Virosen

Raps und Getreide – Vektorenbekämpfung

Raps und Getreide – Vektorenbekämpfung

Mit der Mais- und Rübenernte wird den Blattläusen die Nahrungsgrundlage entzogen. Geflügelte Tiere wandern deshalb infolge des erzwungenen Wirtswechsels in benachbarte Raps- und Getreidebestände ein. Raps ist derzeit sehr unterschiedlich entwickelt. Im Norden...

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Getreide – Schädlinge

Getreide – Schädlinge

Blattläuse

Der Schädlingsdruck hält sich im Getreide bislang in Grenzen. Vereinzelte Blattläuse sind auf dem vorletzten Blatt zu finden. Steigen die Temperaturen in der 2. Maihälfte über 20 °C, begünstigt die Feuchtigkeit in den Beständen die Vermehrung der Blattläuse.

Blattläuse sind im Bestand leichter zu finden, wenn Sie die Bestände gegen das Licht betrachten. Dann zeichnen sie sich als dunkle Punkte auf dem Blatt ab.

Die Gefahr der Übertragung des Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) ist aktuell gering, auch wenn immer wieder einzelne Viruspflanzen zu finden sind.

Gelegentlich zu beobachtende Symptome auf F-1 sind auf Infektionen im Frühjahr zurückzuführen.Verzwergte Pflanzen (Infektion Anfang November) sind meist nur als Einzelpflanzen zu entdecken. Infektionen, die im Fahnenblattstadium gesetzt wurden, werden ab der Milchreife sichtbar.

Die weitere Verbreitung des BYDV durch die Blattläuse wird durch das Saugverhalten der Blattläuse beeinflusst (Büttner, Humbold Uni- versität Berlin):

Nicht mit Virus belastete Blattläuse saugen bevorzugt an Pflanzen, die bereits mit dem Verzwergungsvirus belastet sind. Diese Pflanzen sind i.d.R. turgeszenter, die Blätter fühlen sich deshalb speckig an. Bereits mit dem Virus belastete Blattläuse bevorzugen dagegen nicht befallene Pflanzen und verbreiten auf diese Weise das Virus.

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Getreide – Verzwergungsvirosen

Getreide – Verzwergungsvirosen

Verzwergungsvirosen werden durch Vektoren übertragen: das Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) vorwiegend durch die Haferblattlaus und die Große Getreideblattlaus, das Weizen-Verzwergungs-Virus (WDV) durch die Zwergzikade (Psammotettix alienus).
Obwohl sich das Auftreten von Blattläusen und Zikaden im vergangenen Jahr eher in Grenzen hielt, wurden verbreitet sowohl das Gersten- als auch das Weizenverzwergungsvirus nachgewiesen. Bei der Interpretation der Monitoring-Ergebnisse muss allerdings berücksichtigt werden, dass sich der nachgewiesene Befall i.d.R. auf Verdachtsproben bezieht und nicht auf die mit Getreide angebaute Fläche in einer Region. Aktuell hält sich der Befall im Ausfallgetreide bzw. der Getreidepflanzen im Ausfallgetreide in Grenzen:
Erste Anzeichen für Verzwergungsvirosen sind einzelne Getreidepflanzen, die von der Spitze her zu vergilben beginnen oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und übermäßig stark bestocken. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern wie ein Gummibaumblatt (=turgeszent) an, weil der Wassertransport und die Wasserabgabe infolge des Virusbefalls gestört sind. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern.
Wie hoch ist das Befallsrisiko?
Daraus lässt sich schließen, dass der Anteil der mit den Virosen belasteten Zikaden bzw. Blattläuse sich im Bereich des Grundrauschens bewegt, also nicht höher als 2 bis 5 % ist.

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Getreide – Verzwergungsvirosen

Wintergerste – Gelbmosaikvirus und Gelbverzwergungsvirus

Das Gelbmosaikvirus der Gerste (BMV bzw. GMV) wird durch den bodenbürtigen Parasit Polymyxa graminis übertragen. Die Symptome treten verstärkt unter nasskalten Verhältnissen auf, die das Wurzelwachstum behindern: aufgehellte Strichel in den Blattadern, die sich später dunkel verfärben, späteres Vergilben und Absterben der Blätter, verminderter Wuchs. Die meisten der heute angebauten Wintergerstensorten sind resistent gegen das Gelbmosaikvirus Typ 1 (BMV1). Verbreitet im Westen und Norden, inzwischen aber auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen hat sich das Gelbmosaikvirus Typ 2 (BMV2) etabliert, das auch BMV1-resistente Sorten befallen kann. Aktuelle Sorten mit BMV1 + 2-Resistenz sind u.a. Julia, Avantasia, SU Hetti oder die schon ältere SU Midnight und die neu zugelassene KWS Chilis.
Das Gerstengelbverzwergungsvirus (Barley Yellow Dwarf Virus = BYDV) wird von Blattläusen übertragen. Im Gegensatz zum BMV hat das BYDV mehrere Wirtspflanzen wie Getreidearten, auch Hafer, Mais, Weidelgräser und andere Gräser. Befall und Verbreitung des Virus erfolgen vorwiegend im Herbst. Symptome eines Gerstenverzwergungsvirus (BYDV)-Befalls sind gleichfalls strichelförmige Aufhellungen der Blätter in den Blattadern, auffällige Verzwergung des Haupttriebes und verstärkte Bestockung infolge der eingeschränkten apikalen Dominanz, Vergilbung und spätere Nekrotisierung der Pflanzen bis hin zum Pflanzenausfall. Der Befall tritt meist nesterweise auf (aufgehellte bis gelbe „Elefantentritte“). Das Virus selbst kann nicht bekämpft werden. Wichtigste Gegenmaßnahmen bilden spätere Aussaat und die Spritzung von Insektiziden gegen Blattläuse

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Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Durch die Ernte von Silomais und den ersten Zuckerrüben wurden Blattläuse aufgescheucht und sind jetzt verstärkt auch in den frisch aufgelaufenen Pflanzenbeständen bzw. im Ausfallgetreide zu finden. Trotz der Nässe springen auch Zikaden herum. Latenter bis deutlich erkennbarer Befall mit Verzwergungsvirosen trat im Frühjahr verbreitet auf. Kontrollieren Sie deshalb Ausfallgetreide und Zwischenfrüchte mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs auf Blattläuse und Stoppelfelder sowie neu bestellte Felder auf umherspringende Zikaden. Anzeichen für Verzwergungsvirosen: Einzelpflanzen, die von der Spitze her vergilben oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und oft übermäßig stark bestocken. Das Herzblatt kommt kaum heraus. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern prall wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern. Das Virus-Risiko mit dem Weizenverzwergungsvirus ist höher östlich der Linie Schwerin – Erfurt – Würzburg und zieht sich über Hohenlohe rüber in das Rhein-Main-Gebiet.

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Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Getreide – Virusvektoren

Autoscheiben voll mit Insekten sollten eine Warnung sein. Blattlaus-Kolonien waren schon Anfang Mai im Weizen zu finden. Durch aktuell mildere Temperaturen wird die Belastung mit Blattläusen in den nächsten Tagen steigen.
Blattläuse bevorzugen vorwiegend trockenes Wetter mit zwischendurch feuchten Abschnitten. Auf den Pflanzenblättern saugen die Läuse mit Hilfe des Saugrüssels Assimilate aus dem Phloem. Mit dem Anstich können die Insekten Viruspartikel aus mit Virus belasteten Pflanzen aufnehmen und damit gesunde Pflanzen infizieren. Das Risiko der Übertragung des Gersten-Gelb-Verzwergungs-Virus (BYDV) ist über die gesamte Vegetationszeit gegeben.
Abgesehen vom Gersten-Gelbverzwergungs-Virus sind in diesem Jahr auch Symptome des Weizen-Verzwergungsvirus (WDV) zu beobachten, das durch Zikaden übertragen wird. Als Wirtspflanzen dienen alle Getreidearten sowie Gräser, wie Weidelgräser, Rispen oder auch der Rauhafer.
Verzwergungsvirosen werden nicht mit dem Saatgut oder durch Maschinen übertragen.
Der Schaden durch Verzwergungsvirosen ist umso höher, je früher die Infektion erfolgt. Aus diesem Grund muss der Befall mit Blattläusen aktuell vor

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Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Zuckerrüben – Schädlingsbekämpfung

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenstellung der Bekämpfungsrichtwerte für Schädlinge in Zuckerrüben. Für die Schilf- und Winden-Glasflügelzikade als Vektoren des SBR/Stolbur-Komplexes gibt es weder Bekämpfungsrichtwerte noch wirksame Insektizide. In den Problemgebieten gilt es, sämtliche pflanzenbauliche Instrumente zu ergreifen, um die Rüben keinem unnötigen Stress auszusetzen. Dazu gehört auch die konsequente Bekämpfung anderer Schaderreger. Werden in den SBR/Stolbur-Problemgebieten die Bekämpfungsrichtwerte eines Schädlings überschritten, ist es in jedem Fall sinnvoll, eine Insektizidmaßnahme durchzuführen.

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Im Ausfallgetreide und in Zwischenfrüchten mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs sind die ersten Anzeichen für Verzwergungsvirosen zu finden: Einzelpflanzen, die von der Spitze her zu vergilben beginnen oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und übermäßig stark bestocken. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern.
Verzwergungsvirosen werden durch Insekten als Vektoren übertragen: das Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) vorwiegend durch die Haferblattlaus und die Große Getreideblattlaus, das Weizen-Verzwergungs-Virus (WDV) durch die Zwergzikade (Psammotettix alienus). An Art und Weise des Auftretens der Symptome im Feld lässt sich unterscheiden, welcher Überträger in Betracht kommt:
Das Blattlaus-Virus (Gerstenverzwergungsvirus) beginnt an Einzelpflanzen, die sich später zu Befallsnestern wie (kreis-) runde Elefantentritte ausweiten.

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Grundlagen zu Zwischenfrüchten

Gleichmäßige Bestände bilden die Voraussetzung für guten Ackerbau. Das gilt auch für Zwischenfrüchte. Wenn diese nicht gleichmäßig auflaufen und ungleichmäßig über den Acker verteilt sind, können sie die Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht erfüllen. Je höher die Anzahl unterschiedlicher Arten und je größer die Varianz der Korngrößen, umso weniger ist der Anspruch an eine optimale Verteilung und an einen gleichmäßigen Feldaufgang gewährleistet.
Aus diesem Grund empfehlen wir Zwischenfruchtmischungen mit wenigen und vor allem exakt definierten (Keimfähigkeit, TKG) Bestandteilen zu verwenden oder Eigenmischungen zu erstellen, die den Anforderungen auch gerecht werden. Vor allem aber dürfen wir uns mit den Zwischenfrüchten keine Nachteile einhandeln, die wir später nicht mehr in den Griff bekommen.
Steht allerdings kein Saatgut für die Eigenmischung zur Verfügung, sind wir gezwungen, auf Fertigmischungen zurückzugreifen. Bei den Zwischenfruchtmischungen sollten Sie darauf achten, dass nicht mehr als 3 bis 5 Komponenten darin enthalten sind. Der Saatgutlieferant muss für die Keimfähigkeit nicht garantieren.
Zwischenfrüchte als „Grüne Brücke“ für Virosen und Pilzkrankheiten vermeiden
Zu den Nachteilen von Zwischenfrüchten gehört die Übertragung von Krankheiten, z.B. von Virosen, wenn Getreide als Durchwuchs oder als Ansaat (z.B. als Rauhafer) in

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Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Wintergerste – Bestände auf Gelbmosaikvirus Typ II kontrollieren

Die Mehrzahl der aktuell zugelassenen Wintergerstensorten ist resistent gegen das Gersten-Mosaik-Virus (Typ 1). Das Auftreten des Typ 2 beschränkte sich bislang vor allem auf Standorte in Westfalen und Niedersachsen.

Nachdem Gerstenbestände wieder durchgrünen, sind verbreitet gelbe Bereiche auf dem Acker zu erkennen (s. Übersicht S. 41 – 42). Zeichnen die Gerstenpflanzen mosaikvirus-resistenter Wintergerstensorten in Teilbereichen, meist streifig in Bearbeitungsrichtung vom Vorgewände ausgehend, muss auch der Befall mit Gelbmosaikvirus Typ 2 in Betracht gezogen werden.

Deutliche Hinweise auf das Mosaikvirus sind aufgehellte Strichelchen in den Blattadern vergilbter Wintergerstenpflanzen. Diese beginnen meist im oberen Drittel des Blattes. Später gehen die Strichelchen in Nekrosen über, die auf das gesamte Blatt übergreifen. Die betroffenen Pflanzen bleiben im Wachstum zurück und bilden schlechte Wurzeln aus. Teils sind diese bereits verbräunt.

Auf unter Nässe leidenden Standorten treten die Symptome verstärkt auf.

Bei milder, trockener Witterung kann die Gerste das Virus „abschütteln“, wenn die Wurzelneubildung zügig in Gang kommt. Nass-kaltes Wetter macht dem Ganzen einen Strich

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