Grünes Info
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Getreide – Beizung
Latitude und Latitude XL
Das Silthiofam im Latitude beziehungsweise Latitude XL ist ein Spezialwirkstoff gegen Schwarzbeinigkeit. Es kommt nicht als Ersatz für eine Brand-, Fusarium- oder Schneeschimmelbeize in Betracht. Der Wirkstoff Silthiofam vermindert den Befall mit Schwarzbeinigkeit an der Wurzel und begünstigt die Wurzelneubildung beziehungsweise Wurzellebensdauer.
Der Einsatz von Silthofam ist vor allem im Weizen beziehungsweise Triticale in engen Getreidefolgen, vor allem im Weizen nach Weizen, bei früher Saat, warmer Herbstwitterung, hohem Anteil an Ausfallgetreide, Queckenbesatz sowie auf Böden mit schlechter Durchwurzelbarkeit interessant. Auch sandige Standorte, schwere tonige Böden und zeitweise staunasse Flächen können das Risiko des Befalls mit Schwarzbeinigkeit erhöhen.
Die Spezialbeize ändert nichts an den pflanzenbaulichen Grundsätzen: Späte Saat, Unterbrechung enger Getreidefolgen, Beseitigung der grünen Brücke (Bekämpfung von Quecken) und eine gute Bodenstruktur bleiben die wichtigsten Maßnahmen gegen Schwarzbeinigkeit. Ohne erkennbares Befallsrisiko ist der Einsatz von Silthiofam pflanzenbaulich schwer zu begründen.
Getreide – Beizung
Mit dem unsicheren Zulassungstatus von Fludioxonil wird die Beizung im Getreide zur Einzelfallentscheidung. Fludioxonil war und ist noch in vielen Getreidebeizen ein wesentlicher Kontaktwirkstoff gegen auf der Saatgutoberfläche sitzende, samenbürtige Erreger und Auflauf-krankheiten. Die EU-Wirkstoffgenehmigung wurde nach derzeitigem Stand bis zum 30.09.2026 verlängert. In der Praxis müssen deshalb Zulassung, Verfügbarkeit und mögliche Aufbrauchfristen der einzelnen Produkte unmittelbar vor der Beizung geprüft werden.
Die Beizung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen samen- und bodenbürtige Krankheiten. Ist das Saatgut ersteinmal ausgesät, können Brände und frühe Auflaufkrankheiten nicht mehr sicher ausgeschaltet werden. Bei der Mittelwahl muss zuerst geklärt werden, wo der Erreger sitzt und wie die Infektion des Keimlings erfolgt.
Auf der Samenschale sitzende Erreger werden durch Kontaktwirkstoffe erreicht. Zu diesen zählen vor allem Steinbrand, Roggenstängelbrand sowie samenbürtige Fusarien, Microdochium nivale und Septoria nodorum. Im Korn sitzende Erreger werden dagegen nur erfasst, wenn der Wirkstoff in ausreichender Konzentration in das Korn beziehungsweise
Raps – Übersicht Beizen 2026
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Biostimulanzien
Laut dem Marktforschungsunternehmen „DunhamTrimmer / AgriBusiness Global“ wurden 2025 weltweit Biostimulanzien im Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der Markt der Biostimulanzien ist ein Wachstumsmarkt mit einer jährlichen Wachstumsrate von gut 10 %. Grund genug sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen, zumal Schlagworte wie Nährstoffeffizienz, bessere Wurzel- und Pflanzenentwicklung,Pflanzenstärkung, höhere Pflanzengesundheit oder bessere Pflanzenqualität regelmäßig als Kaufargumente genannt werden. Zum Teil wird auch damit geworben, dass der Düngereinsatz und/oder die Aufwandmengen von Fungiziden durch den Einsatz bestimmter Biostimulanzien deutlich reduziert werden kann, was angesichts hoher Rohstoffpreise verlockend klingt. Auch stärkere Stresseinflüsse auf unsere Kulturpflanzen durch den Klimawandel lassen den Einsatz von Biostimulanzien attraktiv erscheinen. Doch was bringen Biostimulanzien in der Praxis tatsächlich? Das ist eine Frage, mit der wir uns seit einigen Jahren auch in unseren Versuchen beschäftigen.
Für das Verständnis hilft es die auf dem Markt verfügbaren Präparate in Gruppen einzuteilen:
Präparate auf mikrobieller Basis (Bakterien, Pilze bzw. deren
Mais – Hinweise zur Aussaat
Mais ist eine Solitärpflanze – vergleichbar mit der Zuckerrübe – bei der die Leistungsfähigkeit der Einzelpflanze, insbesondere die Einzelkolbenleistung entscheidend für den Flächenertrag ist.
Ziel der Bestandesführung ist eine möglichst gleichmäßige Entwicklung aller Pflanzen im Bestand. Voraussetzung dafür sind ein homogener Feldaufgang, ein gleichmäßiger Standraum sowie ein Wachstum ohne Unkrautkonkurrenz.
Die Pflanzenzahl je Quadratmeter richtet sich nach dem Wasserangebot und der Wasserversorgung des Standortes.
Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für Mais?
Um das Ertragspotenzial und eine sichere Abreife zu erreichen, sollte der Mais möglichst früh gesät werden, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind; Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in 5 cm Tiefe, die in der Folgezeit ansteigen sollten. Bei Temperaturen über 13 °C läuft Mais bei ausreichender Bodenfeuchte in der Regel innerhalb von 7–10 Tagen gleichmäßig auf.
Für eine hohe Bestandesleistung ist ein synchroner Feldaufgang entscheidend. Die Pflanzen sollten idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig auflaufen, da Nachzügler durch Beschattung deutlich im Wachstum zurückbleiben und nur wenig
Zuckerrüben-Aussaat
Je früher die Zuckerrüben die Reihen schließen, desto höher ist das Zuckerertragspotential, denn damit kann die Rübe die Vegetationszeit mit hohen Assimilationsleistungen maximal ausnutzen. Eine schnelle Entwicklung sichert hohe Zuwachsraten bereits im Juni und Anfang Juli ab, bevor die Rüben aufgrund von Hitze im Zuwachs abfallen oder sogar tagsüber zu schlafen beginnen. Auch in SBR-Regionen sind frühe Zuwächse, bevor es zur Symptomausprägung kommt, entscheidend.
Folglich sind zeitige Aussaattermine unter günstigen Bedingungen von Vorteil. Dagegen kann eine zu frühe Aussaat unter kühlen Bedingungen mit einer langen Auflaufphase auch zu Pflanzenausfällen durch boden- und samenbürtige Erreger, z.B. Phoma, Phytium, Rhizoctonia oder Aphanomyces führen. Die Dauerwirkung der fungiziden Beizwirkstoffe im Rampart (Penthiopyrat) (Zulassung am 31.10.2025 ausgelaufen), Vibrance 500 FS (Sedaxane) und im Tachigaren (Hymexazol) reicht dann nicht mehr aus.
Auch Schädlinge haben unter diesen Bedingungen leichteres Spiel. Die „Standardbeize“ Tefluthrin wirkt nicht systemisch und kann deshalb ausschließlich im Boden eine Wirkung auf Moosknopfkäfer,
Winterweizen – Spätsaat
Weizen, der jetzt noch gesät wird, wird erst im Frühjahr bestocken. Die erst im Frühjahr gebildeten Triebe fallen i.d.R. gegenüber den Haupttrieben im Ertrag stark ab. Deshalb sollte man den Weizen auf Endbestand säen. Das scheitert aber daran, wenn die Saatkörner in der Drillreihe zu eng abgelegt werden und die Pflanzen dann enger als alle 2 cm stehen.
Es ist vor allem die Wurzelkonkurrenz, die (zu) hohen Saatstärken den Riegel vorschiebt: Mehr als 50 Keimpflanzen je laufenden Meter Drillreihe sollen auf keinen Fall stehen, weil die Einzelpflanzenleistung durch den engen Abstand überproportional abfällt. Das wirkt sich umso gravierender aus, wenn dann im Laufe der Vegetation Pflanzen durch Krankheiten an der Halmbasis oder durch Schädlinge ausfallen.
Aus diesem Grund ist es auch sinnvoll, für die späte Aussaat Sorten zu wählen, die den Ertrag auch mit niedrigen Ährenzahlen über den Einzelährenertrag bilden können.
Um die Bestandesdichte vor allem auf tonigen Böden oder Lehmkuppen abzusichern, bietet es sich an, etwa die Hälfte bis 2/3 der Sollährenzahl an Samenkörnern mit dem Düngerstreuer als Breitsaat auf den rückverfestigten Boden auszubringen und danach den Rest der vorgesehenen Saatmenge mit der Drillmaschine zu säen.
Wintergetreide – Beizwirkstoffe
Der Befall mit Flugbrand und Steinbrand ist in Ökobetrieben ein ernstes Thema. Ähren mit Brandbefall sind aber in den letzten Jahren auch in konventionell wirtschaftenden Betrieben in vermehrtem Umfang aufgetreten. Solange noch wirksame Beizen zur Verfügung stehen und mit Verstand in der Saatgutproduktion auch für den eigenen Nachbau angewendet werden, ist mit einer Kalamität nicht zu rechnen. Das könnte sich ändern, wenn Wirkstoffe mit sicherer Wirkung gegen Flugbrand, Steinbrand oder Zwergsteinbrand wegfallen.
Die auf Flugbrandähren gebildeten Flugbrandsporen werden mit dem Wind verbreitet und keimen auf den Narben benachbarter Gerstenblüten als Myzel aus, das in den Fruchtknoten und anschließend in den Embryo hineinwächst. Im Embryo befallener Samenkörner kann der Pilz jahrelang überdauern.
Im Zuge der Samenkeimung beginnt das Myzel den Keimling zu infizieren und wächst systemisch in der Pflanze bis hinauf in die Ähre, um dort wieder Sporen zu bilden.
Im Gegensatz zum Steinbrand, dessen Sporen sich auf der Samenschale ansiedeln, sitzt der Flugbrand im Samenkorn.
Die Steinbrandsporen befinden sich dagegen auf der Samenschale und infizieren die Keimpflanzen von dort aus bzw. auch von Sporen aus, die auf den Boden gefallen sind.
Dadurch reagieren die Brande unterschiedlich auf die Beizwirkstoffe:
Der im Korn sitzende Flugbrand kann nur mit (teil-) systemisch wirkenden Triazolen mit höherer Wasserlöslichkeit (Tebuconazol: 36 mg je l), z.B. mit 1 g Tebuconazol je 100 kg Saatgut sicher bekämpft werden.
Dagegen reicht die Kontaktwirkung des Fludioxinil, um mit 5 g Fludioxinil je 100 kg Saatgut am Samenkorn anhaftenden Steinbrand oder auch Fusarien auszuschalten. Dagegen lösen sich nur
Wintergetreide – Übersicht Beizmittel 2025
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Raps – Übersicht Beizen 2025
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Wintergetreide – Beizung
Der Anteil von Saatgutproben mit Flugbrand in Gerste und Weizen, auch von Steinbrand im Weizen, nahm in den letzten Jahren beständig zu. Damit wurde der Eindruck auf den Feldern bestätigt. Betroffen sind nicht nur Bio-Betriebe. Die Beizung insbesondere gegen Brande ist eine effektive, vor allem punktgenaue Pflanzenschutzmaßnahme. Unterbleibt die Beizung, ist eine spätere Bekämpfung von Branden mit Fungiziden nicht mehr möglich. Zudem werden durch die Beizung auch eine Reihe von anderen saatgut- oder bodenbürtigen Krankheiten eingedämmt, wenn nicht sogar unterbunden, wie Schneeschimmel, Fusarien-Arten, Septoria-Arten, Drechslera-Arten oder Rhynchosporium. Beizwirkstoffe kontaminieren nur das Saatgut und werden bestenfalls in den daraus erwachsenden Pflanzenteilen bzw. im Beizhof um das Samenkorn verbreitet, während sich der Spritznebel in der Umgebung der Zielobjekte verteilt.
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Raps – Insektizideinsatz im Herbst
In diesem Herbst ist Raps-Saatgut gebeizt mit Cyantraniliprole (Lumiposa) und Flupyridafurone (Buteo Start) zu beziehen. Pyrethroide (Erdfloh, Blattläuse, Kohlmotten), Carnadine (Acetamiprid) und Teppeki (gegen Blattläuse) sind als Spritzmittel zugelassen. Eine Notfallzulassung gegen Erdfloh haben Exirel (ab EC 10) bzw. Minecto Gold (ab EC 14) mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole. Mittel mit diesem Wirkstoff dürfen nur einmal gespritzt werden. Virusrisiko durch den Anbau von TuYV-toleranten Rapssorten einschränken. Frühsaat: Beizung mit Lumiposa gegen Kohlfliegen. Spätsaat: Beizung mit Buteo Start gegen Erdfloh (Wirkung bis 2-Blattstadium). Brocken vermeiden, eventuell vor der Saat walzen, um den Erdflöhen weniger Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Kontrolle des Erdflohbefalles (+ Kohlmotten + Rübsenblattwespen) ab dem 3. Tag nach der Saat nach 21 Uhr (Taschenlampe) vornehmen. Pyrethroide bei mehr als 10 % der Pflanzen mit Lochfraß bzw. massenhaftem Auftreten nach 20 Uhr spritzen, wenn die Erdfloh-Mütter aktiv werden. Zusatz von Haftmittel + 75 g Tebuconazol. Der Insektizidschutz durch die Pyrethroide hält 3
Raps – Übersicht Beizen 2024
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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme
…Fortsetzung aus Info 23…
Risikomanagement Sorte
Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit einer Maissorte an unterschiedlichste Umweltbedingungen ist.
Trockenheit, Hitze oder extreme Nässe konnte den Silomaissorten DKC 3218, DKC 3414, DKC 3418, DKC 4279, LG 31.245, LG 31.272, Greatful, Smartboxx, SY Liberty, SY Amfora, P 8317, P 8329, P 8888 und P 9610 auf den unterschiedlichsten Standorten weniger anhaben als anderen Sorten. Sie setzten sich nicht nur dieses Jahr in der Praxis durch, sondern überzeugten auch in den Jahren davor in Wertprüfungs- und LSV-Versuchen.
Um das Risiko im Silomaisanbau zu minimieren, bewiesen auch im Jahr 2023 kolbenbetonte Typen ihre Vorzüglichkeit. Gerade in Regionen mit angespanntem Wasserhaushalt während der Hauptwachstumsphase ist das Hauptaugenmerk auf eine sichere Einkörnung bei meist kürzerer Restpflanze zu legen.
Weizen – Verzögerte Weizenbestellung, was jetzt berücksichtigen?
Die aktuellen Bodentemperaturen liegen zwischen 6 und 9 °C, im Rhein-Main-Gebiet noch um 11 °C und damit gegenüber dem Vorjahr um 2 °C niedriger. Unterhalb von 20 cm sind die Böden noch um 5 °C wärmer. Nordwestlich der Linie Trier – Wismar sind die Böden mit Ausnahme der Ostküste Schleswig-Holsteins und der Küste Mecklenburgs zum Großteil wassergesättigt. Auch südöstlich der Linie Ulm – Passau haben die Böden überwiegend genug Wasser. Im Bereich dazwischen ist es vom Rhein bis zur Oder bis auf Staulagen der Mittelgebirge immer noch zu trocken. Das könnte sich mit den angekündigten Niederschlägen ändern.
Deshalb ist auch mit einem stärkeren Anstieg der Bodentemperaturen nicht mehr zu rechnen, vielmehr steuern die Bodentemperaturen auf ein frühes Vegetationsende zu. Wird jetzt noch Getreide gesät, wird es voraussichtlich im 1-3-Blattstadium überwintern müssen.
Weizen – Frühsaat – Bodentemperaturen und Frucht sind entscheidend
Aktuell liegen die Bodentemperaturen in 5 cm Tiefe zwischen 17 und 24 °C. Das könnte sich mit der Wetterumstellung in dieser Woche ändern. Solange noch Bodentemperaturen über 12 bis 15 °C herrschen, ist im warmen, trockenen Boden die Gefahr der Infektion der Wurzeln mit Gaeumannomyces graminis (Erreger der Schwarzbeinigkeit) und der Halmbasis mit Rhizoctonia graminis besonders hoch.
Bei früher Saat ist zudem auch das Risiko der Übertragung von Verzwergungs-Virosen hoch.
Die Böden sind im Norden und Westen zu 60 bis 90 % mit Wasser gesättigt. Im (Nord-) Osten und in den Trockengebieten im Südwesten und in Unterfranken allerdings nur zu 40 bis 50 %. Auf den Standorten im Norden und in den Höhenlagen sollten deshalb gute Bestellbedingungen im September genutzt werden, um das Getreide im Oktober nicht in den Boden hineinschmieren zu müssen. Sobald die Bodentemperaturen die 15 °C-Grenze unterschritten haben, sollte dort Getreide gesät werden.
Dinkel-Anbau 2023
Der Dinkelmarkt ist seit vorigem Jahr im Keller. Auch wenn ein Teil der diesjährigen Dinkelernte infolge von Lager und Auswuchs nicht mehr als Brotgetreide zu vermarkten ist, gibt der Ernteüberhang aus dem Vorjahr keinen Anlass zur Hoffnung, dass sich die Preise für Spelzweizen schnell wieder erholen. Wer Dinkel anbauen will, sollte vorher einen Anbauvertrag abschließen.
Die Ertragsangaben für Spelzweizen beziehen sich auf den Vesen-Ertrag. Hohe Dinkel-Erträge liegen über 90 dt/ha, um 10 bis 15 dt/ha unter Winterweizen. Die Ertragsunterschiede zum Weizen sind geringer bei später Aussaat und auf schwächeren Böden. Allerdings ist Dinkel keine Kultur für trocken-heiße Standorte. Dafür kommt er mit Nässe im Boden und schweren, nassen Böden besser zurecht als der Roggen. Auch als Stoppelgetreide kommt Dinkel in Betracht, wird aber durch Halmbasiskrankheiten (Pseudocercosporella, Rhizoctonia) stärker befallen als Winterweizen. Deshalb ist eine konsequente Bekämpfung von Halmbasiskrankheiten auf nassen Standorten im Winter und im zeitigen Frühjahr angebracht.
Getreide – Beizmittelübersicht 2023
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Getreide – Übersicht der Beizmittel 2023
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Drahtwürmer in Mais und Kartoffeln
Drahtwürmer wurden nach dem Wegfall der Neonicotinoid-Beizen zu einem Hauptschadensfaktor für die Etablierung von Maisbeständen. Auch im Kartoffelanbau bereiten Drahtwürmer, die Larven des Getreideschnellkäfers, große Probleme. Neben Wurzelfraß und zu erwartenden Ertragseinbußen leidet die Lager- und Vermarktungsfähigkeit angefressener Kartoffelknollen.
Der Besatz mit Schnellkäfern wird durch Zwischenfrucht-Anbau und Ganzjahresbedeckung gefördert. Angelockt werden sie von der CO2-Ausscheidung der Pflanzenwurzeln.
Nachweis von Drahtwürmern
Ob die für Mais oder Kartoffeln eingeplanten Flächen mit Drahtwürmern belastet sind, lässt sich mittels aufgeschnittener Kartoffelhälften feststellen. Diese werden im trockenem Boden an mehreren Stellen 10 cm tief in den Boden eingegraben und nach einer Woche auf die drahtigartigen Larven untersucht.
Bekämpfungsmöglichkeiten
Da aktuell kaum noch chemische Möglichkeiten zur Verfügung stehen, muss gegen Drahtwürmer vorbeugend über Fruchtfolge und Bodenbearbeitung gehandelt werden. Ganzjährig grüne Felder liefern den Drahtwürmern durchgängig Nahrung und sichern somit deren Überleben. Deshalb muss der Boden belasteter Schläge nach der Ernte mit einer zeitnahen Stoppelbearbeitung braun gehalten
