Grünes Info 2026

Anbau von Winterackerbohne und Wintererbse

Anbau von Winterackerbohne und Wintererbse

Anbau von Winterackerbohnen Winterackerbohnen nutzen die Winterfeuchte, blühen deutlich früher und reifen um 3 Wochen früher ab als die Sommerform. Deshalb leiden sie weniger unter der frühen Hitze im Juni. Bei ausreichenden Niederschlägen ab Mitte Mai und geringer...

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Raps und Getreide – Vektorenbekämpfung

Raps und Getreide – Vektorenbekämpfung

Mit der Mais- und Rübenernte wird den Blattläusen die Nahrungsgrundlage entzogen. Geflügelte Tiere wandern deshalb infolge des erzwungenen Wirtswechsels in benachbarte Raps- und Getreidebestände ein. Raps ist derzeit sehr unterschiedlich entwickelt. Im Norden...

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Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Die Rapsbestände präsentieren sich in diesem Jahr je nach Aussaatdatum, Niederschlagsmenge und Schädlingsdruck sehr unterschiedlich. Im Norden stand zur Saat ausreichend Bodenfeuchte zur Verfügung. Die Bestände liefen zügig und gleichmäßig auf, der Erdflohdruck blieb...

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst

Addition von Wirkstoffen Werden Wirkstoffe mit unterschiedlicher Wirkungsweise zusammen oder in Spritzfolge ausgebracht, wird die Wirkung des 2. Wirkstoffes nicht zur Wirkung des 1. addiert, sondern bezieht sich auf die Wirkung der verbliebenen Unkräuter: Beispiel:...

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten

A-Sorten

KWS Lonnie (KWS)

A-Weizen mit durchschnittlichen Ertragsleistungen

gutes Hektolitergewicht mit moderaten Rohproteingehalten

mittlere Fallzahl mit begrenzter Fallzahlstabilität

Kompensationstyp

mittleres Schoss- & Reifeverhalten

durchschnittliche Winterhärte

mittlere Pflanzenlänge & Lageranfälligkeit

geringe Anfälligkeit für Halmbasisverbräunungen

gute bis sehr gute Blattgesundheit (Mehltau, Blattseptoria, Gelb- & Braunrost)

weniger anfällig für Ährenfusarium

gute Eignung als Stoppelweizen oder nach Maisvorfrucht

SU Horizon (Saaten-Union)

in den LSV eine der ertragsstärksten Sorten, als A-Sorte eingetragen

gute Backeigenschaften, aber mit sehr geringem Proteingehalt (BSL-Note 1), deshalb schlecht als A-Weizen zu vermarkten

hohe Fallzahl mit geringer Auswuchsneigung

früh schossender, frühreifer Kompensationstyp

durchschnittliche Winterhärte

gute Standfestigkeit

blattgesund, geringe Anfälligkeit für Mehltau, Blattseptoria, Gelb- & Braunrost

für Spätsaat geeignet

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Raps – Einsatz von Graminiziden

Ausfallgetreide und Unkrautsamen sind infolge der Trockenheit verbreitet kaum aufgelaufen. Mit dem verstärkten Keimen ist nach den Niederschlägen in den nächsten Tagen zu rechnen.

Um zu vermeiden, dass der frisch gesäte Raps im Ausfallgetreide unterdrückt wird, ist es angeraten, dieses spätestens im 3- bis 4-Blattstadium mit Graminiziden herauszuspritzen. Für die Wirkung der FOP-Mittel sind wenigstens 60 %, besser 70 % relative Luftfeuchte nötig. Bei geringerer Luftfeuchte können sie die Wachsschicht und Kutikula schlecht durchdringen. Die Formulierung der Mittel erleichtern das Eindringen.

Inzwischen ist eine Unzahl von Nachbauprodukten auf dem Markt, deren Formulierung vielfach zu wünschen übrig lässt. Aus diesem Grund beschränken wir unsere Empfehlungen auf Standard-Produkte, über die uns keine nachteiligen Erfahrungen vorliegen.

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Raps – Insektizide gegen Rapserdfloh

Raps – Insektizide gegen Rapserdfloh

In der Ernte krabbelten massenhaft Erdflöhe auf den Rapshängern herum. Kreuzblütler (wie Gartenkresse) im Garten werden durch den Rapserdfloh zusammengefressen. Mit einem hohen Erdflohdruck ist zu rechnen. Die kühlere Witterung lässt den Zuflug trächtiger Mutter-Erdflöhe ab Ende August bis in die ersten Septembertage erwarten.

Auch auf den verstärkter Zuflug von Kohlmotten oder Rübsenblattwespen ist zu achten. Diese werden mit der Spritzfolge gegen den Erdfloh miterfasst.

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

In vielen Regionen Deutschlands setzt die Trockenheit weiterhin den Zuckerrüben mit der Folge von schlafenden Rüben und Blattverlusten zu. Das heiße, aber trockene Wetter bot keine Voraussetzungen für die Ausbreitung von Cercospora, sodass sich der Blattapparat der Rüben aktuell weitgehend gesund präsentiert, auch wenn bisher kaum Fungizide eingesetzt wurden.
Dennoch ist es notwendig, die Bestände weiterhin zu kontrollieren, da wechselhaftes Wetter Ende August und im September mit warmen Temperaturen, wie auch 2018 der Fall, noch zu einer starken Ausbreitung von Cercospora führen kann.
Regen kann nach den Blattverlusten durch Hitze und Trockenheit zu einer Neubildung von Blättern führen, die dann nicht gegen Cercospora geschützt sind. Da wir auf den Ertragszuwachs im Spätsommer und Herbst in diesem Jahr angewiesen sind, muss folglich vor allem, wenn spät gerodet wird, intensiv auf Cercospora und andere Krankheiten geachtet werden.
Sollten günstig Befallsbedingungen vorherrschen, muss in Lagen mit Starkbefall und hohem Resistenzrisiko

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Wintergerste – Rückblick auf die Ernte 2026

Rückblick auf die Wintergerstenernte im Norden

Die Wintergerstenerträge fielen in den nördlichen Anbauregionen insgesamt durchschnittlich aus. Der Erntebeginn wurde früh durch die große Hitzewelle Mitte Juni eingeleitet. Die Körner reiften innerhalb kurzer Zeit vollständig ab, während das Stroh in vielen Beständen noch deutlich grün blieb. Reife Ähren standen auf noch nicht vollständig abgereiftem und entsprechend zähem Stroh.

Die Wintergerste litt aufgrund der frühen Reife weniger unter der Junihitze. Die Mehrzahl der Sorten hatten die Umlagerung der Assimilate in das Korn zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Die hohen Temperaturen begrenzten deshalb die Kornfüllung weniger stark als in den Weizenbeständen, die sich noch in der Phase der Endospermbildung (Kornbildung) befanden.

Problematischer als die Hitze war in weiten Teilen Brandenburgs und Mecklenburgs die Entwicklung der Bestände nach dem trockenen Frühjahr. Die hohen Niederschlagsmengen im weiteren Saisonverlauf führten dazu, dass Wintergerstenbestände ins Lager gingen.

In der Frühjahrstrockenheit, auch aus Angst vor Frösten, wurden Wachstumsregler vielfach zurückhaltend oder gar nicht eingesetzt.

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Raps – Unkrautbekämpfung

Raps – Unkrautbekämpfung

Anwendung von Clomazone

Die Wettervorhersage für die kommenden 14 Tage rückt die Anwendung von Clomazone gegen Raukenarten in den Bereich des Möglichen, da zum einen Niederschläge als Voraussetzung für die Anwendung von Bodenherbiziden angekündigt werden, zum anderen die Tageshöchsttemperaturen nicht über 25 °C klettern sollen. Somit ist die Anwendung von Clomazone in den Abendstunden möglich und es müssen nur noch die Abstände zu den außerlandwirtschaftlichen Nachbarflächen, sowie die speziell Clomazone-haltige Produkte betreffende Anwendungsbestimmungen beachtet werden.
Abbildung

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Raps – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide werden aus der Bodenlösung über Keimling, Wurzeln, Hypokotyl oder aus dem Spritzbelag auf der Bodenoberfläche über das Keimblatt aufgenommen. In jedem Fall ist dazu ausreichend Wasser notwendig, umso mehr, je weniger wasserlöslich der Wirkstoff ist. Durch trockenen Boden ist die Wirkung eingeschränkt.

Um die Wirkung sicherzustellen, muss der Boden ausreichend feucht sein oder nach der Anwendung wenigstens so viel Regen fallen, dass die oberen 3–5 cm des Bodens gut durchfeuchtet werden. Dazu sind auf ausgetrockneter Krume wenigstens 10 mm auf sandigen und bis zu 25 mm auf lehmigen und tonigen Böden notwendig.

Etwa 5–10 mm werden je nach Bodenart und Bodenfeuchte benötigt, damit die Wirkstoffe aktiviert werden. Weitere 5–15 mm sind für eine ausreichende Wirkstoffaufnahme durch die Unkräuter notwendig. Letztere hängt auch von der Kontaktfläche im Boden ab: Je feinkrümeliger und kompakter die Bodenoberfläche ist, desto intensiver ist der Kontakt zwischen Wirkstoff und Unkraut.

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Getreide – Beizung

Latitude und Latitude XL

Das Silthiofam im Latitude beziehungsweise Latitude XL ist ein Spezialwirkstoff gegen Schwarzbeinigkeit. Es kommt nicht als Ersatz für eine Brand-, Fusarium- oder Schneeschimmelbeize in Betracht. Der Wirkstoff Silthiofam vermindert den Befall mit Schwarzbeinigkeit an der Wurzel und begünstigt die Wurzelneubildung beziehungsweise Wurzellebensdauer.

Der Einsatz von Silthofam ist vor allem im Weizen beziehungsweise Triticale in engen Getreidefolgen, vor allem im Weizen nach Weizen, bei früher Saat, warmer Herbstwitterung, hohem Anteil an Ausfallgetreide, Queckenbesatz sowie auf Böden mit schlechter Durchwurzelbarkeit interessant. Auch sandige Standorte, schwere tonige Böden und zeitweise staunasse Flächen können das Risiko des Befalls mit Schwarzbeinigkeit erhöhen.

Die Spezialbeize ändert nichts an den pflanzenbaulichen Grundsätzen: Späte Saat, Unterbrechung enger Getreidefolgen, Beseitigung der grünen Brücke (Bekämpfung von Quecken) und eine gute Bodenstruktur bleiben die wichtigsten Maßnahmen gegen Schwarzbeinigkeit. Ohne erkennbares Befallsrisiko ist der Einsatz von Silthiofam pflanzenbaulich schwer zu begründen.

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Raps – Schädlinge im Herbst

Die Erträge der jüngsten Rapsernte sind vielerorts unterdurchschnittlich ausgefallen. Als mögliche Ursache steht insbesondere in Regionen mit hoher Rapsanbaudichte der Rapserdfloh im Fokus. Seit dem Verbot neonicotinoider Beizen ist die Bekämpfung schwieriger geworden. Gleichzeitig können sich Pyrethroid-resistente Populationen leichter ausbreiten.
Im vergangenen Herbst waren die Zuflüge teilweise langanhaltend. Im Frühjahr wurden beim Aufschneiden einzelner Pflanzen teils mehr als zehn Larven gefunden. Entsprechend ist mit einer hohen Zahl adulter Rapserdflöhe zu rechnen. Mit den ersten Nächten unter 10 °C beginnt der Einflug in neu auflaufende Rapsbestände.
Für eine sichere Bestandesetablierung sollte Raps nicht zu spät gesät werden, damit vitale Pflanzen dem Befall besser davonwachsen können. Wird die Schadschwelle von 10 % Blattverlust durch Lochfraß überschritten, können gegen adulte Käfer Pyrethroide eingesetzt werden. Zur Bekämpfung der Larven beziehungsweise zur Verhinderung der Eiablage stehen systemische Wirkstoffe zur Verfügung. Vor dem 4-Blattstadium sollte darauf verzichtet werden, weil noch nicht genügend Blattmasse für eine optimale Wirkstoffverteilung vorhanden ist.

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Raps – Herbstdüngung

P- Düngung    

im C- Bereich = Nettoentzug der Vorfrucht (Getreide)

Formel = Kornertrag dt/ha x 0,8 kg P2O5 je dt = kg/ha P2O5

z.B. 70 kg/ha P2O5 (Gülle, DAP, NPK, Triplephosphat)

im A/B-Bereich = 100 kg/ha P2O5 (in 3 Jahren max. 30 kg/ha über Entzug)

K-Düngung    

im C- Bereich = mindestens K-Aufnahme im Herbst

120 kg/ha K2O (Kornkali, Gülle,NPK)

im A/B- Bereich = 200 kg/ha  K2O (Kornkali),

Sandböden = 120 kg/ha  K2O im Herbst + 80 kg/ha im Frühjahr

PK-Düngung am besten vor der Saat einarbeiten! Auf schweren Böden muss auch Kali eingearbeitet werden, wenn mit Herbst- und/oder Frühjahrstrockenheit zu rechnen ist.

Bor- Düngung 

unter 0,4 ppm: 75 + 300 g/ha Bor (2- + 6-Blattstadium)

unter 0,8 ppm: 150 g/ha Bor ab 6-Blattstadium

Mg (+ S)

 im A/B- Bereich (Mg) 15 kg/ha MgO + 12 kg/ha S (300 kg/ha Kornkali)

10 kg/ha Bittersalz zum Überbrücken ab 6-Blatt

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Raps – Integrierte Bekämpfung des Rapserdflohs

Die Rapsernte ist noch im Gange, die Erträge fallen teils sehr unterschiedlich aus. Teilweise liegt das an der Witterung (Spätfrost, Trockenheit und Hitze), auf vielen Standorten – vor allem im Osten und Nordosten – aber auch am starken Befall mit Schädlingen (Erdfloh, Stängelschädlinge und Schotenschädlinge). Schotenrüssler und Schotenmücke allein haben teilweise bereits zu Ertragsausfällen von bis zu einer halben Tonne geführt.
In den Gebieten, in denen alle diese Schädlinge aufgetreten sind, erreichen die Erträge kaum 3 t/ha. Das macht deutlich, wie groß das Problem im Raps sein kann.
Auffallend ist auch das starke Aufkommen von Erdflöhen sowie Schotenrüsslern im Erntegut in diesen Regionen. Tatsächlich korreliert sogar die Menge der Schädlinge negativ mit dem Ertrag. Damit in diesen Regionen der Rapsanbau noch erfolgreich bleibt, muss an jeder Stellschraube gedreht werden. Wenn ein Schädling wie zum Beispiel der Erdfloh erfolgreich bekämpft wurde, gibt es noch keine Entwarnung, denn man kann mit den Frühjahrsschädlingen immer noch „Schiffbruch“ erleiden.

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Getreide – Beizung

Mit dem unsicheren Zulassungstatus von Fludioxonil wird die Beizung im Getreide zur Einzelfallentscheidung. Fludioxonil war und ist noch in vielen Getreidebeizen ein wesentlicher Kontaktwirkstoff gegen auf der Saatgutoberfläche sitzende, samenbürtige Erreger und Auflauf-krankheiten. Die EU-Wirkstoffgenehmigung wurde nach derzeitigem Stand bis zum 30.09.2026 verlängert. In der Praxis müssen deshalb Zulassung, Verfügbarkeit und mögliche Aufbrauchfristen der einzelnen Produkte unmittelbar vor der Beizung geprüft werden.
Die Beizung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen samen- und bodenbürtige Krankheiten. Ist das Saatgut ersteinmal ausgesät, können Brände und frühe Auflaufkrankheiten nicht mehr sicher ausgeschaltet werden. Bei der Mittelwahl muss zuerst geklärt werden, wo der Erreger sitzt und wie die Infektion des Keimlings erfolgt.
Auf der Samenschale sitzende Erreger werden durch Kontaktwirkstoffe erreicht. Zu diesen zählen vor allem Steinbrand, Roggenstängelbrand sowie samenbürtige Fusarien, Microdochium nivale und Septoria nodorum. Im Korn sitzende Erreger werden dagegen nur erfasst, wenn der Wirkstoff in ausreichender Konzentration in das Korn beziehungsweise

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Zuckerrübe – Anschlussspritzung Cercospora

Im Süden ist in einigen Regionen die T1-Spritzung gegen Cercospora erst erfolgt oder war aufgrund des geringen Krankheitsdrucks bislang nicht notwendig. In anderen Teilen Deutschlands, so im Norden oder Osten sieht die Cercospora-Situation dagegen anders aus. Wo regelmäßig Gewitter und Regenfälle nieder gingen, boten hohe Temperaturen ideale Bedingung für die Entwicklung von Cercospora.
Deshalb müssen dort die Spritzabstände eingehalten und gut wirkende Mittel eingesetzt werden. Auch in Sorten mit guter Cercospora-Toleranz darf der Spritzabstand bei hohem und ständigem Befallsdruck durch Regen und Tau nicht weiter als 18 – 21 Tage sein. Allerdings ist ein Prothioconazol-haltiges Mittel für eine gute Stoppwirkung notwendig, wenn der Zeitraum ausgereizt wurde.
Soll Mefentrifluconazol (im Diadem) gespritzt werden, muss der Spritzabstand um zwei bis drei Tage enger gehalten werden oder es müssen 125 – 140 g/ha Prothioconazol hinzugemischt werden. Wie bei der Ramularia-Bekämpfung in der Wintergerste ergänzen sich auch gegen Cercospora Prothioconazol und Mefentrifluconazol gut in der Tankmischung. In Hessen sind zudem bereits erste Resistenzen gegen das Mefentrifluconazol aufgetreten

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Ackerfuchsschwanz – Ackerbaumaßnahmen und Auswirkungen hoher Temperaturen

Die Bekämpfung von Ungräsern beginnt mit den Ackerbaumaßnahmen direkt nach der Ernte. Deren Bedeutung steigt, wenn keine ausreichend wirksamen Herbizide zur Verfügung stehen. Um diese Maßnahmen effektiv einzusetzen, ist es notwendig, sich mit der Entwicklung des Ackerfuchsschwanzes auseinander zu setzen.
Woher kommt der Ackerfuchsschwanz?
Der Großteil der Ackerfuchsschwanzpflanzen in einem Bestand entstammt den Samen, die in der Vorfrucht gebildet wurden (ca. 80 %) bzw. ist aus der Samenbank im Boden aufgelaufen (10 – 20 %).
Die Haupteintragung von resistenten Ackerfuchsschwanzpopulationen erfolgt durch die Verschleppung mit Erntemaschinen (Mähdrescher, besonders auch überregional eingesetzte Ballenpressen). Deshalb treten Resistenzen gegenüber Wirkstoffgruppen auf, die im eigenen Betrieb nie appliziert wurden. Auch die Verschleppung mit anhaftender Erde an Bodenbearbeitungsgeräten und Drillmaschinen spielt eine Rolle. Die Verbreitung mit dem Wind ist beim Ackerfuchsschwanz dagegen zu vernachlässigen.
Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes muss somit schlag- bzw. feldblockspezifisch erfolgen.
Ungrasfreie Bestände beginnen nach dem Mähdrusch

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Raps – Neue Sorten 2026

Blackberry
sehr gute Winterhärte (lt. Züchter)
zögerliche Herbstentwicklung, daher auch für frühere Saattermine geeignet
mittelfrühe Blüte mit späterer Strohabreife
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
gute Phomatoleranz
Genios
neue Sorte mit Fokus auf eine hohe Ertragsleistung und Ertragsstabilität
zügige Herbstentwicklung mit schneller Bestandesentwicklung
geringere Tendenz zum Aufstängeln im Herbst
mittelfrüher Blühbeginn bei mittlerer Korn-abreife
keine explizite Resistenz
Golding
verhaltene Herbstentwicklung mit sehr guter Winterhärte (lt. Züchter)
früher Blühbeginn (Spätfrostrisiko?) mit späterer Strohabreife
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
gute bis schwere Standorte
Früh- und Normalsaat
Karat
neues Sortenprofil mit doppelter Phoma-Resistenz (RlmS + Rlm12)
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
rasche Herbstentwicklung
trotzdem hohe Schossfestigkeit, ermöglicht auch frühere Saattermine
LG Akerman
sehr gute Winterhärte (lt. Züchter)
etwas spätere Blüte mit mittlerer Reife mit durchschnittlicher Reifeverzögerung
längerer Wuchstyp mit guter Standfestigkeit
vereint TuYV-Resistenz mit Vorteilen gegen Phoma und Verticillium
Exklusivsorte der BAT

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Winterleguminosen – Alternativen zum Raps

Die allerersten Meldungen mit 10 bis 15 dt/ha Rapsertrag waren alarmierend. Inzwischen pendeln sich die Erträge zwischen 25 und 35 dt/ha ein. Ob in den Spätdruschgebieten deutlich höhere Erträge erreicht werden, ist fraglich. Ursache für die bescheidenen, um nicht zu sagen katastrophalen Erträge, sind einmal Pflanzen- und Schotenausfälle durch Schädlinge wie Erdfloh oder Kohltriebrüssler, späte Nachtfröste, die zum Schotenabort führten, aber auch die Bekörnung in den Schoten dezimierten und die Hitze ab Mitte Juni, die eine Kompensation der Kornverluste über das TKG unterband.

Aus diesem Grund suchen einige Landwirte nach Alternativen für den Raps, der inzwischen durch die Kosten für Herbizide und Insektizide zu einer wahrhaft teuren, vor allem aber auch intensiven Kultur geworden ist, die einiges mehr als andere Früchte an Überfahrten zum Schutz der Kultur erfordert.

Abgesehen vom immer noch hohen Deckungsbeitrag für eine Mähdruschfrucht bietet der **Raps eine Reihe von Vorteilen**:

* einzige, ertragssichere Winter-Blattfrucht
* produziert Öl + Eiweiß statt Öl oder Eiweiß + Stärke

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Zwischenfrüchte 2026

… Fortsetzung aus Info 13/2026… Aussaattermin optimieren Da wir keine Möglichkeit haben, Ausfallgetreide oder Ausfallraps in den Zwischenfrüchten zu bekämpfen, sollten Zwischenfrüchte erst bestellt werden, wenn die in der Ernte...

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Bekämpfung von Wurzelunkräutern auf der Stoppel

Die Ernte ist in diesem Jahr schneller gekommen, als erwartet. Dadurch bleibt mehr Zeit für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen auf der Stoppel.
Wurzelunkräuter wie Acker- und Zaunwinde, Ackerkratzdisteln, Ackerschachtelhalm, Landwasserknöterich, aber auch Quecken, haben in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Ursache dafür ist die kurze Zeitspanne zwischen Ernte und Neubestellung, auch durch den Anbau von Zwischenfrüchten, und vor allem die reduzierte Bodenbearbeitung.
Durch die frühe Ernte bleibt in diesem Jahr mehr Zeit für einen mehrmaligen, schrittweise tiefer greifenden Grubbereeinsatz, um die Rhizome aus dem Boden zu reißen, damit sie an der Oberfläche vertrocknen. Oft fehlen dafür aber Zeit und Geräte. Zudem wird häufig die Bekämpfungswirkung durch nachfolgenden Regen eingeschränkt, der die Rhizome wieder austreiben lässt.
Zudem kollidiert die frühe tiefe Bearbeitung mit der Notwendigkeit, den Ackerfuchsschwanz nicht tiefer einzuarbeiten, damit er nicht in die „ewige“ Keimruhe fällt.
Deshalb kommt in vielen Fällen nur die chemische Bekämpfung auf der Stoppel in Betracht. Zur Auswahl stehen für die Stoppelbehandlung das Glyphosat sowie Wuchsstoffe (2,4 D) bzw. synthetische Wuchsstoffe (Fluroxypyr im Starane XL), die

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Leguminosen – Hülsenschädlinge

Mit Blühbeginn der Körnererbsen setzte der Hauptzuflug des Erbsenwicklers (Cydia nigricana) ein. Etwa zehn Tage nach dem jeweiligen Flughöhepunkt und der damit verbundenen Eiablage schlüpfen die ersten Larven. Nach dem Schlupf bohren sich die L1-Larven innerhalb weniger Stunden in die Hülsen ein und sind anschließend für Insektizide nicht mehr erreichbar. Die Larven ernähren sich zunächst vom Hülsengewebe und fressen sich anschließend in die sich entwickelnden Körner ein.

Da die Falter von Mitte Mai bis Mitte Juli aktiv sind, können mehrere Flughöhepunkte auftreten. Bei anhaltend hoher Flugaktivitätkann deshalb eine mehrmalige Behandlung von Nöten sein. Befallene Hülsen zeigen äußerlich häufig keine Symptome. Erst beim Öffnen werden die Schäden sichtbar. Die Körner werden von gelb-grünen Larven angefressen und durch Gespinste miteinander verbunden.

Charakteristisch sind gelb-braune Kotablagerungen innerhalb der Hülsen. Zusätzlich entstehen Ein- und Ausbohrlöcher, über die Feuchtigkeit eindringen kann.

Neben dem Erbsenwickler tritt regelmäßig die Erbsengallmücke (Contarinia pisi) auf. Die Eiablage erfolgt während der Knospen- und Blühphase. Die Larven entwickeln sich geschützt innerhalb der Blütenanlagen und jungen Hülsen. Befallene Hülsen bleiben häufig verkrümmt, entwickeln weniger Körner oder sterben bereits in frühen Entwicklungsstadien ab.

Die Schadwirkung wird oftmals unterschätzt, da die Larvenentwicklung weitgehend verborgen erfolgt und die Symptome mit Witterungs- oder Befruchtungsschäden verwechselt werden können.

Aktuell erfolgt in vielen Leguminosenbeständen der Larvenschlupf der Samenkäfer. In Erbsen handelt es sich überwiegend um den Erbsenkäfer (Bruchus pisorum), in Ackerbohnen um den Bohnenkäfer (Bruchus rufimanus). Die Weibchen legen ihre Eier ab Mitte Juni bis in den Juli auf die Hülsenoberfläche. Bevorzugt werden untere Hülsen und Pflanzen im Schlagrandbereich. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa 8 bis 10 Tagen die Larven. Sie bohren sich unmittelbar durch die Eischale und anschließend durch die Hülsenwand in die Samen ein. Mit der Lupe oder der Vergrößerungsfunktion des Smartphones lassen sich die frisch geschlüpften Larven häufig als kleine schwarze Punkte auf den Hülsen erkennen.

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Ackerfuchsschwanz zum Auflaufen bringen

Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Mehrzahl der AFU-Samen werden im Umkreis von einem halben Meter um die Mutterähre deponiert. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz muss deshalb schlagbezogen erfolgen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
Der Ackerfuchsschwanz ist eine überwinternde, einjährige Pflanze, die zum Großteil im Herbst bei Bodentemperaturen über 3 °C keimt. Optimal für die Keimung sind Bodentemperaturen zwischen 10 und 15 °C. Bei hohen Bodentemperaturen über 25 °C keimt der Ackerfuchsschwanz schlechter. Temperaturen zwischen 10 und 15 °C im Boden herrschen im Herbst von Ende August bis Anfang (im Rheinland bis Mitte) Oktober. In diesem Zeitraum läuft der meiste Ackerfuchsschwanz auf.
Die in der Ackerfuchsschwanzähre gebildeten Samen unterliegen der (primären) Keimruhe. Diese ist umso kürzer, je heißer und trockener das Wetter während der Kornbildung ist. Über 22 °C ist mit einer kurzen primären Keimruhe von 2 bis 3 Wochen zu rechnen. Da der AFU-Samen zum Großteil 8 bis 14 Tage vor der Weizenernte ausfällt, kann der AFU in diesem Fall bereits 2 Wochen nach der Ernte auflaufen. Damit ist in diesem Jahr zu rechnen.

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Einsatz von Glyphosat zur Bekämpfung von Problem-Ungräsern und -Unkräutern

Ein wesentlicher Einsatzbereich von Glyphosat liegt in der Bekämpfung von schwer zu bekämpfenden oder gar herbizidresistenten Gräsern und Unkräutern wie Quecke, Disteln, Ampfer, Landwasserknöterich oder auch Kartoffeldurchwuchs auf der Stoppel bzw. vor der Saat bzw. vor dem Auflaufen. Ziel ist die konsequente Reduktion der Verunkrautung außerhalb der Kultur, um den Selektionsdruck durch Herbizide im stehenden Bestand zu reduzieren.

Wirkmechanismus und Möglichkeiten zur Wirkungsverbesserung

Das Glyphosat wird in der grünen Pflanze vollsystemisch wie die Assimilate im Phloem verteilt und in wachsendes Gewebe, Wurzelausläufer und Speichergewebe (Rhizome, Knollen) transportiert.

Durch die rein mechanische Bekämpfung werden Rhizome zerschnitten. Das kann zu einer stärkeren vegetativen Vermehrung führen. Glyphosat hingegen kann bei ausreichender Blattmasse und aktiver Assimilation bis in Rhizome, Wurzelausläufer oder Regenerationsknospen gelangen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine ausreichend große assimilierende Blattfläche sowie ein aktiver Stoffwechsel der Unkräuter.

Rhizome der Quecke, Wurzelausläufer von Disteln oder Regenerationsknospen der Ackerwinde werden nur dann sicher erfasst, wenn ausreichend Wirkstoff in diese Pflanzenteile verlagert wird. Zur Bekämpfung von Acker- und Zaunwinde reicht die Solowirkung von Glyphosat nicht aus. Notwendig ist die Ergänzung durch den Wuchsstoff 2,4 D. Schachtelhalm wird durch das Glyphosat nicht vollständig erfasst.

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Zwischenfrüchte 2026

Ziele des Zwischenfruchtanbaus
Erosionsschutz (Bodendeckung + Bewurzelung)
Vermeidung der Evaporation ohne übermäßigen Wasserverbrauch in Trockengebieten
Vermeidung von Übernässung durch hohe Winterniederschläge
Nährstoffkonservierung (Massenaufwuchs)
Bekämpfung von Schaderregern (v.a. Nematoden durch nematodenresistente Kreuzblütler)
Humusaufbau (Wurzelmasse, z.B. Gräser, Phacelia, Leguminosen als N-Partner)
Futterproduktion (Feldgras, Leguminosen)
Stabilisierung des Bodengefüges (Feinwurzelbildung, Phacelia)
Erfüllung der GAP-Konditionalitäten
Je nach Bewertung des Produktionsziels ändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur noch wenige Arten infrage kommen. Weitere Restriktionen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Auswirkung auf die Fruchtfolge. Dazu einige Beispiele:
In Rapsfruchtfolgen ist aufgrund der Förderung der Kohlhernie auf kreuzblütige Zwischenfrüchte (Senf, Ölrettich) zu verzichten. Insbesondere Senf ist hochanfällig für Kohlhernie.
Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern in Rapsfruchtfolgen vermieden werden. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel befallen. Sonnenblumen sind Nährstoffräuber, die punktuell zu einer starken Verarmung insbesondere mit Phosphor beitragen. Die Folgen sind vereinzelt, aber regelmäßig auftretende Maispflanzen oder auch Rüben mit P-Mangel-Symptomen. Das Ramtillkraut friert schon durch geringe Frostgrade ab. In den dadurch entstehenden Lücken breiten sich Unkräuter (z.B. Ehrenpeis, Kamille, Stiefmütterchen, Storchschnabel, Vogelmiere) aber auch Ackerfuchsschwanz aus, die im Frühjahr zum Altunkraut werden.

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Das warme Wetter der letzten beiden Wochen forcierte die Entwicklung der Zuckerrüben, sodass die Bestände verbreitet die Reihen geschlossen und das 10-Blattstadium erreicht haben oder dieses bald erreichen werden. In diesem Stadium ist die Blattdüngung zum Blatterhalt sinnvoll, vor allem, wenn die Nährstoffverfügbarkeit aufgrund von Trockenheit eingeschränkt war.
Ziel ist es, die ab dem 10-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blätter bis zur Ernte zu erhalten, um möglichst hohe Zuckererträge zu realisieren. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10- Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.
Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die folgenden 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10- Blattstadium

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Mais – Blattdüngung

Nach der ersten Hitzephase zeichnen einige Maisbestände gelblich oder auch lila. Kühle Nachttemperaturen bis zur zweiten Maidekade haben zu einer verhaltenen Jugendentwicklung der Maisbestände beigetragen und erschwerten die P- sowie die Zn-Aufnahme der Pflanzen. Durch den nachfolgenden Temperaturanstieg zu Beginn der dritten Maidekade nahm das vegetative Wachstum der Maisbestände stark zu. Der daraus resultierende Nährstoffbedarf, insbesondere von Phosphor und Spurelementen (z.B. Zn, Cu, Mn, Bor), konnte durch die Maispflanze nicht ausreichend aufgenommen werden, was zu gelblichen oder lila Verfärbungen geführt hat. Wurden in der Zeit auch Herbizidspritzungen (mit Sulfonylharnstoffen wie Foramsulfuron, Nicosulfuron oder Rimsulfuron) durchgeführt, wurden die Symptome verstärkt.. Die Pflanze benötigt für das Entgiften der SHS-Wirkstoffe die Spurenelemente Fe, Zn, Cu und Mn für die Bildung von Enzymen (z.B. Cyt-MOG), die den Herbizidabbau steuern. Für die Entgiftung von Triketonen, z.B. von Mesotrione (Callisto) oder Tembotrione (Laudis), wird zusätzlich Schwefel benötigt.
Im 8- bis 10-Blattstadium des Maises wird die Zahl

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Kohltriebrüssler im Raps: Was eine Stängelbonitur jetzt verrät

Unbefriedigende Bestände – was steckt dahinter?
Einige Rapsbestände, v.a. Richtung Osten zeigen in diesem Jahr kein zufriedenstellendes Bild. Bei der Betrachtung einzelner Pflanzen fällt auf, dass die Anzahl der Schoten – insbesondere am Haupttrieb – deutlich geringer ausfällt als normal. Häufig sind es < 150 Schoten je Pflanze und weniger als 40 Schoten je Haupttrieb; dazu kommen zahlreiche Fehlstellen und Abschnitte ohne Schoten. Als erste Erklärung wird häufig der Spätfrost in der Blütezeit genannt – und tatsächlich kann dieser Schäden mit diesem Erscheinungsbild verursachen. Doch eine gründliche Analyse der Pflanzen zeigt: In vielen Fällen ist Frost nicht die alleinige Ursache. Aufschneiden lohnt sich – was im Stängel steckt Wer den Rapsstängel der Länge nach von unten nach oben aufschneidet, findet in vielen Beständen braune Fraßgänge sowie – je nach Zeitpunkt der Bonitur – noch aktive Larven im Stängelmark. Die meisten dieser Larven besitzen eine braune Kopfkapsel und sind dem Kohltriebrüssler oder Stängelrüssler zuzuordnen. Vereinzelt lassen sich auch

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Zuflug von Schmetterlingen

Nach dem Abzug der Regengebiete wird überwiegend trockene, sommerlich warme Witterung vorhergesagt: Günstige Voraussetzungen für den Zuflug und die Eiablage von Schmetterlingen, z.B. Wickler (Erbsenwickler), Motten (Rübenmotten), Zünsler (Buchsbaum-und Maiszünsler). Die Kontrolle des Zufluges der Schmetterlinge erfolgt am besten mit Klebetafeln oder Pheromonfallen.
Zuflug:
Rübenmotte: ab April/Mai bei warm-trockener Witterung (mehrere Generationen)
Erbsenwickler: Ende Mai/Anfang Juni ab Blühbeginn der Erbsen (1 Generation)
Maiszünsler: Erreichen der Wärmesumme von 300 °C über 10 ° (1-2 Generationen)
Schadschwelle:
Erbsenwickler: 10 Falter pro Tafel
Rübenmotten: 10 Falter pro Tafel bzw. im Vorjahr mehr als 40 % befalleneRüben auf benachbarten Schlägen
Maiszünsler: 10 Falter pro Tafel bzw. im Vorjahr über 10 % Befall im Körnermais
Für die Bekämpfung dürfen eingesetzt werden:
Lambda-Cyhalothrin (75 ml/ha Karate Zeon) gegen Erbsenwickler und Rübenmotten (beißende Insekten)
Deltamethrin (75 ml/ha Decis forte) gegen Maiszünsler
Chlorantraniliprole (125 g/ha Coragen) gegen Maiszünsler und Rübenmotten (Notfallzulassung)
Die Pyrethroide werden am effektivsten nach dem Schlüpfen der

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Glasflügelzikaden als Vektoren von Stolbur und SBR in Zuckerrüben

SBR („Candidatus Arsenoponus phytopathogenicus“ = SBR-Proteobakterium) und Stolbur („Candidatus Phytoplasma solani“ = Stolbur-Phytoplasma) werden durch Zikaden, bei uns in Deutschland vorwiegend durch Schilfglasflügelzikaden, als Vektoren übertragen. Wirtspflanzen sind Zuckerrüben, Kartoffeln aber auch Karotten und Rote Beete. Auch im Wein wurden Stolbur-Erreger nachgewiesen, inzwischen auch im Mais.

Häufig treten beide Erreger, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen, gemeinsam auf. Inzwischen sind die Zuckerrüben- und Kartoffelanbaugebiete in Südhessen, Baden-Württemberg, Franken und Südbayern stark davon betroffen. Des Weiteren auch Sachsen und Sachsen-Anhalt, dort vorwiegend in Weinbaulagen bzw. entlang von Saale und Elbe. Beunruhigend ist, dass die Erreger mittlerweile aber fast in ganz Deutschland nachgewiesen werden können.

Aufgrund der Gefährdungslage hat das BVL auf der Grundlage des Artikels 53 der EU-Pflanzenschutzmittelverordnung für 120 Tage eine Notfallzulassung für verschiedene Insektizide in Zuckerrüben und Kartoffeln erteilt.

Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist aber nur in Hotspotgebieten und Übergangsregionen nach Warndienstaufruf gestattet.

Insektizide mit Notfallzulassung gegen Glasflügelzikaden als

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Mais – Bekämpfung von Unkräutern im Nachauflauf

Bekämpfung von Windenknöterich, Ackerwinden und Disteln im Mais

Der Bodenfrost im März und April unterstützte die Keimstimmung von tiefkeimenden Unkräutern wie Windenknöterich und Klettenlabkraut. Zudem ist ein verstärkter Besatz mit Disteln zu beobachten. Im Mais sind folgende Bekämpfungsmöglichkeiten möglich, nachdem Arrat + Dash weggefallen ist:
Abbildung

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Unterscheidung von Septoria tritici und M. nivale (Schneeschimmel)

Der Regen der letzten Wochen begünstigte einerseits Septoria, aber auch den Schneeschimmel, die nicht unterschätzt werden dürfen. Erste Blattsymptome, die an Septoria erinnern, jedoch keine schwarzen Dauerkörper enthalten, zeigen sich bereits in einigen Regionen Westdeutschlands und sind auch in Mitteldeutschland zu erwarten. Wichtig ist es jetzt, die Krankheit richtig zu identifizieren (siehe Tabelle und Bilder). Häufig treten Mischinfektionen mit Septoria auf. Bei bereits vorhandenen Symptomen ist derzeit die Kombination Prothioconazol + Fenpicoxamid (Univoq) am stärksten.

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Weizen – Krankheitsdruck und Ährenbehandlung

Die ersten zweieinhalb Maiwochen waren verbreitet durch kühles, regnerisches Wetter gekennzeichnet. Dadurch profitierten Erreger wie Gelbrost, M. nivale und S. tritici. In milderen Lagen sind auch frische Mehltaupusteln zu finden. Durch Wind und Regen wurde die Ausbringung von Fungiziden (und Wachstumsreglern) im Fahnenblatt-Stadium erschwert. Dadurch sind Befallssymptome in vielen Beständen auf F-2, gelegentlich auch auf F-1 zu finden.

Infektionen auf dem Fahnenblatt konnten durch Fungizidmaßnahmen unterbunden werden.

Die Niederschläge ließen mit Beginn dieser Woche nach. Für die 3. Maidekade wird überwiegend trockenes Wetter mit Temperaturen zwischen 23 und 28 °C vorhergesagt. Damit dürfte das Infektionsrisiko mit S. tritici, M. nivale und Gelbrost nachlassen.

Mehltaubefall ab Pfingsten zu erwarten

Wenn allerdings 2 Tage lang starker Tau bis in die Mittagsstunden in den Beständen auftritt, ist bei den angekündigten Temperaturen über 20 °C ab dem Freitag vor Pfingsten in anfälligen Sorten mit Mehltau und auch mit Braunrost zu rechnen, wenn keine Fungizidspritzung im Fahnenblatt erfolgt ist. Besonders hoch ist das Risiko in Beständen mit Altmehltau bzw. Herbstbefall mit Braunrost.

Braunrost und Mehltau können auch von außen, sogar über weite Strecken mit dem Wind verbreitet werden und zu Neuinfektionen führen.

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Bekämpfung von Fusarien

Geringe Inokulumdichte von F. graminearum
Die Maisstoppeln waren im Herbst des vergangenen Jahres wenig mit F. graminearum belastet. Die anhaltende Trockenheit über Winter und vor allem im März/April verhinderten zudem die Bildung von Perithecien bzw. Ascosporen. Daran änderte sich auch in den letzten 14 Tagen infolge der nass-kalten Witterung wenig. In den nächsten 14 Tagen wird überwiegend trockenes Wetter angekündigt, so dass das Fusarienrisiko für die früh blühenden Weizenbestände gering ist.
Das kann sich für den später (ab 30.05.) blühenden Weizen ändern, wenn Regen, hohe Luftfeuchte undTemperaturen über 17 °C zusammentreffen, da auch eine geringe Sporendichte ausreicht, damit die kritischen DON-Gehalte überschritten werden.
Die Sporulation erfordert Feuchte und Temperaturen über 17 °C. Mit sehr hohen Temperaturen (über 30 °C) nimmt die Sporulation wieder stark ab. Sie können mit der Nase feststellen, wann und wo Fusarien sporulieren: Wenn nach einem Regenschauer der Geruch eines alten Kartoffelkellers in der Luft liegt, ist

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Leguminosen – Krankheiten und Schädlinge

Blattläuse rechtzeitig kontrollieren
In Sachsen-Anhalt wurde ein erster Zuflug der Grünen Erbsenblattlaus sowie der Schwarzen Bohnenlaus festgestellt. Vor diesem Hintergrund sollten die Bestände regelmäßig kontrolliert werden. Blattläuse sitzen häufig versteckt an der Blattunterseite oder zwischen noch nicht voll ausgebildeten Blättern. Deshalb sollten diese Pflanzenbereiche gezielt bonitiert werden.
Schüttelmethode, um den Besatz mit Blattläuse zu ermitteln
Dazu drückt man die Nachbarpflanzen um 4 Pflanzen zur Seite, um auf den blanken Boden blicken zu können, umfasst diese 4 Pflanzen und schüttelt diese zehnmal. Dann zählt man die grünen Blattläuse, die auf den Boden gefallen sind. Sind das mehr als 10, ist eine Bekämpfung angebracht, insbesondere wenn die Übertragung von Virosen zu befürchten ist. Schwarze Bohnenläuse saugen sich so fest, dass sie kaum abgeschüttelt werden. In diesem Fall müssen die meist auf den Stängeln festgesaugten schwarzen Läuse bonitiert werden.
Mit steigenden Temperaturen kann sich die Populationsentwicklung deutlich beschleunigen. Oberhalb von 20 °C ist

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Getreide – Schädlinge

Blattläuse

Der Schädlingsdruck hält sich im Getreide bislang in Grenzen. Vereinzelte Blattläuse sind auf dem vorletzten Blatt zu finden. Steigen die Temperaturen in der 2. Maihälfte über 20 °C, begünstigt die Feuchtigkeit in den Beständen die Vermehrung der Blattläuse.

Blattläuse sind im Bestand leichter zu finden, wenn Sie die Bestände gegen das Licht betrachten. Dann zeichnen sie sich als dunkle Punkte auf dem Blatt ab.

Die Gefahr der Übertragung des Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) ist aktuell gering, auch wenn immer wieder einzelne Viruspflanzen zu finden sind.

Gelegentlich zu beobachtende Symptome auf F-1 sind auf Infektionen im Frühjahr zurückzuführen.Verzwergte Pflanzen (Infektion Anfang November) sind meist nur als Einzelpflanzen zu entdecken. Infektionen, die im Fahnenblattstadium gesetzt wurden, werden ab der Milchreife sichtbar.

Die weitere Verbreitung des BYDV durch die Blattläuse wird durch das Saugverhalten der Blattläuse beeinflusst (Büttner, Humbold Uni- versität Berlin):

Nicht mit Virus belastete Blattläuse saugen bevorzugt an Pflanzen, die bereits mit dem Verzwergungsvirus belastet sind. Diese Pflanzen sind i.d.R. turgeszenter, die Blätter fühlen sich deshalb speckig an. Bereits mit dem Virus belastete Blattläuse bevorzugen dagegen nicht befallene Pflanzen und verbreiten auf diese Weise das Virus.

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Weizen – Ährendüngung 2026

Starkes Melieren der Bestände, die auf geringe Bodenunterschiede oder Überlappungen beim Düngerstreuen und selbst von weitem sichtbar auf vorjährige Mäuselöcher zeichnen, wenn sich die N-Düngung im Rahmen des Zulässigen bewegte, sind Anzeichen für ein Nachlassen der N-Freisetzung aus dem Boden. Hinzu kommt, dass die P-Versorgung der Böden gerade auf den ertragsstarken Teilflächen abfällt, wenn auf Dauer mehr Phosphor entzogen als gedüngt wurde.
Die Restriktion der N-Düngung durch die DüV wirkte sich zuerst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, mittlerweile aber auch auf den Ertrag aus.
Inzwischen müssen wir alle Register ziehen, um noch respektable Qualitäten zu erzielen.
Dazu zählt auch die Ährendüngung. Durch die Spritzung mit Stickstoff in die Ähre nach der Blüte lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad der Spritzung ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher. Durch 10 kg/ha N ließen sich die Proteingehalte im Korn um 0,4 bis 0,7 % steigern.

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Biostimulanzien

Laut dem Marktforschungsunternehmen „DunhamTrimmer / AgriBusiness Global“ wurden 2025 weltweit Biostimulanzien im Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der Markt der Biostimulanzien ist ein Wachstumsmarkt mit einer jährlichen Wachstumsrate von gut 10 %. Grund genug sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen, zumal Schlagworte wie Nährstoffeffizienz, bessere Wurzel- und Pflanzenentwicklung,Pflanzenstärkung, höhere Pflanzengesundheit oder bessere Pflanzenqualität regelmäßig als Kaufargumente genannt werden. Zum Teil wird auch damit geworben, dass der Düngereinsatz und/oder die Aufwandmengen von Fungiziden durch den Einsatz bestimmter Biostimulanzien deutlich reduziert werden kann, was angesichts hoher Rohstoffpreise verlockend klingt. Auch stärkere Stresseinflüsse auf unsere Kulturpflanzen durch den Klimawandel lassen den Einsatz von Biostimulanzien attraktiv erscheinen. Doch was bringen Biostimulanzien in der Praxis tatsächlich? Das ist eine Frage, mit der wir uns seit einigen Jahren auch in unseren Versuchen beschäftigen.
Für das Verständnis hilft es die auf dem Markt verfügbaren Präparate in Gruppen einzuteilen:
Präparate auf mikrobieller Basis (Bakterien, Pilze bzw. deren

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Getreide – Fahnenblatt- und Grannenspritzung 2026

Mit verstärktem Aufkommen von Pilzkrankheiten ist zu rechnen
Durch die Niederschläge um den 1. Mai wurden die Voraussetzungen für eine epidemische Ausbreitung von Krankheiten wie S. tritici, Gelbrost und Mehltau, aber auch von Netzflecken und Rhynchosporium geschaffen.
Aufgrund der derzeitigen Wetterkonstellation ist mit einem massiven Auftreten dieser Krankheiten, vor allem von Mehltau, Gelbrost, S. tritici im Weizen gegen Ende der ersten Maiwoche zu rechnen, bevor in den meisten Beständen das Fahnenblatt erschienen ist. Damit ist eine Fungizidspritzung vor dem Fahnenblattschieben sinnvoll. Unter Umständen muss innerhalb von 14 bis 18 Tagen zweimal behandelt werden.
In der Gerste wurden meist zwischen dem 24. und 28.04. Fungizidbehandlungen durchgeführt, deren Wirkung bis zum 06. bis 10. Mai anhalten dürfte. Ab dem 08.05. bis zum 12.05. ist die Grannenspritzung sinnvoll.
Wie wirken die Fungizide in der Pflanze?
Die Hauptlast der Pilzbekämpfung tragen Azole. Diese haben nur eine Wirkung auf den direkt getroffenen Blättern. Neuzuwachsende Blätter

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Winterweizen – Spätdüngung

N-Spätdüngung an die Nachlieferung anpassen
Trockenheit und kühle Nachttemperaturen ließen im April die N-Freisetzung aus dem Boden, aber auch den gedüngten Stickstoff nur langsam in Gang kommen. Nach den Niederschlägen Ende April/Anfang Mai und bei Bodentemperaturen über 12 °C ist mit einem deutlichen Anstieg der N-Mobilisierung und N-Aufnahme aus dem Boden zu rechnen.
Bei der noch ausstehenden N-Düngung ist zum einen
der aktuelle Versorgungszustand der Bestände zu beachten,
der N-Vorrat in den unteren Bodenschichten,
sowie die noch zu erwartende N-Nachlieferung zu berücksichtigen.
Aktuelle N-Versorgung ermitteln
Mit dem Yara-N-Tester können Sie die aktuelle N-Versorgung indirekt über die Chlorophylldichte bestimmen. Die ausgewiesenen Werte (zwischen 500 und 750) sind als Relativwerte zu betrachten. Diese müssen für die Sorten kalibriert werden und können je nach Tageszeit, Blattnässe, N-Form oder abhängig von der Versorgung mit anderen Nährstoffen schwanken.
Mit dem Nitra-Check ermitteln Sie die Nitrat-Konzentration im Zellsaft. N-Tester und Nitra-Check geben Auskunft über die aktuelle

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Zuckerrüben – Versiegelung und Bekämpfung von Problemunkräutern

Versiegelung (NAV)
Die Versiegelung mit Metamitron ist notwendig, um die Spätverunkrautung mit Gänsefuß, Melden, Franzosenkraut, Nachtschatten oder Amarant zu verhindern.
In Summe aller Spritzungen werden in der Spritzfolge in Abhängigkeit von Bodenart und Bodenfeuchte insgesamt 2.500 bis 3.500 g/ha Metamitron eingesetzt. Je schwerer und je trockener ein Boden, desto höher muss die Metamitron-Menge für die Versiegelung gewählt werden.
Mit dem Metamitron kann bei der Versiegelung auch der zweite Teil der Spectrum-Menge ausgebracht werden, falls mit spät auflaufenden Hirsen zu rechnen ist. Im letzten Jahr fanden die Versiegelungsmaßnahmen meist unter trockenen Bedingungen statt. Das Spectrum unterstützte aufgrund seiner hohen Wasserlöslichkeit unter trockenen Bedingungen auch die Wirkung gegen Melden.
Zusätzlich sind 100 g/ha EFS sinnvoll, wenn Bingelkraut, Amarant oder Klettenlabkraut auftreten und in der NAK3 die EFS-Menge aufgrund des Zusatzes von Spectrum reduziert werden musste.
Bilden Raps und Knöteriche nach wie vor ein Problem, müssen zusätzlich 0,25 l/ha Venzar (Summe: 1,0 l/ha

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Weizen – Kürzung im Fahnenblatt

Vor allem späte Weizenbestände haben nach dem Regen mit den gestiegenen Temperaturen einen Satz gemacht, aber auch Nebentriebe mitgezogen, so dass die Bestände angesichts der anstehenden Niederschläge drohen, zu dicht zu werden. Dagegen ist die Nebentriebreduktion in den frühen Weizenbeständen weitgehend abgeschlossen und auch kein übermäßiges Längenwachstum mehr zu erwarten.

Zu dichte Bestände mit weichen unteren Internodien müssen dringend noch nachgekürzt und gefestigt werden. Dazu eignet sich die Kombination aus Prohexadion + Ethephon am besten. Auch auf Standorten mit derzeit noch angespanntem Wasserhaushalt im Unterboden sollte die Kürzung erfolgen, wenn in den nächsten Tagen mehr als 20 mm Regen fallen.
Abbildung

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Raps – Frost in der Blüte

Frosteinwirkungen vor und während der Rapsblüte führen in der diesjährigen Vegetation zu Störungen im Blüh- und Befruchtungsverlauf. Besonders gefährdet sind nicht durch Blätter umhüllte, freiliegende Knospen sowie frisch bestäubte Blüten in der Meiose. Bereits moderate Nachtfröste treffen auf eine Phase hoher Sensibilität, in der generative Organe nicht regenerationsfähig sind. Gleichzeitig verstärken kühle Witterung und ausgeprägte Tag-Nacht-Amplituden die Heterogenität des Bestandes, was zu einem ungleichmäßigen Blühverlauf führt. Offene Blüten reagieren äußerst empfindlich auf Frost. Temperaturen unter etwa -2°C bis -4°C können die Narben nachhaltig schädigen, sodass eine erfolgreiche Befruchtung ausbleibt. Noch nicht geöffnete Knospen haben eine höhere Toleranz, werden jedoch durch Temperaturen unter -6°C ebenfalls geschädigt. In der Folge kommt es zu einem reduzierten Schotenansatz.
Im Vergleich zur Frost- bzw. Kälteeinwirkung wird der Einfluss des Rapsglanzkäfers häufig überschätzt. Durch das Anbeissen des Rapsglanzkäfers fallen einzelne Knospen ab. Es bleibt nur noch das Blütenstielchen über.
Charakteristisch ist für die Frosteinwirkung, dass die Schäden oft in einer Höhe an Haupt- und Nebentrieben zu finden sind. Die

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Clentiga in Erbsen

Trockenheit und Kälte verhinderten den frühen Auflauf von Unkräuter in den Leguminosen, schränkten aber auch die Wirkung der Bodenherbizide gegen die auflaufenden Unkräuter ein.
Mit den Niederschlägen des vorvergangenen Wochenendes ist mit dem verstärkten Auflaufen der bislang noch nicht gekeimten Unkräuter zu rechnen. Die im Vorauflauf gespritzten Herbizide werden das nicht verhindern können. Das gilt vor allem für tiefer keimende Arten wie Klettenlabkraut, Windenknöterich oder später auflaufende Melden. Mit einem verstärkten Auftreten ist deshalb in den Leguminosen zu rechnen.
Wirkstoffe zur Nachauflaufanwendung sind in Leguminosen (Ackerbohnen, Körnererbsen) nicht zugelassen. In begründeten Einzelfällen besteht jedoch die Möglichkeit, über das zuständige Pflanzenschutzamt eine Genehmigung nach § 22 Abs. 2 des Pflanzenschutzgesetzes zu beantragen. Das ermöglicht den Einsatz eines zugelassenen Pflanzenschutzmittels außerhalb der festgelegten Anwendungsgebiete. Genehmigt wird in den meisten Fällen die Anwendung mit Clearfield-Clentiga. Die maximal zulässige Aufwandmenge beträgt 1,0 l/ha, wobei aus Verträglichkeitsgründen die Splitting-Anwendung mit 2 x 0,5 l/ha im Keimen der ersten Unkrautwelle und wenn die am weitesten entwickelten Unkräuter das Laubblattstadium erreicht haben, zu empfehlen ist. Das im Clentiga enthaltene Imazamox ist in anderen Ländern (u.a. in Österreich) unter dem Namen Pulsar zugelassen und wirkt

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Zuckerrübenherbizide im Nachauflauf (NAK 2 und NAK 3)

Die NAK 2 sollte in der Regel 240 °C Tage nach der Saat bzw. 90 °C Tage nach der NAK1 erfolgen. In normalen Jahren entspricht das einem Spritzabstand von etwa 7 bis maximal 12 Tagen. Durch die Kälte vor Ostern und Mitte April können es nach früher Rübenaussaat in diesem Jahr in einzelnen Regionen auch 14 Tage werden.

Für die Bekämpfung von Melden ab dem 4-Blattstadium reichen noch 250 bis 300 g/ha PMP. Gegen Windenknöterich über das Spitzblatt hinaus sind bereits 350 g/ha PMP + 0,2 l/ha Venzar nötig.

In der NAK 3 kann dann je nach Bedingungen auf 400 g PMP + 0,25 l/ha Venzar erhöht werden. Bei noch größerem Windenknöterich muss ab der NAK 2 die Zumischung von 30 g Clopyralid eingeplant werden. Dann sollten aus Verträglichkeitsgründen 0,5 – 1,0 l/ha Mn-Chelat und 0,3 l/ha pH-neutrales Bor dazu gemischt werden, um den Wirkstoffabbau in der Rübe zu **beschleunigen.**

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Zuckerrüben – Schädlingsbekämpfung

Schneckenfraß

Die Schadschwelle ist bei zwei Schnecken pro Quadratmeter erreicht. Für eine schnelle Wirkung ist Metaldehyd-haltiges Schneckenkorn dem Fe-III-Phosphat vorzuziehen.

Rübenschädlinge

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenstellung der Bekämpfungsrichtwerte für Schädlinge in Zuckerrüben.

Tabelle

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Weizen – Nutribio N und Utrisha N als N-Fixierer

Die exorbitant gestiegenen Stickstoffpreise bringen Stickstoff-Fixierer wie Utrisha N oder Nutribio N wieder ins Gespräch. In unseren Versuchen in Winterweizen wurden mit der einmaligen Anwendung dieser Biostimulanzien zwischen 15 und 20 kg/ha N fixiert, die sich vor allem im höheren Proteingehalt niederschlugen.

Bei Kosten von derzeit knapp 2 € pro kg Stickstoff kann sich der Aufwand von ca. 40 € pro ha und Anwendung rechnen. Allerdings müssen die Anwendungsbedingungen strikt eingehalten werden, um die notwendige Wirkung zu erreichen.

Nutriobio N (Syngenta) beinhaltet den Bakterienstamm Azotobacter salinestris. Dieses Bakterium besiedelt Blätter und Wurzeln der mit der Spritzbrühe getroffenen Kulturpflanze und breitet sich dort aus. Danach bildet es einen Biofilm auf der Wurzeloberfläche. Mit Hilfe der Nitrogenase kann Azotobacter salinestris Stickstoff aus der Luft zu Ammonium reduzieren, das der Pflanze zur Verfügung steht.

Utrisha N (Corteva) besteht aus dem endophytischen „Methylobacterium symbioticum“. Dieses gelangt über die Stomata in das Pflanzeninnere, um sich

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Leguminosen – Gefahr durch Blattrandkäfer

Aktuell ist in den ersten Leguminosenbeständen der Zahnradfraß durch den Blattrandkäfer (Sitona spp.) zu beobachten. Mit steigenden Temperaturen ist eine Zunahme der Fraßschäden zu befürchten, der sich umso stärker auswirkt, je zögerlicher die Entwicklung der Pflanzen ist. Der Hauptschaden wird durch die Larven verursacht, die an den Knöllchenbakterien fressen. Dadurch ist die Stickstofffixierung geringer.
Die Larven im Boden können nicht mehr bekämpft werden, aber die adulten Käfer vor der Eiablage. Die Käfer sind wärmeliebend und vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden aktiv. Sie reagieren empfindlich, ziehen sich bei der geringsten Störung in Bodenrisse oder Hohlräume zurück. Für die Bekämpfung stehen Pyrethroide (z.B. Decis Forte, Cyperkill Max, Mavrik Vita, Karate Zeon) zur Verfügung. Der Wirkstoff lambda-Cyhalothrin (u.a. im Karate Zeon) hat die längste Dauerwirkung. Es ist mit 7,5 g AS/ha zugelassen.
Die CS-Formulierung sorgt für eine bessere Anlagerung auf der Blattoberfläche. Dadurch werden auch Käfer erfasst, die nach der Anwendung

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Mais – Herbizide

Im Mais treten neben den klassischen, wärmeliebenden Frühjahrskeimern wie Gänsefuß-, Melden-, Knöterich-, Amarant-Arten, Franzosenkraut sowie Schwarzem Nachtschatten  vermehrt auch früher auflaufende Arten wie Klette, Stiefmütterchen, Hirtentäschel und Storchschnabel auf.

Unter den Ungräsern findet man Hühnerhirse, zunehmend auch Borsten- und Fingerhirse. Gleichzeitig ist ein stärkerer Besatz mit Ackerfuchsschwanz (AFU) und Weidelgräsern zu beobachten, was die Anforderungen an das Fruchtfolge- und Herbizidmanagement erhöht.

Für die Planung der Mais-Herbizidstrategie spielt das Unkrautspektrum aber auch die Zulassung zentraler Wirkstoffe wie Terbuthylazin (TBA NG 362), Nicosulfuron (NG 327) und Isoxaflutole (NG 368) eine Rolle.
Abbildung

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Raps – Blütenspritzung

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits in der Blüte. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Erste Apothezien sind im Rheinland bereits aufgelaufen. Bislang liegen die Bodentemperaturen verbreitet unter 10 °C. Erst wenn die Bodentemperaturen die 10 °C-Grenze bis den unteren Krumenbereich hinein überschritten haben, können Apothezien auflaufen. Damit ist erst in der nächsten Woche zu rechnen.

Dann dauert es noch weitere 5 bis 6 Tage bis zu einer möglichen Sporulation. Diese wird durch den Blütenstaub ausgelöst, der auf die Apothecien fällt. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

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Winterroggen – Einkürzung und Fungizide

Einkürzung des Winterroggens in EC 39/49

Zeitraum der Kürzung: ab 22.04. bis spätestens 27.04.

Roggen schiebt wie (fast) jedes Jahr ab dem 27.04. die Grannen

nach Vorlage in EC 31/32 (z.B. Moddus (+ CCC) / Prodax + Folicur)

Halm bis zum 3. „echten“ Knoten über 35 cm lang: 0,3 l/ha Cerone / (200 g/ha Ethephon)

bei längerem Halm: + 0,1 l/ha Cerone (70 g/ha Ethephon) pro 5 cm längerem Halm

Roggen im Fahnenblattstadium nur mit Ethephon-Mitteln kürzen:

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Getreide – Herbizide im Schossen

Die Wirkung der Herbizidspritzungen im März war witterungsbedingt vielfach unzureichend. Zudem wurden spät aus tieferen Schichten (Bodenrisse!) auflaufende Unkräuter wie Klettenlabkraut, Disteln und Windenknöterich durch frühe Blattspritzungen nicht erfasst. Bestandeslücken begünstigen die Spätverunkrautung mit flach keimenden Unkräuter nach Trockenperioden, Starkniederschlägen oder Lager.

Um die Konkurrenz und Ernteerschwernis durch hochwachsende Unkrautarten und den Anstieg der Samenbank im Boden zu verhindern, ist eine Bekämpfung dieser Unkräuter im Schossen sinnvoll.

In der Schossphase des Getreides ist die Wirkstoffwahl durch die Zulassung und Kulturverträglichkeit stark eingeschränkt. Eingesetzt werden können überwiegend blattaktive, gegen Dikotyle wirksame Wuchsstoffe (MCPA, Fluroxypyr, Clopyralid, Halauxifen) und ALS-Hemmer wie Tribenuron oder Florasulam. Die Wuchsstoffe zeichnen sich durch eine ausgeprägte Selektivität gegenüber Getreidearten und eine vollsystemische Wirkung in zweikeimblättrigen Pflanzen aus. Dadurch werden die Wuchsstoffe auch in unterirdische Organe (Wurzel, Rhizome) transportiert.

Die den Phenoxycarbonsäuren zugeordneten synthetische Auxine werden in dikotylen Pflanzen unzureichend metabolisiert,

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Wintergerste – Im Fahnenblatt nachkürzen?

Die erste Wintergerste beginnt das Fahnenblatt zu schieben. Kalte Nächte und häufig strahlungsreiche Witterung der letzten Wochen haben das vegetative Wachstum vor allem der Wintergerste und des Roggens gebremst und zu einer Festigung des Gewebes beigetragen. Allerdings hat das kalte Wetter auch dazu beigetragen, dass die Bestände dichter geblieben sind. Zudem ist mit dem Anstieg der Temperaturen und später einsetzenden Regen mit einem starken Stickstoffschub aus dem Boden zu rechnen, der das Lagerrisiko verstärken wird.

Wann kann auf die Einkürzung im Fahnenblatt verzichtet werden?

Geringe Bodenfeuchte in der Krume: Der Boden ist unter der Bodenoberfläche kaum dunkler als die Bodenoberfläche und rieselt trocken aus der Hand bzw. besteht aus trockenen Kumpen.

Der Halm ist bis zum 3. Knoten (hochgeschobener Bestockungsknoten zählt dabei nicht mit!) kürzer als 25 cm.

Das unterste Internodium ist fest. Man muss die Messerspitze mit Kraftaufwand in den Halm stechen.

Der Bestand lässt weniger als 450 (mehrzeilige)

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Wintergetreide – Krankheitssituation im Frühjahr 2026

Die Getreidebestände sind in diesem Frühjahr mit wenigen Ausnahmen – z.B. früh aufgelaufene Bestände nach Winterraps mit Getreidedurchwuchs – wenig krank. Gelbrost-Nester sind bislang nur vereinzelt (im Nord-Westen) zu finden. Auch Halmbasis-Verbräunungen sind (fast) nur an zu tief abgelegten Pflanzen zu finden, die bis Ende Oktober aufgelaufen waren. Gelegentlicher Befall mit Schneeschimmel ist vorwiegend im Roggen nach Roggen zu finden. Häufig zu beobachten ist dagegen (Alt-) Mehltau auf Blättern, die bis Mitte Oktober gebildet waren, immer wieder auch Septoria tritici-Infektionen auf unteren Blättern im frühen Weizen und Triticale.

Für die kommenden 14 Tage ist in ganz Deutschland mildes, trockenes Wetter mit örtlichen Schauern vorhergesagt. Allerdings kann Tau eine bis in den späten Vormittag hinein anhaltende Blattnässe verursachen, die den Befall mit Mehltau in Beständen mit vorhandenem Altmehltau begünstigt. Das gilt auch für Braunrost, vornehmlich in Roggen.

Wann Blattkrankheiten bekämpfen?

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Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an

Kälte und geringe Niederschläge mit Ausnahme des äußersten Westens ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. So dürfte die N-Freisetzung erst im Mai, wahrscheinlich erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai voll anspringen. Aufgrund der überwiegend guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber aktuell eine Zwischendüngung einplanen.

Nach verhaltener Startgabe kommt auch eine bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch genug Tau fällt. Die Ausbringung mit AHL erfolgt am besten gegen Abend mit Flachstrahldüsen.

Das nicht über das Blatt aufgenommene AHL

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Sojabohne – Aussaat und Herbizideinsatz

Was bei der Aussaat zu beachten ist

Die Soja hat als Einzelpflanze wie der Raps ein sehr hohes Kompensationsvermögen, was den meisten Landwirten nicht bekannt ist. Hat die Einzelpflanze genug Platz und Nährstoffe kann sie ausreichend Ertragsorgane (Blüten und Hülsen) anlegen. Eine Pflanze setzt im Schnitt 10 bis 15 Nodien (Knoten) an. An jedem Nodium können bis zu 6 fertile Blüten mit späteren Hülsen gebildet werden, normal sind jedoch nur 2 Hülsen je Nodium. 900 bis 1200 Hülsen pro m², was 2500 Körner/m2 entspricht, sind für hohe Erträge notwendig. In der Regel werden 60 Körner gedrillt. In der Tabelle 61 stehen die notwendigen Hülsen pro Pflanze in Abhängigkeit von der jeweiligen Saatstärke.
Tabelle

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Folgen von Frostnächten

Getreide

Gibberellin-Synthese-Hemmer (CCC/ Mepiquatchlorid, Trinexapac, Prohexadion) sollten unmittelbar nach Frost- und vor Frostnächten nicht gespritzt werden, auch wenn die Bedingungen tagsüber gut sind. Die durch Frost gestressten Pflanzen reagieren verstärkt auf die Gibberellin-Hemmung mit gestauchtem Zellwachstum und verkürzten Ähren. Das Risiko ist vor und in der „Großen Periode“ am höchsten. Danach steigt in der Gerste die Gefahr des Ährenknickens. Nach Frostnächten sollen die Temperaturen auf über 8 °C (CCC) bzw. über 12 °C mit Sonne (Trinexapac, Prohexadion) ansteigen. Das Prohexadion kann auch bei bedecktem Himmel gespritzt werden.

Raps

Frostgrade in der Blüte des Rapses bewirken eine verminderte Befruchtungsfähigkeit der Pollen und hemmen die Zellteilung frisch befruchteter Narben. Die Folgen sind nicht vollbekörnte Schoten bzw. auch nicht ausgebildete Schoten (Knospenwelke). Knospenwelke tritt verstärkt auf, wenn der Boden trocken und noch kalt ist.

Im Unterschied zu Schäden durch den Rapsglanzkäfer bleiben die rudimentären, gelblichen Narben (Schotenansätze) am Stängel hängen, bis sie später

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Raps – Knospenspritzung

In den Gelbschalen waren in den letzten Wochen mit Ausnahme von Südhängen nur wenige Stängelschädlinge zu finden. Die Kohltriebrüssler versteckten sich meist in den Knospen bzw. Blattachseln der Rapspflanzen. Deshalb ist eine intensive Kontrolle der Rapspflanzen dringend erforderlich. Sind in mehr als 3 von 10 Rapspflanzen Stängelschädlinge zu finden, ist es angebracht, gegen diese bis EC 51 mit Pyrethroiden vorzugehen. Vor EC 51 haben teilsystemische Wirkstoffe wie das Acetamiprid kaum Vorteile, weil kein Transport in die Knospen erfolgt, solange diese mit Blättern umhüllt sind.

Inzwischen liegen die Knospen frei, somit können Stängelschädlinge und Rapsglanzkäfer mit Acetamiprid bekämpft werden.

Mit dem Anstieg der Temperaturen über 15 °C werden wieder verstärkt Rapsglanzkäfer gefunden. Eine Gefährdung durch den Rapsglanzkäfer ist zu erwarten, wenn die Knospen noch nicht aufgeblüht sind und angefressen werden. Die Bekämpfungsschwelle für den Rapsglanzkäfer liegt bei 3 bis 5 Käfern pro Blütenstand. Diese Schwelle dürfte verbreitet am 06.04. überschritten worden

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Zuckerrüben – Vorauflauf-Spritzung mit Bodenherbiziden

Bleibt die Bodenoberfläche nach der Saat noch feucht oder treten früh keimende Unkräuter wie Ausfallraps auf, werden bodenaktive Vorauflaufmaßnahmen interessant, wodurch der Anfangsbesatz mit Unkräutern deutlich reduziert werden kann. Zudem ist das Risiko geringer, dass später unter eventuell trockenen Bedingungen bereits aufgelaufene, weitentwickelte Unkräuter mit hohen Aufwandmengen bekämpft werden müssen.

Metamitron (MTM)

Der Wirkstoff Metamitron (z.B. 700 g/l im Goltix Gold) wirkt vorwiegend über den Boden, z.T. auch über das Blatt und ist die Basis der bodenaktiven Herbizidstrategien im Rübenanbau. Aufgrund der hohen Wasserlöslichkeit des Wirkstoffes reichen 60 % der nutzbaren Feldkapazität für eine Wirkung gegen flachkeimende Unkräuter (Kamille, Stiefmütterchen, Vogelmiere) sowie gegen Amarant, Melden und Weißen Gänsefuß, wenn die Behandlung im Keimen dieser Unkräuter erfolgt. Die Wirkung erfolgt, solange der Boden über Nacht dunkel wird, also „Wasser zieht“.

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Mais – Hinweise zur Aussaat

Mais ist eine Solitärpflanze – vergleichbar mit der Zuckerrübe – bei der die Leistungsfähigkeit der Einzelpflanze, insbesondere die Einzelkolbenleistung entscheidend für den Flächenertrag ist.

Ziel der Bestandesführung ist eine möglichst gleichmäßige Entwicklung aller Pflanzen im Bestand. Voraussetzung dafür sind ein homogener Feldaufgang, ein gleichmäßiger Standraum sowie ein Wachstum ohne Unkrautkonkurrenz.

Die Pflanzenzahl je Quadratmeter richtet sich nach dem Wasserangebot und der Wasserversorgung des Standortes.

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für Mais?

Um das Ertragspotenzial und eine sichere Abreife zu erreichen, sollte der Mais möglichst früh gesät werden, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind; Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in 5 cm Tiefe, die in der Folgezeit ansteigen sollten. Bei Temperaturen über 13 °C läuft Mais bei ausreichender Bodenfeuchte in der Regel innerhalb von 7–10 Tagen gleichmäßig auf.

Für eine hohe Bestandesleistung ist ein synchroner Feldaufgang entscheidend. Die Pflanzen sollten idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig auflaufen, da Nachzügler durch Beschattung deutlich im Wachstum zurückbleiben und nur wenig

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Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsregler

…Fortsetzung aus Info 04/2026…

Anwendung von Wachstumsreglern

Wachstumsregler sollen gespritzt werden, wenn mit Lager zu rechnen ist. Die Aufwandmengen orientieren sich am Lagerdruck (Lagerneigung der Sorte, N-Versorgung, Frühsaat, Bestandesdichte, Halmfestigkeit, geringe Strahlung) und am Wasserhaushalt: Bei geringer Wasserversorgung steigt das Risiko von Mindererträgen durch Wachstumsregler.

Kürzungsmaßnahmen können mit voller Aufwandmenge bei ausreichender Bodenfeuchte (> 60 % nFK) durchgeführt werden. Unter 60 % nFK sind die Aufwandmengen um 20 % zu reduzieren, unter 50 % nFK um 50 %. Unter 40 % nFK ist es sinnvoller, keine Wachstumsregler einzusetzen außer in hochgradig lageranfälligen Beständen.

Im Zweifelsfall ist es besser, Wachstumsregler zu splitten, um erst eine Stabilisierung der unteren Internodien zu erreichen und später, nachdem die Ähren sich gestreckt haben, die oberen Internodien nachzukürzen.

Wann sollen die Wachstumsregler eingesetzt werden?

CCC und Co. früh spritzen, bevor sich der Halm streckt!

Frühe Gibberellin-Synthese-Hemmer wie CCC oder Mepiquat müssen früh gespritzt werden, um die unteren Internodien einzukürzen und zu stabilisieren. Am effektivsten ist das

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Zuckerrüben-Aussaat

Je früher die Zuckerrüben die Reihen schließen, desto höher ist das Zuckerertragspotential, denn damit kann die Rübe die Vegetationszeit mit hohen Assimilationsleistungen maximal ausnutzen. Eine schnelle Entwicklung sichert hohe Zuwachsraten bereits im Juni und Anfang Juli ab, bevor die Rüben aufgrund von Hitze im Zuwachs abfallen oder sogar tagsüber zu schlafen beginnen. Auch in SBR-Regionen sind frühe Zuwächse, bevor es zur Symptomausprägung kommt, entscheidend.

Folglich sind zeitige Aussaattermine unter günstigen Bedingungen von Vorteil. Dagegen kann eine zu frühe Aussaat unter kühlen Bedingungen mit einer langen Auflaufphase auch zu Pflanzenausfällen durch boden- und samenbürtige Erreger, z.B. Phoma, Phytium, Rhizoctonia oder Aphanomyces führen. Die Dauerwirkung der fungiziden Beizwirkstoffe im Rampart (Penthiopyrat) (Zulassung am 31.10.2025 ausgelaufen), Vibrance 500 FS (Sedaxane) und im Tachigaren (Hymexazol) reicht dann nicht mehr aus.

Auch Schädlinge haben unter diesen Bedingungen leichteres Spiel. Die „Standardbeize“ Tefluthrin wirkt nicht systemisch und kann deshalb ausschließlich im Boden eine Wirkung auf Moosknopfkäfer,

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern

Bedingt durch die anhaltende Vegetationsruhe nordöstlich der Linie Emden – Dresden hob auch in Rapspflanzen mit 12 Blättern der Vegetationskegel nicht mehr als 3 cm ab. Ausnahmen blieben übersäte Bereiche, wo sich die Blätter im Herbst bereits berührten und die Pflanzen sich gegenseitig hochtrieben. Südöstlich dieser Linie ist die Streckung in den früh aufgelaufenen Beständen bereits in Gang gekommen.

Mit dem Übergang in den Langtag werden sich die Sprossachsen des Raps schnell strecken. Infolge der hohen Strahlung der letzten beiden Wochen ist das Gewebe in den meisten Rapsbeständen fest. Infolge der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Tage mit Wachstum im Kurztag ist das Lagerrisiko geringer. In den schwächer entwickelten Beständen steht mehr die Förderung der Verzweigung der Rapspflanzen im Vordergrund.

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Getreide – Gräserbehandlung zu Vegetationsbeginn

Ackerfuchsschwanz sollte auf Problemflächen bekämpft werden, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Mesosulfuron-, Iodosulfuron- und Propoxycarbazone-haltige Mittel dürfen aber auf drainierten Schlägen erst ab dem 16. März gespritzt werden. Einzig Altivate darf als reines Mesosulfuron- Produkt vor dem 16. März gespritzt werden.

Sulfonylharnstoffe (ALS-Hemmer) wirken gut, wenn der Ackerfuchsschwanz noch klein, die Luftfeuchtigkeit hoch und die Wachsschicht der Blätter aufgequollen und gut durchlässig ist. Nachtfröste bis – 3 °C beeinträchtigen in dieser Phase die Unkrautwirkung nicht, erschweren den Getreidepflanzen jedoch den Abbau der Wirkstoffe. Gut entwickelte und ausreichend mit Spurenelementen (als Bestandteile der Enzyme für den Herbizidabbau) versorgte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht ist in frostgeschädigten Beständen geboten. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neu gebildetes Blatt als Indiz für einen intakten Vegetationskegel aufweisen.

Ursachen für das verstärkte Auftreten von Trespen sind nicht wendende, minimale Bodenbearbeitung, langes Tolerieren des Anfangsbefalls, zu spätes Erkennen und Bekämpfung, nachdem keimfähige Samen bereits ausgefallen sind.

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Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsreglern

Lagerrisiko nordöstlich der Linie Emden – Dresden geringer als in den Vorjahren

Die kalten, häufiger auch frostigen Nächte im Herbst sorgten dafür, dass die Getreide-, auch die früh schossenden und früh gesäten Weizensorten, und auch die meisten Rapsbestände, bislang noch nicht abheben. Zudem bewirkte die hohe Strahlung der letzten Woche in ganz Deutschland eine Festigung des Gewebes. Somit ist das Lagerrisiko in diesem Frühjahr geringer als in den Vorjahren. Das kann sich durch feucht-milde Witterung im April/Mai noch ändern, ist aber eher unwahrscheinlich.

Bestandessicherung durch CCC bzw. Manipulator

In Beständen, die bis zum 20. März weniger als 500 kräftige Triebe (Pflanzen je m² x Triebe mit 4 und mehr Blättern) aufweisen, ist ein früher CCC- bzw. Manipulator-Einsatz evtl. in Kombination mit 0,8 – 1,0 l/ha Mn-Chelat oder 2 kg/ha Mn-Sulfat angebracht, um die Ährenzahl abzusichern. Durch die Trockenheit der letzten Wochen wurde Mangan in Abhängigkeit vom pH-Wert im Boden festgelegt, verstärkt auch durch den Frost, der zwischen 10 und 50 cm tief in den Boden eindrang.

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Raps – Zeit, die Gelbschale aufzustellen und zu kontrollieren!

Die aktuellen zweistelligen Temperaturen reichen noch nicht, um die Vegetation voll in Gang kommen zu lassen, können aber Insekten auf den Plan rufen. Gelbschalen gehören deshalb jetzt auf den Acker!

Um den Zuflug der Rapsstängelrüssler zu überwachen, ist es ratsam, die Gelbschalen am Rand von Vorjahresrapsschlägen aufzustellen. Ab Bodentemperaturen über 5 °C beginnen Rapsstängelrüssler zu schlüpfen. Ab 6 °C Bodentemperatur werden geschlüpfte Käfer aktiv. Kohltriebrüssler hingegen kommen aus Hecken und Waldrändern in die Rapsschläge. Daher sind zusätzliche Gelbschalen in der Nähe von Hecken und Waldrändern aufzustellen, um deren Zuflug zu kontrollieren.

Nachdem die Rapsstängelrüssler geschlüpft sind, erfolgt binnen weniger Tage die Eiablage. Die in die Rapsbestände eingeflogenen Käfer legen die Eier unterhalb des Vegetationskegels in den Spross ab. An dieser Stelle wird der Auxinstrom unterbrochen. Dadurch entstehen die für Rapsstängelrüssler charakteristischen S-förmigen Verkrümmungen, die durch Frost aufreißen können. Frostrisse und Einstichlöcher dienen als Eintrittspforten für Krankheiten.

Der Kohltriebrüssler muss dagegen erst einen Reifefraß von

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Versorgung mit Spurenelementen

Worin äußert sich der Mangel im Getreide?
Akuter Mangel an Spurenelementen ist vergleichsweise selten. Latenter Mangel, der sich in einer verstärkten Reaktion auf Stresseinflüsse (Frost, Strahlung, Herbizideinwirkung, Trockenheit) zeigt, tritt dagegen häufiger auf:
Bormangel zeigt sich im Getreide meist erst nach der Blüte, wenn die Ährchen an der Ährenspitze nicht befruchtet werden. Das verstärkte Auftreten von Halmbasiskrankheiten (Rhizoctonia!) ist häufig mit latentem Bormangel in Verbindung zu bringen, der zu einer Schwächung des Gewebes führt.
Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist.
Kupfermangel lässt die Pflanzen, ähnlich wie der Mangel an Kalium, infolge der geringen Verholzung lasch wirken. Aufgehellte Pflanzen lassen den Verdacht auf Stickstoffmangel aufkommen. Mit Stickstoffmangel fühlen sich die Pflanzen aber steif an. Der Nitrattest zeigt auch in diesem

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Raps – Welche Alternativen bestehen, wenn doch umgebrochen werden muss?

Umbruchwürdigen Raps mit 1000 g/ha Glyphosat je 100 l Spritzbrühe (+ Additiv) abspritzen, um den Rapsdurchwuchs in der nachgebauten Frucht zu vermeiden.
Sommerraps ist keine Alternative. Dieser wird zur immerwährenden Last im späteren Winterraps und verstärkt dessen Auswinterungsrisiko.
Als Alternative bieten sich Sonnenblumen an, vor allem in den Gebieten, in denen ein 230er Mais druschreif wird. Gegen Sklerotinia sollten Sie vor der Aussaat 2 kg/ha Contans WG (ca. 55 €/ha) einarbeiten.
Sonnenblumensortenmittelfrühe Sorten (FAO 220 Körnermais): LG 5377, ES Savanna, NK Delfi
mittelspäte Sorten (FAO 240 Körnermais): P63LL156, 1025L
späte Sorten (FAO 260 Körnermais): SY Nebraska, Insun 222 CLP
Abhängig vom Wasserhaushalt werden zwischen 6 und 8 Körner/m² ausgesät. Mit zu geringen Pflanzenzahlen steigt das Risiko von Korb- und Stängelknicken.
Sojabohnen können in den Tallagen (bis 200 m) bis zur A4 (Erfurt-Dresden) auf Standorten, die den Anbau von Mais mit FAO 240 zulassen, anstelle des Rapses angebaut werden.

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Sommerungen – Anbau im Jahr 2026

Die zunehmende Herbizidresistenz von Ackerfuchsschwanz und Weidelgras zwingt uns, uns mit Sommerungen auseinander zu setzen, um den Ackerfuchsschwanzbesatz zu vermindern. In diesem Jahr kommt hinzu, dass die Winterweizen-Bestellung nicht überall möglich war. Ob noch Wintergetreide umgebrochen werden muss, ist aktuell nicht abzusehen.

Mais

Mais bietet sich als eine Alternative an, allerdings kommt der Anbau von Körnermais nur dann in Betracht, wenn ab Anfang Mai bis Ende September (erster Nachtfrost) wenigstens 1.600 °C-Tage (Basis > 6 °C) erreicht werden. Silomais erfordert 1.450 °C-Tage. In diesem Fall muss die Verwertung vor dem Anbau geklärt werden (Fütterung, Biogasanlage). Ackerfuchsschwanz kann im Mais vor der Saat bis zum Auflaufen mechanisch oder mit Glyphosat und im Nachauflauf mit den stärksten ALS-Hemmern (Foramsulfuron, Nicosulfuron) bekämpft werden. Auch das Tembotrione (Laudis) hat eine Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz.

Leguminosen + Sonnenblumen

In Leguminosen wie Ackerbohnen und Körnererbsen, auch in Sonnenblumen kann gegen AFU und Weidelgräser mit Aclonifen

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Raps und Wintergetreide – Wie hoch muss die Startgabe ausfallen?

Die Mehrzahl der Winterungen sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Getreidebestände befinden sich oft erst im 4-Blattstadium und haben begonnen zu bestocken. Ab Anfang November gesäte Weizenbestände waren bis Vegetationsende um den 20.11. oft noch nicht aufgelaufen.

Bei der Wahl der Stickstoffform müssen

die Bestandes- und Wurzelentwicklung,

der Nitratgehalt im Wurzelraum,

die Bindigkeit des Bodens,

die Bodenfeuchtigkeit,

der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und

die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt und die Konkurrenz zwischen Blätter und Knospen verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im bestockten Getreide werden durch Nitratdünger unproduktive Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und deren Reduktion

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Raps und Getreide – Das müssen Sie zu Entwicklung und Krankheiten wissen

Der bis Anfang Oktober aufgelaufene Weizen konnte bis Ende November am Hauptrieb noch 5 bis 6 Blätter bzw. 3 bis 5 Triebe je Pflanze bilden (600 bis 1.000 Triebe je m²). Doppelringstadium ab dem 05.03. Stärker entwickelte Bestände sind nur selten anzutreffen. Der nach dem 10. Oktober aufgelaufene Weizen begann nur entlang der Rhein-Main-Schiene und im Weser-Ems-Gebiet noch im Herbst zu bestocken.

Ein Großteil der Weizenbestände hat nur 3 bis 4 Blätter je Pflanze bzw. beginnt gerade zu bestocken. Mit dem Doppelringstadium ist in diesen Beständen nicht vor dem 15.03. zu rechnen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Startgabe mit harnstoffhaltigem Dünger bzw. die Startgabe mit KAS angesagt, um die Cytokinin-Konzentration in den Pflanzen anzuheben und die Bestockung und Ährenanlage zu fördern.

Die Andüngung mit nitrathaltigen N-Düngern ist zu empfehlen, wenn in der Krume (30 cm) weniger als 15 kg/ha Nmin in sandigen bis 30 kg/ha Nmin in schweren Böden

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Wintergetreide – Warum Getreide in diesem Frühjahr Molybdän braucht

Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist. Um die Molybdänversorgung zu sichern, reicht es in aller Regel, den Boden zu kalken.

Allerdings kann die Düngung mit schwefelsaurem Ammnoniak (SSA) einen Molybdän-Mangel auch bei hohen pH- Werten induzieren. Zum einen reicht die punktuelle Versauerung um das SSA-Korn aus, damit Molybdän festgelegt wird, zum anderen konkurriert das Molybdän mit dem Sulfat bei der Aufnahme durch die Wurzel. Schwefel und Molybdän liegen beide als Anionen (SO₄²⁻ bzw. MoO₄²⁻) vor und konkurrieren um dieselben Aufnahmestellen an der Wurzel. Eine hohe Sulfatkonzentration kann also die Molybdat-Aufnahme auch bei hohen pH-Werten hemmen.

Molybdän ist als Bestandteil der Nitratreduktase notwendig, damit NO3-Stickstoff reduziert und in Eiweiß eingebaut werden kann.

Damit also die Wirkung NO3-haltiger N-Dünger zusammen

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Versorgung mit Spurenelementen

Wozu brauchen die Pflanzen Spurenelemente?
Spurenelemente kommen „in Spuren“ von 0,5 bis 100 ppm in der Trockensubstanz der Pflanzen vor. Auf den Hektar bezogen sind es einige wenige bis mehrere hundert Gramm. Im Vergleich dazu werden Makroelemente in einer Menge von 20 bis 300 kg pro Hektar bzw. 0,2 bis 5 Prozent der Trockensubstanz benötigt. Spurenelemente sind essenzielle Bestandteile von Enzymen, Hormonen und Proteinen oder regeln wie das Bor Prozessabläufe in der Pflanze. Der Mangel von wenigen Gramm an Spurenelementen kann deshalb gravierende Auswirkungen haben. Wenn die Pflanze z.B. zu wenig Bor hat, wirkt sich das auf deren Organismus ähnlich aus, wie das Vertauschen des Plus- und Minuspols an der Batterie. Das Auto läuft nicht, auch wenn der Tank (mit Stickstoff und anderen Nährstoffen)bis zum Anschlag gefüllt ist.
Spurenelemente wirken sich
auf den Elektronenhaushalt der Pflanze (z.B. Mangan, Eisen, Bor) aus.
Bilden Zentralatome in Proteinen und Vitaminen.
Sind Bestandteile von

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