Die Mehrzahl der Bestände sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Bestände haben oft erst das 4-Blattstadium, ab Anfang November gesäte erst 2 bis 3 Blätter gebildet. Bei der Wahl der Stickstoffform müssen die Bestandes- und Wurzelentwicklung, der Nitratgehalt im Wurzelraum, die Bindigkeit des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit, der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im Getreide werden durch Nitratdünger die Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und erst verzögert wieder reduziert. Durch die höhere Konkurrenz in der frühen Schossphase leidet die Ausbildung der produktiven Ähren. Zudem. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


