Winter

Anbau von Winterackerbohne und Wintererbse

Anbau von Winterackerbohne und Wintererbse

Anbau von Winterackerbohnen Winterackerbohnen nutzen die Winterfeuchte, blühen deutlich früher und reifen um 3 Wochen früher ab als die Sommerform. Deshalb leiden sie weniger unter der frühen Hitze im Juni. Bei ausreichenden Niederschlägen ab Mitte Mai und geringer...

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Begasung und Backqualität

Begasung und Backqualität

Bei der Produktion von Veredelungskartoffeln spielt der CO2-Gehalt eine große Rolle. Dieser muss durch ständigen Luftaustausch auf einem möglichst geringen Niveau gehalten werden.

Wer über ein CO2-Meßgerät verfügt, wird nach der Begasung einen schnellen Anstieg der CO2-Konzentration im Lager feststellen. Hier gilt es, den besten Kompromiss zwischen Wirkungssicherheit der Begasung und der Backfarbe des Produktes zu finden.

Aus diesem Grund müssen Sorten mit einer schlechten Backfarbe, welche für die Produktionsrichtung mit den höchsten Anforderungen (Chips) gelagert werden, bereits 24 h nach der Begasung belüftet werden. Sorten mit guten Backqualitäten, welche für die Pommes frites-Produktion gelagert werden, sollten erst nach 48 h belüftet werden.

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Winterweizen – Spätsaat

Winterweizen – Spätsaat

Weizen, der jetzt noch gesät wird, wird erst im Frühjahr bestocken. Die erst im Frühjahr gebildeten Triebe fallen i.d.R. gegenüber den Haupttrieben im Ertrag stark ab. Deshalb sollte man den Weizen auf Endbestand säen. Das scheitert aber daran, wenn die Saatkörner in der Drillreihe zu eng abgelegt werden und die Pflanzen dann enger als alle 2 cm stehen.
Es ist vor allem die Wurzelkonkurrenz, die (zu) hohen Saatstärken den Riegel vorschiebt: Mehr als 50 Keimpflanzen je laufenden Meter Drillreihe sollen auf keinen Fall stehen, weil die Einzelpflanzenleistung durch den engen Abstand überproportional abfällt. Das wirkt sich umso gravierender aus, wenn dann im Laufe der Vegetation Pflanzen durch Krankheiten an der Halmbasis oder durch Schädlinge ausfallen.
Aus diesem Grund ist es auch sinnvoll, für die späte Aussaat Sorten zu wählen, die den Ertrag auch mit niedrigen Ährenzahlen über den Einzelährenertrag bilden können.
Um die Bestandesdichte vor allem auf tonigen Böden oder Lehmkuppen abzusichern, bietet es sich an, etwa die Hälfte bis 2/3 der Sollährenzahl an Samenkörnern mit dem Düngerstreuer als Breitsaat auf den rückverfestigten Boden auszubringen und danach den Rest der vorgesehenen Saatmenge mit der Drillmaschine zu säen.

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Winterweizen – Spätsaat

Wintergetreide – Einsatz von Bodenherbiziden bei Frost

Die aktuell feuchten Bodenbedingungen bieten derzeit gute Voraussetzungen für die Spritzung von Bodenherbiziden im Wintergetreide. Allerdings muss im Osten und im Südosten mit Nachtfrösten gerechnet werden, die die Kulturverträglichkeit der Herbizide einschränken.
Flufenacet, Pendimethalin oder Chlortoluron können im frühen Nachauflauf auch bei vorausgegangenem und/oder angekündigtem leichten Frost (bis -4 °C) gespritzt werden.
Auf den Zusatz von Prosulfocarb zur Unterstützung der Gräser-Wirkung sollte man bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verzichten. Auch das flumioxazinhaltige Sumimax darf nur bei frostfreier Folgewitterung gespritzt werden.
Carotinoid-Synthese-Hemmer Diflufenican (z.B. Diflanil, Herold, Carmina, Trinity), Beflubutamid (Beflex) oder Picolinafen (Pontos, Quirinus) können auch bei leichtem Nachtfrost bis -2 °C eingesetzt werden.
Ebenfalls wirkungssicher und kulturverträglich ist die Anwendung von ALS-Hemmern ohne Safener wie Tribenuron (Trimmer), Florasulam (Saracen), Metsulfuron (Alliance) bis -4 °C.
ALS-Hemmer mit Mefenpyr als Safener (Atlantis) sollten dagegen nicht gespritzt werden, wenn nach der Spritzung mit Nachtfrösten zu rechnen ist.
ACCase-Hemmer mit Cloquintocet als Safener (Axial, Traxos) können auch vor Nachtfrösten bis -5 °C ausgebracht werden. Dadurch steigt sogar die Wirkungssicherheit gegen Weidelgras und Ackerfuchsschwanz. Die Tagestemperaturen sollten nach Frostnächten wieder die

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Winterweizen – Spätsaat

Winterraps – Bei Frostrisiko Graminizide nicht mit Azolen mischen

Aus Gründen der Verträglichkeit sollen Graminizide mit metconazol-, paclobutrazol- oder tebuconazolhaltigen Wachstumsreglern (Carax, Folicur, Horizon, Orius, Tilmor, Toprex) nicht gemischt werden, wenn die Temperaturen unmittelbar nach der Spritzung auf bzw. unter den Gefrierpunkt absinken können.

FOP-Mittel (z.B. Agil, Gallant, Fusilade, Panarex, Targa Super)

DIM-Mittel (Focus Ultra, Select 240)

Kerb flo (Propyzamid) oder Milestone (Propyzamid + Aminopyralid)

Im Zweifel immer erst Gräsermittel und 4 – 6 Tage später Wachstumsregler spritzen!

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Lagerprobleme in früh gerodeten Partien

Lagerprobleme in früh gerodeten Partien

Viele Partien wurden in diesem Jahr bereits Ende August und Anfang September gerodet. In dieser Phase war es häufig zu warm und Partien sind mit Knollentemperaturen von 20°C und mehr eingelagert worden. Durch die Wärme konnten sich Fäulniserreger rasant ausbreiten.
In diesen Partien findet man aktuell häufig Fusarium-Fäule. Die Wundheilung wurde nach der Einlagerung oftmals durch fehlende Feuchtigkeit verhindert. Durch die häufig zu feuchte Bodenbearbeitung im Frühjahr war eine beschädigungsarme Ernte unter den trockenen Bedingungen bis Mitte September nicht möglich. Die Beschädigung stellt eine Eintrittspforte dar, die von einer durch die Wundheilung geschaffenen „Ersatzschale“ eingeschränkt worden wäre.
Häufig sind die Symptome nicht klar einem Erreger zuzuordnen, da es sich um Mischinfektionen aus Fusarium, Braunfäule oder bakteriellen Erregern handelt. Die Fäulnis kann durch kühle Temperaturen und Trockenheit gestoppt werden, die Verbreitung des Erregers jedoch nicht.
Das bedeutet, dass die Partie durch eine rasche Abkühlung zunächst gerettet werden kann. Da die Wundheilung

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Zwischenfrüchte – Wenn es geht, Zwischenfrüchte walzen!

Zwischenfrüchte – Wenn es geht, Zwischenfrüchte walzen!

Vor diesem Zeitraum sind lediglich Maßnahmen ohne Eingriff in den Boden wie das Walzen zulässig. Nachdem der Schnee weggetaut ist, kann auf gefrorenem Boden gewalzt werden, ohne die Bodenstruktur zu gefährden. Durch das Walzen werden die Stängel geknickt, dadurch der Wasserstrom und die Nährstoffaufnahme unterbunden.
Walzen setzt den Abbau der Zwischenfrüchte in Gang
Der Walzgang hilft somit den Abbau der Zwischenfrüchte in Gang zu bringen und gleichzeitig gasförmige Stickstoffverluste zu reduzieren. Die in der Zwischenfrucht stehenden kleinkörnigen Leguminosen wie der Alexandriner Klee profitieren durch den besseren Lichteinfall und können über Winter weiterwachsen.
Ein gutes Arbeitsergebnis wird mit Prismenwalzen erreicht. Ziel ist die Pflanzenstängel zu brechen und die Blätter anzureißen, um durch die größere Oberfläche bzw. die kleinen Pflanzenteile die Verrottung zu fördern.

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Zwischenfrüchte – Wenn es geht, Zwischenfrüchte walzen!

Raps – Hinweise zur Kerbspritzung

Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb bzw. Milestone beeinflusst wie das Pendimethalin als Mikrotubuli-Hemmer die Zellentwicklung empfindlicher Pflanzen. Das Propyzamid ist in der HRAC-Gruppe 3, früher K1, eingestuft. Dadurch unterscheidet sich Propyzamid grundlegend von den vorwiegend im Getreide verwendeten ACCase-Hemmern (FOP-, DEN-, DIM-Mittel), ALS-Hemmern (Mesosulfuron, Pyroxsulam, Propoxycarbazone) oder Harnstoffderivaten (CTU, Metribuzin). Dadurch kann das Resistenzrisiko von Ungräsern umgangen werden.
Verhalten von Propyzamid im Boden
Das Propyzamid dringt maximal 2 cm tief in den Boden ein und wird hauptsächlich über die Wurzeln aufgenommen. Feuchtkalte Witterung ermöglicht die Aufnahme des Wirkstoffs, gleichzeitig ist der Abbau in den Gräsern verlangsamt. Daher ist eine Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 Grad Celsius ratsam (auch unter der Krume). Die Wirkung tritt nach einer Anwendung während der Vegetationsruhe erst ein, wenn die Gräser im Frühjahr wieder zu wachsen beginnen.

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