Rapskrankheiten

Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Die Rapsbestände präsentieren sich in diesem Jahr je nach Aussaatdatum, Niederschlagsmenge und Schädlingsdruck sehr unterschiedlich. Im Norden stand zur Saat ausreichend Bodenfeuchte zur Verfügung. Die Bestände liefen zügig und gleichmäßig auf, der Erdflohdruck blieb...

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Raps – Blütenspritzung

Raps – Blütenspritzung

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits in der Blüte. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Erste Apothezien sind im Rheinland bereits aufgelaufen. Bislang liegen die Bodentemperaturen verbreitet unter 10 °C. Erst wenn die Bodentemperaturen die 10 °C-Grenze bis den unteren Krumenbereich hinein überschritten haben, können Apothezien auflaufen. Damit ist erst in der nächsten Woche zu rechnen.

Dann dauert es noch weitere 5 bis 6 Tage bis zu einer möglichen Sporulation. Diese wird durch den Blütenstaub ausgelöst, der auf die Apothecien fällt. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

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Raps – Blütenspritzung

Raps – Knospenspritzung

In den Gelbschalen waren in den letzten Wochen mit Ausnahme von Südhängen nur wenige Stängelschädlinge zu finden. Die Kohltriebrüssler versteckten sich meist in den Knospen bzw. Blattachseln der Rapspflanzen. Deshalb ist eine intensive Kontrolle der Rapspflanzen dringend erforderlich. Sind in mehr als 3 von 10 Rapspflanzen Stängelschädlinge zu finden, ist es angebracht, gegen diese bis EC 51 mit Pyrethroiden vorzugehen. Vor EC 51 haben teilsystemische Wirkstoffe wie das Acetamiprid kaum Vorteile, weil kein Transport in die Knospen erfolgt, solange diese mit Blättern umhüllt sind.

Inzwischen liegen die Knospen frei, somit können Stängelschädlinge und Rapsglanzkäfer mit Acetamiprid bekämpft werden.

Mit dem Anstieg der Temperaturen über 15 °C werden wieder verstärkt Rapsglanzkäfer gefunden. Eine Gefährdung durch den Rapsglanzkäfer ist zu erwarten, wenn die Knospen noch nicht aufgeblüht sind und angefressen werden. Die Bekämpfungsschwelle für den Rapsglanzkäfer liegt bei 3 bis 5 Käfern pro Blütenstand. Diese Schwelle dürfte verbreitet am 06.04. überschritten worden

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Raps – Blütenspritzung

Raps und Getreide – Das müssen Sie zu Entwicklung und Krankheiten wissen

Der bis Anfang Oktober aufgelaufene Weizen konnte bis Ende November am Hauptrieb noch 5 bis 6 Blätter bzw. 3 bis 5 Triebe je Pflanze bilden (600 bis 1.000 Triebe je m²). Doppelringstadium ab dem 05.03. Stärker entwickelte Bestände sind nur selten anzutreffen. Der nach dem 10. Oktober aufgelaufene Weizen begann nur entlang der Rhein-Main-Schiene und im Weser-Ems-Gebiet noch im Herbst zu bestocken.

Ein Großteil der Weizenbestände hat nur 3 bis 4 Blätter je Pflanze bzw. beginnt gerade zu bestocken. Mit dem Doppelringstadium ist in diesen Beständen nicht vor dem 15.03. zu rechnen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Startgabe mit harnstoffhaltigem Dünger bzw. die Startgabe mit KAS angesagt, um die Cytokinin-Konzentration in den Pflanzen anzuheben und die Bestockung und Ährenanlage zu fördern.

Die Andüngung mit nitrathaltigen N-Düngern ist zu empfehlen, wenn in der Krume (30 cm) weniger als 15 kg/ha Nmin in sandigen bis 30 kg/ha Nmin in schweren Böden

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Winterraps – Wachstumsregulierung und Phoma-Bekämpfung

Winterraps – Wachstumsregulierung und Phoma-Bekämpfung

Die Winterrapsbestände präsentieren sich in diesem Herbst uneinheitlich. Abhängig von Saattermin und trockenheitsbedingten Auflaufverzögerungen befinden sich derzeit die Bestände zwischen Keimblatt- und 6-Blattstadium.
Zeitpunkt: wann erreicht der Raps (voraussichtlich) das 6-Blattstadium?
Nur wenige, vor dem 20. August gesäte Rapsbestände hatten bis zum 20. September sechs Blätter voll ausgebildet. Diese Bestände werden bis Vegetationsende auf jeden Fall 12 Blätter haben und enger stehende Pflanzen vor Winter Stängel bilden. Die Mehrzahl der Rapsbestände erreicht das 6-Blattstadium erst Ende September bis Anfang Oktober) und wird bei milder Herbstwitterung 10 bis 12 Blätter bilden. Bestände, die sich derzeit noch im 2-Blattstadium befinden, werden erst in der letzten Oktoberdekade sechs Blätter gebildet haben. Bis Vegetationsende erreichen diese Rapsbestände noch das 8- Blattstadium.
Konkurrenz zwischen den einzelnen Rapspflanzen, verstärkt durch Häufchenbildung
Je weiter der Reihenabstand und je höher die Saatstärke, umso enger ist der Abstand zwischen den Einzelpflanzen. Stehen benachbarte Rapspflanzen enger als 12 cm, wird die Stängelbildung in Gang gesetzt, sobald sich die Blätter berühren.
Gefährdung durch

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Winterraps – Wachstumsregulierung und Phoma-Bekämpfung

Raps – Knospenwelke

Raps setzt keine Schoten an Raps Verbreitet will der Raps in diesem Jahr nicht voll aufblühen bzw. setzt keine Schoten an. Davon betroffen sind vor allem frühe Sorten bzw. weiter entwickelte Bestände, während späte Bestände, auch Bestände mit doppeltem Wachstumsreglereinsatz im Herbst, offensichtlich weniger davon betroffen sind. Es hat den Anschein, dass in diesem Jahr wieder die Knospenwelke zuschlägt, die schon in früheren Jahren flächendeckend auftrat. Ursache für den Knospenabort ist meist die Einwirkung von Kälte während der Knospendifferenzierung. Das müssen nicht immer tiefe Frostgrade sein, es reicht ein starker Temperaturrückgang um 15 und mehr Grad bis in die Nähe des Gefrierpunktes, der die Zellteilung während der Ausdifferenzierung der Knospen bzw. der Narben oder Antheren unterbricht. Dadurch starben entweder ganze Knospen ab – das ist zu erkennen am kurzen Stielchen ohne Knospe bzw. Blüte- oder die Narben (=weiblichen Organe) in der Knospe wurden durch Frost um den 16. Februar

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Die Rapsbestände wachsen in diesem Jahr stark auseinander. Die ersten Bestände wurden aus Angst vor dem Erdfloh bereits um den 15. August gesät. Diese Pflanzen erreichen bereits das 8-Blattstadium und müssen dringend gestaucht werden, wenn das nicht schon erfolgt ist. Einige Sorten wie Ambassador beginnen bereits im Überlappungsbereich den Stängel zu bilden. Der letzte Raps wurde erst zu Beginn der vergangenen Woche um den 9. September gesät. Dieser lief recht zügig auf und ist aktuell im 2-Blattstadium. Es gibt auch Rapsbestände, die in der Trockenheit Ende August ganz unterschiedlich aufgelaufen sind. Die am weitesten entwickelten Rapspflanzen haben inzwischen sechs Blätter und müssen dringend gekürzt werden, während die zuletzt aufgelaufenen Pflanzen inzwischen zwei Laubblätter bildeten. Die Rapspflanzen treiben sich gegenseitig hoch, wenn sich die Blätter berühren. Deshalb neigen enger stehende Pflanzen in dichten Beständen stärker zum vorzeitigen Schossen. Hat der Raps gegen Ende des Langtages (20.09.) bereits sechs und mehr Blätter

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Raps – Auch Krankheiten und Schädlinge begrenzten den Ertrag

Nässe, Frost in der Blüte und geringe Strahlung beeinträchtigten die Ertragsleistung des Rapses: Die anhaltende Nässe verhinderte schon im Herbst und Winter die Wurzelentwicklung und bewirkte später den vorzeitigen Abbau von Feinwurzeln (+ Verringerung der Cytokinin-Produktion). Je mehr Niederschläge ab Ende Mai gefallen sind, umso schlechter sind die Erträge auf mittleren bis schweren Böden. Infolge des Frostes zu Blühbeginn bzw. während der Blüte begonnen viele Rapsbestände nur langsam zu stäuben. Der Raps roch, nachdem die ersten Blüten offen waren, kaum nach Raps, ein Hinweis dafür, dass die Pollen noch nicht befruchtungsfähig waren. Davon waren vor allem die Schoten am Haupt- und an den oberen Verzweigungen betroffen. Die Schoten bildeten oft nur wenige Körner und blieben kurz. Ab Ende April bis Mitte Juni war die Einstrahlung vielerorts sehr niedrig. Eine zu schwache Einstrahlung ergibt sich durch bedecktes, strahlungsarmes Wetter. Dadurch war die Assimilat-Bildung eingeschränkt. Die Assimilation wurde für den Aufbau von

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Raps – Bekämpfung von Blütenkrankheiten 2024

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits voll in der Blüte, 10 Tage früher als in den Vorjahren. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch gut feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Nachdem die Bodentemperaturen selbst in Bayrisch Sibirien (Hof) die 10 °C-Grenze bis unter die Krume überschritten, sind die Voraussetzungen für das Keimen der Apothecien erfüllt. Mit deren Auflaufen ist spätestens in den nächsten 4 bis 6 Tagen zu rechnen, dann dauert es noch einmal 5 bis 6 Tage zur Sporulation. Diese wird durch den auf die Apothecien fallenden Blütenstaub ausgelöst. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

Sklerotinia-Infektionen können bis Ende Blüte erfolgen, solange der Raps Blütenstaub produziert. Mit einer langen Blüte, also auch mit späten Infektionen ist in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Bodenfeuchte zu rechnen.

Durch eine zu frühe Spritzung wird der Spätbefall nicht mehr erfasst. Deshalb ist ein Splitting der Blütenspritzung mit einer Vorlage zu Beginn der Blüten und einer Blütenspritzung in die Hauptblüte oder die klassische Blütenspritzung allein angeraten, sobald die ersten Blütenblätter fallen.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Raps – „Botrytis-Stängelfäule“ in diesem Jahr zu erwarten

Der Witterungsverlauf in den letzten 10 Wochen begünstigte den Befall mit Botrytis und Cylindrosporium im Raps sowie mit M. nivale (Schneeschimmel) und Typhula im Getreide. Auch mit stärkerem Auftreten von Rhynchosporium in Gerste und Roggen muss gerechnet werden.
Als erste Botrytis-Symptome bilden sich auf den Rapsblättern grauweiße, über das Blatt verteilte Blattflecken. Nach Nässe wird das Blatt mit dem grauen Pilzrasen überzogen. Ab Beginn der Streckung kann Botrytis auf den Spross übergreifen und bildet dort gelbe Läsionen, aus denen sich der graue Pilzrasen entwickelt.
Bei stärkerem Befall beginnen der Spross, später auch einzelne Seitenäste zu faulen. Die Besiedlung des Sprosses durch den Pilz erfolgt ausgehend von den älteren Blättern oder durch Eindringen in Stängelrisse.
In frostgeschädigten Rapsbeständen wird in Gebieten, in denen Botrytis schon in früheren Jahren in größerem Ausmaß aufgetreten ist, mit dem Ansteigen der Temperaturen über 10 °C der graue Pilzrasen von Botrytis im Bereich des Überganges abgestorbener

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Raps – Frost und Hochwasser – Wann sollte man den Raps umbrechen?

Kahlfröste bis – 15 °C und Hochwasser machen es wahrscheinlich, dass einige zigtausend Hektar Raps umgebrochen werden müssen.

Frostschaden

> Kahlfröste bis – 15 °C und Hochwasser machen es wahrscheinlich, dass einige zigtausend Hektar Raps umgebrochen werden müssen.
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> Frostschaden
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> Im Moment sehen die meisten Rapsbestände noch grün aus. Das wird sich nach ein paar Tagen mit höheren Temperaturen noch ändern. Nach dem Auftauen werden sich in den meisten Rapsbeständen die unteren 4 bis 6 Blätter braun verfärben. Abgestorbene Blätter bedeuten noch keine Frostschäden.
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> Ob der Raps den Winter überstanden hat, lässt sich überprüfen, wenn die Rapswurzel der Länge nach durchgeschnitten wird: Ein grün-weißes Herz (siehe Abbildung 1) kennzeichnet eine intakte Pflanze, selbst wenn der Blattapparat gänzlich abgefroren ist. Rapspflanzen mit graubraun verfärbtem Vegetationskegel und gummiartigen Wurzeln sind erfroren und können sich nicht mehr regenerieren. Davon sind bei Temperaturen von – 15 °C meist nicht alle Rapspflanzen betroffen.
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> Stand der Raps länger als 4 bis 5 Tage unter Wasser, wird er verfaulen, nachdem das Wasser abgelaufen ist. Sauerstoffmangel bzw. CO2-Überschuss bewirken ein

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Die vor dem 22.08. gesäten Rapsbestände haben bereits das 6-, teils schon das 8-Blattstadium erreicht und müssen dringend gestaucht werden, um sich nicht zu überwachsen. Ein Teil der Rapsbestände musste dage- gen nachbestellt werden bzw. wurde erst in der vergangenen Woche gesät. Deshalb ist in diesem Jahr ein differen-zierter Einsatz der Wachstumsregler erforderlich. Aufmersamkeit ist in Beständen, in denen bei der Herbizidstrategie auf Belkar gesetzt wurde, geboten. In diesen darf dann kein Metconazol eingesetzt wer- den.
Infolge der sich abzeichnenden regnerischen Witterung muss auch mit Phoma gerechnet werden, auch wenn die Rapssorten inzwischen deutlich weniger anfällig sind, solange Tagestemperaturen über 10 °C + Regen
Wind herrschen. Kontrollieren Sie deshalb auch Ausfallrapspflanzen auf dem Nachbarschlag auf den Be- fall mit Phoma.
Raps im 6-Blattstadium gegen Ende des Langtages

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Sklerotinia mit Contans WG bekämpfen

Der Befall mit Sklerotinia trat in stärkerem Umfang auf, wo zu Beginn der Rapsblüten Regen fiel. Durch den verstärkten Anbau von Körnerleguminosen in der Rapsfruchtfolge nimmt das Sklerotinia-Risiko zu. Auch Sonnenblumen werden durch Sklerotinia befallen. Sonnenblumen und Soja haben deshalb in Rapsfruchtfolgen nichts zu suchen. Zwischen Raps und Sonnenblumen sollte ein Anbauabstand von wenigstens 4 Jahren eingehalten werden.

Achtung: Auch Unkräuter aus der Gruppe der Kreuz- und Korbblütler werden von Sklerotinia befallen und müssen deshalb konsequent bekämpft werden (Hirtentäschel, Rauke, Hellerkraut, Kamille u.a.).

Nach einem Kälteeinbruch im Oktober kann in einem milden Herbst Myzel aus den Sklerotien auskeimen und Wurzel- bzw. Wurzelhalsinfektionen mit Sklerotinia bereits im Herbst verursachen. Diese Infektionen sind durch die Blütenspritzung im Frühjahr nicht zu verhindern.

Unterscheidung Sklerotinia-Wurzelhalsinfektionen vom Phoma- oder Verticillium-Befall

Wenn sich Stoppeln mitsamt der Wurzel leicht aus dem Boden ziehen lassen, weil die Feinwurzeln abgefault und verschwärzt sind, ist Verticillium als Ursache zu sehen. Reißen die Stoppeln am Wurzelhals ab, kommen Phoma oder Sklerotinia für die Vermorschung in Betracht. Wenn im Inneren des Wurzelhalses, teils auch an der Außenseite die schwarzen „Mäuseköttel“ zu finden sind, haben wir es mit Wurzelhalsinfektionen durch Sklerotinia zu tun. Myzel-Infektionen werden durch Kalkstickstoff, der mit der Saat eingearbeitet wurde, weitgehend unterbunden. Die DüV veranlasst aber nicht wenige, die bislang Kalkstickstoff eingesetzt haben, davon Abstand zu nehmen. Abgesehen davon, dass dadurch die Schneckenproblematik in Waldschattenlagen einen neuen Stellenwert bekommen wird, rückt die Sklerotinia-Problematik

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Stoppeln bonitieren

Die Bonitur von Rapsstängeln und Stoppeln ergibt Aufschluss über mögliche Ursachen geringer Rapserträge. Dadurch lassen sich nach der Rapsernte Fehler im Rapsanbau erkennen.

Folgende Unterscheidungskriterien können dafür herangezogen werden:

Grüne Stoppeln weisen auf eine gesunde Abreife hin. Aber Achtung! Grüne Stoppeln bei totreifen Körnern sind ein Hinweis, dass der Raps zu gut mit Stickstoff versorgt war und die Assimilate nicht vollständig in die Schoten umgelagert wurden.

Grüne Stängel mit schwarzgrauem Fraßkot sind entweder auf Befall mit Stängelrüssler (S-förmiger Stängel) oder Kohltriebrüssler (gerader Stängel) zurückzuführen.

Braune Stängel mit weißem Mark sind kein Hinweis auf eine krankhafte Abreife, vielmehr verliefen Samen- und Stängelreife synchron. Hinweis auf eine ausgeglichene N-Versorgung.

Braune Stängel mit bräunlichem oder schwarzem Mark entstanden in Folge eines späten Phomabefalls. Phoma drang durch Bohrlöcher von Schädlingen (Erdfloh) oder durch Frostrisse in die Stängel ein.

Weiße Stängel geben Hinweise auf eine krankhafte Abreife:

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Kohlhernie: Ausbreitung, Vermeidung, Eindämmung

Kohlhernie („Klumpfuß-Krankheit“) wird durch den bodenbürtigen Einzeller Plasmodiophora brassicae ausgelöst. Die Dauersporen im Boden keimen angeregt durch Wurzelausscheidungen im Bodenwasser aus und setzen begeißelte Zoosporen frei, die erst die Wurzelhaare und später die Wurzelrinde befallen.

Nach 180 bis 240 °C-Tagen sind an den Wurzeln erste stecknadelgroße Ausstülpungen zu erkennen. Die später gallenförmigen Wucherungen (Tumore), die einen Durchmesser von einem bis mehreren Zentimeter erreichen können, sind symptomatisch für das Schadbild des Erregers, der deshalb auch als „Klumpfußkrankheit“ bezeichnet wird. In den Gallen werden Millionen von Dauersporen gebildet, die der Überdauerung im Boden dienen.

Durch die Tumorbildung wird die Wasser- und Nährstoffversorgung beeinträchtigt oder ganz unterbunden. Besonders drastisch wirkt sich die Krankheit auf die Rapspflanze aus, wenn die Pfahlwurzeln befallen werden.

Kohlhernie bewirkt erste Welke-Erscheinungen der Rapspflanze schon im Herbst, obwohl die Wasserversorgung sichergestellt ist. Der Befall äußerst sich oft zuerst an nassen Stellen im Schlag (z.B. in Lunken), wo sich der Erreger durch die begeißelten Zoosporen schneller fortbewegen kann.

In verseuchten Böden geht die Anzahl der Dauersporen pro Gramm (!) Boden nicht selten in die Millionen. Die Halbwertszeit dieser Sporen im Boden beträgt 4 Jahre. Dauersporen können ohne Wirtspflanzen länger als 15 Jahre im Boden überdauern. Eine Vermehrung des Erregers ist aber nur an den Wurzeln empfänglicher Wirtspflanzen möglich. Dazu zählen vor allem Kruziferen wie Raps und Kohlgewächse.

Befallsdichte und -intensität werden maßgeblich von den Umweltbedingungen mitbestimmt. Sowohl die Infektion der Wurzelhaare als auch die spätere Symptomausprägung sind temperaturabhängig und erfordern hohe Bodenfeuchte. Temperaturen über 15 °C mit hoher Bodenfeuchte (über 70 % Feldkapazität) bieten optimale Voraussetzungen für den Befall mit diesem Erreger.

Der Ertragsausfall durch Kohlhernie hängt von der Befallshäufigkeit, d.h. wie viele Pflanzen befallen sind, und von der Befallsstärke ab. Im Mittel liegen die Ertragseinbußen zwischen 40 und 70 % bis hin zu Totalausfällen.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Kohlhernie gefährdet den Rapsanbau

Mit Kohlhernie befallene Schläge haben weiter zugenommen. Diese Krankheit tritt vor allem im Norden und Nordwesten, in Schleswig-Holstein, an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, in den Staulagen der Mittelgebirge, aber auch in Südbayern auf, wo vor allem Senf als Zwischenfrucht vor Mais schon öfter angebaut wurde.

Wo bislang noch keine Kohlhernie aufgetreten ist, sollten folgende Grundregeln beim Anbau von Raps in der Fruchtfolge eingehalten werden, um Kohlhernie zu vermeiden:

Einschleppung durch verdreckte Bearbeitungsgeräte vermeiden

Drainagen müssen funktionsfähig bleiben, um Staunässe zu vermeiden

pH-Wert in Ordnung halten

Kohlensaure Kalke am besten schon zur Vorfrucht vor Raps einarbeiten

Raps nur alle 4 bis 5 Jahre anbauen

Ausfallraps zügig beseitigen, darf nicht länger als 10 bis 14 Tage stehen bleiben

Keine Kreuzblütler (Unkräuter) in anderen Kulturen im Herbst aufkommen lassen

Keine Kreuzblütler in Zwischenfrucht-Mischungen in Rapsfruchtfolgen

Nematoden-resistenten Ölrettich erst säen, wenn der Boden kälter als 15 °C ist.

Wie wird Kohlhernie verbreitet?

Der Erreger der Kohlhernie (

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Blütenspritzung gegen Sklerotinia ist in diesem Jahr angebracht

Wurde in den letzten 10 Jahren wenigstens dreimal Raps bzw. Raps und Leguminosen bzw. Kartoffeln oder gar Sonnenblumen auf demselben Feld angebaut, dürfte in diesem Jahr eine Blütenspritzung gegen Sklerotinia im Raps angebracht sein.

Mit dem Keimen der Apothezien von Sklerotinia ist zu rechnen, wenn tiefer keimende Unkräuter (Klettenlabkraut oder Windenknöterich) auflaufen können. Diese Zeigerpflanzen dienen als Indikatoren für die Keimbedingungen. Die bisherigen Niederschläge reichen selbst in den Trockengebieten aus, um den Keimwasserbedarf der Sklerotien zu decken. Dazu muss der Boden etwa 5 cm tief durchfeuchtet sein. 4 bis 5 Tage nach dem Auflaufen sind die Apothezien sporulationsfähig.
Tabelle

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Winterraps – Knospen- und Blütenspritzung

Nach dem anfänglich starken Zuflug von Stängelschädlingen hielt sich der weitere Zuflug auch von Rapsglanzkäfern in Grenzen. Sollte in den kommenden Tagen noch nennenswerter Zuflug von Rapsglanzkäfern eintreten, ist bei der Mittelwahl zu unterscheiden: Wenn nur der Blütenstand des Haupttriebes nicht mehr von Blättern umhüllt ist, sind 0,2 l/ha Trebon Mittel der Wahl gegen Rapsglanzkäfer und Stängelschädlinge. Die Bekämpfungsschwelle liegt im Knospen-Stadium bei 4 Käfer je Haupttriebblütenstand.

Liegen bereits die Blütenstände der Seitenäste frei, hat das Acetamiprid (im Mospilan) eine längere Dauerwirkung gegen Rapsglanzkäfer und Rüsslerarten. Die länger anhaltende Wirkung des teilsystemischen Acetamiprid kommt für den Knospenschutz nicht zum Tragen, wenn der Wirkstoff auf die Blätter gespritzt wird und auf den Knospen nicht ankommt.

Im Knospenstadium (EC 51 bis 59) können 0,2 l/ha Mospilan gegen Rapsglanzkäfer gespritzt werden. Die Wirkung des Mospilan hält auf den getroffenen Knospen zwischen 8 und 10 Tagen an, auch gegen Kohlschotenrüssler. Nach 8 Tagen reicht

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Zunehmender Botrytisbefall in Winterraps

In einigen Regionen Norddeutschlands, v.a. in der Nähe größerer Seen nimmt der Befall mit dem Schwächeparasit Botrytis aufgrund anhaltend kühl-feuchter Witterung und diffusem Licht deutlich zu. Befallene Pflanzen fallen i.d.R. komplett aus. Die sich rasch ausbreitenden Infektionen der Nachbarpflanzen erfolgen durch direkten Kontakt der Pflanzenteile, sodass regelrechte Nester entstehen. Sortenunterschiede konnten nicht beobachtet werden.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Frühjahrsbehandlung mit Azolen als Wachstumsregler & Fungizid

Ab Schossbeginn (Spross > 10 cm lang) können Azole als Wachstumsregler im Winterraps eingesetzt werden, um Lager zu vermeiden. Lagergefährdet sind vor allem dichte Bestände mit starkem Altrapsdurchwuchs und mehr als 50 Pflanzen je m², da die eng stehenden Rapspflanzen nur dünne Stängel ausbilden. Die Düngung nach DüV bewirkt eine Verminderung der Lageranfälligkeit des Rapses, die in der Vergangenheit teilweise durch überhöhte N-Düngung hervorgerufen wurde.

Durch den frühen Einsatz von Azolen als Wachstumsregler wird die apikale Dominanz des Haupttriebes gebrochen und dadurch die Entwicklung und der Schotenansatz der unteren Seitenäste gefördert. Durch die Stauchung des Haupttriebes werden tiefer insertierte Schoten besser belichtet. Dadurch erfolgt auch eine Synchronisierung der Blüte und der Abreife. Die Entwicklung der Seitenverzweigung und Ausbildung der Knospen wird durch den Einsatz von 75 g/ha Azoxystrobin (z.B. 0,6 l/ha Amistar Gold) zusätzlich unterstützt.

Der optimale Termin der Wachstumsregler-Spritzung richtet sich nach der Kürzung im Herbst und dem Entwicklungszustand des Rapsbestandes:

In Rapsbeständen, die vor Winter 10 und mehr Blätter bildeten, erfolgt die Kürzung am

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