blieben dieses Jahr erfreulicherweise aus und in den letztjährigen SBR-/Stolbur-Hotspot-Regionen konnten zumindest wieder höhere Erträge erzielt werden. Aussaat und Auflaufbedingungen Die meist trockenen Bedingungen im zeitigen Frühjahr ermöglichten verbreitet eine frühe Rübenaussaat ab der zweiten Märzdekade, auch wenn die Bodentemperaturen zu diesem Zeitpunkt nur knapp die 6 °C erreicht hatten, was einen verhaltenen Auflauf der Zuckerrüben erwarten ließ. Während im Süden noch ausreichend Bodenfeuchte für einen homogenen Feldaufgang vorhanden war, war es im Osten und Nordosten schon sehr trocken.

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Zuckerrüben 2025

Silomais 2025

Das Anbaujahr 2025 war auch für den Silomais durch Witterungsextreme geprägt, die die Entwicklung der Bestände in mehreren Phasen maßgeblich bestimmten. Der anfangs tagsüber sehr warme April ermöglichte deutschlandweit frühe Saattermine unter nahezu idealen Bodenbedingungen. Diese Maisbestände konnten sich bis zum 2- bis 3-Blattstadium gut etablieren.
Kälte bremste den Mais aus
Darauf folgte jedoch eine ungewöhnlich lange Kältephase bis in die zweite Junidekade. Die Jugendentwicklung des Mais verlief deutlich langsamer, die Bestände blieben in der Entwicklung weit zurück. Andauernde Temperaturen unter 12 °C führen zu Chlorosen, violett verfärbten Blättern, langsamer Entwicklung sowie erhöhter Krankheitsanfälligkeit.
Niedrige Temperaturen in der frühen Jugend bremsten die Stoffwechselaktivität des Maises deutlich aus. Die Photosynthese-Enzyme arbeiteten eingeschränkt. Dadurch blieben sowohl die CO₂-Fixierung als auch der Chlorophyllaufbau und das Wurzelwachstum zurück. Gleichzeitig entstanden, verstärkt durch hohe UV-Strahlung, vermehrt aggressive Sauerstoffradikale, die die Zellmembranen schädigten.

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Zuckerrüben 2025

Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Das Maisjahr 2025 zeigte sich in Deutschland von zwei Seiten: Während in Süddeutschland, Nordwest und Nordost vielerorts befriedigende bis unerwartet hohe Erträge erzielt wurden, präsentierte sich die Lage in Teilen Mitteldeutschlands ganz anders: kalte Temperaturen während der Jugendentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Trockenheit zur Blüte führten dort zu katastrophalen Ergebnissen.
Kaltes Frühjahr
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Unter trockenen, günstigen Bedingungen konnten die Bestände ab Mitte April zügig und gleichmäßig auflaufen. Doch danach folgte eine ungewöhnlich kalte Witterungsphase mit sehr kalten Nächten. Diese Phase setzte den Maisbeständen massiv zu und warf die Entwicklung stark zurück. Die Kältebelastung beeinflusste auch das phytohormonelle Gleichgewicht der Pflanzen, insbesondere die Bildung und Steuerung der generativen Organe. Vielfach präsentierten sich Bestände mit Mehrkolbigkeit und kleinen, rudimentären Kolben an den Fahnenästen.
Einkörnung und Kornfüllung
Ab Mitte Juni verbesserten sich die Bedingungen für den Körnermais in den meisten Regionen. Während der Blüte fiel verbreitet ausreichend Regen, sodass eine sichere Befruchtung und Einkörnung gewährleistet war. Eine Ausnahme bildeten das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen u.a. Gebiete im Regenschatten der Mittelgebirge, wo nur zwei Drittel der normalen Niederschläge fielen.

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Zuckerrüben 2025

Winterweizen – Ernterückblick und Sortenwahl 2025

Die Berichterstattung über die Weizenernte 2025 ist durchweg positiv. Die Erträge lagen demnach über dem 5-jährigen Mittel, um 10 % über dem Vorjahr. Betrachten wir die Erträge etwas länger zurück, dann relativiert sich das Ergebnis: Seit 2014 sind die Weizenerträge zurückgegangen von damals 86 dt/ha auf in diesem Jahr (vorläufig) 75,9 dt/ha. Die Proteingehalte sind mit abnehmenden Erträgen nicht gestiegen, wie man erwartet hätte, sondern ebenfalls zurückgegangen. In diesem Jahr ist wieder ein Anstieg der Proteingehalte zu verzeichnen auf voraussichtlich 12,2 % (Hochrechnung auf der Basis der Ergebnisse der Landessortenversuche). 12,2 % Protein wurden auch 2014 erreicht, allerdings mit 86 dt/ha Ertrag.
Der Grundstein für die Anbauperiode 2024/25 wurde im Frühjahr und Sommer 2024 gelegt: Überdurchschnittliche Niederschläge füllten die Böden auf, sodass der Unterboden nahezu wassergesättigt war. Selbst im September war es verbreitet noch nass, sodass sich die Bestellung zum Glücksspiel entwickelte. Um den 20.09. war die Bodenoberfläche so weit abgetrocknet, dass eine Bestellung möglich war, allerdings nur für wenige Tage. Dann ergab sich erst wieder um den 6. Oktober die Möglichkeit, Getreide ohne gravierenden Schaden zu bestellen, dann ab Mitte Oktober bis in den November hinein. Erfolgte die Grundbodenbearbeitung im nassen Boden, wurde danach nass gesät und regnete es auf das frisch bestellte Land, waren Ertragseinbußen unvermeidlich, sodass anhand des Bestelldatums festgemacht werden kann, wie der Weizenertrag

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Mit welchem Landwirt Sie über das Rübenjahr 2024 sprechen, das Fazit fällt sehr unterschiedlich aus. Noch nie waren die Ertragsunterschiede größer als in diesem Jahr. Die Bandbreite der Erträge reicht von katastrophalen 20t/ha bis zu noch nie da gewesenen 130 t/ha. Selbst bei Landwirten innerhalb einer Gemarkung können die Ertragsunterschiede 40 t/ha betragen. Doch wie kam es dazu und was können wir aus diesem höchst interessanten Jahr für den Rübenanbau lernen? Dazu muss man den Entwicklungsverlauf noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Bodenstruktur Unterschiede fallen bereits bei der Bodenbearbeitung und der Etablierung der Zwischenfrüchte im Sommer 2023 ins Auge. Wem es trotz der verbreitet nassen Bedingungen gelungen war, mit Hilfe der Bodenbearbeitung eine gute Bodenstruktur zu schaffen und diese durch einen homogenen Zwischenfrucht-Bestand zu stabilisieren, hatte einen entscheidenden Vorteil. Denn im Winter und Frühjahr konnte sich die Struktur aufgrund des vielen Regens nicht mehr verbessern. Der milde Winter mit

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Silomais 2024 – Nach schlechtem Start doch meist noch gute Erträge

Trotz ungünstiger Startbedingungen lagen die Silomaiserträge bundesweit doch noch auf hohem Niveau, wenn die Bestände nicht unter Staunässe zu leiden hatten. 2024 wurde die Aussaat zum Geduldsspiel Die nassen Voraussetzungen im Frühjahr 2024 weckten schon Erinnerungen an die zurückliegende Maissaison 2023. In beiden Jahren erstreckte sich die Aussaat über ein sehr breites Zeitfenster von Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Juni (!) im Nordwesten, was zu unterschiedlichen Entwicklungs- und Reifeszenarien führte. Aufgrund der schwierigen Bedingungen war es auch gerade in diesem Jahr entscheidend, einen zügigen, gleichmäßigen Feldaufgang mit sicherer Jugendentwicklung bis zum 4- bis 6-Blatt-Stadium zu realisieren. Vorwiegend waren in diesem Jahr frühere Saattermine bis Anfang Mai von Vorteil, vorausgesetzt eine Aussaat war überhaupt möglich. Die Spätsaaten ab Mitte Mai litten stärker unter dem nasskalten Juni. Frühgesäte Bestände bekamen bis dahin in ihrer Jugendentwicklung schon mehr Sonne und Wärme ab. Was zeichnet ein gutes Saatbett aus? Sichere, gleichmäßige Feldaufgänge setzen

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Die diesjährige Ernte wird vielen Körnermaisbetrieben in positiver Erinnerung bleiben. Nicht selten wurde über Rekorderträge aus unterschiedlichsten Körnermaisregionen berichtet. Die frühen Saattermine ab Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Mai im Nordwesten Deutschlands waren den späten Saatterminen im Ertrag und TS-Gehalt überlegen. Die früh gesäten Bestände liefen zügig auf und hatten zu Beginn ihrer Entwicklung ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung für eine sichere Bestandesetablierung. Besonders späte Genetik (FAO > 260) profitierte von der guten Belichtung in der frühen Jugendentwicklung bis zur Anlage der Fahne im 4- bis spätestens 6-Blatt-Stadium. Die hohe Einstrahlung wirkte sich nicht nur positiv auf die generativen Ertragsanlagen (Kolben und Fahne) aus, sondern war auch verantwortlich für einen optimalen Blüh- und Kornfüllungsverlauf. Spät gesäte Bestände litten dagegen nicht selten unter der langen Auflaufphase und den kühlen Bedingungen in der frühen Jugend im Juni. Der sehr warme Juli und August glich den Entwicklungsrückstand später gesäter Maisbestände wieder aus. Dennoch

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Wintergerste – Sortenwahl 2024

Die Wintergerstenerträge lagen in diesem Jahr deutlich unter den Vorjahren, brachen aber weniger stark ein als die Erträge von Raps, Weizen oder Roggen. Über alle Regionen zeichnet sich ab, dass die Erträge auf leichten, durchlässigen Böden weniger stark litten als auf weniger durchlässigen Böden. Die Kulturen standen von Oktober bis März in der Nässe im Boden. Sauerstoffmangel bzw. Kohlendioxid-Überschuss bewirkten den Abbau von Feinwurzeln, darunter litt vor allem die Cytokinin-Produktion. Dadurch war in diesem Jahr auch häufiger Schwarzbeinigkeit zu beobachten. Ähnlich wie Verticillium im Raps entwickelt sich die Schwarzbeinigkeit stärker, wenn die Wurzelbildung eingeschränkt ist. Es kommt zum Wettlauf zwischen der Entwicklung bzw. Regeneration der Wurzel und der Ausbreitung der Krankheiten an der Wurzel. Als zweiter Faktor kam der Nachtfrost vom 22. auf den 23.04. hinzu, der verbreitet zur Schartigkeit führte. Davon betroffen waren vor allem Bestände, die zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Ährenschieben waren. Auf den reinen Sandstandorten

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Raps – Auch Krankheiten und Schädlinge begrenzten den Ertrag

Nässe, Frost in der Blüte und geringe Strahlung beeinträchtigten die Ertragsleistung des Rapses: Die anhaltende Nässe verhinderte schon im Herbst und Winter die Wurzelentwicklung und bewirkte später den vorzeitigen Abbau von Feinwurzeln (+ Verringerung der Cytokinin-Produktion). Je mehr Niederschläge ab Ende Mai gefallen sind, umso schlechter sind die Erträge auf mittleren bis schweren Böden. Infolge des Frostes zu Blühbeginn bzw. während der Blüte begonnen viele Rapsbestände nur langsam zu stäuben. Der Raps roch, nachdem die ersten Blüten offen waren, kaum nach Raps, ein Hinweis dafür, dass die Pollen noch nicht befruchtungsfähig waren. Davon waren vor allem die Schoten am Haupt- und an den oberen Verzweigungen betroffen. Die Schoten bildeten oft nur wenige Körner und blieben kurz. Ab Ende April bis Mitte Juni war die Einstrahlung vielerorts sehr niedrig. Eine zu schwache Einstrahlung ergibt sich durch bedecktes, strahlungsarmes Wetter. Dadurch war die Assimilat-Bildung eingeschränkt. Die Assimilation wurde für den Aufbau von

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Nässe kostete Ertrag

testsetDie Gerstenernte ist in den Frühdruschgebieten weitgehend abgeschlossen. Die Erträge liegen verbreitet weit unter den Erwartungen.

Ursache für schwache Erträge ist meist das geringe Hektolitergewicht und häufig auch zu kurze Ähren. Dass die Gerstenerträge nicht in den Himmel schießen würden, wurde schon während der Abreife deutlich:

Gute Gerste soll von grünen über gelbe Grannen abreifen. In diesem Jahr fielen oft schon im Mai die silbrigen „Flimmerähren“ auf, die darauf hindeuteten, dass Ähren aufrechtblieben und in diesen Ähren nichts „drin“ war. Das war in einigen Sorten mit frühem Ährenschieben auf die Schartigkeit infolge des Frostes zurückzuführen, meist lag die Ursache an der kranken Halmbasis (schwarze Stoppel) und an den fehlenden Feinwurzeln. Andere Bestände hatten bereits Anfang Juni braune Grannen infolge des Befalles mit Ramularia aufgrund der unterbliebenen Grannenspritzung.

Auch die ersten Rapserträge liegen unter 30 bis bestenfalls Anfang 40 dt/ha, ohne dass gravierende Fehler in der Produktionstechnik zu erkennen sind. Beim Raps wiegen die Körner weniger als im vergangenen Jahr, auch die Ölgehalte sind deutlich niedriger. Vielfach waren in den (oft langen = älteren) Schoten große und kleine Körner nebeneinander zu finden. Ursache dafür dürfte die Frostnacht vom 22. auf den 23. April gewesen sein. Dadurch wurde die Zellteilung in den gerade befruchteten Karyopsen gestört und weniger Zellen in diesen Körnern gebildet bzw. die Körner nicht weiter ausgebildet.

Auch beim Weizen zeichnet sich ab, dass hohe Ertragserwartungen vielfach nicht erfüllt werden, weil das Hektolitergewicht zu wünschen lässt.

Einige Sorten reagierten auf die Witterung in der 2./ 3. Aprildekade mit Blattaufhellungen, die durch Spritzmaßnahme sogar verstärkt wurden. Kam dann noch z.B. im KWS Donovan der Befall mit Braunrost auf den noch grünen Bereichen der Blätter hinzu, vergilbte der gesamte Blattapparat vorzeitig, so dass zur Milchreife nicht einmal mehr das Fahnenblatt intakt blieb.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

…Fortsetzung aus Info 23…
Risikomanagement Sorte
Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit einer Maissorte an unterschiedlichste Umweltbedingungen ist.
Trockenheit, Hitze oder extreme Nässe konnte den Silomaissorten DKC 3218, DKC 3414, DKC 3418, DKC 4279, LG 31.245, LG 31.272, Greatful, Smartboxx, SY Liberty, SY Amfora, P 8317, P 8329, P 8888 und P 9610 auf den unterschiedlichsten Standorten weniger anhaben als anderen Sorten. Sie setzten sich nicht nur dieses Jahr in der Praxis durch, sondern überzeugten auch in den Jahren davor in Wertprüfungs- und LSV-Versuchen.
Um das Risiko im Silomaisanbau zu minimieren, bewiesen auch im Jahr 2023 kolbenbetonte Typen ihre Vorzüglichkeit. Gerade in Regionen mit angespanntem Wasserhaushalt während der Hauptwachstumsphase ist das Hauptaugenmerk auf eine sichere Einkörnung bei meist kürzerer Restpflanze zu legen.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Zuckerrüben – Rückblick 2023 – Der Anfang vom Ende?

Ein aufregendes Zuckerrübenjahr geht zu Ende, das trotz der erfreulichen Marktsituation und vielfach auch Ernte zu sehr unterschiedlichen Reaktionen bei den Landwirten geführt haben dürfte. Während in vielen Regionen über die Erweiterung der Zuckerrübenflächen nachgedacht wird, denkt in den SBR- und Stolbur-Hotspot Gebieten ein großer Teil über den Ausstieg aus dem Rübenanbau nach.
Verspätete Aussaat
Die Zuckerrübenaussaat startete in vielen Regionen aufgrund der Nässe deutlich später als erwartet. Nur vereinzelt konnte in den begünstigten Gebieten, z.B. im Rheintal, bereits Ende Februar bzw. in den ersten Märztagen mit der Aussaat begonnen werden. Die trockenen Bedingungen ermöglichten dort eine Aussaat unter nahezu optimalen Bedingungen, was sich in den Trockenphasen im Mai und Juni als Vorteil erwies. Eine so frühe Aussaat ist in kühleren Ecken in Deutschland mit einem hohen Frostrisiko verbunden.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Das zurückliegende Mais-Jahr 2023 war an Überraschungen kaum zu überbieten.
Nässe und Dauerregen machten die Aussaat zum Geduldsspiel. In vielen Regionen Deutschlands wurde der Mais sehr spät gesät. Aus Sorge, den Mais gar nicht mehr in die Erde zu bekommen bzw. aufgrund von begrenzten Gülle-Lagerkapazitäten wurde auch oft zu früh bestellt.
Starke Ertragseinbrüche verzeichneten deshalb Betriebe, die mit schwerem Gerät Gülle vor der Saat einarbeiteten.
Gerade das nasse Frühjahr zeigt uns die Bedeutung einer intakten Bodenstruktur. Die Bodenansprache mit Spaten ist dabei ein notwendiges Instrument, nicht nur im Frühjahr, um Verdichtungen und Klutenbildung zu vermeiden, aber auch um die Arbeitsschritte zu koordinieren. Aus technischer Sicht muss alles für eine möglichst bodenschonende Frühjahrsbestellung unternommen werden:

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Rückblick Ernte 2023 – Weizenqualität

Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn aktuelle Weizensorten wie Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, SU Willem u.a. mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium, das für die Einstufung und Bezahlung des Weizens angewandt wird. Nachdem die N-Düngung stark reglementiert wurde, kommt der Sortenwahl eine entscheidende Rolle zu, wie dieses Jahr zeigt.
Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den Proteingehalt der Sorten berücksichtigen müssen, der unter den restriktiven Bedingungen noch erreicht werden kann. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird.
Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt:

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Ergänzung aktuelle Rapssorten

In den ersten Sortenversuchsergebnissen brachten die nachfolgenden Sorten überdurchschnittliche Ergebnisse:
KWS Ambos
• 2023 im Korn- und Ölertrag an der Spitze der LSV und WP
• ertragsstabil über die Standorte
• zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung
• weniger anfällig für Phoma
• nicht TuYV-resistent
• für späte Saattermine
• nicht früh und dick säen: Ziel sind 30 bis 35 Keimpflanzen je m²
• lang, trotzdem standfest (BSL-Note 3)
• trockentolerant auch auf Sand
• auch für schwere, nasse Böden geeignet
• Risiko: Spätfröste wegen der frühen Blüte
• lange Einlagerungsphase, aber nicht zu spät reif
LG Auckland
• 2023 unter den ertragsstärksten Sorten
• relativ ertragsstabil
• hohes TKG
• zügige Herbstentwicklung
• winterfest
• Phoma-tolerant
• TuYV-resistent
• weniger anfällig für Verticillium
• für mittlere und späte Saattermine mit 35 bzw. 45 Keimpflanzen je m²
• lang, erfordert intensive Kürzung im Herbst und Frühjahr

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Nasse Ernte: Saatgut auf Triebkraft und Krankheitsbesatz untersuchen lassen!

Die schwierigen Erntebedingungen belasten die Backqualität im Hinblick auf Fallzahl und Hektolitergewicht, wie auch die Saatgutqualität (insbesondere die Triebkraft). Bestände mit beginnendem Auswuchs und starkem Befall mit Schwärzepilzen haben oft eine schwache Triebkraft. Triebkraftschwäche und geringe Keimfähigkeit korrelieren aber nicht automatisch miteinander. Saatgut mit schwacher Triebkraft kann sehr wohl gut keimfähig sein, während Saatgut mit guter Triebkraft durchaus Probleme mit der Keimfähigkeit haben kann.

Auswuchs am Getreidekorn erkennt man an den 1 bis 5 mm langen gelb-grünen Keimen, die am Ende des Korns die Fruchtschale durchbrechen und mit bloßem Auge zu erkennen sind. Von latentem Auswuchs spricht man, wenn der Keimling noch nicht sichtbar ist, jedoch die Fruchtschale des Keimlings bereits Risse hat, um aufzugehen. Ein weiteres Indiz ist eine niedrige Fallzahl im Weizen unter 150 sec.

Wenn Saatgut mit schwacher Triebkraft gesät werden muss, dann nicht unbedingt unter ungünstigen Bedingungen. Das Saatgut darf auf keinen Fall zu tief abgelegt

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Getreide – Regen verzögert die Ernte – Welche Sorten zuerst dreschen?

Die Ernte wird durch Regen immer wieder unterbrochen. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Fallzahlstabilität zu einem Problem wird. Wenn das reife Getreidekorn wieder Wasser aufnimmt, wird verstärkt Amylase ausgeschüttet und Stärke verzuckert, dadurch nimmt deren Verkleisterungsfähigkeit ab. Gibberelline setzen die Keimung in Gang, das Korn beginnt auszuwachsen. Die Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit ist zum Großteil genetisch festgelegt. Sorten mit der Einstufung □□□□ beginnen nach 7 Tagen, nachdem das totreife Korn wieder Wasser aufgenommen hat, Stärke abzubauen. Sorten mit ■□□□ nach 11 Tagen, mit ■■□□ nach 15 Tagen, mit ■■■□ nach 18 Tagen und Sorten mit ■■■■ halten 3 Wochen durch. Die Höhe der Fallzahl ist nicht zwangsläufig mit der Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit korreliert. Allerdings dauert es bei Sorten mit von Haus aus hoher Fallzahl länger, bis sie unter die geforderten 240 sec absinken. Sorten, die in der Tabelle innerhalb der jeweiligen Sorte-/Reifegruppe oben stehen, sollten bei engem Erntezeitfenster bevorzugt geerntet

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Wintergerste – Warum schwankten die Erträge so stark?

Die Wintergerstenerträge schwanken in diesem Jahr zwischen 30 und über 130 dt/ha. 130 dt/ha bedeutet: Die Wintergerste fand in der abgelaufenen Vegetation nahezu ideale Voraussetzungen: Die Niederschläge Ende August und im September fielen verbreitet als „Landregen“ und füllten die ausgetrockneten Böden z.T. wieder auf. Bis zur Gerstenbestellung trockneten sie so weit ab, dass eine nahezu optimale tiefe Bodenbearbeitung und eine ideale Bestellung möglich waren, wenn man sich mit der Bearbeitung Zeit ließ. In einigen Fällen erfolgte die tiefe Bearbeitung zu früh im noch zu feuchten Boden. Die Gerste lief danach fast überall zügig und gleichmäßig auf. Ab der 2. Oktober-Dekade bis zur 3. November-Dekade war es überwiegend trocken. Die Temperaturen fielen im September stark ab, um sich im Oktober bis Mitte November auf einer Bandbreite zwischen 8 und 15 °C zu etablieren. Ab Mitte November kam die Vegetation in fast ganz Deutschland zum Stillstand

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Stoppeln bonitieren

Die Bonitur von Rapsstängeln und Stoppeln ergibt Aufschluss über mögliche Ursachen geringer Rapserträge. Dadurch lassen sich nach der Rapsernte Fehler im Rapsanbau erkennen.

Folgende Unterscheidungskriterien können dafür herangezogen werden:

Grüne Stoppeln weisen auf eine gesunde Abreife hin. Aber Achtung! Grüne Stoppeln bei totreifen Körnern sind ein Hinweis, dass der Raps zu gut mit Stickstoff versorgt war und die Assimilate nicht vollständig in die Schoten umgelagert wurden.

Grüne Stängel mit schwarzgrauem Fraßkot sind entweder auf Befall mit Stängelrüssler (S-förmiger Stängel) oder Kohltriebrüssler (gerader Stängel) zurückzuführen.

Braune Stängel mit weißem Mark sind kein Hinweis auf eine krankhafte Abreife, vielmehr verliefen Samen- und Stängelreife synchron. Hinweis auf eine ausgeglichene N-Versorgung.

Braune Stängel mit bräunlichem oder schwarzem Mark entstanden in Folge eines späten Phomabefalls. Phoma drang durch Bohrlöcher von Schädlingen (Erdfloh) oder durch Frostrisse in die Stängel ein.

Weiße Stängel geben Hinweise auf eine krankhafte Abreife:

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