In den letzten Jahren hat sich die Virussituation in vielen Pflanzgutpartien und folglich auch in vielen Konsumbeständen deutlich verschärft. Gründe hierfür sind die wärmeren Winter mit einer Zunahme der Lebendüberwinterung der Blattläuse. Durch die wärmeren Winter stehen häufig auch mehr Ausfallkartoffeln in den Beständen. Diese dienen als Zwischenwirt.
Diese Situation trifft auf weniger zur Verfügung stehende insektizide Wirkstoffe und einen Wegfall der insektiziden Beize. Dies alles führt folglich zu einer Zunahme des Virus-Ausgangsbesatzes im Pflanzgut. Dadurch verschärft sich die Problematik im Vermehrungsaufbau.
Während in den vergangen Jahren überwiegend das Kartoffel Y-Virus (PVY) dominierend war, rückt das persistente Blattrollvirus (PLRV) immer mehr in den Vordergrund.
Das PVY wird von Blattläusen sehr schnell übertragen. Oft reicht bereits ein kurzer Probestich aus. Somit muss zur Virusreduktion die Laus vom Probestich abgehalten werden. Dies gelingt mit repellent (vertreibend) wirkenden Insektiziden, sodass die Laus den Bestand aufgrund des Geruches meidet. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


