Die Ernte wird durch Regen immer wieder unterbrochen. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Fallzahlstabilität zu einem Problem wird. Wenn das reife Getreidekorn wieder Wasser aufnimmt, wird verstärkt Amylase ausgeschüttet und Stärke verzuckert, dadurch nimmt deren Verkleisterungsfähigkeit ab. Gibberelline setzen die Keimung in Gang, das Korn beginnt auszuwachsen. Die Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit ist zum Großteil genetisch festgelegt. Sorten mit der Einstufung □□□□ beginnen nach 7 Tagen, nachdem das totreife Korn wieder Wasser aufgenommen hat, Stärke abzubauen. Sorten mit ■□□□ nach 11 Tagen, mit ■■□□ nach 15 Tagen, mit ■■■□ nach 18 Tagen und Sorten mit ■■■■ halten 3 Wochen durch.
Die Höhe der Fallzahl ist nicht zwangsläufig mit der Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit korreliert. Allerdings dauert es bei Sorten mit von Haus aus hoher Fallzahl länger, bis sie unter die geforderten 240 sec absinken.
Sorten, die in der Tabelle innerhalb der jeweiligen Sorte-/Reifegruppe oben stehen, sollten bei engem Erntezeitfenster bevorzugt geerntet werden.







