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Zuckerrüben 2025
Abgesehen von den pflanzenbaulichen Herausforderungen im Rübenanbau wie SBR, Cercospora oder dem Wegfall von Wirkstoffen stimmt die aktuelle Zuckermarktlage wenig optimistisch. Die Zuckerfabriken versuchen deshalb die Anbaufläche für 2026 zu reduzieren. Für viele stellt sich deshalb die Frage, wie der Zuckerrübenanbau unter diesen Voraussetzungen noch wirtschaftlich funktionieren kann. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es dabei, neben dem Ertrag auch die Qualität intensiver zu berücksichtigen und pflanzenbauliche Stellschrauben gezielt zu nutzen. Aus dem vergangenen Rübenjahr 2025 können dazu wieder interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Im letzten Jahr berichteten wir von den gravierenden Ertragsunterschieden von Standort zu Standort in Abhängigkeit des SBR- und Stolbur-Befalls, aber auch kleinräumig von Landwirt zu Landwirt. Die Spanne reichte 2024 von 20 t/ha bis 130 t/ha. Die Ausreißer nach unten blieben dieses Jahr erfreulicherweise aus und in den letztjährigen SBR-/Stolbur-Hotspot-Regionen konnten zumindest wieder höhere Erträge erzielt werden. Aussaat und Auflaufbedingungen Die meist trockenen Bedingungen im zeitigen Frühjahr ermöglichten verbreitet eine frühe Rübenaussaat ab der zweiten Märzdekade, auch wenn die Bodentemperaturen zu diesem Zeitpunkt nur knapp die 6 °C erreicht hatten, was einen verhaltenen Auflauf der Zuckerrüben erwarten ließ. Während im Süden noch ausreichend Bodenfeuchte für einen homogenen Feldaufgang vorhanden war, war es im Osten und Nordosten schon sehr trocken.
Zuckerrüben – Sortenwahl 2026
Die Sortenwahl ist im Rübenanbau eine besonders wichtige Stellschraube, da je nach Standort z.B. bei Nematoden- oder Rhizoctoniabefall zur Absicherung des Ertrags Spezialsorten angebaut werden müssen. Auch SBR und Cercospora müssen bei der Wahl der möglichen Sorte besonders priorisiert werden. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass besonders im Rübenanbau ein Risikosplitting durch den Anbau verschiedener Sorten wichtig ist.
Konventionelle Sorten
Standardsorten
Standorte ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall erlauben bei der Sortenwahl maximale Flexibilität (Tab.175). Unter diesen Idealvoraussetzungen kann der Fokus auf das maximale genetisch vorgegebene Zuckerertragspotential gelegt werden. Der starke Cercospora-Druck der letzten Jahre hat aber dazu geführt, dass die Sorten mit der höchsten Ertragsstabilität über die verschiedenen Standorte in Deutschland auch in punkto Cercospora- Leistung ein gutes Niveau mitbringen. Zu nennen sind Sorten wie Ludovica, BTS 2030, Annedora und Habicht. Ebenso erreicht die St Rotterdam ein hohes Ertragsniveau.
Wird das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt,
Mais – Neue Sorten
Silomais:
DKC 2956 (S 190 / K 220)
frühe hartmais-ähnliche Doppelnutzungssorte
ausgeglichenes Verhältnis von Restpflanze zu Kolben
gute Kolbenleistung bei tiefem Kolbensitz, eher Fixkolben-Typ
Selektion für frühe, nördliche Lagen bzw. Höhenlagen, Grenzstandorte
top Jugend-Entwicklung und Kältetoleranz
KWS Aveso (S 200)
Dreinutzungssorte (Biogas, Fütterung, Körner- bzw. CCM-Mais)
gute Stärke- und Energieerträge bei guter Verdaulichkeit
ansprechende Körnermaisleistungen in Nordwestdeutschland
LG 32.216 (S 200 / K 220)
Doppelnutzungssorte
langer Typ mit sogenannter „open look“-Optik
standfest
sehr gute Jugendentwicklung
gute Blattgesundheit
geringe Bestockungsneigung bei gutem TKG
P78020 (S 210)
massebetonter früher Doppelnutzer
sehr gute Anpassung an Nordwest- und Nordostdeutschland in den Silomaisversuchen
Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung
Das Maisjahr 2025 zeigte sich in Deutschland von zwei Seiten: Während in Süddeutschland, Nordwest und Nordost vielerorts befriedigende bis unerwartet hohe Erträge erzielt wurden, präsentierte sich die Lage in Teilen Mitteldeutschlands ganz anders: kalte Temperaturen während der Jugendentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Trockenheit zur Blüte führten dort zu katastrophalen Ergebnissen.
Kaltes Frühjahr
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Unter trockenen, günstigen Bedingungen konnten die Bestände ab Mitte April zügig und gleichmäßig auflaufen. Doch danach folgte eine ungewöhnlich kalte Witterungsphase mit sehr kalten Nächten. Diese Phase setzte den Maisbeständen massiv zu und warf die Entwicklung stark zurück. Die Kältebelastung beeinflusste auch das phytohormonelle Gleichgewicht der Pflanzen, insbesondere die Bildung und Steuerung der generativen Organe. Vielfach präsentierten sich Bestände mit Mehrkolbigkeit und kleinen, rudimentären Kolben an den Fahnenästen.
Einkörnung und Kornfüllung
Ab Mitte Juni verbesserten sich die Bedingungen für den Körnermais in den meisten Regionen. Während der Blüte fiel verbreitet ausreichend Regen, sodass eine sichere Befruchtung und Einkörnung gewährleistet war. Eine Ausnahme bildeten das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen u.a. Gebiete im Regenschatten der Mittelgebirge, wo nur zwei Drittel der normalen Niederschläge fielen.
Körnermais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen
Tabelle
Körnermais – Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Silomais – Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Biogasmais – Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Silomais 2025
Das Anbaujahr 2025 war auch für den Silomais durch Witterungsextreme geprägt, die die Entwicklung der Bestände in mehreren Phasen maßgeblich bestimmten. Der anfangs tagsüber sehr warme April ermöglichte deutschlandweit frühe Saattermine unter nahezu idealen Bodenbedingungen. Diese Maisbestände konnten sich bis zum 2- bis 3-Blattstadium gut etablieren.
Kälte bremste den Mais aus
Darauf folgte jedoch eine ungewöhnlich lange Kältephase bis in die zweite Junidekade. Die Jugendentwicklung des Mais verlief deutlich langsamer, die Bestände blieben in der Entwicklung weit zurück. Andauernde Temperaturen unter 12 °C führen zu Chlorosen, violett verfärbten Blättern, langsamer Entwicklung sowie erhöhter Krankheitsanfälligkeit.
Niedrige Temperaturen in der frühen Jugend bremsten die Stoffwechselaktivität des Maises deutlich aus. Die Photosynthese-Enzyme arbeiteten eingeschränkt. Dadurch blieben sowohl die CO₂-Fixierung als auch der Chlorophyllaufbau und das Wurzelwachstum zurück. Gleichzeitig entstanden, verstärkt durch hohe UV-Strahlung, vermehrt aggressive Sauerstoffradikale, die die Zellmembranen schädigten.
Winterraps – Verfärbte Bestände
In den letzten Tagen fangen die Rapspflanzen in vielen Beständen an, sich gelb-rötlich-violett zu verfärben. Dafür kommen viele Ursachen in Betracht:
Witterungseinflüsse (Nässe, Frost, intensive Strahlung + kühle Temperaturen, Temperatursturz)
Nährstoffmangel (vor allem Stickstoff, Phosphor oder auch Schwefel und Bor)
Schädlingsbefall auf Blätter (Saugschäden durch Läuse), im Spross (Erdfloh-Larven) und an Wurzel (Kohlfliegen- Larven)
Krankheitsbefall an Wurzel (Kohlhernie, Wurzelbrand) mit verringerter Nährstoffaufnahme
Nachwirkung von Sulfonylharnstoffen (Mesosulfuron, Metsulfuron, Propoxy-carbazone) zur Vorfrucht, die infolge Trockenheit im Sommer nicht abgebaut wurden (Cyt-MOG)
Kombination von Wachstumsregler + Gräsermittel (Graminiziden) vor Frost (eingeschränkte Enzymaktivität (Cyt-MOG) bzw. Substratmangel für die Enzymbildung)
Verringerter Abbau von Bodenherbiziden
Wird Stickstoff in der Pflanze knapp, wird dieser aus den älteren Blättern in die jüngeren verlagert. Das führt schließlich zu einer gelben bis violetten Verfärbung der alten Blätter.
Winterweizen – Spätsaat
Weizen, der jetzt noch gesät wird, wird erst im Frühjahr bestocken. Die erst im Frühjahr gebildeten Triebe fallen i.d.R. gegenüber den Haupttrieben im Ertrag stark ab. Deshalb sollte man den Weizen auf Endbestand säen. Das scheitert aber daran, wenn die Saatkörner in der Drillreihe zu eng abgelegt werden und die Pflanzen dann enger als alle 2 cm stehen.
Es ist vor allem die Wurzelkonkurrenz, die (zu) hohen Saatstärken den Riegel vorschiebt: Mehr als 50 Keimpflanzen je laufenden Meter Drillreihe sollen auf keinen Fall stehen, weil die Einzelpflanzenleistung durch den engen Abstand überproportional abfällt. Das wirkt sich umso gravierender aus, wenn dann im Laufe der Vegetation Pflanzen durch Krankheiten an der Halmbasis oder durch Schädlinge ausfallen.
Aus diesem Grund ist es auch sinnvoll, für die späte Aussaat Sorten zu wählen, die den Ertrag auch mit niedrigen Ährenzahlen über den Einzelährenertrag bilden können.
Um die Bestandesdichte vor allem auf tonigen Böden oder Lehmkuppen abzusichern, bietet es sich an, etwa die Hälfte bis 2/3 der Sollährenzahl an Samenkörnern mit dem Düngerstreuer als Breitsaat auf den rückverfestigten Boden auszubringen und danach den Rest der vorgesehenen Saatmenge mit der Drillmaschine zu säen.
Kalzium (Ca) als Nährelement in der Pflanze
Die Niederschläge im Sommer und in den letzten Wochen führten vielfach zur Verlagerung von freiem Kalk aus der Krume. Verbreitet wurde dadurch die Neigung zum Verschlämmen verstärkt. Von außen ist das zu erkennen an der gegen das Licht gesehen glänzigen, oft auch silbrig glänzenden Bodenoberfläche, die durch das Aneinanderhaften der Bodenpartikel entsteht. Dagegen trägt die Ca-Brücke zwischen den Bodenpartikeln zu einer strukturierten, dadurch glanzlosen Bodenoberfläche bei.
Den Struktureffekt von Kalk können Sie testen, indem Sie (Brannt-) Kalkkörner auf dem verschlämmten Boden verteilen. Diese bewirken, dass sich Krümel bilden.
Zur Absicherung können sie den pH in den oberen 10 cm und in den 20 cm darunter untersuchen lassen. Liegt dieser unter pH 6,7 auf tonigen, unter pH 6,1 auf lehmigen bzw. unter 5,8 auf sandigen Böden, ist es angebracht bis zum Frühjahr eine Kopfkalkung zu allen Früchten vorzunehmen, um
die Bodenoberfläche zu stabilisieren,
den Ca-Bedarf der Pflanzen zu sichern,
die Umsetzung von Stickstoff
Winterraps – Gräserbekämpfung
Die Temperaturen sollen in den nächsten 2 Wochen zwar zurückgehen, werden sich aber zumindest im Westen noch über der Wachstumsgrenze bewegen. Damit bleibt es dort für die Kerb-Spritzung zu warm. Ackerfuchsschwanz- oder Weidelgraspflanzen im 4-Blattstadium können bis zur Kerb-Spritzung noch voll bestocken. Voll bestockter Ackerfuchsschwanz mit tiefreichenden Wurzeln wird durch das Propyzamid im Kerb flo oder Milestone nicht vollständig erfasst. Für die Spritzung von Kerb ist es derzeit noch zu früh.
Konnte der Ackerfuchsschwanz bis Anfang November 4 oder gar mehr Blätter bilden, kann er mit DIM-Mitteln rausgespritzt werden. Auf Standorten mit FOP-resistentem Ackerfuchsschwanz wirkten 0,5 l/ha Select 240 (+ 0,5 l/ha Radiamix) besser als 2,25 l/ha Focus Ultra (+ Dash).
Die Wirkung der DIM-Mittel gegen Ausfallgetreide und Trespen ist aber schlechter als die Wirkung der FOP-Mittel.
Die im Raps zugelassenen FOP-Mittel (Agil, Fusilade Max oder Paranex, Targa Super u.a.) wirken nicht mehr gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser, aber meist noch gut gegen Trespen und
Winterraps – Magnesiummangel
Hohe Niederschläge haben Ende August bis Mitte September im Südwesten und Nordwesten bis zur Westküste Schleswig-Holsteins die Böden mit Wasser gesättigt. In einem Streifen von 150 km Breite nördlich der Mittelgebirge von Bremen bis Sachsen sind die Böden aktuell zwischen 40 bis 60 % mit Wasser gesättigt, in den übrigen Gebieten zu 80 bis 90 %.
Der Zustand der Rapsbestände ist deshalb sehr unterschiedlich. Auffallend ist, dass der Raps in den mit Regen gesegneten Gebieten häufiger als in den Vorjahren Anzeichen von Magnesium-Mangel erkennen lässt:
Aufhellende Interkostalfelder, die vom Blattrand aus sich rötlich verfärben. Im Gegensatz zu den TuYV-Symptomen können die Symptome auf das ganze Blatt übergreifen.
Wenn der Raps zeichnet, kann auch das Getreide unter Magnesium-Mangel leiden. Symptome sind erst ab dem 4- Blattstadium zu identifizieren, wenn die Getreidepflanzen auf die Wurzelernährung umschalten:
Ältere Blätter beginnen von der Spitze her in gelben Streifen
Winterraps – Nachkürzen der Bestände
Tabelle
Winterraps – Bekämpfung der Larven des Rapserdflohs
Der Zuflug von Rapserdflöhen scheint weitgehend abgeschlossen zu sein. In diesem Jahr flogen mehr Erdflöhe als im vergangenen Jahr ein, aber deutlich weniger im Vergleich zu 2023.
Hat der Rapsbestand den ersten Zuflug und die Fraßschäden im Keimblatt-Stadium erst einmal überstanden, entsteht der Hauptschaden durch den Minierfraß der Rapserdfloh-Larven im Stängel, in dessen Folge sich dort Krankheiten ansiedeln bzw. Rapspflanzen durch das eindringende Wasser und Frost ausfallen.
Der letzte Zuflug-Peak war verbreitet am 8. Oktober. Mit der Eiablage dieser Käfer ist bis zum 25.Oktober zu rechnen. Das Schlüpfen der Larven kann sich aber noch bis ins Frühjahr hinziehen. Die Eier werden 1 bis 2 cm tief in den gut durchlüfteten Boden neben die Rapspflanzen gelegt. Wo die oberste Bodenschicht aktuell nicht vernässt ist, haben die Eier bessere Überlebenschancen. Nässe und Bodenfrost schaden den abgelegten Eiern.
Mit Gelbschalen, die eine Oberfläche von 1/6 m² haben, wird der Zuflug auf annähernd einem Quadratmeter erfasst. Wenn wir von
Winterraps – Befall mit Kohlfliegen-Larven
Larven der Kleinen Kohlfliege sind regional in diesem Jahr trotz Lumiposa-Beizung wieder häufiger zu finden. Deren Bekämpfung ist mit den teilsystemisch wirkenden Insektiziden kaum möglich. Um größeren Schaden durch das Abfaulen der Wurzeln zu verhindern, muss die Bor-Versorgung sichergestellt werden. Bor ist notwendig für die Gewebebildung. Um die Konzentration in der Wurzelzone stärker anzuheben, sind 450 g/ha Bor angebracht. Das auf die Blätter gespritzte Bor läuft von den Blättern ab und dringt im Bereich des Wurzelhalses konzentriert in den Boden ein, um dort über die Wurzel aufgenommen zu werden.
Die Bor-Spritzung sollte baldmöglichst erfolgen, wenn Sie Rapswurzeln mit Kohlfliegenlarven finden.
Getreide – Verzwergungsvirosen
Verzwergungsvirosen werden durch Vektoren übertragen: das Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) vorwiegend durch die Haferblattlaus und die Große Getreideblattlaus, das Weizen-Verzwergungs-Virus (WDV) durch die Zwergzikade (Psammotettix alienus).
Obwohl sich das Auftreten von Blattläusen und Zikaden im vergangenen Jahr eher in Grenzen hielt, wurden verbreitet sowohl das Gersten- als auch das Weizenverzwergungsvirus nachgewiesen. Bei der Interpretation der Monitoring-Ergebnisse muss allerdings berücksichtigt werden, dass sich der nachgewiesene Befall i.d.R. auf Verdachtsproben bezieht und nicht auf die mit Getreide angebaute Fläche in einer Region. Aktuell hält sich der Befall im Ausfallgetreide bzw. der Getreidepflanzen im Ausfallgetreide in Grenzen:
Erste Anzeichen für Verzwergungsvirosen sind einzelne Getreidepflanzen, die von der Spitze her zu vergilben beginnen oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und übermäßig stark bestocken. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern wie ein Gummibaumblatt (=turgeszent) an, weil der Wassertransport und die Wasserabgabe infolge des Virusbefalls gestört sind. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern.
Wie hoch ist das Befallsrisiko?
Daraus lässt sich schließen, dass der Anteil der mit den Virosen belasteten Zikaden bzw. Blattläuse sich im Bereich des Grundrauschens bewegt, also nicht höher als 2 bis 5 % ist.
Wintergetreide – Einsatz von Bodenherbiziden bei Frost
Die aktuell feuchten Bodenbedingungen bieten derzeit gute Voraussetzungen für die Spritzung von Bodenherbiziden im Wintergetreide. Allerdings muss im Osten und im Südosten mit Nachtfrösten gerechnet werden, die die Kulturverträglichkeit der Herbizide einschränken.
Flufenacet, Pendimethalin oder Chlortoluron können im frühen Nachauflauf auch bei vorausgegangenem und/oder angekündigtem leichten Frost (bis -4 °C) gespritzt werden.
Auf den Zusatz von Prosulfocarb zur Unterstützung der Gräser-Wirkung sollte man bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verzichten. Auch das flumioxazinhaltige Sumimax darf nur bei frostfreier Folgewitterung gespritzt werden.
Carotinoid-Synthese-Hemmer Diflufenican (z.B. Diflanil, Herold, Carmina, Trinity), Beflubutamid (Beflex) oder Picolinafen (Pontos, Quirinus) können auch bei leichtem Nachtfrost bis -2 °C eingesetzt werden.
Ebenfalls wirkungssicher und kulturverträglich ist die Anwendung von ALS-Hemmern ohne Safener wie Tribenuron (Trimmer), Florasulam (Saracen), Metsulfuron (Alliance) bis -4 °C.
ALS-Hemmer mit Mefenpyr als Safener (Atlantis) sollten dagegen nicht gespritzt werden, wenn nach der Spritzung mit Nachtfrösten zu rechnen ist.
ACCase-Hemmer mit Cloquintocet als Safener (Axial, Traxos) können auch vor Nachtfrösten bis -5 °C ausgebracht werden. Dadurch steigt sogar die Wirkungssicherheit gegen Weidelgras und Ackerfuchsschwanz. Die Tagestemperaturen sollten nach Frostnächten wieder die
Winterraps – Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung
Ackerfuchsschwanz- und Weidelgraspflanzen, die aktuell bereits 4 Blätter gebildet haben, werden bis zur Kerb-Spritzung noch bestocken können. Bestockter Ackerfuchsschwanz, auch Weidelgras wird durch Kerb flo nicht mehr sicher erfasst. Für die Spritzung von Kerb ist es jetzt aber noch zu früh bzw. zu warm.
Ackerfuchsschwanz mit 4 und mehr Blättern muss mit DIM-Mitteln rausgespritzt werden. Auf Standorten mit FOP-resistentem Ackerfuchsschwanz ist Select 240 (Clethodim) wirkungssicherer als Focus Ultra. Focus Ultra schnitt dagegen auf Versuchsstandorten in Hessen gegen Weidelgräser besser ab. Beide DIM-Mittel sollten aber aus Gründen der Verträglichkeit nicht mehr gespritzt werden, wenn Nachtfrost angesagt ist, vor allem nicht in Kombination mit Azolen (Tebuconazol, Metconazol, Paclobutrazol).
FOP-Mittel (Agil, Fusilade Max, Gallant oder Panarex, Targa Super) wirken nicht mehr ausreichend gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgras, sind aber gegen Ausfallgetreide und Trespen die Mittel der Wahl.
DIM-Mittel wirken gegen Ausfallgetreide und Trespen schlechter. Die Kombination von DIM- und FOP-Mittel ist möglich. DIM-Mittel (Clethodim) müssen in voller Aufwandmenge gespritzt werden, FOP-Mittel können auf 50 % (Ausnahme Agil S) reduziert werden.
Winterraps – Bei Frostrisiko Graminizide nicht mit Azolen mischen
Aus Gründen der Verträglichkeit sollen Graminizide mit metconazol-, paclobutrazol- oder tebuconazolhaltigen Wachstumsreglern (Carax, Folicur, Horizon, Orius, Tilmor, Toprex) nicht gemischt werden, wenn die Temperaturen unmittelbar nach der Spritzung auf bzw. unter den Gefrierpunkt absinken können.
FOP-Mittel (z.B. Agil, Gallant, Fusilade, Panarex, Targa Super)
DIM-Mittel (Focus Ultra, Select 240)
Kerb flo (Propyzamid) oder Milestone (Propyzamid + Aminopyralid)
Im Zweifel immer erst Gräsermittel und 4 – 6 Tage später Wachstumsregler spritzen!
Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide
Der Wegfall des Flufenacet (FFA) ist beschlossene Sache. Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Ob danach das Cinmethylin (enthalten im Luximo) zur Verfügung steht, ist unklar. Die Alternativen zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz & Co. bestehen aus Wirkstoffen, die schon vor dem Flufenacet zur Verfügung standen, z.B. CTU, Pendimethalin, Prosulfocarb. Das damals verbreitet eingesetzte IPU darf inzwischen in der EU nicht mehr verwendet werden.
Sollte das Luximo keine rechtzeitige Zulassung erhalten, müssen wir die zur Verfügung stehenden Wirkstoffe effektiv einsetzen. Dazu müssen wir uns mit deren Eigenschaften auseinandersetzen.
Die Wirkung eines Bodenherbizides hängt zum einen ab
von der Wirksamkeit des Wirkstoffes gegen das betroffene Unkraut,
vom Verhalten des Wirkstoffes im Boden,
von der Aufnahme und der Verteilung des Wirkstoffes in der Pflanze,
vom Abbau des Wirkstoffes im Boden und in der Pflanze.
Das Verhalten eines Wirkstoffes im Boden wird gekennzeichnet
durch die Wasserlöslichkeit (g bzw. mg Wirkstoff je l Wasser)
Je höher die Wasserlöslichkeit, umso besser verteilt sich der Wirkstoff im Boden. Im Vergleich zum
Nährstoffversorgung
Tabelle
Winterweizen – Aktualisierte Sortenbewertung
Die nachfolgenden Sorten wurden im Vorjahr bzw. 2023 zugelassen. Inzwischen liegen für diese Sorten mehr Informationen vor. Risikofaktoren wurden rot, besondere positive Eigenschaften fett hervorgehoben:
Absolut (A)
Protein Note 6, mittelhohe, stabile Fallzahl, Ertrag Note 6/6, EÄE, weniger winterhart, sehr früh, lang (AFU- Unterdrückung), trotzdem standfest, gesund, mittelanfällig für Fusarien (Note 5)
SU Magnetron (A)
Sorte, Protein Note 6, hohe, aber weniger stabile Fallzahl, Ertrag Note 7/6, KD-KZÄ-Typ, weniger winterfest, kleinkörnig, früh, sehr standfest, gesund, Fusarien (Note 5)
Ambientus (A)
Protein Note 6, stabile & sehr hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, insgesamt gesunde Sorte, wenig anfällig für Braunrost (Note 1), Fusarien-Anfälligkeit geringer (Note 4)
Polarkap (A)
Protein Note 5, stabile & mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-TKG-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, blattgesund, Fusarien Note 4
LG Kermit (A)
Proteingehalt Note 4, stabile & hohe Fallzahl, Ertrag
Winterraps – Wachstumsregulierung und Phoma-Bekämpfung
Die Winterrapsbestände präsentieren sich in diesem Herbst uneinheitlich. Abhängig von Saattermin und trockenheitsbedingten Auflaufverzögerungen befinden sich derzeit die Bestände zwischen Keimblatt- und 6-Blattstadium.
Zeitpunkt: wann erreicht der Raps (voraussichtlich) das 6-Blattstadium?
Nur wenige, vor dem 20. August gesäte Rapsbestände hatten bis zum 20. September sechs Blätter voll ausgebildet. Diese Bestände werden bis Vegetationsende auf jeden Fall 12 Blätter haben und enger stehende Pflanzen vor Winter Stängel bilden. Die Mehrzahl der Rapsbestände erreicht das 6-Blattstadium erst Ende September bis Anfang Oktober) und wird bei milder Herbstwitterung 10 bis 12 Blätter bilden. Bestände, die sich derzeit noch im 2-Blattstadium befinden, werden erst in der letzten Oktoberdekade sechs Blätter gebildet haben. Bis Vegetationsende erreichen diese Rapsbestände noch das 8- Blattstadium.
Konkurrenz zwischen den einzelnen Rapspflanzen, verstärkt durch Häufchenbildung
Je weiter der Reihenabstand und je höher die Saatstärke, umso enger ist der Abstand zwischen den Einzelpflanzen. Stehen benachbarte Rapspflanzen enger als 12 cm, wird die Stängelbildung in Gang gesetzt, sobald sich die Blätter berühren.
Gefährdung durch
Roggen – Saatstärke
Tabelle
Winterweizen – Ernterückblick und Sortenwahl 2025
Die Berichterstattung über die Weizenernte 2025 ist durchweg positiv. Die Erträge lagen demnach über dem 5-jährigen Mittel, um 10 % über dem Vorjahr. Betrachten wir die Erträge etwas länger zurück, dann relativiert sich das Ergebnis: Seit 2014 sind die Weizenerträge zurückgegangen von damals 86 dt/ha auf in diesem Jahr (vorläufig) 75,9 dt/ha. Die Proteingehalte sind mit abnehmenden Erträgen nicht gestiegen, wie man erwartet hätte, sondern ebenfalls zurückgegangen. In diesem Jahr ist wieder ein Anstieg der Proteingehalte zu verzeichnen auf voraussichtlich 12,2 % (Hochrechnung auf der Basis der Ergebnisse der Landessortenversuche). 12,2 % Protein wurden auch 2014 erreicht, allerdings mit 86 dt/ha Ertrag.
Der Grundstein für die Anbauperiode 2024/25 wurde im Frühjahr und Sommer 2024 gelegt: Überdurchschnittliche Niederschläge füllten die Böden auf, sodass der Unterboden nahezu wassergesättigt war. Selbst im September war es verbreitet noch nass, sodass sich die Bestellung zum Glücksspiel entwickelte. Um den 20.09. war die Bodenoberfläche so weit abgetrocknet, dass eine Bestellung möglich war, allerdings nur für wenige Tage. Dann ergab sich erst wieder um den 6. Oktober die Möglichkeit, Getreide ohne gravierenden Schaden zu bestellen, dann ab Mitte Oktober bis in den November hinein. Erfolgte die Grundbodenbearbeitung im nassen Boden, wurde danach nass gesät und regnete es auf das frisch bestellte Land, waren Ertragseinbußen unvermeidlich, sodass anhand des Bestelldatums festgemacht werden kann, wie der Weizenertrag
Winterweizen – Ertragsaufbau
Tabelle
Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten 2025
Emmerto (E)
Protein Note 7, sehr hohe & stabile Fallzahl,
KOMP-Typ, mittelspät, winterfest, solide Standfestigkeit,
wenig anfällig für Mehltau und Gelbrost (Note 2),
geringer bis mittel anfällig für S. tritici und Braunrost (Note 4),
anfälliger für Fusarien (Note 5)
Pontiform (E)
für E-Weizen schwächerer Proteingehalt (nur Note 6), sehr hohe & stabile Fallzahl,
BD-TKG-Typ, spät schossend (LT), spät reif,
winterfest, kurz & standfest,
wenig anfällig für Mehltau (Note 3),Gelbrost (2), Braunrost (4),
anfälliger für S. tritici + Ährenfusarium (Note 5)
Filius (A)
Protein Note 4, hohe & stabile Fallzahl,
Ertrag Note 7/6, EÄ-Typ, mittelfrüh,
etwas lageranfällig,
sehr gute Blattgesundheit insb. Braun- und Gelbrost (Note 2), Fusarien Note 2
Intensity (A)
Protein Note 4, hohe & stabile Fallzahl,
Ertrag Note 7/7, BD-Typ, sehr früh (!),
geringe Winterfestigkeit, kurz & standfest,
gute Blattgesundheit (außer. S. tritici Note 5), geringe Fusarienanfälligkeit (Note 3)
Kumpel (A)
Protein 3, sehr hohe & stabile Fallzahl,
Ertrag Note 7/7, KD-KZÄ, mittelspät, etwas kürzer,
standfest, sehr gute Blattgesundheit, Fusarien Note 4
KWS Friese (A)
Protein Note 1 (!), mittelhohe & wenig stabile Fallzahl,
Ertrag Note 8/8, EÄ-TKG, sehr spät, sehr gute Standfestigkeit,
sehr gute Blattgesundheit, Fusarienanfällig (Note 5)
Winterweizen – Saatstärke
Tabelle
Winterweizen – Sortenübersicht 2025
Tabelle
Roggen – Sortenübersicht 2025
Tabelle
Triticale – Sortenübersicht 2025
Tabelle
Wintergerste – Saatstärke
Tabelle
Wintergetreide – Beizwirkstoffe
Der Befall mit Flugbrand und Steinbrand ist in Ökobetrieben ein ernstes Thema. Ähren mit Brandbefall sind aber in den letzten Jahren auch in konventionell wirtschaftenden Betrieben in vermehrtem Umfang aufgetreten. Solange noch wirksame Beizen zur Verfügung stehen und mit Verstand in der Saatgutproduktion auch für den eigenen Nachbau angewendet werden, ist mit einer Kalamität nicht zu rechnen. Das könnte sich ändern, wenn Wirkstoffe mit sicherer Wirkung gegen Flugbrand, Steinbrand oder Zwergsteinbrand wegfallen.
Die auf Flugbrandähren gebildeten Flugbrandsporen werden mit dem Wind verbreitet und keimen auf den Narben benachbarter Gerstenblüten als Myzel aus, das in den Fruchtknoten und anschließend in den Embryo hineinwächst. Im Embryo befallener Samenkörner kann der Pilz jahrelang überdauern.
Im Zuge der Samenkeimung beginnt das Myzel den Keimling zu infizieren und wächst systemisch in der Pflanze bis hinauf in die Ähre, um dort wieder Sporen zu bilden.
Im Gegensatz zum Steinbrand, dessen Sporen sich auf der Samenschale ansiedeln, sitzt der Flugbrand im Samenkorn.
Die Steinbrandsporen befinden sich dagegen auf der Samenschale und infizieren die Keimpflanzen von dort aus bzw. auch von Sporen aus, die auf den Boden gefallen sind.
Dadurch reagieren die Brande unterschiedlich auf die Beizwirkstoffe:
Der im Korn sitzende Flugbrand kann nur mit (teil-) systemisch wirkenden Triazolen mit höherer Wasserlöslichkeit (Tebuconazol: 36 mg je l), z.B. mit 1 g Tebuconazol je 100 kg Saatgut sicher bekämpft werden.
Dagegen reicht die Kontaktwirkung des Fludioxinil, um mit 5 g Fludioxinil je 100 kg Saatgut am Samenkorn anhaftenden Steinbrand oder auch Fusarien auszuschalten. Dagegen lösen sich nur
Wintergerste – Sortenwahl 2025
Die Wintergerste lag in diesem Jahr im Ertrag deutlich über den Vorjahren, erreichte auf Standorten im Norden sogar Spitzenerträge von über 130 dt/ha. Hohe Erträge resultierten aus der frühzeitigen Bestellung in den trockenen Boden, wenn in den Tagen danach kein stärkerer Regen folgte. Das war um den 20. September der Fall und im Norden und Westen auch noch Anfang Oktober, danach erst wieder Ende Oktober bis Anfang November.
Der Herbst 2024 war im Vergleich zum Vorjahr nicht übermäßig nass. In den Wintermonaten fiel in ganz Deutschland vergleichsweise wenig Regen. Der März war extrem trocken, so dass schon eine Missernte zu befürchten war. Erst in der 2. Aprildekade setzten noch rechtzeitig Niederschläge ein, sodass die Bestände nicht übermäßig reduzierten und aufgrund der späteren guten Kornausbildung mit auffallend hohem HLG noch positiv überraschten. Die Mehrzahl der Gerstenbestände reifte goldgelb ab.
Mindererträge wurden erzielt, wenn die Gerstenbestände auf Böden mit geringer Wasserspeicherung im Osten Deutschlands und nass bestellte Gersten mit schwacher Wurzelausbildung auf tonigen Böden schon im April zeichneten.
Örtlich sanken die Temperaturen im Mai während der Gerstenblüte auf Werte um 0 °C und darunter. Dadurch wurde die Zellteilung der frisch befruchteten Karyopsen unterbrochen, die daraufhin nicht mehr ausgebildet wurden. Davon betroffen waren eher später blühende Gerstensorten wie Esprit oder SU Majella.
Der Befall mit Krankheiten hielt sich in diesem Jahr auf den meisten Standorten in Grenzen. Standortabhängig mussten Rhynchosporium und Netzflecken, in anfälligen Sorten auch Zwergrost, bekämpft werden. Der Befall mit Zwergrost war auch die Ursache für das schlechtere Abschneiden der Esprit und der Neuzulassung KWS Chilis in den Varianten ohne Fungizideinsatz. Auch der Befall mit Ramularia erforderte verbreitet eine zweimalige Behandlung. Die Anfälligkeit für Ramularia ist auch der Grund, warum wir die KWS Delis aus unserer Sortenliste genommen haben. Verbreitet trat in der Gerste auch Lager bzw. Halmknicken auf. Infolge des Befalls mit Gerstengelbverzwergungsvirus (BYDV) mussten sogar Bestände umgebrochen werden, die nicht termingerecht mit Insektiziden gegen Blattläuse behandelt wurden. Das BYDV wird uns in den nächstenJahren infolge der milden Witterung im Herbst immer mehr begleiten. Inzwischen stehen aber Sorten mit Resistenzgenen (Ryd2 und Ryd4) zur Verfügung. Diese können, wie in diesem Jahr die KWS Chilis, mit den Spitzensorten Julia oder SU Loona mithalten. Sorten mit BYDV-Resistenz (Ryd2): KWS Chilis, KWS Exquis, Integral, RGT Alessia, und die zweizeilige Sorte Orcade. Die Hybridsorten SY Zoomba und SY Kestrel haben die Resistenzgene Ryd2 + Ryd4 gegen das
Wintergerste – Gelbmosaikvirus und Gelbverzwergungsvirus
Das Gelbmosaikvirus der Gerste (BMV bzw. GMV) wird durch den bodenbürtigen Parasit Polymyxa graminis übertragen. Die Symptome treten verstärkt unter nasskalten Verhältnissen auf, die das Wurzelwachstum behindern: aufgehellte Strichel in den Blattadern, die sich später dunkel verfärben, späteres Vergilben und Absterben der Blätter, verminderter Wuchs. Die meisten der heute angebauten Wintergerstensorten sind resistent gegen das Gelbmosaikvirus Typ 1 (BMV1). Verbreitet im Westen und Norden, inzwischen aber auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen hat sich das Gelbmosaikvirus Typ 2 (BMV2) etabliert, das auch BMV1-resistente Sorten befallen kann. Aktuelle Sorten mit BMV1 + 2-Resistenz sind u.a. Julia, Avantasia, SU Hetti oder die schon ältere SU Midnight und die neu zugelassene KWS Chilis.
Das Gerstengelbverzwergungsvirus (Barley Yellow Dwarf Virus = BYDV) wird von Blattläusen übertragen. Im Gegensatz zum BMV hat das BYDV mehrere Wirtspflanzen wie Getreidearten, auch Hafer, Mais, Weidelgräser und andere Gräser. Befall und Verbreitung des Virus erfolgen vorwiegend im Herbst. Symptome eines Gerstenverzwergungsvirus (BYDV)-Befalls sind gleichfalls strichelförmige Aufhellungen der Blätter in den Blattadern, auffällige Verzwergung des Haupttriebes und verstärkte Bestockung infolge der eingeschränkten apikalen Dominanz, Vergilbung und spätere Nekrotisierung der Pflanzen bis hin zum Pflanzenausfall. Der Befall tritt meist nesterweise auf (aufgehellte bis gelbe „Elefantentritte“). Das Virus selbst kann nicht bekämpft werden. Wichtigste Gegenmaßnahmen bilden spätere Aussaat und die Spritzung von Insektiziden gegen Blattläuse
Wintergerste – Übersicht mehrzeilige Sorten
Neu zugelassene mehrzeilige Sorten KWS Chilis 2025 über fast alle Standorte hinweg ertragsstärkste Wintergerstensorte resistent gegen Mosaikvirus 1 + 2 und gegen das BYDV (Resistenzgen [yd2]) fiel in den LSV im Ertrag nur in Stufe 1 (ohne PSM) ab, wenn Zwergrost auftrat gute Masseentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung kommt früh zum Ährenschieben, reift mittelspät ab weniger anfällig für Ramularia, Rhynchosporium und Netzflecken dafür anfälliger für Mehltau und hochgradig (BSL 8) anfällig für Zwergrost mittlere Lageranfälligkeit weniger anfällig für Ährenknicken EÄ-Typ, kann trotzdem früh gesät werden Ziel: 450 – 550 Ähren/m² mit 150 bis 220 Pflanzen/m² KWS Exquis (KWS) – BYDV-resistent Auf Sandstandorten rel. 98 gegenüber Standardsorten, größerer Abstand auf Lehmböden war in Friedrichsthal 2025 ertragsstärkste Sorte Bestandesdichtetyp mit normaler Reife, etwas lageranfällig, kaum Ährenknicken kurz, geringere AFU-Unterdrückung anfälliger für Mehltau und Rhynchosporium wenig anfällig für Ramularia und wenig anfällig für Zwergrost kann etwas früher gesät werden Zielährenzahl: 500 – 600 Ähren/m² mit 170 – 220 Pflanzen/m² (Frühsaat) SY Zoomba (Hybridsorte, Syngenta, EU-Sorte) BMV1-resistent + BYDV-resistent (Ryd2 + 4) Schnitt im Versuch in Friedrichsthal zusammen mit KWS Exquis am besten ab Einstufung in der BSL aber nur mit 6 / 6 im Ertrag zügige Masseentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung mittelspätes Ährenschieben, mittelspät reifer Ährentyp mit hoher Kornzahl/Ähre lageranfällig, stärkere Neigung zum Ährenknicken, aber besser als SY Galileoo insgesamt gesunde Sorte, etwas anfälliger für Netzflecken weniger anfällig für Rhynchosporium, Ramularia und Zwergrost Hybridgerste für den frühen Anbau, aber auch für den späten Anbau nach Körnermais Optimale Ährenzahl: 450 – 550 Ähren/m² mit 140 – 170 Pflanzen/m² (Frühsaat) bzw. 220 bis
Wintergerste – Übersicht zweizeilige Sorten
Der Ertragssprung der neuen zweizeiligen Wintergerstensorten bestätigte sich auch in diesem Jahr. Sorten wie Goldmarie, Almut, Arthene, KWS Tardis oder die Neuzulassung Annemiek konnten im Ertrag mit mehrzeiligen Sorten mithalten. Ältere Sorten wie Sandra, California und KWS Somerset haben aber nach wie vor noch ihren Markt. Ein entscheidender Vorteil der zweizeiligen Sorten ist die sichere Kornausbildung.
Alle angeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen BMV Typ 1.
Neu zugelassene zweizeilige Sorten
Annemiek (RAGT)
schnitt auf Trockenstandort in Unterfranken überdurchschnittlich ab
profitierte in diesem Jahr vom sehr hohen TKG
mittelspätes Schossen, reift später ab
etwas lageranfällig insgesamt wenig anfällig für Blattkrankheiten (Note 4), Zwergrost BSL-Note 3
gegen Ramularia mit der Note 5 eingestuft (Doppelspritzung notwendig)
650 – 800 Zielähren je m² mit 230 – 270 Pflanzen je m²
Kitty (Breun)
resistent gegen BMV Typ 1 + 2
mit der Note 7 + 7 im Ertrag eingestuft
mittelspätes Schossen, reift später abkurz, standfest, keine Probleme mit Halm- und Ährenknicken
weniger anfällig für Rhynchosporium und Netzflecken aber anfälliger für Mehltau- und Zwergrost
Ramularia erfordert Doppelspritzung
700 – 900 Zielähren je m² mit 250 – 300 Pflanzen je m²
Organa (Breun)
resistent gegen BYDV + BMV Typ 1
mit der Note 8 + 7 im Ertrag eingestuft, Ertragsniveau auf dem Niveau mehrzeiliger Sorten
mittelspätes Schossen, reift später ab
mittellang, weniger standfest, kaum Probleme mit Halm- und Ährenknicken
wenig anfällig für Mehltau, Rhynchosporium und Zwergrost (letzter mit Note 2)
anfälliger für Netzflecken und Ramularia (Doppelbehandlung)
700 – 900 Zielähren je m² mit 250 – 300 Pflanzen je m²
Weitere zweizeilige Sorten
Almut (SZ Bauer)
Raps – Herbizide zur Herbstanwendung
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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung
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Wintergetreide – Übersicht Beizmittel 2025
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Weizen – Fallzahlen stürzen ab
Seit 4 Wochen regnet es südlich der Donau, seit 3 Wochen im Nordosten und in den Staulagen der Mittelgebirge fast jeden Tag. In den seit 20. Juli totreifen Beständen stürzen sortenabhängig aktuell die Fallzahlen ab. Die Fallzahl ist ein Maß zur Bestimmung der Viskosität bzw. Verkleisterungsfähigkeit des Weizenmehls. Wird das totreife Getreidekorn längere Zeit abgeregnet, nimmt es Wasser auf, dadurch steigt die Aktivität der α-Amylase. Diese bewirkt eine Verzuckerung von Stärke. Gibberelline werden ausgeschüttet, die Keimruhe nimmt ab, damit steigt die Auswuchsneigung. Die verzuckerte Stärke ist weniger viskos und verbindet sich schlechter, der Teig ist weniger stabil. Im Brot bewirken Mehle mit geringer Fallzahl große Löcher statt feine Poren. Der Handel verlangt Fallzahlen von wenigstens 220 sec, in Jahren mit Fallzahlproblemen werden Partien mit 180 sec noch akzeptiert. Es ist nicht möglich, Mehle mit geringer Fallzahl durch Mehle mit hoher Fallzahl aufzumischen, da die Fallzahl nicht Gehalte widerspiegelt, sondern die Aktivität der α-Amylase. Weizensorten unterscheiden sich absolut in der Fallzahl. Sorten mit sehr hohen Fallzahlen (> 350 sec) haben eine ausgeprägte Keimruhe. Andere Sorten haben von Haus aus eine niedrige Fallzahl bzw. eine hohe α-Amylase-Aktivität. Entscheidend ist die Fallzahlstabilität: Wie lange eine Sorte abgeregnet werden kann, bevor die Fallzahl
Rapserdfloh – Entwicklung und Schadrisiko
Ende Juni – Juli: Käferschlupf in letztjährigen Rapsschlägen
Die jungen Rapserdflöhe schlüpfen Ende Juni bis Juli aus den verpuppten Larven und beginnen an Stängeln und Schoten zu fressen. Anschließend suchen sie als Schutz vor der Hitze Büsche, Hecken oder Waldränder zur Sommerruhe auf oder verstecken sich bei kühlem Wetter unter dem Blätterdach der aufgelaufenen Ausfall-Rapspflanzen.
Ein Großteil der Rapserdflöhe wird mitgedroschen und krabbelt auf den Hängern herum. Es bietet sich an, die Käfer beim Landhandel einzusammeln und einem Resistenztest (Röhrchentest) zu unterziehen, um einen Überblick über deren Empfindlichkeit auf Insektizide zu erhalten.
Ende August bis Herbst bei kühlem Wetter: Einflug in frisch aufgelaufene Rapsbestände – Reifefraß (Lochfraß an Keimblättern und ersten Laubblättern) – Stadium (Raps): EC 10 bis 14
In der Mehrzahl der Jahre flogen Erdflöhe ab Anfang bis 25. September nach einer Phase der Abkühlung in die frisch aufgelaufenen Rapsbestände ein. Dort verursachten sie den typischen Lochfraß an den Keimblättern und an jungen Blättern (Reifungsfraß). Die Fraßschäden bis hin zu Totalausfällen waren umso stärker, je später der Raps aufgelaufen war.
Aus diesem Grund sollte der Raps entgegen bisherigen Empfehlungen so früh gesät werden, dass er bis zum massenhaften Einflug der Käfer in der 1. Septemberwoche wenigstens 2 Laubblätter gebildet hat.
In diesem Fall stehen wir vor einem Dilemma: Um der Kleinen Kohlfliege aus dem Weg zu gehen, sollte der Raps erst nach Anfang September auflaufen. Als Ausweg erweist sich die Lumiposa-Beizung (Wirkstoff: Cyantraniliprole) der Frühsaaten, mit der das Schadrisiko durch die Kohlfliege eingedämmt werden kann, während die Beizung mit Buteo-Start eine erkennbare, aber nicht immer ausreichende Wirkung gegen Erdfloh als Fraßschädling im Keimblattstadium hat und für die Spätsaat von Raps zu empfehlen ist.
Raps – Aussaat
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Raps – Herbstdüngung
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Additive im Ackerbau
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Raps – Herbizide zur Herbstanwendung
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Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung
Fruchtartenwahl (zusammen mit Herbizideinsatz) Starke Reduktion: Soja, Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Leguminosen Mäßige Reduktion: Sommergetreide, Spätsaat-Weizen Mäßige Vermehrung: Hafer (kein Herbizid), Wintergerste, Winterroggen, Winterraps Starke Vermehrung: früher Winterweizen, Triticale Saatzeit in Kombination mit Bodenbearbeitung Reduktion von AFU: ab Ende April Geringe Vermehrung: ab November bis Jahreswechsel, Anfang – Mitte April Mäßige Vermehrung: Mitte Oktober bis Anfang November, zeitiges Frühjahr Starke Vermehrung: Ende August bis Anfang Oktober Striegeln mit Strohstriegel lange Zinken mit 16 mm, 50 mm Strichabstand auch vor Direktsaat Striegeln unmittelbar nach der Ernte Stroh verteilen, Kapillaren zuschütten, Stroh einstäuben (Zersetzer) AFU zum Keimen bringen (30 – 50 % der Ausfallsamen) Striegeln ca. 8 Tage später, wenn AFU (oder Weidelgras, Raps) aufläuft etwas schräg zum 1. x Striegeln, Stroh verteilen AFU zum Keimen bringen (10 – 30 % der Ausfallsamen) Aufgelaufenen
Raps – Welche Sorte für welchen Saattermin?
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Zwischenfrüchte – Übersicht
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Ackerfuchsschwanz – Ablaufschema der Bekämpfung
Woher kommt der Ackerfuchsschwanz
Der Großteil der Ackerfuchsschwanz-Pflanzen in einem Bestand entstammt dem frischen Samen, der in der Vorfrucht ausgefallen ist. Infolge einer Bodenbewegung (Bearbeitung, Rissbildung, Abschwemmen) erfährt der Ackerfuchsschwanz (AFU) des Samenvorrats im Boden einen Lichtreiz und wird dadurch keimgestimmt. Möglich ist auch die Verschleppung von Samen durch Erntemaschinen (Mähdrescher, Ballenpresse) oder mit an Reifen anhaftenden Bodenpartikeln, in denen AFU-Samen enthalten sind. Die Verschleppung ist der Hauptgrund der Verbreitung von Herbizid-resistentem Ackerfuchsschwanz von Schlag zu Schlag. Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz erfolgt deshalb schlagbezogen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
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Ackerfuchsschwanz – Anpassungen in der Fruchtfolge
Alternativen in der Fruchtfolge – Auf stark mit Ackerfuchsschwanz belasteten Schlägen Kulturen anbauen, in denen sich der AFU nicht weiter ausbreiten kann In der 4-jährigen Fruchtfolge mit Raps-Weizen-Weizen-Wintergerste baut sich nach einem Ausgangsbefall von 50 AFU-Ähren je m² ein durchschnittlicher Besatz von 673 Ähren je m² auf, wenn keine Herbizide gespritzt werden bzw. Herbizide nicht mehr wirken. Durch Bodenherbizide lässt sich der Besatz auf 112 AFU-Ähren je m² drücken, durch die zusätzliche Blattspritzung auf 43 AFU-Ähren je m². Damit ist das Risiko hoch, dass sich der Ackerfuchsschwanz weiter ausbreitet (Fruchtfolge FF 1). Die Erweiterung der 4 jährigen Fruchtfolge durch den Anbau einer Sommerkultur, in der sich der Ackerfuchsschwanz weniger stark ausbreiten kann, z.B. Mais, nachdem dann spät Weizen angebaut wird, halbiert den durchschnittlichen AFU-Besatz von 673 AFU-Ähren, wenn im laufenden Jahr keine Herbizide eingesetzt werden, auf 328 AFU-Ähren. Werden Herbizide gespritzt, geht der Besatz auf ein Drittel von 43 AFU-Ähren auf 15 AFU-Ähren pro m² zurück (FF 2). Werden statt des späten Weizens im Frühjahr Ackerbohnen angebaut, verändert sich im Ergebnis nur wenig (FF 3), auch, wenn statt des Mais Zuckerrüben bestellt werden (FF 4). Erst die Umstellung in der Reihenfolge der Kulturen bewirkt eine eklatante Verminderung des AFU- Besatzes: Werden statt Raps und nachfolgend Weizen Zuckerrüben und danach Ackerbohnen angebaut, verringert sich der Besatz auf 36 AFU-Ähren ohne Herbizid bzw. auf 2 AFU-Ähren pro
Zwischenfrüchte 2025
Zwischenfrüchte in Zuckerrüben-Fruchtfolgen In Zuckerrüben- (oder Mais-) Fruchtfolgen ohne Raps lassen sich nematodenresistente Senf- und Ölrettichsorten als Zwischenfrüchte zur Nematodenbekämpfung eingliedern. Wie die Zuckerrübenwurzel üben die Senf- und Ölrettichwurzeln einen Schlupfreiz auf Nematoden aus. Die Larven dringen in das Wurzelgewebe ein, können sich aber in den Wurzeln resistenter Sorten nicht vermehren. Um einen ausreichenden Bekämpfungs-Effekt zu erzielen, müssen nematodenresistente Senf- oder Ölrettichsorten wenigstens die Hälfte der Bodenbedeckung ausmachen und vor Winter beginnen zu blühen. Bei später Aussaat, wenn Senf und Ölrettich die Blüte nur knapp erreichen, ist der Anteil auf 70 bis 80 % zu erhöhen. Buchweizen sollte nicht vor Zuckerrüben, Kartoffeln oder Leguminosen angebaut werden, da die Bekämpfung des späteren Durchwuchses ähnlich problematisch ist wie die Bekämpfung von Windenknöterich. Zwischenfrüchte können zusätzlich zur Verbesserung der Bodenstruktur beitragen und die Nährstoffverfügbarkeit erhöhen, wodurch langfristig die Fruchtfolge stabilisiert wird und der Anbau wirtschaftlich sinnvoll bleibt sowie ökologische Vorteile entstehen für
Zwischenfruchtmischungen für verschiedene Fruchtfolgen
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Raps – Agronomische Eigenschaften und Anbaueignung ausgewählter Sorten
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Raps – Übersicht Beizen 2025
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Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten
LG Avenger (D, Limagrain)
Stängel- und blattgesunde, großrahmige Sorte, umfangreiche Resistenzen//Toleranzen
Spät- und Mulchsaat geeignet
Standfestigkeit beachten
lt. Züchterangaben erhöhte Widerstandskraft gegen Rapserdfloh
sehr hohe Ertrags- und hohe Ölgehaltseinstufung
Ceos (EU, RAGT)
Ertragsstärkste Sorte in BSV/EUSV 2024 mit geringen Schwankungen über die Standorte
Ertrag und Ölgehalt jeweils mit Höchstnote 9 bewertet
wüchsig im Herbst und Frühjahr
Langstrohig, dennoch standfest
Churchill (D, Rapool)
Neuzulassung 2024, TuYV-Resistenz, rlm 7- und rlm S-Phomaresistenz, Cylindrosporium- und Verticillium-Toleranz
mittlere und späte Saattermine
geringe Neigung zu Stängelbildung im Herbst
hohe Andüngung unterstützt schnelle Regeneration im Frühjahr
sehr hoher Ölgehalt
Detlef (D, Rapool)
Neuzulassung 2024 für Gesundlagen, TuVY-Resistenz
für frühe und mittlere Saattermine auf besseren Böden
wurzelstarke Sorte mit guter N-Aneignung
DK Exantra (EU, Dekalb)
trockentolerant
Spätsaatgeeignet ohne spezielle Ansprüche an Boden und Klima
Blatt- und Stängelgesund
sehr hohe Ertrags- und hohe Ölgehaltseinstufung
Ackerfuchsschwanz
Mit Ungras verseuchte Felder waren in diesem Jahr verbreitet zu sehen. Traten diese trotz der Herbizidmaßnahmen im Frühjahr auf, ist mit Resistenzen zu rechnen. Gewissheit lässt sich durch eine Resistenzuntersuchung erreichen. Bis deren Ergebnis vorliegt, dauert es aber zu lange. Auf Schlägen mit starkem Besatz an Ackerfuchsschwanz oder Weidelgras, trotz einer Behandlung mit Mesosulfuron, Pyroxsulam oder Pinaxoden (+ Clodinafop) im Frühjahr, sollten deshalb vorsorglich alle Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass sich das Samenpotential ausbreitet bzw. im Boden angereichert wird. Erste Bodenbearbeitung nach Getreide – so flach wie möglich Durch die Hitze der vergangenen drei Wochen ist damit zu rechnen, dass die Ackerfuchsschwanz-Samen eine kurze Keimruhe von 3 bis 4 Wochen haben und somit zügig auflaufen können. Deshalb ist es angebracht, den Boden nach dem Mähdrescher nur zu striegeln oder flach bis maximal 3 bis 5 cm mit einem mehrbalkigen Grubber zu bearbeiten, um die Keimung anzuregen. Sobald Ackerfuchsschwanz- oder Weidelgraskeimlinge aufgelaufen sind und maximal zwei Blätter gebildet haben, sollte ein 2. Striegel- oder Flachgrubbergang erfolgen. Unter Umständen auch ein 3. flacher Arbeitsgang, insbesondere wenn die Ackerfuchsschwanzpflanzen stark bestockt waren. Die späten Nebentriebe blühen später und beenden deshalb auch die Keimruhe später. Danach noch 8 bis 10 Tage warten, um dann schrittweise
Zwischenfrüchte 2025
Zwischenfrüchte als „Grüne Brücke“ für Virosen und Pilzkrankheiten vermeiden
Zu den Nachteilen von Zwischenfrüchten gehört die Übertragung von Krankheiten, z.B. von Virosen, wenn Getreide als Durchwuchs oder als Ansaat (z.B. als Rauhafer) in der Zwischenfrucht steht, oder von Ramularia, Netzflecken oder Rhynchosporium, die ausgehend vom Gerstendurchwuchs in der Zwischenfrucht Primärinfektionen in der benachbarten Gerste auslösen können.
Ein vergleichbares Risiko besteht für den Raps, wenn Ausfallraps in der Zwischenfrucht dominiert bzw. Kreuzblütler als Zwischenfrucht ausgesät werden. Lässt sich Rapsdurchwuchs in der Zwischenfrucht nicht verhindern, müssen in Fruchtfolgen mit mehr als 20 % Rapsanteil (z.B. Raps-WW-Mais) Kreuzblütler als Zwischenfrucht unterbleiben.
Aussaattermin optimieren
Da Ausfallgetreide oder Ausfallraps in Zwischenfrüchten nicht bekämpft werden kann, dürfen Greening- Zwischenfrüchte erst bestellt werden, wenn die in der Ernte ausgefallenen Samen gekeimt haben und mechanisch beseitigt wurden. Dazu sind wenigstens zwei, meist drei Stoppelbearbeitungsgänge vor der eigentlichen Bodenbearbeitung notwendig. Diese erfordern Zeit und vor allem Regen für das Keimen der ausgefallenen Samen.
Hitze bewirkt eine ausgeprägte Keimhemmung des Ausfallgetreides, vor allem der Gerste, die erst durch niedrige Temperaturen (unter 12 °C) gebrochen wird. Zwischenfrüchte nach Wintergerste laufen damit Gefahr, auch nach intensiver Stoppelbearbeitung und später Aussaat in der später auflaufenden Wintergerste „unterzugehen“.
Zwischenfrüchte wie Buchweizen, aber auch Kresse und Senf, selbst Phacelia erreichen zudem bei früher Aussaat die
Rübenmotten – Zuflug bzw. auf Larven kontrollieren
In den vergangenen Jahren wurde in einigen Regionen, z.B. in der südlichen Magdeburger Börde, in der Leipziger Tieflandbucht und in der Köln-Aachener Bucht, aber auch in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet starker Befall mit der Rübenmotte (Scrobipalpa ocellatella) beobachtet. Trockenheit und überdurchschnittliche Temperaturen im April und Mai führten in diesen Jahren zu einem frühen Zuflug der Rübenmotten und richteten in den stark unter Trockenheit leidenden Rüben große Schäden an. Wo die Rüben bereits frühzeitig zu „schlafen“ begannen, war der Schaden besonders groß. Durch den frühen Zuflug bildeten die Rübenmotten eine zusätzliche Generation. Die Symptome ähneln auf den ersten Blick der Herz- und Trockenfäule durch Bormangel. Die Fraßgänge in Blättern, vor allem in Blattstielen und im Rübenkopf, sowie Kotkrümel und kleine Raupen sind ein Hinweis auf einen Befall mit Larven der
Maiszünsler – Flughöhepunkt und Eiablage in dieser Woche zu erwarten
Erste Maiszünsler wurden im Rhein-Neckar-Gebiet seit dem 15. Juni beobachtet. Flughöhepunkt und Eiablage ist ab dem 25. Juni zu erwarten, mit dem Schlüpfen der Larven ist ab dem 2. Juli zu rechnen, auf kälteren Standorten nicht vor dem 10. Juli.
Der Flug der gelbbraunen Falter lässt sich mit Hilfe von Licht- oder Pheromon-Fallen überwachen. Am besten werden die Fallen über vorjährigen Maisschlägen aufgestellt, um den Start der Zünsler zu verfolgen, und über diesjährigen Maisschlägen, um das Landen der Zünsler festzustellen.
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Kalkung auf Ackerland
Kalken – pH-Werte vielfach stark gesunken Die hohen Niederschläge im Sommer der letzten beiden Jahre führten zur Verlagerung von Kalzium und Magnesium aus der Wurzelzone und zu einem eklatanten Absinken der pH-Werte in der Krume. In unseren Testflächen sanken die Werte bis zum Frühjahr um pH 0,5 bis 1,2. Auf tiefgründigen Böden gelangten die verlagerten Kationen zusammen mit Stickstoff und Schwefel durch das Kapillarwasser im trockenen Frühjahr wieder in die Wurzelzone, damit stieg der pH-Wert wieder an. Das war auf Böden mit geringer oder gestörter Kapillarität (z.B. sandige bzw. Schotterböden) bzw. auf Böden mit Unterbodenverdichtungen oder Störschichten, die den Aufstieg des Kapillarwassers behindern, nicht der Fall. Um sicher zu sein, dass der pH im Boden noch stimmt, ist es angebracht, kurzfristig den pH im Boden untersuchen zu lassen und im Falle deutlich zu niedriger pH-Werte eine für die kommenden Jahre vorgesehene Kalkung vorzuziehen. Damit werden die Kalkverluste ausgeglichen, die biologische Aktivität und der Nährstoffumsatz im Boden sichergestellt und Ertragseinbußen vermieden. Bedeutung des pH-Wertes Die im Boden vorkommenden Tonminerale und Humuspartikel sind als Kolloide nach außen negativ (-) geladen und wirken wie viele kleine Magneten, die positiv (+) geladene Kationen an sich ziehen. Tonminerale untereinander und Humuspartikel würden sich gegenseitig abstoßen. Der Boden hätte dann keine feste Konsistenz. Erst wenn die Bindungsstellen durch positiv-geladene Teilchen bzw. Kationen (H+, K+, Na+, NH +, Ca++, Mg++) besetzt sind, lagern die Kolloide aneinander bzw. können durch zweiwertige Kationen (Ca++, Mg++) miteinander verbunden sein („Ca- Brücken“). Durch die Ca-Brücken bekommt der Boden seine stabile Struktur. Auch Magnesium kann Kolloide verbinden, die Bindung ist allerdings aufgrund des geringeren Durchmessers des Mg-Atoms und der größeren Wasserhülle sehr instabil. Der Boden neigt zum Verschmieren, sobald er feucht wird. K+, Na+ und NH4+ sind einwertige, wie Ca++ und Mg++ basisch wirksame, pH steigernde Kationen, die aber keine Brücke bilden können und den Boden leichter verschlämmen lassen. Für eine günstige Bodenstruktur sollten deshalb die Ca++- Ionen zwischen 75 und 80 %, Mg++-Ionen zwischen 10 und 15 %, einwertige Kationen (K+, Na+, NH +) zusammen nicht mehr als 7 % der KAK (Kationen-Austausch-Kapazität) ausmachen
Zuckerrübe – Bekämpfung der Glasflügel-Zikaden als Vektoren für SBR und Stolbur
Die Krankheit „Syndrome Basses Richesses“ (SBR) wird durch die Bakterien-Arten „Candidatus Arsenoponus phytopathogenicus“ (SBR-Proteobakterium) und „Candidatus Phytoplasma solani“ (Stolbur-Phytoplasma) verursacht. Beide Erreger werden durch Zikaden, bei uns in Deutschland vorwiegend durch Glasflügelzikaden, als Vektoren übertragen. Wirtspflanzen sind Zuckerrüben, Kartoffeln aber auch Mohrrüben und Rote Beete. Auch im Wein wurden Stolbur-Erreger nachgewiesen, inzwischen auch im Mais. Meist treten beide Erreger, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen, gemeinsam auf. Die Verbreitung erfolgt rasant mit der Ausbreitung der Glasflügelzikaden. Beschränkte sich der Hotspot des Befalls bis 2019 auf einzelne Gebiete in Südwestdeutschland (Rhein-Neckar-Gebiet, Pfalz), sind inzwischen die Zuckerrüben- und Kartoffelanbaugebiete in Südhessen, Franken und Südbayern davon betroffen. Einzelfälle traten auch in Sachsen und
Zuckerrübe – Absicherung der Nettoassimilation
Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Diese alten, zusätzlich mit Herbiziden belasteten Blätter sterben ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium eingesetzt hat. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Mit dem 10-bis 12-Blattstadium beginnen die Rüben die Reihen bzw. den Bestand zu schließen. Gleichzeitig setzt das sekundäre Dickenwachstum ein, dessen Abschluss mit dem Tageslängenwechsel (21. Juni) eingeleitet wird. Je mehr Zeit zwischen dem Reihenschluss und den längsten Tagen im Jahr zur Verfügung steht, umso mehr Kambiumringe werden gebildet. Die Kambiumringe dienen dem Transport und der Verteilung des Zuckers in die Speicherzellen um die Kambiumringe. Je mehr Kambiumringe gebildet werden, umso mehr Speicherzellen, umso mehr Zucker kann eingelagert werden. An jedem Kambiumring setzen bis zu 4 Blätter an. Die Assimilate aus diesen Blättern versorgen die zugehörigen Bereiche mit Zucker. Die ab dem 10-Blattstadium erscheinenden nächsten 8 bis 12 Blätter tragen die Hauptlast der Assimilation und der
Zuckerrübe – Cercospora
Cercospora-Blattflecken traten im vergangenen Jahr flächendeckend in Zuckerrüben auf, z.T. auch auf Schlägen, auf den in den letzten Jahren keine Zuckerrüben angebaut wurden. Grund dafür ist, dass auch andere Arten, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten als Wirtspflanzen in Betracht kommen und Cercospora-Sporen auch mit dem Wind oder durch den überbetrieblichen Einsatz von Maschinen bzw. durch anhaftende Bodenresten verbreitet werden. Auch die Verbreitung mit dem Saatgut wurde nachgewiesen. Insofern ist auch in Isolationslagen eine Gefährdung nicht ausgeschlossen. Schadwirkung von Cercospora Die aktuelle Witterung mit Regen und Temperaturen um 25 °C begünstigt den Primärbefall mit Cercospora. Früher Befall ab Mitte/Ende Juni beeinträchtigt Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall ab Ende Juli wirkt sich vor allem auf Zuckergehalt und
Weizen und Roggen – Braunrost
Bislang wurden Braunrostpusteln nur vereinzelt gefunden. Mit dem Anstieg der Temperaturen tagsüber auf über 20 bis 28 °C und nachts um 15 °C sowie begünstigt durch mehrere Stunden bis in die Mittagsstunden hinein anhaltenden Blattnässe wurden in der 1. Juniwoche günstige Voraussetzungen für Braunrost-Infektionen geschaffen, speziell dort, wo die Trockenheit im April und Mais den Einsatz von Fungiziden bislang nicht nötig erschienen ließ. Die Bekämpfung mit Fungiziden ist nur bis EC 69 zulässig und muss deshalb umgehend erfolgen. Die Bekämpfungsschwelle liegt in braunrostanfälligen Sorten bei 5 %, in weniger anfälligen Sorten bei 10 % mit Rost befallener Blätter. Spätreife Sorten, deren Kornbildung noch nicht so weit vorangeschritten ist, leiden stärker unter dem Befall mit Braunrost. Ertragsminderung durch späten Braunrostbefall Das Risiko von Ertragsminderungen im Weizen durch den Braunrost können Sie abschätzen: 10 Tage nach der Blüte haben die Karyopsen ca. 20 % ihres Samengewichtes erreicht. In der Folgezeit müssen noch 80 % gebildet werden. Etwa 25 bis 30 % davon werden durch die Spelzen assimiliert, 10 % durch das oberste Halmstück (= Pedunkel), 25 % durch das Fahnenblatt, 15 % durch F-1 und 10 % durch F-2. Wenn 50 % des Blattes mit Pusteln übersät sind, ist noch mit 50 % Assimilationsleistung zu rechnen. In diesem Fall kostet der
Mais – Spätverunkrautung
Die Niederschläge bewirken nach der Trockenheit, dass noch Unkräuter nachlaufen. Im Mais können die meisten Unkräuter vergleichsweise einfach und effektiv bekämpft werden. Dazu gehören auch Wurzelunkräuter wie Disteln, Ackerwinden oder Ampfer. Hinweise zu deren Bekämpfung standen im letzten Info (10/2025). Samenunkräuter wie Melden, Gänsefuß-Arten, Amarant, Knötericharten, Franzosenkraut oder Nachtschatten laufen noch spät auf und erhöhen selbst bei vereinzeltem Auftreten das Samenpotenzial im Boden enorm. Gänsefuß-Arten z.B. produzieren pro Pflanze bis zu 20.000 Samen und dürfen deshalb im Mais nicht durchgehen. Deshalb müssen die Maisbestände im 6-bis 7-Blattstadium noch einmal kontrolliert werden. Ab dem 8- Blattstadium (Kolbenbildung) sollten die Maispflanzen durch Herbizide nicht mehr gestresst
Leguminosen – Schädlingsbekämpfung und Fungizideinsatz
Der Schädlingszuflug war in den Leguminosen aufgrund der vorwiegend trocken-kalten Witterung bislang gering. Örtlich musste der Blattrandkäfer bekämpft werden. Zur Monatswende Mai/Juni ist mit ansteigenden Temperaturen und damit mit dem Zuflug der ersten Erbsenwickler zu rechnen. Wenige Tage nach dem Zuflug beginnen die Weibchen mit der Eiablage auf der Unterseite der Fiederblätter, auf den Blütenblättern und zum Teil auch auf jungen Hülsen. Nach 1 bis 2 Wochen schlüpfen die Raupen und wandern zu den Hülsen, in die sie sich einbohren. Dort fressen sie dann an der Samenanlage. Mit Vorliebe werden dichte, üppige Erbsenbestände (Wintererbsen) von Erbsenwicklern angeflogen.
Getreide – Ährenkrankheiten
Der Befall der Ähren mit Krankheiten erfolgt auf unterschiedliche Weise: durch Zuflug über weite Strecken: Mehltau, Roste, hauptsächlich stammen die Neuinfektionen mit Mehltau oder Rosten aus dem Altbefall im Bestand, dessen Konidien bzw. Sporen durch Wind oder Regen- bzw. Tautropfen aufgewirbelt werden, durch direkte Infektionen, ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (F. graminearum, auch F. culmorum, F. Poae), durch Hochspringen über die Blätter als Treppe (S. nodorum, M. nivale, F. culmorum), durch die Kontamination der Ähre mit Erreger-Sporen, die sich im Bereich des Fahnenblattöhrchens angesammelt haben, durch systemische Verteilung von Sporen oder Myzel (z.B. F. culmorum, Cephalosporium gramineum) im Xylem der Pflanzen, die dann am Ende des Leitbahnsystems in den Blattspitzen bzw. im Spitzenbereich der Ähren angereichert werden. Mit dem Saftstrom im Xylem können auch Toxine verteilt werden, die dann lokale (Punkt-) Nekrosen bzw. Blattspitzen-Nekrosen bewirken, ohne dass ein Erreger nachgewiesen werden kann. Bekämpfung von
Fusarien – Risiko bisher gering
Fusarienrisiko bisher gering Die kühlen Temperaturen in den letzten Wochen verhinderten das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum. In den kommenden 10 Tagen ist deshalb nicht mit direkten, vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen. Zur besseren Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Maisstroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag auf der Homepage nachlesen. Symptome von M. nivale oder F. culmorum sind dagegen häufiger am Halmgrund bzw. auch auf unteren Blättern zu finden. Sporen beider Erreger sind F-2 in einer noch geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der
Dinkel – Ährenbehandlung
Die Saalemühle/Dresdner Mühle gehört zu den größten Abnehmern von Dinkel. In den Dinkelspelzen wurde in der Vergangenheit immer wieder Tebuconazol nachgewiesen, das als bedenklich für die Verfütterung an Tiere eingestuft ist. Deshalb bittet die Saalemühle auf die Ährenbehandlung (mit Tebuconazol) zu verzichten.
Dinkel ist aufgrund der lockerständigen Ähren und der geringen Blütenzahl der Ährchen wenig anfällig für Fusarien. Dagegen können die Ähren von Septoria nodorum und Rost befallen werden. Das Risiko für den Ährenbefall ist gering, wenn eine Fungizidvorlage auf das Fahnenblatt mit Carboxamiden oder Strobilurinen erfolgt. Der Ährenbefall mit Spelzenbräune wird weitgehend unterbunden, wenn im Blattbereich wirksame Fungizide gespritzt werden.
Hochanfällig für Braunrost sind die Dinkelsorten Albertino und Badensonne. Beide Sorten sind zusammen mit Franckentop auch hochanfällig
Weizen – Ährendüngung
Die Weizenernte war 2024 mit durchschnittlich 67,9 dt/ha im Ertrag niedriger als 2003. Anders als 2003 lagen die Proteingehalte nur noch bei 11,4 %. Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV machte sich drastisch bemerkbar. 2024 wirkten sich das niedrige N-Angebot und die geringe Strahlung negativ aus. Letzteres war auch 2016 der Fall. Trotzdem wurden 2016 noch 76 dt/ha mit 12,6 % Protein geerntet. In diesem Jahr (2025) waren die Nmin-Vorräte im Böden höher. Kühle Temperaturen und Trockenheit schränkten aber die N-Freisetzung ein. Hinzu kommt, dass das potentielle Nmob aus dem Boden in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Die geringe Freisetzung erkennt man am starken Melieren der Böden, die auf geringe
Zink – nicht nur für die Proteinbildung notwendig
Die zu Schossbeginn gezogenen Pflanzenanalysen wiesen in den letzten Jahren mit zunehmender Tendenz eine Unterversorgung mit Zink aus. Davon betroffen sind nicht nur stark sandige Diluvialstandorte mit von Haus aus geringer Versorgung oder Standorte mit hohen pH-Werten (über 7) bzw. Standorte mit hohen P-Gehalten im Boden, sondern auch Böden mit „normalen“ Eigenschaften und bislang als ausreichend eingestuften Gehalten im Boden. Ein Grund für die Häufung von Zink- und generell von Spurenelementmangel ist sicherlich, dass in den letzten 30 Jahren durch die Ernten Spurenelemente entzogen, aber keine Spurenelemente in größeren Mengen zugeführt werden. Das Getreidekorn enthält ca. 30 mg Zn je kg bzw. 30 g je t Ertrag (LKV Sachsen, 2024). Mit 9 t/ha werden also 270g Zink abgefahren. Das hört sich nach wenig an, aber sind 8 kg/ha in 30 Jahren bzw. das entspricht etwa 2 ppm Zn im Boden. Ein „normaler“ Boden enthielt im Jahr 1990 etwa 3
Roggen – Abschlussbehandlung (Ährenspritzung vor dem Schieben der Staubbeutel)
Der Roggen erwies sich in diesem Jahr als recht gesund. Häufiger auftretender Befall mit Schneeschimmel bzw. Rhynchosporium im Roggen nach Roggen konnte mit einer frühen Prothioconazol-Spritzung unter Kontrolle gehalten werden. Braunrost erforderte im September-Roggen verbreitet den frühen Einsatz von Tebuconazol, um den Befallsdruck zu mindern. Mehltau spielte trotz des häufigeren Auftretens im Herbst im Frühjahr kaum eine Rolle. Die Abschlussspritzung mit Fungiziden gegen späten Braunrostbefall sollte im Roggen in EC 59 zwischen dem 15. bis 22.05. erfolgen, bevor die ersten Staubbeutel erscheinen. Wird auf die Staubbeutel gespritzt, nimmt der Pollen Schaden, die Folge sind Schartigkeit und Mutterkorn. Mit Mutterkorn ist in diesem Jahr stärker zu rechnen, nachdem bereits gekeimte Sklerotien gefunden wurden. Gefährdet ist Roggen auf Schlägen, die vorjährigem Roggen oder Grünland bzw. nicht bewirtschafteten Grasflächen benachbart sind. Um die Verbreitung mit Mutterkorn (Honigtau) durch Insekten zu vermeiden, ist die Zumischung eines (Kontakt-) Insektizides (Pyrethroid) angebracht. Zur Absicherung der Befruchtung
Winterweizen – Qualitätsdüngung
Trockenheit und Kälte schränkten bis Ende April die N-Freisetzung aus dem Boden ein. Mit den Niederschlägen vor und nach Ostern kam zunächst der im Boden vorliegende mineralische Stickstoff zum Wirken. Die N-Mobilisierung kam bislang noch nicht richtig in Gang und wird auch in den nächsten 14 Tagen auf sich warten lassen, wo die Böden kaum durchfeuchtet wurden. Bleiben die Böden feucht und steigen die Bodentemperaturen über 15 °C, setzt die N-Nachlieferung verstärkt ein. Damit ist ab dem 20. Mai zu rechnen. Eine Zwischendüngung, die von der Spätdüngung abgezogen werden muss, kann bei bisher knapper Kalkulation angebracht sein. Ob die Zwischendüngung notwendig ist, zeigen der N-Tester oder der Blattvergleich: Beim letzteren werden die Blätter nebeneinandergehalten: Hellt das 4. Blatt von oben gegenüber dem 3. Blatt deutlich auf, lagert die Pflanzen Stickstoff aus, um damit den Neuzuwachs zu versorgen. In diesem Fall können 25 kg/ha N gedüngt werden. Ist das 3. Blatt
Zuckerrüben – Einsatz der Hacke
Zuckerrüben gelten nicht nur als Hackfrüchte, sondern profitieren auch von einem Hackdurchgang. Durch das Hacken gelangt Sauerstoff und Wärme in den verschlämmten Boden, was die Rüben danken. Auch die Stickstoffnachlieferung wird damit in Gang gebracht. Bereits nach wenigen Tagen ist der Wachstumsvorsprung in gehackten Beständen zu erkennen. Je verkrusteter ein Boden, desto höher wiegen die Vorteile des Hackens. Dieser Entwicklungsvorsprung sollte auch in SBR-/Stolbur-Gebieten genutzt werden. Hier haben schneller Reihenschluss und optimale Wachstumsbedingungen für die Zuckerrüben höchste Priorität. Gerade auf verkrusteten Böden wird durch das Hacken der Gasaustausch forciert. Bei hohen Tongehalten muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Rüben durch das Herausreißen von „Platten“ nicht beeinträchtigt werden. Mit Schutzscheiben kann in diesem Fall bis zu einem gewissen Umfang Vorsorge betrieben werden. Durch das Hacken wird die Kapillarität und damit die unproduktive Verdunstung zwischen den Reihen in harten Böden gebrochen. Problematisch ist das Hacken auf steinigen Böden, da die
Raps – Knospenwelke
Raps setzt keine Schoten an Raps Verbreitet will der Raps in diesem Jahr nicht voll aufblühen bzw. setzt keine Schoten an. Davon betroffen sind vor allem frühe Sorten bzw. weiter entwickelte Bestände, während späte Bestände, auch Bestände mit doppeltem Wachstumsreglereinsatz im Herbst, offensichtlich weniger davon betroffen sind. Es hat den Anschein, dass in diesem Jahr wieder die Knospenwelke zuschlägt, die schon in früheren Jahren flächendeckend auftrat. Ursache für den Knospenabort ist meist die Einwirkung von Kälte während der Knospendifferenzierung. Das müssen nicht immer tiefe Frostgrade sein, es reicht ein starker Temperaturrückgang um 15 und mehr Grad bis in die Nähe des Gefrierpunktes, der die Zellteilung während der Ausdifferenzierung der Knospen bzw. der Narben oder Antheren unterbricht. Dadurch starben entweder ganze Knospen ab – das ist zu erkennen am kurzen Stielchen ohne Knospe bzw. Blüte- oder die Narben (=weiblichen Organe) in der Knospe wurden durch Frost um den 16. Februar
Getreide – Einsatz von Fungiziden
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Mais – Nässe begünstigt Erdmandelgras
Erdmandelgras ist ein Sauergras, ist anfangs mit Hirsen zu verwechseln tritt vor allem auf Standorten mit regelmäßiger Überschwemmung auf weltweit gesehen eines der am schwersten zu bekämpfenden Unkräuter Graminizide (FOP-/DIM-Mittel) haben keine Wirkung gegen das Erdmandelgras konkurrenzstark, verbreitet sich vor allem in Reihenkulturen (Mais, Zuckerrüben) hohe Vermehrungsraten, in Mitteleuropa vegetative Vermehrung durch Knollen; Samen des Erdmandelgrases bilden bei uns bislang keine Keime eine Mutterknolle legt bis zu 120 Tochterknollen an Weiterverbreitung durch Bodenabtrag (Erosion) oder Überschwemmung Knöllchen haben die Größe eines Maiskorns und werden auch durch Fahrzeuge und Maschinen auf dem Feld und von Feld zu Feld verbreitet; sie haften an Erntegut und Ernterückständen; auch Feldmäuseverschleppen die Knöllchen Verbreitung mit (Kartoffel-) Saatgut möglich Biologie Erdmandelgras ist ein problematisches Unkraut, das sich besonders unter warmen und feuchten Bedingungen stark ausbreitet. Es bildet dichte Bestände und kann Kulturpflanzen stark verdrängen. Die Bekämpfung ist schwierig, da mechanische Maßnahmen oft nicht ausreichen und
Mais – Bekämpfung von Unkräutern
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Kälte und Trockenheit
N-Nachlieferung springt im Osten nicht an Kälte und Trockenheit ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist östlich der Mittelgebirge aufgrund der anhaltenden Trockenheit noch nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. Die wenigen Millimeter Regen reichten nicht aus, um den Boden soweit zu durchfeuchten, dass die N-Nachlieferung in Gang kommt. So dürfte die N- Freisetzung erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) voll anspringen. Aufgrund der guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber eine Zwischendüngung einplanen. Nach verhaltener Startgabe kam die bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch Tau fällt. Die Ausbringung erfolgt am besten gegen Abend
Getreide – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)
Die Niederschläge in der Osterwoche lassen im Westen mit den angestiegenen Temperaturen einen Stickstoffschub aus dem Boden erwarten. Dadurch steigt das Lagerrisiko. Kürzungsmaßnahmen können im Fahnenblattstadium (EC 37/49) durchgeführt werden, wenn die Ähre im Halm eine Länge von 5 bis 7 cm überschritten hat. Die Lagergefährdung eines Bestandes lässt sich im beginnenden Fahnenblattstadium anhand der folgenden Parameter überprüfen:
Wie dicht ist der Bestand bzw. welche Ährenzahl ist zu erwarten?
Wie lang können die Halme noch werden?
Wie fest sind die Halme?
Wintergerste und Roggen – Nachkürzung und Fungizide
Wintergerste im Fahnenblattstadium nachkürzen? Die erste Wintergerste hat über Ostern das Fahnenblatt geschoben oder zumindest gespitzt. Angesichts der Trockenheit im Osten und Südosten und den geringen angekündigten Niederschlägen sollte dort auf eine Nachkürzung der Gerste verzichtet werden, wenn im Fahnenblattstadium folgende Kriterien zutreffen: Geringe Bodenfeuchte in der Krume: Der Boden ist unter der Bodenoberfläche kaum dunkler als die Bodenoberfläche und rieselt trocken aus der Hand bzw. besteht aus trockenen Klumpen. Der Halm ist bis zum 3. Knoten (hochgeschobener Bestockungsknoten zählt nicht!) nicht länger als 25 cm. Das unterste Internodium ist fest. Der Bestand lässt weniger als 450 (mehrzeilige) bzw. 600 (zweizeilige Gerste) Ähren je m² erwarten. Ist der Boden im unteren Krumenbereich noch feucht bzw. sind mehr als 20 mm Regen angekündigt, sollte eine vorsichtige Stabilisierung vorgenommen werden, vor allem, um das Ährenknicken zu vermeiden. Bei höherer Ährenzahl + längerem Halm sollte auf Standorten mit derzeit noch ausreichend Wasser unter
Wintergerste – Ramularia (Ramularia collo cygni)
Das nass-kalte Wetter mit zwischenzeitlich sonnigen Abschnitten begünstigt vor allem im Süden die Ausbreitung von Ramularia. Eine Fungizidspritzung sollte gegen Ende der Schlechtwetter- bzw. zu Beginn der Schönwetterphase erfolgen. Spiroxamine in höheren Mengen greifen das Gewebe an. Auch Spritzungen mit aggressiv formulierten Wachstumsreglern sollten möglichst nicht am Morgen unmittelbar nach dem Tau erfolgen, sondern besser erst in den Nachmittagsstunden. Spritzflecken werden mit 0,12 l/ha Break thru oder 0,2 l/ha Silwet vermieden, die einen Spritzfilm auf dem Blatt statt Spritztropfen bewirken. Bekämpfung von Ramularia In Deutschland wurden zur Bekämpfung von Ramularia Folpan und Amistar Max mit dem Wirkstoff Folpet zugelassen. Folpan muss immer zusammen mit einem anderen Mittel eingesetzt werden, das entweder Prothioconazol oder Mefentrifluconazol enthält. Die Wirkung der Pyrazol-Carboxamide (Bixafen, Benzovindiflupyr = Solatenol, Fluxapyroxad) wird durch die Resistenz-Entwicklung eingeschränkt. Die Zumischung von Carboxamiden bzw. Strobilurinen ist trotzdem sinnvoll, um die Ethylen-Wirkung hinauszuzögern. Mit 160 g/ha Prothioconazol konnte Ramularia in
Schwefel- und zugleich Kalziummangel?
In einigen Pflanzenanalysen wurde eine Unterversorgung mit Kalzium und Schwefel im Getreide ausgewiesen. Beim Nachfragen handelt es sich häufig um hellere Stellen im Schlag, die sich vom restlichen Schlag durch geringere Humusgehalte und höhere (!) pH-Werte abheben.
Ursache dürfte zum einen die Gipsbildung durch die Reaktion von CaO mit dem Sulfat aus dem SSA sein. Bei geringer Verdunstung und damit eingeschränktem Massenfluss kann dadurch auf kalkhaltigen Böden Schwefelmangel trotz ausreichend hoher S-Zufuhr auftreten, da Gips weniger wasserlöslich (2 g/l) ist als SSA (761 g/l) oder Kieserit (71 g/l).
Bei geringem Wurzelwachstum und dadurch eingeschränkten Wurzelausscheidungen, die zu einem Absenken des pH in der Rhizosphäre führen, kann auch CaO bei pH-Werten über 7 vorübergehend als CaCO3 (Ca-Karbonat) festgelegt werden. In diesem Fall heißt es Nerven zu behalten und abzuwarten, dass die Bestände nach einem warmen Regen in Gang kommen.
Um die Nerven zu beruhigen, hilft eine Blattdüngung mit 10 kg/ha SSA
Sommergetreide – Herbizide gegen Gräser und Dikotyle
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Mais – Düngung im Frühjahr 2025
Ab Freitag (11.04.) werden die Bodentemperaturen über 8 °C und danach über 10 °C ansteigen. Da in der Folgezeit auch im Norden steigende Temperaturen angekündigt werden, ist die Maisaussaat ab Freitag gut möglich. Bis dahin sollten inklusive der Unterfußdüngung 70 % der vorgesehenen N-Düngung ausgebracht sein, als Gülle oder Harnstoff. Nitrat-haltige Dünger eignen sich weniger, da das Nitrat das Wachstum der unteren Blätter zulasten des Wurzelwachstums stimuliert und Stickstoff aus den unteren Blättern mit erhöhtem Energieaufwand in den Neuzuwachs umverlagert werden muss. Die restliche N-Düngung wird ab dem 4- bis 8-Blattstadium in den stehenden Maisbestand über Gülle mit Schleppschläuchen oder als Harnstoff mit Urease-Hemmer mit dem Düngerstreuer ausgebracht. Harnstoff führt anders als NH4-haltige Dünger (auch KAS) nicht zu Verätzungen des Maisblattes. Die Aufteilung der N-Düngung zu Mais ist vor allem auf Standorten mit geringem N- Nachlieferungspotential sinnvoll, auch bei ungünstiger Bodenstruktur. Da häufig Ende Mai bzw. Anfang Juni einsetzender
Winterweizen – Ertragsdüngung 2025
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Mais – Herbizide 2025
Unkräuter mit geringen Temperaturansprüchen wie Ausfallraps, Kamille, Stiefmütterchen, Ehrenpreis oder Vogelknöterich und aus tieferen Schichten keimende Unkräuter wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut laufen vor dem Mais auf und entwickeln sich bei Temperaturen unter 15 °C schneller als der Mais. Die Unkräuter konkurrieren mit den jungen Maispflanzen um Wasser und Nährstoffe. Die Maiswurzel versucht zudem, den Unkrautwurzeln und deren Ausscheidungen auszuweichen. Dadurch wird der Wurzelraum der Einzelpflanze eingeschränkt. Die Wurzelkonkurrenz beeinträchtigt die Ertragsfähigkeit der Maispflanzen stärker als die oberirdische Konkurrenz. Früh keimende Unkräuter mit geringem Temperaturanspruch und allelopathisch wirkenden Wurzelausscheidungen sind z.B. Kreuzblütler (Senf, Hederich, Raps) oder Korbblütler (Kamille). Diese müssen frühzeitig, spätestens bis zum 2-Blattstadium des Maises (EC 12) bekämpft werden. Um aber der Spätverunkrautung zu begegnen, ist deshalb ein Herbizid-Splitting angebracht. Herbizid-Splitting Anwendungstermine bis zum 3-Blatt-Stadium sind für den Mais verträglicher. Ab dem 4-Blattstadium ändert sich die Oberfläche der Maisblätter. Anstelle der bis dahin kristallischen, schlecht benetzbaren Struktur der
Zuckerrüben – Unkrautbekämpfung
In Rapsfruchtfolgen war das Triflusulfuron bis zum Vorjahr ein wichtiger Baustein und sicherte die Wirkung der Herbizidmischungen z.B. gegen Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Kamille und Vogelknöterich ab. Die Unkrautbekämpfung wird damit in den herkömmlichen Zuckerrübensorten im Vergleich zu anderen Kulturen nochmals aufwändiger und herausfordernder. Damit kommt der korrekten Terminierung der Maßnahmen nochmals eine größere Bedeutung zu: Der weite Reihenabstand, die geringe Pflanzenzahl pro Quadratmeter und die verhaltene Jugendentwicklung machen die Rüben anfällig für die Konkurrenz durch Unkräuter. Hohe Unkrautkonkurrenz führt zu starken Ertragsdepressionen. Damit ist die Bekämpfung der Unkräuter eine entscheidende Stellschraube zur Sicherung hoher Rübenerträge. Um eine angepasste Strategie fahren zu können, muss das Unkrautspektrum auf dem Schlag bekannt sein. Des Weiteren laufen die Unkräuter unterschiedlich auf, was für den Zeitpunkt der Herbizidmaßnahmen entscheidend ist: Weißer Gänsefuß läuft beispielsweise nach 120 – 150
Wintergetreide – Mehltau
Früh gesäte Wintergetreidebestände, vor dem 20.10. aufgelaufene Wintergerste und Weizensorten waren schon im Herbst stark mit Mehltau befallen. Auf den abgestorbenen Blättern sind noch braungraue Pusteln zu finden. Haben diese keine schwarzen Punkte, sind die Pusteln abgestorben und verursachen keine Neuinfektionen. Schwarze Punkte auf den abgestorbenen Pusteln, die mit den Symptomen von S. tritici zu verwechseln sind, sind „Kleistothecien“, Dauersporen, die sich durch Kälte oder Trockenheit bilden und zum Überleben des Pilzes beitragen. Temperaturen über 12 °C und Regentropfen lassen diese Kleistothecien sporulieren und bewirken Neuinfektionen auf nassen Blättern. Ist das Blatt unter den grauen Mehltaupusteln dagegen noch grün, dann können frische, weiße Mehltaupusteln aus den befallenen Zellen entstehen und zu einer Verbreitung des Pilzes beitragen. Dazu reichen bei Temperaturen über 12 °C und dauernasse Blätter. Nach dem 20. Oktober aufgelaufene Bestände sind i.d.R. befallsfrei. Die Neuinfektion muss von außen kommen. Die Konidien werden über die Luft verbreitet. Dazu
Raps – Zuflug von Schädlingen hält sich bislang meist in Grenzen
Der erste Zuflug von Stängelschädlingen erfolgte verbreitet zwischen dem 22. und 24. Februar. Dieser hielt sich aber in Grenzen, da die Bodentemperaturen selbst in den begünstigten Lagen kaum 6 °C erreichten, die für den Schlupf des Rapsstängelrüsslers notwendig sind. Angebracht war es, Insektizide gegen Rapserdflohlarven auszubringen, die sich aufgrund der Tagestemperaturen um 14 °C veranlasst fühlten, sich aus den Blattstielen auszubohren und neueinzubohren. Niedrige Bodentemperaturen regten auch in der Folgezeit Stängelschädlinge nicht zum Schlüpfen an, so dass in den Gelbschalen mit Ausnahme von Südhängen nur wenige Stängelschädlinge zu finden waren. Diese (meist Kohltriebrüssler) versteckten sich meist in den Knospen bzw. Blattachseln. Dadurch ist eine intensive Kontrolle der Rapspflanze dringend erforderlich. Wenn in mehr als 3 von 10 Rapspflanzen Stängelschädlinge zu finden sind, ist es angebracht gegen diese bis EC 51 mit Pyrethroiden vorzugehen. Vor EC 51 haben teil-systemische Wirkstoffe wie das Acetamiprid kaum Vorteile, weil kein Transport in die
Zuckerrüben – Schnecken und Rübenerdflöhe gefährden den Bestand
Schnecken Die feuchte Witterung im vergangenen Jahr begünstigte die Vermehrung von Schnecken. Deshalb ist auch in diesem Frühjahr abgesehen von den Braunen Wegschnecken mit einem verstärkten Auftreten von Ackerschnecken zu rechnen. Vor allem in Süddeutschland sind die Böden aktuell noch feucht genug für ein massenhaftes Auftreten von Schnecken in den Sommerungen. Gefährdet sind Rüben im Keimblattstadium und kurz vor dem Auflaufen. Zur Kontrolle des Befalls legen Sie nach der Saat am besten Schneckenfolien oder mit Bier getränkte Jutesäcke aus. Unter den Säcken wird Metaldehyd-haltiges Schneckenkorn verteilt, damit die Schnecken schleimen und die Spuren zu erkennen sind. Die Schadschwelle liegt bei 2 Schnecken pro Quadratmeter, also reicht bereits eine Schnecke unter einem Jutesack für die Bekämpfung aus. Es ist ratsam, sowohl den Randbefall aber auch das Auftreten von Schnecken auf klutigen und feuchten Stellen im Schlag zu überwachen. Treten nur Braune Wegschnecken auf, reicht eine Randbehandlung. Entdecken Sie Genetzte Ackerschnecken
Ackerbohnen und Erbsen – Mechanische Unkrautbekämpfung
Ackerbohnen haben eine hohe Konkurrenzkraft gegen Unkräuter, deshalb ist eine mechanische Unkrautbekämpfung durchaus Erfolg versprechend, wenn nicht gerade Gräser oder tiefwurzelnde Unkräuter ausgeschaltet werden müssen. Tiefer wurzelnde Unkräuter, wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut, lassen sich mit Hacken, nicht aber mit Striegeln bekämpfen. Ackerbohnen Mit Blindstriegeln im Vorauflauf der Ackerbohne (Striegel scharf einstellen), zweites Mal Striegeln ab 8-Blatt-Stadium (bzw. ab 5 cm Wuchshöhe, Striegel weniger scharf einstellen). Unter optimalen Witterungsbedingungen (trocken, schüttender Boden) 60 bis 80 % Wirkung gegen flach wurzelnde Unkräuter. Ein dritter Arbeitsgang bei 15 – 20 cm Wuchshöhe mit dem Striegel oder mit der Hacke erhöht die Unkrautwirkung auf 75 bis 90 %. Beschädigungen der Ackerbohne lassen sich durch Striegeln am späten Nachmittag bis in die frühen Abendstunden verringern. Körnererbsen Körnererbsen reagieren auf die mechanische Unkrautbekämpfung empfindlich. Die Restverunkrautung zur Ernte bereitet in feuchten Jahren erhebliche Probleme. Dem Blindstriegeln im Vorauflauf folgt ein weiterer Arbeitsgang im 8-Blatt-Stadium der Erbsen
Gerste und Roggen – Ertrags- und Spätdüngung
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Winterraps – Wachstumsregler und Fungizide
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Wintergetreide – Einsatzbedingungen von Wachstumsreglern
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Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsreglern im Frühjahr 2025
Die kalten, häufiger auch frostigen Nächte im Herbst sorgten dafür, dass die Getreide-, auch die meisten Rapsbestände, auch die früh schossenden und früh gesäten Weizensorten bislang noch nicht abheben. Zudem bewirkte die relativ hohe Strahlung im Februar eine Festigung des Gewebes. Somit ist das Lagerrisiko in diesem Frühjahr geringer als in den Vorjahren. Das kann sich durch feucht-milde Witterung im April/Mai noch ändern, ist aber eher unwahrscheinlich. In Beständen, die bis zum 20. März weniger als 500 kräftige Triebe (Pflanzen je m² x Triebe mit 4 und mehr Blättern) aufweisen, ist ein früher CCC-Einsatz evtl. in Kombination mit 0,5 – 1,0 l/ha Mn-Chelat oder 2 kg/ha Mn-Sulfat angebracht, um die Ährenzahl abzusichern. Durch die Trockenheit der letzten Wochen wurde Mangan im Boden wieder festgelegt, in Abhängigkeit vom pH-Wert, auch verstärkt durch den Frost, der zwischen 10 und 20 cm tief in den Boden eindrang. Die CCC-Spritzung sollte erfolgen, wenn die
Unerwartet hohe Nmin-Werte und NH4-Freisetzung aus Tonmineralen
In den Nmin-Untersuchungen werden z.T. überraschend hohe Nmin-Werte ausgewiesen, die sich auch in der Nachuntersuchung bestätigten, also nicht auf warm gewordene Proben zurückzuführen sind. Davon betroffen sind vor allem Lössstandortein Sachsen-Anhalt und Sachsen und Auenstandorte im Einzugsbereich von Lössstandorten, verstärkt Standorte mit organischer Düngung in den Vorjahren.
Von einigen dieser Standorte liegen KAK-Untersuchungen vor, die als vorherrschendes Tonmineral Illit mit einer NH4- Sättigung von 1 % der Austauschkapazität aufweisen.
In den Illiten werden Kalium und Ammonium in den Zwischenschichten fixiert, aus denen eine Freisetzung nur dann erfolgt, wenn diese Zwischenschichten durch Nässe bzw. H+-Ionen aufgeweitet werden.
Dann rutschen die in den Zwischenschichten fixierten K- und NH4+-Ionen heraus und gelangen in die Bodenlösung.
Trocknet der Boden wieder aus, schnappen sich die Tonminerale wieder einen Teil des Kaliums und Ammoniums aus der Bodenlösung und legen diese wieder fest.
Ein Teil des NH4 in der Bodenlösung wird nitrifiziert. Das Nitrat bleibt im
Wintergetreide – Generative Entwicklung
Generative Entwicklung weiter als das vegetative Wachstum Im Vergleich zu den Vorjahren ist die generative Entwicklung der Getreidebestände schneller, als aufgrund des äußeren Wachstums zu erwarten ist. Ursache ist die intensive Vernalisation im Oktober und November. Das Doppelring-Stadium trat in den vor dem 20. September aufgelaufenen Weizenbeständen bereits Ende Dezember ein. Der um den 20. September gesäte Weizen begann ab Ende Januar Ährchen zu differenzieren, wobei Sortenunterschiede zu beobachten sind: Früh gesäter Chevignon oder Complice beginnen bereits Blüten zu differenzieren, während ein zum gleichen Termin (18.09.) bestellter LG Initial derzeit das Doppelringstadium erreicht. Die früh schossenden Sorten mit frühem Ährenschieben können durch Spätfröste noch Schaden nehmen. Der Abschluss der Ährchenanlage mit dem Spitzenährchen ist in den früh gesäten Kurztagstypen ab Ende März zu erwarten, in den übrigen Sorten erst, wenn der 14-Stunden-Tag um den 5. bis 10. April erreicht ist. Für die spät aufgelaufenen Bestände verkürzt sich durch den Tageslängeneinfluss
Ackerbohnen – Anbautelegramm
Wann Ackerbohnen säen? Für die Aussaat der Ackerbohnen gilt: „so früh wie möglich!“. Sinnvoll ist eine Bestellung der Ackerbohnen, wenn durch die Aussaat keine Schäden an der Bodenstruktur entstehen und der Boden nach der Bearbeitung ablüften kann. Im Zeitraum von 3 bis 4 Tagen unmittelbar nach der Saat sollte es nicht regnen. Die Bedingungen können in der 1. Märzdekade eintreten. Ablagetiefe: 5 bis 8 cm Je später die Saat erfolgt, umso wichtiger ist, dass die Ackerbohnen sicher und vor allem gleichmäßig auflaufen. Dazu muss die Keimfähigkeit garantiert sein, aber auch die notwendige Ablagetiefe eingehalten werden. Eine Ablagetiefe von mindestens 5 bis 8 cm ist Pflicht! Damit wird nicht nur der Keimwasserbedarf gedeckt, sondern auch die spätere Standfestigkeit verbessert. Als Saatstärke haben sich 35 bis 45 keimfähige Körner je m² bei Getreideabstand (12,5 bis 15 cm Reihenweite) bewährt. Damit wird der Zielbestand von 30 bis 40 Pflanzen je m² in der
Zuckerrüben – Düngung mit Stickstoff
Abbildung
Körnererbse – Anbautelegramm
Erbsenbestände dürfen nicht lückig sein, weil dadurch die Verrankung schlechter wird und die Bestände von den Lücken aus in sich zusammenbrechen (Saatgut). Das Saatgut muss wenigstens 90 % Keimfähigkeit haben. Lassen Sie sich kein Saatgut mit weniger Keimfähigkeit andrehen, um dann dicker auszusäen: Die Lücken bleiben, dafür stehen die aufgelaufenen Pflanzen viel zu dicht. Zu eng stehende Erbsenpflanzen fallen durch den geringeren Hülsenansatz im Ertrag ab, gleichzeitig haben sie ein höheres Lagerrisiko durch die dünneren Stängel. Deshalb unbedingt langsam drillen (maximal 7 km/h) und bei pneumatischen Sämaschinen die Drehzahl im Verteiler so weit wie möglich zurücknehmen. Der Saattermin richtet sich danach, wie gut der Oberboden abgetrocknet ist und danach, ob wenigstens 2 bis 3 Tage nach der Saat mit schönem Wetter zu rechnen ist. Die notwendige Pflanzenzahl hängt vom Saattermin und vom Wasserhaushalt des Bodens ab. Untere Saatmengen auf weniger wasserspeicherfähigen Böden (unter 45 BP): 55 bis 65 Erbsenpflanzen je
Sommergetreide – Düngung
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Getreide – Herbizideinsatz im zeitigen Frühjahr
Abbildung
Zuckerrüben – Aussaat
Aussaat der Zuckerrüben Für hohe Zuckererträge ist eine frühe Rübenaussaat unter guten Bedingungen notwendig. Ziel muss ein möglichst früher Reihenschluss sein, damit die Rübe die Vegetationszeit mit hohen Assimilationsleistungen nutzen kann. Eine schnelle Jugendentwicklung sichert hohe Zuwachsraten bereits im Juni und Anfang Juli ab, bevor die Rüben infolge von Hitze im Zuwachs stagnieren und tagsüber zu schlafen beginnen. Auch in SBR-Regionen ist ein früher Zuwachs, bevor es zur Symptomausprägung kommt, entscheidend für noch ausreichende Erträge. Zu frühe Aussaat unter kühlen Bedingungen, verknüpft mit einer langen Auflaufphase kann allerdings auch zu Pflanzenausfällen durch boden- und samenbürtige Erreger, z.B. Pythium, Rhizoctonia oder Aphanomyces, führen. Die Dauerwirkung der fungiziden Beizwirkstoffe im Rampart (Penthiopyrad) und im Tachigaren (Hymexazol) reicht dann nicht mehr aus. Auch Schädlinge haben unter diesen Bedingungen leichtes Spiel, da das Tefluthrin, das aktuell als einzige insektizide Beize zugelassen ist, nicht systemisch wirkt. Deshalb kann mit der Beize ausschließlich im Boden eine
Sommergetreide – Sorten und Anbaueigenschaften
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Raps – Nachtfröste verhindern das Schlüpfen der Stängelrüssler, aber Erdflohlarven
Mit Ausnahme des Oberrheingrabens liegen die Bodentemperaturen in den oberen 5 cm des Bodens unter 3 °C. In den kommenden Tagen ist dort in dunklen, humosen Böden mit einem Anstieg auf über 5 °C zu rechnen, der allerdings für den Schlupf der Stängelrüssler nicht ausreichen wird, wenn die Temperaturen ab der kommenden Woche wieder zurückgehen werden. Mit massenhaftem Zuflug von Stängelrüsslern ist deshalb noch nicht zu rechnen. Etwas anders sieht es mit den Larven des Erdflohs aus, die durch Temperaturen über 12 °C aktiv werden, um sich aus den verkoteten Blattstielen auszubohren und darunter wieder einzubohren. In dieser Zeit ist eine Bekämpfung mit Pyrethroiden möglich, die gegen die Larven noch gut wirken. Kontrollieren Sie deshalb die Blattstiele von Rapspflanzen auf Rapserdfloh-Larven. Wenn Sie mehr als 3 Larven in schwachen Pflanzen (unter 7 mm WHD) bzw. mehr als 5 Larven in kräftigen Pflanzen mit mehr als 10 mm Wurzelhalsdurchmesser finden, ist
Getreide – Gräserbekämpfung zu Vegetationsbeginn im Frühjahr 2025
Nach Auswertungen von Agris42 wiesen 2024 immerhin 69 % der eingesandten AFU-Proben (Verdachtsproben) Resistenzen gegenüber den Wirkstoffklassen A (ACCase-Hemmer) und B (ALS-Hemmer) auf, beim Weidelgras waren es 20 %, Windhalm 6 %, Trespen 4 %, sonstige (Dikotyle) 1 %. Für die Frühjahrsbehandlung gegen Gräser stehen allerdings ausschließlich Herbizide dieser Wirkstoffklassen zur Verfügung. Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat auf Problemflächen Priorität, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Zu Beginn einer Schönwetterphase (häufig in der 2. Märzwoche*) wirken die Sulfonylharnstoffe gut, wenn der Ackerfuchsschwanz noch klein ist, die Luftfeuchtigkeit i.d.R. noch hoch ist und die Blätter weich sind. Nachtfröste bis – 3 °C in dieser Phase beeinträchtigen die Unkrautwirkung nicht, erschweren dem Getreide jedoch den Abbau der Wirkstoffe. Gut entwickelte und mit Spurenelementen versorgte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht in frostgeschädigten Beständen. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neugebildetes Blatt als Indiz für einen
Glyphosat – Aktuelle Zulassung
Die Anwendung Glyphosat-haltiger Mittel ist bis 15.12.2026 (Stand 02/25) zulässig: zur Beseitigung nicht abgestorbener Zwischenfrüchte und Altunkräuter vor der Saat von Sommerungen, die im Mulch- oder Direktsaatverfahren ausgesät werden, das gilt auch auf Flächen, die sich in den Ersosionsgefährdungsklassen Kwasser und Kwind befinden, wird vor dem Anbau von Sommerungen gepflügt, darf Glyphosat nur gegen schwer bekämpfbare Unkräuter (Ampfer, Disteln, Quecke) eingesetzt werden. In einigen Bundesländern gilt auch Ackerfuchsschwanz als schwer bekämpfbares Problemgras. Bitte beim zuständigen Amt erkundigen, das eingesetzte Mittel sollte nicht die Auflage NT 307-90 haben (siehe dazu Infobeitrag auf der Homepage). Die Anwendung Glyphosat-haltiger Mittel ist nicht zulässig: zur ganzflächigen Spätanwendung vor der Ernte, in Wasser- und Heilquellenschutzgebieten sowie in Naturschutzgebieten, Nationalparks, nationalen Naturmonumenten, Naturdenkmälern, gesetzlich geschützten Biotopen sowie Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten, auf allen anderen landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Nutzung von Glyphosat nur in besonderen Fällen möglich. Im Vorfeld des Einsatzes sind alle Alternativen des
Sommergetreide – Anbau
Der Anbau von Sommergetreide beschränkte sich bislang auf Mittelgebirgsstandorte bzw. als Alternative zu spätem Weizen oder Stoppelgetreide. Die zunehmende Herbizidresistenz von Ackerfuchsschwanz und Weidelgras zwingt uns, sich mit Sommerungen auseinander zu setzen, deren Anbau eine deutliche Verringerung des Ackerfuchsschwanzbesatzes bewirkt. Sommerungen in Winterungsfruchtfolgen einplanen Mais bietet sich als Alternative an, allerdings kommt der Anbau von Körnermais nur dann in Betracht, wenn ab Anfang Mai bis Ende September (erster Nachtfrost) wenigstens 1.600 °C-Tage (über 6 °C) erreicht werden. Silomais erfordert 1.450 °C- Tage. Allerdings muss vor dem Anbau die Verwertung geklärt werden (Fütterung, Biogasanlage). Ackerfuchsschwanz kann im Mais zum einen mechanisch oder mit Glyphosat vor der Saat und im Nachauflauf mit den stärksten ALS- Hemmern (Foramsulfuron, Nicosulfuron) bekämpft werden. Auch das Tembotrione (Laudis) hat eine Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz. In Leguminosen wie Ackerbohnen und Körnererbsen kann gegen AFU und Weidelgräser mit Aclonifen (Bandur, Novitron) evtl. + Prosulfocarb (Boxer) bzw. im Nachauflauf mit
Getreide – Übersicht Fungizide 2025
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Raps – Frühjahrsbehandlung mit Azolen als Wachstumsregler & Fungizid
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Getreide – Gräserherbizide zur Frühjahrsanwendung 2025
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Raps – Steckbrief Korvetto
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Raps – Herbizideinsatz im Frühjahr
Ungrasbekämpfung mit Propyzamid im Frühjahr Eine Reihe von Rapsbeständen wurden im Herbst nicht mehr mit Propyzamid (im Kerb, Groove, Credence,Milestone) gegen Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser behandelt. Das Propyzamid hat eine hohe Persistenz im Boden und sollte auf Standorten mit längeren Trockenphasen bis spätestens Ende Februar gespritzt werden, wenn der nachfolgende Weizen noch im September gesät werden soll. Kerb flo (Credence, Groove): Mit 1,25 l/ha werden Ausfallgetreide und flach keimende, auch noch nicht aufgelaufene Gräser wie Windhalm, Hirsen, Flughafer, Jährige Rispe, mit 1,5 l/ha Trespe sowie mit 1,8 l/ha auch Ackerfuchsschwanz, Weidelgras, Vogelmiere und Ehrenpreis erfasst, wenn die Ungräser nicht zu tief wurzeln. Gegen bestockten, schon tiefer wurzelnden Ackerfuchsschwanz können 1,5 l/ha Focus Ultra + 1,5 l/ha Dash zugemischt werden. Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz muss Focus Ultra auf 2,5 l/ha + 2,5 l/ha Dash erhöht werden. Die Zumischung von Focus Ultra erfordert, dass tagsüber wenigstens 8 °C herrschen und danach kein
Wintergetreide – Herbizide zur Frühjahrsanwendung 2025
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Wintergetreide – Düngerplanung
Startgabe Die Form der Startgabe (N1) zu Getreide sollte sich an der Bestandesentwicklung orientieren. Phosphor wird am effektivsten im Herbst in den Boden eingearbeitet. Die Ausnutzung des im Herbst gedüngten Phosphors ist um mehr als das 3-fache besser, als wenn Phosphor im Frühjahr obenauf gestreut wird. Nachdem die DAP-Düngung im Herbst zu Weizen (Roggen, Triticale) nicht mehr zulässig ist, ist die P-Frühjahrsdüngung auf Standorten mit pH-Werten über 6,3 sinnvoll. Ein Teil des im Frühjahr gedüngten Phosphors geht durch die SSA-Düngung besser in Lösung, der Rest des als Ca-Phosphat festgelegten Phosphors wird durch SSA im Herbst oder im kommenden Frühjahr wieder in Lösung gebracht. Kalium wurde auf Böden mit weniger als 6 % Ton aus der Krume gewaschen. Auf stark sandigen Böden (unter 3 % Ton) ist deshalb eine K-Düngung im Frühjahr zu empfehlen. Mit 200 kg/ha Kornkali werden 12 kg Mg und 10 kg Schwefel gedüngt. Illit-reiche Standorte enthalten Ammonium
Raps – Schädlingsbekämpfung und Insektizideinsatz
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Getreide und Raps – Schwefeldüngung im Frühjahr 2025
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Getreide und Raps – Stickstoffdüngung im Frühjahr 2025
Die Mehrzahl der Bestände sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Bestände haben oft erst das 4-Blattstadium, ab Anfang November gesäte erst 2 bis 3 Blätter gebildet. Bei der Wahl der Stickstoffform müssen die Bestandes- und Wurzelentwicklung, der Nitratgehalt im Wurzelraum, die Bindigkeit des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit, der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im Getreide werden durch Nitratdünger die Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und erst verzögert wieder reduziert. Durch die höhere Konkurrenz in der frühen Schossphase leidet die Ausbildung der produktiven Ähren. Zudem wird überschüssiges Nitrat
Stickstoff im Boden im Frühjahr 2025
Nährstoffauswaschung Ausgesprochen nass war es im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres im Norden, südlich der Donau und im Westen Deutschlands. Aber auch in den Trockengebieten fielen mehr Niederschläge als normal. Die Niederschlagsmengen bewirkten, dass die sandigen Böden in ganz Deutschland mit Wasser gesättigt sind. In Norddeutschland wurden die Sandböden mehrfach durchgespült, so dass dort Nitrate, Sulfate und auch Kationen mit geringer Bindung wie Magnesium, Kalzium auch Ammonium und Kalium ausgewaschen wurden. Nitrat dürfte auch aus den lehmig-tonigen Böden in Niederbayern und in den Marschen in Norddeutschland verlagert worden sein, kann aber kapillar wieder in den Wurzelraum aufsteigen. Die guten Böden in den Regenschattengebieten im Südwesten, in Franken oder in den Börden Ostdeutschlands sind trotz der Niederschläge erst zu 70 bis 90 % wassergesättigt. Dort hat noch keine gravierende Nährstoffauswaschung stattgefunden. Nachdem auch freier Kalk mit der Bodenlösung verlagert wurde, lagen nicht genug Ca-Ionen vor, um Schwefel als Gips zu
Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen
Mit welchem Landwirt Sie über das Rübenjahr 2024 sprechen, das Fazit fällt sehr unterschiedlich aus. Noch nie waren die Ertragsunterschiede größer als in diesem Jahr. Die Bandbreite der Erträge reicht von katastrophalen 20t/ha bis zu noch nie da gewesenen 130 t/ha. Selbst bei Landwirten innerhalb einer Gemarkung können die Ertragsunterschiede 40 t/ha betragen. Doch wie kam es dazu und was können wir aus diesem höchst interessanten Jahr für den Rübenanbau lernen? Dazu muss man den Entwicklungsverlauf noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Bodenstruktur Unterschiede fallen bereits bei der Bodenbearbeitung und der Etablierung der Zwischenfrüchte im Sommer 2023 ins Auge. Wem es trotz der verbreitet nassen Bedingungen gelungen war, mit Hilfe der Bodenbearbeitung eine gute Bodenstruktur zu schaffen und diese durch einen homogenen Zwischenfrucht-Bestand zu stabilisieren, hatte einen entscheidenden Vorteil. Denn im Winter und Frühjahr konnte sich die Struktur aufgrund des vielen Regens nicht mehr verbessern. Der milde Winter mit
Zuckerrüben – Sortenempfehlungen für 2025
Das Jahr 2024 stellte eindrücklich unter Beweis, welche Rolle die Sortenwahl im Zuckerrübenanbau spielt. Die Unterschiede in der Cercosporatoleranz waren in vielen Regionen beeindruckend. Aber auch in Sachen SBR/Stolbur konnten wir einige neue Erkenntnisse gewinnen. Konventionelle Sorten Standardsorten Auf Standorten ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall können die aktuell ertragsstärksten Sorten angebaut werden. Sorten mit hohen Zuckererträgen haben meist auch eine gute Cercosporatoleranz, was zum einen ein Resultat des höheren Cercosporadrucks der letzten Jahre ist, zum anderen läuft die intensive Fungizidvariante seit diesem Jahrnicht mehr in die Sortenleistungsprüfung des IFZ mit ein. Sorten, die unter diesen Bedingungen sehr hohe Zuckererträge liefern, sind Ludovica, BTS 2030 und Annedora. Aber auch Jellera und St Rotterdam kommen auf ein gutes Niveau (siehe Tabelle 151). Ist das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt, muss der Fokus auf dem Zuckergehalt der Rüben liegen, um dennoch zufriedenstellende Erträge zu erzielen. Unter diesen Bedingungen sind
Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht
Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft
Silomais 2024 – Nach schlechtem Start doch meist noch gute Erträge
Trotz ungünstiger Startbedingungen lagen die Silomaiserträge bundesweit doch noch auf hohem Niveau, wenn die Bestände nicht unter Staunässe zu leiden hatten. 2024 wurde die Aussaat zum Geduldsspiel Die nassen Voraussetzungen im Frühjahr 2024 weckten schon Erinnerungen an die zurückliegende Maissaison 2023. In beiden Jahren erstreckte sich die Aussaat über ein sehr breites Zeitfenster von Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Juni (!) im Nordwesten, was zu unterschiedlichen Entwicklungs- und Reifeszenarien führte. Aufgrund der schwierigen Bedingungen war es auch gerade in diesem Jahr entscheidend, einen zügigen, gleichmäßigen Feldaufgang mit sicherer Jugendentwicklung bis zum 4- bis 6-Blatt-Stadium zu realisieren. Vorwiegend waren in diesem Jahr frühere Saattermine bis Anfang Mai von Vorteil, vorausgesetzt eine Aussaat war überhaupt möglich. Die Spätsaaten ab Mitte Mai litten stärker unter dem nasskalten Juni. Frühgesäte Bestände bekamen bis dahin in ihrer Jugendentwicklung schon mehr Sonne und Wärme ab. Was zeichnet ein gutes Saatbett aus? Sichere, gleichmäßige Feldaufgänge setzen
Silomais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen
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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung
Die diesjährige Ernte wird vielen Körnermaisbetrieben in positiver Erinnerung bleiben. Nicht selten wurde über Rekorderträge aus unterschiedlichsten Körnermaisregionen berichtet. Die frühen Saattermine ab Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Mai im Nordwesten Deutschlands waren den späten Saatterminen im Ertrag und TS-Gehalt überlegen. Die früh gesäten Bestände liefen zügig auf und hatten zu Beginn ihrer Entwicklung ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung für eine sichere Bestandesetablierung. Besonders späte Genetik (FAO > 260) profitierte von der guten Belichtung in der frühen Jugendentwicklung bis zur Anlage der Fahne im 4- bis spätestens 6-Blatt-Stadium. Die hohe Einstrahlung wirkte sich nicht nur positiv auf die generativen Ertragsanlagen (Kolben und Fahne) aus, sondern war auch verantwortlich für einen optimalen Blüh- und Kornfüllungsverlauf. Spät gesäte Bestände litten dagegen nicht selten unter der langen Auflaufphase und den kühlen Bedingungen in der frühen Jugend im Juni. Der sehr warme Juli und August glich den Entwicklungsrückstand später gesäter Maisbestände wieder aus. Dennoch
Körnermais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen
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Wintergetreide – Einsatz von Bodenherbiziden vor Winter
Sofern befahrbar, bieten feuchte Böden gute Voraussetzungen für die Applikation von Bodenherbiziden im gerade aufgelaufenen Wintergetreide. Allerdings schränken Nachtfröste den kulturverträglichen Herbizideinsatz ein: Die Boden-Wirkstoffe Flufenacet und Chlortoluron (falls zugelassen) können im frühen Nachauflauf auch bei vorausgegangenem und/oder angekündigtem leichten Frost (bis – 4 °C) eingesetzt werden*). Carotinoid-Synthese-Hemmer Diflufenican (z.B. Brodal, Diflanil, Carmina, Herold, Trinity), Beflubutamid (Beflex), Picolinafen (z.B. Pontos, Quirinus) können bei leichtem Nachtfrost bis – 2 °C noch gespritzt werden. Auf die Zumischung von Prosulfocarb zur Unterstützung der Gräser-Wirkung des FFA sollte man bei niedrigen Temperaturen auf jeden Fall verzichten. Auch das Flumioxazin-haltige Sumimax darf nur bei frostfreier Folgewitterung gespritzt werden. ALS-Hemmer mit Mefenpyr als Safener (Atlantis) sollen nicht gespritzt werden, wenn mit Nachtfrösten zu rechnen ist. Dagegen können ACCase-Hemmer mit Cloquintocet als Safener (Axial, Traxos) auch vor Nachtfrösten bis – 5 °C ausgebracht werden. Dadurch steigt sogar die Wirkungssicherheit gegen Ackerfuchsschwanz (Nikolaus-Spritzung). Ebenfalls wirkungssicher und kulturverträglich ist
Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen
Auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz-, Trespen- oder Weidelgras-Problemen kann im Raps auf Propyzamid-haltige Produkte zurückgriffen werden. Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb Flo oder Milestone greift, wie das Pendimethalin, in die Zellbildung empfindlicher Pflanzen ein. Als Microtubuli-Hemmer wird es in der HRAC Gruppe 3 (früher HRAC Gruppe K) eingereiht. Damit hat Kerb Flo eine völlig andere Wirkungsweise als die im Getreide gebräuchlichen ACCase-Hemmer, ALS-Hemmer oder Harnstoffderivate und trägt somit zur Verringerung des Resistenzrisikos der Ungräser bei. Besonders aufgrund des drohenden Flufenacet-Wegfalls kommt dem Propyzamid eine noch größere Bedeutung im Resistenzmanagement zu. Wirkungsweise Der Wirkstoff verteilt sich bis 2 cm tief im Boden und wird vorwiegend über die Wurzel aufgenommen. Feuchtkühle Witterung erlaubt die Wirkstoffaufnahme bei gleichzeitig verlangsamtem Wirkstoffabbau. Aus diesem Grund sollte die Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 °Celsius erfolgen. Eine frühe Spritzung bei höheren Temperaturen kann zu Wirkungsminderungen führen, aber auch eine zu späte Spritzung im Frühjahr, wenn die
Raps – Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz auf Problemstandorten
Ab der kommenden Woche (ab dem 24.11.) sollen die Temperaturen tagsüber noch einmal auf über 12 °C ansteigen. Damit ist es für die Kerb-Spritzung noch zu warm.
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Herbizid-Resistenzen
Herbizid-Resistenzen sind nicht mehr nur auf einzelne Regionen begrenzt. Durch den überbetrieblichen und inzwischen auch überregionalen Einsatz der Erntetechnik werden resistente Unkräuter immer mehr verbreitet. Bislang muss mit folgenden Resistenzen von Unkräutern gerechnet werden: Ackerfuchsschwanz reagiert bei uns auf den meisten Standorten nicht mehr auf auf FOP-Mittel, aber meist noch auf DIM-Mittel. Wo FOP-Mittel noch wirken, wirkt auch das Broadway im Frühjahr. Das FFA wirkt auf den meisten Standorten noch sicher. Die Wirkung des FFA wird durch die Zumischung von Boxer oder Aclonifen bzw. auch das Picolinafen unterstützt. Im Raps wirken sicher Metazachlor (nur auf keimenden AFU), Kerb (Milestone) und DIM-Mittel. Windhalm wird verbreitet durch ALS-Hemmer nicht mehr bekämpft. Am sichersten wirken über den Boden Beflubutamid + FFA, Flumioxazin + FFA. Im Nachauflauf haben DEN-Mittel Axial (Traxos) im Getreide noch eine gute Wirkung, im Raps reicht meist schon Metazachlor/Dimethachlor, FOP, Kerb (Milestone). Auch bei Trespen wurde vereinzelt ALS-Resistenz nachgewiesen, unterschiedliche
Phosphor-Bedarf sicherstellen
Wärme und Trockenheit ab Mitte Oktober haben den bereits bestellten Beständen zu einem guten Start verholfen, solange man nur den Spross betrachtet. Die Wurzeln dieser Bestände schauen dagegen eher mickrig aus. Das dürfte auch bei den in diesem Zeitraum bestellten Beständen der Fall sein, wenn die nass-kalten Bedingungen anhalten. Sollten dann noch winterliche Bedingungen herrschen, geraten die Pflanzen in ein Dilemma: Keine Wurzel, kein Wachstum; kein Wachstum, keine Wurzel. Das kann sich im Frühjahr lange hinziehen, vor allem in der Wintergerste. Momentan heben sich trotz ausreichender P-Versorgung im Boden in unseren Versuchen bereits die mit DAP gedüngten Parzellen gegenüber den nicht gedüngten Parzellen ab. Aus den Schlagkarteiauswertungen und aus der Literatur ist abzuleiten, dass eine Ertragswirkung der zur Aussaat gegebenen P-Düngung auch bei guter Versorgung zu erwarten ist, wenn schlechte Bodenstruktur (= geringe Durchwurzelbarkeit) und Nässe (= O2-Mangel) die P-Aufnahme behindern. Trockenheit und niedrige Temperaturen setzen die P-Aufnahme um gut
Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula
Seit Anfang November ist verstärkt Mehltau in der Wintergerste zu beobachten. Milde Temperaturen in Kombination mit hohen Luftfeuchten begünstigten die Infektionen. Insbesondere in den früh gedrillten, dichten Wintergerstenbeständen breitete sich der Mehltau explosionsartig aus. Diese Bestände präsentieren sich bereits von weitem durch hellere bzw. gelblicher statt sattgrüner Farbe. Bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die weißen Pusteln auf den Blättern. Regenfälle unterbrachen verbreitet in der letzten Septemberdekade die Aussaat der Wintergerste. Die erst Anfang Oktober gedrillten Bestände weisen vereinzelt Mehltau- oder auch Zwergrost-Symptome auf. Sobald die Temperaturen anhaltend unter 15 °C sinken, wird sich der Mehltau nicht weiterentwickeln. Bleibt es dagegen mild und sind noch Tage mit 15 bis 18 °C angesagt, bleibt der Mehltau aktiv. In der Regel können kräftige Wintergersten den Mehltaubefall im Herbst ohne Ertragseinbußen aushalten, da im Frühjahr neue, gesunde Blätter gebildet werden können. Auf Typhula-Standorten bilden die abgestorbenen Mehltau-Läsionen auf den Blattscheiden eine Eintrittspforte für
Nässe im Herbst bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen
Im Nordwesten (westlich der A7, nördlich der A4) sind die Böden verbreitet übersättigt mit Wasser. Jeder Millimeter mehr wird zu einer Verschlechterung der Ausgangslage im Frühjahr beitragen. Dort ist mit niedrigen Nmin-Werten im Frühjahr zu rechnen. Im Nordosten mit Ausnahme der Küstenstandorte und Vorgebirgslagen warten die Böden noch auf Regen. Die Bördestandorte können auch noch 60 bis 100 mm Regen bis zur Sättigung aufnehmen. Die Nmin-Werte werden sich auf den besseren Böden im normalen Bereich bewegen, auf den sandigen Böden niedriger sein, wenn es in der Folgezeit mehr als 60 mm regnen sollte. Im Süden sind die Böden mit Wasser nahezu gesättigt, in einigen Gebieten auch schon übernass. Dies zeigt sich an den Aufhellungen der Gerste in den doppelt bearbeiteten Teilbereichen. Weiterer Regen wird auch dort zu einer verstärkten Nitrat-Verlagerung führen. Niedrige Nmin-Werte in der Krume, das bedeutet auf Sandböden weniger als 10 kg/ha Nmin, auf Lehmbödenunter 20 kg/ha in
Silomais – Sorten für den Frühbezug 2025
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Körnermais – Sorten für den Frühbezug 2025
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Auswirkungen der Nässe auf das Frühjahr 2025
Wassergesättigte Böden im Westen, Norden und Süden Westlich der früheren innerdeutschen Grenze, in Schleswig-Holstein und im westlichen Mecklenburg sowie südlich des Mains sind die Böden derzeit verbreitet das zweite Jahr nacheinander mit Wasser gesättigt. Durch eine ähnliche Situation im Jahre 1981/82 wurden die Böden durch die Rübenroder stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachwirkungen waren noch bis 1996/97 zu spüren. Ab Ende Dezember 1996 drang der Frost selbst in Westdeutschland über 1 m tief in den nassen Boden ein und beseitigte die Strukturschäden. Die Körnermais- und Zuckerrübenernte wird in diesen Gebieten noch zu einer Herausforderung. Ob danach überall Getreide gesät werden kann, ist mit einem Fragezeichen versehen. Wie wirkt sich Nässe auf den Boden aus? Wasser allein ist nichts Schlimmes. Ausreichend Bodenfeuchte ist notwendig, damit die Biologie im Boden funktioniert und Pflanzen wachsen können. Feuchtigkeit verhindert Staubbildung und Winderosion. Feuchte ist auch notwendig, damit sich die feinsten Bodenpartikel ausrichten und zu
Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren
Durch die Ernte von Silomais und den ersten Zuckerrüben wurden Blattläuse aufgescheucht und sind jetzt verstärkt auch in den frisch aufgelaufenen Pflanzenbeständen bzw. im Ausfallgetreide zu finden. Trotz der Nässe springen auch Zikaden herum. Latenter bis deutlich erkennbarer Befall mit Verzwergungsvirosen trat im Frühjahr verbreitet auf. Kontrollieren Sie deshalb Ausfallgetreide und Zwischenfrüchte mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs auf Blattläuse und Stoppelfelder sowie neu bestellte Felder auf umherspringende Zikaden. Anzeichen für Verzwergungsvirosen: Einzelpflanzen, die von der Spitze her vergilben oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und oft übermäßig stark bestocken. Das Herzblatt kommt kaum heraus. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern prall wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern. Das Virus-Risiko mit dem Weizenverzwergungsvirus ist höher östlich der Linie Schwerin – Erfurt – Würzburg und zieht sich über Hohenlohe rüber in das Rhein-Main-Gebiet.
Winterweizen – CTU-Sortenverträglichkeit
Der Wirkstoff Chlortoluron wird aufgrund der Kerbel- und Kornblumenwirkung und der Unterstützung der Wirkung von FFA gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser wieder häufiger eingesetzt. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Weizensorten diesen Wirkstoff gleich gut vertragen. Von Wintergerste, -roggen und Triticale sind keine Einschränkungen bekannt. Nach Angaben des Herstellers (Nufarm) vertragen die nachstehend aufgeführten Sorten den Wirkstoff CTU schlechter bis nicht gut:
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Mais – Neue Sorten
Silomais: LG 31.215 (S 200/K 210) Einfachhybride, frühe Doppelnutzungssorte, Zulassung BSA 2024 zügige Jugendentwicklung für Grenzstandorte sowie Höhenlagen blatt- und stängelgesund mittellange, standfeste Pflanze mit gleichmäßigem, tiefen Kolbensitz gute GTM-Erträge bei hohem Stärkegehalt und guter Verdaulichkeit DKC 3144 (S 200) Hartmaisähnliche Neuzüchtung sehr gute Jugendentwicklung frühe Blüte für Grenzlagen bei guter Umweltstabilität (Trockenheit und Nässe) sehr gesunde, standfeste Sorte große Restpflanze mit länglichen Kolben sehr hohe GTM –, Stärke- und Biogaserträgen P83224 (S 240) Reiner Zahnmais aus Silomaiszuchtprogramm ansprechende Jugendentwicklung mittlere Blüte im 240er Bereich gutes Staygreen-Verhalten, vor allem auf besseren Böden massiger Typ mit sehr hohen GTM Erträgen mittlerer Stärkegehalt sowie mittlere Verdaulichkeit KWS Lupollino (S 250) massiger Zwischentyp standfest bei mittlerer Kolbenhöhe gute Blatt- und Stängelgesundheit ausgeprägtes Staygreen Silomais mit Druschoption sehr hohe GTM bei durchschnittlichen Energieerträgen und Verdaulichkeit P82703 (ca. S 250) großrahmiger Massentyp hoher Kolbensitz, trotzdem standfest sehr hohe GTM- und Biogaserträge gute Restpflanzenverdaulichkeit sehr gutes
Biogas-Mais-Sorten für den Frühbezug 2025
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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst
Die Rapsbestände wachsen in diesem Jahr stark auseinander. Die ersten Bestände wurden aus Angst vor dem Erdfloh bereits um den 15. August gesät. Diese Pflanzen erreichen bereits das 8-Blattstadium und müssen dringend gestaucht werden, wenn das nicht schon erfolgt ist. Einige Sorten wie Ambassador beginnen bereits im Überlappungsbereich den Stängel zu bilden. Der letzte Raps wurde erst zu Beginn der vergangenen Woche um den 9. September gesät. Dieser lief recht zügig auf und ist aktuell im 2-Blattstadium. Es gibt auch Rapsbestände, die in der Trockenheit Ende August ganz unterschiedlich aufgelaufen sind. Die am weitesten entwickelten Rapspflanzen haben inzwischen sechs Blätter und müssen dringend gekürzt werden, während die zuletzt aufgelaufenen Pflanzen inzwischen zwei Laubblätter bildeten. Die Rapspflanzen treiben sich gegenseitig hoch, wenn sich die Blätter berühren. Deshalb neigen enger stehende Pflanzen in dichten Beständen stärker zum vorzeitigen Schossen. Hat der Raps gegen Ende des Langtages (20.09.) bereits sechs und mehr Blätter
Wintergetreide – Beizung
Der Anteil von Saatgutproben mit Flugbrand in Gerste und Weizen, auch von Steinbrand im Weizen, nahm in den letzten Jahren beständig zu. Damit wurde der Eindruck auf den Feldern bestätigt. Betroffen sind nicht nur Bio-Betriebe. Die Beizung insbesondere gegen Brande ist eine effektive, vor allem punktgenaue Pflanzenschutzmaßnahme. Unterbleibt die Beizung, ist eine spätere Bekämpfung von Branden mit Fungiziden nicht mehr möglich. Zudem werden durch die Beizung auch eine Reihe von anderen saatgut- oder bodenbürtigen Krankheiten eingedämmt, wenn nicht sogar unterbunden, wie Schneeschimmel, Fusarien-Arten, Septoria-Arten, Drechslera-Arten oder Rhynchosporium. Beizwirkstoffe kontaminieren nur das Saatgut und werden bestenfalls in den daraus erwachsenden Pflanzenteilen bzw. im Beizhof um das Samenkorn verbreitet, während sich der Spritznebel in der Umgebung der Zielobjekte verteilt.
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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung
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Winterweizen – Ertragsaufbau
Einteilung nach dem Schossverhalten Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im Frühjahr begrenzt. Deshalb müssen sie auf Standorten mit spätem Vegetationsbeginn (ab 3. Märzdekade) so früh gesät werden, dass sie vor Winter voll bestocken. Spätschossende (Langtags-) Typen können im Frühjahr noch gute Nebentriebe bilden und deshalb noch spät bestellt werden. Bei früher Saat besteht das Risiko, dass sie zu stark bestocken und Nebentriebe zu spät reduzieren. Sehr spät schossende Langtagstypen können sehr früh (vor dem 20.09.) bestellt werden, da sie auch bei langer Vegetation im Herbst nicht vor Winter zu schossen beginnen. Dafür eignen sich vor allem (standfeste) Korndichte- oder Bestandesdichte-Typen wie LG Atelier, SU Selke oder Argument mit geringer Anfälligkeit für frühe Blatt- und Halmbasiskrankheiten. Einstufung nach dem Ertragsaufbau EÄ: Einzelährentyp EÄ-TKG: Einzelährenertrag über hohes TKG KOMP: Kompensationstyp EÄ-KZÄ: Einzelährenertrag über Kornzahl je Ähre BD: Bestandestyp KD: Korndichtetyp KD-BD: Korndichte über hohe
Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten 2024
Exsal (E) Protein 6, stabile, hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, KOMP, begrannt, mittelfrüh, standfest, wenig anfällig für HBV, blattgesund, wenig anfällig für Fusarien (Note 3), Maisweizen Absolut (A) Protein 6, sehr stabile, mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, EÄ, weniger winterhart, sehr früh, lang (AFU-Unterdrückung), trotzdem standfest, gesund, mittelanfällig für Fusarien (Note 5) SU Magnetron (A) Protein 6, hohe, aber weniger stabile Fallzahl, Ertrag 7/6, KD-KZÄ, kleinkörnig, früh, sehr standfest, gesund, Fusarien Note 5 Ambientus (A) Protein 6, stabile, sehr hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-Typ, mittelspät, etwas lageranfällig, gesund, Fusarien Note 4 Polarkap (A) Protein 5, stabile, mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 7/6, BD-TKG-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, blattgesund, Fusarien Note 4 LG Kermit (A) Protein 4, stabile, hohe Fallzahl, Ertrags 7/7, KOMP-Typ, mittelspät, kurz, sehr standfest, wenig anfällig für Halmbasiskrankheiten, blattgesund außer DTR (Note 5), Fusarien Note 5 Optimist (A) Protein 3, stabile, hohe Fallzahl, Ertrag Note 7/7, KOMP, winterhart,
Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen
Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn neue Weizensorten (Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, u.a.) mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium für die Einstufung und Bezahlung des Weizens. Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den erreichbaren Proteingehalt unter restriktiven Bedingungen bei der Düngung berücksichtigen müssen. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass immer weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird. Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt: Kornertrag (dt/ha) x Proteingehalt (%) x 0,85 (% TM im Korn) = Proteinertrag (kg/ha); z.B. 100 dt/ha x 12,2
Winterweizen – Saatstärke
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Winterweizen – Sortenübersicht 2025
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Roggen – Sortenübersicht 2024
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Triticale – Sortenübersicht 2024
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Winterroggen – Saatstärke
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Wintergerste – Sortenwahl 2024
Die Wintergerstenerträge lagen in diesem Jahr deutlich unter den Vorjahren, brachen aber weniger stark ein als die Erträge von Raps, Weizen oder Roggen. Über alle Regionen zeichnet sich ab, dass die Erträge auf leichten, durchlässigen Böden weniger stark litten als auf weniger durchlässigen Böden. Die Kulturen standen von Oktober bis März in der Nässe im Boden. Sauerstoffmangel bzw. Kohlendioxid-Überschuss bewirkten den Abbau von Feinwurzeln, darunter litt vor allem die Cytokinin-Produktion. Dadurch war in diesem Jahr auch häufiger Schwarzbeinigkeit zu beobachten. Ähnlich wie Verticillium im Raps entwickelt sich die Schwarzbeinigkeit stärker, wenn die Wurzelbildung eingeschränkt ist. Es kommt zum Wettlauf zwischen der Entwicklung bzw. Regeneration der Wurzel und der Ausbreitung der Krankheiten an der Wurzel. Als zweiter Faktor kam der Nachtfrost vom 22. auf den 23.04. hinzu, der verbreitet zur Schartigkeit führte. Davon betroffen waren vor allem Bestände, die zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Ährenschieben waren. Auf den reinen Sandstandorten
Wintergerste – Kurzbeschreibung zweizeiliger Sorten 2024/25
Die neuen zweizeiligen Wintergerstensorten lassen einen deutlichen Ertragssprung gegenüber älteren Sorten erkennen. Trotzdem finden ältere Sorten immer noch ihre Liebhaber. Sandra, California und KWS Somerset sind nach Bordeaux die vermehrungsstärksten zweizeiligen Wintergerstensorten. Bordeaux fiel in den diesjährigen LSV regelmäßig im Ertrag ab, wenn die 1. Fungizidmaßnahme zu spät durchgeführt wurde. Alle angeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen GMV Typ 1. Unter den in den letzten Jahren zugelassenen Sorten heben sich die folgenden Sorten heraus. Almut (SZ Bauer) für extensive Bestandesführung im Südwesten früh schossende, mittelfrühe Sorte mit hoher Ährenzahl und hohem TKG standfest, geringe Neigung zum Halm- und Ährenknicken wenig anfällig für Mehltau, Netzflecken und Rhynchosporium aber anfälliger für Zwergrost und vor allem Ramularia (eingeschränkte Empfehlung) 700-900 Zielähren mit 250-300 Pflanzen/m² Arthene (SZB Polska, IG) extensive Bestandesführung trockentolerant später schossende, späte Sorte mit hoher Ährenzahl und sehr hohem TKG sehr standfest, ausgesprochen strohstabil, kann ohne Wachstumsregler auskommen sehr anfällig für
Wintergerste – Kurzbeschreibung mehrzeiliger Sorten 2024/25
SY Loona (Hybridsorte, Syngenta, EU-Sorte) 2024 ertragsstärkste Wintergerstensorten mit hoher Konstanz in den LSV kommt auch mit Hitze zurecht fiel aber in Derenburg (Löss-Standort) im Ertrag trotz hoher Ährenzahl im Ertrag ab Vorteile auf sandigen Böden, aber auch auf kittigen, kalten Böden und in Höhenlagen zügige Massenentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung spätes Ährenschieben, spätreifer Ährentyp mit hoher Kornzahl/Ähre nicht ganz standfest, Neigung zum Ährenknicken, aber besser als Galileoo insgesamt gesunde Sorte ohne erkennbare Schwächen nicht zu früh säen Gerste für den Anbau nach Körnermais optimale Ährenzahl: 450 – 550 Ähren/m² mit 140 – 170 Pflanzen/m² Esprit DSV Standardsorte auf weniger guten Gerstenstandorten auf leichteren Böden ertragssicher mit hohem HLG geringere Erträge, wenn kühle, feuchte Witterung + hohes N-Niveau, die Nebentriebreduktion und Kornbildung verzögern, Folge geringeres HLG gute Massenentwicklung, lang, dadurch gute AFU-Unterdrückung normal schossender, aber später reifer EÄ-Typ mit hoher KZÄ Lageranfälligkeit erfordert zweimalige Kürzung, geringe Neigung zum Ährenknicken
Raps – Herbstdüngung
N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.
Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
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Raps – Aussaat 2024
Bodenbearbeitung Durch die Starkniederschläge sind die Böden z.T. stark eingeschlämmt, d.h. auch Tonteilchen wurden verlagert. Schimmern sandig-schluffige Böden mit weniger als 15 % Ton nach Regen an der Oberfläche hellgrau oder glänzen gar silbrig bzw. hat sich über der Krumensohle eine dünne Schicht mit eingeschwemmter Erde gebildet (Spaten!), ist es angebracht vor Raps zu pflügen, um verlagerte Tonteilchen wieder hochzubringen. Das gilt vor allem für Böden mit zu niedrigen pH-Werten. Die Pflugtiefe muss aber der Bodenfeuchte angepasst werden bzw. die Bearbeitung darf im feuchten Boden nicht auf volle Krumentiefe erfolgen, um im kommenden Jahr die aktuell kaum zu vermeidende Schmiersohle unter den Scharen unterfahren zu können. Um Strohmatten zu vermeiden, sollte vor dem Pflügen das Stroh mit dem Grubber (oder zur Not auch mit der Scheibenegge) am besten in 2 Schritten, um keine Brocken zu produzieren, ca. 15 cm tief eingearbeitet werden. Nach jedem Bearbeitungsgang muss rückverfestigt werden. Hinter dem
Raps – Insektizideinsatz im Herbst
In diesem Herbst ist Raps-Saatgut gebeizt mit Cyantraniliprole (Lumiposa) und Flupyridafurone (Buteo Start) zu beziehen. Pyrethroide (Erdfloh, Blattläuse, Kohlmotten), Carnadine (Acetamiprid) und Teppeki (gegen Blattläuse) sind als Spritzmittel zugelassen. Eine Notfallzulassung gegen Erdfloh haben Exirel (ab EC 10) bzw. Minecto Gold (ab EC 14) mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole. Mittel mit diesem Wirkstoff dürfen nur einmal gespritzt werden. Virusrisiko durch den Anbau von TuYV-toleranten Rapssorten einschränken. Frühsaat: Beizung mit Lumiposa gegen Kohlfliegen. Spätsaat: Beizung mit Buteo Start gegen Erdfloh (Wirkung bis 2-Blattstadium). Brocken vermeiden, eventuell vor der Saat walzen, um den Erdflöhen weniger Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Kontrolle des Erdflohbefalles (+ Kohlmotten + Rübsenblattwespen) ab dem 3. Tag nach der Saat nach 21 Uhr (Taschenlampe) vornehmen. Pyrethroide bei mehr als 10 % der Pflanzen mit Lochfraß bzw. massenhaftem Auftreten nach 20 Uhr spritzen, wenn die Erdfloh-Mütter aktiv werden. Zusatz von Haftmittel + 75 g Tebuconazol. Der Insektizidschutz durch die Pyrethroide hält 3
Raps – Herbizideinsatz im Herbst
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Raps – Auch Krankheiten und Schädlinge begrenzten den Ertrag
Nässe, Frost in der Blüte und geringe Strahlung beeinträchtigten die Ertragsleistung des Rapses: Die anhaltende Nässe verhinderte schon im Herbst und Winter die Wurzelentwicklung und bewirkte später den vorzeitigen Abbau von Feinwurzeln (+ Verringerung der Cytokinin-Produktion). Je mehr Niederschläge ab Ende Mai gefallen sind, umso schlechter sind die Erträge auf mittleren bis schweren Böden. Infolge des Frostes zu Blühbeginn bzw. während der Blüte begonnen viele Rapsbestände nur langsam zu stäuben. Der Raps roch, nachdem die ersten Blüten offen waren, kaum nach Raps, ein Hinweis dafür, dass die Pollen noch nicht befruchtungsfähig waren. Davon waren vor allem die Schoten am Haupt- und an den oberen Verzweigungen betroffen. Die Schoten bildeten oft nur wenige Körner und blieben kurz. Ab Ende April bis Mitte Juni war die Einstrahlung vielerorts sehr niedrig. Eine zu schwache Einstrahlung ergibt sich durch bedecktes, strahlungsarmes Wetter. Dadurch war die Assimilat-Bildung eingeschränkt. Die Assimilation wurde für den Aufbau von
Raps – Bestandssicherung bei hohem Erdflohdruck
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Schneckenplage zu erwarten
Vor dem massenhaften Auftreten von Schnecken warnt bereits der Rundfunk. Derzeit sind im Garten und entlang von Gräben wieder massenhaft Wegschnecken unterwegs. Die nasse Witterung begünstigte auch den Schlupf der Genetzten Ackerschnecke aus den Eigelegen in der Tiefe von mehr als 60 cm. Um den Besatz einzudämmen, sollten deshalb die Äcker bis zur Neubestellung von Raps, Getreide, aber auch von Zwischenfrüchten möglichst schwarz gehalten werden, um den Schnecken die Nahrungsgrundlage zu entziehen und Rückzugsmöglichkeiten zu verbauen.
Auf jeden Fall sollten Sie jetzt nach der Rapsernte, vor der Rapsaussaat und später auch vor der Bestellung von Getreide, die Schläge, vor allem Schlagränder entlang von Gräben, aber auch klutige Stellen im Schlag auf Schnecken kontrollieren.
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Platzierung des Düngers statt Ausbringung mit der Schaufel
Je knapper die Versorgung der Böden, umso wichtiger wird die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor. Das zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Güllebetriebe mit hoher P-Versorgung liegen in den Erträgen durchweg an der Spitze. Die Nährstoffaufnahme erfolgt proportional zur Nährstoffkonzentration im Boden. Je geringer der Abstand zwischen einer Nährstoffquelle (Düngerkorn, mit Nährstoffen versorgte Bodenpartikel) und den Wurzelspitzen ist, umso niedriger kann die Nährstoffkonzentration sein, um die notwendige Nährstoffaufnahme pro Zeiteinheit (Tag) sicherzustellen. Geringe Nährstoffversorgung im Boden, die Begrenzung der Düngerausbringung durch die DüV, aber auch die durch Festlegung eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe erfordern umgekehrt einen kürzeren Transportweg der Nährstoffe vom Düngerkorn zur Wurzel, d.h. Platzierung der Nährstoffe in Wurzelnähe. Weniger wasserlösliche Nährstoffe wie Phosphate, die zudem schnell schwerlösliche Bindungen mit zwei- und höherwertigen Kationen (z.B. Ca++, Mg++, Fe++/+++, Al++/+++) eingehen, werden zudem im Boden nur über kurze Strecken transportiert. Beim Phosphor wirkt sich deshalb die Platzierung des Düngers in
Zuckerrüben – Conviso One
Conviso One enthält die Wirkstoffe Thiencarbazone + Foramsulfuron, die im Conviso Smart-System in Zuckerrübensorten mit Resistenz gegen diese Wirkstoffe gespritzt werden können. Die Wirkstoffkombination Thiencarbazone + Foramsulfuron ist im Mais zusammen mit Iodosulfuron im Maister zugelassen. Conviso Smart-Rüben waren bisher in erster Linie eine Option, wenn Problemunkräuter wie Wildrüben, Hundspetersilie, Samtpappel, Ambrosia, Bingelkraut, Knöterich und Stechapfel mit Standardmaßnahmen nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Eine weitere Berechtigung hat Conviso Smart in trockenen Regionen, in denen Bodenherbizide nicht sicher wirken. Mit dem Wegfall des Triflusulfuron (Debut, Shiro) klaffen Wirkungslücken gegen Raps, Vogelknöterich, Hundspetersilie und Bingelkraut auf. Gegen Hundspetersilie hat das neue Herbizid Rinpode mit dem Wirkstoff Florpyrauxifen (synthetischer Wuchsstoff) gute Leistungen, zusätzlich kann Clopyralid eingesetzt werden. Auch gegen Bingelkraut wird mit Rinpode eine gute Wirkung erzielt, allerdings sind die Wirkungsgrade im Vergleich zum Triflusulfuron geringer, sodass die Bekämpfung des Bingelkrauts wieder zur Herausforderung wird. Gegen Amarant hingegen soll Rinpode
Raps – Welche Sorte für welchen Saattermin?
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Raps – Agronomische Eigenschaften und Anbaueignung ausgewählter Sorten 2024
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Raps – Übersicht Beizen 2024
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Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten
Agenda (Limagrain/Lidea, 2021) schnitt 2023 im Norden und Osten sowie in den Höhenlagen im Korn- und Ölertrag und in der Marktleistung überdurchschnittlich gut ab für mittlere Saattermine ohne spezielle Bodenansprüche höhere Phomaanfälligkeit beachten Ambos KWS (2022) stabile Ertragsleistung auch auf schwierigen Standorten zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung frühe Blüte, mittelfrühe Abreife mittlere und späte Saattermine in Versuchen weniger REF-Larvenbesatz als in Nachbarsorten keine TuYV-Resistenz LG Ambrosius (2022) auf hohem Niveau ertragsstabilste Sorte im Bundes- und EU-Sortenversuch 2023 verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung geringe Neigung zur Stängelbildung, gute Winterhärte geeignet für frühe bis mittlere Saattermine standfest gute Druscheigenschaften LG Aberdeen (2023) mit 3 x Note 9 in Ertrag, Ölertrag und Ölgehalt agronomische Eigenschaften ähnlich Ambrosius für frühe bis mittlere Saattermine zusätzlich Verticillium-Toleranz Cheeta (BASF, 2022) schnitt in Mittel- und Süddeutschland gut ab hoher Ölgehalt (9) verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung mittlere Reife frühe Aussaat möglich KWS Ektos (2023) mittlere und späte Saattermine auch als
Zuckerrüben – Sortenwahl
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Nässe kostete Ertrag
testsetDie Gerstenernte ist in den Frühdruschgebieten weitgehend abgeschlossen. Die Erträge liegen verbreitet weit unter den Erwartungen.
Ursache für schwache Erträge ist meist das geringe Hektolitergewicht und häufig auch zu kurze Ähren. Dass die Gerstenerträge nicht in den Himmel schießen würden, wurde schon während der Abreife deutlich:
Gute Gerste soll von grünen über gelbe Grannen abreifen. In diesem Jahr fielen oft schon im Mai die silbrigen „Flimmerähren“ auf, die darauf hindeuteten, dass Ähren aufrechtblieben und in diesen Ähren nichts „drin“ war. Das war in einigen Sorten mit frühem Ährenschieben auf die Schartigkeit infolge des Frostes zurückzuführen, meist lag die Ursache an der kranken Halmbasis (schwarze Stoppel) und an den fehlenden Feinwurzeln. Andere Bestände hatten bereits Anfang Juni braune Grannen infolge des Befalles mit Ramularia aufgrund der unterbliebenen Grannenspritzung.
Auch die ersten Rapserträge liegen unter 30 bis bestenfalls Anfang 40 dt/ha, ohne dass gravierende Fehler in der Produktionstechnik zu erkennen sind. Beim Raps wiegen die Körner weniger als im vergangenen Jahr, auch die Ölgehalte sind deutlich niedriger. Vielfach waren in den (oft langen = älteren) Schoten große und kleine Körner nebeneinander zu finden. Ursache dafür dürfte die Frostnacht vom 22. auf den 23. April gewesen sein. Dadurch wurde die Zellteilung in den gerade befruchteten Karyopsen gestört und weniger Zellen in diesen Körnern gebildet bzw. die Körner nicht weiter ausgebildet.
Auch beim Weizen zeichnet sich ab, dass hohe Ertragserwartungen vielfach nicht erfüllt werden, weil das Hektolitergewicht zu wünschen lässt.
Einige Sorten reagierten auf die Witterung in der 2./ 3. Aprildekade mit Blattaufhellungen, die durch Spritzmaßnahme sogar verstärkt wurden. Kam dann noch z.B. im KWS Donovan der Befall mit Braunrost auf den noch grünen Bereichen der Blätter hinzu, vergilbte der gesamte Blattapparat vorzeitig, so dass zur Milchreife nicht einmal mehr das Fahnenblatt intakt blieb.
Aufbringung von glyphosathaltigen Mitteln
Der Besatz mit Quecken, Disteln und Ackerwinden hat in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Während Disteln und Winden, auch Ampfer mit (synthetischen) Wuchsstoffen (MCPA, Clopyralid) im stehenden Getreide bzw. auch auf der Stoppel mit Fluroxypyr bekämpft werden können, ist eine nachhaltige Bekämpfung von Quecken nur mit Glyphosat möglich, dessen Anwendung mit Einschränkungen weiter zulässig ist. Die Ausbringung von Glyphosat unterliegt seit 01.01.2024 einem generellen Anwendungsverbot in Naturschutzgebieten, Nationalparken und Biotopen nach § 30 BNatSchG. Außerhalb dieser Gebiete ist die Anwendung zulässig nach „den Umständen des Einzelfalls“ auf Direkt- bzw. Mulchsaat-Flächen und allgemein auf Ackerflächen (Teilflächen) gegen schwerbekämpfbare, z.B. „perennierende Unkräuter“, bzw. auf erosionsgefährdeten Flächen zur Stoppel- bzw. Vorsaatbehandlung. Perennierende Unkräuter sind z.B. Quecken, Ackerwinden, Ampfer, Landwasserknöterich, Disteln. Als perennierend einzustufen ist auch der Ackerschachtelhalm, dieser wird aber durch das Glyphosat nicht erfasst. Der Einsatz von Glyphosat zur Vorerntebehandlung ist verboten. Der Wirkstoff „Glyphosat“ hat aktuell eine Zulassung bis 2033.
Kaliumdüngung nach einem nassen Jahr
Seit letztem Sommer hat es in ganz Deutschland soviel geregnet, wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht.
Das Wetter der letzten Wochen war überwiegend durch eine Vb-Wetterlage gekennzeichnet, d.h. ein Mittelmeertief saugt sich wie ein Schwamm voll Wasser und regnet nördlich der Alpen ab. Nachdem sich zudem der erste Hurrikan (Beryl) in der Karibik bereits in der letzten Woche auf den Weg gemacht hat, ist in nächster Zeit eher mit durchsetztem Wetter zu rechnen. Danach könnte sich hochsommerliches, trockenes Wetter durchsetzen, dem ein ausgeprägter Altweibersommer folgen kann. Letzteres bedeutet eine längere Trockenheit im September, vielleicht noch im Oktober. Diese dürfte sich auf die Verfügbarkeit und Aufnahme von Kalium und Phosphor im Herbst auswirken.
Kaliwirkung auf sorptionsschwachen Böden
Auf sorptionsschwachen Böden wurde Kali infolge der Regenmassen zumindest aus der Krume ausgewaschen, vielfach auch aus der darunterliegenden Bodenschicht. Deshalb ist eine Ausgleichsdüngung dringend erforderlich. Auf diesen Böden kommen die Kali-Düngung nach der Saat und die K-Rücklieferung aus den Ernterückständen im Herbst noch zum Wirken. Im Herbst sollte deshalb auf stark sandigen Standorten mit hohen Winterniederschlägen nicht mehr gedüngt werden, als der Raps im Herbst an Kali aufnehmen kann. Zum Stoppelgetreide sollte wenigstens der K-Nettoentzug gedüngt werden.
K-Wirkung auf stark tonhaltigen Böden
Auf tonigen Böden ist vor allem in den Regenschattengebieten damit zu rechnen, dass für den Raps und für das Stoppelgetreide in einem trockenen Herbst nicht genug Kalium verfügbar ist, wenn die Bodengehalte an Kalium auf Böden mit mehr als 10 % Ton unter 1,0 mg K bzw. 1,2 mg K2O je Prozent Ton abgesunken sind. Deshalb sollte die K-Düngung auf diesen Standorten zu Raps und Stoppelgetreide unbedingt vor der Aussaat ausgebracht und in den Boden eingearbeitet werden. Dabei ist eine etwas tiefere Einarbeitung auf 8 bis 10 cm effektiver als den Dünger nur flach einzumischen, weil die oberen 2 bis 3 cm des Bodens auch im Herbst trockenfallen können.
Magnesium – Versorgung im Herbst sicherstellen
Die meisten glazialen Böden (eiszeitliche Geschiebe-Böden), aber auch Verwitterungsböden aus Mg-armen Ausgangsgestein (Urgestein, Buntsandstein, auch Kreideböden) sind von Haus aus magnesiumarm. Die Häufigkeit von akutem Mg-Mangel im Boden ist durch jahrelange Mergeldüngung geringer geworden. Magnesium wird als zweiwertiges Kation an die Austauscher gebunden. Aufgrund der weiten Hydrathülle um das Mg-Ion ist aber die Bindung vergleichsweise schwach, so dass Magnesium aus nassen Böden in tiefere Schichten verlagert und aus sandigen Böden auch ausgewaschen werden kann. In tiefgründigen Böden mit guter Kapillarität erfolgt in aller Regel wieder ein kapillarer Aufstieg in die Krume. Die Sommerniederschläge (2023) führten zur Verlagerung von Magnesium. Die Verdunstung im September reichte nicht aus, um Magnesium wieder in die oberste Bodenschicht zu transportieren. Aus diesem Grund trat erkennbarer Magnesium-Mangel mit aufgehellten, später rotverfärbten Interkostal-Feldern im Raps bzw. grün gepunktelten Adern im Getreide im vergangenen Herbst häufiger als in den Vorjahren auf. Der Regen im Spätherbst und Winter bewirkte
Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)
Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Sporenpflanze mit tiefgehenden und stark verzweigten Ausläufern. Er zählt zu den schwer zu bekämpfenden Problemunkräutern. Meist ist der Ackerschachtelhalm auf tonig- lehmigen, aber auch auf sandigen Standorten mit wasserführenden, verdichteten Schichten im Untergrund zu finden.
Verstärkt tritt Schachtelhalm in Sommerungen auf, wenn die Bestände im Frühjahr über längere Zeit genügend Licht bis zum Boden durchlassen. Glyphosathaltige Herbizide haben gegen den kieselsäurehaltigen Schachtelhalm („Zinnkraut“) keine Wirkung. Die oberirdischen Pflanzenteile können im Getreide mit MCPA und im Mais mit Mesotrione unterdrückt werden.
Nachhaltig ist der Schachtelhalm nur durch die Brechung der Stauwasserschicht und durch einen standortangepassten pH-Wert zu bekämpfen.
Bevor eine Lockerung durchgeführt wird, sollte erst mit dem Spaten entlang der Wurzel der Pflanze nachgegraben werden, um die Stauwasserschicht zu finden. Liegt der verdichtete Horizont tiefer als 35 cm, wird die Wirkung von Lockerungsmaßnahmen vor allem auf schluffigen-tonigen Böden eingeschränkt, wenn keine Stabilisierung durch den nachfolgenden Anbau von tiefwurzelnden Früchten (Raps, Soja, Ackerbohnen etc.) erfolgt.
Flacher liegende Störschichten treten häufig auf, wenn nach einer früher tiefen Pflugfurche in der Folgezeit nur noch flach gearbeitet wurde. In diesem Fall kann durch Lockerung unterhalb der alten Pflugsohle die Verdichtung aufgebrochen werden. In der Regel ist es notwendig, zweimal hintereinander innerhalb einer Rotation die Lockerung durchzuführen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.
Zwischenfruchtanbau – Was ist zu beachten?
Ziele des Zwischenfruchtanbaus Erosionsschutz Nährstoffkonservierung N-Fixierung durch Leguminosen Humusaufbau Futterproduktion Stabilisierung des Bodengefüges Bekämpfung tierischer Schaderreger (v.a. Nematoden) Erfüllung der GAP – Konditionalitäten Je nach Wertung des Produktionsziels verändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur eine begrenzte Auswahl an Arten infrage kommt. Weitere Einschränkungen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Fruchtfolge, da Zwischenfrüchte den gleichen Restriktionen unterliegen wie die Kulturen im Hauptfruchtanbau. Dazu einige Beispiele: In Rapsfruchtfolgen sollte man, um Kohlhernie nicht zu fördern, auf den Anbau kreuzblütiger Zwischenfrüchte verzichten. Vor allem Senf ist hochanfällig für Kohlhernie. Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern unterbleiben. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel (Botrytis) befallen. In Zuckerrüben oder auch in Kartoffeln und Leguminosen kann der zur Familie der Knöterichgewächse gehörende Buchweizen nur schwer bekämpft werden. Buchweizen kommt im Herbst noch zur Blüte und bildet keimfähige Samen. Aus diesem Grunde verbietet sich
Fruchtfolgegestaltung im Zeichen des Klimawandels
Wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Fruchtfolgen meist unter dem Gesichtspunkt der Optimierung des Deckungsbeitrages ausgestaltet, wird das in Zukunft kaum mehr möglich sein. Die eingeschränkte Auswahl an Pflanzenschutzwirkstoffen und die Düngeverordnung begrenzen die Möglichkeiten zur Gesunderhaltung und bedarfsdeckenden Ernährung der Pflanzen. Eine vielfältige Fruchtfolge kann dazu beitragen, Erträge zu stabilisieren, Fruchtfolgekrankheiten einzudämmen und Problemunkräuter gezielt in der Fruchtfolge unterdrücken zu können. Begünstigt durch die ansteigenden Temperaturen können neue Kulturen die Fruchtfolgen erweitern, da die Vegetation imFrühjahr früher und schneller in Gang kommt und im Herbst spürbar länger anhält.
Im Norden wird die Auswahl an Kulturen durch den Langtag, die begrenzte Wärmesumme und die oft unsichere Frühjahrsbestellung eingegrenzt. Neben den typischen Winterungen können auf besseren Böden Ackerbohnen, Hafer, Sommerweizen und -gerste angebaut werden. Zudem wurde auch Körnermais mit einer Reifezahl von 210 bis 220 in den letzten Jahren auch in Mecklenburg reif. Damit die Rapserträge nicht weiter abfallen und um
Zuckerrüben – Cercospora-Infektionen
Cercospora-Blattflecken treten weltweit als wichtigste Blattkrankheit der Zuckerrübe (Beta-Rüben) auf. Diese Krankheit hat eine Reihe anderer Wirtspflanzen, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten. Früher Befall beeinträchtigt den Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall wirkt sich vor allem auf den Zuckergehalt und die Zuckerausbeute aus. Nach einem milden Winter, warmen-feuchtem Frühjahr mit frühem Reihenschluss und hohen Niederschlagsmengen im Juni/Juli ist mit massivem Befall zu rechnen.
Befallsverlauf von Cercospora Cercospora-Infektionen können zwischen 12 und 40 °C erfolgen, wenn die relative Luftfeuchte zwischen wenigen Stunden und einem ganzen Tag (je nach Temperatur) über 90 % liegt (Harveson et al. 2009). Je höher die Temperatur, umso schneller erfolgt die Infektion. Optimal für Sporenbildung, Keimung und Infektion sind 23 bis 35 °C bei 90 bis 95 % relativer Luftfeuchtigkeit über 5 bis 8 Stunden. Wenn die Zuckerrüben bei Temperaturen über 23° bis 11 Uhr nasse Blätter haben, ist mit der Verbreitung von Cercospora zu rechnen. Sieben Tage
Weizen – Ährenbefall mit M. Nivale, F. culmorum und F. graminearum
…Fortsetzung aus Info 12!
Direkt-Infektionen durch F. graminearum (und F. culmorum)
Pyknidien von F. graminearum (und F. culmorum) auf Ernteresten müssen mit steigenden Temperaturen heranreifen, bevor stärkere Regenschauer mit schweren Tropfen deren Sporulation und damit direkte Infektion auslösen. Eine Sporulation von Fusarien war aufgrund der massiven Regenfälle im Süden ab 22. Mai zu erwarten. Befindet sich der Weizen zu diesem Zeitpunkt kurz vor/in der Blüte und trocknen die Ähren nicht innerhalb eines halben (bei 25 °C) bis 2 (bei 18 °C) Tagen ab, ist eine Fungizid-Behandlung in Befallslagen angesagt.
Am stärksten gefährdet sind Weizen, Triticale, aber auch Gerste mit aufrecht stehenden Grannen, wenn sich die Spelzen öffnen und die Staubbeutel gerade herausgeschoben werden. Die Fusarien-Sporen werden dann direkt in die Spelzen gespritzt und setzen sich dort fest.
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Zuckerrüben – Blatterhalt
Die noch im März bestellten Zuckerrüben haben aktuell einen BFI von 5,0 bis 5,5 erreicht und schließen den Bestand. Später gesäte Rüben schließen die Reihen, der Bestandesschluss ist bis Anfang Juni zu erwarten. Mit den ab dem 8-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten
Mais – N-Spätdüngung im 6- bis 8-Blatt Stadium
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Maternale Effekte – „Wie das Saatgut, so die Ernte“
Gleiche Sorte, aber anderes Saatgut, lässt die Bestände des Öfteren ganz unterschiedlich wachsen und kann sich auch auf den Ertrag auswirken.
Die Ursache für diese Beobachtung ist in den sogenannten maternalen Effekten zu sehen, die ihre Ursache in einem hohen Gehalt an funktionalen Eiweißen in einer ausgeglichenen Nährstoffversorgung und in einer geringeren Belastung mit Krankheiten im Saatkorn haben.
In früheren Versuchen (Heyland/Taube) konnte nachgewiesen werden, dass zwischen der Fitness des Vermehrungsbestandes und der Leistung des Nachbaus ein signifikanter Zusammenhang besteht. Dieser maternale Effekt sollte sich aus dem Stand der Kultur ableiten. Bei der Saatgut-Anerkennung wird auf dieses Merkmal oft zu wenig Rücksicht genommen. Zum Stand der Kultur zählt aus unserer Sicht dass die Bestände nicht überzogen sind, somit eine gleichmäßige Kornausbildung erwarten lassen kein Lager eingetreten ist die Versorgung mit Grundnährstoffen (insbesondere P + K) und Spurenelementen (Cu, Zn (!), Bor (!)) optimal ist, was nach den in diesem Jahr
Zikaden als Vektoren für Virosen, SBR und Stolbur
Die Nässe hat auch etwas Gutes. Zikaden mögen kein nass-kaltes Wetter. Solange Zikaden nicht vor den Füßen herspringen, besteht auch kein Handlungsbedarf. Aufgrund der hohen Beweglichkeit, der geringen Kontaktfläche mit der Pflanzenoberfläche können Zikaden mit Pyrethroiden nur schwer bekämpft werden.
Dem Flonicamid (im Teppeki) schreibt das UBA eine Wirkung gegen Zikaden zu. Das Teppeki wird aus den Leitbahnen in der Pflanze aufgenommen. Die Wirkung setzt langsam ein. Damit kann eine Übertragung erfolgt sein, bevor die Zikaden ausgeschaltet sind.
Acetamiprid (Mospilan, Carnadine) oder Cyantraniliprole (Exirel, Minecto Gold) wirken schneller als das Flonicamid, haben aber keine Zulassung in Zuckerrüben.
Eine wirksame, aber keine 100 %ige Bekämpfung von Zikaden mit Insektiziden erfordert die Kombination von Pyrethroiden mit Teppeki. Die Mischung ist allerdings als bienengefährlich eingestuft. In den Beständen dürfen keine blühenden Unkräuter vorhanden sein. Die Anwendung erfolgt am besten, wenn die Zikaden voll aktiv sind, also in den späten Nachmittags- bzw. frühen Abendstunden.
Getreide – Virusvektoren
Autoscheiben voll mit Insekten sollten eine Warnung sein. Blattlaus-Kolonien waren schon Anfang Mai im Weizen zu finden. Durch aktuell mildere Temperaturen wird die Belastung mit Blattläusen in den nächsten Tagen steigen.
Blattläuse bevorzugen vorwiegend trockenes Wetter mit zwischendurch feuchten Abschnitten. Auf den Pflanzenblättern saugen die Läuse mit Hilfe des Saugrüssels Assimilate aus dem Phloem. Mit dem Anstich können die Insekten Viruspartikel aus mit Virus belasteten Pflanzen aufnehmen und damit gesunde Pflanzen infizieren. Das Risiko der Übertragung des Gersten-Gelb-Verzwergungs-Virus (BYDV) ist über die gesamte Vegetationszeit gegeben.
Abgesehen vom Gersten-Gelbverzwergungs-Virus sind in diesem Jahr auch Symptome des Weizen-Verzwergungsvirus (WDV) zu beobachten, das durch Zikaden übertragen wird. Als Wirtspflanzen dienen alle Getreidearten sowie Gräser, wie Weidelgräser, Rispen oder auch der Rauhafer.
Verzwergungsvirosen werden nicht mit dem Saatgut oder durch Maschinen übertragen.
Der Schaden durch Verzwergungsvirosen ist umso höher, je früher die Infektion erfolgt. Aus diesem Grund muss der Befall mit Blattläusen aktuell vor
Getreide – Problemunkräuter im Fahnenblattstadium bekämpfen
Sobald sich die Ähre voll gestreckt hat, besteht noch im Fahnenblattstadium des Getreides (Weizen) die Möglichkeit, mit zugelassenen Herbiziden Unkräuter zu bekämpfen, die in dikotylen Kulturen mehr Probleme bereiten können.
Nach Zuckerrüben, Kartoffeln oder Mais sollte die Gelegenheit im Getreide genutzt werden, um die Ausbreitung von Disteln, Windenknöterich oder auch Kornblumen zu unterbinden.
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Zuckerrüben – Versiegelung gegen Spätverunkrautung
Die Mehrzahl der Zuckerrübenbestände haben inzwischen das 4-Blattstadium erreicht und beginnen das 3. Blattpaar zu bilden. Nachdem die oberen 10 cm der Böden inzwischen ausreichend durchfeuchtet sind, sollte die Versiegelung durchgeführt werden, bevor die Bodenoberfläche durch das Rübenblatt zu stark abgeschirmt wird.
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Sommergetreide – Ertragssicherung
Kürzung und Fungizideinsatz im Sommergetreide Infolge der verspäteten Aussaat bleibt das Sommergetreide kurz. In den erst nach Ostern gesäten Beständen ist eine Kürzung nur dann nötig, wenn mit mehr als 450 Rispen/m² (Hafer) bzw. mit mehr als 600 Ähren/m² (Sommergerste) zu rechnen ist. Allerdings ist das Halmgewebe nicht sehr fest, so dass eine Festigung durch Ethephon doch angebracht sein kann. Test: Stechen Sie mit der kleinen Klingen eines Taschenmessers in die unteren Halmabschnitte. Müssen Sie Kraft aufwenden, ist der Halm fest (= keine Festigung notwendig), geht die Messerspitze leicht durch, ist er weich (120 – 200 g/ha Ethephon).
Aktuell haben die meisten Sommergersten- und Haferbestände EC 32 erreicht und befinden sich in der „Großen Periode“, die bis zum 20.05. abgeschlossen sein dürfte. Danach ist eine moderate Festigung bzw. Kürzung ohne Risiko möglich.
In der Sommergerste sind immer wieder erste Infektionen mit Ramularia zu finden (s. Abb. 4), die sich nach
Leguminosen – Bekämpfung von Pilzkrankheiten
Die Anbauausdehnung der Leguminosen, auch als Bestandteil von Begrünungen im Herbst, lässt die Belastung mit Krankheiten ansteigen. Mit den angekündigten Niederschlägen wird vor allem westlich der A 7 die Gefährdung der Leguminosen durch Pilzkrankheiten (Schokoladen- und Brennflecken) sowie durch Falschen Mehltau (Peronospora), in spät bestellten Beständen auch mit Echtem Mehltau, steigen.
Der Primärbefall mit Schokoladenflecken (Botrytis fabae) in Bohnen geht von Dauersporen im Boden, an Ernterückständen oder Durchwuchspflanzen, aber auch vom Saatgut aus. Mit braunen kleinen Flecken besprenkelte untere Blätter sind Hinweise auf erste Infektionen. Schon ein Regentag mit nachfolgenden Temperaturen zwischen 15 und 22 °C und hoher Luftfeuchte löst dann Sekundärinfektionen aus, die sich mit weiteren Niederschlägen schnell über die Blätter und Stängel ausbreiten und später auch die Hülsen besiedeln.
Erste Symptome auf unteren Blättern können auch mit Verätzungen bzw. Frostschäden verwechselt werden. Im Unterschied zu den Schokoladenflecken ist auf Verätzungen unter der Lupe kein Pilzrasen zu erkennen. Schokoladenflecken
Mais – Herbizide gegen Problemunkräuter
Tabelle
Weizen – Ährenbefall mit M. Rivale, F. culmorum und F. graminearum
Krankheitsinfektionen auf der Ähre werden durch den Zuflug von außen (z.B. Mehltau und Roste), durch direkte Infektion ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (vorwiegend F. graminearum, auch andere Fusarien wie F. culmorum, F. poae), durch Hochspringen über die Blätter (z.B. S. nodorum, M. nivale oder F.culmorum) oder durch systemische Verteilung im Xylem der Pflanzen hervorgerufen.
Durch die Vorlage von Fungiziden im Blattbereich, insbesondere auf dem Fahnenblatt, wird die direkte Kontamination der Ähre mit Erregern, die sich in der Ligula des Fahnenblattes ansammeln, unterbunden. Von außen angehende Infektionen erfordern anhaltende Blattnässe. Ohne Regen keine Infektion. Systemisch bedingte Infektionen können nur durch sehr frühe Maßnahmen unterbunden werden. Ansonsten kann nur die horizontale Verbreitung von Pflanze zu Pflanze verhindert werden. Aus diesen Gründen ist es notwendig, die Fungizidspritzung bei einem vorhandenen Ausgangsbefall frühzeitig vorzunehmen. Das gilt vor allem für fakultative Parasiten (z.B. Fusarien, Helminthosporium- oder Septoria-Arten), die bekämpft werden müssen, bevor eine Epidemie
Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff
Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluß auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N-Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Ertragswirkung der Spätdüngung
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
Eine frühzeitige Spätdüngung zögert den Wurzelabbau hinaus, der mit dem Ährenschieben einsetzt.
Dazu muss die Versorgung mit Stickstoff ab dem Fahnenblatt-Stadium bis zur Blüte in der Pflanze angehoben werden. Durch die frühe Spätdüngung steigt vor allem die Masse der zuerst gebildeten (Außen-) Körner. Da auch zusätzliche (Mittel-) Körner ausgebildet werden, kann trotz der N-Spätgabe das TKG geringer werden.
Die Wirkung der N-Spätdüngung auf die Qualität kommt zum Tragen, wenn die Bildung der Speicherzellen abgeschlossen ist und die Eiweißeinlagerung einsetzt. Hohe Proteingehalte erfordern einen ausreichend hohen N-Vorrat
Winterweizen – Absicherung des Proteingehaltes
Über Fahnenblatt und Ähre kann der Weizen bis zu 10 kg/ha Stickstoff (= 30 l AHL) aufnehmen, damit können maximal 60 kg/ha Rohprotein produziert werden, das sind 5 % mehr Eiweißmenge im Korn bzw. ein um 0,7 % höherer Eiweißgehalt. Mehr als 10 kg N je ha auf die Ähre auf einmal zu düngen, bringt keinen Vorteil. Dagegen wirkt sich eine Mehrfach-Ährendüngung im Abstand von 4 bis 5 Tagen positiv aus.
Im Schnitt stieg der Proteingehalt im Weizen in unseren Versuchen durch die einmalige Ähren-Düngung um 0,3 bis 0,7 %. Der Anstieg des Proteingehaltes war höher, wenn die Ährendüngung erst 10 bis 14 Tage nach der Blüte erfolgte. Eine frühere Düngung wirkte sich dagegen positiv auf den Ertrag aus. Durch den Verdünnungseffekt fiel der Anstieg des Eiweißgehaltes dadurch geringer aus.
Der Zusatz von 2 kg/ha Spritz-SSA (Pulver) sichert die Proteinbildung ab, ebenso die Zumischung von 2 l/ha Wuxal P oder
Winterweizen – Fahnenblattspritzung
Die Fahnenblattspritzung ist über die Jahre gesehen die ertragswirksamste Fungizidmaßnahme im Weizen. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die Assimilationsleistung der oberen beiden Blätter abgesichert, sondern auch verhindert, dass sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula mit dem dort akkumulierten Erregermaterial „ansteckt“. Auf diese Weise erfolgt ein Großteil der Ähreninfektionen. Die Spritzung sollte erfolgen, wenn das Fahnenblatt in EC 39/49 voll geschoben ist, um ausreichend Wirkstoff im Bereich der Ligula anzulagern.
Das gilt auch für die Ährenbehandlung: Erfolgt diese, bevor die Ähren voll geschoben sind, wird der untere Ährenbereich nicht benetzt.
Die Hauptlast der Wirkung tragen Azole, die auf den getroffenen Blättern aber nur akropetal, in Richtung Blattspitzen, transportiert werden. Etwas anders verhalten sich die Carboxamide, die auf der Blattoberfläche auch nach unten diffundieren können, bevor sie ins Blatt eindringen und dann im Xylem akropetal verteilt werden.
Wirkung der Azole
Azole: Tebuconazol, Metconazol, Bromuconazol, Prothioconazol, Tetraconazol und Mefentrifluconazol. Das
Conviso One – Was tun, wenn der Weiße Gänsefuß bereits zu groß ist?
Conviso-Smart Rüben sind gegen ALS-Hemmer (Sulfonylharnstoffe) unempfindlich, sodass die Herbizidbehandlung in diesen Sorten relativ einfach mit dem Produkt Conviso One erfolgen kann. Das Conviso One enthält 50 g/l Foramsulfuron (blattaktiv) und 30 g/l Thiencarbazone-methyl (blatt- und bodenaktiv). Beide Wirkstoff sind aus dem MaisTer bekannt. Als ALS-Hemmer verhindern beide Wirkstoffe die Synthese der Enzyme Valin, Leucin und Isoleucin in den empfindlichen Unkräutern oder auch Altrüben, was zu deren Absterben führt.
Insgesamt darf maximal 1,0 l/ha Conviso One im Jahr eingesetzt werden. Die Anwendung erfolgt im Splitting, damit werden zwischen EC 11 und EC 18 der Rüben 2 x 0,5 l/ha Conviso One ausgebracht. Der Behandlungstermin richtet sich dabei nach der Entwicklung des Weißen Gänsefußes / Melde. In dessen beginnendem Laubblatt (EC 12) erfolgt die erste Maßnahme, 10 Tage später die zweite Spritzung.
Haben Sie keinen Weißen Gänsefuß / Melde auf Ihren Flächen, gilt das 2-Blattstadium der anderen Unkräuter als Orientierung für
Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung
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Zuckerrüben – Schädlingsbekämpfung
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Mais – Herbizideinsatz
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Getreide (Weizen, Gerste) – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)
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Raps – Bekämpfung von Blütenkrankheiten 2024
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Wintergerste – Ramularia-Risiko ist in diesem Jahr hoch
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Sommergetreide – Gräser und Dikotyle bekämpfen
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Getreide – Fußkrankheiten
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Mais – Einsatz von Herbiziden
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Gerste und Roggen – Nachkürzen im Fahnenblattstadium
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Stickstoff-Nachlieferung aus dem Boden
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Weizen – Ertrags- und Spätdüngung 2024
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Mais – Hinweise zur Aussaat 2024
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Zuckerrüben – Einsatz von Herbiziden
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Pflanzenanalysen – ein Muss im Frühjahr 2024!
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Soja – Aussaat 2024
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Wintergetreide – Wachstumsregler
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Getreide – Nachtrag – Übersicht Fungizide 2024
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Roggen und Gerste – Ertrags- und Spätdüngung 2024
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Mais – Ist die Aufteilung der N-Düngung sinnvoll?
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Getreide – Frühe Kürzung und früher Fungizideinsatz nötig?
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Getreide – Übersicht Fungizide 2024
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Winterraps – Schädlinge und Schädlingsbekämpfung
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