Grünes Info 2024

Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Mit welchem Landwirt Sie über das Rübenjahr 2024 sprechen, das Fazit fällt sehr unterschiedlich aus. Noch nie waren die Ertragsunterschiede größer als in diesem Jahr. Die Bandbreite der Erträge reicht von katastrophalen 20t/ha bis zu noch nie da gewesenen 130 t/ha. Selbst bei Landwirten innerhalb einer Gemarkung können die Ertragsunterschiede 40 t/ha betragen. Doch wie kam es dazu und was können wir aus diesem höchst interessanten Jahr für den Rübenanbau lernen? Dazu muss man den Entwicklungsverlauf noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Bodenstruktur Unterschiede fallen bereits bei der Bodenbearbeitung und der Etablierung der Zwischenfrüchte im Sommer 2023 ins Auge. Wem es trotz der verbreitet nassen Bedingungen gelungen war, mit Hilfe der Bodenbearbeitung eine gute Bodenstruktur zu schaffen und diese durch einen homogenen Zwischenfrucht-Bestand zu stabilisieren, hatte einen entscheidenden Vorteil. Denn im Winter und Frühjahr konnte sich die Struktur aufgrund des vielen Regens nicht mehr verbessern. Der milde Winter mit

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Zuckerrüben – Sortenempfehlungen für 2025

Das Jahr 2024 stellte eindrücklich unter Beweis, welche Rolle die Sortenwahl im Zuckerrübenanbau spielt. Die Unterschiede in der Cercosporatoleranz waren in vielen Regionen beeindruckend. Aber auch in Sachen SBR/Stolbur konnten wir einige neue Erkenntnisse gewinnen. Konventionelle Sorten Standardsorten Auf Standorten ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall können die aktuell ertragsstärksten Sorten angebaut werden. Sorten mit hohen Zuckererträgen haben meist auch eine gute Cercosporatoleranz, was zum einen ein Resultat des höheren Cercosporadrucks der letzten Jahre ist, zum anderen läuft die intensive Fungizidvariante seit diesem Jahrnicht mehr in die Sortenleistungsprüfung des IFZ mit ein. Sorten, die unter diesen Bedingungen sehr hohe Zuckererträge liefern, sind Ludovica, BTS 2030 und Annedora. Aber auch Jellera und St Rotterdam kommen auf ein gutes Niveau (siehe Tabelle 151). Ist das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt, muss der Fokus auf dem Zuckergehalt der Rüben liegen, um dennoch zufriedenstellende Erträge zu erzielen. Unter diesen Bedingungen sind

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft

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Silomais 2024 – Nach schlechtem Start doch meist noch gute Erträge

Trotz ungünstiger Startbedingungen lagen die Silomaiserträge bundesweit doch noch auf hohem Niveau, wenn die Bestände nicht unter Staunässe zu leiden hatten. 2024 wurde die Aussaat zum Geduldsspiel Die nassen Voraussetzungen im Frühjahr 2024 weckten schon Erinnerungen an die zurückliegende Maissaison 2023. In beiden Jahren erstreckte sich die Aussaat über ein sehr breites Zeitfenster von Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Juni (!) im Nordwesten, was zu unterschiedlichen Entwicklungs- und Reifeszenarien führte. Aufgrund der schwierigen Bedingungen war es auch gerade in diesem Jahr entscheidend, einen zügigen, gleichmäßigen Feldaufgang mit sicherer Jugendentwicklung bis zum 4- bis 6-Blatt-Stadium zu realisieren. Vorwiegend waren in diesem Jahr frühere Saattermine bis Anfang Mai von Vorteil, vorausgesetzt eine Aussaat war überhaupt möglich. Die Spätsaaten ab Mitte Mai litten stärker unter dem nasskalten Juni. Frühgesäte Bestände bekamen bis dahin in ihrer Jugendentwicklung schon mehr Sonne und Wärme ab. Was zeichnet ein gutes Saatbett aus? Sichere, gleichmäßige Feldaufgänge setzen

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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Die diesjährige Ernte wird vielen Körnermaisbetrieben in positiver Erinnerung bleiben. Nicht selten wurde über Rekorderträge aus unterschiedlichsten Körnermaisregionen berichtet. Die frühen Saattermine ab Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Mai im Nordwesten Deutschlands waren den späten Saatterminen im Ertrag und TS-Gehalt überlegen. Die früh gesäten Bestände liefen zügig auf und hatten zu Beginn ihrer Entwicklung ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung für eine sichere Bestandesetablierung. Besonders späte Genetik (FAO > 260) profitierte von der guten Belichtung in der frühen Jugendentwicklung bis zur Anlage der Fahne im 4- bis spätestens 6-Blatt-Stadium. Die hohe Einstrahlung wirkte sich nicht nur positiv auf die generativen Ertragsanlagen (Kolben und Fahne) aus, sondern war auch verantwortlich für einen optimalen Blüh- und Kornfüllungsverlauf. Spät gesäte Bestände litten dagegen nicht selten unter der langen Auflaufphase und den kühlen Bedingungen in der frühen Jugend im Juni. Der sehr warme Juli und August glich den Entwicklungsrückstand später gesäter Maisbestände wieder aus. Dennoch

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz-, Trespen- oder Weidelgras-Problemen kann im Raps auf Propyzamid-haltige Produkte zurückgriffen werden. Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb Flo oder Milestone greift, wie das Pendimethalin, in die Zellbildung empfindlicher Pflanzen ein. Als Microtubuli-Hemmer wird es in der HRAC Gruppe 3 (früher HRAC Gruppe K) eingereiht. Damit hat Kerb Flo eine völlig andere Wirkungsweise als die im Getreide gebräuchlichen ACCase-Hemmer, ALS-Hemmer oder Harnstoffderivate und trägt somit zur Verringerung des Resistenzrisikos der Ungräser bei. Besonders aufgrund des drohenden Flufenacet-Wegfalls kommt dem Propyzamid eine noch größere Bedeutung im Resistenzmanagement zu. Wirkungsweise Der Wirkstoff verteilt sich bis 2 cm tief im Boden und wird vorwiegend über die Wurzel aufgenommen. Feuchtkühle Witterung erlaubt die Wirkstoffaufnahme bei gleichzeitig verlangsamtem Wirkstoffabbau. Aus diesem Grund sollte die Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 °Celsius erfolgen. Eine frühe Spritzung bei höheren Temperaturen kann zu Wirkungsminderungen führen, aber auch eine zu späte Spritzung im Frühjahr, wenn die

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Phosphor-Bedarf sicherstellen

Wärme und Trockenheit ab Mitte Oktober haben den bereits bestellten Beständen zu einem guten Start verholfen, solange man nur den Spross betrachtet. Die Wurzeln dieser Bestände schauen dagegen eher mickrig aus. Das dürfte auch bei den in diesem Zeitraum bestellten Beständen der Fall sein, wenn die nass-kalten Bedingungen anhalten. Sollten dann noch winterliche Bedingungen herrschen, geraten die Pflanzen in ein Dilemma: Keine Wurzel, kein Wachstum; kein Wachstum, keine Wurzel. Das kann sich im Frühjahr lange hinziehen, vor allem in der Wintergerste. Momentan heben sich trotz ausreichender P-Versorgung im Boden in unseren Versuchen bereits die mit DAP gedüngten Parzellen gegenüber den nicht gedüngten Parzellen ab. Aus den Schlagkarteiauswertungen und aus der Literatur ist abzuleiten, dass eine Ertragswirkung der zur Aussaat gegebenen P-Düngung auch bei guter Versorgung zu erwarten ist, wenn schlechte Bodenstruktur (= geringe Durchwurzelbarkeit) und Nässe (= O2-Mangel) die P-Aufnahme behindern. Trockenheit und niedrige Temperaturen setzen die P-Aufnahme um gut

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Wintergetreide – Einsatz von Bodenherbiziden vor Winter

Sofern befahrbar, bieten feuchte Böden gute Voraussetzungen für die Applikation von Bodenherbiziden im gerade aufgelaufenen Wintergetreide. Allerdings schränken Nachtfröste den kulturverträglichen Herbizideinsatz ein: Die Boden-Wirkstoffe Flufenacet und Chlortoluron (falls zugelassen) können im frühen Nachauflauf auch bei vorausgegangenem und/oder angekündigtem leichten Frost (bis – 4 °C) eingesetzt werden*). Carotinoid-Synthese-Hemmer Diflufenican (z.B. Brodal, Diflanil, Carmina, Herold, Trinity), Beflubutamid (Beflex), Picolinafen (z.B. Pontos, Quirinus) können bei leichtem Nachtfrost bis – 2 °C noch gespritzt werden. Auf die Zumischung von Prosulfocarb zur Unterstützung der Gräser-Wirkung des FFA sollte man bei niedrigen Temperaturen auf jeden Fall verzichten. Auch das Flumioxazin-haltige Sumimax darf nur bei frostfreier Folgewitterung gespritzt werden. ALS-Hemmer mit Mefenpyr als Safener (Atlantis) sollen nicht gespritzt werden, wenn mit Nachtfrösten zu rechnen ist. Dagegen können ACCase-Hemmer mit Cloquintocet als Safener (Axial, Traxos) auch vor Nachtfrösten bis – 5 °C ausgebracht werden. Dadurch steigt sogar die Wirkungssicherheit gegen Ackerfuchsschwanz (Nikolaus-Spritzung). Ebenfalls wirkungssicher und kulturverträglich ist

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Herbizid-Resistenzen

Herbizid-Resistenzen sind nicht mehr nur auf einzelne Regionen begrenzt. Durch den überbetrieblichen und inzwischen auch überregionalen Einsatz der Erntetechnik werden resistente Unkräuter immer mehr verbreitet. Bislang muss mit folgenden Resistenzen von Unkräutern gerechnet werden: Ackerfuchsschwanz reagiert bei uns auf den meisten Standorten nicht mehr auf auf FOP-Mittel, aber meist noch auf DIM-Mittel. Wo FOP-Mittel noch wirken, wirkt auch das Broadway im Frühjahr. Das FFA wirkt auf den meisten Standorten noch sicher. Die Wirkung des FFA wird durch die Zumischung von Boxer oder Aclonifen bzw. auch das Picolinafen unterstützt. Im Raps wirken sicher Metazachlor (nur auf keimenden AFU), Kerb (Milestone) und DIM-Mittel. Windhalm wird verbreitet durch ALS-Hemmer nicht mehr bekämpft. Am sichersten wirken über den Boden Beflubutamid + FFA, Flumioxazin + FFA. Im Nachauflauf haben DEN-Mittel Axial (Traxos) im Getreide noch eine gute Wirkung, im Raps reicht meist schon Metazachlor/Dimethachlor, FOP, Kerb (Milestone). Auch bei Trespen wurde vereinzelt ALS-Resistenz nachgewiesen, unterschiedliche

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Seit Anfang November ist verstärkt Mehltau in der Wintergerste zu beobachten. Milde Temperaturen in Kombination mit hohen Luftfeuchten begünstigten die Infektionen. Insbesondere in den früh gedrillten, dichten Wintergerstenbeständen breitete sich der Mehltau explosionsartig aus. Diese Bestände präsentieren sich bereits von weitem durch hellere bzw. gelblicher statt sattgrüner Farbe. Bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die weißen Pusteln auf den Blättern. Regenfälle unterbrachen verbreitet in der letzten Septemberdekade die Aussaat der Wintergerste. Die erst Anfang Oktober gedrillten Bestände weisen vereinzelt Mehltau- oder auch Zwergrost-Symptome auf. Sobald die Temperaturen anhaltend unter 15 °C sinken, wird sich der Mehltau nicht weiterentwickeln. Bleibt es dagegen mild und sind noch Tage mit 15 bis 18 °C angesagt, bleibt der Mehltau aktiv. In der Regel können kräftige Wintergersten den Mehltaubefall im Herbst ohne Ertragseinbußen aushalten, da im Frühjahr neue, gesunde Blätter gebildet werden können. Auf Typhula-Standorten bilden die abgestorbenen Mehltau-Läsionen auf den Blattscheiden eine Eintrittspforte für

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Nässe im Herbst bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen

Im Nordwesten (westlich der A7, nördlich der A4) sind die Böden verbreitet übersättigt mit Wasser. Jeder Millimeter mehr wird zu einer Verschlechterung der Ausgangslage im Frühjahr beitragen. Dort ist mit niedrigen Nmin-Werten im Frühjahr zu rechnen. Im Nordosten mit Ausnahme der Küstenstandorte und Vorgebirgslagen warten die Böden noch auf Regen. Die Bördestandorte können auch noch 60 bis 100 mm Regen bis zur Sättigung aufnehmen. Die Nmin-Werte werden sich auf den besseren Böden im normalen Bereich bewegen, auf den sandigen Böden niedriger sein, wenn es in der Folgezeit mehr als 60 mm regnen sollte. Im Süden sind die Böden mit Wasser nahezu gesättigt, in einigen Gebieten auch schon übernass. Dies zeigt sich an den Aufhellungen der Gerste in den doppelt bearbeiteten Teilbereichen. Weiterer Regen wird auch dort zu einer verstärkten Nitrat-Verlagerung führen. Niedrige Nmin-Werte in der Krume, das bedeutet auf Sandböden weniger als 10 kg/ha Nmin, auf Lehmbödenunter 20 kg/ha in

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Auswirkungen der Nässe auf das Frühjahr 2025

Wassergesättigte Böden im Westen, Norden und Süden Westlich der früheren innerdeutschen Grenze, in Schleswig-Holstein und im westlichen Mecklenburg sowie südlich des Mains sind die Böden derzeit verbreitet das zweite Jahr nacheinander mit Wasser gesättigt. Durch eine ähnliche Situation im Jahre 1981/82 wurden die Böden durch die Rübenroder stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachwirkungen waren noch bis 1996/97 zu spüren. Ab Ende Dezember 1996 drang der Frost selbst in Westdeutschland über 1 m tief in den nassen Boden ein und beseitigte die Strukturschäden. Die Körnermais- und Zuckerrübenernte wird in diesen Gebieten noch zu einer Herausforderung. Ob danach überall Getreide gesät werden kann, ist mit einem Fragezeichen versehen. Wie wirkt sich Nässe auf den Boden aus? Wasser allein ist nichts Schlimmes. Ausreichend Bodenfeuchte ist notwendig, damit die Biologie im Boden funktioniert und Pflanzen wachsen können. Feuchtigkeit verhindert Staubbildung und Winderosion. Feuchte ist auch notwendig, damit sich die feinsten Bodenpartikel ausrichten und zu

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Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Durch die Ernte von Silomais und den ersten Zuckerrüben wurden Blattläuse aufgescheucht und sind jetzt verstärkt auch in den frisch aufgelaufenen Pflanzenbeständen bzw. im Ausfallgetreide zu finden. Trotz der Nässe springen auch Zikaden herum. Latenter bis deutlich erkennbarer Befall mit Verzwergungsvirosen trat im Frühjahr verbreitet auf. Kontrollieren Sie deshalb Ausfallgetreide und Zwischenfrüchte mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs auf Blattläuse und Stoppelfelder sowie neu bestellte Felder auf umherspringende Zikaden. Anzeichen für Verzwergungsvirosen: Einzelpflanzen, die von der Spitze her vergilben oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und oft übermäßig stark bestocken. Das Herzblatt kommt kaum heraus. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern prall wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern. Das Virus-Risiko mit dem Weizenverzwergungsvirus ist höher östlich der Linie Schwerin – Erfurt – Würzburg und zieht sich über Hohenlohe rüber in das Rhein-Main-Gebiet.

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Mais – Neue Sorten

Silomais: LG 31.215 (S 200/K 210) Einfachhybride, frühe Doppelnutzungssorte, Zulassung BSA 2024 zügige Jugendentwicklung für Grenzstandorte sowie Höhenlagen blatt- und stängelgesund mittellange, standfeste Pflanze mit gleichmäßigem, tiefen Kolbensitz gute GTM-Erträge bei hohem Stärkegehalt und guter Verdaulichkeit DKC 3144 (S 200) Hartmaisähnliche Neuzüchtung sehr gute Jugendentwicklung frühe Blüte für Grenzlagen bei guter Umweltstabilität (Trockenheit und Nässe) sehr gesunde, standfeste Sorte große Restpflanze mit länglichen Kolben sehr hohe GTM –, Stärke- und Biogaserträgen P83224 (S 240) Reiner Zahnmais aus Silomaiszuchtprogramm ansprechende Jugendentwicklung mittlere Blüte im 240er Bereich gutes Staygreen-Verhalten, vor allem auf besseren Böden massiger Typ mit sehr hohen GTM Erträgen mittlerer Stärkegehalt sowie mittlere Verdaulichkeit KWS Lupollino (S 250) massiger Zwischentyp standfest bei mittlerer Kolbenhöhe gute Blatt- und Stängelgesundheit ausgeprägtes Staygreen Silomais mit Druschoption sehr hohe GTM bei durchschnittlichen Energieerträgen und Verdaulichkeit P82703 (ca. S 250) großrahmiger Massentyp hoher Kolbensitz, trotzdem standfest sehr hohe GTM- und Biogaserträge gute Restpflanzenverdaulichkeit sehr gutes

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Winterweizen – CTU-Sortenverträglichkeit

Der Wirkstoff Chlortoluron wird aufgrund der Kerbel- und Kornblumenwirkung und der Unterstützung der Wirkung von FFA gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser wieder häufiger eingesetzt. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Weizensorten diesen Wirkstoff gleich gut vertragen. Von Wintergerste, -roggen und Triticale sind keine Einschränkungen bekannt. Nach Angaben des Herstellers (Nufarm) vertragen die nachstehend aufgeführten Sorten den Wirkstoff CTU schlechter bis nicht gut:
Tabelle

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Wintergetreide – Beizung

Der Anteil von Saatgutproben mit Flugbrand in Gerste und Weizen, auch von Steinbrand im Weizen, nahm in den letzten Jahren beständig zu. Damit wurde der Eindruck auf den Feldern bestätigt. Betroffen sind nicht nur Bio-Betriebe. Die Beizung insbesondere gegen Brande ist eine effektive, vor allem punktgenaue Pflanzenschutzmaßnahme. Unterbleibt die Beizung, ist eine spätere Bekämpfung von Branden mit Fungiziden nicht mehr möglich. Zudem werden durch die Beizung auch eine Reihe von anderen saatgut- oder bodenbürtigen Krankheiten eingedämmt, wenn nicht sogar unterbunden, wie Schneeschimmel, Fusarien-Arten, Septoria-Arten, Drechslera-Arten oder Rhynchosporium. Beizwirkstoffe kontaminieren nur das Saatgut und werden bestenfalls in den daraus erwachsenden Pflanzenteilen bzw. im Beizhof um das Samenkorn verbreitet, während sich der Spritznebel in der Umgebung der Zielobjekte verteilt.
Tabelle

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Die Rapsbestände wachsen in diesem Jahr stark auseinander. Die ersten Bestände wurden aus Angst vor dem Erdfloh bereits um den 15. August gesät. Diese Pflanzen erreichen bereits das 8-Blattstadium und müssen dringend gestaucht werden, wenn das nicht schon erfolgt ist. Einige Sorten wie Ambassador beginnen bereits im Überlappungsbereich den Stängel zu bilden. Der letzte Raps wurde erst zu Beginn der vergangenen Woche um den 9. September gesät. Dieser lief recht zügig auf und ist aktuell im 2-Blattstadium. Es gibt auch Rapsbestände, die in der Trockenheit Ende August ganz unterschiedlich aufgelaufen sind. Die am weitesten entwickelten Rapspflanzen haben inzwischen sechs Blätter und müssen dringend gekürzt werden, während die zuletzt aufgelaufenen Pflanzen inzwischen zwei Laubblätter bildeten. Die Rapspflanzen treiben sich gegenseitig hoch, wenn sich die Blätter berühren. Deshalb neigen enger stehende Pflanzen in dichten Beständen stärker zum vorzeitigen Schossen. Hat der Raps gegen Ende des Langtages (20.09.) bereits sechs und mehr Blätter

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Einteilung nach dem Schossverhalten Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im Frühjahr begrenzt. Deshalb müssen sie auf Standorten mit spätem Vegetationsbeginn (ab 3. Märzdekade) so früh gesät werden, dass sie vor Winter voll bestocken. Spätschossende (Langtags-) Typen können im Frühjahr noch gute Nebentriebe bilden und deshalb noch spät bestellt werden. Bei früher Saat besteht das Risiko, dass sie zu stark bestocken und Nebentriebe zu spät reduzieren. Sehr spät schossende Langtagstypen können sehr früh (vor dem 20.09.) bestellt werden, da sie auch bei langer Vegetation im Herbst nicht vor Winter zu schossen beginnen. Dafür eignen sich vor allem (standfeste) Korndichte- oder Bestandesdichte-Typen wie LG Atelier, SU Selke oder Argument mit geringer Anfälligkeit für frühe Blatt- und Halmbasiskrankheiten. Einstufung nach dem Ertragsaufbau EÄ: Einzelährentyp EÄ-TKG: Einzelährenertrag über hohes TKG KOMP: Kompensationstyp EÄ-KZÄ: Einzelährenertrag über Kornzahl je Ähre BD: Bestandestyp KD: Korndichtetyp KD-BD: Korndichte über hohe

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Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten 2024

Exsal (E) Protein 6, stabile, hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, KOMP, begrannt, mittelfrüh, standfest, wenig anfällig für HBV, blattgesund, wenig anfällig für Fusarien (Note 3), Maisweizen Absolut (A) Protein 6, sehr stabile, mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, EÄ, weniger winterhart, sehr früh, lang (AFU-Unterdrückung), trotzdem standfest, gesund, mittelanfällig für Fusarien (Note 5) SU Magnetron (A) Protein 6, hohe, aber weniger stabile Fallzahl, Ertrag 7/6, KD-KZÄ, kleinkörnig, früh, sehr standfest, gesund, Fusarien Note 5 Ambientus (A) Protein 6, stabile, sehr hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-Typ, mittelspät, etwas lageranfällig, gesund, Fusarien Note 4 Polarkap (A) Protein 5, stabile, mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 7/6, BD-TKG-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, blattgesund, Fusarien Note 4 LG Kermit (A) Protein 4, stabile, hohe Fallzahl, Ertrags 7/7, KOMP-Typ, mittelspät, kurz, sehr standfest, wenig anfällig für Halmbasiskrankheiten, blattgesund außer DTR (Note 5), Fusarien Note 5 Optimist (A) Protein 3, stabile, hohe Fallzahl, Ertrag Note 7/7, KOMP, winterhart,

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn neue Weizensorten (Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, u.a.) mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium für die Einstufung und Bezahlung des Weizens. Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den erreichbaren Proteingehalt unter restriktiven Bedingungen bei der Düngung berücksichtigen müssen. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass immer weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird. Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt: Kornertrag (dt/ha) x Proteingehalt (%) x 0,85 (% TM im Korn) = Proteinertrag (kg/ha); z.B. 100 dt/ha x 12,2

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Wintergerste – Kurzbeschreibung zweizeiliger Sorten 2024/25

Die neuen zweizeiligen Wintergerstensorten lassen einen deutlichen Ertragssprung gegenüber älteren Sorten erkennen. Trotzdem finden ältere Sorten immer noch ihre Liebhaber. Sandra, California und KWS Somerset sind nach Bordeaux die vermehrungsstärksten zweizeiligen Wintergerstensorten. Bordeaux fiel in den diesjährigen LSV regelmäßig im Ertrag ab, wenn die 1. Fungizidmaßnahme zu spät durchgeführt wurde. Alle angeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen GMV Typ 1. Unter den in den letzten Jahren zugelassenen Sorten heben sich die folgenden Sorten heraus. Almut (SZ Bauer) für extensive Bestandesführung im Südwesten früh schossende, mittelfrühe Sorte mit hoher Ährenzahl und hohem TKG standfest, geringe Neigung zum Halm- und Ährenknicken wenig anfällig für Mehltau, Netzflecken und Rhynchosporium aber anfälliger für Zwergrost und vor allem Ramularia (eingeschränkte Empfehlung) 700-900 Zielähren mit 250-300 Pflanzen/m² Arthene (SZB Polska, IG) extensive Bestandesführung trockentolerant später schossende, späte Sorte mit hoher Ährenzahl und sehr hohem TKG sehr standfest, ausgesprochen strohstabil, kann ohne Wachstumsregler auskommen sehr anfällig für

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Wintergerste – Kurzbeschreibung mehrzeiliger Sorten 2024/25

SY Loona (Hybridsorte, Syngenta, EU-Sorte) 2024 ertragsstärkste Wintergerstensorten mit hoher Konstanz in den LSV kommt auch mit Hitze zurecht fiel aber in Derenburg (Löss-Standort) im Ertrag trotz hoher Ährenzahl im Ertrag ab Vorteile auf sandigen Böden, aber auch auf kittigen, kalten Böden und in Höhenlagen zügige Massenentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung spätes Ährenschieben, spätreifer Ährentyp mit hoher Kornzahl/Ähre nicht ganz standfest, Neigung zum Ährenknicken, aber besser als Galileoo insgesamt gesunde Sorte ohne erkennbare Schwächen nicht zu früh säen Gerste für den Anbau nach Körnermais optimale Ährenzahl: 450 – 550 Ähren/m² mit 140 – 170 Pflanzen/m² Esprit DSV Standardsorte auf weniger guten Gerstenstandorten auf leichteren Böden ertragssicher mit hohem HLG geringere Erträge, wenn kühle, feuchte Witterung + hohes N-Niveau, die Nebentriebreduktion und Kornbildung verzögern, Folge geringeres HLG gute Massenentwicklung, lang, dadurch gute AFU-Unterdrückung normal schossender, aber später reifer EÄ-Typ mit hoher KZÄ Lageranfälligkeit erfordert zweimalige Kürzung, geringe Neigung zum Ährenknicken

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Raps – Herbstdüngung

N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.

Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
Abbildung

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Wintergerste – Sortenwahl 2024

Die Wintergerstenerträge lagen in diesem Jahr deutlich unter den Vorjahren, brachen aber weniger stark ein als die Erträge von Raps, Weizen oder Roggen. Über alle Regionen zeichnet sich ab, dass die Erträge auf leichten, durchlässigen Böden weniger stark litten als auf weniger durchlässigen Böden. Die Kulturen standen von Oktober bis März in der Nässe im Boden. Sauerstoffmangel bzw. Kohlendioxid-Überschuss bewirkten den Abbau von Feinwurzeln, darunter litt vor allem die Cytokinin-Produktion. Dadurch war in diesem Jahr auch häufiger Schwarzbeinigkeit zu beobachten. Ähnlich wie Verticillium im Raps entwickelt sich die Schwarzbeinigkeit stärker, wenn die Wurzelbildung eingeschränkt ist. Es kommt zum Wettlauf zwischen der Entwicklung bzw. Regeneration der Wurzel und der Ausbreitung der Krankheiten an der Wurzel. Als zweiter Faktor kam der Nachtfrost vom 22. auf den 23.04. hinzu, der verbreitet zur Schartigkeit führte. Davon betroffen waren vor allem Bestände, die zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Ährenschieben waren. Auf den reinen Sandstandorten

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Raps – Aussaat 2024

Bodenbearbeitung Durch die Starkniederschläge sind die Böden z.T. stark eingeschlämmt, d.h. auch Tonteilchen wurden verlagert. Schimmern sandig-schluffige Böden mit weniger als 15 % Ton nach Regen an der Oberfläche hellgrau oder glänzen gar silbrig bzw. hat sich über der Krumensohle eine dünne Schicht mit eingeschwemmter Erde gebildet (Spaten!), ist es angebracht vor Raps zu pflügen, um verlagerte Tonteilchen wieder hochzubringen. Das gilt vor allem für Böden mit zu niedrigen pH-Werten. Die Pflugtiefe muss aber der Bodenfeuchte angepasst werden bzw. die Bearbeitung darf im feuchten Boden nicht auf volle Krumentiefe erfolgen, um im kommenden Jahr die aktuell kaum zu vermeidende Schmiersohle unter den Scharen unterfahren zu können. Um Strohmatten zu vermeiden, sollte vor dem Pflügen das Stroh mit dem Grubber (oder zur Not auch mit der Scheibenegge) am besten in 2 Schritten, um keine Brocken zu produzieren, ca. 15 cm tief eingearbeitet werden. Nach jedem Bearbeitungsgang muss rückverfestigt werden. Hinter dem

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Raps – Insektizideinsatz im Herbst

In diesem Herbst ist Raps-Saatgut gebeizt mit Cyantraniliprole (Lumiposa) und Flupyridafurone (Buteo Start) zu beziehen. Pyrethroide (Erdfloh, Blattläuse, Kohlmotten), Carnadine (Acetamiprid) und Teppeki (gegen Blattläuse) sind als Spritzmittel zugelassen. Eine Notfallzulassung gegen Erdfloh haben Exirel (ab EC 10) bzw. Minecto Gold (ab EC 14) mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole. Mittel mit diesem Wirkstoff dürfen nur einmal gespritzt werden. Virusrisiko durch den Anbau von TuYV-toleranten Rapssorten einschränken. Frühsaat: Beizung mit Lumiposa gegen Kohlfliegen. Spätsaat: Beizung mit Buteo Start gegen Erdfloh (Wirkung bis 2-Blattstadium). Brocken vermeiden, eventuell vor der Saat walzen, um den Erdflöhen weniger Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Kontrolle des Erdflohbefalles (+ Kohlmotten + Rübsenblattwespen) ab dem 3. Tag nach der Saat nach 21 Uhr (Taschenlampe) vornehmen. Pyrethroide bei mehr als 10 % der Pflanzen mit Lochfraß bzw. massenhaftem Auftreten nach 20 Uhr spritzen, wenn die Erdfloh-Mütter aktiv werden. Zusatz von Haftmittel + 75 g Tebuconazol. Der Insektizidschutz durch die Pyrethroide hält 3

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Schneckenplage zu erwarten

Vor dem massenhaften Auftreten von Schnecken warnt bereits der Rundfunk. Derzeit sind im Garten und entlang von Gräben wieder massenhaft Wegschnecken unterwegs. Die nasse Witterung begünstigte auch den Schlupf der Genetzten Ackerschnecke aus den Eigelegen in der Tiefe von mehr als 60 cm. Um den Besatz einzudämmen, sollten deshalb die Äcker bis zur Neubestellung von Raps, Getreide, aber auch von Zwischenfrüchten möglichst schwarz gehalten werden, um den Schnecken die Nahrungsgrundlage zu entziehen und Rückzugsmöglichkeiten zu verbauen.

Auf jeden Fall sollten Sie jetzt nach der Rapsernte, vor der Rapsaussaat und später auch vor der Bestellung von Getreide, die Schläge, vor allem Schlagränder entlang von Gräben, aber auch klutige Stellen im Schlag auf Schnecken kontrollieren.
Tabelle

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Platzierung des Düngers statt Ausbringung mit der Schaufel

Je knapper die Versorgung der Böden, umso wichtiger wird die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor. Das zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Güllebetriebe mit hoher P-Versorgung liegen in den Erträgen durchweg an der Spitze. Die Nährstoffaufnahme erfolgt proportional zur Nährstoffkonzentration im Boden. Je geringer der Abstand zwischen einer Nährstoffquelle (Düngerkorn, mit Nährstoffen versorgte Bodenpartikel) und den Wurzelspitzen ist, umso niedriger kann die Nährstoffkonzentration sein, um die notwendige Nährstoffaufnahme pro Zeiteinheit (Tag) sicherzustellen. Geringe Nährstoffversorgung im Boden, die Begrenzung der Düngerausbringung durch die DüV, aber auch die durch Festlegung eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe erfordern umgekehrt einen kürzeren Transportweg der Nährstoffe vom Düngerkorn zur Wurzel, d.h. Platzierung der Nährstoffe in Wurzelnähe. Weniger wasserlösliche Nährstoffe wie Phosphate, die zudem schnell schwerlösliche Bindungen mit zwei- und höherwertigen Kationen (z.B. Ca++, Mg++, Fe++/+++, Al++/+++) eingehen, werden zudem im Boden nur über kurze Strecken transportiert. Beim Phosphor wirkt sich deshalb die Platzierung des Düngers in

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Raps – Auch Krankheiten und Schädlinge begrenzten den Ertrag

Nässe, Frost in der Blüte und geringe Strahlung beeinträchtigten die Ertragsleistung des Rapses: Die anhaltende Nässe verhinderte schon im Herbst und Winter die Wurzelentwicklung und bewirkte später den vorzeitigen Abbau von Feinwurzeln (+ Verringerung der Cytokinin-Produktion). Je mehr Niederschläge ab Ende Mai gefallen sind, umso schlechter sind die Erträge auf mittleren bis schweren Böden. Infolge des Frostes zu Blühbeginn bzw. während der Blüte begonnen viele Rapsbestände nur langsam zu stäuben. Der Raps roch, nachdem die ersten Blüten offen waren, kaum nach Raps, ein Hinweis dafür, dass die Pollen noch nicht befruchtungsfähig waren. Davon waren vor allem die Schoten am Haupt- und an den oberen Verzweigungen betroffen. Die Schoten bildeten oft nur wenige Körner und blieben kurz. Ab Ende April bis Mitte Juni war die Einstrahlung vielerorts sehr niedrig. Eine zu schwache Einstrahlung ergibt sich durch bedecktes, strahlungsarmes Wetter. Dadurch war die Assimilat-Bildung eingeschränkt. Die Assimilation wurde für den Aufbau von

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Zuckerrüben – Conviso One

Conviso One enthält die Wirkstoffe Thiencarbazone + Foramsulfuron, die im Conviso Smart-System in Zuckerrübensorten mit Resistenz gegen diese Wirkstoffe gespritzt werden können. Die Wirkstoffkombination Thiencarbazone + Foramsulfuron ist im Mais zusammen mit Iodosulfuron im Maister zugelassen. Conviso Smart-Rüben waren bisher in erster Linie eine Option, wenn Problemunkräuter wie Wildrüben, Hundspetersilie, Samtpappel, Ambrosia, Bingelkraut, Knöterich und Stechapfel mit Standardmaßnahmen nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Eine weitere Berechtigung hat Conviso Smart in trockenen Regionen, in denen Bodenherbizide nicht sicher wirken. Mit dem Wegfall des Triflusulfuron (Debut, Shiro) klaffen Wirkungslücken gegen Raps, Vogelknöterich, Hundspetersilie und Bingelkraut auf. Gegen Hundspetersilie hat das neue Herbizid Rinpode mit dem Wirkstoff Florpyrauxifen (synthetischer Wuchsstoff) gute Leistungen, zusätzlich kann Clopyralid eingesetzt werden. Auch gegen Bingelkraut wird mit Rinpode eine gute Wirkung erzielt, allerdings sind die Wirkungsgrade im Vergleich zum Triflusulfuron geringer, sodass die Bekämpfung des Bingelkrauts wieder zur Herausforderung wird. Gegen Amarant hingegen soll Rinpode

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Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten

Agenda (Limagrain/Lidea, 2021) schnitt 2023 im Norden und Osten sowie in den Höhenlagen im Korn- und Ölertrag und in der Marktleistung überdurchschnittlich gut ab für mittlere Saattermine ohne spezielle Bodenansprüche höhere Phomaanfälligkeit beachten Ambos KWS (2022) stabile Ertragsleistung auch auf schwierigen Standorten zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung frühe Blüte, mittelfrühe Abreife mittlere und späte Saattermine in Versuchen weniger REF-Larvenbesatz als in Nachbarsorten keine TuYV-Resistenz LG Ambrosius (2022) auf hohem Niveau ertragsstabilste Sorte im Bundes- und EU-Sortenversuch 2023 verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung geringe Neigung zur Stängelbildung, gute Winterhärte geeignet für frühe bis mittlere Saattermine standfest gute Druscheigenschaften LG Aberdeen (2023) mit 3 x Note 9 in Ertrag, Ölertrag und Ölgehalt agronomische Eigenschaften ähnlich Ambrosius für frühe bis mittlere Saattermine zusätzlich Verticillium-Toleranz Cheeta (BASF, 2022) schnitt in Mittel- und Süddeutschland gut ab hoher Ölgehalt (9) verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung mittlere Reife frühe Aussaat möglich KWS Ektos (2023) mittlere und späte Saattermine auch als

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Nässe kostete Ertrag

testsetDie Gerstenernte ist in den Frühdruschgebieten weitgehend abgeschlossen. Die Erträge liegen verbreitet weit unter den Erwartungen.

Ursache für schwache Erträge ist meist das geringe Hektolitergewicht und häufig auch zu kurze Ähren. Dass die Gerstenerträge nicht in den Himmel schießen würden, wurde schon während der Abreife deutlich:

Gute Gerste soll von grünen über gelbe Grannen abreifen. In diesem Jahr fielen oft schon im Mai die silbrigen „Flimmerähren“ auf, die darauf hindeuteten, dass Ähren aufrechtblieben und in diesen Ähren nichts „drin“ war. Das war in einigen Sorten mit frühem Ährenschieben auf die Schartigkeit infolge des Frostes zurückzuführen, meist lag die Ursache an der kranken Halmbasis (schwarze Stoppel) und an den fehlenden Feinwurzeln. Andere Bestände hatten bereits Anfang Juni braune Grannen infolge des Befalles mit Ramularia aufgrund der unterbliebenen Grannenspritzung.

Auch die ersten Rapserträge liegen unter 30 bis bestenfalls Anfang 40 dt/ha, ohne dass gravierende Fehler in der Produktionstechnik zu erkennen sind. Beim Raps wiegen die Körner weniger als im vergangenen Jahr, auch die Ölgehalte sind deutlich niedriger. Vielfach waren in den (oft langen = älteren) Schoten große und kleine Körner nebeneinander zu finden. Ursache dafür dürfte die Frostnacht vom 22. auf den 23. April gewesen sein. Dadurch wurde die Zellteilung in den gerade befruchteten Karyopsen gestört und weniger Zellen in diesen Körnern gebildet bzw. die Körner nicht weiter ausgebildet.

Auch beim Weizen zeichnet sich ab, dass hohe Ertragserwartungen vielfach nicht erfüllt werden, weil das Hektolitergewicht zu wünschen lässt.

Einige Sorten reagierten auf die Witterung in der 2./ 3. Aprildekade mit Blattaufhellungen, die durch Spritzmaßnahme sogar verstärkt wurden. Kam dann noch z.B. im KWS Donovan der Befall mit Braunrost auf den noch grünen Bereichen der Blätter hinzu, vergilbte der gesamte Blattapparat vorzeitig, so dass zur Milchreife nicht einmal mehr das Fahnenblatt intakt blieb.

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Aufbringung von glyphosathaltigen Mitteln

Der Besatz mit Quecken, Disteln und Ackerwinden hat in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Während Disteln und Winden, auch Ampfer mit (synthetischen) Wuchsstoffen (MCPA, Clopyralid) im stehenden Getreide bzw. auch auf der Stoppel mit Fluroxypyr bekämpft werden können, ist eine nachhaltige Bekämpfung von Quecken nur mit Glyphosat möglich, dessen Anwendung mit Einschränkungen weiter zulässig ist. Die Ausbringung von Glyphosat unterliegt seit 01.01.2024 einem generellen Anwendungsverbot in Naturschutzgebieten, Nationalparken und Biotopen nach § 30 BNatSchG. Außerhalb dieser Gebiete ist die Anwendung zulässig nach „den Umständen des Einzelfalls“ auf Direkt- bzw. Mulchsaat-Flächen und allgemein auf Ackerflächen (Teilflächen) gegen schwerbekämpfbare, z.B. „perennierende Unkräuter“, bzw. auf erosionsgefährdeten Flächen zur Stoppel- bzw. Vorsaatbehandlung. Perennierende Unkräuter sind z.B. Quecken, Ackerwinden, Ampfer, Landwasserknöterich, Disteln. Als perennierend einzustufen ist auch der Ackerschachtelhalm, dieser wird aber durch das Glyphosat nicht erfasst. Der Einsatz von Glyphosat zur Vorerntebehandlung ist verboten. Der Wirkstoff „Glyphosat“ hat aktuell eine Zulassung bis 2033.

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Kaliumdüngung nach einem nassen Jahr

Seit letztem Sommer hat es in ganz Deutschland soviel geregnet, wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht.

Das Wetter der letzten Wochen war überwiegend durch eine Vb-Wetterlage gekennzeichnet, d.h. ein Mittelmeertief saugt sich wie ein Schwamm voll Wasser und regnet nördlich der Alpen ab. Nachdem sich zudem der erste Hurrikan (Beryl) in der Karibik bereits in der letzten Woche auf den Weg gemacht hat, ist in nächster Zeit eher mit durchsetztem Wetter zu rechnen. Danach könnte sich hochsommerliches, trockenes Wetter durchsetzen, dem ein ausgeprägter Altweibersommer folgen kann. Letzteres bedeutet eine längere Trockenheit im September, vielleicht noch im Oktober. Diese dürfte sich auf die Verfügbarkeit und Aufnahme von Kalium und Phosphor im Herbst auswirken.

Kaliwirkung auf sorptionsschwachen Böden

Auf sorptionsschwachen Böden wurde Kali infolge der Regenmassen zumindest aus der Krume ausgewaschen, vielfach auch aus der darunterliegenden Bodenschicht. Deshalb ist eine Ausgleichsdüngung dringend erforderlich. Auf diesen Böden kommen die Kali-Düngung nach der Saat und die K-Rücklieferung aus den Ernterückständen im Herbst noch zum Wirken. Im Herbst sollte deshalb auf stark sandigen Standorten mit hohen Winterniederschlägen nicht mehr gedüngt werden, als der Raps im Herbst an Kali aufnehmen kann. Zum Stoppelgetreide sollte wenigstens der K-Nettoentzug gedüngt werden.

K-Wirkung auf stark tonhaltigen Böden

Auf tonigen Böden ist vor allem in den Regenschattengebieten damit zu rechnen, dass für den Raps und für das Stoppelgetreide in einem trockenen Herbst nicht genug Kalium verfügbar ist, wenn die Bodengehalte an Kalium auf Böden mit mehr als 10 % Ton unter 1,0 mg K bzw. 1,2 mg K2O je Prozent Ton abgesunken sind. Deshalb sollte die K-Düngung auf diesen Standorten zu Raps und Stoppelgetreide unbedingt vor der Aussaat ausgebracht und in den Boden eingearbeitet werden. Dabei ist eine etwas tiefere Einarbeitung auf 8 bis 10 cm effektiver als den Dünger nur flach einzumischen, weil die oberen 2 bis 3 cm des Bodens auch im Herbst trockenfallen können.

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Magnesium – Versorgung im Herbst sicherstellen

Die meisten glazialen Böden (eiszeitliche Geschiebe-Böden), aber auch Verwitterungsböden aus Mg-armen Ausgangsgestein (Urgestein, Buntsandstein, auch Kreideböden) sind von Haus aus magnesiumarm. Die Häufigkeit von akutem Mg-Mangel im Boden ist durch jahrelange Mergeldüngung geringer geworden. Magnesium wird als zweiwertiges Kation an die Austauscher gebunden. Aufgrund der weiten Hydrathülle um das Mg-Ion ist aber die Bindung vergleichsweise schwach, so dass Magnesium aus nassen Böden in tiefere Schichten verlagert und aus sandigen Böden auch ausgewaschen werden kann. In tiefgründigen Böden mit guter Kapillarität erfolgt in aller Regel wieder ein kapillarer Aufstieg in die Krume. Die Sommerniederschläge (2023) führten zur Verlagerung von Magnesium. Die Verdunstung im September reichte nicht aus, um Magnesium wieder in die oberste Bodenschicht zu transportieren. Aus diesem Grund trat erkennbarer Magnesium-Mangel mit aufgehellten, später rotverfärbten Interkostal-Feldern im Raps bzw. grün gepunktelten Adern im Getreide im vergangenen Herbst häufiger als in den Vorjahren auf. Der Regen im Spätherbst und Winter bewirkte

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Zwischenfruchtanbau – Was ist zu beachten?

Ziele des Zwischenfruchtanbaus Erosionsschutz Nährstoffkonservierung N-Fixierung durch Leguminosen Humusaufbau Futterproduktion Stabilisierung des Bodengefüges Bekämpfung tierischer Schaderreger (v.a. Nematoden) Erfüllung der GAP – Konditionalitäten Je nach Wertung des Produktionsziels verändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur eine begrenzte Auswahl an Arten infrage kommt. Weitere Einschränkungen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Fruchtfolge, da Zwischenfrüchte den gleichen Restriktionen unterliegen wie die Kulturen im Hauptfruchtanbau. Dazu einige Beispiele: In Rapsfruchtfolgen sollte man, um Kohlhernie nicht zu fördern, auf den Anbau kreuzblütiger Zwischenfrüchte verzichten. Vor allem Senf ist hochanfällig für Kohlhernie. Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern unterbleiben. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel (Botrytis) befallen. In Zuckerrüben oder auch in Kartoffeln und Leguminosen kann der zur Familie der Knöterichgewächse gehörende Buchweizen nur schwer bekämpft werden. Buchweizen kommt im Herbst noch zur Blüte und bildet keimfähige Samen. Aus diesem Grunde verbietet sich

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Zuckerrüben – Cercospora-Infektionen

Cercospora-Blattflecken treten weltweit als wichtigste Blattkrankheit der Zuckerrübe (Beta-Rüben) auf. Diese Krankheit hat eine Reihe anderer Wirtspflanzen, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten. Früher Befall beeinträchtigt den Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall wirkt sich vor allem auf den Zuckergehalt und die Zuckerausbeute aus. Nach einem milden Winter, warmen-feuchtem Frühjahr mit frühem Reihenschluss und hohen Niederschlagsmengen im Juni/Juli ist mit massivem Befall zu rechnen.
Befallsverlauf von Cercospora Cercospora-Infektionen können zwischen 12 und 40 °C erfolgen, wenn die relative Luftfeuchte zwischen wenigen Stunden und einem ganzen Tag (je nach Temperatur) über 90 % liegt (Harveson et al. 2009). Je höher die Temperatur, umso schneller erfolgt die Infektion. Optimal für Sporenbildung, Keimung und Infektion sind 23 bis 35 °C bei 90 bis 95 % relativer Luftfeuchtigkeit über 5 bis 8 Stunden. Wenn die Zuckerrüben bei Temperaturen über 23° bis 11 Uhr nasse Blätter haben, ist mit der Verbreitung von Cercospora zu rechnen. Sieben Tage

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Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Sporenpflanze mit tiefgehenden und stark verzweigten Ausläufern. Er zählt zu den schwer zu bekämpfenden Problemunkräutern. Meist ist der Ackerschachtelhalm auf tonig- lehmigen, aber auch auf sandigen Standorten mit wasserführenden, verdichteten Schichten im Untergrund zu finden.

Verstärkt tritt Schachtelhalm in Sommerungen auf, wenn die Bestände im Frühjahr über längere Zeit genügend Licht bis zum Boden durchlassen. Glyphosathaltige Herbizide haben gegen den kieselsäurehaltigen Schachtelhalm („Zinnkraut“) keine Wirkung. Die oberirdischen Pflanzenteile können im Getreide mit MCPA und im Mais mit Mesotrione unterdrückt werden.

Nachhaltig ist der Schachtelhalm nur durch die Brechung der Stauwasserschicht und durch einen standortangepassten pH-Wert zu bekämpfen.

Bevor eine Lockerung durchgeführt wird, sollte erst mit dem Spaten entlang der Wurzel der Pflanze nachgegraben werden, um die Stauwasserschicht zu finden. Liegt der verdichtete Horizont tiefer als 35 cm, wird die Wirkung von Lockerungsmaßnahmen vor allem auf schluffigen-tonigen Böden eingeschränkt, wenn keine Stabilisierung durch den nachfolgenden Anbau von tiefwurzelnden Früchten (Raps, Soja, Ackerbohnen etc.) erfolgt.

Flacher liegende Störschichten treten häufig auf, wenn nach einer früher tiefen Pflugfurche in der Folgezeit nur noch flach gearbeitet wurde. In diesem Fall kann durch Lockerung unterhalb der alten Pflugsohle die Verdichtung aufgebrochen werden. In der Regel ist es notwendig, zweimal hintereinander innerhalb einer Rotation die Lockerung durchzuführen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.

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Fruchtfolgegestaltung im Zeichen des Klimawandels

Wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Fruchtfolgen meist unter dem Gesichtspunkt der Optimierung des Deckungsbeitrages ausgestaltet, wird das in Zukunft kaum mehr möglich sein. Die eingeschränkte Auswahl an Pflanzenschutzwirkstoffen und die Düngeverordnung begrenzen die Möglichkeiten zur Gesunderhaltung und bedarfsdeckenden Ernährung der Pflanzen. Eine vielfältige Fruchtfolge kann dazu beitragen, Erträge zu stabilisieren, Fruchtfolgekrankheiten einzudämmen und Problemunkräuter gezielt in der Fruchtfolge unterdrücken zu können. Begünstigt durch die ansteigenden Temperaturen können neue Kulturen die Fruchtfolgen erweitern, da die Vegetation imFrühjahr früher und schneller in Gang kommt und im Herbst spürbar länger anhält.
Im Norden wird die Auswahl an Kulturen durch den Langtag, die begrenzte Wärmesumme und die oft unsichere Frühjahrsbestellung eingegrenzt. Neben den typischen Winterungen können auf besseren Böden Ackerbohnen, Hafer, Sommerweizen und -gerste angebaut werden. Zudem wurde auch Körnermais mit einer Reifezahl von 210 bis 220 in den letzten Jahren auch in Mecklenburg reif. Damit die Rapserträge nicht weiter abfallen und um

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Weizen – Ährenbefall mit M. Nivale, F. culmorum und F. graminearum

…Fortsetzung aus Info 12!

Direkt-Infektionen durch F. graminearum (und F. culmorum)

Pyknidien von F. graminearum (und F. culmorum) auf Ernteresten müssen mit steigenden Temperaturen heranreifen, bevor stärkere Regenschauer mit schweren Tropfen deren Sporulation und damit direkte Infektion auslösen. Eine Sporulation von Fusarien war aufgrund der massiven Regenfälle im Süden ab 22. Mai zu erwarten. Befindet sich der Weizen zu diesem Zeitpunkt kurz vor/in der Blüte und trocknen die Ähren nicht innerhalb eines halben (bei 25 °C) bis 2 (bei 18 °C) Tagen ab, ist eine Fungizid-Behandlung in Befallslagen angesagt.

Am stärksten gefährdet sind Weizen, Triticale, aber auch Gerste mit aufrecht stehenden Grannen, wenn sich die Spelzen öffnen und die Staubbeutel gerade herausgeschoben werden. Die Fusarien-Sporen werden dann direkt in die Spelzen gespritzt und setzen sich dort fest.
Abbildung

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Zuckerrüben – Blatterhalt

Die noch im März bestellten Zuckerrüben haben aktuell einen BFI von 5,0 bis 5,5 erreicht und schließen den Bestand. Später gesäte Rüben schließen die Reihen, der Bestandesschluss ist bis Anfang Juni zu erwarten. Mit den ab dem 8-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten

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Maternale Effekte – „Wie das Saatgut, so die Ernte“

Gleiche Sorte, aber anderes Saatgut, lässt die Bestände des Öfteren ganz unterschiedlich wachsen und kann sich auch auf den Ertrag auswirken.
Die Ursache für diese Beobachtung ist in den sogenannten maternalen Effekten zu sehen, die ihre Ursache in einem hohen Gehalt an funktionalen Eiweißen in einer ausgeglichenen Nährstoffversorgung und in einer geringeren Belastung mit Krankheiten im Saatkorn haben.
In früheren Versuchen (Heyland/Taube) konnte nachgewiesen werden, dass zwischen der Fitness des Vermehrungsbestandes und der Leistung des Nachbaus ein signifikanter Zusammenhang besteht. Dieser maternale Effekt sollte sich aus dem Stand der Kultur ableiten. Bei der Saatgut-Anerkennung wird auf dieses Merkmal oft zu wenig Rücksicht genommen. Zum Stand der Kultur zählt aus unserer Sicht dass die Bestände nicht überzogen sind, somit eine gleichmäßige Kornausbildung erwarten lassen kein Lager eingetreten ist die Versorgung mit Grundnährstoffen (insbesondere P + K) und Spurenelementen (Cu, Zn (!), Bor (!)) optimal ist, was nach den in diesem Jahr

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Zikaden als Vektoren für Virosen, SBR und Stolbur

Die Nässe hat auch etwas Gutes. Zikaden mögen kein nass-kaltes Wetter. Solange Zikaden nicht vor den Füßen herspringen, besteht auch kein Handlungsbedarf. Aufgrund der hohen Beweglichkeit, der geringen Kontaktfläche mit der Pflanzenoberfläche können Zikaden mit Pyrethroiden nur schwer bekämpft werden.
Dem Flonicamid (im Teppeki) schreibt das UBA eine Wirkung gegen Zikaden zu. Das Teppeki wird aus den Leitbahnen in der Pflanze aufgenommen. Die Wirkung setzt langsam ein. Damit kann eine Übertragung erfolgt sein, bevor die Zikaden ausgeschaltet sind.
Acetamiprid (Mospilan, Carnadine) oder Cyantraniliprole (Exirel, Minecto Gold) wirken schneller als das Flonicamid, haben aber keine Zulassung in Zuckerrüben.
Eine wirksame, aber keine 100 %ige Bekämpfung von Zikaden mit Insektiziden erfordert die Kombination von Pyrethroiden mit Teppeki. Die Mischung ist allerdings als bienengefährlich eingestuft. In den Beständen dürfen keine blühenden Unkräuter vorhanden sein. Die Anwendung erfolgt am besten, wenn die Zikaden voll aktiv sind, also in den späten Nachmittags- bzw. frühen Abendstunden.

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Getreide – Virusvektoren

Autoscheiben voll mit Insekten sollten eine Warnung sein. Blattlaus-Kolonien waren schon Anfang Mai im Weizen zu finden. Durch aktuell mildere Temperaturen wird die Belastung mit Blattläusen in den nächsten Tagen steigen.
Blattläuse bevorzugen vorwiegend trockenes Wetter mit zwischendurch feuchten Abschnitten. Auf den Pflanzenblättern saugen die Läuse mit Hilfe des Saugrüssels Assimilate aus dem Phloem. Mit dem Anstich können die Insekten Viruspartikel aus mit Virus belasteten Pflanzen aufnehmen und damit gesunde Pflanzen infizieren. Das Risiko der Übertragung des Gersten-Gelb-Verzwergungs-Virus (BYDV) ist über die gesamte Vegetationszeit gegeben.
Abgesehen vom Gersten-Gelbverzwergungs-Virus sind in diesem Jahr auch Symptome des Weizen-Verzwergungsvirus (WDV) zu beobachten, das durch Zikaden übertragen wird. Als Wirtspflanzen dienen alle Getreidearten sowie Gräser, wie Weidelgräser, Rispen oder auch der Rauhafer.
Verzwergungsvirosen werden nicht mit dem Saatgut oder durch Maschinen übertragen.
Der Schaden durch Verzwergungsvirosen ist umso höher, je früher die Infektion erfolgt. Aus diesem Grund muss der Befall mit Blattläusen aktuell vor

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Getreide – Problemunkräuter im Fahnenblattstadium bekämpfen

Sobald sich die Ähre voll gestreckt hat, besteht noch im Fahnenblattstadium des Getreides (Weizen) die Möglichkeit, mit zugelassenen Herbiziden Unkräuter zu bekämpfen, die in dikotylen Kulturen mehr Probleme bereiten können.

Nach Zuckerrüben, Kartoffeln oder Mais sollte die Gelegenheit im Getreide genutzt werden, um die Ausbreitung von Disteln, Windenknöterich oder auch Kornblumen zu unterbinden.
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Zuckerrüben – Versiegelung gegen Spätverunkrautung

Die Mehrzahl der Zuckerrübenbestände haben inzwischen das 4-Blattstadium erreicht und beginnen das 3. Blattpaar zu bilden. Nachdem die oberen 10 cm der Böden inzwischen ausreichend durchfeuchtet sind, sollte die Versiegelung durchgeführt werden, bevor die Bodenoberfläche durch das Rübenblatt zu stark abgeschirmt wird.
Abbildung

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Sommergetreide – Ertragssicherung

Kürzung und Fungizideinsatz im Sommergetreide Infolge der verspäteten Aussaat bleibt das Sommergetreide kurz. In den erst nach Ostern gesäten Beständen ist eine Kürzung nur dann nötig, wenn mit mehr als 450 Rispen/m² (Hafer) bzw. mit mehr als 600 Ähren/m² (Sommergerste) zu rechnen ist. Allerdings ist das Halmgewebe nicht sehr fest, so dass eine Festigung durch Ethephon doch angebracht sein kann. Test: Stechen Sie mit der kleinen Klingen eines Taschenmessers in die unteren Halmabschnitte. Müssen Sie Kraft aufwenden, ist der Halm fest (= keine Festigung notwendig), geht die Messerspitze leicht durch, ist er weich (120 – 200 g/ha Ethephon).
Aktuell haben die meisten Sommergersten- und Haferbestände EC 32 erreicht und befinden sich in der „Großen Periode“, die bis zum 20.05. abgeschlossen sein dürfte. Danach ist eine moderate Festigung bzw. Kürzung ohne Risiko möglich.
In der Sommergerste sind immer wieder erste Infektionen mit Ramularia zu finden (s. Abb. 4), die sich nach

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Leguminosen – Bekämpfung von Pilzkrankheiten

Die Anbauausdehnung der Leguminosen, auch als Bestandteil von Begrünungen im Herbst, lässt die Belastung mit Krankheiten ansteigen. Mit den angekündigten Niederschlägen wird vor allem westlich der A 7 die Gefährdung der Leguminosen durch Pilzkrankheiten (Schokoladen- und Brennflecken) sowie durch Falschen Mehltau (Peronospora), in spät bestellten Beständen auch mit Echtem Mehltau, steigen.
Der Primärbefall mit Schokoladenflecken (Botrytis fabae) in Bohnen geht von Dauersporen im Boden, an Ernterückständen oder Durchwuchspflanzen, aber auch vom Saatgut aus. Mit braunen kleinen Flecken besprenkelte untere Blätter sind Hinweise auf erste Infektionen. Schon ein Regentag mit nachfolgenden Temperaturen zwischen 15 und 22 °C und hoher Luftfeuchte löst dann Sekundärinfektionen aus, die sich mit weiteren Niederschlägen schnell über die Blätter und Stängel ausbreiten und später auch die Hülsen besiedeln.
Erste Symptome auf unteren Blättern können auch mit Verätzungen bzw. Frostschäden verwechselt werden. Im Unterschied zu den Schokoladenflecken ist auf Verätzungen unter der Lupe kein Pilzrasen zu erkennen. Schokoladenflecken

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Weizen – Ährenbefall mit M. Rivale, F. culmorum und F. graminearum

Krankheitsinfektionen auf der Ähre werden durch den Zuflug von außen (z.B. Mehltau und Roste), durch direkte Infektion ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (vorwiegend F. graminearum, auch andere Fusarien wie F. culmorum, F. poae), durch Hochspringen über die Blätter (z.B. S. nodorum, M. nivale oder F.culmorum) oder durch systemische Verteilung im Xylem der Pflanzen hervorgerufen.
Durch die Vorlage von Fungiziden im Blattbereich, insbesondere auf dem Fahnenblatt, wird die direkte Kontamination der Ähre mit Erregern, die sich in der Ligula des Fahnenblattes ansammeln, unterbunden. Von außen angehende Infektionen erfordern anhaltende Blattnässe. Ohne Regen keine Infektion. Systemisch bedingte Infektionen können nur durch sehr frühe Maßnahmen unterbunden werden. Ansonsten kann nur die horizontale Verbreitung von Pflanze zu Pflanze verhindert werden. Aus diesen Gründen ist es notwendig, die Fungizidspritzung bei einem vorhandenen Ausgangsbefall frühzeitig vorzunehmen. Das gilt vor allem für fakultative Parasiten (z.B. Fusarien, Helminthosporium- oder Septoria-Arten), die bekämpft werden müssen, bevor eine Epidemie

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Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluß auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N-Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Ertragswirkung der Spätdüngung
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
Eine frühzeitige Spätdüngung zögert den Wurzelabbau hinaus, der mit dem Ährenschieben einsetzt.
Dazu muss die Versorgung mit Stickstoff ab dem Fahnenblatt-Stadium bis zur Blüte in der Pflanze angehoben werden. Durch die frühe Spätdüngung steigt vor allem die Masse der zuerst gebildeten (Außen-) Körner. Da auch zusätzliche (Mittel-) Körner ausgebildet werden, kann trotz der N-Spätgabe das TKG geringer werden.
Die Wirkung der N-Spätdüngung auf die Qualität kommt zum Tragen, wenn die Bildung der Speicherzellen abgeschlossen ist und die Eiweißeinlagerung einsetzt. Hohe Proteingehalte erfordern einen ausreichend hohen N-Vorrat

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Winterweizen – Fahnenblattspritzung

Die Fahnenblattspritzung ist über die Jahre gesehen die ertragswirksamste Fungizidmaßnahme im Weizen. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die Assimilationsleistung der oberen beiden Blätter abgesichert, sondern auch verhindert, dass sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula mit dem dort akkumulierten Erregermaterial „ansteckt“. Auf diese Weise erfolgt ein Großteil der Ähreninfektionen. Die Spritzung sollte erfolgen, wenn das Fahnenblatt in EC 39/49 voll geschoben ist, um ausreichend Wirkstoff im Bereich der Ligula anzulagern.
Das gilt auch für die Ährenbehandlung: Erfolgt diese, bevor die Ähren voll geschoben sind, wird der untere Ährenbereich nicht benetzt.
Die Hauptlast der Wirkung tragen Azole, die auf den getroffenen Blättern aber nur akropetal, in Richtung Blattspitzen, transportiert werden. Etwas anders verhalten sich die Carboxamide, die auf der Blattoberfläche auch nach unten diffundieren können, bevor sie ins Blatt eindringen und dann im Xylem akropetal verteilt werden.
Wirkung der Azole
Azole: Tebuconazol, Metconazol, Bromuconazol, Prothioconazol, Tetraconazol und Mefentrifluconazol. Das

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Winterweizen – Absicherung des Proteingehaltes

Über Fahnenblatt und Ähre kann der Weizen bis zu 10 kg/ha Stickstoff (= 30 l AHL) aufnehmen, damit können maximal 60 kg/ha Rohprotein produziert werden, das sind 5 % mehr Eiweißmenge im Korn bzw. ein um 0,7 % höherer Eiweißgehalt. Mehr als 10 kg N je ha auf die Ähre auf einmal zu düngen, bringt keinen Vorteil. Dagegen wirkt sich eine Mehrfach-Ährendüngung im Abstand von 4 bis 5 Tagen positiv aus.
Im Schnitt stieg der Proteingehalt im Weizen in unseren Versuchen durch die einmalige Ähren-Düngung um 0,3 bis 0,7 %. Der Anstieg des Proteingehaltes war höher, wenn die Ährendüngung erst 10 bis 14 Tage nach der Blüte erfolgte. Eine frühere Düngung wirkte sich dagegen positiv auf den Ertrag aus. Durch den Verdünnungseffekt fiel der Anstieg des Eiweißgehaltes dadurch geringer aus.
Der Zusatz von 2 kg/ha Spritz-SSA (Pulver) sichert die Proteinbildung ab, ebenso die Zumischung von 2 l/ha Wuxal P oder

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Conviso One – Was tun, wenn der Weiße Gänsefuß bereits zu groß ist?

Conviso-Smart Rüben sind gegen ALS-Hemmer (Sulfonylharnstoffe) unempfindlich, sodass die Herbizidbehandlung in diesen Sorten relativ einfach mit dem Produkt Conviso One erfolgen kann. Das Conviso One enthält 50 g/l Foramsulfuron (blattaktiv) und 30 g/l Thiencarbazone-methyl (blatt- und bodenaktiv). Beide Wirkstoff sind aus dem MaisTer bekannt. Als ALS-Hemmer verhindern beide Wirkstoffe die Synthese der Enzyme Valin, Leucin und Isoleucin in den empfindlichen Unkräutern oder auch Altrüben, was zu deren Absterben führt.
Insgesamt darf maximal 1,0 l/ha Conviso One im Jahr eingesetzt werden. Die Anwendung erfolgt im Splitting, damit werden zwischen EC 11 und EC 18 der Rüben 2 x 0,5 l/ha Conviso One ausgebracht. Der Behandlungstermin richtet sich dabei nach der Entwicklung des Weißen Gänsefußes / Melde. In dessen beginnendem Laubblatt (EC 12) erfolgt die erste Maßnahme, 10 Tage später die zweite Spritzung.
Haben Sie keinen Weißen Gänsefuß / Melde auf Ihren Flächen, gilt das 2-Blattstadium der anderen Unkräuter als Orientierung für

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Zuckerrüben – Schädlingsbekämpfung

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenstellung der Bekämpfungsrichtwerte für Schädlinge in Zuckerrüben. Für die Schilf- und Winden-Glasflügelzikade als Vektoren des SBR/Stolbur-Komplexes gibt es weder Bekämpfungsrichtwerte noch wirksame Insektizide. In den Problemgebieten gilt es, sämtliche pflanzenbauliche Instrumente zu ergreifen, um die Rüben keinem unnötigen Stress auszusetzen. Dazu gehört auch die konsequente Bekämpfung anderer Schaderreger. Werden in den SBR/Stolbur-Problemgebieten die Bekämpfungsrichtwerte eines Schädlings überschritten, ist es in jedem Fall sinnvoll, eine Insektizidmaßnahme durchzuführen.

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Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung

Aktuell ist die Wachsschicht der Unkräuter und Zuckerrüben schwach ausgebildet. Kälte verstärkt den Herbizidstress zusätzlich. Deshalb müssen wir bei der Zumischung von Additiven vorsichtig herangehen. Komplett darauf zu verzichten, ist aufgrund der Wirkungssicherheit nicht sinnvoll. Die volle Aufwandmenge von 0,5 l/ha Hasten bzw. 1,0 l/ha Mero (0,25 bzw. 0,5 l/ha zusammen mit ½ FHS zum Debut) kann eingesetzt werden, wenn es drei bis vier Tage nicht mehr geregnet und sich somit wieder eine Wachsschicht gebildet hat und abends gespritzt wird. Ohne Debut + FHS sollte man aktuell etwa 0,35 l/ha Hasten und 0,7 l/ha Mero einsetzen, morgens gespritzt kann man bei nassen Blättern sogar auf 0,25 l/ha Hasten oder 0,5 l/ha Mero reduzieren. Mit Debut + FHS sollte mit geringen Aufwandmengen von Hasten und Mero besser gegen Abend gepritzt werden. Beide Additive sind aufgrund der Formulierung, der spreitenden Wirkung, der penetrationsfördernden Eigenschaften dem Agraröl vorzuziehen, in kritischen Phasen auch aus Verträglichkeitsgründen. Bei dünner Wachsschicht nach längerer Blattnässe und bei kühlen Temperaturen ist die Herbizidspritzung in den Abendstunden verträglicher als am Morgen, da die Wachsschicht der Zuckerrüben abends stärker ausgeprägt ist und die Rüben das PMP über Nacht abbauen können. Wird doch morgens gespritzt, müssen die Aufwandmengen der Additive angepasst werden. Nach 3 – 4 Tagen mit Sonne hat sich wieder eine ausreichend dicke Wachsschicht gebildet, sodass die vollen Aufwandmengen der Additive gewählt werden können. Das Wuxal P hat zwei Effekte: Zum einen stabilisiert es den pH-Wert in der Spritzbrühe auf 6 – 6,5, wodurch der hydrolytische Abbau des Phenmediphams verhindert und das Eindringverhalten der Herbizide verbessert wird. Zum anderen versorgt das Wuxal P die Rüben mit Nährstoffen und führt damit zu einer Abmilderung des Herbizidstress. Erst Debut/Shiro, dann Wuxal P einmischen, da sich das Triflusulfuron bei höheren pH-Werten besser löst.

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Getreide (Weizen, Gerste) – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Die aktuelle Bodenfeuchte lässt mit den steigenden Temperaturen einen verstärkten Stickstoffschub aus dem Boden erwarten. Zusammen mit den oft weichen Halmen steigt das Lagerrisiko. Kürzungsmaßnahmen können im Fahnenblattstadium (EC 37/49) durchgeführt werden, wenn die Ähre im Halm eine Länge von 5 bis 7 cm überschritten hat. Die Lagergefährdung eines Bestandes lässt sich im beginnenden Fahnenblattstadium anhand der folgenden Parameter überprüfen:

Wie dicht ist der Bestand bzw. wie hoch die zu erwartende Ährenzahl?

Wie lang können die Halme noch werden?

Wie fest sind die Halme?

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Raps – Bekämpfung von Blütenkrankheiten 2024

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits voll in der Blüte, 10 Tage früher als in den Vorjahren. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch gut feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Nachdem die Bodentemperaturen selbst in Bayrisch Sibirien (Hof) die 10 °C-Grenze bis unter die Krume überschritten, sind die Voraussetzungen für das Keimen der Apothecien erfüllt. Mit deren Auflaufen ist spätestens in den nächsten 4 bis 6 Tagen zu rechnen, dann dauert es noch einmal 5 bis 6 Tage zur Sporulation. Diese wird durch den auf die Apothecien fallenden Blütenstaub ausgelöst. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

Sklerotinia-Infektionen können bis Ende Blüte erfolgen, solange der Raps Blütenstaub produziert. Mit einer langen Blüte, also auch mit späten Infektionen ist in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Bodenfeuchte zu rechnen.

Durch eine zu frühe Spritzung wird der Spätbefall nicht mehr erfasst. Deshalb ist ein Splitting der Blütenspritzung mit einer Vorlage zu Beginn der Blüten und einer Blütenspritzung in die Hauptblüte oder die klassische Blütenspritzung allein angeraten, sobald die ersten Blütenblätter fallen.

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Getreide – Fußkrankheiten

Die seit vergangenem Herbst anhaltende Nässe begünstigte den Befall mit Halmbasiskrankheiten. Dieser behindert den Wasser-, Nährstoff- und Assimilat-Transport. Starker Befall an der Halmbasis verstärkt die Auswirkungen von Trockenheit und Hitze.
Rundum weiße Stängel nach dem Abziehen der Blattscheiden sind gesund und haben intakte Leitbahnen. Verbräunungen, die bis auf die 3. Blattscheide durchgehen, müssen genauer unter die Lupe genommen werden:
Wie weit sind die Verbräunungen bereits vorgedrungen?
Welcher Erreger (-komplex) kommt in Betracht?
Kann der Halm noch geschützt werden?
Vielfach ist an den Verbräunungen der Halmbasis nicht allein ein Erreger beteiligt, sondern oft ein ganzer Komplex. Das spielt für die Bekämpfung eine Rolle, da sich die Erreger gegenseitig in Schachhalten können. Wird beispielsweise bei einem Mischbefall aus Pseudocercosporella, Rhizoctonia und Fusarien allein Pseudocercosporella (Halmbrucherreger) als konkurrenzstarker Pilz ausgeschaltet, können sich Rhizoctonia und vor allem eher konkurrenzschwache Fusarien besser entwickeln. Deshalbist bei einem Mischbefall eine Kombination eines Wirkstoffes mit guter Wirkung

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Gerste und Roggen – Nachkürzen im Fahnenblattstadium

Die Lageranfälligkeit von Wintergerste und Roggen hängt von der Bestandesdichte, der Halmlänge und der Halmfestigkeit ab. Wenn die Gerste im Fahnenblatt mehr als 600 kräftige Triebe je m² hat, der 3. echte Knoten sich mehr als 25 cm vom Bestockungsknoten abgehoben hat und die unteren Internodien sich noch weich anfühlen, muss intensiv nachgekürzt und der Halm gefestigt werden. Bei der Kürzung im Fahnenblattstadium haben wir mit dem Prohexadion (Fabulis, Medax Top, Prodax) bessere Erfahrungen als mit dem reinen Trinexapac, das eine stärkere Verzögerung des Ährenschiebens verursacht, gemacht. Weiches Gewebe an der Halmbasis erfordert die Zumischung von Ethephon-Mitteln.
Tabelle

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Wintergerste – Ramularia-Risiko ist in diesem Jahr hoch

Der Primärbefall mit Ramularia erfolgte bereits im Herbst. Der Pilz wächst aus dem Saatgut oder ausgehend von Ernterückständen (Gerste nach Gerste) zunächst als Myzel symptomlos im Leitbahnsystem einzelner Pflanzen. Sobald nach einer kalten Regenphase die Temperaturen über 20 °C steigen, produziert der Pilz Phototoxine (Rubelline). Angeregt durch nachfolgend hohe Strahlung bricht der Pilz aus dem Leitbahnsystem aus und bildet dunkelbraune, gelbumrandete Blattflecken. In diesen erscheinen weiße Konidienträger, die wie ein Schwanenhals gekrümmt sind, daher der Name R. collo-cygni. Durch die Konidien werden die umgebenden Blätter und Pflanzen infiziert.
Phototoxine führen unter Lichteinwirkung zur Zerstörung von Zellen. Die Pflanze versucht sich durch verstärkte Ethylen-Produktion dagegen zu wehren, mit der Folge, dass das Blattgewebe innerhalb kürzester Zeit zerstört wird.
Die Ramularia-Bekämpfung muss erfolgen, wenn das vorletzte Blatt der Wintergerste (F-1) geschoben wurde, bevor sich das massenhaft gebildete Sporenmaterial darauf festsetzen kann (meist zu Beginn der 3. Aprildekade). Eine 2. Behandlung ist u.U.

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Mais – Einsatz von Herbiziden

Für die kommenden 14 Tage wird überwiegend nass-kalte Witterung vorhergesagt. Dadurch verzögert sich das Auflaufen der bereits bestellten Maisbestände. Das hat zur Folge, dass Unkräuter mit geringen Temperaturansprüchen wie Ausfallraps, Kamille, Stiefmütterchen, Ehrenpreis oder Vogelknöterich und aus tieferen Schichten keimende Unkräuter wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut vor dem Mais auflaufen und sich bei Temperaturen unter 15 °C schneller entwickeln als der Mais. Die Unkräuter konkurrieren später mit den jungen Maispflanzen um Wasser und Nährstoffe. Die Maiswurzel versucht zudem den Unkrautwurzeln und deren Ausscheidungen auszuweichen. Dadurch wird der Wurzelraum der Einzelpflanze eingeschränkt. Die Wurzelkonkurrenz beeinträchtigt die Ertragsfähigkeit der Maispflanzen stärker als die oberirdische Konkurrenz.
Früh keimende Unkräuter mit geringem Temperaturanspruch und allelopathisch wirkenden Wurzelausscheidungen, z.B. Kreuzblütler (Senf, Hederich, Raps) oder Korbblütler (Kamille), müssen deshalb frühzeitig, spätestens bis zum beginnendem 2-Blattstadium des Maises (EC 12) bekämpft werden. Um der Spätverunkrautung zu begegnen, ist ein Herbizid-Splitting angebracht.
Herbizid-Splitting
Anwendungstermine bis zum 3-Blatt-Stadium sind für

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Mais – Hinweise zur Aussaat 2024

Der Temperaturanstieg zum Wochenende verleitet zur frühen Maisaussaat.

Maispflanzen sind Solitärpflanzen wie Rüben, bei denen die Optimierung der Einzelpflanze im Vordergrund steht. Voraussetzung dafür ist deren gleichmäßige Entwicklung, also homogener Feldaufgang und gleicher Standraum. Der Gesamtbestand an Pflanzen je m² richtet sich nach dem Wasserhaushalt des Standortes.

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für den Mais?

Mais verlangt konstante Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in den oberen 5 cm des Bodens. Bei Bodentemperaturen über 13 °C läuft der Mais bei ausreichender Bodenfeuchte innerhalb von 7 bis 10 Tagen gleichmäßig auf. Dazu muss das Saatkorn in die feuchte Bodenschicht gedrückt werden. Das heißt, zwischen der Saatbettbereitung und der Aussaat darf nicht zu viel Zeit verstreichen, der Saathorizont darf nicht austrocknen. Ein klutiges Saatbett ohne ausreichend Feinerde ist ohnehin verboten.

Lange Auflaufphasen von mehr als 18 Tagen infolge zu früher Saat in den kalten Boden schwächen Vitalität und Triebkraft der jungen Pflanzen. Auch die Beize verliert einen Teil ihrer Schutzwirkung. Die Folge sind Fehlstellen bzw. ungleichmäßiger Feldaufgang. Alle Maispflanzen sollen innerhalb von 48 Stunden vollständig auflaufen. Beschattungseffekte auf die Nachzüglern reduzieren deren Ertragspotenzial bis hin zum Totalausfall. Zudem gestaltet sich der Herbizideinsatz schwierig, wenn der Mais verzettelt aufläuft.

Saattermin entscheidet über den weiteren Entwicklungsverlauf

Mit dem Saattermin, genauer mit dem Zeitpunkt des Feldaufganges, wird der weitere Entwicklungsrhythmus festgelegt. Trotz der züchterischen Anpassung an den Langtag lässt der Mais bei frühem Auflauf und hoher Gesamteinstrahlung seinen ursprünglichen Kurztagscharakter erkennen, der die Anlage generativer Organe begünstigt.

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Stickstoff-Nachlieferung aus dem Boden

In den letzten Jahren wie auch in diesem Frühjahr waren die Nmin-Werte von Termin zu Termin oft erheblichen Schwankungen unterworfen, die nicht allein durch Auswaschung zu erklären sind. Steigende Nmin-Werte lassen auf eine Freisetzung aus dem organischen N-Pool im Boden schließen, die im Boden, aber auch bei der Probenaufbereitung eintreten kann. Abnehmende Werte können auf die Verlagerung von Nitrat oder auf Denitrifikationsverluste zurückzuführen sein. Sie sind aber auch durch den Einbau von Stickstoff in die aktive Biomasse im Boden zu erklären.
Dieser Vorgang wird bei der Diskussion um (scheinbare) Stickstoffverluste zu wenig berücksichtigt. Annähernd 10 % der organischen Bestandteile im Boden bestehen aus aktiven Mikroorganismen, für deren Aufbau Stickstoff verbraucht, bei deren Absterben aber auch wieder Stickstoff freigesetzt wird. Für den Aufbau von Mikroben-Eiweiß können kurzfristig durchaus 30 bis 50 kg N je ha und mehr „verschwinden“, die später wieder freigesetzt werden. Auf diese Weise ist der „Wiederbefeuchtungseffekt“ durch Niederschläge

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Weizen – Ertrags- und Spätdüngung 2024

Im Vergleich zum Vorjahr ist das N-Angebot aus dem Boden deutlich geringer, die gemessenen Nmin-Vorräte lagen verbreitet um 20 bis 30 kg/ha N (0 – 90 cm) unter dem Vorjahresniveau, das Potential an Nmob ist um 30 % niedriger. Allerdings dürfte dieses Potential aufgrund der besseren Wasserversorgung der Böden effektiver genutzt werden, sodass die tatsächliche, nutzbare Nachlieferung nur um 10 bis 20 % bzw. 5 bis 15 kg/ha N geringer ausfallen dürfte. Bei gleichhoher Ertragserwartung ist deshalb der N-Düngerbedarf um 25 bis 45 kg/ha N höher. In diesem Jahr wird sich der Bodenstrukturzustand der Böden gravierend auf den N-Umsatz im Boden auswirken. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass auch das Ertragsniveau unter der ungünstigen Bodenstruktur leiden wird.
Probleme dürften Standorte mit tonigen, bindigen Böden bekommen, deren N-Düngungsmöglichkeiten durch die DüVO stark beschränkt sind. In „Roten Gebieten“ dürfte es bei strikter Auslegung der DüVO nicht möglich sein, das Ertragsniveau zu halten, geschweige

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Soja – Aussaat 2024

Soja – Sortenwahl den Reifebedingungen anpassen
Hauptkriterium für die Sortenwahl ist die Reife. Sojabohnen sollen bis Ende September geerntet werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt sind meist noch gute Erntebedingungen gegeben. Erntetermine im Oktober sind häufiger mit Regen, Tau und Nebel verbunden. Die Körner der Sojabohne saugen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell mit Wasser voll. Zudem konkurriert die Ernte im Oktober mit einer rechtzeitigen Wintergetreideaussaat. Damit verliert die Sojabohne an Vorfruchtwert.
Unter den Reifegruppen unterscheiden wir in Deutschland zwischen 000 (sehr früh bis früh), 00 (mittel bis spät) und 0 (sehr spät). Innerhalb der Reifegruppen gibt es Unterschiede in der Abreife.
Für eine sichere Ernte benötigen 000-Sorten eine Temperatursumme von 1450 bis 1600 °C. Innerhalb dieser Reifegruppe eignen sich die sehr frühen Sorten (z.B. Nessie PZO, Sussex, Magnolia, Adessa, Stepa, Obelix, Merlin) für Grenzstandorte im Nordosten, in Höhenlagen bis 450 m, im Süden (Südbayern, Schwarzwald) können diese Sorten auch bis

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Mais – Ist die Aufteilung der N-Düngung sinnvoll?

Die Aufteilung der N-Düngung zu Mais ist angebracht bei hoher Ertragserwartung, wenn die Nachlieferung aus dem Boden den Aufnahmebedarf des Mais ab der Kornfüllung nicht decken kann. Das gilt generell auf Standorten mit eingeschränkter Nachlieferung ab Juli bis September infolge von geringem Nachlieferungspotential und auf auswaschungsgefährdeten Standorten.

Mit der Düngung vor der Saat und der Unterfußdüngung zusammen werden 60 % der Gesamtdüngung ausgebracht, der Rest ab dem 4- bis 8-Blattstadium als Alzon neo-N oder ab dem 6-Blattstadium als Piagran Pro bzw. Gülle mit Schleppschläuchen zwischen den Reihen.

Alzon neo-N und Piagran Pro sind Urease-stabilisierte Harnstoffdünger. Gülle muss aufgrund der Verätzungsgefahr durch Ammonium mit Schleppschläuchen zwischen den Reihen ausgebracht werden.Von Vorteil ist die Gülle-Einarbeitung mit der (Roll-) Hacke zwischen den Reihen.

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Pflanzenanalysen – ein Muss im Frühjahr 2024!

Die Nässe im Herbst und Winter wirkt sich auf die Nährstoffversorgung der Pflanzen aus.
Durch die hohen Niederschlagsmengen über Winter sind auch auf schweren Standorten wasserlösliche, schwächer sorbierte Nährstoffe wie Nitrat, Schwefel, Kalzium, Magnesium in tiefere Schichten verlagert worden. Niedrige Nmin-Gehalte sind ein Hinweis, dass auch andere Nährstoffe verlagert wurden. Zudem bewirkte die Nässe eine Veränderung des Redoxpotentials und damit der Verfügbarkeit von Nährstoffen.
Pflanzenanalysen geben Auskunft über die aktuelle Versorgung der Pflanzen mit Makro- und Spurennährstoffen. Deshalb bietet es sich an, Getreide und Raps nach Beginn der Vegetation auf die aktuelle Nährstoffversorgung analysieren zu lassen.
Die Untersuchungsergebnisse liegen in gut aufgestellten Laboren nach 7 bis 9 Tagen vor. Dadurch bleibt noch Zeit, um im Bedarfsfall mit (Blatt-) Düngungsmaßnahmen reagieren zu können.
Für die Pflanzenanalysen sind 300 bis 500 g Probenmaterial (Frischmasse) notwendig. Bei der Probenahme ist darauf zu achten, dass die Blätter frei von Erdanhaftung und Staub sind. Die

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Wintergetreide – Wachstumsregler

In früh schossenden bis Ende September (im Rheinland bis 10. Oktober) gesäten Weizensorten (u.a. Chevignon, Complice, Julie, Kashmir, Lemmy, Rubisco) sind die untersten Knoten bereits im Abheben und drohen länger zu werden. Lange untere Internodien und infolge der geringen Strahlung weiches Gewebe erhöhen das Lagerrisiko. Damit ist in allen bis 10. Oktober aufgelaufenen Beständen zu rechnen. Gleichzeitig setzt die Triebreduktion ein.
In diesem Fall ist es angebracht, mit einer Trinexapac-Spritzung die unteren Knoten zu festigen, sobald das 1. Internodium 3 bis 4 cm lang ist, das 2. Internodium etwa 1 cm.
Vorwiegend auf mit Steinen durchsetzten, sandigen, lockeren Standorten mit hohen pH-Werten zeichnet sich in den früh aufgelaufenen Beständen auch Mangan-Mangel ab. Dieser verstärkt wiederum die Triebreduktion. Die früh schossenden Bestände laufen dann Gefahr zu dünn zu werden. Deshalb sollte die 2. N-Gabe (zum Schossen) in diesen Beständen in den nächsten Tagen ausgebracht werden, insbesondere wenn mit Harnstoff (+ Urease-Hemmer)

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Getreide – Frühe Kürzung und früher Fungizideinsatz nötig?

Die milde Witterung der letzten Wochen bewirkte, dass das Wintergetreide vegetativ weit entwickelt ist, während die generative (Ähren-) Entwicklung im Vergleich dazu noch etwas zurückgeblieben ist. Oder anders ausgedrückt, die Entwicklung der Ährenanlagen ist noch nicht so weit, wie aufgrund des äußeren Bildes zu erwarten wäre. Die Ursache dafür liegt in der geringen Einstrahlung und in der unzureichenden Ausbildung der Feinwurzeln. Dadurch bewegte sich auch der Cytokinin-Status auf einem niedrigen Niveau. Mit der Folge, dass das (frühe) Wintergetreide nicht so stark bestocken konnte, wie aufgrund der Temperatursummen und der Blattmasse zu erwarten war. Auch wird der niedrige Cytokinin-Status die Ährenanlage beeinträchtigen, es werden also weniger Spindelstufen gebildet. Das dürfte insbesondere bei der Wintergerste der Fall sein. Anders als der Weizen kann die Gerste zu geringe Bestandesdichte und weniger Spindelstufen nicht über die Anzahl der Körner je Ährchen kompensieren.
Des Weiteren ist der Vernalisationsbedarf erfüllt, so dass das Schossen der Bestände

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Verschlämmte Böden – was tun?

Viele der spät bestellten Weizenschläge sind stark verschlämmt, so dass die Pflanzen oft einbetoniert sind. In diesen Fällen ist die Rollhacke die beste Lösung, mit der Sie den Boden aufbrechen können ohne zu viel Schaden anzurichten. Gute Rollstriegel schaffen auch eine Kruste von 3 bis 4 cm aufzureißen.
Möglich ist auch der Schwerstriegel oder eine Saategge. Damit werden aber auch mehr Pflanzen beschädigt. Mit dem Schwerstriegel kann nur eine dünne Kruste aufgerissen werden. In diesem Fall ist die Kombination von Walze, um die Kruste zu brechen, plus Striegel wirksamer und sogar schonender für den Bestand.
In beiden Fällen muss die Bodenoberfläche abgetrocknet sein. Der Schlepper darf nicht zu schwer sein und muss möglichst breite Reifen haben.
Bleibt es nach dem Aufbrechen der Kruste ein paar Tage trocken, ist es auf tonigen Böden sinnvoll, den Bestand zu walzen.
Durch das Aufbrechen der Kruste kommt Luft in den Boden. Damit wird der

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Zuckerrüben – Wie die Rübenschläge für die Aussaat vorbereiten?

Wurden Zwischenfrüchte wie Phacelia oder Kleearten vor den Rüben angebaut, grünen diese wieder durch. Auch Ausfallgetreide und Ungräser sind zu finden. Außerhalb von Wasserschutzgebieten ist es am sinnvollsten Glyphosat einzusetzen, da Rüben vor allem auf tonigen Böden empfindlich auf zu viel Bearbeitung im Frühjahr reagieren. Ein sicherer Feldaufgang kann dann nicht mehr gewährleistet werden. Zudem wirkt die mechanische Bekämpfung von Gräsern im zeitigen Frühjahr nicht sicher.
In Wasserschutzgebieten muss dennoch versucht werden, die Altverunkrautung mechanisch zu beseitigen. Dabei gilt es, so wenig Boden wie möglich zu bewegen. Flach schneidende Werkzeuge, die möglichst wenig im Boden wühlen, ermöglichen eine flache Bodenbearbeitung, ohne übermäßig viel Wasser zu verbrauchen. Auch Gareeggen mit Einebnungsschienen können bei geringem Unkrautdruck für eine Bearbeitung ausreichend sein. Kreiseleggen allein führen gegen Altverunkrautung meist nicht zum gewünschten Erfolg. Gegen Gräser sind für eine ausreichende Wirkung in jedem Fall zwei Überfahrten notwendig.
Der Boden muss bei der Bearbeitung krümeln. Schmierschichten

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Zuckerrübe und Mais – N-Düngung 2024

Die Rübe nimmt anfangs (Nitrat-) Stickstoff vorwiegend mit dem Massenfluss, proportional zur Verdunstung auf. Dazu ist eine ausreichende N-Konzentration im Bodenwasser erforderlich. Diese wird durch frühe N-Düngung, auch mit Harnstoff, vor der Saat abgesichert. Stabilisierter Harnstoff sollte dazu mindestens vier Wochen vor der Saat gestreut werden.
Die Zuckerrübe benötigt die Hauptmasse an Stickstoff zwischen Feldaufgang bis zur Tageslängenwende (Ende Juni). Bis zum sekundären Dickenwachstum korreliert das Blattwachstum positiv mit dem Wachstum von Hypokotyl und Wurzeln der Rübe.
Die Wurzeln der Zuckerrübe setzen dort an, wo sich die Rübe verjüngt. Deshalb nimmt die Zuckerrübe Nährstoffe vorwiegend aus der Schicht zwischen 10 und 25 cm unter der Bodenoberfläche auf.
Die Wirkung des nach der Saat obenauf gestreuten Stickstoffs ist auf Standorten mit hoher Sorptionskapazität und Frühjahrstrockenheit zu unsicher.
Risiko der N-Kopfdüngung nach der Saat: In Jahren mit Frühjahrstrockenheit hat der Dünger-Stickstoff erst wieder bei voller Wassersättigung der Krume Anschluss an das Kapillarwasser

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Winterraps – Kerbspritzung unterblieben, was tun?

Die Anwendung Propyzamid-haltiger Produkte sollte von nun an im Raps unterbleiben, um Schäden für das nachfolgende Getreide zu vermeiden.

Gegen Ackerfuchsschwanz können 2,25 l/ha Focus Ultra + 2,25 l/ha Dash im Raps noch gespritzt werden. Die Spritzung sollte umgehend erfolgen, damit der Raps die Gräser nicht abdeckt und der Ackerfuchsschwanz nicht zu groß wird.

Gegen Ausfallgetreide und Trespen können Fluazifop-Mittel (z.B. 1,0 l/ha Fusilade Max) und Quizalofop-Mittel (z.B. 1,25 l/ha Targa Super) gespritzt werden. Propaquiza-Fop-Mittel (z.B.Agil S) sind für die Frühjahrsanwendung nicht zugelassen.

Auch Clethodim-Mittel (Select 240 EC) dürfen im Raps im Frühjahr nicht gespritzt werden. Damit ist es nicht mehr möglich vorhandene Rispengräser zu bekämpfen.

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Winterraps – Schädlinge und Schädlingsbekämpfung

Bor und Molybdän im Winterraps
Erdflohlarven: Kontrollieren Sie die Blattstiele auf Ein- bzw. Ausbohrstellen. Sind diese vorhanden, Stiel aufschneiden: Sie finden dann auch die Larven mit der schwarzen Kopfkapsel. Wenn nahezu an jeder Pflanze Bohrlöcher zu finden sind, ist eine Bekämpfung mit Pyrethroiden sinnvoll, um die Larven am Einwandern in den Rapsstängel zu hindern. Da dies unmittelbar bevorsteht, sollten Sie schnell handeln.
Mit den Pyrethroiden erfassen Sie die Larven beim Ein- bzw. Ausbohren. Während adulte Käfer regional kaum noch auf Pyrethroide reagieren, sind Larven noch empfindlich.
Rapsstängelschädlinge: Örtlich war in der letzten Woche Zuflug zu beobachten. Sobald die Temperaturen an 3 Tagen nacheinander auf 15 °C ansteigen, ist bei massivem Auftreten eine Bekämpfung erforderlich. Das aktuelle mild-nasse Wetter dezimiert den Käferbesatz.
Der Rapsglanzkäfer wurde bereits beobachtet, machte aber kaum Schaden, solange die Knospen noch durch Blätter eingehüllt sind.
Die hohen Niederschläge haben auch zu einer Verlagerung von Bor und Molybdän

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Ackerbohnen – Aussaatbedingungen

Wann Ackerbohnen säen?
Für die Aussaat der Ackerbohnen gilt „So früh wie möglich!“. Sinnvoll ist eine Bestellung der Ackerbohnen, wenn durch die Aussaat keine Schäden an der Bodenstruktur entstehen und der Boden nach der Bearbeitung ablüften kann. Zudem sollte für den Zeitraum von 3 bis 4 Tagen unmittelbar nach der Saat kein Regen angesagt sein.
Die geforderten Bedingungen könnten örtlich um den Monatswechsel Februar / März eintreten. Ist der Boden noch zu feucht und überzeugt Sie das Arbeitsergebnis der Bearbeitungsgänge nicht, verschieben Sie die Aussaat besser in Richtung März/April.
Ablagetiefe: 5 bis 8 cm
Je später die Saat erfolgt, umso wichtiger ist, dass die Ackerbohnen sicher auflaufen. Dazu muss die Keimfähigkeit garantiert sein, aber auch die notwendige Ablagetiefe eingehalten werden. Eine Ablagetiefe von mindestens 5 bis 8 cm ist Pflicht! Damit wird nicht nur der Keimwasserbedarf gedeckt, sondern auch die spätere Standfestigkeit verbessert.
Als Saatstärke haben sich bei Getreideabstand (12,5

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Körnererbsen und Sojabohnen – Standortwahl

Erbsen können bis zum 10. April gesät werden. Sie eignen sich auch für sandig lehmige bis lehmige Böden. Aufgrund des filigranen Wurzelwerkes sind Erbsen für tonige Böden weniger geeignet als Ackerbohnen. Auch steinige Böden sind aufgrund der höheren Lagerneigung weniger in Betracht, vor allem wenn Steine nach der Saat nicht eingewalzt werden können. Erbsen haben einen geringeren spezifischen Wasserbedarf (40 l Wasser je t Kornertrag) und kommen aufgrund der kürzeren Vegetationszeit mit weniger Wasser aus als Ackerbohnen. Außerdem vertragen Erbsen Hitze besser.
Bei der Standortwahl für Sojabohnen müssen v.a. die Temperatursumme ab der Aussaat (min. 1450 °C auf der Basis 6 °C), die Strahlung und die Tiefsttemperaturen ab Ende Juni bis Mitte Juli berücksichtigt werden. Spätfröste bis – 6 °C im Mai können Sojabohnen in der Jugendentwicklung besser aushalten als Mais. Kritisch wirken sich niedrige Temperaturen (unter 10 °C) während der Blüte im Juni/Juli aus. Diese führen bei längerem Einwirken

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Raps – Wie wirken sich abgefrorene Blätter auf den N-Bedarf zum Starten aus?

Mit der Aufteilung der N-Düngung zu Raps in eine Regenerationsdüngung (Startgabe = N1) und eine Ertragsdüngung zur Streckung (Knospenausbildung) können wir auf die unterschiedliche Bestandesentwicklung reagieren, auch wenn die Düngungstermine durch die Verwendung stabilisierter Dünger kurz aufeinander folgen. Ist der Stickstoff einmal ausgebracht, kann ein Zuviel nicht wieder weggekratzt werden.

Mit der Startgabe (N1) wird die Regeneration des Winterraps in Gang gebracht. Der N-Düngungsbedarf orientiert sich an der N-Aufnahme bis zur Streckung zuzüglich dem Rest-Stickstoff, der im Boden bleibt (Summe = N-Bedarf). Vom N-Bedarf wird der vor Winter aufgenommene, anrechenbare Stickstoff in den Rapspflanzen sowie der pflanzenverfügbare N-Vorrat (Nmin) im Boden abgezogen. Der bis zur Streckung ab dem Übergang in den Langtag mobilisierbare Stickstoff (Nmob) spielt für die Startgabe eine untergeordnete Rolle, wenn die Vegetation nicht schon im Februar in Gang kommt.

In diesem Jahr sind die unteren Blätter des Rapses vielfach abgefroren. Der in den abgefrorenen Blättern enthaltene Stickstoff wird nicht innerhalb der Pflanze umgelagert, wie das der Fall ist, wenn ein Blatt langsam abstirbt, sondern gelangt mit den abgefrorenen Blättern auf den Boden. Die Zersetzung des Blattes erfolgt innerhalb weniger Tage bis 1 Woche, dann werden der im Blatt enthaltene mineralische Stickstoff (ca. 30 % des Gesamtstickstoffes) und die wasserlöslichen Amide, Aminosäuren und Proteine in den Boden gewaschen und können wieder aufgenommen werden. Der mineralische Stickstoff ist danach sofort verfügbar. Der im Eiweiß gebundene Stickstoff muss erst mineralisiert werden, steht aber noch in der laufenden Vegetationsperiode zu 70 bis 80 % wieder zur Verfügung.

Auf die Startgabe können wir somit zunächst nur den in nicht abgefrorenen Blättern sowie den in der Wurzel enthaltenen Stickstoff und den in den abgefrorenen Blättern enthaltenen Nitrat-Stickstoff voll anrechnen.

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Phosphor – Bedarf nach einem nassen Frühjahr und Winter

Phosphor ist das Nährelement, dessen Verfügbarkeit und Aufnahme am stärksten auf die Bodenstruktur und die Erwärmbarkeit des Bodens reagiert und von der Durchwurzelungsleistung der Kulturpflanze abhängt. Je schlechter diese ist, was in diesem Frühjahr häufig der Fall ist, umso geringer ist auch die potentiell aufnehmbare Phosphatmenge.
Die im Bodenwasser gelöste Phosphatmenge beträgt nur 2 kg/ha P2O5 (1.000 g P), das entspricht auch der täglichen Aufnahme eines gut bestockten Getreidebestandes unter wüchsigen Bedingungen. Um diese Aufnahme sicherzustellen, muss deshalb aus dem sogenannten labilen Pool des Bodens (zwischen 500 – 900 kg/ha P2O5 bzw. 250 – 450 kg/ha P) kontinuierlich Phosphat nachgeliefert werden. Diese Phosphate sind an den Außenbereichen von Eisen- und Aluminiumoxiden adsorbiert, an Humusteilchen und auch an Tonmineralen. Allerdings ist die Anlagerung an Tonminerale viel geringer, als dies bei Kationen (K+, Ca2+, Mg2+ usw.) der Fall ist.
Die Nachlieferung von Phosphaten aus dem labilen Pool in die Bodenlösung ist stark

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Frühjahresdüngung – Bodenverhältnisse berücksichtigen

Dauerregen im August, relativ trocken von September bis Anfang Oktober, viel Regen im November, Wintereinbruch mit Eis und Schnee, Weihnachtstauwetter mit wieder viel Regen, danach wieder Winter und seit 3 Wochen Schmuddelwetter. Einen ähnlichen Witterungsverlauf hatten wir im Jahr 1981/82 und deutlich abgeschwächt in den Jahren 1991/92, 2002/03 und 2017/18.

Im (Nord-) Westen fielen von August 2023 bis Januar 2024 über 600 mm Regen. Zieht man die Evaporation ab, wurden dort Lössböden bis in ein Meter Tiefe mehr als zweimal, leichte Böden wenigstens dreimal durchgespült. Im Osten und in Franken sieht es anders aus. Dort regnete es auch mehr als normal, so dass die Wintergetreidebestellung immer wieder unterbrochen werden musste, aber die Niederschläge reichten nach Abzug der Evaporation im Osten und in Nordbayern gerade aus, um den Wasservorrat sandiger Böden aufzufüllen. Lössböden wurden dort durch die Niederschläge nur zu zwei Drittel aufgefüllt. Zusammen mit der Restfeuchte, die noch vor August im Boden war, haben die schweren Böden knapp 90 % der nutzbaren Feldkapazität erreicht.

Dadurch ergeben sich für die Düngeplanung in diesem Frühjahr unterschiedliche Voraussetzungen.

Die ersten Nmin-Werte liegen erwartungsgemäß auf sehr niedrigem Niveau. Bei fast allen Untersuchungsergebnissen wurde in den oberen 30 cm mehr Nmin gemessen als in den darunter liegenden Schichten. Das ist die Folge des Bodenfrostes im Dezember und des danach eintretenden Weihnachtstauwetters, in dessen Verlauf die Temperaturen in den obersten 5 cm des Bodens auf 7 ° C und darüber anstiegen. Dadurch wurde ein Teil des schnell umsetzbaren Nmob umgesetzt. Je nach Boden können das zwischen 5 und 15 kg/ha N sein, die sich als Nmin in der Krume widerspiegeln. Der bereits mobilisierte Stickstoff kann aber nicht ein zweites Mal nachgeliefert werden. Das Nmob im Frühjahr wird dadurch verringert.

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Getreide – Das Ausmaß der Auswinterungsschäden zeichnet sich langsam ab

Flächendeckend ist Getreide ausgewintert, wo die Temperaturen nach dem Weihnachtstauwetter im Januar auf – 15 °C und darunter sanken, kein Schnee lag und die Bestände vor dem Frost im Januar durch das Weihnachstauwetter schon wieder im Wachsen waren, wie in Thüringen, Nordsachsen, Brandenburg, Südmecklenburg, im Fläming.
Die Bestände litten im lockeren Boden, z.B. über Drainagen, stärker. Auf vernässten Böden überstanden die frühen Weizensorten und auch die Wintergerste den Frost besser als auf Trockenstellen.
Auf stark sandigen und auf tonigen, generell auf humosen Böden ist mehr ausgewintert als auf schluffig-lehmigen Böden.
Herbizide, die Aclonifen, Diflufenikan oder Beflubutamid enthalten, verstärkten eklatant die Frostschäden. Das zeigt sich auch daran, dass Frühsaaten den Frost dort besser überstanden, wo kein Herbizid im Herbst gespritzt wurde, z.B. um Strommasten herum, oder wo weniger Herbizidwirkstoffe hinkamen (Randreihe). Flächendeckende Auswinterungsschäden, von denen vor allem früh gesäter, gut entwickelter Weizen betroffen ist, treten vor allem dort auf, wo kein

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Raps – Herbizide im Frühjahr

In den letzten Jahren wie auch in diesem Frühjahr waren die Nmin-Werte von Termin zu Termin oft erheblichen Schwankungen unterworfen, die nicht allein durch Auswaschung zu erklären sind. Steigende Nmin-Werte lassen auf eine Freisetzung aus dem organischen N-Pool im Boden schließen, die im Boden, aber auch bei der Probenaufbereitung eintreten kann. Abnehmende Werte können auf die Verlagerung von Nitrat oder auf Denitrifikationsverluste zurückzuführen sein. Sie sind aber auch durch den Einbau von Stickstoff in die aktive Biomasse im Boden zu erklären.
Dieser Vorgang wird bei der Diskussion um (scheinbare) Stickstoffverluste zu wenig berücksichtigt. Annähernd 10 % der organischen Bestandteile im Boden bestehen aus aktiven Mikroorganismen, für deren Aufbau Stickstoff verbraucht, bei deren Absterben aber auch wieder Stickstoff freigesetzt wird. Für den Aufbau von Mikroben-Eiweiß können kurzfristig durchaus 30 bis 50 kg N je ha und mehr „verschwinden“, die später wieder freigesetzt werden. Auf diese Weise ist der „Wiederbefeuchtungseffekt“ durch Niederschläge

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Raps – Schädlingsbekämpfung: Gelbschalen aufstellen, aber richtig

Aufstellen der Gelbschalen
Mit dem Anstieg der Bodentemperaturen über 5 °C (DWD vom 01.02.2024). Ist mit dem Schlupf der Rapsstängelrüssler zu rechnen. Ab 6 °C werden bereits geschlüpfte Käfer aktiv. Deshalb sollten schon in den kommenden Tagen Gelbschalen aufgestellt werden und zwar am Rand zu Vorjahresrapsschlägen, um den Zuflug vom Rapsstängelrüssler zu kontrollieren. Der Kohltriebrüssler hingegen wandert von Hecken und Waldrändern in die aktuellen Rapsschläge ein. Deshalb sollten weitere Gelbschalen windgeschützt in der Nähe der Gehölze aufgestellt werden.
Rapsstängelrüssler
Nach dem Schlupf der Stängelrüssler erfolgt die Eiablage innerhalb weniger Tage unterhalb des Vegetationskegels in den Spross. Dort wird der Auxinfluss unterbrochen. Später zeichnen sich die typischen S-förmigen Verkrümmungen ab, die durch Frost aufplatzen. Frostrisse und Einstichlöcher bilden Eintrittspforten für Krankheiten.
…oder Kohltriebrüssler?
Dagegen muss der Kohltriebrüssler noch einen Reifefraß von 8 bis 12 Tage durchführen, bevor die Eier abgelegt werden. Damit ist dessen Bekämpfung nicht so vordringlich wie die

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Raps – Frost und Hochwasser – Wann sollte man den Raps umbrechen?

Kahlfröste bis – 15 °C und Hochwasser machen es wahrscheinlich, dass einige zigtausend Hektar Raps umgebrochen werden müssen.

Frostschaden

> Kahlfröste bis – 15 °C und Hochwasser machen es wahrscheinlich, dass einige zigtausend Hektar Raps umgebrochen werden müssen.
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> Frostschaden
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> Im Moment sehen die meisten Rapsbestände noch grün aus. Das wird sich nach ein paar Tagen mit höheren Temperaturen noch ändern. Nach dem Auftauen werden sich in den meisten Rapsbeständen die unteren 4 bis 6 Blätter braun verfärben. Abgestorbene Blätter bedeuten noch keine Frostschäden.
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> Ob der Raps den Winter überstanden hat, lässt sich überprüfen, wenn die Rapswurzel der Länge nach durchgeschnitten wird: Ein grün-weißes Herz (siehe Abbildung 1) kennzeichnet eine intakte Pflanze, selbst wenn der Blattapparat gänzlich abgefroren ist. Rapspflanzen mit graubraun verfärbtem Vegetationskegel und gummiartigen Wurzeln sind erfroren und können sich nicht mehr regenerieren. Davon sind bei Temperaturen von – 15 °C meist nicht alle Rapspflanzen betroffen.
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> Stand der Raps länger als 4 bis 5 Tage unter Wasser, wird er verfaulen, nachdem das Wasser abgelaufen ist. Sauerstoffmangel bzw. CO2-Überschuss bewirken ein

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Raps – „Botrytis-Stängelfäule“ in diesem Jahr zu erwarten

Der Witterungsverlauf in den letzten 10 Wochen begünstigte den Befall mit Botrytis und Cylindrosporium im Raps sowie mit M. nivale (Schneeschimmel) und Typhula im Getreide. Auch mit stärkerem Auftreten von Rhynchosporium in Gerste und Roggen muss gerechnet werden.
Als erste Botrytis-Symptome bilden sich auf den Rapsblättern grauweiße, über das Blatt verteilte Blattflecken. Nach Nässe wird das Blatt mit dem grauen Pilzrasen überzogen. Ab Beginn der Streckung kann Botrytis auf den Spross übergreifen und bildet dort gelbe Läsionen, aus denen sich der graue Pilzrasen entwickelt.
Bei stärkerem Befall beginnen der Spross, später auch einzelne Seitenäste zu faulen. Die Besiedlung des Sprosses durch den Pilz erfolgt ausgehend von den älteren Blättern oder durch Eindringen in Stängelrisse.
In frostgeschädigten Rapsbeständen wird in Gebieten, in denen Botrytis schon in früheren Jahren in größerem Ausmaß aufgetreten ist, mit dem Ansteigen der Temperaturen über 10 °C der graue Pilzrasen von Botrytis im Bereich des Überganges abgestorbener

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