Winterroggen

Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst

Addition von Wirkstoffen Werden Wirkstoffe mit unterschiedlicher Wirkungsweise zusammen oder in Spritzfolge ausgebracht, wird die Wirkung des 2. Wirkstoffes nicht zur Wirkung des 1. addiert, sondern bezieht sich auf die Wirkung der verbliebenen Unkräuter: Beispiel:...

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Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Winterroggen – Einkürzung und Fungizide

Einkürzung des Winterroggens in EC 39/49

Zeitraum der Kürzung: ab 22.04. bis spätestens 27.04.

Roggen schiebt wie (fast) jedes Jahr ab dem 27.04. die Grannen

nach Vorlage in EC 31/32 (z.B. Moddus (+ CCC) / Prodax + Folicur)

Halm bis zum 3. „echten“ Knoten über 35 cm lang: 0,3 l/ha Cerone / (200 g/ha Ethephon)

bei längerem Halm: + 0,1 l/ha Cerone (70 g/ha Ethephon) pro 5 cm längerem Halm

Roggen im Fahnenblattstadium nur mit Ethephon-Mitteln kürzen:

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Roggen – Saatstärke

Weizen und Roggen – Braunrost

Bislang wurden Braunrostpusteln nur vereinzelt gefunden. Mit dem Anstieg der Temperaturen tagsüber auf über 20 bis 28 °C und nachts um 15 °C sowie begünstigt durch mehrere Stunden bis in die Mittagsstunden hinein anhaltenden Blattnässe wurden in der 1. Juniwoche günstige Voraussetzungen für Braunrost-Infektionen geschaffen, speziell dort, wo die Trockenheit im April und Mais den Einsatz von Fungiziden bislang nicht nötig erschienen ließ. Die Bekämpfung mit Fungiziden ist nur bis EC 69 zulässig und muss deshalb umgehend erfolgen. Die Bekämpfungsschwelle liegt in braunrostanfälligen Sorten bei 5 %, in weniger anfälligen Sorten bei 10 % mit Rost befallener Blätter. Spätreife Sorten, deren Kornbildung noch nicht so weit vorangeschritten ist, leiden stärker unter dem Befall mit Braunrost. Ertragsminderung durch späten Braunrostbefall Das Risiko von Ertragsminderungen im Weizen durch den Braunrost können Sie abschätzen: 10 Tage nach der Blüte haben die Karyopsen ca. 20 % ihres Samengewichtes erreicht. In der Folgezeit müssen noch 80 % gebildet werden. Etwa 25 bis 30 % davon werden durch die Spelzen assimiliert, 10 % durch das oberste Halmstück (= Pedunkel), 25 % durch das Fahnenblatt, 15 % durch F-1 und 10 % durch F-2. Wenn 50 % des Blattes mit Pusteln übersät sind, ist noch mit 50 % Assimilationsleistung zu rechnen. In diesem Fall kostet der

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Roggen – Saatstärke

Roggen – Abschlussbehandlung (Ährenspritzung vor dem Schieben der Staubbeutel)

Der Roggen erwies sich in diesem Jahr als recht gesund. Häufiger auftretender Befall mit Schneeschimmel bzw. Rhynchosporium im Roggen nach Roggen konnte mit einer frühen Prothioconazol-Spritzung unter Kontrolle gehalten werden. Braunrost erforderte im September-Roggen verbreitet den frühen Einsatz von Tebuconazol, um den Befallsdruck zu mindern. Mehltau spielte trotz des häufigeren Auftretens im Herbst im Frühjahr kaum eine Rolle. Die Abschlussspritzung mit Fungiziden gegen späten Braunrostbefall sollte im Roggen in EC 59 zwischen dem 15. bis 22.05. erfolgen, bevor die ersten Staubbeutel erscheinen. Wird auf die Staubbeutel gespritzt, nimmt der Pollen Schaden, die Folge sind Schartigkeit und Mutterkorn. Mit Mutterkorn ist in diesem Jahr stärker zu rechnen, nachdem bereits gekeimte Sklerotien gefunden wurden. Gefährdet ist Roggen auf Schlägen, die vorjährigem Roggen oder Grünland bzw. nicht bewirtschafteten Grasflächen benachbart sind. Um die Verbreitung mit Mutterkorn (Honigtau) durch Insekten zu vermeiden, ist die Zumischung eines (Kontakt-) Insektizides (Pyrethroid) angebracht. Zur Absicherung der Befruchtung

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Roggen – Saatstärke

Wintergerste und Roggen – Nachkürzung und Fungizide

Wintergerste im Fahnenblattstadium nachkürzen? Die erste Wintergerste hat über Ostern das Fahnenblatt geschoben oder zumindest gespitzt. Angesichts der Trockenheit im Osten und Südosten und den geringen angekündigten Niederschlägen sollte dort auf eine Nachkürzung der Gerste verzichtet werden, wenn im Fahnenblattstadium folgende Kriterien zutreffen: Geringe Bodenfeuchte in der Krume: Der Boden ist unter der Bodenoberfläche kaum dunkler als die Bodenoberfläche und rieselt trocken aus der Hand bzw. besteht aus trockenen Klumpen. Der Halm ist bis zum 3. Knoten (hochgeschobener Bestockungsknoten zählt nicht!) nicht länger als 25 cm. Das unterste Internodium ist fest. Der Bestand lässt weniger als 450 (mehrzeilige) bzw. 600 (zweizeilige Gerste) Ähren je m² erwarten. Ist der Boden im unteren Krumenbereich noch feucht bzw. sind mehr als 20 mm Regen angekündigt, sollte eine vorsichtige Stabilisierung vorgenommen werden, vor allem, um das Ährenknicken zu vermeiden. Bei höherer Ährenzahl + längerem Halm sollte auf Standorten mit derzeit noch ausreichend Wasser unter

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Roggen – Saatstärke

Wintergetreide – Generative Entwicklung

Generative Entwicklung weiter als das vegetative Wachstum Im Vergleich zu den Vorjahren ist die generative Entwicklung der Getreidebestände schneller, als aufgrund des äußeren Wachstums zu erwarten ist. Ursache ist die intensive Vernalisation im Oktober und November. Das Doppelring-Stadium trat in den vor dem 20. September aufgelaufenen Weizenbeständen bereits Ende Dezember ein. Der um den 20. September gesäte Weizen begann ab Ende Januar Ährchen zu differenzieren, wobei Sortenunterschiede zu beobachten sind: Früh gesäter Chevignon oder Complice beginnen bereits Blüten zu differenzieren, während ein zum gleichen Termin (18.09.) bestellter LG Initial derzeit das Doppelringstadium erreicht. Die früh schossenden Sorten mit frühem Ährenschieben können durch Spätfröste noch Schaden nehmen. Der Abschluss der Ährchenanlage mit dem Spitzenährchen ist in den früh gesäten Kurztagstypen ab Ende März zu erwarten, in den übrigen Sorten erst, wenn der 14-Stunden-Tag um den 5. bis 10. April erreicht ist. Für die spät aufgelaufenen Bestände verkürzt sich durch den Tageslängeneinfluss

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Roggen – Sortenübersicht 2024

Gerste und Roggen – Nachkürzen im Fahnenblattstadium

Die Lageranfälligkeit von Wintergerste und Roggen hängt von der Bestandesdichte, der Halmlänge und der Halmfestigkeit ab. Wenn die Gerste im Fahnenblatt mehr als 600 kräftige Triebe je m² hat, der 3. echte Knoten sich mehr als 25 cm vom Bestockungsknoten abgehoben hat und die unteren Internodien sich noch weich anfühlen, muss intensiv nachgekürzt und der Halm gefestigt werden. Bei der Kürzung im Fahnenblattstadium haben wir mit dem Prohexadion (Fabulis, Medax Top, Prodax) bessere Erfahrungen als mit dem reinen Trinexapac, das eine stärkere Verzögerung des Ährenschiebens verursacht, gemacht. Weiches Gewebe an der Halmbasis erfordert die Zumischung von Ethephon-Mitteln.
Tabelle

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Roggen – Sortenübersicht 2024

Getreide – Frühe Kürzung und früher Fungizideinsatz nötig?

Die milde Witterung der letzten Wochen bewirkte, dass das Wintergetreide vegetativ weit entwickelt ist, während die generative (Ähren-) Entwicklung im Vergleich dazu noch etwas zurückgeblieben ist. Oder anders ausgedrückt, die Entwicklung der Ährenanlagen ist noch nicht so weit, wie aufgrund des äußeren Bildes zu erwarten wäre. Die Ursache dafür liegt in der geringen Einstrahlung und in der unzureichenden Ausbildung der Feinwurzeln. Dadurch bewegte sich auch der Cytokinin-Status auf einem niedrigen Niveau. Mit der Folge, dass das (frühe) Wintergetreide nicht so stark bestocken konnte, wie aufgrund der Temperatursummen und der Blattmasse zu erwarten war. Auch wird der niedrige Cytokinin-Status die Ährenanlage beeinträchtigen, es werden also weniger Spindelstufen gebildet. Das dürfte insbesondere bei der Wintergerste der Fall sein. Anders als der Weizen kann die Gerste zu geringe Bestandesdichte und weniger Spindelstufen nicht über die Anzahl der Körner je Ährchen kompensieren.
Des Weiteren ist der Vernalisationsbedarf erfüllt, so dass das Schossen der Bestände

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Roggen – Hybrid-Sommerroggen – auch für den Anbau im Spätherbst

Roggen – Hybrid-Sommerroggen – auch für den Anbau im Spätherbst

Mit KWS Allocator wurde ein Hybrid-Sommerroggen zugelassen, der im Ertrag wenigstens 15 bis
20 % über den Populations-Sommerroggensorten liegt. Aufgrund des geringen Vernalisationsbedarfes beginnt KWS Allocator beim Anbau im Spätherbst früher zu schossen und bildet mehr Masse als spät bestellte Winterhybriden. Damit bietet sich diese Sorte als Alternative für die Spätsaat nach Körnermais oder Zuckerrüben bzw. auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz- bzw. Weidelgras-Resistenzen an.
In diesem Jahr steht nach Auskunft des Züchters ausreichend Saatgut zur Verfügung.

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Roggen – Hybrid-Sommerroggen – auch für den Anbau im Spätherbst

Roggen-Aussaat 2023 und Ertragssicherung im Herbst

Sortenwahl
Die Einstufung der Roggensorten erfolge nach der BSL 2023 und Züchterangaben, ergänzt durch LSV– Ergebnisse und eigene Beobachtungen. Auf die Züchterbezeichnung vor dem Sortennamen verzichten wir bei Platzmangel.
Die Einstufung des Sortentyps erfolgte auf der Basis des Ertragsaufbaus. Die Variabilität im Ertragsaufbau ist bei den aktuellen Hybridroggensorten gering, so dass wir die Roggensorten in 2 Gruppen einstufen konnten:
KD – KZÄ – Typen (z.B. KWS Tayo, SU Karlsson) können mit mittlerer Ährenzahl (meist 400 bis 450 Ähren je m²) über eine hohe Kornzahl je Ähre abhängig von der Befruchtung eine hohe Korndichte (zwischen 23.000 und 30.000 Körner je m²) produzieren. Das TKG liegt dann bei normaler Ausreife zwischen 36 und 45 g.
BD – (TKG -) Typen (z.B. KWS Eterno, SU Performer) benötigen für hohe Erträge höhere Ährenzahlen zwischen 450 und 550 (bis 600) Ähren je m².
Aussaatstärke differenzieren

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