Getreide
Gibberellin-Synthese-Hemmer (CCC/ Mepiquatchlorid, Trinexapac, Prohexadion) sollten unmittelbar nach Frost- und vor Frostnächten nicht gespritzt werden, auch wenn die Bedingungen tagsüber gut sind. Die durch Frost gestressten Pflanzen reagieren verstärkt auf die Gibberellin-Hemmung mit gestauchtem Zellwachstum und verkürzten Ähren. Das Risiko ist vor und in der „Großen Periode“ am höchsten. Danach steigt in der Gerste die Gefahr des Ährenknickens. Nach Frostnächten sollen die Temperaturen auf über 8 °C (CCC) bzw. über 12 °C mit Sonne (Trinexapac, Prohexadion) ansteigen. Das Prohexadion kann auch bei bedecktem Himmel gespritzt werden.
Raps
Frostgrade in der Blüte des Rapses bewirken eine verminderte Befruchtungsfähigkeit der Pollen und hemmen die Zellteilung frisch befruchteter Narben. Die Folgen sind nicht vollbekörnte Schoten bzw. auch nicht ausgebildete Schoten (Knospenwelke). Knospenwelke tritt verstärkt auf, wenn der Boden trocken und noch kalt ist.
Im Unterschied zu Schäden durch den Rapsglanzkäfer bleiben die rudimentären, gelblichen Narben (Schotenansätze) am Stängel hängen. . .



