Blattläuse

Früher Blattlauszuflug in Vermehrungsbeständen

Früher Blattlauszuflug in Vermehrungsbeständen

In den letzten Jahren hat sich die Virussituation in vielen Pflanzgutpartien und folglich auch in vielen Konsumbeständen deutlich verschärft. Gründe hierfür sind die wärmeren Winter mit einer Zunahme der Lebendüberwinterung der Blattläuse. Durch die wärmeren Winter stehen häufig auch mehr Ausfallkartoffeln in den Beständen. Diese dienen als Zwischenwirt.
Diese Situation trifft auf weniger zur Verfügung stehende insektizide Wirkstoffe und einen Wegfall der insektiziden Beize. Dies alles führt folglich zu einer Zunahme des Virus-Ausgangsbesatzes im Pflanzgut. Dadurch verschärft sich die Problematik im Vermehrungsaufbau.
Während in den vergangen Jahren überwiegend das Kartoffel Y-Virus (PVY) dominierend war, rückt das persistente Blattrollvirus (PLRV) immer mehr in den Vordergrund.
Das PVY wird von Blattläusen sehr schnell übertragen. Oft reicht bereits ein kurzer Probestich aus. Somit muss zur Virusreduktion die Laus vom Probestich abgehalten werden. Dies gelingt mit repellent (vertreibend) wirkenden Insektiziden, sodass die Laus den Bestand aufgrund des Geruches meidet.

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Getreide – Verzwergungsvirosen

Getreide – Verzwergungsvirosen

Verzwergungsvirosen werden durch Vektoren übertragen: das Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) vorwiegend durch die Haferblattlaus und die Große Getreideblattlaus, das Weizen-Verzwergungs-Virus (WDV) durch die Zwergzikade (Psammotettix alienus).
Obwohl sich das Auftreten von Blattläusen und Zikaden im vergangenen Jahr eher in Grenzen hielt, wurden verbreitet sowohl das Gersten- als auch das Weizenverzwergungsvirus nachgewiesen. Bei der Interpretation der Monitoring-Ergebnisse muss allerdings berücksichtigt werden, dass sich der nachgewiesene Befall i.d.R. auf Verdachtsproben bezieht und nicht auf die mit Getreide angebaute Fläche in einer Region. Aktuell hält sich der Befall im Ausfallgetreide bzw. der Getreidepflanzen im Ausfallgetreide in Grenzen:
Erste Anzeichen für Verzwergungsvirosen sind einzelne Getreidepflanzen, die von der Spitze her zu vergilben beginnen oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und übermäßig stark bestocken. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern wie ein Gummibaumblatt (=turgeszent) an, weil der Wassertransport und die Wasserabgabe infolge des Virusbefalls gestört sind. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern.
Wie hoch ist das Befallsrisiko?
Daraus lässt sich schließen, dass der Anteil der mit den Virosen belasteten Zikaden bzw. Blattläuse sich im Bereich des Grundrauschens bewegt, also nicht höher als 2 bis 5 % ist.

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Getreide – Verzwergungsvirosen

Leguminosen – Schädlingsbekämpfung und Fungizideinsatz

Der Schädlingszuflug war in den Leguminosen aufgrund der vorwiegend trocken-kalten Witterung bislang gering. Örtlich musste der Blattrandkäfer bekämpft werden. Zur Monatswende Mai/Juni ist mit ansteigenden Temperaturen und damit mit dem Zuflug der ersten Erbsenwickler zu rechnen. Wenige Tage nach dem Zuflug beginnen die Weibchen mit der Eiablage auf der Unterseite der Fiederblätter, auf den Blütenblättern und zum Teil auch auf jungen Hülsen. Nach 1 bis 2 Wochen schlüpfen die Raupen und wandern zu den Hülsen, in die sie sich einbohren. Dort fressen sie dann an der Samenanlage. Mit Vorliebe werden dichte, üppige Erbsenbestände (Wintererbsen) von Erbsenwicklern angeflogen.

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Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Durch die Ernte von Silomais und den ersten Zuckerrüben wurden Blattläuse aufgescheucht und sind jetzt verstärkt auch in den frisch aufgelaufenen Pflanzenbeständen bzw. im Ausfallgetreide zu finden. Trotz der Nässe springen auch Zikaden herum. Latenter bis deutlich erkennbarer Befall mit Verzwergungsvirosen trat im Frühjahr verbreitet auf. Kontrollieren Sie deshalb Ausfallgetreide und Zwischenfrüchte mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs auf Blattläuse und Stoppelfelder sowie neu bestellte Felder auf umherspringende Zikaden. Anzeichen für Verzwergungsvirosen: Einzelpflanzen, die von der Spitze her vergilben oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und oft übermäßig stark bestocken. Das Herzblatt kommt kaum heraus. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern prall wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern. Das Virus-Risiko mit dem Weizenverzwergungsvirus ist höher östlich der Linie Schwerin – Erfurt – Würzburg und zieht sich über Hohenlohe rüber in das Rhein-Main-Gebiet.

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Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Getreide – Virusvektoren

Autoscheiben voll mit Insekten sollten eine Warnung sein. Blattlaus-Kolonien waren schon Anfang Mai im Weizen zu finden. Durch aktuell mildere Temperaturen wird die Belastung mit Blattläusen in den nächsten Tagen steigen.
Blattläuse bevorzugen vorwiegend trockenes Wetter mit zwischendurch feuchten Abschnitten. Auf den Pflanzenblättern saugen die Läuse mit Hilfe des Saugrüssels Assimilate aus dem Phloem. Mit dem Anstich können die Insekten Viruspartikel aus mit Virus belasteten Pflanzen aufnehmen und damit gesunde Pflanzen infizieren. Das Risiko der Übertragung des Gersten-Gelb-Verzwergungs-Virus (BYDV) ist über die gesamte Vegetationszeit gegeben.
Abgesehen vom Gersten-Gelbverzwergungs-Virus sind in diesem Jahr auch Symptome des Weizen-Verzwergungsvirus (WDV) zu beobachten, das durch Zikaden übertragen wird. Als Wirtspflanzen dienen alle Getreidearten sowie Gräser, wie Weidelgräser, Rispen oder auch der Rauhafer.
Verzwergungsvirosen werden nicht mit dem Saatgut oder durch Maschinen übertragen.
Der Schaden durch Verzwergungsvirosen ist umso höher, je früher die Infektion erfolgt. Aus diesem Grund muss der Befall mit Blattläusen aktuell vor

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Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Zuckerrüben – Schädlingsbekämpfung

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenstellung der Bekämpfungsrichtwerte für Schädlinge in Zuckerrüben. Für die Schilf- und Winden-Glasflügelzikade als Vektoren des SBR/Stolbur-Komplexes gibt es weder Bekämpfungsrichtwerte noch wirksame Insektizide. In den Problemgebieten gilt es, sämtliche pflanzenbauliche Instrumente zu ergreifen, um die Rüben keinem unnötigen Stress auszusetzen. Dazu gehört auch die konsequente Bekämpfung anderer Schaderreger. Werden in den SBR/Stolbur-Problemgebieten die Bekämpfungsrichtwerte eines Schädlings überschritten, ist es in jedem Fall sinnvoll, eine Insektizidmaßnahme durchzuführen.

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Im Ausfallgetreide und in Zwischenfrüchten mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs sind die ersten Anzeichen für Verzwergungsvirosen zu finden: Einzelpflanzen, die von der Spitze her zu vergilben beginnen oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und übermäßig stark bestocken. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern.
Verzwergungsvirosen werden durch Insekten als Vektoren übertragen: das Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) vorwiegend durch die Haferblattlaus und die Große Getreideblattlaus, das Weizen-Verzwergungs-Virus (WDV) durch die Zwergzikade (Psammotettix alienus). An Art und Weise des Auftretens der Symptome im Feld lässt sich unterscheiden, welcher Überträger in Betracht kommt:
Das Blattlaus-Virus (Gerstenverzwergungsvirus) beginnt an Einzelpflanzen, die sich später zu Befallsnestern wie (kreis-) runde Elefantentritte ausweiten.

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Getreide – Bekämpfung von Blattläusen, Zikaden, Laufkäfern und Fritfliegen

Blattläuse werden in frühen Entwicklungsstadien des Getreides durch Pyrethroide (z.B. Decis forte, Karate Zeon, Mavrik Vita (Nützling schonend), Nexide, Sumicidin) noch erfasst. Pyrethroide wirken nicht mehr gegen die Grüne Pfirsichblattlaus.
Pyrethroide sind reine Kontaktmittel und können deshalb durch direkte Kontamination der Schaderreger mit dem Wirkstoff auf den getroffenen Organen eine Wirkung entfalten. Auf der Blattunterseite versteckt sitzende Blattläuse werden durch Pyrethroide nicht erfasst.
Die Wirkungsdauer der Pyrethroide (4-6 Tage) wird vor allem bei hoher UV-Strahlung um 3 bis 4 Tage durch die Zugabe von Additiven mit Haftwirkung (z. B. Adhäsit, Bond, Designer) und bessere Einbettung der Wirkstoffe in die Wachsschicht verlängert.
Pirimor Granulat (Pirimicarb), das durch die Dampfphase auch versteckt sitzende Blattläuse ausräumte, ist nicht mehr zugelassen, Pirimor G mit verschärften Auflagen erst ab EC 39.

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Blattlausbefall in Zuckerrüben

Die wärmeren Temperaturen begünstigen den Zuflug der Blattläuse in der Zuckerrübe. Das Übertragungsrisiko durch virusübertragende Insekten beginnt schon ab dem Keimblattstadium. Die Vektoren laden sich an alten Rübenköpfen in benachbarten Schlägen auf.
Bei der Kontrolle ist unter den Rübenblättern oder im Herz der Rüben zu suchen, denn dort nisten sich Blattläuse und deren Kolonien an. Von oben sichtbar werden befallene Pflanzen durch sich kräuselnde Blätter. Bei Sonnenschein erkennt man diese auch durch dunkle Punkte auf den Blättern, wenn man gegen das Licht guckt. Im Verlaufe der Vegetation fallen die Viruspflanzen durch gelblich verfärbte Blattspreiten auf.
Eine größere Bedrohung erfolgt durch die Grüne Pfirsichblattlaus als durch die schwarze Bohnenlaus. Vorwiegend die Grüne Pfirsichblattlaus überträgt das Rübenvergilbungsvirus. Wohingegen die Bohnenlaus jüngere Pflanzen in erster Linie durch Saugschäden schwächt. Natürliche Antagonisten können bei der Bekämpfung hilfreich sein, reichen aber bei massenhaftem Zuflug nicht aus. Eine Insektizidbehandlung ist dann von größerem Nutzen. Bei 10

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Getreide – Schädlingsdruck

Die Temperaturen waren in den letzten Wochen zu niedrig, um das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum zu begünstigen. Deshalb ist in den kommenden 10 Tagen nicht mit direkten, das heißt vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen.

Zur Verbesserung der Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Mais-Stroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag in der Homepage nachlesen.

Anders sieht es mit der Infektionslage durch M. nivale oder F. culmorum aus. Beide Erreger sind häufiger am Halmgrund bzw. auch auf den Blättern zu finden. Sporen dieser Erreger sind bis auf F-1 in einer allerdings geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der Ligula ansammeln. Die Ähren werden beim Durchschieben durch die

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Zuckerrüben – Ab sofort auf Blattläuse und Erdflöhe kontrollieren!

Nach dem Wegfall der Neonicotinoid-Beizen müssen die Zuckerrüben vom Auflaufen an auf Blattlausbefall kontrolliert werden. Ab der kommenden Woche ist verstärkt mit der Schwarzen Bohnenlaus zu rechnen. Wirtschaftlicher Schaden kann durch die Saugtätigkeit sowie durch die Virusübertragung entstehen. Als Virusüberträger ist die Schwarze Bohnenlaus weniger gefährlich als die Grüne Pfirsichblattlaus, die über einen größeren Aktionsradius verfügt, und Viren effektiver übertragen kann. Bei der Schwarzen Bohnenlaus geht es in erster Linie darum, Saugschäden zu vermeiden, die naturgemäß an kleinen Pflanzen stärker sind.
Die Schwarze Bohnenlaus überwintert im Eistadium auf ihrem Winterwirt (Pfaffenhüttchen, Schneeball). Im Gegensatz zur Grünen Pfirsichblattlaus überwintern sie nur im Eistadium. Die Läuse müssen sich erst an Wirtspflanzen (z.B. Wildrüben) mit dem Vergilbungsvirus beladen. Diese können dann an die Nachkommen weitergegeben werden. Warmes, überwiegend trockenes Wetter begünstigt die Nahrungsaufnahme und führt zu einem raschen Anstieg der Population. Ab 10% mit Schwarzer Bohnenlaus befallener Pflanzen lohnt sich eine Insektizidbehandlung.
Indikatorpflanzen für einen Befall mit der Schwarzen Bohnenlaus im Bestand sind Disteln oder Melden. Kontrollieren Sie die Zuckerrüben an mehreren Stellen im Schlag auf Befall mit

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