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Ackerfuchsschwanz – Ackerbaumaßnahmen und Auswirkungen hoher Temperaturen

Ackerfuchsschwanz – Ackerbaumaßnahmen und Auswirkungen hoher Temperaturen

Die Bekämpfung von Ungräsern beginnt mit den Ackerbaumaßnahmen direkt nach der Ernte. Deren Bedeutung steigt, wenn keine ausreichend wirksamen Herbizide zur Verfügung stehen. Um diese Maßnahmen effektiv einzusetzen, ist es notwendig, sich mit der Entwicklung des Ackerfuchsschwanzes auseinander zu setzen.
Woher kommt der Ackerfuchsschwanz?
Der Großteil der Ackerfuchsschwanzpflanzen in einem Bestand entstammt den Samen, die in der Vorfrucht gebildet wurden (ca. 80 %) bzw. ist aus der Samenbank im Boden aufgelaufen (10 – 20 %).
Die Haupteintragung von resistenten Ackerfuchsschwanzpopulationen erfolgt durch die Verschleppung mit Erntemaschinen (Mähdrescher, besonders auch überregional eingesetzte Ballenpressen). Deshalb treten Resistenzen gegenüber Wirkstoffgruppen auf, die im eigenen Betrieb nie appliziert wurden. Auch die Verschleppung mit anhaftender Erde an Bodenbearbeitungsgeräten und Drillmaschinen spielt eine Rolle. Die Verbreitung mit dem Wind ist beim Ackerfuchsschwanz dagegen zu vernachlässigen.
Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes muss somit schlag- bzw. feldblockspezifisch erfolgen.
Ungrasfreie Bestände beginnen nach dem Mähdrusch

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Ackerfuchsschwanz – Ackerbaumaßnahmen und Auswirkungen hoher Temperaturen

Ackerfuchsschwanz zum Auflaufen bringen

Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Mehrzahl der AFU-Samen werden im Umkreis von einem halben Meter um die Mutterähre deponiert. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz muss deshalb schlagbezogen erfolgen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
Der Ackerfuchsschwanz ist eine überwinternde, einjährige Pflanze, die zum Großteil im Herbst bei Bodentemperaturen über 3 °C keimt. Optimal für die Keimung sind Bodentemperaturen zwischen 10 und 15 °C. Bei hohen Bodentemperaturen über 25 °C keimt der Ackerfuchsschwanz schlechter. Temperaturen zwischen 10 und 15 °C im Boden herrschen im Herbst von Ende August bis Anfang (im Rheinland bis Mitte) Oktober. In diesem Zeitraum läuft der meiste Ackerfuchsschwanz auf.
Die in der Ackerfuchsschwanzähre gebildeten Samen unterliegen der (primären) Keimruhe. Diese ist umso kürzer, je heißer und trockener das Wetter während der Kornbildung ist. Über 22 °C ist mit einer kurzen primären Keimruhe von 2 bis 3 Wochen zu rechnen. Da der AFU-Samen zum Großteil 8 bis 14 Tage vor der Weizenernte ausfällt, kann der AFU in diesem Fall bereits 2 Wochen nach der Ernte auflaufen. Damit ist in diesem Jahr zu rechnen.

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Ackerfuchsschwanz – Ackerbaumaßnahmen und Auswirkungen hoher Temperaturen

Bekämpfung von Wurzelunkräutern auf der Stoppel

Die Ernte ist in diesem Jahr schneller gekommen, als erwartet. Dadurch bleibt mehr Zeit für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen auf der Stoppel.
Wurzelunkräuter wie Acker- und Zaunwinde, Ackerkratzdisteln, Ackerschachtelhalm, Landwasserknöterich, aber auch Quecken, haben in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Ursache dafür ist die kurze Zeitspanne zwischen Ernte und Neubestellung, auch durch den Anbau von Zwischenfrüchten, und vor allem die reduzierte Bodenbearbeitung.
Durch die frühe Ernte bleibt in diesem Jahr mehr Zeit für einen mehrmaligen, schrittweise tiefer greifenden Grubbereeinsatz, um die Rhizome aus dem Boden zu reißen, damit sie an der Oberfläche vertrocknen. Oft fehlen dafür aber Zeit und Geräte. Zudem wird häufig die Bekämpfungswirkung durch nachfolgenden Regen eingeschränkt, der die Rhizome wieder austreiben lässt.
Zudem kollidiert die frühe tiefe Bearbeitung mit der Notwendigkeit, den Ackerfuchsschwanz nicht tiefer einzuarbeiten, damit er nicht in die „ewige“ Keimruhe fällt.
Deshalb kommt in vielen Fällen nur die chemische Bekämpfung auf der Stoppel in Betracht. Zur Auswahl stehen für die Stoppelbehandlung das Glyphosat sowie Wuchsstoffe (2,4 D) bzw. synthetische Wuchsstoffe (Fluroxypyr im Starane XL), die

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Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Fruchtartenwahl (zusammen mit Herbizideinsatz) Starke Reduktion: Soja, Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Leguminosen Mäßige Reduktion: Sommergetreide, Spätsaat-Weizen Mäßige Vermehrung: Hafer (kein Herbizid), Wintergerste, Winterroggen, Winterraps Starke Vermehrung: früher Winterweizen, Triticale Saatzeit in Kombination mit Bodenbearbeitung Reduktion von AFU: ab Ende April Geringe Vermehrung: ab November bis Jahreswechsel, Anfang – Mitte April Mäßige Vermehrung: Mitte Oktober bis Anfang November, zeitiges Frühjahr Starke Vermehrung: Ende August bis Anfang Oktober Striegeln mit Strohstriegel lange Zinken mit 16 mm, 50 mm Strichabstand auch vor Direktsaat Striegeln unmittelbar nach der Ernte Stroh verteilen, Kapillaren zuschütten, Stroh einstäuben (Zersetzer) AFU zum Keimen bringen (30 – 50 % der Ausfallsamen) Striegeln ca. 8 Tage später, wenn AFU (oder Weidelgras, Raps) aufläuft etwas schräg zum 1. x Striegeln, Stroh verteilen AFU zum Keimen bringen (10 – 30 % der Ausfallsamen) Aufgelaufenen

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Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Ackerfuchsschwanz – Ablaufschema der Bekämpfung

Woher kommt der Ackerfuchsschwanz

Der Großteil der Ackerfuchsschwanz-Pflanzen in einem Bestand entstammt dem frischen Samen, der in der Vorfrucht ausgefallen ist. Infolge einer Bodenbewegung (Bearbeitung, Rissbildung, Abschwemmen) erfährt der Ackerfuchsschwanz (AFU) des Samenvorrats im Boden einen Lichtreiz und wird dadurch keimgestimmt. Möglich ist auch die Verschleppung von Samen durch Erntemaschinen (Mähdrescher, Ballenpresse) oder mit an Reifen anhaftenden Bodenpartikeln, in denen AFU-Samen enthalten sind. Die Verschleppung ist der Hauptgrund der Verbreitung von Herbizid-resistentem Ackerfuchsschwanz von Schlag zu Schlag. Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz erfolgt deshalb schlagbezogen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
Abbildung

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Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Ackerfuchsschwanz – Anpassungen in der Fruchtfolge

Alternativen in der Fruchtfolge – Auf stark mit Ackerfuchsschwanz belasteten Schlägen Kulturen anbauen, in denen sich der AFU nicht weiter ausbreiten kann In der 4-jährigen Fruchtfolge mit Raps-Weizen-Weizen-Wintergerste baut sich nach einem Ausgangsbefall von 50 AFU-Ähren je m² ein durchschnittlicher Besatz von 673 Ähren je m² auf, wenn keine Herbizide gespritzt werden bzw. Herbizide nicht mehr wirken. Durch Bodenherbizide lässt sich der Besatz auf 112 AFU-Ähren je m² drücken, durch die zusätzliche Blattspritzung auf 43 AFU-Ähren je m². Damit ist das Risiko hoch, dass sich der Ackerfuchsschwanz weiter ausbreitet (Fruchtfolge FF 1). Die Erweiterung der 4 jährigen Fruchtfolge durch den Anbau einer Sommerkultur, in der sich der Ackerfuchsschwanz weniger stark ausbreiten kann, z.B. Mais, nachdem dann spät Weizen angebaut wird, halbiert den durchschnittlichen AFU-Besatz von 673 AFU-Ähren, wenn im laufenden Jahr keine Herbizide eingesetzt werden, auf 328 AFU-Ähren. Werden Herbizide gespritzt, geht der Besatz auf ein Drittel von 43 AFU-Ähren auf 15 AFU-Ähren pro m² zurück (FF 2). Werden statt des späten Weizens im Frühjahr Ackerbohnen angebaut, verändert sich im Ergebnis nur wenig (FF 3), auch, wenn statt des Mais Zuckerrüben bestellt werden (FF 4). Erst die Umstellung in der Reihenfolge der Kulturen bewirkt eine eklatante Verminderung des AFU- Besatzes: Werden statt Raps und nachfolgend Weizen Zuckerrüben und danach Ackerbohnen angebaut, verringert sich der Besatz auf 36 AFU-Ähren ohne Herbizid bzw. auf 2 AFU-Ähren pro

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Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Ackerfuchsschwanz

Mit Ungras verseuchte Felder waren in diesem Jahr verbreitet zu sehen. Traten diese trotz der Herbizidmaßnahmen im Frühjahr auf, ist mit Resistenzen zu rechnen. Gewissheit lässt sich durch eine Resistenzuntersuchung erreichen. Bis deren Ergebnis vorliegt, dauert es aber zu lange. Auf Schlägen mit starkem Besatz an Ackerfuchsschwanz oder Weidelgras, trotz einer Behandlung mit Mesosulfuron, Pyroxsulam oder Pinaxoden (+ Clodinafop) im Frühjahr, sollten deshalb vorsorglich alle Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass sich das Samenpotential ausbreitet bzw. im Boden angereichert wird. Erste Bodenbearbeitung nach Getreide – so flach wie möglich Durch die Hitze der vergangenen drei Wochen ist damit zu rechnen, dass die Ackerfuchsschwanz-Samen eine kurze Keimruhe von 3 bis 4 Wochen haben und somit zügig auflaufen können. Deshalb ist es angebracht, den Boden nach dem Mähdrescher nur zu striegeln oder flach bis maximal 3 bis 5 cm mit einem mehrbalkigen Grubber zu bearbeiten, um die Keimung anzuregen. Sobald Ackerfuchsschwanz- oder Weidelgraskeimlinge aufgelaufen sind und maximal zwei Blätter gebildet haben, sollte ein 2. Striegel- oder Flachgrubbergang erfolgen. Unter Umständen auch ein 3. flacher Arbeitsgang, insbesondere wenn die Ackerfuchsschwanzpflanzen stark bestockt waren. Die späten Nebentriebe blühen später und beenden deshalb auch die Keimruhe später. Danach noch 8 bis 10 Tage warten, um dann schrittweise

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Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Zuckerrüben – Einsatz der Hacke

Zuckerrüben gelten nicht nur als Hackfrüchte, sondern profitieren auch von einem Hackdurchgang. Durch das Hacken gelangt Sauerstoff und Wärme in den verschlämmten Boden, was die Rüben danken. Auch die Stickstoffnachlieferung wird damit in Gang gebracht. Bereits nach wenigen Tagen ist der Wachstumsvorsprung in gehackten Beständen zu erkennen. Je verkrusteter ein Boden, desto höher wiegen die Vorteile des Hackens. Dieser Entwicklungsvorsprung sollte auch in SBR-/Stolbur-Gebieten genutzt werden. Hier haben schneller Reihenschluss und optimale Wachstumsbedingungen für die Zuckerrüben höchste Priorität. Gerade auf verkrusteten Böden wird durch das Hacken der Gasaustausch forciert. Bei hohen Tongehalten muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Rüben durch das Herausreißen von „Platten“ nicht beeinträchtigt werden. Mit Schutzscheiben kann in diesem Fall bis zu einem gewissen Umfang Vorsorge betrieben werden. Durch das Hacken wird die Kapillarität und damit die unproduktive Verdunstung zwischen den Reihen in harten Böden gebrochen. Problematisch ist das Hacken auf steinigen Böden, da die

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Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Ackerbohnen und Erbsen – Mechanische Unkrautbekämpfung

Ackerbohnen haben eine hohe Konkurrenzkraft gegen Unkräuter, deshalb ist eine mechanische Unkrautbekämpfung durchaus Erfolg versprechend, wenn nicht gerade Gräser oder tiefwurzelnde Unkräuter ausgeschaltet werden müssen. Tiefer wurzelnde Unkräuter, wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut, lassen sich mit Hacken, nicht aber mit Striegeln bekämpfen. Ackerbohnen Mit Blindstriegeln im Vorauflauf der Ackerbohne (Striegel scharf einstellen), zweites Mal Striegeln ab 8-Blatt-Stadium (bzw. ab 5 cm Wuchshöhe, Striegel weniger scharf einstellen). Unter optimalen Witterungsbedingungen (trocken, schüttender Boden) 60 bis 80 % Wirkung gegen flach wurzelnde Unkräuter. Ein dritter Arbeitsgang bei 15 – 20 cm Wuchshöhe mit dem Striegel oder mit der Hacke erhöht die Unkrautwirkung auf 75 bis 90 %. Beschädigungen der Ackerbohne lassen sich durch Striegeln am späten Nachmittag bis in die frühen Abendstunden verringern. Körnererbsen Körnererbsen reagieren auf die mechanische Unkrautbekämpfung empfindlich. Die Restverunkrautung zur Ernte bereitet in feuchten Jahren erhebliche Probleme. Dem Blindstriegeln im Vorauflauf folgt ein weiterer Arbeitsgang im 8-Blatt-Stadium der Erbsen

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Mit welchem Landwirt Sie über das Rübenjahr 2024 sprechen, das Fazit fällt sehr unterschiedlich aus. Noch nie waren die Ertragsunterschiede größer als in diesem Jahr. Die Bandbreite der Erträge reicht von katastrophalen 20t/ha bis zu noch nie da gewesenen 130 t/ha. Selbst bei Landwirten innerhalb einer Gemarkung können die Ertragsunterschiede 40 t/ha betragen. Doch wie kam es dazu und was können wir aus diesem höchst interessanten Jahr für den Rübenanbau lernen? Dazu muss man den Entwicklungsverlauf noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Bodenstruktur Unterschiede fallen bereits bei der Bodenbearbeitung und der Etablierung der Zwischenfrüchte im Sommer 2023 ins Auge. Wem es trotz der verbreitet nassen Bedingungen gelungen war, mit Hilfe der Bodenbearbeitung eine gute Bodenstruktur zu schaffen und diese durch einen homogenen Zwischenfrucht-Bestand zu stabilisieren, hatte einen entscheidenden Vorteil. Denn im Winter und Frühjahr konnte sich die Struktur aufgrund des vielen Regens nicht mehr verbessern. Der milde Winter mit

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Auswirkungen der Nässe auf das Frühjahr 2025

Wassergesättigte Böden im Westen, Norden und Süden Westlich der früheren innerdeutschen Grenze, in Schleswig-Holstein und im westlichen Mecklenburg sowie südlich des Mains sind die Böden derzeit verbreitet das zweite Jahr nacheinander mit Wasser gesättigt. Durch eine ähnliche Situation im Jahre 1981/82 wurden die Böden durch die Rübenroder stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachwirkungen waren noch bis 1996/97 zu spüren. Ab Ende Dezember 1996 drang der Frost selbst in Westdeutschland über 1 m tief in den nassen Boden ein und beseitigte die Strukturschäden. Die Körnermais- und Zuckerrübenernte wird in diesen Gebieten noch zu einer Herausforderung. Ob danach überall Getreide gesät werden kann, ist mit einem Fragezeichen versehen. Wie wirkt sich Nässe auf den Boden aus? Wasser allein ist nichts Schlimmes. Ausreichend Bodenfeuchte ist notwendig, damit die Biologie im Boden funktioniert und Pflanzen wachsen können. Feuchtigkeit verhindert Staubbildung und Winderosion. Feuchte ist auch notwendig, damit sich die feinsten Bodenpartikel ausrichten und zu

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Raps – Aussaat 2024

Bodenbearbeitung Durch die Starkniederschläge sind die Böden z.T. stark eingeschlämmt, d.h. auch Tonteilchen wurden verlagert. Schimmern sandig-schluffige Böden mit weniger als 15 % Ton nach Regen an der Oberfläche hellgrau oder glänzen gar silbrig bzw. hat sich über der Krumensohle eine dünne Schicht mit eingeschwemmter Erde gebildet (Spaten!), ist es angebracht vor Raps zu pflügen, um verlagerte Tonteilchen wieder hochzubringen. Das gilt vor allem für Böden mit zu niedrigen pH-Werten. Die Pflugtiefe muss aber der Bodenfeuchte angepasst werden bzw. die Bearbeitung darf im feuchten Boden nicht auf volle Krumentiefe erfolgen, um im kommenden Jahr die aktuell kaum zu vermeidende Schmiersohle unter den Scharen unterfahren zu können. Um Strohmatten zu vermeiden, sollte vor dem Pflügen das Stroh mit dem Grubber (oder zur Not auch mit der Scheibenegge) am besten in 2 Schritten, um keine Brocken zu produzieren, ca. 15 cm tief eingearbeitet werden. Nach jedem Bearbeitungsgang muss rückverfestigt werden. Hinter dem

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Platzierung des Düngers statt Ausbringung mit der Schaufel

Je knapper die Versorgung der Böden, umso wichtiger wird die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor. Das zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Güllebetriebe mit hoher P-Versorgung liegen in den Erträgen durchweg an der Spitze. Die Nährstoffaufnahme erfolgt proportional zur Nährstoffkonzentration im Boden. Je geringer der Abstand zwischen einer Nährstoffquelle (Düngerkorn, mit Nährstoffen versorgte Bodenpartikel) und den Wurzelspitzen ist, umso niedriger kann die Nährstoffkonzentration sein, um die notwendige Nährstoffaufnahme pro Zeiteinheit (Tag) sicherzustellen. Geringe Nährstoffversorgung im Boden, die Begrenzung der Düngerausbringung durch die DüV, aber auch die durch Festlegung eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe erfordern umgekehrt einen kürzeren Transportweg der Nährstoffe vom Düngerkorn zur Wurzel, d.h. Platzierung der Nährstoffe in Wurzelnähe. Weniger wasserlösliche Nährstoffe wie Phosphate, die zudem schnell schwerlösliche Bindungen mit zwei- und höherwertigen Kationen (z.B. Ca++, Mg++, Fe++/+++, Al++/+++) eingehen, werden zudem im Boden nur über kurze Strecken transportiert. Beim Phosphor wirkt sich deshalb die Platzierung des Düngers in

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Nässe kostete Ertrag

testsetDie Gerstenernte ist in den Frühdruschgebieten weitgehend abgeschlossen. Die Erträge liegen verbreitet weit unter den Erwartungen.

Ursache für schwache Erträge ist meist das geringe Hektolitergewicht und häufig auch zu kurze Ähren. Dass die Gerstenerträge nicht in den Himmel schießen würden, wurde schon während der Abreife deutlich:

Gute Gerste soll von grünen über gelbe Grannen abreifen. In diesem Jahr fielen oft schon im Mai die silbrigen „Flimmerähren“ auf, die darauf hindeuteten, dass Ähren aufrechtblieben und in diesen Ähren nichts „drin“ war. Das war in einigen Sorten mit frühem Ährenschieben auf die Schartigkeit infolge des Frostes zurückzuführen, meist lag die Ursache an der kranken Halmbasis (schwarze Stoppel) und an den fehlenden Feinwurzeln. Andere Bestände hatten bereits Anfang Juni braune Grannen infolge des Befalles mit Ramularia aufgrund der unterbliebenen Grannenspritzung.

Auch die ersten Rapserträge liegen unter 30 bis bestenfalls Anfang 40 dt/ha, ohne dass gravierende Fehler in der Produktionstechnik zu erkennen sind. Beim Raps wiegen die Körner weniger als im vergangenen Jahr, auch die Ölgehalte sind deutlich niedriger. Vielfach waren in den (oft langen = älteren) Schoten große und kleine Körner nebeneinander zu finden. Ursache dafür dürfte die Frostnacht vom 22. auf den 23. April gewesen sein. Dadurch wurde die Zellteilung in den gerade befruchteten Karyopsen gestört und weniger Zellen in diesen Körnern gebildet bzw. die Körner nicht weiter ausgebildet.

Auch beim Weizen zeichnet sich ab, dass hohe Ertragserwartungen vielfach nicht erfüllt werden, weil das Hektolitergewicht zu wünschen lässt.

Einige Sorten reagierten auf die Witterung in der 2./ 3. Aprildekade mit Blattaufhellungen, die durch Spritzmaßnahme sogar verstärkt wurden. Kam dann noch z.B. im KWS Donovan der Befall mit Braunrost auf den noch grünen Bereichen der Blätter hinzu, vergilbte der gesamte Blattapparat vorzeitig, so dass zur Milchreife nicht einmal mehr das Fahnenblatt intakt blieb.

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben – Wie die Rübenschläge für die Aussaat vorbereiten?

Wurden Zwischenfrüchte wie Phacelia oder Kleearten vor den Rüben angebaut, grünen diese wieder durch. Auch Ausfallgetreide und Ungräser sind zu finden. Außerhalb von Wasserschutzgebieten ist es am sinnvollsten Glyphosat einzusetzen, da Rüben vor allem auf tonigen Böden empfindlich auf zu viel Bearbeitung im Frühjahr reagieren. Ein sicherer Feldaufgang kann dann nicht mehr gewährleistet werden. Zudem wirkt die mechanische Bekämpfung von Gräsern im zeitigen Frühjahr nicht sicher.
In Wasserschutzgebieten muss dennoch versucht werden, die Altverunkrautung mechanisch zu beseitigen. Dabei gilt es, so wenig Boden wie möglich zu bewegen. Flach schneidende Werkzeuge, die möglichst wenig im Boden wühlen, ermöglichen eine flache Bodenbearbeitung, ohne übermäßig viel Wasser zu verbrauchen. Auch Gareeggen mit Einebnungsschienen können bei geringem Unkrautdruck für eine Bearbeitung ausreichend sein. Kreiseleggen allein führen gegen Altverunkrautung meist nicht zum gewünschten Erfolg. Gegen Gräser sind für eine ausreichende Wirkung in jedem Fall zwei Überfahrten notwendig.
Der Boden muss bei der Bearbeitung krümeln. Schmierschichten

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Verschlämmte Böden – was tun?

Viele der spät bestellten Weizenschläge sind stark verschlämmt, so dass die Pflanzen oft einbetoniert sind. In diesen Fällen ist die Rollhacke die beste Lösung, mit der Sie den Boden aufbrechen können ohne zu viel Schaden anzurichten. Gute Rollstriegel schaffen auch eine Kruste von 3 bis 4 cm aufzureißen.
Möglich ist auch der Schwerstriegel oder eine Saategge. Damit werden aber auch mehr Pflanzen beschädigt. Mit dem Schwerstriegel kann nur eine dünne Kruste aufgerissen werden. In diesem Fall ist die Kombination von Walze, um die Kruste zu brechen, plus Striegel wirksamer und sogar schonender für den Bestand.
In beiden Fällen muss die Bodenoberfläche abgetrocknet sein. Der Schlepper darf nicht zu schwer sein und muss möglichst breite Reifen haben.
Bleibt es nach dem Aufbrechen der Kruste ein paar Tage trocken, ist es auf tonigen Böden sinnvoll, den Bestand zu walzen.
Durch das Aufbrechen der Kruste kommt Luft in den Boden. Damit wird der

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Das zurückliegende Mais-Jahr 2023 war an Überraschungen kaum zu überbieten.
Nässe und Dauerregen machten die Aussaat zum Geduldsspiel. In vielen Regionen Deutschlands wurde der Mais sehr spät gesät. Aus Sorge, den Mais gar nicht mehr in die Erde zu bekommen bzw. aufgrund von begrenzten Gülle-Lagerkapazitäten wurde auch oft zu früh bestellt.
Starke Ertragseinbrüche verzeichneten deshalb Betriebe, die mit schwerem Gerät Gülle vor der Saat einarbeiteten.
Gerade das nasse Frühjahr zeigt uns die Bedeutung einer intakten Bodenstruktur. Die Bodenansprache mit Spaten ist dabei ein notwendiges Instrument, nicht nur im Frühjahr, um Verdichtungen und Klutenbildung zu vermeiden, aber auch um die Arbeitsschritte zu koordinieren. Aus technischer Sicht muss alles für eine möglichst bodenschonende Frühjahrsbestellung unternommen werden:

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Zwischenfrüchte – Wenn es geht, Zwischenfrüchte walzen!

Vor diesem Zeitraum sind lediglich Maßnahmen ohne Eingriff in den Boden wie das Walzen zulässig. Nachdem der Schnee weggetaut ist, kann auf gefrorenem Boden gewalzt werden, ohne die Bodenstruktur zu gefährden. Durch das Walzen werden die Stängel geknickt, dadurch der Wasserstrom und die Nährstoffaufnahme unterbunden.
Walzen setzt den Abbau der Zwischenfrüchte in Gang
Der Walzgang hilft somit den Abbau der Zwischenfrüchte in Gang zu bringen und gleichzeitig gasförmige Stickstoffverluste zu reduzieren. Die in der Zwischenfrucht stehenden kleinkörnigen Leguminosen wie der Alexandriner Klee profitieren durch den besseren Lichteinfall und können über Winter weiterwachsen.
Ein gutes Arbeitsergebnis wird mit Prismenwalzen erreicht. Ziel ist die Pflanzenstängel zu brechen und die Blätter anzureißen, um durch die größere Oberfläche bzw. die kleinen Pflanzenteile die Verrottung zu fördern.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Körnermais – Strohmanagement und Bodenbearbeitung nach der Ernte

Soll nach der in diesem Jahr späten Körnermaisernte noch Weizen bestellt werden, bleibt nur ein enges Zeitfenster für die Zerkleinerung und Einarbeitung des Maisstrohs. Das unterschiedliche Strohaufkommen erfordert eine angepasste Intensität. Bei hohem Körnermaisertrag mit entsprechend hoher Biomasse der Restpflanze müssen bis zu 15 t Stroh pro Hektar eingearbeitet werden. Diese Zahl ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass man bei 100 dt/ha Winterweizen mit 8 t/ha Stroh kalkuliert.
Unabhängig von der Strohmenge sind gut gewartete Maispflücker notwendig, um Stroh und Stoppeln bereits bei der Ernte zu zerkleinern und aufzuspalten. Das hat den großen Vorteil, dass die Maisstängel zerkleinert werden, bevor sie überfahren werden. Platt gefahrene Maisstängel werden in anschließenden Bearbeitungsgängen mit Mulcher oder Messerwalze nicht sauber erfasst und sind aus phytosanitärer Sicht problematisch.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Bodenbearbeitung im nassen Boden: Ansprüche an die Bestellung

Die Böden sind mit Ausnahme der Bördestandorte im Osten inzwischen bis unter die Krume durchnässt. Auf den weniger wasserhaltefähigen Böden im Nordwesten beginnen die Drainagen zu laufen. Dadurch erfordert die Bodenbearbeitung zu Raps viel Fingerspitzengefühl. Wenn die Böden im vorigen September nicht zu früh angefasst wurden, ist die Bodenstruktur unterhalb der Krume weitgehend intakt, so dass eine intensive tiefe Lockerung nicht notwendig zu sein scheint. Am besten ist es, wenn abgeerntete, idealerweise einmal gestriegelte Böden ohne tiefe Spuren liegen bleiben. Direkt vor der Aussaat kann der Boden nur so tief bearbeitet werden, dass im Saathorizont genug Feinerde vorliegt. Mit einer tiefen Bearbeitung wird unter der Bearbeitungsgrenze nur ein Verdichtungshorizont geschaffen, den die Pfahlwurzel des Raps durchstoßen muss. Die Strohmassen erfordern eventuell, dass etwas tiefer gearbeitet werden muss: Pro 10 dt/ha Strohmenge müssen 1,5 – 2 cm Einarbeitungstiefe kalkuliert werden, um das Stroh und die Stoppeln so tief einzumischen, dass es zu keinen Auflaufproblemen kommt. Es spricht nichts dagegen, diese Einmischung in einem Arbeitsgang durchzuführen, wenn die Zeit knapp wird. Voraussetzung sind möglichst kurze Stoppeln (max. 10 cm, besser 5 bis 7 cm), kurze Strohhäcksel (max. 5 cm) und gute Verteilung der Spreu.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Kohlhernie: Ausbreitung, Vermeidung, Eindämmung

Kohlhernie („Klumpfuß-Krankheit“) wird durch den bodenbürtigen Einzeller Plasmodiophora brassicae ausgelöst. Die Dauersporen im Boden keimen angeregt durch Wurzelausscheidungen im Bodenwasser aus und setzen begeißelte Zoosporen frei, die erst die Wurzelhaare und später die Wurzelrinde befallen.

Nach 180 bis 240 °C-Tagen sind an den Wurzeln erste stecknadelgroße Ausstülpungen zu erkennen. Die später gallenförmigen Wucherungen (Tumore), die einen Durchmesser von einem bis mehreren Zentimeter erreichen können, sind symptomatisch für das Schadbild des Erregers, der deshalb auch als „Klumpfußkrankheit“ bezeichnet wird. In den Gallen werden Millionen von Dauersporen gebildet, die der Überdauerung im Boden dienen.

Durch die Tumorbildung wird die Wasser- und Nährstoffversorgung beeinträchtigt oder ganz unterbunden. Besonders drastisch wirkt sich die Krankheit auf die Rapspflanze aus, wenn die Pfahlwurzeln befallen werden.

Kohlhernie bewirkt erste Welke-Erscheinungen der Rapspflanze schon im Herbst, obwohl die Wasserversorgung sichergestellt ist. Der Befall äußerst sich oft zuerst an nassen Stellen im Schlag (z.B. in Lunken), wo sich der Erreger durch die begeißelten Zoosporen schneller fortbewegen kann.

In verseuchten Böden geht die Anzahl der Dauersporen pro Gramm (!) Boden nicht selten in die Millionen. Die Halbwertszeit dieser Sporen im Boden beträgt 4 Jahre. Dauersporen können ohne Wirtspflanzen länger als 15 Jahre im Boden überdauern. Eine Vermehrung des Erregers ist aber nur an den Wurzeln empfänglicher Wirtspflanzen möglich. Dazu zählen vor allem Kruziferen wie Raps und Kohlgewächse.

Befallsdichte und -intensität werden maßgeblich von den Umweltbedingungen mitbestimmt. Sowohl die Infektion der Wurzelhaare als auch die spätere Symptomausprägung sind temperaturabhängig und erfordern hohe Bodenfeuchte. Temperaturen über 15 °C mit hoher Bodenfeuchte (über 70 % Feldkapazität) bieten optimale Voraussetzungen für den Befall mit diesem Erreger.

Der Ertragsausfall durch Kohlhernie hängt von der Befallshäufigkeit, d.h. wie viele Pflanzen befallen sind, und von der Befallsstärke ab. Im Mittel liegen die Ertragseinbußen zwischen 40 und 70 % bis hin zu Totalausfällen.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Kohlhernie gefährdet den Rapsanbau

Mit Kohlhernie befallene Schläge haben weiter zugenommen. Diese Krankheit tritt vor allem im Norden und Nordwesten, in Schleswig-Holstein, an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, in den Staulagen der Mittelgebirge, aber auch in Südbayern auf, wo vor allem Senf als Zwischenfrucht vor Mais schon öfter angebaut wurde.

Wo bislang noch keine Kohlhernie aufgetreten ist, sollten folgende Grundregeln beim Anbau von Raps in der Fruchtfolge eingehalten werden, um Kohlhernie zu vermeiden:

Einschleppung durch verdreckte Bearbeitungsgeräte vermeiden

Drainagen müssen funktionsfähig bleiben, um Staunässe zu vermeiden

pH-Wert in Ordnung halten

Kohlensaure Kalke am besten schon zur Vorfrucht vor Raps einarbeiten

Raps nur alle 4 bis 5 Jahre anbauen

Ausfallraps zügig beseitigen, darf nicht länger als 10 bis 14 Tage stehen bleiben

Keine Kreuzblütler (Unkräuter) in anderen Kulturen im Herbst aufkommen lassen

Keine Kreuzblütler in Zwischenfrucht-Mischungen in Rapsfruchtfolgen

Nematoden-resistenten Ölrettich erst säen, wenn der Boden kälter als 15 °C ist.

Wie wird Kohlhernie verbreitet?

Der Erreger der Kohlhernie (

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Sklerotinia mit Contans WG bekämpfen

Der Befall mit Sklerotinia trat in stärkerem Umfang auf, wo zu Beginn der Rapsblüten Regen fiel. Durch den verstärkten Anbau von Körnerleguminosen in der Rapsfruchtfolge nimmt das Sklerotinia-Risiko zu. Auch Sonnenblumen werden durch Sklerotinia befallen. Sonnenblumen und Soja haben deshalb in Rapsfruchtfolgen nichts zu suchen. Zwischen Raps und Sonnenblumen sollte ein Anbauabstand von wenigstens 4 Jahren eingehalten werden.

Achtung: Auch Unkräuter aus der Gruppe der Kreuz- und Korbblütler werden von Sklerotinia befallen und müssen deshalb konsequent bekämpft werden (Hirtentäschel, Rauke, Hellerkraut, Kamille u.a.).

Nach einem Kälteeinbruch im Oktober kann in einem milden Herbst Myzel aus den Sklerotien auskeimen und Wurzel- bzw. Wurzelhalsinfektionen mit Sklerotinia bereits im Herbst verursachen. Diese Infektionen sind durch die Blütenspritzung im Frühjahr nicht zu verhindern.

Unterscheidung Sklerotinia-Wurzelhalsinfektionen vom Phoma- oder Verticillium-Befall

Wenn sich Stoppeln mitsamt der Wurzel leicht aus dem Boden ziehen lassen, weil die Feinwurzeln abgefault und verschwärzt sind, ist Verticillium als Ursache zu sehen. Reißen die Stoppeln am Wurzelhals ab, kommen Phoma oder Sklerotinia für die Vermorschung in Betracht. Wenn im Inneren des Wurzelhalses, teils auch an der Außenseite die schwarzen „Mäuseköttel“ zu finden sind, haben wir es mit Wurzelhalsinfektionen durch Sklerotinia zu tun. Myzel-Infektionen werden durch Kalkstickstoff, der mit der Saat eingearbeitet wurde, weitgehend unterbunden. Die DüV veranlasst aber nicht wenige, die bislang Kalkstickstoff eingesetzt haben, davon Abstand zu nehmen. Abgesehen davon, dass dadurch die Schneckenproblematik in Waldschattenlagen einen neuen Stellenwert bekommen wird, rückt die Sklerotinia-Problematik

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Mais – Aussaat 2023

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für den Mais?

Die derzeit nassen Böden werden sich nur langsam erwärmen. Deshalb ist eine (zu) frühe Maisaussaat nicht angeraten. Mais sollte erst gesät werden, wenn zu erwarten ist, dass die Bodentemperaturen dauerhaft die 8 °C Marke überschreiten und nach der Saat mit Bodentemperaturen von über 13 °C zu rechnen ist. Damit sind die Voraussetzungen für schnellen Feldaufgang und zügige Jugendentwicklung gegeben. Bei Bodentemperaturen über 13 °C läuft der Mais bei ausreichender Bodenfeuchte innerhalb von einer Woche bis 10 Tagen gleichmäßig auf.

Der zügig auflaufende Mais ist später robuster, falls eine erneute Kältewelle im Mai drohen sollte.

Das Saatgut muss zwingend mit dem feuchten Boden Kontakt haben, damit ein sicheres Auflaufen auch ohne nachfolgenden Regen gewährleistet ist. Deshalb muss die Saatbettbereitung flach erfolgen und vor allem kurz vor der Aussaat erfolgen.

Kontrollieren Sie beim Säen mehrmals am Tag die Ablagetiefe und passen Sie diese den

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Zuckerrüben – Einarbeitung von Zwischenfrüchten vor der Aussaat

Fragen für die Einarbeitung

Welche Zwischenfruchtarten haben den Winter überlebt und erscheinen noch grün?

Ist Ausfallgetreide ein Problem?

Stehen bestockte Ungräser wie AFU auf der Fläche?

Wie viel Aufwuchs muss eingearbeitet werden, wie lange sind die Zwischenfruchtstängel?

Welche Sätechnik wird verwendet?

Wie ist die derzeitige Bodenstruktur?

Lässt die Bodenfeuchte eine Bearbeitung überhaupt schon zu?

Vorgehensweise

Im Gegensatz zu Mais steht für die Einarbeitung der Zwischenfrucht vor Zuckerrüben deutlich weniger Zeit zur Verfügung. Das muss bereits bei der Auswahl der Zwischenfrucht berücksichtigt werden. Gräser sind deshalb vor Zuckerrüben weniger gut geeignet.

Durch das Niederwalzen der Zwischenfrucht bei Frost frieren die Zwischenfrüchte recht gut ab.

Darf kein Glyphosat mehr eingesetzt werden (z.B. im Wasserschutzgebiet), kann als Erstes ein zeitiger flacher Arbeitsgang bei Frost nötig sein, vor allem wenn zu weit entwickelter Ölrettich mit Rettichbildung oder stark bestockte Gräser ein Problem darstellen.

Bestockte Gräser (z.B. AFU) werden besser durch Glyphosat bekämpft als durch einen mechanischen Arbeitsgang.

Müssen noch grüne Zwischenfrüchte oder Unkräuter ohne Glyphosat beseitigt werden,

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