Stickstoffdüngung

Weizen – Ährendüngung 2026

Weizen – Ährendüngung 2026

Starkes Melieren der Bestände, die auf geringe Bodenunterschiede oder Überlappungen beim Düngerstreuen und selbst von weitem sichtbar auf vorjährige Mäuselöcher zeichnen, wenn sich die N-Düngung im Rahmen des Zulässigen bewegte, sind Anzeichen für ein Nachlassen der N-Freisetzung aus dem Boden. Hinzu kommt, dass die P-Versorgung der Böden gerade auf den ertragsstarken Teilflächen abfällt, wenn auf Dauer mehr Phosphor entzogen als gedüngt wurde.
Die Restriktion der N-Düngung durch die DüV wirkte sich zuerst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, mittlerweile aber auch auf den Ertrag aus.
Inzwischen müssen wir alle Register ziehen, um noch respektable Qualitäten zu erzielen.
Dazu zählt auch die Ährendüngung. Durch die Spritzung mit Stickstoff in die Ähre nach der Blüte lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad der Spritzung ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher. Durch 10 kg/ha N ließen sich die Proteingehalte im Korn um 0,4 bis 0,7 % steigern.

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Weizen – Ährendüngung 2026

Winterweizen – Spätdüngung

N-Spätdüngung an die Nachlieferung anpassen
Trockenheit und kühle Nachttemperaturen ließen im April die N-Freisetzung aus dem Boden, aber auch den gedüngten Stickstoff nur langsam in Gang kommen. Nach den Niederschlägen Ende April/Anfang Mai und bei Bodentemperaturen über 12 °C ist mit einem deutlichen Anstieg der N-Mobilisierung und N-Aufnahme aus dem Boden zu rechnen.
Bei der noch ausstehenden N-Düngung ist zum einen
der aktuelle Versorgungszustand der Bestände zu beachten,
der N-Vorrat in den unteren Bodenschichten,
sowie die noch zu erwartende N-Nachlieferung zu berücksichtigen.
Aktuelle N-Versorgung ermitteln
Mit dem Yara-N-Tester können Sie die aktuelle N-Versorgung indirekt über die Chlorophylldichte bestimmen. Die ausgewiesenen Werte (zwischen 500 und 750) sind als Relativwerte zu betrachten. Diese müssen für die Sorten kalibriert werden und können je nach Tageszeit, Blattnässe, N-Form oder abhängig von der Versorgung mit anderen Nährstoffen schwanken.
Mit dem Nitra-Check ermitteln Sie die Nitrat-Konzentration im Zellsaft. N-Tester und Nitra-Check geben Auskunft über die aktuelle

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Weizen – Ährendüngung 2026

Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an

Kälte und geringe Niederschläge mit Ausnahme des äußersten Westens ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. So dürfte die N-Freisetzung erst im Mai, wahrscheinlich erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai voll anspringen. Aufgrund der überwiegend guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber aktuell eine Zwischendüngung einplanen.

Nach verhaltener Startgabe kommt auch eine bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch genug Tau fällt. Die Ausbringung mit AHL erfolgt am besten gegen Abend mit Flachstrahldüsen.

Das nicht über das Blatt aufgenommene AHL

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Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?

Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?

In der Saison 2025 zeigte sich häufig, dass bestehende Systeme nicht immer funktionierten. Mit derselben Düngestrategie konnten in den Vorjahren gute Qualitäten erzielt werden, doch in der vergangenen Saison gelang dies in vielen Fällen nicht.
Ursache hierfür war die Witterung im Juli 2025. Deutlich geringere Einstrahlung sowie häufige, teils intensive Niederschläge zur Monatswende Juli/August führten zu Qualitätsproblemen.
Durch die günstigen Pflanzbedingungen im trockenen Frühjahr 2025 befand sich die Bodenstruktur meist in einem gutenZustand. Darauf folgte eine zügige Jugendentwicklung im warmen und teilweise trockenen Juni. Infolge der Niederschläge imJuli kam es anschließend zu einer starken Nachlieferung von Nährstoffen aus dem Boden.
Damit Nährstoffe in der Pflanze eingebaut und umgewandelt werden können, muss sie wachsen. Dafür benötigt sie Sonnenlicht, um Photosynthese betreiben zu können.
Aufgrund der geringen Einstrahlung im Juli war dies jedoch häufig nicht möglich.

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Weizen – Ährendüngung 2026

Raps und Wintergetreide – Wie hoch muss die Startgabe ausfallen?

Die Mehrzahl der Winterungen sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Getreidebestände befinden sich oft erst im 4-Blattstadium und haben begonnen zu bestocken. Ab Anfang November gesäte Weizenbestände waren bis Vegetationsende um den 20.11. oft noch nicht aufgelaufen.

Bei der Wahl der Stickstoffform müssen

die Bestandes- und Wurzelentwicklung,

der Nitratgehalt im Wurzelraum,

die Bindigkeit des Bodens,

die Bodenfeuchtigkeit,

der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und

die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt und die Konkurrenz zwischen Blätter und Knospen verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im bestockten Getreide werden durch Nitratdünger unproduktive Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und deren Reduktion

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Weizen – Ährendüngung 2026

Raps und Getreide – Das müssen Sie zu Entwicklung und Krankheiten wissen

Der bis Anfang Oktober aufgelaufene Weizen konnte bis Ende November am Hauptrieb noch 5 bis 6 Blätter bzw. 3 bis 5 Triebe je Pflanze bilden (600 bis 1.000 Triebe je m²). Doppelringstadium ab dem 05.03. Stärker entwickelte Bestände sind nur selten anzutreffen. Der nach dem 10. Oktober aufgelaufene Weizen begann nur entlang der Rhein-Main-Schiene und im Weser-Ems-Gebiet noch im Herbst zu bestocken.

Ein Großteil der Weizenbestände hat nur 3 bis 4 Blätter je Pflanze bzw. beginnt gerade zu bestocken. Mit dem Doppelringstadium ist in diesen Beständen nicht vor dem 15.03. zu rechnen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Startgabe mit harnstoffhaltigem Dünger bzw. die Startgabe mit KAS angesagt, um die Cytokinin-Konzentration in den Pflanzen anzuheben und die Bestockung und Ährenanlage zu fördern.

Die Andüngung mit nitrathaltigen N-Düngern ist zu empfehlen, wenn in der Krume (30 cm) weniger als 15 kg/ha Nmin in sandigen bis 30 kg/ha Nmin in schweren Böden

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Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

In den Analysen sind auch häufig Mikronähr-
stoffe knapp. Die Pflanzen sind schwach ver-
sorgt mit Bor, Kupfer, Zink und vereinzelt Man-
gan. Die fehlenden Nährstoffe können teilweise
durch eine gezielte Blattdüngung ergänzt wer-
den. Dazu muss jedoch bekannt sein, welcher
der Nährstoffe im Mangel ist. Daher ist eine ei-
gene Blattnährstoffanalyse unabdingbar. Damit
wird die Nährstoffeffizienz und in der Folge der
Ertrag aber vor allem die Knollenqualität abge-
sichert.

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Raps – Herbstdüngung

Weizen – Ährendüngung

Die Weizenernte war 2024 mit durchschnittlich 67,9 dt/ha im Ertrag niedriger als 2003. Anders als 2003 lagen die Proteingehalte nur noch bei 11,4 %. Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV machte sich drastisch bemerkbar. 2024 wirkten sich das niedrige N-Angebot und die geringe Strahlung negativ aus. Letzteres war auch 2016 der Fall. Trotzdem wurden 2016 noch 76 dt/ha mit 12,6 % Protein geerntet. In diesem Jahr (2025) waren die Nmin-Vorräte im Böden höher. Kühle Temperaturen und Trockenheit schränkten aber die N-Freisetzung ein. Hinzu kommt, dass das potentielle Nmob aus dem Boden in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Die geringe Freisetzung erkennt man am starken Melieren der Böden, die auf geringe

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Raps – Herbstdüngung

Winterweizen – Qualitätsdüngung

Trockenheit und Kälte schränkten bis Ende April die N-Freisetzung aus dem Boden ein. Mit den Niederschlägen vor und nach Ostern kam zunächst der im Boden vorliegende mineralische Stickstoff zum Wirken. Die N-Mobilisierung kam bislang noch nicht richtig in Gang und wird auch in den nächsten 14 Tagen auf sich warten lassen, wo die Böden kaum durchfeuchtet wurden. Bleiben die Böden feucht und steigen die Bodentemperaturen über 15 °C, setzt die N-Nachlieferung verstärkt ein. Damit ist ab dem 20. Mai zu rechnen. Eine Zwischendüngung, die von der Spätdüngung abgezogen werden muss, kann bei bisher knapper Kalkulation angebracht sein. Ob die Zwischendüngung notwendig ist, zeigen der N-Tester oder der Blattvergleich: Beim letzteren werden die Blätter nebeneinandergehalten: Hellt das 4. Blatt von oben gegenüber dem 3. Blatt deutlich auf, lagert die Pflanzen Stickstoff aus, um damit den Neuzuwachs zu versorgen. In diesem Fall können 25 kg/ha N gedüngt werden. Ist das 3. Blatt

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Raps – Herbstdüngung

Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an Kälte und Trockenheit ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist östlich der Mittelgebirge aufgrund der anhaltenden Trockenheit noch nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. Die wenigen Millimeter Regen reichten nicht aus, um den Boden soweit zu durchfeuchten, dass die N-Nachlieferung in Gang kommt. So dürfte die N- Freisetzung erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) voll anspringen. Aufgrund der guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber eine Zwischendüngung einplanen. Nach verhaltener Startgabe kam die bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch Tau fällt. Die Ausbringung erfolgt am besten gegen Abend

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Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Stickstoff als Ursache vieler Qualitätsprobleme

Nach der vergangenen Saison sind viel Partien negativ aufgefallen. Speisekartoffeln haben vermehrt Probleme mit Druckstellen, Beschädigungen oder Fäulnis. In der Verarbeitungsware sind schlechte Backfarben aktuell überregional ein großes Problem.
Häufig liegt die Ursache an einer überhöhten N-Konzentration in den Knollen. Ausreichende Feuchtigkeit in der gesamten Saison führten zu idealen Mineralisationsbedingungen. Durch die häufig bedeckte Witterung wurde zudem der N-Abbau in der Pflanze reduziert. Die daraus resultierende hohe N-Konzentration fällt aktuell in sehr vielen Knollennährstoffanalysen auf.
Daher gilt es, die N-Kalkulation zu Kartoffel genauer zu betrachten und die Nachlieferungen des Bodens besser mit einzubeziehen.
Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?
Der Stickstoffbedarf der Kartoffel richtet sich nach dem Entzug durch die Knollen und dem Bedarf für die Ausbildung des Blattapparates. Dabei liegt der N-Entzug eines durchschnittlichen Kartoffelkrauts einer Speisekartoffel bei etwa 100 kg/N ha, für Verarbeitungskartoffeln bei 120 kg/N ha.

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Raps – Herbstdüngung

Unerwartet hohe Nmin-Werte und NH4-Freisetzung aus Tonmineralen

In den Nmin-Untersuchungen werden z.T. überraschend hohe Nmin-Werte ausgewiesen, die sich auch in der Nachuntersuchung bestätigten, also nicht auf warm gewordene Proben zurückzuführen sind. Davon betroffen sind vor allem Lössstandortein Sachsen-Anhalt und Sachsen und Auenstandorte im Einzugsbereich von Lössstandorten, verstärkt Standorte mit organischer Düngung in den Vorjahren.

Von einigen dieser Standorte liegen KAK-Untersuchungen vor, die als vorherrschendes Tonmineral Illit mit einer NH4- Sättigung von 1 % der Austauschkapazität aufweisen.

In den Illiten werden Kalium und Ammonium in den Zwischenschichten fixiert, aus denen eine Freisetzung nur dann erfolgt, wenn diese Zwischenschichten durch Nässe bzw. H+-Ionen aufgeweitet werden.

Dann rutschen die in den Zwischenschichten fixierten K- und NH4+-Ionen heraus und gelangen in die Bodenlösung.

Trocknet der Boden wieder aus, schnappen sich die Tonminerale wieder einen Teil des Kaliums und Ammoniums aus der Bodenlösung und legen diese wieder fest.

Ein Teil des NH4 in der Bodenlösung wird nitrifiziert. Das Nitrat bleibt im 

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Raps – Herbstdüngung

Wintergetreide – Düngerplanung

Startgabe Die Form der Startgabe (N1) zu Getreide sollte sich an der Bestandesentwicklung orientieren. Phosphor wird am effektivsten im Herbst in den Boden eingearbeitet. Die Ausnutzung des im Herbst gedüngten Phosphors ist um mehr als das 3-fache besser, als wenn Phosphor im Frühjahr obenauf gestreut wird. Nachdem die DAP-Düngung im Herbst zu Weizen (Roggen, Triticale) nicht mehr zulässig ist, ist die P-Frühjahrsdüngung auf Standorten mit pH-Werten über 6,3 sinnvoll. Ein Teil des im Frühjahr gedüngten Phosphors geht durch die SSA-Düngung besser in Lösung, der Rest des als Ca-Phosphat festgelegten Phosphors wird durch SSA im Herbst oder im kommenden Frühjahr wieder in Lösung gebracht. Kalium wurde auf Böden mit weniger als 6 % Ton aus der Krume gewaschen. Auf stark sandigen Böden (unter 3 % Ton) ist deshalb eine K-Düngung im Frühjahr zu empfehlen. Mit 200 kg/ha Kornkali werden 12 kg Mg und 10 kg Schwefel gedüngt. Illit-reiche Standorte enthalten Ammonium

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Raps – Herbstdüngung

Getreide und Raps – Stickstoffdüngung im Frühjahr 2025

Die Mehrzahl der Bestände sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Bestände haben oft erst das 4-Blattstadium, ab Anfang November gesäte erst 2 bis 3 Blätter gebildet. Bei der Wahl der Stickstoffform müssen die Bestandes- und Wurzelentwicklung, der Nitratgehalt im Wurzelraum, die Bindigkeit des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit, der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im Getreide werden durch Nitratdünger die Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und erst verzögert wieder reduziert. Durch die höhere Konkurrenz in der frühen Schossphase leidet die Ausbildung der produktiven Ähren. Zudem wird überschüssiges Nitrat

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Raps – Herbstdüngung

Stickstoff im Boden im Frühjahr 2025

Nährstoffauswaschung Ausgesprochen nass war es im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres im Norden, südlich der Donau und im Westen Deutschlands. Aber auch in den Trockengebieten fielen mehr Niederschläge als normal. Die Niederschlagsmengen bewirkten, dass die sandigen Böden in ganz Deutschland mit Wasser gesättigt sind. In Norddeutschland wurden die Sandböden mehrfach durchgespült, so dass dort Nitrate, Sulfate und auch Kationen mit geringer Bindung wie Magnesium, Kalzium auch Ammonium und Kalium ausgewaschen wurden. Nitrat dürfte auch aus den lehmig-tonigen Böden in Niederbayern und in den Marschen in Norddeutschland verlagert worden sein, kann aber kapillar wieder in den Wurzelraum aufsteigen. Die guten Böden in den Regenschattengebieten im Südwesten, in Franken oder in den Börden Ostdeutschlands sind trotz der Niederschläge erst zu 70 bis 90 % wassergesättigt. Dort hat noch keine gravierende Nährstoffauswaschung stattgefunden. Nachdem auch freier Kalk mit der Bodenlösung verlagert wurde, lagen nicht genug Ca-Ionen vor, um Schwefel als Gips zu

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Nässe im Herbst bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen

Im Nordwesten (westlich der A7, nördlich der A4) sind die Böden verbreitet übersättigt mit Wasser. Jeder Millimeter mehr wird zu einer Verschlechterung der Ausgangslage im Frühjahr beitragen. Dort ist mit niedrigen Nmin-Werten im Frühjahr zu rechnen. Im Nordosten mit Ausnahme der Küstenstandorte und Vorgebirgslagen warten die Böden noch auf Regen. Die Bördestandorte können auch noch 60 bis 100 mm Regen bis zur Sättigung aufnehmen. Die Nmin-Werte werden sich auf den besseren Böden im normalen Bereich bewegen, auf den sandigen Böden niedriger sein, wenn es in der Folgezeit mehr als 60 mm regnen sollte. Im Süden sind die Böden mit Wasser nahezu gesättigt, in einigen Gebieten auch schon übernass. Dies zeigt sich an den Aufhellungen der Gerste in den doppelt bearbeiteten Teilbereichen. Weiterer Regen wird auch dort zu einer verstärkten Nitrat-Verlagerung führen. Niedrige Nmin-Werte in der Krume, das bedeutet auf Sandböden weniger als 10 kg/ha Nmin, auf Lehmbödenunter 20 kg/ha in

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Raps – Herbstdüngung

N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.

Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
Abbildung

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Platzierung des Düngers statt Ausbringung mit der Schaufel

Je knapper die Versorgung der Böden, umso wichtiger wird die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor. Das zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Güllebetriebe mit hoher P-Versorgung liegen in den Erträgen durchweg an der Spitze. Die Nährstoffaufnahme erfolgt proportional zur Nährstoffkonzentration im Boden. Je geringer der Abstand zwischen einer Nährstoffquelle (Düngerkorn, mit Nährstoffen versorgte Bodenpartikel) und den Wurzelspitzen ist, umso niedriger kann die Nährstoffkonzentration sein, um die notwendige Nährstoffaufnahme pro Zeiteinheit (Tag) sicherzustellen. Geringe Nährstoffversorgung im Boden, die Begrenzung der Düngerausbringung durch die DüV, aber auch die durch Festlegung eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe erfordern umgekehrt einen kürzeren Transportweg der Nährstoffe vom Düngerkorn zur Wurzel, d.h. Platzierung der Nährstoffe in Wurzelnähe. Weniger wasserlösliche Nährstoffe wie Phosphate, die zudem schnell schwerlösliche Bindungen mit zwei- und höherwertigen Kationen (z.B. Ca++, Mg++, Fe++/+++, Al++/+++) eingehen, werden zudem im Boden nur über kurze Strecken transportiert. Beim Phosphor wirkt sich deshalb die Platzierung des Düngers in

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluß auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N-Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Ertragswirkung der Spätdüngung
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
Eine frühzeitige Spätdüngung zögert den Wurzelabbau hinaus, der mit dem Ährenschieben einsetzt.
Dazu muss die Versorgung mit Stickstoff ab dem Fahnenblatt-Stadium bis zur Blüte in der Pflanze angehoben werden. Durch die frühe Spätdüngung steigt vor allem die Masse der zuerst gebildeten (Außen-) Körner. Da auch zusätzliche (Mittel-) Körner ausgebildet werden, kann trotz der N-Spätgabe das TKG geringer werden.
Die Wirkung der N-Spätdüngung auf die Qualität kommt zum Tragen, wenn die Bildung der Speicherzellen abgeschlossen ist und die Eiweißeinlagerung einsetzt. Hohe Proteingehalte erfordern einen ausreichend hohen N-Vorrat

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Winterweizen – Absicherung des Proteingehaltes

Über Fahnenblatt und Ähre kann der Weizen bis zu 10 kg/ha Stickstoff (= 30 l AHL) aufnehmen, damit können maximal 60 kg/ha Rohprotein produziert werden, das sind 5 % mehr Eiweißmenge im Korn bzw. ein um 0,7 % höherer Eiweißgehalt. Mehr als 10 kg N je ha auf die Ähre auf einmal zu düngen, bringt keinen Vorteil. Dagegen wirkt sich eine Mehrfach-Ährendüngung im Abstand von 4 bis 5 Tagen positiv aus.
Im Schnitt stieg der Proteingehalt im Weizen in unseren Versuchen durch die einmalige Ähren-Düngung um 0,3 bis 0,7 %. Der Anstieg des Proteingehaltes war höher, wenn die Ährendüngung erst 10 bis 14 Tage nach der Blüte erfolgte. Eine frühere Düngung wirkte sich dagegen positiv auf den Ertrag aus. Durch den Verdünnungseffekt fiel der Anstieg des Eiweißgehaltes dadurch geringer aus.
Der Zusatz von 2 kg/ha Spritz-SSA (Pulver) sichert die Proteinbildung ab, ebenso die Zumischung von 2 l/ha Wuxal P oder

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Stickstoff-Nachlieferung aus dem Boden

In den letzten Jahren wie auch in diesem Frühjahr waren die Nmin-Werte von Termin zu Termin oft erheblichen Schwankungen unterworfen, die nicht allein durch Auswaschung zu erklären sind. Steigende Nmin-Werte lassen auf eine Freisetzung aus dem organischen N-Pool im Boden schließen, die im Boden, aber auch bei der Probenaufbereitung eintreten kann. Abnehmende Werte können auf die Verlagerung von Nitrat oder auf Denitrifikationsverluste zurückzuführen sein. Sie sind aber auch durch den Einbau von Stickstoff in die aktive Biomasse im Boden zu erklären.
Dieser Vorgang wird bei der Diskussion um (scheinbare) Stickstoffverluste zu wenig berücksichtigt. Annähernd 10 % der organischen Bestandteile im Boden bestehen aus aktiven Mikroorganismen, für deren Aufbau Stickstoff verbraucht, bei deren Absterben aber auch wieder Stickstoff freigesetzt wird. Für den Aufbau von Mikroben-Eiweiß können kurzfristig durchaus 30 bis 50 kg N je ha und mehr „verschwinden“, die später wieder freigesetzt werden. Auf diese Weise ist der „Wiederbefeuchtungseffekt“ durch Niederschläge

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Weizen – Ertrags- und Spätdüngung 2024

Im Vergleich zum Vorjahr ist das N-Angebot aus dem Boden deutlich geringer, die gemessenen Nmin-Vorräte lagen verbreitet um 20 bis 30 kg/ha N (0 – 90 cm) unter dem Vorjahresniveau, das Potential an Nmob ist um 30 % niedriger. Allerdings dürfte dieses Potential aufgrund der besseren Wasserversorgung der Böden effektiver genutzt werden, sodass die tatsächliche, nutzbare Nachlieferung nur um 10 bis 20 % bzw. 5 bis 15 kg/ha N geringer ausfallen dürfte. Bei gleichhoher Ertragserwartung ist deshalb der N-Düngerbedarf um 25 bis 45 kg/ha N höher. In diesem Jahr wird sich der Bodenstrukturzustand der Böden gravierend auf den N-Umsatz im Boden auswirken. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass auch das Ertragsniveau unter der ungünstigen Bodenstruktur leiden wird.
Probleme dürften Standorte mit tonigen, bindigen Böden bekommen, deren N-Düngungsmöglichkeiten durch die DüVO stark beschränkt sind. In „Roten Gebieten“ dürfte es bei strikter Auslegung der DüVO nicht möglich sein, das Ertragsniveau zu halten, geschweige

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Mais – Ist die Aufteilung der N-Düngung sinnvoll?

Die Aufteilung der N-Düngung zu Mais ist angebracht bei hoher Ertragserwartung, wenn die Nachlieferung aus dem Boden den Aufnahmebedarf des Mais ab der Kornfüllung nicht decken kann. Das gilt generell auf Standorten mit eingeschränkter Nachlieferung ab Juli bis September infolge von geringem Nachlieferungspotential und auf auswaschungsgefährdeten Standorten.

Mit der Düngung vor der Saat und der Unterfußdüngung zusammen werden 60 % der Gesamtdüngung ausgebracht, der Rest ab dem 4- bis 8-Blattstadium als Alzon neo-N oder ab dem 6-Blattstadium als Piagran Pro bzw. Gülle mit Schleppschläuchen zwischen den Reihen.

Alzon neo-N und Piagran Pro sind Urease-stabilisierte Harnstoffdünger. Gülle muss aufgrund der Verätzungsgefahr durch Ammonium mit Schleppschläuchen zwischen den Reihen ausgebracht werden.Von Vorteil ist die Gülle-Einarbeitung mit der (Roll-) Hacke zwischen den Reihen.

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Zuckerrübe und Mais – N-Düngung 2024

Die Rübe nimmt anfangs (Nitrat-) Stickstoff vorwiegend mit dem Massenfluss, proportional zur Verdunstung auf. Dazu ist eine ausreichende N-Konzentration im Bodenwasser erforderlich. Diese wird durch frühe N-Düngung, auch mit Harnstoff, vor der Saat abgesichert. Stabilisierter Harnstoff sollte dazu mindestens vier Wochen vor der Saat gestreut werden.
Die Zuckerrübe benötigt die Hauptmasse an Stickstoff zwischen Feldaufgang bis zur Tageslängenwende (Ende Juni). Bis zum sekundären Dickenwachstum korreliert das Blattwachstum positiv mit dem Wachstum von Hypokotyl und Wurzeln der Rübe.
Die Wurzeln der Zuckerrübe setzen dort an, wo sich die Rübe verjüngt. Deshalb nimmt die Zuckerrübe Nährstoffe vorwiegend aus der Schicht zwischen 10 und 25 cm unter der Bodenoberfläche auf.
Die Wirkung des nach der Saat obenauf gestreuten Stickstoffs ist auf Standorten mit hoher Sorptionskapazität und Frühjahrstrockenheit zu unsicher.
Risiko der N-Kopfdüngung nach der Saat: In Jahren mit Frühjahrstrockenheit hat der Dünger-Stickstoff erst wieder bei voller Wassersättigung der Krume Anschluss an das Kapillarwasser

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Raps – Wie wirken sich abgefrorene Blätter auf den N-Bedarf zum Starten aus?

Mit der Aufteilung der N-Düngung zu Raps in eine Regenerationsdüngung (Startgabe = N1) und eine Ertragsdüngung zur Streckung (Knospenausbildung) können wir auf die unterschiedliche Bestandesentwicklung reagieren, auch wenn die Düngungstermine durch die Verwendung stabilisierter Dünger kurz aufeinander folgen. Ist der Stickstoff einmal ausgebracht, kann ein Zuviel nicht wieder weggekratzt werden.

Mit der Startgabe (N1) wird die Regeneration des Winterraps in Gang gebracht. Der N-Düngungsbedarf orientiert sich an der N-Aufnahme bis zur Streckung zuzüglich dem Rest-Stickstoff, der im Boden bleibt (Summe = N-Bedarf). Vom N-Bedarf wird der vor Winter aufgenommene, anrechenbare Stickstoff in den Rapspflanzen sowie der pflanzenverfügbare N-Vorrat (Nmin) im Boden abgezogen. Der bis zur Streckung ab dem Übergang in den Langtag mobilisierbare Stickstoff (Nmob) spielt für die Startgabe eine untergeordnete Rolle, wenn die Vegetation nicht schon im Februar in Gang kommt.

In diesem Jahr sind die unteren Blätter des Rapses vielfach abgefroren. Der in den abgefrorenen Blättern enthaltene Stickstoff wird nicht innerhalb der Pflanze umgelagert, wie das der Fall ist, wenn ein Blatt langsam abstirbt, sondern gelangt mit den abgefrorenen Blättern auf den Boden. Die Zersetzung des Blattes erfolgt innerhalb weniger Tage bis 1 Woche, dann werden der im Blatt enthaltene mineralische Stickstoff (ca. 30 % des Gesamtstickstoffes) und die wasserlöslichen Amide, Aminosäuren und Proteine in den Boden gewaschen und können wieder aufgenommen werden. Der mineralische Stickstoff ist danach sofort verfügbar. Der im Eiweiß gebundene Stickstoff muss erst mineralisiert werden, steht aber noch in der laufenden Vegetationsperiode zu 70 bis 80 % wieder zur Verfügung.

Auf die Startgabe können wir somit zunächst nur den in nicht abgefrorenen Blättern sowie den in der Wurzel enthaltenen Stickstoff und den in den abgefrorenen Blättern enthaltenen Nitrat-Stickstoff voll anrechnen.

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Frühjahresdüngung – Bodenverhältnisse berücksichtigen

Dauerregen im August, relativ trocken von September bis Anfang Oktober, viel Regen im November, Wintereinbruch mit Eis und Schnee, Weihnachtstauwetter mit wieder viel Regen, danach wieder Winter und seit 3 Wochen Schmuddelwetter. Einen ähnlichen Witterungsverlauf hatten wir im Jahr 1981/82 und deutlich abgeschwächt in den Jahren 1991/92, 2002/03 und 2017/18.

Im (Nord-) Westen fielen von August 2023 bis Januar 2024 über 600 mm Regen. Zieht man die Evaporation ab, wurden dort Lössböden bis in ein Meter Tiefe mehr als zweimal, leichte Böden wenigstens dreimal durchgespült. Im Osten und in Franken sieht es anders aus. Dort regnete es auch mehr als normal, so dass die Wintergetreidebestellung immer wieder unterbrochen werden musste, aber die Niederschläge reichten nach Abzug der Evaporation im Osten und in Nordbayern gerade aus, um den Wasservorrat sandiger Böden aufzufüllen. Lössböden wurden dort durch die Niederschläge nur zu zwei Drittel aufgefüllt. Zusammen mit der Restfeuchte, die noch vor August im Boden war, haben die schweren Böden knapp 90 % der nutzbaren Feldkapazität erreicht.

Dadurch ergeben sich für die Düngeplanung in diesem Frühjahr unterschiedliche Voraussetzungen.

Die ersten Nmin-Werte liegen erwartungsgemäß auf sehr niedrigem Niveau. Bei fast allen Untersuchungsergebnissen wurde in den oberen 30 cm mehr Nmin gemessen als in den darunter liegenden Schichten. Das ist die Folge des Bodenfrostes im Dezember und des danach eintretenden Weihnachtstauwetters, in dessen Verlauf die Temperaturen in den obersten 5 cm des Bodens auf 7 ° C und darüber anstiegen. Dadurch wurde ein Teil des schnell umsetzbaren Nmob umgesetzt. Je nach Boden können das zwischen 5 und 15 kg/ha N sein, die sich als Nmin in der Krume widerspiegeln. Der bereits mobilisierte Stickstoff kann aber nicht ein zweites Mal nachgeliefert werden. Das Nmob im Frühjahr wird dadurch verringert.

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Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Die Böden im Nordwesten sind derzeit übernass. Die Landwirte an der Westküste haben vielfach noch kein Pfund Weizen gesät. Wenn nicht tiefgreifender, länger anhaltender Kahlfrost die Bodenstruktur aufbessert, müssen wir die Düngerplanung im Frühjahr 2024 auf die zu erwartenden schwierigen Bodenverhältnisse abstellen.
Nass-kalte Böden: verzögerte Bodenerwärmung im Frühjahr (vor allem im Unterboden, wenn die Böden nass bleiben)
Folge: Verspätete Aussaattermine von Frühjahrskulturen, verzögerte Mineralisation niedrige N- und S- Freisetzung, schlechte Phosphormobilisation.
Betroffen: Vor allem schwach wurzelnde Kulturen (Wintergerste, Sommergerste, Erbsen, u.U. auch Kartoffeln) ebenso wie spät und nass bestellte Wintergetreide- und Rapsbestände, Mais, wenn die Bearbeitung im nassen Boden erfolgt.
Weniger betroffen: Früh, noch unter guten Bedingungen bestellte Herbstaussaaten und Sommerungen, wenn die tiefe Bodenbearbeitung im Herbst noch unter günstigen Bedingungen erfolgte.

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Raps – Ursachen für zeichnende Bestände

Die warme Witterung im September und Oktober führte vor allem in den im August gesäten Rapsbeständen zu einer sehr guten Entwicklung. Diese Bestände befinden sich bereits im 12 Blattstadium. Je nach Bestandesdichte (20 bis 40 Pflanzen) hat der Raps bis zu diesem Stadium etwa 60 bis 120 kg N aufgenommen. Oftmals ist dann der gesamte verfügbare Stickstoff aus dem Boden (Düngung, Humus, Vorfrucht) von der Pflanze aufgebraucht worden.
In Beständen, in denen Stickstoff knapp ist, fangen die Rapspflanzen an, sich von den alten Blättern beginnend gelb bis lila zu verfärben und diese Blätter abzuschmeißen. Dieses Symptom tritt als erstes auf Sandlinsen, Tonkuppen oder Stellen mit Verdichtungen oder Nässe auf, wo im Allgemeinen die N-Verfügbarkeit schlechter ist.
Des Weiteren haben befallene Pflanzen zu der oberirdischen Biomasse verglichen einen verhältnismäßig dünnen Wurzelhalsdurchmesser von 1 bis 1,5 cm.

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Raps – Herbstdüngung

Wo Ausfallgetreide beginnt aufzuhellen bzw. zu vergilben, ist davon auszugehen, dass kaum mehr mineralisierter Stickstoff in der Krume zur Verfügung steht.
nach Gerste vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
nach Weizen, Roggen, Triticale vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
30 kg/ha N als HST + Urease-Hemmer bis 30.09.
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
*Außer Nmin < 45 kg/ha Hinweis keine Nitratdünger zu Raps, auch zu spätem Raps Ammonium-Düngerbevorzugen (Förderung des Wurzelwachstums) 10 bis 15 kg/ha S im Herbst (Kornkali, Kieserit, Gülle) Schwefelgehalt in der Gülle =10 % des N-Gesamtgehaltes Wurde das Stroh abgefahren, ist der N-Bedarf im Herbst um 40 bis 50 kg/ha N geringer.

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Weizen – Ährendüngung

Proteingehalt und Backqualität durch Ährendüngung fördern

Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV macht sich erst im Proteingehalt und im Sedimentationswert bemerkbar, bevor der Ertrag reagiert. Durch die Ährendüngung mit Stickstoff lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher.

Eiweißgehalt im Korn und (Back-) Qualität werden in den ersten 20 Tagen nach Beginn der Kornbildung festgelegt und hängen im Wesentlichen von der N-Aufnahme aus dem Boden und der Umlagerung von Stickstoff bzw. löslichen Proteinbestandteilen aus den Blättern in das Korn ab. Dazu müssen auch genug Kohlenhydrat-Gerüste (Keto-Körper) und Enzyme für die Aminosäuren- und Proteinbildung bereitstehen.

Ertrag und Qualität hängen nicht nur von Stickstoff ab, sondern auch von der Versorgung mit Phosphor, Schwefel, Kalium, Magnesium und Spurenelementen.

Die Ursache für geringe Proteingehalte trotz hoher N-Zufuhr sind häufig im Mangel an Schwefel, auch Phosphor oder Kalium zu suchen. Fallen Eiweißgehalt und

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Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV wirkt sich erst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, also auf die Backqualität aus, bevor eine Ertragswirkung zu spüren ist. Der Umgang mit dem knappen N-Angebot erfordert, dass wir den Stickstoff dem Bedarf der Pflanzen anpassen. Eine temporäre Überversorgung mit einer erhöhten Zwischenlagerung von Stickstoff in vegetativen Pflanzenteilen (Blätter) ist unproduktiv, weil die Auslagerung von Stickstoff aus den Blättern mit einem höheren Aufwand an Energie betrieben werden muss. Deshalb ist die Aufteilung der N-Düngung nach wie vor sinnvoll.
Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluss auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N- Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
eine frühzeitige Spätdüngung

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N-Freisetzung im Frühjahr 2023

Im Herbst und Winter fielen auf den meisten Standorten in Deutschland mehr Niederschläge als der Boden in den oberen 100 cm speichern kann. Sandige Böden wurden zwei- bis dreimal durchgespült. Ausnahmen gibt es im mittleren und südlichen Sachsen-Anhalt und angrenzenden Gebieten, wo Lössböden mit 200 mm nFK bis maximal 80 cm Tiefe voll durchfeuchtet sind. Dazu kommen die Niederschläge im März.

Die Nmin-Vorräte liegen deshalb auf den meisten Standorten niedriger als in den Vorjahren. Auf durchlässigen Böden wurden oft weniger als 10 kg/ha N im gesamten Wurzelraum gemessen. In einigen Proben wurden aber auch höhere Nmin-Werte (20 bis 30 kg/ha N) in der Krume gemessen, während die zweite und meist auch die dritte Schicht deutlich niedrigere Gehalte hatte. Das lässt auf eine N-Freisetzung im Zeitraum Ende Dezember bis Anfang Januar schließen, infolge der in dieser Zeit örtlich über 10 °C angestiegenen Bodentemperaturen.

Die Vegetation kommt derzeit nur langsam in Gang, damit

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Unterfußdüngung zu Mais muss (fast immer) sein

Mais hat in der Jugendentwicklung ein sehr schlechtes Nährstoffaneignungsvermögen, vor allem für das im Boden wenig bewegliche Phosphat. Deshalb reagiert er stark auf die Unterfußdüngung mit Phosphor, auch auf ausreichend mit Phosphor versorgten Standorten. Vor allem bei trockener und nasskalter Witterung wirkt sich die Unterfußdüngung (fast) immer positiv aus. Der gesamte P-Bedarf sollte aber nicht im Düngerband abgelegt werden, weil sich dort die Wurzeln konzentrieren und wenig Lust haben, zur Seite und in die Tiefe zu wachsen.

Auch bei schwach mit Phosphor versorgten Böden sollten deshalb nicht mehr als 40 % des P-Bedarfes unter Fuß gedüngt werden, der Rest muss vorher breitwürfig als Mineraldünger oder noch besser in organischer Form ausgebracht werden, um die Aufnahme über die Kronenwurzeln auch in späteren Phasen der Entwicklung sicher zu stellen.

Maximal können 300 kg/ha Dünger mit der Unterfußdüngung ausgebracht werden, ohne Auflaufschäden zu riskieren.

Die N-Zufuhr durch die Unterfußdüngung muss voll auf die

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Raps – Frühjahrsdüngung 2023

Die Startgabe bzw. Regenerationsdüngung mit Stickstoff und Schwefel (SSA, Piamon 33-S, Yara Urea S, ASS) zu Winterraps dürfte auf bereits befahrbaren Flächen bis zur kommenden Woche abgeschlossen sein. Nachdem sich der Wachstumsstart noch hinauszögern dürfte, können Startgabe und Ertragsdüngung (2. Gabe) von nun an zusammengefasst werden, wenn die Düngung nicht mit Nitrat-haltigen Düngern, sondern mit Piamon S oder SSA + Gülle erfolgen. Insgesamt sollten bis zur frühen Schossphase nicht mehr als 25 kg/ha Nitrat zum Raps ausgebracht werden, da das Nitrat mit dem Massenfluss vorwiegend in die großen, alten Blätter transportiert wird, aus denen es mit hohem Energieaufwand ausgelagert werden muss, um dann in die zuwachsenden Pflanzenteile umgelagert zu werden.

Die Summe der Start- + Schossdüngung sollte auf 80 bis 90 % des Bedarfes ausgerichtet werden. Der Restbedarf wird im weiteren Entwicklungsverlauf durch AHL in Kombination mit Pflanzenschutzmaßnahmen im Knospenstadium (+ zur Blüte) ergänzt.

Die Ertragsdüngung erfolgt mit Harnstoff (inkl. Urease-Hemmer), AHL oder Gülle. Die

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Früh schossende Getreidebestände können zu dünn werden!

Früh, d.h. vor dem 20.09. aufgelaufene Getreidebestände, haben bereits zu schossen begonnen. Ursache ist der Langtag, der noch im Herbst auf die Pflanzen eingewirkt hat. Im Westen schossen zudem Kurztagstypen (z.B. Obiwan und Chevignon) die erst im Oktober gesät wurden. Der milde Winter mit Temperaturen bis zu 20 °C führte in tieferen Lagen zu einem stetigen Wachstum der Sorten, welches in den Kurztagstypen ein vorzeitige Streckungswachstum zur Folge hatte. Oft haben diese Sorten nur einen kräftigen und zwei mittlere Triebe ausgebildet.

In der generativen Entwicklung sind diese Pflanzen weiter als sonst. Weizensorten mit geringem Vernalisationsbedarf haben mit der Blütendifferenzierung begonnen. Allerdings wird die Ährenstreckung erst einsetzen, wenn die dafür notwendige Mindesttageslänge von 14 Stunden überschritten wird.

Um zu vermeiden, dass die Ährenanlagen „faul“ werden, aber auch um ein zu starkes Ausdünnen infolge der Triebreduktion zu vermeiden, ist es notwendig, trotz üppiger Entwicklung diese Bestände frühzeitig mit Stickstoff nachzudüngen, wenn Anzeichen für eklatanten N-Mangel bestehen: Viertes Blatt von oben beginnt von der Spitze her zu vergilben, kaum schwache Nebentriebe.

In diesem Fall ist es angebracht,

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Welche Stickstoffform?

Nach den Engpässen im vergangenen Jahr scheint die Versorgungslage mit Stickstoff nicht mehr so prekär zu sein.

Bei der Wahl der Stickstoffform sind folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen:

Bestandes- und Wurzelentwicklung,

Nitratgehalt im Wurzelraum,

Bindigkeit des Bodens,

Bodenfeuchtigkeit,

Temperaturverlauf im Frühjahr,

Bedarf an Schwefel, Kalk oder Phosphor bzw. Kalium.

Für bereits bestockte Getreide- oder Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es fast keine Rolle, in welcher Form der Stickstoff vorliegt. Für Raps ab dem 10-Blattstadium sind nitrathaltige Dünger nicht zu empfehlen, da Nitrat verstärkt in die Blätter transportiert wird und aus diesen mit hohem Energieaufwand wieder ausgelagert werden muss. Durch das forcierte Blattwachstum werden die Blütenstände später geschoben. Die Konkurrenz zwischen Blatt- und Knospenentwicklung wird zu Lasten der späteren Schoten verstärkt.

Schwach entwickelte Rapsbestände mit weniger als 8 Blättern je Pflanze ausgangs Winter benötigen hingegen 15 bis 20 kg/ha Nitrat-Stickstoff, damit die Cytokinin-Produktion anspringt.

Eine Nitrat-Düngung ist deshalb nur dort notwendig, wo Nitrat nahezu vollständig aus dem Wurzelbereich ausgewaschen wurde.

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