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Notfallzulassung Luximo gegen Ackerfuchsschwanz im Winterweizen

Raps – Einsatz von Graminiziden

Ausfallgetreide und Unkrautsamen sind infolge der Trockenheit verbreitet kaum aufgelaufen. Mit dem verstärkten Keimen ist nach den Niederschlägen in den nächsten Tagen zu rechnen.

Um zu vermeiden, dass der frisch gesäte Raps im Ausfallgetreide unterdrückt wird, ist es angeraten, dieses spätestens im 3- bis 4-Blattstadium mit Graminiziden herauszuspritzen. Für die Wirkung der FOP-Mittel sind wenigstens 60 %, besser 70 % relative Luftfeuchte nötig. Bei geringerer Luftfeuchte können sie die Wachsschicht und Kutikula schlecht durchdringen. Die Formulierung der Mittel erleichtern das Eindringen.

Inzwischen ist eine Unzahl von Nachbauprodukten auf dem Markt, deren Formulierung vielfach zu wünschen übrig lässt. Aus diesem Grund beschränken wir unsere Empfehlungen auf Standard-Produkte, über die uns keine nachteiligen Erfahrungen vorliegen.

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Notfallzulassung Luximo gegen Ackerfuchsschwanz im Winterweizen

Raps – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide werden aus der Bodenlösung über Keimling, Wurzeln, Hypokotyl oder aus dem Spritzbelag auf der Bodenoberfläche über das Keimblatt aufgenommen. In jedem Fall ist dazu ausreichend Wasser notwendig, umso mehr, je weniger wasserlöslich der Wirkstoff ist. Durch trockenen Boden ist die Wirkung eingeschränkt.

Um die Wirkung sicherzustellen, muss der Boden ausreichend feucht sein oder nach der Anwendung wenigstens so viel Regen fallen, dass die oberen 3–5 cm des Bodens gut durchfeuchtet werden. Dazu sind auf ausgetrockneter Krume wenigstens 10 mm auf sandigen und bis zu 25 mm auf lehmigen und tonigen Böden notwendig.

Etwa 5–10 mm werden je nach Bodenart und Bodenfeuchte benötigt, damit die Wirkstoffe aktiviert werden. Weitere 5–15 mm sind für eine ausreichende Wirkstoffaufnahme durch die Unkräuter notwendig. Letztere hängt auch von der Kontaktfläche im Boden ab: Je feinkrümeliger und kompakter die Bodenoberfläche ist, desto intensiver ist der Kontakt zwischen Wirkstoff und Unkraut.

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Notfallzulassung Luximo gegen Ackerfuchsschwanz im Winterweizen

Ackerfuchsschwanz – Ackerbaumaßnahmen und Auswirkungen hoher Temperaturen

Die Bekämpfung von Ungräsern beginnt mit den Ackerbaumaßnahmen direkt nach der Ernte. Deren Bedeutung steigt, wenn keine ausreichend wirksamen Herbizide zur Verfügung stehen. Um diese Maßnahmen effektiv einzusetzen, ist es notwendig, sich mit der Entwicklung des Ackerfuchsschwanzes auseinander zu setzen.
Woher kommt der Ackerfuchsschwanz?
Der Großteil der Ackerfuchsschwanzpflanzen in einem Bestand entstammt den Samen, die in der Vorfrucht gebildet wurden (ca. 80 %) bzw. ist aus der Samenbank im Boden aufgelaufen (10 – 20 %).
Die Haupteintragung von resistenten Ackerfuchsschwanzpopulationen erfolgt durch die Verschleppung mit Erntemaschinen (Mähdrescher, besonders auch überregional eingesetzte Ballenpressen). Deshalb treten Resistenzen gegenüber Wirkstoffgruppen auf, die im eigenen Betrieb nie appliziert wurden. Auch die Verschleppung mit anhaftender Erde an Bodenbearbeitungsgeräten und Drillmaschinen spielt eine Rolle. Die Verbreitung mit dem Wind ist beim Ackerfuchsschwanz dagegen zu vernachlässigen.
Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes muss somit schlag- bzw. feldblockspezifisch erfolgen.
Ungrasfreie Bestände beginnen nach dem Mähdrusch

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Notfallzulassung Luximo gegen Ackerfuchsschwanz im Winterweizen

Ackerfuchsschwanz zum Auflaufen bringen

Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Mehrzahl der AFU-Samen werden im Umkreis von einem halben Meter um die Mutterähre deponiert. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz muss deshalb schlagbezogen erfolgen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
Der Ackerfuchsschwanz ist eine überwinternde, einjährige Pflanze, die zum Großteil im Herbst bei Bodentemperaturen über 3 °C keimt. Optimal für die Keimung sind Bodentemperaturen zwischen 10 und 15 °C. Bei hohen Bodentemperaturen über 25 °C keimt der Ackerfuchsschwanz schlechter. Temperaturen zwischen 10 und 15 °C im Boden herrschen im Herbst von Ende August bis Anfang (im Rheinland bis Mitte) Oktober. In diesem Zeitraum läuft der meiste Ackerfuchsschwanz auf.
Die in der Ackerfuchsschwanzähre gebildeten Samen unterliegen der (primären) Keimruhe. Diese ist umso kürzer, je heißer und trockener das Wetter während der Kornbildung ist. Über 22 °C ist mit einer kurzen primären Keimruhe von 2 bis 3 Wochen zu rechnen. Da der AFU-Samen zum Großteil 8 bis 14 Tage vor der Weizenernte ausfällt, kann der AFU in diesem Fall bereits 2 Wochen nach der Ernte auflaufen. Damit ist in diesem Jahr zu rechnen.

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Notfallzulassung Luximo gegen Ackerfuchsschwanz im Winterweizen

Zuckerrübenherbizide im Nachauflauf (NAK 2 und NAK 3)

Die NAK 2 sollte in der Regel 240 °C Tage nach der Saat bzw. 90 °C Tage nach der NAK1 erfolgen. In normalen Jahren entspricht das einem Spritzabstand von etwa 7 bis maximal 12 Tagen. Durch die Kälte vor Ostern und Mitte April können es nach früher Rübenaussaat in diesem Jahr in einzelnen Regionen auch 14 Tage werden.

Für die Bekämpfung von Melden ab dem 4-Blattstadium reichen noch 250 bis 300 g/ha PMP. Gegen Windenknöterich über das Spitzblatt hinaus sind bereits 350 g/ha PMP + 0,2 l/ha Venzar nötig.

In der NAK 3 kann dann je nach Bedingungen auf 400 g PMP + 0,25 l/ha Venzar erhöht werden. Bei noch größerem Windenknöterich muss ab der NAK 2 die Zumischung von 30 g Clopyralid eingeplant werden. Dann sollten aus Verträglichkeitsgründen 0,5 – 1,0 l/ha Mn-Chelat und 0,3 l/ha pH-neutrales Bor dazu gemischt werden, um den Wirkstoffabbau in der Rübe zu **beschleunigen.**

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Notfallzulassung Luximo gegen Ackerfuchsschwanz im Winterweizen

Mais – Herbizide

Im Mais treten neben den klassischen, wärmeliebenden Frühjahrskeimern wie Gänsefuß-, Melden-, Knöterich-, Amarant-Arten, Franzosenkraut sowie Schwarzem Nachtschatten  vermehrt auch früher auflaufende Arten wie Klette, Stiefmütterchen, Hirtentäschel und Storchschnabel auf.

Unter den Ungräsern findet man Hühnerhirse, zunehmend auch Borsten- und Fingerhirse. Gleichzeitig ist ein stärkerer Besatz mit Ackerfuchsschwanz (AFU) und Weidelgräsern zu beobachten, was die Anforderungen an das Fruchtfolge- und Herbizidmanagement erhöht.

Für die Planung der Mais-Herbizidstrategie spielt das Unkrautspektrum aber auch die Zulassung zentraler Wirkstoffe wie Terbuthylazin (TBA NG 362), Nicosulfuron (NG 327) und Isoxaflutole (NG 368) eine Rolle.
Abbildung

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Notfallzulassung Luximo gegen Ackerfuchsschwanz im Winterweizen

Getreide – Gräserbehandlung zu Vegetationsbeginn

Ackerfuchsschwanz sollte auf Problemflächen bekämpft werden, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Mesosulfuron-, Iodosulfuron- und Propoxycarbazone-haltige Mittel dürfen aber auf drainierten Schlägen erst ab dem 16. März gespritzt werden. Einzig Altivate darf als reines Mesosulfuron- Produkt vor dem 16. März gespritzt werden.

Sulfonylharnstoffe (ALS-Hemmer) wirken gut, wenn der Ackerfuchsschwanz noch klein, die Luftfeuchtigkeit hoch und die Wachsschicht der Blätter aufgequollen und gut durchlässig ist. Nachtfröste bis – 3 °C beeinträchtigen in dieser Phase die Unkrautwirkung nicht, erschweren den Getreidepflanzen jedoch den Abbau der Wirkstoffe. Gut entwickelte und ausreichend mit Spurenelementen (als Bestandteile der Enzyme für den Herbizidabbau) versorgte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht ist in frostgeschädigten Beständen geboten. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neu gebildetes Blatt als Indiz für einen intakten Vegetationskegel aufweisen.

Ursachen für das verstärkte Auftreten von Trespen sind nicht wendende, minimale Bodenbearbeitung, langes Tolerieren des Anfangsbefalls, zu spätes Erkennen und Bekämpfung, nachdem keimfähige Samen bereits ausgefallen sind.

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Winterraps – Gräserbekämpfung

Die Temperaturen sollen in den nächsten 2 Wochen zwar zurückgehen, werden sich aber zumindest im Westen noch über der Wachstumsgrenze bewegen. Damit bleibt es dort für die Kerb-Spritzung zu warm. Ackerfuchsschwanz- oder Weidelgraspflanzen im 4-Blattstadium können bis zur Kerb-Spritzung noch voll bestocken. Voll bestockter Ackerfuchsschwanz mit tiefreichenden Wurzeln wird durch das Propyzamid im Kerb flo oder Milestone nicht vollständig erfasst. Für die Spritzung von Kerb ist es derzeit noch zu früh.
Konnte der Ackerfuchsschwanz bis Anfang November 4 oder gar mehr Blätter bilden, kann er mit DIM-Mitteln rausgespritzt werden. Auf Standorten mit FOP-resistentem Ackerfuchsschwanz wirkten 0,5 l/ha Select 240 (+ 0,5 l/ha Radiamix) besser als 2,25 l/ha Focus Ultra (+ Dash).
Die Wirkung der DIM-Mittel gegen Ausfallgetreide und Trespen ist aber schlechter als die Wirkung der FOP-Mittel.
Die im Raps zugelassenen FOP-Mittel (Agil, Fusilade Max oder Paranex, Targa Super u.a.) wirken nicht mehr gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser, aber meist noch gut gegen Trespen und

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Winterraps – Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung

Ackerfuchsschwanz- und Weidelgraspflanzen, die aktuell bereits 4 Blätter gebildet haben, werden bis zur Kerb-Spritzung noch bestocken können. Bestockter Ackerfuchsschwanz, auch Weidelgras wird durch Kerb flo nicht mehr sicher erfasst. Für die Spritzung von Kerb ist es jetzt aber noch zu früh bzw. zu warm.

Ackerfuchsschwanz mit 4 und mehr Blättern muss mit DIM-Mitteln rausgespritzt werden. Auf Standorten mit FOP-resistentem Ackerfuchsschwanz ist Select 240 (Clethodim) wirkungssicherer als Focus Ultra. Focus Ultra schnitt dagegen auf Versuchsstandorten in Hessen gegen Weidelgräser besser ab. Beide DIM-Mittel sollten aber aus Gründen der Verträglichkeit nicht mehr gespritzt werden, wenn Nachtfrost angesagt ist, vor allem nicht in Kombination mit Azolen (Tebuconazol, Metconazol, Paclobutrazol).

FOP-Mittel (Agil, Fusilade Max, Gallant oder Panarex, Targa Super) wirken nicht mehr ausreichend gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgras, sind aber gegen Ausfallgetreide und Trespen die Mittel der Wahl.

DIM-Mittel wirken gegen Ausfallgetreide und Trespen schlechter. Die Kombination von DIM- und FOP-Mittel ist möglich. DIM-Mittel (Clethodim) müssen in voller Aufwandmenge gespritzt werden, FOP-Mittel können auf 50 % (Ausnahme Agil S) reduziert werden.

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide
Der Wegfall des Flufenacet (FFA) ist beschlossene Sache. Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Ob danach das Cinmethylin (enthalten im Luximo) zur Verfügung steht, ist unklar. Die Alternativen zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz & Co. bestehen aus Wirkstoffen, die schon vor dem Flufenacet zur Verfügung standen, z.B. CTU, Pendimethalin, Prosulfocarb. Das damals verbreitet eingesetzte IPU darf inzwischen in der EU nicht mehr verwendet werden.
Sollte das Luximo keine rechtzeitige Zulassung erhalten, müssen wir die zur Verfügung stehenden Wirkstoffe effektiv einsetzen. Dazu müssen wir uns mit deren Eigenschaften auseinandersetzen.
Die Wirkung eines Bodenherbizides hängt zum einen ab
von der Wirksamkeit des Wirkstoffes gegen das betroffene Unkraut,
vom Verhalten des Wirkstoffes im Boden,
von der Aufnahme und der Verteilung des Wirkstoffes in der Pflanze,
vom Abbau des Wirkstoffes im Boden und in der Pflanze.
Das Verhalten eines Wirkstoffes im Boden wird gekennzeichnet
durch die Wasserlöslichkeit (g bzw. mg Wirkstoff je l Wasser)
Je höher die Wasserlöslichkeit, umso besser verteilt sich der Wirkstoff im Boden. Im Vergleich zum

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Fruchtartenwahl (zusammen mit Herbizideinsatz) Starke Reduktion: Soja, Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Leguminosen Mäßige Reduktion: Sommergetreide, Spätsaat-Weizen Mäßige Vermehrung: Hafer (kein Herbizid), Wintergerste, Winterroggen, Winterraps Starke Vermehrung: früher Winterweizen, Triticale Saatzeit in Kombination mit Bodenbearbeitung Reduktion von AFU: ab Ende April Geringe Vermehrung: ab November bis Jahreswechsel, Anfang – Mitte April Mäßige Vermehrung: Mitte Oktober bis Anfang November, zeitiges Frühjahr Starke Vermehrung: Ende August bis Anfang Oktober Striegeln mit Strohstriegel lange Zinken mit 16 mm, 50 mm Strichabstand auch vor Direktsaat Striegeln unmittelbar nach der Ernte Stroh verteilen, Kapillaren zuschütten, Stroh einstäuben (Zersetzer) AFU zum Keimen bringen (30 – 50 % der Ausfallsamen) Striegeln ca. 8 Tage später, wenn AFU (oder Weidelgras, Raps) aufläuft etwas schräg zum 1. x Striegeln, Stroh verteilen AFU zum Keimen bringen (10 – 30 % der Ausfallsamen) Aufgelaufenen

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Ackerfuchsschwanz – Ablaufschema der Bekämpfung

Woher kommt der Ackerfuchsschwanz

Der Großteil der Ackerfuchsschwanz-Pflanzen in einem Bestand entstammt dem frischen Samen, der in der Vorfrucht ausgefallen ist. Infolge einer Bodenbewegung (Bearbeitung, Rissbildung, Abschwemmen) erfährt der Ackerfuchsschwanz (AFU) des Samenvorrats im Boden einen Lichtreiz und wird dadurch keimgestimmt. Möglich ist auch die Verschleppung von Samen durch Erntemaschinen (Mähdrescher, Ballenpresse) oder mit an Reifen anhaftenden Bodenpartikeln, in denen AFU-Samen enthalten sind. Die Verschleppung ist der Hauptgrund der Verbreitung von Herbizid-resistentem Ackerfuchsschwanz von Schlag zu Schlag. Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz erfolgt deshalb schlagbezogen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
Abbildung

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Ackerfuchsschwanz – Anpassungen in der Fruchtfolge

Alternativen in der Fruchtfolge – Auf stark mit Ackerfuchsschwanz belasteten Schlägen Kulturen anbauen, in denen sich der AFU nicht weiter ausbreiten kann In der 4-jährigen Fruchtfolge mit Raps-Weizen-Weizen-Wintergerste baut sich nach einem Ausgangsbefall von 50 AFU-Ähren je m² ein durchschnittlicher Besatz von 673 Ähren je m² auf, wenn keine Herbizide gespritzt werden bzw. Herbizide nicht mehr wirken. Durch Bodenherbizide lässt sich der Besatz auf 112 AFU-Ähren je m² drücken, durch die zusätzliche Blattspritzung auf 43 AFU-Ähren je m². Damit ist das Risiko hoch, dass sich der Ackerfuchsschwanz weiter ausbreitet (Fruchtfolge FF 1). Die Erweiterung der 4 jährigen Fruchtfolge durch den Anbau einer Sommerkultur, in der sich der Ackerfuchsschwanz weniger stark ausbreiten kann, z.B. Mais, nachdem dann spät Weizen angebaut wird, halbiert den durchschnittlichen AFU-Besatz von 673 AFU-Ähren, wenn im laufenden Jahr keine Herbizide eingesetzt werden, auf 328 AFU-Ähren. Werden Herbizide gespritzt, geht der Besatz auf ein Drittel von 43 AFU-Ähren auf 15 AFU-Ähren pro m² zurück (FF 2). Werden statt des späten Weizens im Frühjahr Ackerbohnen angebaut, verändert sich im Ergebnis nur wenig (FF 3), auch, wenn statt des Mais Zuckerrüben bestellt werden (FF 4). Erst die Umstellung in der Reihenfolge der Kulturen bewirkt eine eklatante Verminderung des AFU- Besatzes: Werden statt Raps und nachfolgend Weizen Zuckerrüben und danach Ackerbohnen angebaut, verringert sich der Besatz auf 36 AFU-Ähren ohne Herbizid bzw. auf 2 AFU-Ähren pro

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Ackerfuchsschwanz

Mit Ungras verseuchte Felder waren in diesem Jahr verbreitet zu sehen. Traten diese trotz der Herbizidmaßnahmen im Frühjahr auf, ist mit Resistenzen zu rechnen. Gewissheit lässt sich durch eine Resistenzuntersuchung erreichen. Bis deren Ergebnis vorliegt, dauert es aber zu lange. Auf Schlägen mit starkem Besatz an Ackerfuchsschwanz oder Weidelgras, trotz einer Behandlung mit Mesosulfuron, Pyroxsulam oder Pinaxoden (+ Clodinafop) im Frühjahr, sollten deshalb vorsorglich alle Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass sich das Samenpotential ausbreitet bzw. im Boden angereichert wird. Erste Bodenbearbeitung nach Getreide – so flach wie möglich Durch die Hitze der vergangenen drei Wochen ist damit zu rechnen, dass die Ackerfuchsschwanz-Samen eine kurze Keimruhe von 3 bis 4 Wochen haben und somit zügig auflaufen können. Deshalb ist es angebracht, den Boden nach dem Mähdrescher nur zu striegeln oder flach bis maximal 3 bis 5 cm mit einem mehrbalkigen Grubber zu bearbeiten, um die Keimung anzuregen. Sobald Ackerfuchsschwanz- oder Weidelgraskeimlinge aufgelaufen sind und maximal zwei Blätter gebildet haben, sollte ein 2. Striegel- oder Flachgrubbergang erfolgen. Unter Umständen auch ein 3. flacher Arbeitsgang, insbesondere wenn die Ackerfuchsschwanzpflanzen stark bestockt waren. Die späten Nebentriebe blühen später und beenden deshalb auch die Keimruhe später. Danach noch 8 bis 10 Tage warten, um dann schrittweise

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Mais – Herbizide 2025

Unkräuter mit geringen Temperaturansprüchen wie Ausfallraps, Kamille, Stiefmütterchen, Ehrenpreis oder Vogelknöterich und aus tieferen Schichten keimende Unkräuter wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut laufen vor dem Mais auf und entwickeln sich bei Temperaturen unter 15 °C schneller als der Mais. Die Unkräuter konkurrieren mit den jungen Maispflanzen um Wasser und Nährstoffe. Die Maiswurzel versucht zudem, den Unkrautwurzeln und deren Ausscheidungen auszuweichen. Dadurch wird der Wurzelraum der Einzelpflanze eingeschränkt. Die Wurzelkonkurrenz beeinträchtigt die Ertragsfähigkeit der Maispflanzen stärker als die oberirdische Konkurrenz. Früh keimende Unkräuter mit geringem Temperaturanspruch und allelopathisch wirkenden Wurzelausscheidungen sind z.B. Kreuzblütler (Senf, Hederich, Raps) oder Korbblütler (Kamille). Diese müssen frühzeitig, spätestens bis zum 2-Blattstadium des Maises (EC 12) bekämpft werden. Um aber der Spätverunkrautung zu begegnen, ist deshalb ein Herbizid-Splitting angebracht. Herbizid-Splitting Anwendungstermine bis zum 3-Blatt-Stadium sind für den Mais verträglicher. Ab dem 4-Blattstadium ändert sich die Oberfläche der Maisblätter. Anstelle der bis dahin kristallischen, schlecht benetzbaren Struktur der

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Getreide – Gräserbekämpfung zu Vegetationsbeginn im Frühjahr 2025

Nach Auswertungen von Agris42 wiesen 2024 immerhin 69 % der eingesandten AFU-Proben (Verdachtsproben) Resistenzen gegenüber den Wirkstoffklassen A (ACCase-Hemmer) und B (ALS-Hemmer) auf, beim Weidelgras waren es 20 %, Windhalm 6 %, Trespen 4 %, sonstige (Dikotyle) 1 %. Für die Frühjahrsbehandlung gegen Gräser stehen allerdings ausschließlich Herbizide dieser Wirkstoffklassen zur Verfügung. Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat auf Problemflächen Priorität, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Zu Beginn einer Schönwetterphase (häufig in der 2. Märzwoche*) wirken die Sulfonylharnstoffe gut, wenn der Ackerfuchsschwanz noch klein ist, die Luftfeuchtigkeit i.d.R. noch hoch ist und die Blätter weich sind. Nachtfröste bis – 3 °C in dieser Phase beeinträchtigen die Unkrautwirkung nicht, erschweren dem Getreide jedoch den Abbau der Wirkstoffe. Gut entwickelte und mit Spurenelementen versorgte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht in frostgeschädigten Beständen. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neugebildetes Blatt als Indiz für einen

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Winterraps – Gräserbekämpfung

Raps – Herbizideinsatz im Frühjahr

Ungrasbekämpfung mit Propyzamid im Frühjahr Eine Reihe von Rapsbeständen wurden im Herbst nicht mehr mit Propyzamid (im Kerb, Groove, Credence,Milestone) gegen Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser behandelt. Das Propyzamid hat eine hohe Persistenz im Boden und sollte auf Standorten mit längeren Trockenphasen bis spätestens Ende Februar gespritzt werden, wenn der nachfolgende Weizen noch im September gesät werden soll. Kerb flo (Credence, Groove): Mit 1,25 l/ha werden Ausfallgetreide und flach keimende, auch noch nicht aufgelaufene Gräser wie Windhalm, Hirsen, Flughafer, Jährige Rispe, mit 1,5 l/ha Trespe sowie mit 1,8 l/ha auch Ackerfuchsschwanz, Weidelgras, Vogelmiere und Ehrenpreis erfasst, wenn die Ungräser nicht zu tief wurzeln. Gegen bestockten, schon tiefer wurzelnden Ackerfuchsschwanz können 1,5 l/ha Focus Ultra + 1,5 l/ha Dash zugemischt werden. Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz muss Focus Ultra auf 2,5 l/ha + 2,5 l/ha Dash erhöht werden. Die Zumischung von Focus Ultra erfordert, dass tagsüber wenigstens 8 °C herrschen und danach kein

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz-, Trespen- oder Weidelgras-Problemen kann im Raps auf Propyzamid-haltige Produkte zurückgriffen werden. Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb Flo oder Milestone greift, wie das Pendimethalin, in die Zellbildung empfindlicher Pflanzen ein. Als Microtubuli-Hemmer wird es in der HRAC Gruppe 3 (früher HRAC Gruppe K) eingereiht. Damit hat Kerb Flo eine völlig andere Wirkungsweise als die im Getreide gebräuchlichen ACCase-Hemmer, ALS-Hemmer oder Harnstoffderivate und trägt somit zur Verringerung des Resistenzrisikos der Ungräser bei. Besonders aufgrund des drohenden Flufenacet-Wegfalls kommt dem Propyzamid eine noch größere Bedeutung im Resistenzmanagement zu. Wirkungsweise Der Wirkstoff verteilt sich bis 2 cm tief im Boden und wird vorwiegend über die Wurzel aufgenommen. Feuchtkühle Witterung erlaubt die Wirkstoffaufnahme bei gleichzeitig verlangsamtem Wirkstoffabbau. Aus diesem Grund sollte die Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 °Celsius erfolgen. Eine frühe Spritzung bei höheren Temperaturen kann zu Wirkungsminderungen führen, aber auch eine zu späte Spritzung im Frühjahr, wenn die

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