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Raps – Herbstdüngung

Raps – Herbstdüngung

P- Düngung    

im C- Bereich = Nettoentzug der Vorfrucht (Getreide)

Formel = Kornertrag dt/ha x 0,8 kg P2O5 je dt = kg/ha P2O5

z.B. 70 kg/ha P2O5 (Gülle, DAP, NPK, Triplephosphat)

im A/B-Bereich = 100 kg/ha P2O5 (in 3 Jahren max. 30 kg/ha über Entzug)

K-Düngung    

im C- Bereich = mindestens K-Aufnahme im Herbst

120 kg/ha K2O (Kornkali, Gülle,NPK)

im A/B- Bereich = 200 kg/ha  K2O (Kornkali),

Sandböden = 120 kg/ha  K2O im Herbst + 80 kg/ha im Frühjahr

PK-Düngung am besten vor der Saat einarbeiten! Auf schweren Böden muss auch Kali eingearbeitet werden, wenn mit Herbst- und/oder Frühjahrstrockenheit zu rechnen ist.

Bor- Düngung 

unter 0,4 ppm: 75 + 300 g/ha Bor (2- + 6-Blattstadium)

unter 0,8 ppm: 150 g/ha Bor ab 6-Blattstadium

Mg (+ S)

 im A/B- Bereich (Mg) 15 kg/ha MgO + 12 kg/ha S (300 kg/ha Kornkali)

10 kg/ha Bittersalz zum Überbrücken ab 6-Blatt

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Raps – Herbstdüngung

Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Das warme Wetter der letzten beiden Wochen forcierte die Entwicklung der Zuckerrüben, sodass die Bestände verbreitet die Reihen geschlossen und das 10-Blattstadium erreicht haben oder dieses bald erreichen werden. In diesem Stadium ist die Blattdüngung zum Blatterhalt sinnvoll, vor allem, wenn die Nährstoffverfügbarkeit aufgrund von Trockenheit eingeschränkt war.
Ziel ist es, die ab dem 10-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blätter bis zur Ernte zu erhalten, um möglichst hohe Zuckererträge zu realisieren. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10- Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.
Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die folgenden 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10- Blattstadium

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Raps – Herbstdüngung

Mais – Blattdüngung

Nach der ersten Hitzephase zeichnen einige Maisbestände gelblich oder auch lila. Kühle Nachttemperaturen bis zur zweiten Maidekade haben zu einer verhaltenen Jugendentwicklung der Maisbestände beigetragen und erschwerten die P- sowie die Zn-Aufnahme der Pflanzen. Durch den nachfolgenden Temperaturanstieg zu Beginn der dritten Maidekade nahm das vegetative Wachstum der Maisbestände stark zu. Der daraus resultierende Nährstoffbedarf, insbesondere von Phosphor und Spurelementen (z.B. Zn, Cu, Mn, Bor), konnte durch die Maispflanze nicht ausreichend aufgenommen werden, was zu gelblichen oder lila Verfärbungen geführt hat. Wurden in der Zeit auch Herbizidspritzungen (mit Sulfonylharnstoffen wie Foramsulfuron, Nicosulfuron oder Rimsulfuron) durchgeführt, wurden die Symptome verstärkt.. Die Pflanze benötigt für das Entgiften der SHS-Wirkstoffe die Spurenelemente Fe, Zn, Cu und Mn für die Bildung von Enzymen (z.B. Cyt-MOG), die den Herbizidabbau steuern. Für die Entgiftung von Triketonen, z.B. von Mesotrione (Callisto) oder Tembotrione (Laudis), wird zusätzlich Schwefel benötigt.
Im 8- bis 10-Blattstadium des Maises wird die Zahl

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Raps – Herbstdüngung

Weizen – Ährendüngung 2026

Starkes Melieren der Bestände, die auf geringe Bodenunterschiede oder Überlappungen beim Düngerstreuen und selbst von weitem sichtbar auf vorjährige Mäuselöcher zeichnen, wenn sich die N-Düngung im Rahmen des Zulässigen bewegte, sind Anzeichen für ein Nachlassen der N-Freisetzung aus dem Boden. Hinzu kommt, dass die P-Versorgung der Böden gerade auf den ertragsstarken Teilflächen abfällt, wenn auf Dauer mehr Phosphor entzogen als gedüngt wurde.
Die Restriktion der N-Düngung durch die DüV wirkte sich zuerst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, mittlerweile aber auch auf den Ertrag aus.
Inzwischen müssen wir alle Register ziehen, um noch respektable Qualitäten zu erzielen.
Dazu zählt auch die Ährendüngung. Durch die Spritzung mit Stickstoff in die Ähre nach der Blüte lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad der Spritzung ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher. Durch 10 kg/ha N ließen sich die Proteingehalte im Korn um 0,4 bis 0,7 % steigern.

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Raps – Herbstdüngung

Biostimulanzien

Laut dem Marktforschungsunternehmen „DunhamTrimmer / AgriBusiness Global“ wurden 2025 weltweit Biostimulanzien im Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der Markt der Biostimulanzien ist ein Wachstumsmarkt mit einer jährlichen Wachstumsrate von gut 10 %. Grund genug sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen, zumal Schlagworte wie Nährstoffeffizienz, bessere Wurzel- und Pflanzenentwicklung,Pflanzenstärkung, höhere Pflanzengesundheit oder bessere Pflanzenqualität regelmäßig als Kaufargumente genannt werden. Zum Teil wird auch damit geworben, dass der Düngereinsatz und/oder die Aufwandmengen von Fungiziden durch den Einsatz bestimmter Biostimulanzien deutlich reduziert werden kann, was angesichts hoher Rohstoffpreise verlockend klingt. Auch stärkere Stresseinflüsse auf unsere Kulturpflanzen durch den Klimawandel lassen den Einsatz von Biostimulanzien attraktiv erscheinen. Doch was bringen Biostimulanzien in der Praxis tatsächlich? Das ist eine Frage, mit der wir uns seit einigen Jahren auch in unseren Versuchen beschäftigen.
Für das Verständnis hilft es die auf dem Markt verfügbaren Präparate in Gruppen einzuteilen:
Präparate auf mikrobieller Basis (Bakterien, Pilze bzw. deren

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Raps – Herbstdüngung

Weizen – Nutribio N und Utrisha N als N-Fixierer

Die exorbitant gestiegenen Stickstoffpreise bringen Stickstoff-Fixierer wie Utrisha N oder Nutribio N wieder ins Gespräch. In unseren Versuchen in Winterweizen wurden mit der einmaligen Anwendung dieser Biostimulanzien zwischen 15 und 20 kg/ha N fixiert, die sich vor allem im höheren Proteingehalt niederschlugen.

Bei Kosten von derzeit knapp 2 € pro kg Stickstoff kann sich der Aufwand von ca. 40 € pro ha und Anwendung rechnen. Allerdings müssen die Anwendungsbedingungen strikt eingehalten werden, um die notwendige Wirkung zu erreichen.

Nutriobio N (Syngenta) beinhaltet den Bakterienstamm Azotobacter salinestris. Dieses Bakterium besiedelt Blätter und Wurzeln der mit der Spritzbrühe getroffenen Kulturpflanze und breitet sich dort aus. Danach bildet es einen Biofilm auf der Wurzeloberfläche. Mit Hilfe der Nitrogenase kann Azotobacter salinestris Stickstoff aus der Luft zu Ammonium reduzieren, das der Pflanze zur Verfügung steht.

Utrisha N (Corteva) besteht aus dem endophytischen „Methylobacterium symbioticum“. Dieses gelangt über die Stomata in das Pflanzeninnere, um sich

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Raps – Herbstdüngung

Leguminosen – Gefahr durch Blattrandkäfer

Aktuell ist in den ersten Leguminosenbeständen der Zahnradfraß durch den Blattrandkäfer (Sitona spp.) zu beobachten. Mit steigenden Temperaturen ist eine Zunahme der Fraßschäden zu befürchten, der sich umso stärker auswirkt, je zögerlicher die Entwicklung der Pflanzen ist. Der Hauptschaden wird durch die Larven verursacht, die an den Knöllchenbakterien fressen. Dadurch ist die Stickstofffixierung geringer.
Die Larven im Boden können nicht mehr bekämpft werden, aber die adulten Käfer vor der Eiablage. Die Käfer sind wärmeliebend und vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden aktiv. Sie reagieren empfindlich, ziehen sich bei der geringsten Störung in Bodenrisse oder Hohlräume zurück. Für die Bekämpfung stehen Pyrethroide (z.B. Decis Forte, Cyperkill Max, Mavrik Vita, Karate Zeon) zur Verfügung. Der Wirkstoff lambda-Cyhalothrin (u.a. im Karate Zeon) hat die längste Dauerwirkung. Es ist mit 7,5 g AS/ha zugelassen.
Die CS-Formulierung sorgt für eine bessere Anlagerung auf der Blattoberfläche. Dadurch werden auch Käfer erfasst, die nach der Anwendung

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Raps – Herbstdüngung

Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an

Kälte und geringe Niederschläge mit Ausnahme des äußersten Westens ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. So dürfte die N-Freisetzung erst im Mai, wahrscheinlich erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai voll anspringen. Aufgrund der überwiegend guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber aktuell eine Zwischendüngung einplanen.

Nach verhaltener Startgabe kommt auch eine bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch genug Tau fällt. Die Ausbringung mit AHL erfolgt am besten gegen Abend mit Flachstrahldüsen.

Das nicht über das Blatt aufgenommene AHL

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Raps – Herbstdüngung

Versorgung mit Spurenelementen

Worin äußert sich der Mangel im Getreide?
Akuter Mangel an Spurenelementen ist vergleichsweise selten. Latenter Mangel, der sich in einer verstärkten Reaktion auf Stresseinflüsse (Frost, Strahlung, Herbizideinwirkung, Trockenheit) zeigt, tritt dagegen häufiger auf:
Bormangel zeigt sich im Getreide meist erst nach der Blüte, wenn die Ährchen an der Ährenspitze nicht befruchtet werden. Das verstärkte Auftreten von Halmbasiskrankheiten (Rhizoctonia!) ist häufig mit latentem Bormangel in Verbindung zu bringen, der zu einer Schwächung des Gewebes führt.
Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist.
Kupfermangel lässt die Pflanzen, ähnlich wie der Mangel an Kalium, infolge der geringen Verholzung lasch wirken. Aufgehellte Pflanzen lassen den Verdacht auf Stickstoffmangel aufkommen. Mit Stickstoffmangel fühlen sich die Pflanzen aber steif an. Der Nitrattest zeigt auch in diesem

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Pflanzenanalysen – ein Muss im Frühjahr 2024!

Pflanzenanalysen – ein Muss im Frühjahr 2024!

Die Nässe im Herbst und Winter wirkt sich auf die Nährstoffversorgung der Pflanzen aus.
Durch die hohen Niederschlagsmengen über Winter sind auch auf schweren Standorten wasserlösliche, schwächer sorbierte Nährstoffe wie Nitrat, Schwefel, Kalzium, Magnesium in tiefere Schichten verlagert worden. Niedrige Nmin-Gehalte sind ein Hinweis, dass auch andere Nährstoffe verlagert wurden. Zudem bewirkte die Nässe eine Veränderung des Redoxpotentials und damit der Verfügbarkeit von Nährstoffen.
Pflanzenanalysen geben Auskunft über die aktuelle Versorgung der Pflanzen mit Makro- und Spurennährstoffen. Deshalb bietet es sich an, Getreide und Raps nach Beginn der Vegetation auf die aktuelle Nährstoffversorgung analysieren zu lassen.
Die Untersuchungsergebnisse liegen in gut aufgestellten Laboren nach 7 bis 9 Tagen vor. Dadurch bleibt noch Zeit, um im Bedarfsfall mit (Blatt-) Düngungsmaßnahmen reagieren zu können.
Für die Pflanzenanalysen sind 300 bis 500 g Probenmaterial (Frischmasse) notwendig. Bei der Probenahme ist darauf zu achten, dass die Blätter frei von Erdanhaftung und Staub sind. Die

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Die vor dem 22.08. gesäten Rapsbestände haben bereits das 6-, teils schon das 8-Blattstadium erreicht und müssen dringend gestaucht werden, um sich nicht zu überwachsen. Ein Teil der Rapsbestände musste dage- gen nachbestellt werden bzw. wurde erst in der vergangenen Woche gesät. Deshalb ist in diesem Jahr ein differen-zierter Einsatz der Wachstumsregler erforderlich. Aufmersamkeit ist in Beständen, in denen bei der Herbizidstrategie auf Belkar gesetzt wurde, geboten. In diesen darf dann kein Metconazol eingesetzt wer- den.
Infolge der sich abzeichnenden regnerischen Witterung muss auch mit Phoma gerechnet werden, auch wenn die Rapssorten inzwischen deutlich weniger anfällig sind, solange Tagestemperaturen über 10 °C + Regen
Wind herrschen. Kontrollieren Sie deshalb auch Ausfallrapspflanzen auf dem Nachbarschlag auf den Be- fall mit Phoma.
Raps im 6-Blattstadium gegen Ende des Langtages

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Weizen – Frühsaat – Bodentemperaturen und Frucht sind entscheidend

Aktuell liegen die Bodentemperaturen in 5 cm Tiefe zwischen 17 und 24 °C. Das könnte sich mit der Wetterumstellung in dieser Woche ändern. Solange noch Bodentemperaturen über 12 bis 15 °C herrschen, ist im warmen, trockenen Boden die Gefahr der Infektion der Wurzeln mit Gaeumannomyces graminis (Erreger der Schwarzbeinigkeit) und der Halmbasis mit Rhizoctonia graminis besonders hoch.
Bei früher Saat ist zudem auch das Risiko der Übertragung von Verzwergungs-Virosen hoch.
Die Böden sind im Norden und Westen zu 60 bis 90 % mit Wasser gesättigt. Im (Nord-) Osten und in den Trockengebieten im Südwesten und in Unterfranken allerdings nur zu 40 bis 50 %. Auf den Standorten im Norden und in den Höhenlagen sollten deshalb gute Bestellbedingungen im September genutzt werden, um das Getreide im Oktober nicht in den Boden hineinschmieren zu müssen. Sobald die Bodentemperaturen die 15 °C-Grenze unterschritten haben, sollte dort Getreide gesät werden.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Weizen – Ährendüngung

Proteingehalt und Backqualität durch Ährendüngung fördern

Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV macht sich erst im Proteingehalt und im Sedimentationswert bemerkbar, bevor der Ertrag reagiert. Durch die Ährendüngung mit Stickstoff lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher.

Eiweißgehalt im Korn und (Back-) Qualität werden in den ersten 20 Tagen nach Beginn der Kornbildung festgelegt und hängen im Wesentlichen von der N-Aufnahme aus dem Boden und der Umlagerung von Stickstoff bzw. löslichen Proteinbestandteilen aus den Blättern in das Korn ab. Dazu müssen auch genug Kohlenhydrat-Gerüste (Keto-Körper) und Enzyme für die Aminosäuren- und Proteinbildung bereitstehen.

Ertrag und Qualität hängen nicht nur von Stickstoff ab, sondern auch von der Versorgung mit Phosphor, Schwefel, Kalium, Magnesium und Spurenelementen.

Die Ursache für geringe Proteingehalte trotz hoher N-Zufuhr sind häufig im Mangel an Schwefel, auch Phosphor oder Kalium zu suchen. Fallen Eiweißgehalt und

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Zuckerrüben – hohe Nettoassimilationsrate sichert den Zuckerertrag

Zuckerrüben schließen im Idealfall möglichst schnell den Bestand und erreichen einen BFI von 4,5 (bei knapper Wasserversorgung) bis 5,5 (ausreichende Wasserversorgung). Mit den bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Diese Blätter müssen deshalb „gepäppelt“ werden.

Mit den ersten Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau von Blättern und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. ab, sobald das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.

Die Hauptlast der Assimilation und Ertragsbildung tragen dann die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten gebildet. Vier neue Blätter bedeuten aber einen Rückgang des Zuckergehaltes von 18 auf 16,8.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Gerste – Rhynchosporium – Gefahr in Verzug!

In der im Herbst angebauten Sommergerste (Sorte Leandra) verbreitet sich Rhynchosporium im epidemischen Ausmaß. Der Befall hat örtlich bereits F-3 erfasst und beginnt bereits auf F-2 überzugreifen.
Kurzfristig kann die Verbreitung auf die oberen Blätter mit 150 g/ha Prothioconazol unterbunden werden.
Die Maßnahme sollte in Kombination mit 0,5 l/ha Mn-Chelat + 50 g/ha Bor erfolgen, um die Disposition der Gerste zu stärken.
Die Verteilung der Spritzbrühe auf der Pflanze wird durch ein Spreitmittel (z.B. 0,12 l/ha Break thru, 0,2 l/ha Karibu) verbessert.
Die Ausbreitung von Rhynchosporium wurde nach der Primärinfektion im Herbst durch die nass-kalte Witterung der letzten Wochen begünstigt.
Gegen Rhynchosporium besonders anfällige Sorten sind z.B. die mehrzeiligen Sorten KWS Orbit, Tonic, Wallace, Lomerit sowie SU Ellen. Stärker befallen sind auch Avantasia, Julia, KWS Higgins und Keeper, LG Veronika, SU Hetti, SY Galileoo, SU Jule.
Zweizeilige Sorten mit hoher Anfälligkeit gegen Rhynchosporium: Caribic, KWS Liga, LG Caiman, Lottie. Nicht

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Manganmangel im Getreide

In einigen Getreidebeständen zeichnet sich derzeit akuter Manganmangel ab. Wird der Mangel nicht behoben, können erhebliche Ertragseinbußen entstehen. Besonders betroffen sind Standorte mit starker Manganfestlegung, z.B. durch Trockenheit, lockeren Boden, hohe pH-Werte, Verzicht auf SSA-Düngung bzw. absolut geringer Mn-Versorgung (unter 50 ppm Mn im Boden).

Symptome für akuten Manganmangel zeigen sich als aufhellende chlorotische Flecken und Streifen an jungen bis mittelalten Blättern, die sich im weiteren Verlauf hellgrau bis hellbraun verfärben. Hellt der Bestand im nicht verfestigten Bereich auf, während er im Bereich verdichteter Fahrspuren grün bleibt, ist von Manganmangel auszugehen.
Abbildung

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Wintergerste – Bestände auf Gelbmosaikvirus Typ II kontrollieren

Die Mehrzahl der aktuell zugelassenen Wintergerstensorten ist resistent gegen das Gersten-Mosaik-Virus (Typ 1). Das Auftreten des Typ 2 beschränkte sich bislang vor allem auf Standorte in Westfalen und Niedersachsen.

Nachdem Gerstenbestände wieder durchgrünen, sind verbreitet gelbe Bereiche auf dem Acker zu erkennen (s. Übersicht S. 41 – 42). Zeichnen die Gerstenpflanzen mosaikvirus-resistenter Wintergerstensorten in Teilbereichen, meist streifig in Bearbeitungsrichtung vom Vorgewände ausgehend, muss auch der Befall mit Gelbmosaikvirus Typ 2 in Betracht gezogen werden.

Deutliche Hinweise auf das Mosaikvirus sind aufgehellte Strichelchen in den Blattadern vergilbter Wintergerstenpflanzen. Diese beginnen meist im oberen Drittel des Blattes. Später gehen die Strichelchen in Nekrosen über, die auf das gesamte Blatt übergreifen. Die betroffenen Pflanzen bleiben im Wachstum zurück und bilden schlechte Wurzeln aus. Teils sind diese bereits verbräunt.

Auf unter Nässe leidenden Standorten treten die Symptome verstärkt auf.

Bei milder, trockener Witterung kann die Gerste das Virus „abschütteln“, wenn die Wurzelneubildung zügig in Gang kommt. Nass-kaltes Wetter macht dem Ganzen einen Strich

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Stängelrüssler kontrollieren – weitere Maßnahmen zur Ertragssicherung

Verbreitet wurden in der obersten Bodenschicht bereits mehr als 8 °C gemessen (Quelle: DWD Agrarwetter Bodentemperaturen, s. Karte vom 21.02.2023). Zuflug des Großen Rapsstängelrüsslers mit einem Überschreiten der Schadschwelle wurde örtlich beobachtet, nachdem 3 Tage in Folge tagsüber um 15 °C herrschten und die Temperaturen in der Nacht nicht unter die Frostgrenze fielen.

Ab einer Bodentemperatur von 5 bis 7 °C im Oberboden (bis 5 cm Bodentiefe) setzt der Schlupf des Rapsstängelrüsslers ein. Nach dem Schlupf beginnt die Nahrungssuche und die Käfer wandern sehr schnell in die Rapsschläge ein. Anders als der Kohltriebrüssler hat der Rapsstängelrüssler den Reifefraß dann weitgehend abgeschlossen und legt kurz nach dem Zuflug seine Eier unterhalb des Vegetationspunktes des Rapses in den Spross ab. Der Saftstrom und damit auch der Auxin-Transport werden durch den Anstich und das Fressen gestört und der Trieb bleibt gestaucht. Später kommt es durch einseitigen Auxin-Transport zur typischen S-förmigen Verkrümmung der Triebe, die Stängel platzen auf.

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