In der im Herbst angebauten Sommergerste (Sorte Leandra) verbreitet sich Rhynchosporium im epidemischen Ausmaß. Der Befall hat örtlich bereits F-3 erfasst und beginnt bereits auf F-2 überzugreifen.
Kurzfristig kann die Verbreitung auf die oberen Blätter mit 150 g/ha Prothioconazol unterbunden werden.
Die Maßnahme sollte in Kombination mit 0,5 l/ha Mn-Chelat + 50 g/ha Bor erfolgen, um die Disposition der Gerste zu stärken.
Die Verteilung der Spritzbrühe auf der Pflanze wird durch ein Spreitmittel (z.B. 0,12 l/ha Break thru, 0,2 l/ha Karibu) verbessert.
Die Ausbreitung von Rhynchosporium wurde nach der Primärinfektion im Herbst durch die nass-kalte Witterung der letzten Wochen begünstigt.
Gegen Rhynchosporium besonders anfällige Sorten sind z.B. die mehrzeiligen Sorten KWS Orbit, Tonic, Wallace, Lomerit sowie SU Ellen. Stärker befallen sind auch Avantasia, Julia, KWS Higgins und Keeper, LG Veronika, SU Hetti, SY Galileoo, SU Jule .
Zweizeilige Sorten mit hoher Anfälligkeit gegen Rhynchosporium: Caribic, KWS Liga, LG Caiman, Lottie. Nicht ganz so anfällig sind California, KWS Somerset, Sandra, SU Ruzena.
Sommergerstensorten mit hoher Anfälligkeit gegen Rhynchosporium: Applaus, Avalon, Vespa bzw. Grace, KWS Jessie, LG Flamenco, LG Rumba, Marthe, Quench, Sidney, Elinor.
Leandra ist im Sommeranbau als weniger anfällig gegen Rhynchosporium eingestuft.






