Fungizide

Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Die Rapsbestände präsentieren sich in diesem Jahr je nach Aussaatdatum, Niederschlagsmenge und Schädlingsdruck sehr unterschiedlich. Im Norden stand zur Saat ausreichend Bodenfeuchte zur Verfügung. Die Bestände liefen zügig und gleichmäßig auf, der Erdflohdruck blieb...

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Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

In vielen Regionen Deutschlands setzt die Trockenheit weiterhin den Zuckerrüben mit der Folge von schlafenden Rüben und Blattverlusten zu. Das heiße, aber trockene Wetter bot keine Voraussetzungen für die Ausbreitung von Cercospora, sodass sich der Blattapparat der Rüben aktuell weitgehend gesund präsentiert, auch wenn bisher kaum Fungizide eingesetzt wurden.
Dennoch ist es notwendig, die Bestände weiterhin zu kontrollieren, da wechselhaftes Wetter Ende August und im September mit warmen Temperaturen, wie auch 2018 der Fall, noch zu einer starken Ausbreitung von Cercospora führen kann.
Regen kann nach den Blattverlusten durch Hitze und Trockenheit zu einer Neubildung von Blättern führen, die dann nicht gegen Cercospora geschützt sind. Da wir auf den Ertragszuwachs im Spätsommer und Herbst in diesem Jahr angewiesen sind, muss folglich vor allem, wenn spät gerodet wird, intensiv auf Cercospora und andere Krankheiten geachtet werden.
Sollten günstig Befallsbedingungen vorherrschen, muss in Lagen mit Starkbefall und hohem Resistenzrisiko

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Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

Zuckerrübe – Anschlussspritzung Cercospora

Im Süden ist in einigen Regionen die T1-Spritzung gegen Cercospora erst erfolgt oder war aufgrund des geringen Krankheitsdrucks bislang nicht notwendig. In anderen Teilen Deutschlands, so im Norden oder Osten sieht die Cercospora-Situation dagegen anders aus. Wo regelmäßig Gewitter und Regenfälle nieder gingen, boten hohe Temperaturen ideale Bedingung für die Entwicklung von Cercospora.
Deshalb müssen dort die Spritzabstände eingehalten und gut wirkende Mittel eingesetzt werden. Auch in Sorten mit guter Cercospora-Toleranz darf der Spritzabstand bei hohem und ständigem Befallsdruck durch Regen und Tau nicht weiter als 18 – 21 Tage sein. Allerdings ist ein Prothioconazol-haltiges Mittel für eine gute Stoppwirkung notwendig, wenn der Zeitraum ausgereizt wurde.
Soll Mefentrifluconazol (im Diadem) gespritzt werden, muss der Spritzabstand um zwei bis drei Tage enger gehalten werden oder es müssen 125 – 140 g/ha Prothioconazol hinzugemischt werden. Wie bei der Ramularia-Bekämpfung in der Wintergerste ergänzen sich auch gegen Cercospora Prothioconazol und Mefentrifluconazol gut in der Tankmischung. In Hessen sind zudem bereits erste Resistenzen gegen das Mefentrifluconazol aufgetreten

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Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Aktuelle Situation

Die Krautfäule-Situation ist regional sehr unterschiedlich: von höchstem Infektionsdruck, aufgrund hoher Regenmengen mit übernassen Bedingungen, bis zu sehr trockenen Regionen mit sehr wenigen Niederschlägen imMai. Dennoch darf die Gefahr einer Primärinfektion in dieser Saison nicht unterschätzt werden. Oftmals ist Stängelphytophthora unter ungünstigen Bedingungen bereits ausgebrochen. Daher muss vor allem in spätgepflanzten Beständen die Erstbehandlung ab dem Berühren in der eigenen Reihe gesetzt werden. Spätestens zum Reihenschluss sollte dann ein systemischer Wirkstoff eingesetzt werden, denn die spät gepflanzten Bestände, die innerhalb weniger Tage ihre Jugendentwicklung durchlaufen, sind besonders gefährdet.

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Unterscheidung von Septoria tritici und M. nivale (Schneeschimmel)

Der Regen der letzten Wochen begünstigte einerseits Septoria, aber auch den Schneeschimmel, die nicht unterschätzt werden dürfen. Erste Blattsymptome, die an Septoria erinnern, jedoch keine schwarzen Dauerkörper enthalten, zeigen sich bereits in einigen Regionen Westdeutschlands und sind auch in Mitteldeutschland zu erwarten. Wichtig ist es jetzt, die Krankheit richtig zu identifizieren (siehe Tabelle und Bilder). Häufig treten Mischinfektionen mit Septoria auf. Bei bereits vorhandenen Symptomen ist derzeit die Kombination Prothioconazol + Fenpicoxamid (Univoq) am stärksten.

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Weizen – Krankheitsdruck und Ährenbehandlung

Die ersten zweieinhalb Maiwochen waren verbreitet durch kühles, regnerisches Wetter gekennzeichnet. Dadurch profitierten Erreger wie Gelbrost, M. nivale und S. tritici. In milderen Lagen sind auch frische Mehltaupusteln zu finden. Durch Wind und Regen wurde die Ausbringung von Fungiziden (und Wachstumsreglern) im Fahnenblatt-Stadium erschwert. Dadurch sind Befallssymptome in vielen Beständen auf F-2, gelegentlich auch auf F-1 zu finden.

Infektionen auf dem Fahnenblatt konnten durch Fungizidmaßnahmen unterbunden werden.

Die Niederschläge ließen mit Beginn dieser Woche nach. Für die 3. Maidekade wird überwiegend trockenes Wetter mit Temperaturen zwischen 23 und 28 °C vorhergesagt. Damit dürfte das Infektionsrisiko mit S. tritici, M. nivale und Gelbrost nachlassen.

Mehltaubefall ab Pfingsten zu erwarten

Wenn allerdings 2 Tage lang starker Tau bis in die Mittagsstunden in den Beständen auftritt, ist bei den angekündigten Temperaturen über 20 °C ab dem Freitag vor Pfingsten in anfälligen Sorten mit Mehltau und auch mit Braunrost zu rechnen, wenn keine Fungizidspritzung im Fahnenblatt erfolgt ist. Besonders hoch ist das Risiko in Beständen mit Altmehltau bzw. Herbstbefall mit Braunrost.

Braunrost und Mehltau können auch von außen, sogar über weite Strecken mit dem Wind verbreitet werden und zu Neuinfektionen führen.

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Bekämpfung von Fusarien

Geringe Inokulumdichte von F. graminearum
Die Maisstoppeln waren im Herbst des vergangenen Jahres wenig mit F. graminearum belastet. Die anhaltende Trockenheit über Winter und vor allem im März/April verhinderten zudem die Bildung von Perithecien bzw. Ascosporen. Daran änderte sich auch in den letzten 14 Tagen infolge der nass-kalten Witterung wenig. In den nächsten 14 Tagen wird überwiegend trockenes Wetter angekündigt, so dass das Fusarienrisiko für die früh blühenden Weizenbestände gering ist.
Das kann sich für den später (ab 30.05.) blühenden Weizen ändern, wenn Regen, hohe Luftfeuchte undTemperaturen über 17 °C zusammentreffen, da auch eine geringe Sporendichte ausreicht, damit die kritischen DON-Gehalte überschritten werden.
Die Sporulation erfordert Feuchte und Temperaturen über 17 °C. Mit sehr hohen Temperaturen (über 30 °C) nimmt die Sporulation wieder stark ab. Sie können mit der Nase feststellen, wann und wo Fusarien sporulieren: Wenn nach einem Regenschauer der Geruch eines alten Kartoffelkellers in der Luft liegt, ist

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Leguminosen – Krankheiten und Schädlinge

Blattläuse rechtzeitig kontrollieren
In Sachsen-Anhalt wurde ein erster Zuflug der Grünen Erbsenblattlaus sowie der Schwarzen Bohnenlaus festgestellt. Vor diesem Hintergrund sollten die Bestände regelmäßig kontrolliert werden. Blattläuse sitzen häufig versteckt an der Blattunterseite oder zwischen noch nicht voll ausgebildeten Blättern. Deshalb sollten diese Pflanzenbereiche gezielt bonitiert werden.
Schüttelmethode, um den Besatz mit Blattläuse zu ermitteln
Dazu drückt man die Nachbarpflanzen um 4 Pflanzen zur Seite, um auf den blanken Boden blicken zu können, umfasst diese 4 Pflanzen und schüttelt diese zehnmal. Dann zählt man die grünen Blattläuse, die auf den Boden gefallen sind. Sind das mehr als 10, ist eine Bekämpfung angebracht, insbesondere wenn die Übertragung von Virosen zu befürchten ist. Schwarze Bohnenläuse saugen sich so fest, dass sie kaum abgeschüttelt werden. In diesem Fall müssen die meist auf den Stängeln festgesaugten schwarzen Läuse bonitiert werden.
Mit steigenden Temperaturen kann sich die Populationsentwicklung deutlich beschleunigen. Oberhalb von 20 °C ist

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Getreide – Fahnenblatt- und Grannenspritzung 2026

Mit verstärktem Aufkommen von Pilzkrankheiten ist zu rechnen
Durch die Niederschläge um den 1. Mai wurden die Voraussetzungen für eine epidemische Ausbreitung von Krankheiten wie S. tritici, Gelbrost und Mehltau, aber auch von Netzflecken und Rhynchosporium geschaffen.
Aufgrund der derzeitigen Wetterkonstellation ist mit einem massiven Auftreten dieser Krankheiten, vor allem von Mehltau, Gelbrost, S. tritici im Weizen gegen Ende der ersten Maiwoche zu rechnen, bevor in den meisten Beständen das Fahnenblatt erschienen ist. Damit ist eine Fungizidspritzung vor dem Fahnenblattschieben sinnvoll. Unter Umständen muss innerhalb von 14 bis 18 Tagen zweimal behandelt werden.
In der Gerste wurden meist zwischen dem 24. und 28.04. Fungizidbehandlungen durchgeführt, deren Wirkung bis zum 06. bis 10. Mai anhalten dürfte. Ab dem 08.05. bis zum 12.05. ist die Grannenspritzung sinnvoll.
Wie wirken die Fungizide in der Pflanze?
Die Hauptlast der Pilzbekämpfung tragen Azole. Diese haben nur eine Wirkung auf den direkt getroffenen Blättern. Neuzuwachsende Blätter

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Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Geringer Krautfäuledruck in Frühkartoffeln, Primärinfektion nicht unterschätzen!

Durch das trockene Frühjahr konnte in vielen Regionen zeitig unter guten Bedingungen gepflanzt werden. Die Niederschläge der vergangenen Woche führen nur vereinzelt zu übernassen Bedingungen. Auch die Luftfeuchtigkeit lag in den letzten Wochen auf niedrigem Niveau. Entsprechend hält sich der Krautfäuledruck in Grenzen.

In den frühen Regionen sind nur vereinzelt Krautfäulesymptome an den prädestinierten Stellen zu finden. DasAuftreten einer Primärinfektion hängt häufig auch mit der Bodenstruktur zusammen, da die Infektion immer zuerstin Bereichen schlechter Struktur und damit in den feuchteren Bereichen auftritt. Interessanterweise sind Bio-Bestände in den Frühregionen immer weniger von Phytophthora befallen als konventionelle Bestände. Dies hängt mit der früheren Abnahme der Abdeckung aufgrund der mechanischen Unkrautbekämpfung, aber auch mit derBearbeitung im Bestand zusammen.

Erste Infektionen entstehen überwiegend durch infiziertes Pflanzgut oder durch zugeflogene Sporen, etwa voninfizierten Knollen aus beispielsweise Abfallhaufen oder von Durchwuchskartoffeln. In den seltensten Fällen erfolgt eine Primärinfektion durch bodenbürtige Dauersporen (Oosporen).

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Raps – Blütenspritzung

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits in der Blüte. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Erste Apothezien sind im Rheinland bereits aufgelaufen. Bislang liegen die Bodentemperaturen verbreitet unter 10 °C. Erst wenn die Bodentemperaturen die 10 °C-Grenze bis den unteren Krumenbereich hinein überschritten haben, können Apothezien auflaufen. Damit ist erst in der nächsten Woche zu rechnen.

Dann dauert es noch weitere 5 bis 6 Tage bis zu einer möglichen Sporulation. Diese wird durch den Blütenstaub ausgelöst, der auf die Apothecien fällt. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

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Winterroggen – Einkürzung und Fungizide

Einkürzung des Winterroggens in EC 39/49

Zeitraum der Kürzung: ab 22.04. bis spätestens 27.04.

Roggen schiebt wie (fast) jedes Jahr ab dem 27.04. die Grannen

nach Vorlage in EC 31/32 (z.B. Moddus (+ CCC) / Prodax + Folicur)

Halm bis zum 3. „echten“ Knoten über 35 cm lang: 0,3 l/ha Cerone / (200 g/ha Ethephon)

bei längerem Halm: + 0,1 l/ha Cerone (70 g/ha Ethephon) pro 5 cm längerem Halm

Roggen im Fahnenblattstadium nur mit Ethephon-Mitteln kürzen:

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Wintergetreide – Krankheitssituation im Frühjahr 2026

Die Getreidebestände sind in diesem Frühjahr mit wenigen Ausnahmen – z.B. früh aufgelaufene Bestände nach Winterraps mit Getreidedurchwuchs – wenig krank. Gelbrost-Nester sind bislang nur vereinzelt (im Nord-Westen) zu finden. Auch Halmbasis-Verbräunungen sind (fast) nur an zu tief abgelegten Pflanzen zu finden, die bis Ende Oktober aufgelaufen waren. Gelegentlicher Befall mit Schneeschimmel ist vorwiegend im Roggen nach Roggen zu finden. Häufig zu beobachten ist dagegen (Alt-) Mehltau auf Blättern, die bis Mitte Oktober gebildet waren, immer wieder auch Septoria tritici-Infektionen auf unteren Blättern im frühen Weizen und Triticale.

Für die kommenden 14 Tage ist in ganz Deutschland mildes, trockenes Wetter mit örtlichen Schauern vorhergesagt. Allerdings kann Tau eine bis in den späten Vormittag hinein anhaltende Blattnässe verursachen, die den Befall mit Mehltau in Beständen mit vorhandenem Altmehltau begünstigt. Das gilt auch für Braunrost, vornehmlich in Roggen.

Wann Blattkrankheiten bekämpfen?

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Raps – Knospenspritzung

In den Gelbschalen waren in den letzten Wochen mit Ausnahme von Südhängen nur wenige Stängelschädlinge zu finden. Die Kohltriebrüssler versteckten sich meist in den Knospen bzw. Blattachseln der Rapspflanzen. Deshalb ist eine intensive Kontrolle der Rapspflanzen dringend erforderlich. Sind in mehr als 3 von 10 Rapspflanzen Stängelschädlinge zu finden, ist es angebracht, gegen diese bis EC 51 mit Pyrethroiden vorzugehen. Vor EC 51 haben teilsystemische Wirkstoffe wie das Acetamiprid kaum Vorteile, weil kein Transport in die Knospen erfolgt, solange diese mit Blättern umhüllt sind.

Inzwischen liegen die Knospen frei, somit können Stängelschädlinge und Rapsglanzkäfer mit Acetamiprid bekämpft werden.

Mit dem Anstieg der Temperaturen über 15 °C werden wieder verstärkt Rapsglanzkäfer gefunden. Eine Gefährdung durch den Rapsglanzkäfer ist zu erwarten, wenn die Knospen noch nicht aufgeblüht sind und angefressen werden. Die Bekämpfungsschwelle für den Rapsglanzkäfer liegt bei 3 bis 5 Käfern pro Blütenstand. Diese Schwelle dürfte verbreitet am 06.04. überschritten worden

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern

Bedingt durch die anhaltende Vegetationsruhe nordöstlich der Linie Emden – Dresden hob auch in Rapspflanzen mit 12 Blättern der Vegetationskegel nicht mehr als 3 cm ab. Ausnahmen blieben übersäte Bereiche, wo sich die Blätter im Herbst bereits berührten und die Pflanzen sich gegenseitig hochtrieben. Südöstlich dieser Linie ist die Streckung in den früh aufgelaufenen Beständen bereits in Gang gekommen.

Mit dem Übergang in den Langtag werden sich die Sprossachsen des Raps schnell strecken. Infolge der hohen Strahlung der letzten beiden Wochen ist das Gewebe in den meisten Rapsbeständen fest. Infolge der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Tage mit Wachstum im Kurztag ist das Lagerrisiko geringer. In den schwächer entwickelten Beständen steht mehr die Förderung der Verzweigung der Rapspflanzen im Vordergrund.

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Winterraps – Wachstumsregulierung und Phoma-Bekämpfung

Die Winterrapsbestände präsentieren sich in diesem Herbst uneinheitlich. Abhängig von Saattermin und trockenheitsbedingten Auflaufverzögerungen befinden sich derzeit die Bestände zwischen Keimblatt- und 6-Blattstadium.
Zeitpunkt: wann erreicht der Raps (voraussichtlich) das 6-Blattstadium?
Nur wenige, vor dem 20. August gesäte Rapsbestände hatten bis zum 20. September sechs Blätter voll ausgebildet. Diese Bestände werden bis Vegetationsende auf jeden Fall 12 Blätter haben und enger stehende Pflanzen vor Winter Stängel bilden. Die Mehrzahl der Rapsbestände erreicht das 6-Blattstadium erst Ende September bis Anfang Oktober) und wird bei milder Herbstwitterung 10 bis 12 Blätter bilden. Bestände, die sich derzeit noch im 2-Blattstadium befinden, werden erst in der letzten Oktoberdekade sechs Blätter gebildet haben. Bis Vegetationsende erreichen diese Rapsbestände noch das 8- Blattstadium.
Konkurrenz zwischen den einzelnen Rapspflanzen, verstärkt durch Häufchenbildung
Je weiter der Reihenabstand und je höher die Saatstärke, umso enger ist der Abstand zwischen den Einzelpflanzen. Stehen benachbarte Rapspflanzen enger als 12 cm, wird die Stängelbildung in Gang gesetzt, sobald sich die Blätter berühren.
Gefährdung durch

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Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Viele Bestände mussten bis Mitte Juli mit wenigen Niederschlägen wachsen und haben in dieser Phase auch schon reichlich Stärke eingelagert. Früh (bis Mitte April) gepflanzte Partien hatten zu dieser Zeit schon Ertrag gebildet und waren physiologisch alt. Diese Bestände konnten von den Ende Juli einsetzenden Niederschlägen nicht mehr profitieren.
Ganz anders sieht es bei späteren Beständen, die zur Monatswende April/Mai gepflanzt wurden, aus. Diese konnten die Niederschläge voll ausnutzen und haben aufgrund des Verdünnungseffektes im ersten Moment Trockensubstanz verloren.
Mit den anschließend guten Wachstumsbedingungen konnten gesunde Bestände wieder Stärke einlagern und effektiv zuwachsen. Das sind Bestände, die jetzt noch wachsen können und unter Umständen sogar gebremst werden müssen.
Eine komplett andere Situation war bei zuvor bereits fußkranken Beständen zu sehen.

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Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Alternaria-Bekämpfung nicht vernachlässigen

Mit steigenden Temperaturen und hoher Einstrahlung darf die Bekämpfung der Alternaria nicht außer Augen gelassen werden. Vor allem auf beschädigtem Gewebe, aufgrund von Nährstoffmangel, gestoppten KF-Infektionen oder auf vom Propamocarb oder Ranmann verbranntem Gewebe kann sich in der Folge Alternaria setzen.
Das Problem der (teil-)systemischen Wirkstoffe ist, dass sie nicht in verbranntes oder beschädigtes Gewebe gelangen. Setzt sich die Alternaria auf ein Blatt mit ausgetrockneter Krautfäule, kann sie trotz Spezialpräparat immer weiter sporulieren und beschädigte Stellen auch infizieren.
Die Wirkstoffe Fluxapyroxad und Fluopyram gehören wie auch das Boscalid zur Wirkstoffklasse der Carboxamide. Als (teil-)systemischer Wirkstoff liegt dessen Stärke vor allem in der Dauerwirkung. Da sich der Wirkstoff sehr langsam in der Pflanze verteilt, muss er früh in der Alternaria-Strategie eingesetzt werden.

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Zuckerrübe – Absicherung der Nettoassimilation

Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Diese alten, zusätzlich mit Herbiziden belasteten Blätter sterben ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium eingesetzt hat. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Mit dem 10-bis 12-Blattstadium beginnen die Rüben die Reihen bzw. den Bestand zu schließen. Gleichzeitig setzt das sekundäre Dickenwachstum ein, dessen Abschluss mit dem Tageslängenwechsel (21. Juni) eingeleitet wird. Je mehr Zeit zwischen dem Reihenschluss und den längsten Tagen im Jahr zur Verfügung steht, umso mehr Kambiumringe werden gebildet. Die Kambiumringe dienen dem Transport und der Verteilung des Zuckers in die Speicherzellen um die Kambiumringe. Je mehr Kambiumringe gebildet werden, umso mehr Speicherzellen, umso mehr Zucker kann eingelagert werden. An jedem Kambiumring setzen bis zu 4 Blätter an. Die Assimilate aus diesen Blättern versorgen die zugehörigen Bereiche mit Zucker. Die ab dem 10-Blattstadium erscheinenden nächsten 8 bis 12 Blätter tragen die Hauptlast der Assimilation und der

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Zuckerrübe – Cercospora

Cercospora-Blattflecken traten im vergangenen Jahr flächendeckend in Zuckerrüben auf, z.T. auch auf Schlägen, auf den in den letzten Jahren keine Zuckerrüben angebaut wurden. Grund dafür ist, dass auch andere Arten, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten als Wirtspflanzen in Betracht kommen und Cercospora-Sporen auch mit dem Wind oder durch den überbetrieblichen Einsatz von Maschinen bzw. durch anhaftende Bodenresten verbreitet werden. Auch die Verbreitung mit dem Saatgut wurde nachgewiesen. Insofern ist auch in Isolationslagen eine Gefährdung nicht ausgeschlossen. Schadwirkung von Cercospora Die aktuelle Witterung mit Regen und Temperaturen um 25 °C begünstigt den Primärbefall mit Cercospora. Früher Befall ab Mitte/Ende Juni beeinträchtigt Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall ab Ende Juli wirkt sich vor allem auf Zuckergehalt und

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Weizen und Roggen – Braunrost

Bislang wurden Braunrostpusteln nur vereinzelt gefunden. Mit dem Anstieg der Temperaturen tagsüber auf über 20 bis 28 °C und nachts um 15 °C sowie begünstigt durch mehrere Stunden bis in die Mittagsstunden hinein anhaltenden Blattnässe wurden in der 1. Juniwoche günstige Voraussetzungen für Braunrost-Infektionen geschaffen, speziell dort, wo die Trockenheit im April und Mais den Einsatz von Fungiziden bislang nicht nötig erschienen ließ. Die Bekämpfung mit Fungiziden ist nur bis EC 69 zulässig und muss deshalb umgehend erfolgen. Die Bekämpfungsschwelle liegt in braunrostanfälligen Sorten bei 5 %, in weniger anfälligen Sorten bei 10 % mit Rost befallener Blätter. Spätreife Sorten, deren Kornbildung noch nicht so weit vorangeschritten ist, leiden stärker unter dem Befall mit Braunrost. Ertragsminderung durch späten Braunrostbefall Das Risiko von Ertragsminderungen im Weizen durch den Braunrost können Sie abschätzen: 10 Tage nach der Blüte haben die Karyopsen ca. 20 % ihres Samengewichtes erreicht. In der Folgezeit müssen noch 80 % gebildet werden. Etwa 25 bis 30 % davon werden durch die Spelzen assimiliert, 10 % durch das oberste Halmstück (= Pedunkel), 25 % durch das Fahnenblatt, 15 % durch F-1 und 10 % durch F-2. Wenn 50 % des Blattes mit Pusteln übersät sind, ist noch mit 50 % Assimilationsleistung zu rechnen. In diesem Fall kostet der

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Dinkel – Ährenbehandlung

Die Saalemühle/Dresdner Mühle gehört zu den größten Abnehmern von Dinkel. In den Dinkelspelzen wurde in der Vergangenheit immer wieder Tebuconazol nachgewiesen, das als bedenklich für die Verfütterung an Tiere eingestuft ist. Deshalb bittet die Saalemühle auf die Ährenbehandlung (mit Tebuconazol) zu verzichten.

Dinkel ist aufgrund der lockerständigen Ähren und der geringen Blütenzahl der Ährchen wenig anfällig für Fusarien. Dagegen können die Ähren von Septoria nodorum und Rost befallen werden. Das Risiko für den Ährenbefall ist gering, wenn eine Fungizidvorlage auf das Fahnenblatt mit Carboxamiden oder Strobilurinen erfolgt. Der Ährenbefall mit Spelzenbräune wird weitgehend unterbunden, wenn im Blattbereich wirksame Fungizide gespritzt werden.

Hochanfällig für Braunrost sind die Dinkelsorten Albertino und Badensonne. Beide Sorten sind zusammen mit Franckentop auch hochanfällig

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Getreide – Ährenkrankheiten

Der Befall der Ähren mit Krankheiten erfolgt auf unterschiedliche Weise: durch Zuflug über weite Strecken: Mehltau, Roste, hauptsächlich stammen die Neuinfektionen mit Mehltau oder Rosten aus dem Altbefall im Bestand, dessen Konidien bzw. Sporen durch Wind oder Regen- bzw. Tautropfen aufgewirbelt werden, durch direkte Infektionen, ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (F. graminearum, auch F. culmorum, F. Poae), durch Hochspringen über die Blätter als Treppe (S. nodorum, M. nivale, F. culmorum), durch die Kontamination der Ähre mit Erreger-Sporen, die sich im Bereich des Fahnenblattöhrchens angesammelt haben, durch systemische Verteilung von Sporen oder Myzel (z.B. F. culmorum, Cephalosporium gramineum) im Xylem der Pflanzen, die dann am Ende des Leitbahnsystems in den Blattspitzen bzw. im Spitzenbereich der Ähren angereichert werden. Mit dem Saftstrom im Xylem können auch Toxine verteilt werden, die dann lokale (Punkt-) Nekrosen bzw. Blattspitzen-Nekrosen bewirken, ohne dass ein Erreger nachgewiesen werden kann. Bekämpfung von

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Fusarien – Risiko bisher gering

Fusarienrisiko bisher gering Die kühlen Temperaturen in den letzten Wochen verhinderten das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum. In den kommenden 10 Tagen ist deshalb nicht mit direkten, vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen. Zur besseren Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Maisstroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag auf der Homepage nachlesen. Symptome von M. nivale oder F. culmorum sind dagegen häufiger am Halmgrund bzw. auch auf unteren Blättern zu finden. Sporen beider Erreger sind F-2 in einer noch geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Leguminosen – Schädlingsbekämpfung und Fungizideinsatz

Der Schädlingszuflug war in den Leguminosen aufgrund der vorwiegend trocken-kalten Witterung bislang gering. Örtlich musste der Blattrandkäfer bekämpft werden. Zur Monatswende Mai/Juni ist mit ansteigenden Temperaturen und damit mit dem Zuflug der ersten Erbsenwickler zu rechnen. Wenige Tage nach dem Zuflug beginnen die Weibchen mit der Eiablage auf der Unterseite der Fiederblätter, auf den Blütenblättern und zum Teil auch auf jungen Hülsen. Nach 1 bis 2 Wochen schlüpfen die Raupen und wandern zu den Hülsen, in die sie sich einbohren. Dort fressen sie dann an der Samenanlage. Mit Vorliebe werden dichte, üppige Erbsenbestände (Wintererbsen) von Erbsenwicklern angeflogen.

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Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Phytophthora-Druck auf geringem Niveau – Primärinfektionen nicht unterschätzen!

Der Infektionsdruck hält sich aufgrund der trockenen und strahlungsreichen Bedingungen in allen Regionen in Grenzen. Die überwiegend guten Bedingungen zur Bodenbearbeitung und Pflanzung reduzieren zudem das Risiko einer Primärinfektion. Dennoch darf dieses Risiko nicht ganz ausgeschlossen werden. In den vergangenen Jahren gab es häufig auch später in der Saison durch verstärkte Niederschläge im Juli eine systemische Infektion aus der Mutterknolle. Dieses Risiko haben alle Pflanzgutpartien aus der vergangenen Saison mit überregional hohem Phytophthora-Druck. Bei einer Infektion über den Boden wächst der Pilz systemisch im Stängel nach oben. Um diese Infektion zu stoppen, sind in jedem Fall systemische oder zumindest teilsystemische Wirkstoffe notwendig.
→ Beschreibung der Wirkstoffe siehe K-Info 04/2025
Der Fungizid Spritzstart kann entweder beim Berühren in der eigenen Reihe mit 1 l/ha Vojager erfolgen oder bei geringem Infektionsdruck kurz vor Reihenschluss, dann aber in Kombination mit dem schnellen Curzate 60 WG.

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Roggen – Abschlussbehandlung (Ährenspritzung vor dem Schieben der Staubbeutel)

Der Roggen erwies sich in diesem Jahr als recht gesund. Häufiger auftretender Befall mit Schneeschimmel bzw. Rhynchosporium im Roggen nach Roggen konnte mit einer frühen Prothioconazol-Spritzung unter Kontrolle gehalten werden. Braunrost erforderte im September-Roggen verbreitet den frühen Einsatz von Tebuconazol, um den Befallsdruck zu mindern. Mehltau spielte trotz des häufigeren Auftretens im Herbst im Frühjahr kaum eine Rolle. Die Abschlussspritzung mit Fungiziden gegen späten Braunrostbefall sollte im Roggen in EC 59 zwischen dem 15. bis 22.05. erfolgen, bevor die ersten Staubbeutel erscheinen. Wird auf die Staubbeutel gespritzt, nimmt der Pollen Schaden, die Folge sind Schartigkeit und Mutterkorn. Mit Mutterkorn ist in diesem Jahr stärker zu rechnen, nachdem bereits gekeimte Sklerotien gefunden wurden. Gefährdet ist Roggen auf Schlägen, die vorjährigem Roggen oder Grünland bzw. nicht bewirtschafteten Grasflächen benachbart sind. Um die Verbreitung mit Mutterkorn (Honigtau) durch Insekten zu vermeiden, ist die Zumischung eines (Kontakt-) Insektizides (Pyrethroid) angebracht. Zur Absicherung der Befruchtung

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Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Geringer Krautfäuledruck in Frühkartoffeln, Primärinfektionen nicht unterschätzen!

Das aktuelle Frühjahr unterscheidet sich grundlegend von den beiden Vorjahren. Durch das trockene Frühjahr konnte in vielen Regionen zeitig unter guten Bedingungen gepflanzt werden. Die Niederschläge der vergangenen Wochen führten jedoch nirgends zu übernassen Bedingungen. Auch die Luftfeuchtigkeit liegt auf niedrigem Niveau. Entsprechend hält sich der Krautfäuledruck in Grenzen.
In den frühen Regionen sind nur vereinzelt Krautfäulesymptome an den prädestinierten Stellen zu finden. Das Auftreten einer Primärinfektion hängt häufig auch mit der Bodenstruktur zusammen. So tritt die Infektion immer zuerst in Bereichen schlechter Struktur und damit in den feuchteren Bereichen auf. Interessanterweise sind Bio-Bestände in den Frühregionen immer weniger von Phythophthora befallen als konventionelle Bestände. Dies hängt mit der früheren Abnahme der Abdeckung aufgrund der mechanischen Unkrautbekämpfung, aber auch mit der Bearbeitung im Bestand zusammen.
Erste Infektionen entstehen überwiegend durch infiziertes Pflanzgut oder durch zugeflogene Sporen, von infizierten Knollen bspw. aus Abfallhaufen oder von Durchwuchskartoffeln.

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Raps – Knospenwelke

Raps setzt keine Schoten an Raps Verbreitet will der Raps in diesem Jahr nicht voll aufblühen bzw. setzt keine Schoten an. Davon betroffen sind vor allem frühe Sorten bzw. weiter entwickelte Bestände, während späte Bestände, auch Bestände mit doppeltem Wachstumsreglereinsatz im Herbst, offensichtlich weniger davon betroffen sind. Es hat den Anschein, dass in diesem Jahr wieder die Knospenwelke zuschlägt, die schon in früheren Jahren flächendeckend auftrat. Ursache für den Knospenabort ist meist die Einwirkung von Kälte während der Knospendifferenzierung. Das müssen nicht immer tiefe Frostgrade sein, es reicht ein starker Temperaturrückgang um 15 und mehr Grad bis in die Nähe des Gefrierpunktes, der die Zellteilung während der Ausdifferenzierung der Knospen bzw. der Narben oder Antheren unterbricht. Dadurch starben entweder ganze Knospen ab – das ist zu erkennen am kurzen Stielchen ohne Knospe bzw. Blüte- oder die Narben (=weiblichen Organe) in der Knospe wurden durch Frost um den 16. Februar

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Wintergerste und Roggen – Nachkürzung und Fungizide

Wintergerste im Fahnenblattstadium nachkürzen? Die erste Wintergerste hat über Ostern das Fahnenblatt geschoben oder zumindest gespitzt. Angesichts der Trockenheit im Osten und Südosten und den geringen angekündigten Niederschlägen sollte dort auf eine Nachkürzung der Gerste verzichtet werden, wenn im Fahnenblattstadium folgende Kriterien zutreffen: Geringe Bodenfeuchte in der Krume: Der Boden ist unter der Bodenoberfläche kaum dunkler als die Bodenoberfläche und rieselt trocken aus der Hand bzw. besteht aus trockenen Klumpen. Der Halm ist bis zum 3. Knoten (hochgeschobener Bestockungsknoten zählt nicht!) nicht länger als 25 cm. Das unterste Internodium ist fest. Der Bestand lässt weniger als 450 (mehrzeilige) bzw. 600 (zweizeilige Gerste) Ähren je m² erwarten. Ist der Boden im unteren Krumenbereich noch feucht bzw. sind mehr als 20 mm Regen angekündigt, sollte eine vorsichtige Stabilisierung vorgenommen werden, vor allem, um das Ährenknicken zu vermeiden. Bei höherer Ährenzahl + längerem Halm sollte auf Standorten mit derzeit noch ausreichend Wasser unter

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Wintergerste – Ramularia (Ramularia collo cygni)

Das nass-kalte Wetter mit zwischenzeitlich sonnigen Abschnitten begünstigt vor allem im Süden die Ausbreitung von Ramularia. Eine Fungizidspritzung sollte gegen Ende der Schlechtwetter- bzw. zu Beginn der Schönwetterphase erfolgen. Spiroxamine in höheren Mengen greifen das Gewebe an. Auch Spritzungen mit aggressiv formulierten Wachstumsreglern sollten möglichst nicht am Morgen unmittelbar nach dem Tau erfolgen, sondern besser erst in den Nachmittagsstunden. Spritzflecken werden mit 0,12 l/ha Break thru oder 0,2 l/ha Silwet vermieden, die einen Spritzfilm auf dem Blatt statt Spritztropfen bewirken. Bekämpfung von Ramularia In Deutschland wurden zur Bekämpfung von Ramularia Folpan und Amistar Max mit dem Wirkstoff Folpet zugelassen. Folpan muss immer zusammen mit einem anderen Mittel eingesetzt werden, das entweder Prothioconazol oder Mefentrifluconazol enthält. Die Wirkung der Pyrazol-Carboxamide (Bixafen, Benzovindiflupyr = Solatenol, Fluxapyroxad) wird durch die Resistenz-Entwicklung eingeschränkt. Die Zumischung von Carboxamiden bzw. Strobilurinen ist trotzdem sinnvoll, um die Ethylen-Wirkung hinauszuzögern. Mit 160 g/ha Prothioconazol konnte Ramularia in

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Winterraps – Nachkürzen der Bestände

Wintergetreide – Mehltau

Früh gesäte Wintergetreidebestände, vor dem 20.10. aufgelaufene Wintergerste und Weizensorten waren schon im Herbst stark mit Mehltau befallen. Auf den abgestorbenen Blättern sind noch braungraue Pusteln zu finden. Haben diese keine schwarzen Punkte, sind die Pusteln abgestorben und verursachen keine Neuinfektionen. Schwarze Punkte auf den abgestorbenen Pusteln, die mit den Symptomen von S. tritici zu verwechseln sind, sind „Kleistothecien“, Dauersporen, die sich durch Kälte oder Trockenheit bilden und zum Überleben des Pilzes beitragen. Temperaturen über 12 °C und Regentropfen lassen diese Kleistothecien sporulieren und bewirken Neuinfektionen auf nassen Blättern. Ist das Blatt unter den grauen Mehltaupusteln dagegen noch grün, dann können frische, weiße Mehltaupusteln aus den befallenen Zellen entstehen und zu einer Verbreitung des Pilzes beitragen. Dazu reichen bei Temperaturen über 12 °C und dauernasse Blätter. Nach dem 20. Oktober aufgelaufene Bestände sind i.d.R. befallsfrei. Die Neuinfektion muss von außen kommen. Die Konidien werden über die Luft verbreitet. Dazu

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Seit Anfang November ist verstärkt Mehltau in der Wintergerste zu beobachten. Milde Temperaturen in Kombination mit hohen Luftfeuchten begünstigten die Infektionen. Insbesondere in den früh gedrillten, dichten Wintergerstenbeständen breitete sich der Mehltau explosionsartig aus. Diese Bestände präsentieren sich bereits von weitem durch hellere bzw. gelblicher statt sattgrüner Farbe. Bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die weißen Pusteln auf den Blättern. Regenfälle unterbrachen verbreitet in der letzten Septemberdekade die Aussaat der Wintergerste. Die erst Anfang Oktober gedrillten Bestände weisen vereinzelt Mehltau- oder auch Zwergrost-Symptome auf. Sobald die Temperaturen anhaltend unter 15 °C sinken, wird sich der Mehltau nicht weiterentwickeln. Bleibt es dagegen mild und sind noch Tage mit 15 bis 18 °C angesagt, bleibt der Mehltau aktiv. In der Regel können kräftige Wintergersten den Mehltaubefall im Herbst ohne Ertragseinbußen aushalten, da im Frühjahr neue, gesunde Blätter gebildet werden können. Auf Typhula-Standorten bilden die abgestorbenen Mehltau-Läsionen auf den Blattscheiden eine Eintrittspforte für

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Viele spät gepflanzte Bestände legen aktuell noch deutlich an Blattmasse zu und müssen deshalb im engen Abstand weiter geschützt werden. Hier gilt nach wie vor ein Behandlungsabstand von 4 Tagen, wenn zuvor schnelle Wirkstoffe (Cymoxanil) zum Einsatz kamen, und nach langsameren Wirkstoffen (Dimethomorph, Mandipropamid) von 6 bis 7 Tagen.

Nach einem schnellen Wirkstoff oder einer Stoppspritzung darf auch kein Zorvec solo zum Einsatz kommen. Anderenfalls kann trotz der Vorlage Phytophthora nicht verhindert werden.

In der Praxis waren die stärksten Infektionen zu beobachten, wenn Zorvec solo mit einem Abstand von mehr als 3 Tagen nach einem Infinito eingesetzt wurde.

Aber auch bei Beständen, die keinen Blattzuwachs mehr haben, muss aufgrund des anhaltend hohen Drucks bis zum Schluss teilsystemisch + sporenabtötend weiter behandelt werden.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Bestände bis zum Schluss gesund erhalten

Hauptthema des Jahres war und ist nach wie vor die Krautfäule. Auf gestoppten Phytophthora-Infektionen setzt sich als Folgeinfektion häufig Alternaria. Daher kommt der Alternaria-Prävention nach einer gestoppten Phytophthora-Infektion höchste Bedeutung zu. Daneben begrenzen diverse andere Krankheiten die Entwicklungszeit in späten Beständen. Bedingt durch die andauernde hohe Feuchtigkeit in den Beständen ist in diesem Jahr häufig Botrytis zu finden.
Botrytis
In dichten Beständen sind in den unteren Blattetagen häufiger Botrytis-Infektionen zu entdecken. Alternde, verletzte oder bereits abgestorbene Blätter werden dabei bevorzugt befallen. Durch den Lichtmangel im unteren Bereich reduziert sich der Chlorophyllgehalt der Blätter und dadurch werden diese anfälliger für eine Infektion. Auch nach einem Hagelschlag oder nach einem Sturm kommt es regelmäßig zu einem Befall.
Sporen der Botrytis überwintern auf Ernterückständen, oder bilden Sklerotien, welche unter feuchten Bedingungen auskeimen

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Hohe Ansätze durch einen vitalen Blattapparat absichern

Überregional sind in den Beständen hohe bis sehr hohe Ansätze zu finden.

Bei der aktuellen Betrachtung von Kartoffelbeständen muss das Verhältnis von Knollenansatz zu Blattapparat und somit das Wachstumspotential des Bestandes abgeschätzt werden.

Sind im Verhältnis zum Blattapparat viele Knollen angelegt und neigt die Sorte eher zu einer vorzeitigen Abreife bevor das Ertragspotential ausgeschöpft ist, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um den Bestand möglichst lange am wachsen zu halten.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Einsatz von Maleinsäuren

Auch die Maleinsäure hat wie die cymoxanilhaltigen Fungizide einen negativen log-Pow-Wert, heißt die Wasserlöslichkeit ist deutlich höher als die Fettlöslichkeit. Dadurch, dass sich diese Wirkstoffe nicht in Fett lösen, dringen diese auch nicht in eine intakte Wachsschicht ein.
Erst mit nachfolgend hoher Luftfeuchtigkeit kann die Wachsschicht aufquellen und somit können diese nicht fettlöslichen Wirkstoffe aufgenommen werden. Somit haben Applikationen auf eine starke Wachsschicht keine Wirkungsgrade, da der Wirkstoff auf der Wachsschicht bleibt und durch einen nachfolgenden Niederschlag abgewaschen werden kann.
Vor diesem Hintergrund sind die Anwendungsbedingungen der Hersteller nachvollziehbar: keine Anwendung über 25 °C, keine Bewässerung innerhalb der nächsten 12-24 h.
Die eingeschränkte Zellteilung durch die Maleinsäure hat nicht nur einen möglichen Minderertrag zur Folge. Durch die eingeschränkte Zellzahl können die angelegten Zellen auch soweit gestreckt werden, dass diese

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Zuckerrüben – Cercospora-Infektionen

Cercospora-Blattflecken treten weltweit als wichtigste Blattkrankheit der Zuckerrübe (Beta-Rüben) auf. Diese Krankheit hat eine Reihe anderer Wirtspflanzen, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten. Früher Befall beeinträchtigt den Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall wirkt sich vor allem auf den Zuckergehalt und die Zuckerausbeute aus. Nach einem milden Winter, warmen-feuchtem Frühjahr mit frühem Reihenschluss und hohen Niederschlagsmengen im Juni/Juli ist mit massivem Befall zu rechnen.
Befallsverlauf von Cercospora Cercospora-Infektionen können zwischen 12 und 40 °C erfolgen, wenn die relative Luftfeuchte zwischen wenigen Stunden und einem ganzen Tag (je nach Temperatur) über 90 % liegt (Harveson et al. 2009). Je höher die Temperatur, umso schneller erfolgt die Infektion. Optimal für Sporenbildung, Keimung und Infektion sind 23 bis 35 °C bei 90 bis 95 % relativer Luftfeuchtigkeit über 5 bis 8 Stunden. Wenn die Zuckerrüben bei Temperaturen über 23° bis 11 Uhr nasse Blätter haben, ist mit der Verbreitung von Cercospora zu rechnen. Sieben Tage

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Aktuelle Situation – Überregionale Ausbreitung der Krautfäule

Deutlich verspätet sind nun die meisten Kartoffeln in Deutschland im Boden. Auch die Krautfäule hat mittlerweile alle Regionen erreicht, in den meisten Fällen ausgehend von einer Primärinfektion aus dem Pflanzgut. Mittlerweile hat aber auch der Anteil der Sekundärinfektionen durch sporulierende Bestände zugenommen. In einigen Regionen haben selbst Ausfallkartoffeln im Mais oder in der Zuckerrübe sporulierende Infektionen.
Der Spritzstart in spät gepflanzten Beständen muss in Abhängigkeit der lokalen Infektionsbedingungen gesetzt werden (siehe Info 05/24). Bei hohem Infektionsdruck in der Region im Zweifel auch schon in Beständen, welche sich in der Reihe noch nicht berühren. (10-15 cm Wuchshöhe).
Sitzt der Spritzstart, stellt der Abstand zu den Anschlussbehandlungen die kritische Phase dar. Im wachsenden Bestand wird in 4 Tagen ein neues Fiederblatt gebildet.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

2024 – Ideales Kartoffelwetter?

Das Wetter der letzten Wochen mit häufigen Niederschlägen führte zu einer oftmals rasanten Entwicklung der Bestände, sodass wie beschrieben die Krautfäule-Bekämpfung in diesem Jahr oberste Priorität hat. Die strahlungsarme Witterung führt zudem zu einem hohen Ansatz in allen Partien. Allerdings führt die geringe Einstrahlung auch zu einer reduzierten Zellteilung, sowohl im Blattapparat als auch in den angelegten Knollen. In der Blattmasse führt diese reduzierte Zellteilung zu weniger, dafür sehr lang gestreckten Zellen, diese wiederum sind durch ihre dünne Zellwand anfälliger für beispielsweise Phytophthora-Sporen.
Zellen können sich nur bis zu einem gewissen Maß strecken. Somit führt eine geringe Anzahl an Zellen in den Knollen häufig zu Wachstumsrissen. Dies fällt aktuell bei einigen Partien Frühkartoffeln auf.
Um in der Pflanze die Zellteilung anzuregen, müssen Cytokinine gefördert werden.

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Weizen – Ährenbefall mit M. Nivale, F. culmorum und F. graminearum

…Fortsetzung aus Info 12!

Direkt-Infektionen durch F. graminearum (und F. culmorum)

Pyknidien von F. graminearum (und F. culmorum) auf Ernteresten müssen mit steigenden Temperaturen heranreifen, bevor stärkere Regenschauer mit schweren Tropfen deren Sporulation und damit direkte Infektion auslösen. Eine Sporulation von Fusarien war aufgrund der massiven Regenfälle im Süden ab 22. Mai zu erwarten. Befindet sich der Weizen zu diesem Zeitpunkt kurz vor/in der Blüte und trocknen die Ähren nicht innerhalb eines halben (bei 25 °C) bis 2 (bei 18 °C) Tagen ab, ist eine Fungizid-Behandlung in Befallslagen angesagt.

Am stärksten gefährdet sind Weizen, Triticale, aber auch Gerste mit aufrecht stehenden Grannen, wenn sich die Spelzen öffnen und die Staubbeutel gerade herausgeschoben werden. Die Fusarien-Sporen werden dann direkt in die Spelzen gespritzt und setzen sich dort fest.
Abbildung

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Zuckerrüben – Blatterhalt

Die noch im März bestellten Zuckerrüben haben aktuell einen BFI von 5,0 bis 5,5 erreicht und schließen den Bestand. Später gesäte Rüben schließen die Reihen, der Bestandesschluss ist bis Anfang Juni zu erwarten. Mit den ab dem 8-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Aktuelle Situation – Niederschläge begünstigen Primärinfektion aus dem Pflanzgut

Durch die flächendeckenden Niederschläge der letzten Woche steigt das Risiko für das Erstauftreten von Phytophthora aus der Mutterknolle. Je bindiger der Boden ist, und je länger der Boden mit Wasser übersättigt war, desto höher ist das Risiko einer Primärinfektion. Durch die dann entlassenen Zoosporen, kann der Bestand flächig infiziert werden. Dies geschieht weitgehend unabhängig von Temperatur und Blattnässe. Daher müssen Flächen, auf denen Wasser stand schon kurz nach Feldaufgang (10 cm Wuchshöhe) behandelt werden. Bei einer Primärinfektion aus dem Pflanzgut wächst der Pilz systemisch im Stängel von der Mutterknolle nach oben. Daher ist es wichtig, die Wirkstoffe an den Stängelgrund zu bringen. Die systemischen Wirkstoffe Propamocarb und Cymoxanil verteilen sich sehr zügig nach oben, daher kann es schnell zu einer Verarmung an Wirkstoff am Stängelgrund kommen.

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Sommergetreide – Ertragssicherung

Kürzung und Fungizideinsatz im Sommergetreide Infolge der verspäteten Aussaat bleibt das Sommergetreide kurz. In den erst nach Ostern gesäten Beständen ist eine Kürzung nur dann nötig, wenn mit mehr als 450 Rispen/m² (Hafer) bzw. mit mehr als 600 Ähren/m² (Sommergerste) zu rechnen ist. Allerdings ist das Halmgewebe nicht sehr fest, so dass eine Festigung durch Ethephon doch angebracht sein kann. Test: Stechen Sie mit der kleinen Klingen eines Taschenmessers in die unteren Halmabschnitte. Müssen Sie Kraft aufwenden, ist der Halm fest (= keine Festigung notwendig), geht die Messerspitze leicht durch, ist er weich (120 – 200 g/ha Ethephon).
Aktuell haben die meisten Sommergersten- und Haferbestände EC 32 erreicht und befinden sich in der „Großen Periode“, die bis zum 20.05. abgeschlossen sein dürfte. Danach ist eine moderate Festigung bzw. Kürzung ohne Risiko möglich.
In der Sommergerste sind immer wieder erste Infektionen mit Ramularia zu finden (s. Abb. 4), die sich nach

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Leguminosen – Bekämpfung von Pilzkrankheiten

Die Anbauausdehnung der Leguminosen, auch als Bestandteil von Begrünungen im Herbst, lässt die Belastung mit Krankheiten ansteigen. Mit den angekündigten Niederschlägen wird vor allem westlich der A 7 die Gefährdung der Leguminosen durch Pilzkrankheiten (Schokoladen- und Brennflecken) sowie durch Falschen Mehltau (Peronospora), in spät bestellten Beständen auch mit Echtem Mehltau, steigen.
Der Primärbefall mit Schokoladenflecken (Botrytis fabae) in Bohnen geht von Dauersporen im Boden, an Ernterückständen oder Durchwuchspflanzen, aber auch vom Saatgut aus. Mit braunen kleinen Flecken besprenkelte untere Blätter sind Hinweise auf erste Infektionen. Schon ein Regentag mit nachfolgenden Temperaturen zwischen 15 und 22 °C und hoher Luftfeuchte löst dann Sekundärinfektionen aus, die sich mit weiteren Niederschlägen schnell über die Blätter und Stängel ausbreiten und später auch die Hülsen besiedeln.
Erste Symptome auf unteren Blättern können auch mit Verätzungen bzw. Frostschäden verwechselt werden. Im Unterschied zu den Schokoladenflecken ist auf Verätzungen unter der Lupe kein Pilzrasen zu erkennen. Schokoladenflecken

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Weizen – Ährenbefall mit M. Rivale, F. culmorum und F. graminearum

Krankheitsinfektionen auf der Ähre werden durch den Zuflug von außen (z.B. Mehltau und Roste), durch direkte Infektion ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (vorwiegend F. graminearum, auch andere Fusarien wie F. culmorum, F. poae), durch Hochspringen über die Blätter (z.B. S. nodorum, M. nivale oder F.culmorum) oder durch systemische Verteilung im Xylem der Pflanzen hervorgerufen.
Durch die Vorlage von Fungiziden im Blattbereich, insbesondere auf dem Fahnenblatt, wird die direkte Kontamination der Ähre mit Erregern, die sich in der Ligula des Fahnenblattes ansammeln, unterbunden. Von außen angehende Infektionen erfordern anhaltende Blattnässe. Ohne Regen keine Infektion. Systemisch bedingte Infektionen können nur durch sehr frühe Maßnahmen unterbunden werden. Ansonsten kann nur die horizontale Verbreitung von Pflanze zu Pflanze verhindert werden. Aus diesen Gründen ist es notwendig, die Fungizidspritzung bei einem vorhandenen Ausgangsbefall frühzeitig vorzunehmen. Das gilt vor allem für fakultative Parasiten (z.B. Fusarien, Helminthosporium- oder Septoria-Arten), die bekämpft werden müssen, bevor eine Epidemie

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Winterweizen – Fahnenblattspritzung

Die Fahnenblattspritzung ist über die Jahre gesehen die ertragswirksamste Fungizidmaßnahme im Weizen. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die Assimilationsleistung der oberen beiden Blätter abgesichert, sondern auch verhindert, dass sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula mit dem dort akkumulierten Erregermaterial „ansteckt“. Auf diese Weise erfolgt ein Großteil der Ähreninfektionen. Die Spritzung sollte erfolgen, wenn das Fahnenblatt in EC 39/49 voll geschoben ist, um ausreichend Wirkstoff im Bereich der Ligula anzulagern.
Das gilt auch für die Ährenbehandlung: Erfolgt diese, bevor die Ähren voll geschoben sind, wird der untere Ährenbereich nicht benetzt.
Die Hauptlast der Wirkung tragen Azole, die auf den getroffenen Blättern aber nur akropetal, in Richtung Blattspitzen, transportiert werden. Etwas anders verhalten sich die Carboxamide, die auf der Blattoberfläche auch nach unten diffundieren können, bevor sie ins Blatt eindringen und dann im Xylem akropetal verteilt werden.
Wirkung der Azole
Azole: Tebuconazol, Metconazol, Bromuconazol, Prothioconazol, Tetraconazol und Mefentrifluconazol. Das

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Aktuelle Situation – hoher Krautfäuledruck in Frühkartoffeln

In den Frühkartoffeln herrscht ein hoher Krautfäuledruck. Während niedrige Temperaturen die Keimung der Zoosporen verhindern, bieten warme Temperaturen und (Luft-) Feuchtigkeit gute Bedingungen für die Infektion. Aufgrund der Niederschläge und der zum Teil intensiven Frostberegnung im April konnten sich die Zoosporen der Krautfäule im Bodenwasser flächig verteilen. Mit den ansteigenden Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit kann die Primärinfektion daher flächig, nesterweise in Senken oder in unmittelbarer Nähe zu den Regnern erfolgen. Erste Anzeichen für die Krautfäule konnten schon in aufgedeckten Frühkartoffeln entdeckt werden.
Ob und wann es zur Primärinfektion kommt, hängt häufig auch von der Bodenstruktur ab. So treten Infektionen immer zuerst bei schlechter Struktur in feuchten Bereichen auf.

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Getreide (Weizen, Gerste) – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Die aktuelle Bodenfeuchte lässt mit den steigenden Temperaturen einen verstärkten Stickstoffschub aus dem Boden erwarten. Zusammen mit den oft weichen Halmen steigt das Lagerrisiko. Kürzungsmaßnahmen können im Fahnenblattstadium (EC 37/49) durchgeführt werden, wenn die Ähre im Halm eine Länge von 5 bis 7 cm überschritten hat. Die Lagergefährdung eines Bestandes lässt sich im beginnenden Fahnenblattstadium anhand der folgenden Parameter überprüfen:

Wie dicht ist der Bestand bzw. wie hoch die zu erwartende Ährenzahl?

Wie lang können die Halme noch werden?

Wie fest sind die Halme?

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Ausfallkartoffelbekämpfung

Ausfallkartoffeln in der Fruchtfolge gefährden den Kartoffelanbau. Schon eine Kartoffel pro Quadratmeter entspricht phytosanitär dem Anbau von Kartoffeln. Die Anbaupausen zwischen den Kartoffeln ist nur dann zielführend, wenn in Zwischenkulturen auch keine Kartoffeln stehen, die evtl. sogar wieder Tochterknollen ansetzen.
Durch Ausfallkartoffeln in den Kulturen zwischen der Kartoffel entsteht vielerorts eine nahezu geschlossene Kartoffelfruchtfolge. Dadurch erhöht sich der Krankheitsdruck enorm, aber auch der Wurzeltiefgang der Kartoffeln reduziert sich. In der Folge sinkt die Ertragsleistung bedingt durch eine enge Kartoffelfruchtfolge.
Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass etwa 120.000 Knollen/ha nach der Ernte auf dem Feld verbleiben. Dies entspricht dem dreifachen der Auspflanzstärke, die auf dem Feld verbleibt.

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Raps – Bekämpfung von Blütenkrankheiten 2024

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits voll in der Blüte, 10 Tage früher als in den Vorjahren. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch gut feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Nachdem die Bodentemperaturen selbst in Bayrisch Sibirien (Hof) die 10 °C-Grenze bis unter die Krume überschritten, sind die Voraussetzungen für das Keimen der Apothecien erfüllt. Mit deren Auflaufen ist spätestens in den nächsten 4 bis 6 Tagen zu rechnen, dann dauert es noch einmal 5 bis 6 Tage zur Sporulation. Diese wird durch den auf die Apothecien fallenden Blütenstaub ausgelöst. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

Sklerotinia-Infektionen können bis Ende Blüte erfolgen, solange der Raps Blütenstaub produziert. Mit einer langen Blüte, also auch mit späten Infektionen ist in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Bodenfeuchte zu rechnen.

Durch eine zu frühe Spritzung wird der Spätbefall nicht mehr erfasst. Deshalb ist ein Splitting der Blütenspritzung mit einer Vorlage zu Beginn der Blüten und einer Blütenspritzung in die Hauptblüte oder die klassische Blütenspritzung allein angeraten, sobald die ersten Blütenblätter fallen.

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Getreide – Fußkrankheiten

Die seit vergangenem Herbst anhaltende Nässe begünstigte den Befall mit Halmbasiskrankheiten. Dieser behindert den Wasser-, Nährstoff- und Assimilat-Transport. Starker Befall an der Halmbasis verstärkt die Auswirkungen von Trockenheit und Hitze.
Rundum weiße Stängel nach dem Abziehen der Blattscheiden sind gesund und haben intakte Leitbahnen. Verbräunungen, die bis auf die 3. Blattscheide durchgehen, müssen genauer unter die Lupe genommen werden:
Wie weit sind die Verbräunungen bereits vorgedrungen?
Welcher Erreger (-komplex) kommt in Betracht?
Kann der Halm noch geschützt werden?
Vielfach ist an den Verbräunungen der Halmbasis nicht allein ein Erreger beteiligt, sondern oft ein ganzer Komplex. Das spielt für die Bekämpfung eine Rolle, da sich die Erreger gegenseitig in Schachhalten können. Wird beispielsweise bei einem Mischbefall aus Pseudocercosporella, Rhizoctonia und Fusarien allein Pseudocercosporella (Halmbrucherreger) als konkurrenzstarker Pilz ausgeschaltet, können sich Rhizoctonia und vor allem eher konkurrenzschwache Fusarien besser entwickeln. Deshalbist bei einem Mischbefall eine Kombination eines Wirkstoffes mit guter Wirkung

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Wintergerste – Ramularia-Risiko ist in diesem Jahr hoch

Der Primärbefall mit Ramularia erfolgte bereits im Herbst. Der Pilz wächst aus dem Saatgut oder ausgehend von Ernterückständen (Gerste nach Gerste) zunächst als Myzel symptomlos im Leitbahnsystem einzelner Pflanzen. Sobald nach einer kalten Regenphase die Temperaturen über 20 °C steigen, produziert der Pilz Phototoxine (Rubelline). Angeregt durch nachfolgend hohe Strahlung bricht der Pilz aus dem Leitbahnsystem aus und bildet dunkelbraune, gelbumrandete Blattflecken. In diesen erscheinen weiße Konidienträger, die wie ein Schwanenhals gekrümmt sind, daher der Name R. collo-cygni. Durch die Konidien werden die umgebenden Blätter und Pflanzen infiziert.
Phototoxine führen unter Lichteinwirkung zur Zerstörung von Zellen. Die Pflanze versucht sich durch verstärkte Ethylen-Produktion dagegen zu wehren, mit der Folge, dass das Blattgewebe innerhalb kürzester Zeit zerstört wird.
Die Ramularia-Bekämpfung muss erfolgen, wenn das vorletzte Blatt der Wintergerste (F-1) geschoben wurde, bevor sich das massenhaft gebildete Sporenmaterial darauf festsetzen kann (meist zu Beginn der 3. Aprildekade). Eine 2. Behandlung ist u.U.

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Getreide – Frühe Kürzung und früher Fungizideinsatz nötig?

Die milde Witterung der letzten Wochen bewirkte, dass das Wintergetreide vegetativ weit entwickelt ist, während die generative (Ähren-) Entwicklung im Vergleich dazu noch etwas zurückgeblieben ist. Oder anders ausgedrückt, die Entwicklung der Ährenanlagen ist noch nicht so weit, wie aufgrund des äußeren Bildes zu erwarten wäre. Die Ursache dafür liegt in der geringen Einstrahlung und in der unzureichenden Ausbildung der Feinwurzeln. Dadurch bewegte sich auch der Cytokinin-Status auf einem niedrigen Niveau. Mit der Folge, dass das (frühe) Wintergetreide nicht so stark bestocken konnte, wie aufgrund der Temperatursummen und der Blattmasse zu erwarten war. Auch wird der niedrige Cytokinin-Status die Ährenanlage beeinträchtigen, es werden also weniger Spindelstufen gebildet. Das dürfte insbesondere bei der Wintergerste der Fall sein. Anders als der Weizen kann die Gerste zu geringe Bestandesdichte und weniger Spindelstufen nicht über die Anzahl der Körner je Ährchen kompensieren.
Des Weiteren ist der Vernalisationsbedarf erfüllt, so dass das Schossen der Bestände

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Beizung muss Standard sein

Über die Wirkung der Beizung wird häufig diskutiert. Versuchsergebnisse zeigen teilweise sehr geringe Wirkungsgrade der Beizanwendungen. Auch in der Praxis kann eine Beizung unter schlechten Ausgangsbedingungen keinen Schutz vor einer Infektion bieten. Natürlich haben die Beizwirkstoffe keinen 100 %igen Wirkungsgrad. Dennoch ist die Beizung ein Baustein, die in Kombination mit den ackerbaulichen Maßnahmen zum Erfolgt führt.
Wahl des Beizverfahren
Die bisherige Hauptzielrichtung der Beizanwendung war die Rhizoctonia. Dabei muss unterschieden werden, ob die Infektion von der Mutterknolle oder vom Boden ausgeht. Entsprechend muss die Wahl des Beizverfahren gewählt werden.
Kommt die Belastung durch infiziertes Pflanzgut, hat gezielte Beizung mit kleinem Beizhof unmittelbar an der Knolle klare Vorteile. Dabei erhöht sich der Bekämpfungserfolg, je mehr fein verteilter Wirkstoff an die Oberfläche der Knolle gelangt.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Die vor dem 22.08. gesäten Rapsbestände haben bereits das 6-, teils schon das 8-Blattstadium erreicht und müssen dringend gestaucht werden, um sich nicht zu überwachsen. Ein Teil der Rapsbestände musste dage- gen nachbestellt werden bzw. wurde erst in der vergangenen Woche gesät. Deshalb ist in diesem Jahr ein differen-zierter Einsatz der Wachstumsregler erforderlich. Aufmersamkeit ist in Beständen, in denen bei der Herbizidstrategie auf Belkar gesetzt wurde, geboten. In diesen darf dann kein Metconazol eingesetzt wer- den.
Infolge der sich abzeichnenden regnerischen Witterung muss auch mit Phoma gerechnet werden, auch wenn die Rapssorten inzwischen deutlich weniger anfällig sind, solange Tagestemperaturen über 10 °C + Regen
Wind herrschen. Kontrollieren Sie deshalb auch Ausfallrapspflanzen auf dem Nachbarschlag auf den Be- fall mit Phoma.
Raps im 6-Blattstadium gegen Ende des Langtages

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Rüben – Lohnt sich noch eine späte Fungizidmaßnahme in den Zuckerrüben?

Ende August schließt sich das Zeitfenster für Fungizidbehandlungen in früh zu rodenden Zuckerrüben. Die meisten der in Zuckerrüben zugelassenen Fungizide dürfen nur bis 28 Tage (Wartezeit) vor der Ernte eingesetzt werden. Zudem begrenzen Infektionen, die zum jetzigen Zeitpunkt gesetzt werden, den Ertrag und Zuckergehalt von Beständen, die in vier Wochen gerodet werden, kaum noch. Außerdem verzögern Fungizide mit phytohormoneller Wirkung (Azol, Carboxamide) die Auslagerung von Assimilaten aus den Blättern in den Rübenkörper. Ein moderater Blattverlust kann deshalb toleriert werden.
Anders sieht es in Beständen aus, die erst nach Mitte Oktober oder gar im November geerntet werden sollen. In diesen Beständen ist nach wie vor auf die Blattkrankheiten Rost und Cercospora zu achten. Ein Worst-Case-Szenario für den Zuckergehalt bilden Blattverluste, die kurz vor der Ernte durch die Bildung neuer Blätter kompensiert werden. Dadurch sinkt der Zuckergehalt in den Rüben ab, bevor wieder Assimilate und Zucker gebildet werden können.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Ährenbehandlung im Weizen

In den letzten 8 Tagen fiel in ganz Deutschland kaum Regen. Da für die kommende Wochen kaum Regen angekündigt ist, dürfte sich das Fusarienrisiko für die meisten Standorte weitgehend erledigt haben, wenn die Staubbeutel auch in den unterständigen Weizenähren abgefallen sind.

In nächster Zeit kann nur noch Spätbefall mit Braunrost im Weizen und Durum merklichen Schaden anrichten. Mit Braunrost ist bei Temperaturen über 18 °C und Regenschauern zu rechnen.

Braunrost lässt sich mit Tebuconazol gut bekämpfen, auch wenn bereits Pusteln zu erkennen sind. Das Problem ist, dass die Tebuconazol-Spritzung gegen Braunrost bis EC 69 (Ende der Blüte) abgeschlossen sein muss, da danach die Spritzung nicht mehr zulässig ist.

Aus diesem Grund ist es angebracht, noch nicht gemähte Grasbestände in der Nachbarschaft auf den Befall mit Braunrost unter die Lupe zu nehmen.

Entdecken Sie dort Braunrost, lässt sich das Risiko in Weizensorten mit höherer Anfälligkeit gegen Braunrost (z.B. Axioma, Benchmark, Euclid, Julius, KWS Donovan, Lemmy, LG Initial, Nordkap, Opal, Patras, Tobak) durch die Spritzung mit 125 g/ha Tebuconazol in EC 69 begrenzen. Die Tebuconazol-Wirkung hält auf der Ähren ca. 12 Tage an.

Bis EC 69 können gegen Braunrost mit längerer Wirkung 0,6 l/ha Elatus Plus (24 Tagen Wirkungsdauer) und verschiedene Azoxystrobin-Produkte (100 g/ha Azoxystrobin mit 20 d Wirkung) gespritzt werden. 42 Tage Wartezeit einhalten.

Mit dem Zusammenbruch der Blattlaus-Population ist ab der letzten Juniwoche zu rechnen. Bis dahin müssen Blattläuse bekämpft werden, solange der Korninhalt noch flüssig ist. Die offizielle Bekämpfungsschwelle liegt nach der Blüte bei 60 % mit Blattläusen besetzten Ähren bzw. bei 5 Blattläusen je Ähre. In Qualitätsweizen sollte die Bekämpfungsschwelle niedriger angesetzt werden, weil Blattläuse beim Saugen Amylasen übertragen, die zum vorzeitigen Auswuchs führen.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Fusarien – Risiko bislang gering, trotzdem Sporenfallen aufstellen

Die Temperaturen waren in den letzten Wochen zu niedrig, um das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum zu begünstigen. Deshalb ist in den kommenden 10 Tagen nicht mit direkten, das heißt vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen.

Zur Verbesserung der Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Mais-Stroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag in der Homepage nachlesen.

Anders sieht es mit der Infektionslage durch M. nivale oder F. culmorum aus. Beide Erreger sind häufiger am Halmgrund bzw. auch auf den Blättern zu finden. Sporen dieser Erreger sind bis auf F-1 in einer allerdings geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der Ligula ansammeln. Die Ähren werden beim Durchschieben durch die

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Zuckerrüben – hohe Nettoassimilationsrate sichert den Zuckerertrag

Zuckerrüben schließen im Idealfall möglichst schnell den Bestand und erreichen einen BFI von 4,5 (bei knapper Wasserversorgung) bis 5,5 (ausreichende Wasserversorgung). Mit den bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Diese Blätter müssen deshalb „gepäppelt“ werden.

Mit den ersten Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau von Blättern und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. ab, sobald das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.

Die Hauptlast der Assimilation und Ertragsbildung tragen dann die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten gebildet. Vier neue Blätter bedeuten aber einen Rückgang des Zuckergehaltes von 18 auf 16,8.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Weizen – Fahnenblattbehandlung 2023

Über die Jahre gesehen ist die Fahnenblattspritzung die ertragswirksamste Fungizidmaßnahme im Weizen. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die Assimilationsleistung der oberen beiden Blätter abgesichert, sondern auch verhindert, dass sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula mit dem dort akkumulierten Erregermaterial „ansteckt“. Auf diese Weise erfolgt ein Großteil der Ähreninfektionen.

Aus diesem Grund ist es zweckmäßig, dass die Spritzung erfolgt, wenn das Fahnenblatt in EC 39/49 voll geschoben ist, um ausreichend Wirkstoff im Bereich der Ligula anzulagern.

Die Hauptlast der Wirkung tragen Azole, die auf den getroffenen Blättern aber nur akropetal, in Richtung Blattspitzen, transportiert werden.

Etwas anders verhalten sich die Carboxamide, die auf der Blattoberfläche auch nach unten diffundieren können, bevor sie ins Blatt eindringen und dann im Xylem akropetal verteilt werden.

Das gilt auch für die Ährenbehandlung: Erfolgt diese, bevor die Ähren voll geschoben sind, wird der untere Ährenbereich nicht benetzt.

Deshalb ist eine Fungizidspritzung in EC 51 nichts Halbes und nichts Ganzes.

Wirkung der Azole

Aktuell stehen uns im Getreide als Azole nur noch die Wirkstoffe Tebuconazol, Metconazol, Bromoconazol mit guter Wirkung gegen Roste sowie das Prothioconazol und das Mefentrifluconazol zur Verfügung.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Blütenspritzung gegen Sklerotinia ist in diesem Jahr angebracht

Wurde in den letzten 10 Jahren wenigstens dreimal Raps bzw. Raps und Leguminosen bzw. Kartoffeln oder gar Sonnenblumen auf demselben Feld angebaut, dürfte in diesem Jahr eine Blütenspritzung gegen Sklerotinia im Raps angebracht sein.

Mit dem Keimen der Apothezien von Sklerotinia ist zu rechnen, wenn tiefer keimende Unkräuter (Klettenlabkraut oder Windenknöterich) auflaufen können. Diese Zeigerpflanzen dienen als Indikatoren für die Keimbedingungen. Die bisherigen Niederschläge reichen selbst in den Trockengebieten aus, um den Keimwasserbedarf der Sklerotien zu decken. Dazu muss der Boden etwa 5 cm tief durchfeuchtet sein. 4 bis 5 Tage nach dem Auflaufen sind die Apothezien sporulationsfähig.
Tabelle

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Gerste – Rhynchosporium – Gefahr in Verzug!

In der im Herbst angebauten Sommergerste (Sorte Leandra) verbreitet sich Rhynchosporium im epidemischen Ausmaß. Der Befall hat örtlich bereits F-3 erfasst und beginnt bereits auf F-2 überzugreifen.
Kurzfristig kann die Verbreitung auf die oberen Blätter mit 150 g/ha Prothioconazol unterbunden werden.
Die Maßnahme sollte in Kombination mit 0,5 l/ha Mn-Chelat + 50 g/ha Bor erfolgen, um die Disposition der Gerste zu stärken.
Die Verteilung der Spritzbrühe auf der Pflanze wird durch ein Spreitmittel (z.B. 0,12 l/ha Break thru, 0,2 l/ha Karibu) verbessert.
Die Ausbreitung von Rhynchosporium wurde nach der Primärinfektion im Herbst durch die nass-kalte Witterung der letzten Wochen begünstigt.
Gegen Rhynchosporium besonders anfällige Sorten sind z.B. die mehrzeiligen Sorten KWS Orbit, Tonic, Wallace, Lomerit sowie SU Ellen. Stärker befallen sind auch Avantasia, Julia, KWS Higgins und Keeper, LG Veronika, SU Hetti, SY Galileoo, SU Jule.
Zweizeilige Sorten mit hoher Anfälligkeit gegen Rhynchosporium: Caribic, KWS Liga, LG Caiman, Lottie. Nicht

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Gerste – Ramularia (Ramularia collo-cygni) – Hohes Befallsrisiko

Der Primärbefall mit Ramularia fand bereits im Herbst statt. Der Pilz wächst nach der Infektion aus dem Saatgut oder ausgehend von Ernterückständen aus dem Herbst, zunächst im Leitbahnsystem von Einzelpflanzen. Ab der 3. Aprildekade – durch Regen und nachfolgende hohe Strahlung angeregt –, schüttet der Pilz Sporen aus, die die umgebenden Blätter und Pflanzen infizieren.
Nach erfolgter Infektion entwickelt sich der Pilz erst symptomlos weiter. Temperaturen über 25 °C und hohe Strahlung nach einer weiteren Schlechtwetterphase, meist nach den Eisheiligen, veranlassen den Pilz, Rubelline zu produzieren. Das sind Phototoxine, die zur Zerstörung von Zellen führen. Die Pflanze versucht sich dagegen durch verstärkte Ethylenproduktion zu wehren, mit der Folge, dass das Blattgewebe innerhalb kürzester Zeit zerstört wird.
Die Bekämpfung muss erfolgen, wenn das vorletzte Blatt der Wintergerste (F-1) geschoben wurde, bevor sich das massenhaft gebildete Sporenmaterial darauf festsetzen kann (meist zu Beginn der 3. Aprildekade). Eine 2. Behandlung ist erforderlich, wenn

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Zunehmender Botrytisbefall in Winterraps

In einigen Regionen Norddeutschlands, v.a. in der Nähe größerer Seen nimmt der Befall mit dem Schwächeparasit Botrytis aufgrund anhaltend kühl-feuchter Witterung und diffusem Licht deutlich zu. Befallene Pflanzen fallen i.d.R. komplett aus. Die sich rasch ausbreitenden Infektionen der Nachbarpflanzen erfolgen durch direkten Kontakt der Pflanzenteile, sodass regelrechte Nester entstehen. Sortenunterschiede konnten nicht beobachtet werden.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Frühjahrsbehandlung mit Azolen als Wachstumsregler & Fungizid

Ab Schossbeginn (Spross > 10 cm lang) können Azole als Wachstumsregler im Winterraps eingesetzt werden, um Lager zu vermeiden. Lagergefährdet sind vor allem dichte Bestände mit starkem Altrapsdurchwuchs und mehr als 50 Pflanzen je m², da die eng stehenden Rapspflanzen nur dünne Stängel ausbilden. Die Düngung nach DüV bewirkt eine Verminderung der Lageranfälligkeit des Rapses, die in der Vergangenheit teilweise durch überhöhte N-Düngung hervorgerufen wurde.

Durch den frühen Einsatz von Azolen als Wachstumsregler wird die apikale Dominanz des Haupttriebes gebrochen und dadurch die Entwicklung und der Schotenansatz der unteren Seitenäste gefördert. Durch die Stauchung des Haupttriebes werden tiefer insertierte Schoten besser belichtet. Dadurch erfolgt auch eine Synchronisierung der Blüte und der Abreife. Die Entwicklung der Seitenverzweigung und Ausbildung der Knospen wird durch den Einsatz von 75 g/ha Azoxystrobin (z.B. 0,6 l/ha Amistar Gold) zusätzlich unterstützt.

Der optimale Termin der Wachstumsregler-Spritzung richtet sich nach der Kürzung im Herbst und dem Entwicklungszustand des Rapsbestandes:

In Rapsbeständen, die vor Winter 10 und mehr Blätter bildeten, erfolgt die Kürzung am

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