Windhalm

Getreide – Gräserbehandlung zu Vegetationsbeginn

Getreide – Gräserbehandlung zu Vegetationsbeginn

Ackerfuchsschwanz sollte auf Problemflächen bekämpft werden, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Mesosulfuron-, Iodosulfuron- und Propoxycarbazone-haltige Mittel dürfen aber auf drainierten Schlägen erst ab dem 16. März gespritzt werden. Einzig Altivate darf als reines Mesosulfuron- Produkt vor dem 16. März gespritzt werden.

Sulfonylharnstoffe (ALS-Hemmer) wirken gut, wenn der Ackerfuchsschwanz noch klein, die Luftfeuchtigkeit hoch und die Wachsschicht der Blätter aufgequollen und gut durchlässig ist. Nachtfröste bis – 3 °C beeinträchtigen in dieser Phase die Unkrautwirkung nicht, erschweren den Getreidepflanzen jedoch den Abbau der Wirkstoffe. Gut entwickelte und ausreichend mit Spurenelementen (als Bestandteile der Enzyme für den Herbizidabbau) versorgte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht ist in frostgeschädigten Beständen geboten. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neu gebildetes Blatt als Indiz für einen intakten Vegetationskegel aufweisen.

Ursachen für das verstärkte Auftreten von Trespen sind nicht wendende, minimale Bodenbearbeitung, langes Tolerieren des Anfangsbefalls, zu spätes Erkennen und Bekämpfung, nachdem keimfähige Samen bereits ausgefallen sind.

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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide
Der Wegfall des Flufenacet (FFA) ist beschlossene Sache. Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Ob danach das Cinmethylin (enthalten im Luximo) zur Verfügung steht, ist unklar. Die Alternativen zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz & Co. bestehen aus Wirkstoffen, die schon vor dem Flufenacet zur Verfügung standen, z.B. CTU, Pendimethalin, Prosulfocarb. Das damals verbreitet eingesetzte IPU darf inzwischen in der EU nicht mehr verwendet werden.
Sollte das Luximo keine rechtzeitige Zulassung erhalten, müssen wir die zur Verfügung stehenden Wirkstoffe effektiv einsetzen. Dazu müssen wir uns mit deren Eigenschaften auseinandersetzen.
Die Wirkung eines Bodenherbizides hängt zum einen ab
von der Wirksamkeit des Wirkstoffes gegen das betroffene Unkraut,
vom Verhalten des Wirkstoffes im Boden,
von der Aufnahme und der Verteilung des Wirkstoffes in der Pflanze,
vom Abbau des Wirkstoffes im Boden und in der Pflanze.
Das Verhalten eines Wirkstoffes im Boden wird gekennzeichnet
durch die Wasserlöslichkeit (g bzw. mg Wirkstoff je l Wasser)
Je höher die Wasserlöslichkeit, umso besser verteilt sich der Wirkstoff im Boden. Im Vergleich zum

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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Getreide – Gräserbekämpfung zu Vegetationsbeginn im Frühjahr 2025

Nach Auswertungen von Agris42 wiesen 2024 immerhin 69 % der eingesandten AFU-Proben (Verdachtsproben) Resistenzen gegenüber den Wirkstoffklassen A (ACCase-Hemmer) und B (ALS-Hemmer) auf, beim Weidelgras waren es 20 %, Windhalm 6 %, Trespen 4 %, sonstige (Dikotyle) 1 %. Für die Frühjahrsbehandlung gegen Gräser stehen allerdings ausschließlich Herbizide dieser Wirkstoffklassen zur Verfügung. Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat auf Problemflächen Priorität, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Zu Beginn einer Schönwetterphase (häufig in der 2. Märzwoche*) wirken die Sulfonylharnstoffe gut, wenn der Ackerfuchsschwanz noch klein ist, die Luftfeuchtigkeit i.d.R. noch hoch ist und die Blätter weich sind. Nachtfröste bis – 3 °C in dieser Phase beeinträchtigen die Unkrautwirkung nicht, erschweren dem Getreide jedoch den Abbau der Wirkstoffe. Gut entwickelte und mit Spurenelementen versorgte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht in frostgeschädigten Beständen. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neugebildetes Blatt als Indiz für einen

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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Raps – Herbizideinsatz im Frühjahr

Ungrasbekämpfung mit Propyzamid im Frühjahr Eine Reihe von Rapsbeständen wurden im Herbst nicht mehr mit Propyzamid (im Kerb, Groove, Credence,Milestone) gegen Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser behandelt. Das Propyzamid hat eine hohe Persistenz im Boden und sollte auf Standorten mit längeren Trockenphasen bis spätestens Ende Februar gespritzt werden, wenn der nachfolgende Weizen noch im September gesät werden soll. Kerb flo (Credence, Groove): Mit 1,25 l/ha werden Ausfallgetreide und flach keimende, auch noch nicht aufgelaufene Gräser wie Windhalm, Hirsen, Flughafer, Jährige Rispe, mit 1,5 l/ha Trespe sowie mit 1,8 l/ha auch Ackerfuchsschwanz, Weidelgras, Vogelmiere und Ehrenpreis erfasst, wenn die Ungräser nicht zu tief wurzeln. Gegen bestockten, schon tiefer wurzelnden Ackerfuchsschwanz können 1,5 l/ha Focus Ultra + 1,5 l/ha Dash zugemischt werden. Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz muss Focus Ultra auf 2,5 l/ha + 2,5 l/ha Dash erhöht werden. Die Zumischung von Focus Ultra erfordert, dass tagsüber wenigstens 8 °C herrschen und danach kein

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Herbizid-Resistenzen

Herbizid-Resistenzen

Herbizid-Resistenzen sind nicht mehr nur auf einzelne Regionen begrenzt. Durch den überbetrieblichen und inzwischen auch überregionalen Einsatz der Erntetechnik werden resistente Unkräuter immer mehr verbreitet. Bislang muss mit folgenden Resistenzen von Unkräutern gerechnet werden: Ackerfuchsschwanz reagiert bei uns auf den meisten Standorten nicht mehr auf auf FOP-Mittel, aber meist noch auf DIM-Mittel. Wo FOP-Mittel noch wirken, wirkt auch das Broadway im Frühjahr. Das FFA wirkt auf den meisten Standorten noch sicher. Die Wirkung des FFA wird durch die Zumischung von Boxer oder Aclonifen bzw. auch das Picolinafen unterstützt. Im Raps wirken sicher Metazachlor (nur auf keimenden AFU), Kerb (Milestone) und DIM-Mittel. Windhalm wird verbreitet durch ALS-Hemmer nicht mehr bekämpft. Am sichersten wirken über den Boden Beflubutamid + FFA, Flumioxazin + FFA. Im Nachauflauf haben DEN-Mittel Axial (Traxos) im Getreide noch eine gute Wirkung, im Raps reicht meist schon Metazachlor/Dimethachlor, FOP, Kerb (Milestone). Auch bei Trespen wurde vereinzelt ALS-Resistenz nachgewiesen, unterschiedliche

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Getreide – Herbizide zur Herbstanwendung (Anwendungsbeispiele und Tabellen 2023)

Getreide – Herbizide zur Herbstanwendung (Anwendungsbeispiele und Tabellen 2023)

Flufenacet (z.B. im Cadou, Fence, Sunfire, Vulkanus bzw. zusammen mit DFF im Herold, Battle Delta, Carpatus u.a.)
Zellteilungshemmer (Gruppe der Oxyacetamide) mit sehr geringem Resistenzrisiko
Wirkung ab Keimung, ab 2-Blattstadium der Ungräser nimmt die Wirkung ab
kein Filmbildner, Walzen nach der Spritzung möglich, Wirkungsverstärkung
sehr hoher Bodenfeuchtebedarf
Wirkungsminderung auf tonigen Böden mit geringer Ca-Sättigung (niedriger pH-Wert)
Prosulfocarb (Boxer) oder Pendimethalin (+ FFA im Malibu) verstärken die Wirkung
Mischung Herold + Boxer in bereits aufgelaufenen Beständen spätestens 10 Tage vor Frost (höhere Frostempfindlichkeit) spritzen, nicht in Wintergerste
Vorlage mit FFA im VA /NA (EC 10/11, AFU im 2- bis 3-Blattstadium) verstärkt die Wirkung der später gespritzten ACCase- und ALS-Hemmer
Kombination mit Pinoxaden/Clodinafop (Nikolausspritzung)
Pendimethalin (Stomp Aqua, Activus, mit FFA im Malibu)

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Getreide – Herbizide zur Herbstanwendung (Anwendungsbeispiele und Tabellen 2023)

Raps – Herbizidstrategien – Herbst 2023

Herbizide im Raps – Clomazone bei starker Belastung durch Kreuzblütler
Voraussetzung: Clomazone-Anwendung ist zulässig (< 25 °C, Abstandsregelung) Bodenoberfläche muss feinkrümelig und gut rückverfestigt sein Klutige Böden und lockere Böden deshalb nach der Saat walzen Behandlung im VA bis 72 Std. nach der Saat (3. Tag) Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung im Raps VA Bereits aufgelaufener AFU muss im VA mechanisch bekämpft bzw. mit Glyphosat herausgespritzt werden, damit er nicht zu groß wird. 400 g/ha Metazachlor (0,8 l/ha Fuego) gegen AFU im Keimen NA 1,8 l/ha Focus Ultra + 1,0 l/ha Dash (AFU 2 bis 3 Blätter + Ausfallgetreide) 0,5 l/ha Select 240 + 1,0 l/ha Radiamix (AFU 3 bis 4 Blätter) Aus Verträglichkeitsgründen ab Oktober keine Mischung von Select mit anderen PSM und maximal 0,5 l/ha Radiamix! NAH 1,5 bis 1,75 l/ha Kerb Flo (Boden unter 10 °C).

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Getreide – Herbizide zur Herbstanwendung (Anwendungsbeispiele und Tabellen 2023)

Getreide – Gräserbehandlung zu Vegetationsbeginn im Frühjahr

Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat auf Problemflächen Priorität, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Zu Beginn einer Schönwetterphase (häufig in der 2. Märzwoche*) wirken die Sulfonylharnstoffe gut, wenn die Blätter weich sind und die Luftfeuchtigkeit i.d.R. noch hoch ist und auch der Ackerfuchsschwanz noch nicht so weit entwickelt ist. Nachtfröste bis – 3 °C in dieser Phase beeinträchtigen die Unkrautwirkung nicht, erschweren dem Getreide jedoch den Abbau der Wirkstoffe.

*) Mesosulfuron-, Iodosulfuron- und Propoxycarbazone-haltige Mittel dürfen auf drainierten Schlägen erst ab dem 16. März gespritzt werden. Ab. 16.3. haben folgende Mittel eine Drainauflage: Niantic 500, Pacifica Plus, Atlantis Flex, Husar + Mero.

Gut entwickelte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht ist in frostgeschädigten Beständen geboten. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neu gebildetes Blatt als Indiz für einen intakten Vegetationskegel aufweisen.

Trespen bilden seit Jahren das Problemunkraut Nummer 1 auf vielen Schlägen. Ursachen

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