Düngung

Raps – Herbstdüngung

Raps – Herbstdüngung

P- Düngung    

im C- Bereich = Nettoentzug der Vorfrucht (Getreide)

Formel = Kornertrag dt/ha x 0,8 kg P2O5 je dt = kg/ha P2O5

z.B. 70 kg/ha P2O5 (Gülle, DAP, NPK, Triplephosphat)

im A/B-Bereich = 100 kg/ha P2O5 (in 3 Jahren max. 30 kg/ha über Entzug)

K-Düngung    

im C- Bereich = mindestens K-Aufnahme im Herbst

120 kg/ha K2O (Kornkali, Gülle,NPK)

im A/B- Bereich = 200 kg/ha  K2O (Kornkali),

Sandböden = 120 kg/ha  K2O im Herbst + 80 kg/ha im Frühjahr

PK-Düngung am besten vor der Saat einarbeiten! Auf schweren Böden muss auch Kali eingearbeitet werden, wenn mit Herbst- und/oder Frühjahrstrockenheit zu rechnen ist.

Bor- Düngung 

unter 0,4 ppm: 75 + 300 g/ha Bor (2- + 6-Blattstadium)

unter 0,8 ppm: 150 g/ha Bor ab 6-Blattstadium

Mg (+ S)

 im A/B- Bereich (Mg) 15 kg/ha MgO + 12 kg/ha S (300 kg/ha Kornkali)

10 kg/ha Bittersalz zum Überbrücken ab 6-Blatt

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Hohe Beschädigungsempfindlichkeit trotz guter Nährstoffversorgung

Aktuelle Situation – Phosphat- und Kaliummangel bereiten 2026 große Probleme

Hohe Temperaturen lassen Bestände und Wurzeln schnell altern

Die deutschlandweit hohen Temperaturen Ende Juni haben zu einer enormen Alterung der Kartoffelbestände geführt. Vor allem Bestände, die in ihrer Entwicklung Mitte bis Ende der Blüte waren, haben stark unter der Hitze gelitten. Jüngere Bestände, die gerade im Reihenschluss waren, konnten die Hitze besser vertragen. Durch die hohen Bodentemperaturen haben auch die Wurzeln stark abgebaut. In den Beständen kann dies aktuell an einem reduzierten Anteil an Feinwurzeln beobachtet werden. In der Folge ist die Phosphataufnahme stark eingeschränkt. Dies fällt bei der Betrachtung aktueller Nährstoffanalysen auf.

Phosphor – Nachlieferungsprobleme unter trockenen Bedingungen

Die P-Versorgung in den Pflanzenanalysen war zu Beginn der Saison in den meisten Fällen in Ordnung. Die P-Versorgung korreliert stark mit der Jugendentwicklung und der Vitalität der Bestände. Mit einsetzender Trockenheit und steigenden Temperaturen fiel die P-Versorgung vieler Bestände schnell ab.

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Hohe Beschädigungsempfindlichkeit trotz guter Nährstoffversorgung

Blattapparat schon früh fördern und somit vital halten

Die gesamte Produktionstechnik muss, unabhängig von der Verwertungsrichtung, auf eine hohe Knollenanzahl ausgelegt sein. Neben der begrenzten Größe zur Vermarktungsfähigkeit im Speisekartoffelanbau muss in Zukunftauch in der Verarbeitung die Knollenanzahl größte Bedeutung zukommen.

Neben der Knollenanzahl war vor allem in den vergangenen Jahren die Vitalität und das physiologische Alter des Blattapparates ertragsbegrenzender Faktor.

In einigen Regionen blühen früh gepflanzte Bestände schon weit vor Reihenschluss. Die hohen Temperaturen Ende Mai haben das physiologische Alter dieser Bestände zusätzlich gefördert.

Hier müssen schon früh Maßnahmen ergriffen werden, um das physiologische Alter der Bestände zu reduzieren.

Maßnahmen zur Reduktion des physiologischen Alters

Eine Verringerung des physiologischen Alters wird durch alle Maßnahmen erreicht, die den Blattapparat grünenlassen. Dieser Greening-Effekt kann durch diverse Maßnahmen erreicht werden.

Die fungiziden Wirkstoffklassen der Strobilurine und Azole reduzieren die Synthese des Reifehormons Ethylen. Infolge dessen bleibt der Bestand jünger.

P-Blattdünger unterstützen den Energiestoffwechsel einer Pflanze.

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Raps – Herbstdüngung

Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Das warme Wetter der letzten beiden Wochen forcierte die Entwicklung der Zuckerrüben, sodass die Bestände verbreitet die Reihen geschlossen und das 10-Blattstadium erreicht haben oder dieses bald erreichen werden. In diesem Stadium ist die Blattdüngung zum Blatterhalt sinnvoll, vor allem, wenn die Nährstoffverfügbarkeit aufgrund von Trockenheit eingeschränkt war.
Ziel ist es, die ab dem 10-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blätter bis zur Ernte zu erhalten, um möglichst hohe Zuckererträge zu realisieren. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10- Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.
Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die folgenden 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10- Blattstadium

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Raps – Herbstdüngung

Mais – Blattdüngung

Nach der ersten Hitzephase zeichnen einige Maisbestände gelblich oder auch lila. Kühle Nachttemperaturen bis zur zweiten Maidekade haben zu einer verhaltenen Jugendentwicklung der Maisbestände beigetragen und erschwerten die P- sowie die Zn-Aufnahme der Pflanzen. Durch den nachfolgenden Temperaturanstieg zu Beginn der dritten Maidekade nahm das vegetative Wachstum der Maisbestände stark zu. Der daraus resultierende Nährstoffbedarf, insbesondere von Phosphor und Spurelementen (z.B. Zn, Cu, Mn, Bor), konnte durch die Maispflanze nicht ausreichend aufgenommen werden, was zu gelblichen oder lila Verfärbungen geführt hat. Wurden in der Zeit auch Herbizidspritzungen (mit Sulfonylharnstoffen wie Foramsulfuron, Nicosulfuron oder Rimsulfuron) durchgeführt, wurden die Symptome verstärkt.. Die Pflanze benötigt für das Entgiften der SHS-Wirkstoffe die Spurenelemente Fe, Zn, Cu und Mn für die Bildung von Enzymen (z.B. Cyt-MOG), die den Herbizidabbau steuern. Für die Entgiftung von Triketonen, z.B. von Mesotrione (Callisto) oder Tembotrione (Laudis), wird zusätzlich Schwefel benötigt.
Im 8- bis 10-Blattstadium des Maises wird die Zahl

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Raps – Herbstdüngung

Weizen – Ährendüngung 2026

Starkes Melieren der Bestände, die auf geringe Bodenunterschiede oder Überlappungen beim Düngerstreuen und selbst von weitem sichtbar auf vorjährige Mäuselöcher zeichnen, wenn sich die N-Düngung im Rahmen des Zulässigen bewegte, sind Anzeichen für ein Nachlassen der N-Freisetzung aus dem Boden. Hinzu kommt, dass die P-Versorgung der Böden gerade auf den ertragsstarken Teilflächen abfällt, wenn auf Dauer mehr Phosphor entzogen als gedüngt wurde.
Die Restriktion der N-Düngung durch die DüV wirkte sich zuerst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, mittlerweile aber auch auf den Ertrag aus.
Inzwischen müssen wir alle Register ziehen, um noch respektable Qualitäten zu erzielen.
Dazu zählt auch die Ährendüngung. Durch die Spritzung mit Stickstoff in die Ähre nach der Blüte lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad der Spritzung ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher. Durch 10 kg/ha N ließen sich die Proteingehalte im Korn um 0,4 bis 0,7 % steigern.

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Raps – Herbstdüngung

Biostimulanzien

Laut dem Marktforschungsunternehmen „DunhamTrimmer / AgriBusiness Global“ wurden 2025 weltweit Biostimulanzien im Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der Markt der Biostimulanzien ist ein Wachstumsmarkt mit einer jährlichen Wachstumsrate von gut 10 %. Grund genug sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen, zumal Schlagworte wie Nährstoffeffizienz, bessere Wurzel- und Pflanzenentwicklung,Pflanzenstärkung, höhere Pflanzengesundheit oder bessere Pflanzenqualität regelmäßig als Kaufargumente genannt werden. Zum Teil wird auch damit geworben, dass der Düngereinsatz und/oder die Aufwandmengen von Fungiziden durch den Einsatz bestimmter Biostimulanzien deutlich reduziert werden kann, was angesichts hoher Rohstoffpreise verlockend klingt. Auch stärkere Stresseinflüsse auf unsere Kulturpflanzen durch den Klimawandel lassen den Einsatz von Biostimulanzien attraktiv erscheinen. Doch was bringen Biostimulanzien in der Praxis tatsächlich? Das ist eine Frage, mit der wir uns seit einigen Jahren auch in unseren Versuchen beschäftigen.
Für das Verständnis hilft es die auf dem Markt verfügbaren Präparate in Gruppen einzuteilen:
Präparate auf mikrobieller Basis (Bakterien, Pilze bzw. deren

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Raps – Herbstdüngung

Winterweizen – Spätdüngung

N-Spätdüngung an die Nachlieferung anpassen
Trockenheit und kühle Nachttemperaturen ließen im April die N-Freisetzung aus dem Boden, aber auch den gedüngten Stickstoff nur langsam in Gang kommen. Nach den Niederschlägen Ende April/Anfang Mai und bei Bodentemperaturen über 12 °C ist mit einem deutlichen Anstieg der N-Mobilisierung und N-Aufnahme aus dem Boden zu rechnen.
Bei der noch ausstehenden N-Düngung ist zum einen
der aktuelle Versorgungszustand der Bestände zu beachten,
der N-Vorrat in den unteren Bodenschichten,
sowie die noch zu erwartende N-Nachlieferung zu berücksichtigen.
Aktuelle N-Versorgung ermitteln
Mit dem Yara-N-Tester können Sie die aktuelle N-Versorgung indirekt über die Chlorophylldichte bestimmen. Die ausgewiesenen Werte (zwischen 500 und 750) sind als Relativwerte zu betrachten. Diese müssen für die Sorten kalibriert werden und können je nach Tageszeit, Blattnässe, N-Form oder abhängig von der Versorgung mit anderen Nährstoffen schwanken.
Mit dem Nitra-Check ermitteln Sie die Nitrat-Konzentration im Zellsaft. N-Tester und Nitra-Check geben Auskunft über die aktuelle

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Raps – Herbstdüngung

Weizen – Nutribio N und Utrisha N als N-Fixierer

Die exorbitant gestiegenen Stickstoffpreise bringen Stickstoff-Fixierer wie Utrisha N oder Nutribio N wieder ins Gespräch. In unseren Versuchen in Winterweizen wurden mit der einmaligen Anwendung dieser Biostimulanzien zwischen 15 und 20 kg/ha N fixiert, die sich vor allem im höheren Proteingehalt niederschlugen.

Bei Kosten von derzeit knapp 2 € pro kg Stickstoff kann sich der Aufwand von ca. 40 € pro ha und Anwendung rechnen. Allerdings müssen die Anwendungsbedingungen strikt eingehalten werden, um die notwendige Wirkung zu erreichen.

Nutriobio N (Syngenta) beinhaltet den Bakterienstamm Azotobacter salinestris. Dieses Bakterium besiedelt Blätter und Wurzeln der mit der Spritzbrühe getroffenen Kulturpflanze und breitet sich dort aus. Danach bildet es einen Biofilm auf der Wurzeloberfläche. Mit Hilfe der Nitrogenase kann Azotobacter salinestris Stickstoff aus der Luft zu Ammonium reduzieren, das der Pflanze zur Verfügung steht.

Utrisha N (Corteva) besteht aus dem endophytischen „Methylobacterium symbioticum“. Dieses gelangt über die Stomata in das Pflanzeninnere, um sich

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Raps – Herbstdüngung

Leguminosen – Gefahr durch Blattrandkäfer

Aktuell ist in den ersten Leguminosenbeständen der Zahnradfraß durch den Blattrandkäfer (Sitona spp.) zu beobachten. Mit steigenden Temperaturen ist eine Zunahme der Fraßschäden zu befürchten, der sich umso stärker auswirkt, je zögerlicher die Entwicklung der Pflanzen ist. Der Hauptschaden wird durch die Larven verursacht, die an den Knöllchenbakterien fressen. Dadurch ist die Stickstofffixierung geringer.
Die Larven im Boden können nicht mehr bekämpft werden, aber die adulten Käfer vor der Eiablage. Die Käfer sind wärmeliebend und vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden aktiv. Sie reagieren empfindlich, ziehen sich bei der geringsten Störung in Bodenrisse oder Hohlräume zurück. Für die Bekämpfung stehen Pyrethroide (z.B. Decis Forte, Cyperkill Max, Mavrik Vita, Karate Zeon) zur Verfügung. Der Wirkstoff lambda-Cyhalothrin (u.a. im Karate Zeon) hat die längste Dauerwirkung. Es ist mit 7,5 g AS/ha zugelassen.
Die CS-Formulierung sorgt für eine bessere Anlagerung auf der Blattoberfläche. Dadurch werden auch Käfer erfasst, die nach der Anwendung

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Raps – Herbstdüngung

Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an

Kälte und geringe Niederschläge mit Ausnahme des äußersten Westens ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. So dürfte die N-Freisetzung erst im Mai, wahrscheinlich erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai voll anspringen. Aufgrund der überwiegend guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber aktuell eine Zwischendüngung einplanen.

Nach verhaltener Startgabe kommt auch eine bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch genug Tau fällt. Die Ausbringung mit AHL erfolgt am besten gegen Abend mit Flachstrahldüsen.

Das nicht über das Blatt aufgenommene AHL

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Raps – Herbstdüngung

Mais – Hinweise zur Aussaat

Mais ist eine Solitärpflanze – vergleichbar mit der Zuckerrübe – bei der die Leistungsfähigkeit der Einzelpflanze, insbesondere die Einzelkolbenleistung entscheidend für den Flächenertrag ist.

Ziel der Bestandesführung ist eine möglichst gleichmäßige Entwicklung aller Pflanzen im Bestand. Voraussetzung dafür sind ein homogener Feldaufgang, ein gleichmäßiger Standraum sowie ein Wachstum ohne Unkrautkonkurrenz.

Die Pflanzenzahl je Quadratmeter richtet sich nach dem Wasserangebot und der Wasserversorgung des Standortes.

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für Mais?

Um das Ertragspotenzial und eine sichere Abreife zu erreichen, sollte der Mais möglichst früh gesät werden, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind; Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in 5 cm Tiefe, die in der Folgezeit ansteigen sollten. Bei Temperaturen über 13 °C läuft Mais bei ausreichender Bodenfeuchte in der Regel innerhalb von 7–10 Tagen gleichmäßig auf.

Für eine hohe Bestandesleistung ist ein synchroner Feldaufgang entscheidend. Die Pflanzen sollten idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig auflaufen, da Nachzügler durch Beschattung deutlich im Wachstum zurückbleiben und nur wenig

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Hohe Beschädigungsempfindlichkeit trotz guter Nährstoffversorgung

Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?

In der Saison 2025 zeigte sich häufig, dass bestehende Systeme nicht immer funktionierten. Mit derselben Düngestrategie konnten in den Vorjahren gute Qualitäten erzielt werden, doch in der vergangenen Saison gelang dies in vielen Fällen nicht.
Ursache hierfür war die Witterung im Juli 2025. Deutlich geringere Einstrahlung sowie häufige, teils intensive Niederschläge zur Monatswende Juli/August führten zu Qualitätsproblemen.
Durch die günstigen Pflanzbedingungen im trockenen Frühjahr 2025 befand sich die Bodenstruktur meist in einem gutenZustand. Darauf folgte eine zügige Jugendentwicklung im warmen und teilweise trockenen Juni. Infolge der Niederschläge imJuli kam es anschließend zu einer starken Nachlieferung von Nährstoffen aus dem Boden.
Damit Nährstoffe in der Pflanze eingebaut und umgewandelt werden können, muss sie wachsen. Dafür benötigt sie Sonnenlicht, um Photosynthese betreiben zu können.
Aufgrund der geringen Einstrahlung im Juli war dies jedoch häufig nicht möglich.

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Hohe Beschädigungsempfindlichkeit trotz guter Nährstoffversorgung

Phosphor-Versorgung sicherstellen

Grundsätzlich ist das P-Aneignungsvermögen der Kartoffel im Vergleich zu vielen Winterungen gut. Die Kartoffel wächst überwiegend bei warmen Bodentemperaturen, wodurch die P-Aufnahme begünstigt wird.
In der vergangenen Saison kam es bedingt durch die guten Pflanzbedingungen zu einer guten P-Aufnahme in der Jugendentwicklung. In der weiteren Entwicklung war ab Juli häufig ein zügiger Abfall der P-Versorgung festzustellen. Grund hierfür war neben der Trockenheit auch die gedüngte P-Menge oder in vielen Fällen deren Positionierung. Somit war der ertragsbegrenzende Faktor der Kartoffelproduktion in der Vergangenheit in vielen Fällen das Phosphat.
Wieso kommt es zu geringen P-Aufnahmen?
kühle Witterung in der Jugendentwicklung
schlechte Bodenstruktur
pH-Wert zu hoch
Position des P-Düngers (band, breit oder vor dem Pflug)
Wie kann die Verfügbarkeit gesteigert werden?
Bodenstruktur !!
punktuell saure Düngung (SSA breitflächig)
ein Teil des Phosphats im Band düngen
Ammoniumphosphat (DAP/MAP) bevorzugen
wo möglich, den P-Dünger

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Raps – Herbstdüngung

Versorgung mit Spurenelementen

Worin äußert sich der Mangel im Getreide?
Akuter Mangel an Spurenelementen ist vergleichsweise selten. Latenter Mangel, der sich in einer verstärkten Reaktion auf Stresseinflüsse (Frost, Strahlung, Herbizideinwirkung, Trockenheit) zeigt, tritt dagegen häufiger auf:
Bormangel zeigt sich im Getreide meist erst nach der Blüte, wenn die Ährchen an der Ährenspitze nicht befruchtet werden. Das verstärkte Auftreten von Halmbasiskrankheiten (Rhizoctonia!) ist häufig mit latentem Bormangel in Verbindung zu bringen, der zu einer Schwächung des Gewebes führt.
Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist.
Kupfermangel lässt die Pflanzen, ähnlich wie der Mangel an Kalium, infolge der geringen Verholzung lasch wirken. Aufgehellte Pflanzen lassen den Verdacht auf Stickstoffmangel aufkommen. Mit Stickstoffmangel fühlen sich die Pflanzen aber steif an. Der Nitrattest zeigt auch in diesem

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Raps – Herbstdüngung

Raps und Wintergetreide – Wie hoch muss die Startgabe ausfallen?

Die Mehrzahl der Winterungen sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Getreidebestände befinden sich oft erst im 4-Blattstadium und haben begonnen zu bestocken. Ab Anfang November gesäte Weizenbestände waren bis Vegetationsende um den 20.11. oft noch nicht aufgelaufen.

Bei der Wahl der Stickstoffform müssen

die Bestandes- und Wurzelentwicklung,

der Nitratgehalt im Wurzelraum,

die Bindigkeit des Bodens,

die Bodenfeuchtigkeit,

der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und

die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt und die Konkurrenz zwischen Blätter und Knospen verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im bestockten Getreide werden durch Nitratdünger unproduktive Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und deren Reduktion

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Raps – Herbstdüngung

Raps und Getreide – Das müssen Sie zu Entwicklung und Krankheiten wissen

Der bis Anfang Oktober aufgelaufene Weizen konnte bis Ende November am Hauptrieb noch 5 bis 6 Blätter bzw. 3 bis 5 Triebe je Pflanze bilden (600 bis 1.000 Triebe je m²). Doppelringstadium ab dem 05.03. Stärker entwickelte Bestände sind nur selten anzutreffen. Der nach dem 10. Oktober aufgelaufene Weizen begann nur entlang der Rhein-Main-Schiene und im Weser-Ems-Gebiet noch im Herbst zu bestocken.

Ein Großteil der Weizenbestände hat nur 3 bis 4 Blätter je Pflanze bzw. beginnt gerade zu bestocken. Mit dem Doppelringstadium ist in diesen Beständen nicht vor dem 15.03. zu rechnen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Startgabe mit harnstoffhaltigem Dünger bzw. die Startgabe mit KAS angesagt, um die Cytokinin-Konzentration in den Pflanzen anzuheben und die Bestockung und Ährenanlage zu fördern.

Die Andüngung mit nitrathaltigen N-Düngern ist zu empfehlen, wenn in der Krume (30 cm) weniger als 15 kg/ha Nmin in sandigen bis 30 kg/ha Nmin in schweren Böden

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Raps – Herbstdüngung

Wintergetreide – Warum Getreide in diesem Frühjahr Molybdän braucht

Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist. Um die Molybdänversorgung zu sichern, reicht es in aller Regel, den Boden zu kalken.

Allerdings kann die Düngung mit schwefelsaurem Ammnoniak (SSA) einen Molybdän-Mangel auch bei hohen pH- Werten induzieren. Zum einen reicht die punktuelle Versauerung um das SSA-Korn aus, damit Molybdän festgelegt wird, zum anderen konkurriert das Molybdän mit dem Sulfat bei der Aufnahme durch die Wurzel. Schwefel und Molybdän liegen beide als Anionen (SO₄²⁻ bzw. MoO₄²⁻) vor und konkurrieren um dieselben Aufnahmestellen an der Wurzel. Eine hohe Sulfatkonzentration kann also die Molybdat-Aufnahme auch bei hohen pH-Werten hemmen.

Molybdän ist als Bestandteil der Nitratreduktase notwendig, damit NO3-Stickstoff reduziert und in Eiweiß eingebaut werden kann.

Damit also die Wirkung NO3-haltiger N-Dünger zusammen

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Raps – Herbstdüngung

Versorgung mit Spurenelementen

Wozu brauchen die Pflanzen Spurenelemente?
Spurenelemente kommen „in Spuren“ von 0,5 bis 100 ppm in der Trockensubstanz der Pflanzen vor. Auf den Hektar bezogen sind es einige wenige bis mehrere hundert Gramm. Im Vergleich dazu werden Makroelemente in einer Menge von 20 bis 300 kg pro Hektar bzw. 0,2 bis 5 Prozent der Trockensubstanz benötigt. Spurenelemente sind essenzielle Bestandteile von Enzymen, Hormonen und Proteinen oder regeln wie das Bor Prozessabläufe in der Pflanze. Der Mangel von wenigen Gramm an Spurenelementen kann deshalb gravierende Auswirkungen haben. Wenn die Pflanze z.B. zu wenig Bor hat, wirkt sich das auf deren Organismus ähnlich aus, wie das Vertauschen des Plus- und Minuspols an der Batterie. Das Auto läuft nicht, auch wenn der Tank (mit Stickstoff und anderen Nährstoffen)bis zum Anschlag gefüllt ist.
Spurenelemente wirken sich
auf den Elektronenhaushalt der Pflanze (z.B. Mangan, Eisen, Bor) aus.
Bilden Zentralatome in Proteinen und Vitaminen.
Sind Bestandteile von

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Qualitätsprobleme erschweren zunehmend die Kartoffelvermarktung. Im Speisekartoffelbereich leidet zunehmend die Optik. Drahtwürmer, Rhizoctonia, Schorf, Fusarium etc. waren in allen Anbauregionen verstärkt vorhanden. Dies führt nun zu hohen zweistelligen Abzügen und endet nicht selten darin, dass die Partien nicht als Speisekartoffeln vermarktet werden können.
In der Verarbeitung häufen sich schwache Unterwassergewichte und/oder schlechte Backfarben. Gründe sind die vorzeitige Abreife früh gepflanzter Bestände, oder eine zu hohe N-Konzentration in den Knollen aufgrund starker Nachlieferung durch die Niederschläge Anfang August. Trifft diese hohe N-Versorgung dann auf eine schwache K-Konzentration, wie in diesem Jahr häufig festgestellt wurde, kommt es zu nicht vermarktungsfähigen Qualitäten.
Ein entscheidender Nährstoff, der in der Praxis immer mit Bestandesvitalität und somit Ertrags- und Qualitätseffekten korreliert, ist das Phosphat.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Verfärbte Bestände

In den letzten Tagen fangen die Rapspflanzen in vielen Beständen an, sich gelb-rötlich-violett zu verfärben. Dafür kommen viele Ursachen in Betracht:
Witterungseinflüsse (Nässe, Frost, intensive Strahlung + kühle Temperaturen, Temperatursturz)
Nährstoffmangel (vor allem Stickstoff, Phosphor oder auch Schwefel und Bor)
Schädlingsbefall auf Blätter (Saugschäden durch Läuse), im Spross (Erdfloh-Larven) und an Wurzel (Kohlfliegen- Larven)
Krankheitsbefall an Wurzel (Kohlhernie, Wurzelbrand) mit verringerter Nährstoffaufnahme
Nachwirkung von Sulfonylharnstoffen (Mesosulfuron, Metsulfuron, Propoxy-carbazone) zur Vorfrucht, die infolge Trockenheit im Sommer nicht abgebaut wurden (Cyt-MOG)
Kombination von Wachstumsregler + Gräsermittel (Graminiziden) vor Frost (eingeschränkte Enzymaktivität (Cyt-MOG) bzw. Substratmangel für die Enzymbildung)
Verringerter Abbau von Bodenherbiziden
Wird Stickstoff in der Pflanze knapp, wird dieser aus den älteren Blättern in die jüngeren verlagert. Das führt schließlich zu einer gelben bis violetten Verfärbung der alten Blätter.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Kalzium (Ca) als Nährelement in der Pflanze

Die Niederschläge im Sommer und in den letzten Wochen führten vielfach zur Verlagerung von freiem Kalk aus der Krume. Verbreitet wurde dadurch die Neigung zum Verschlämmen verstärkt. Von außen ist das zu erkennen an der gegen das Licht gesehen glänzigen, oft auch silbrig glänzenden Bodenoberfläche, die durch das Aneinanderhaften der Bodenpartikel entsteht. Dagegen trägt die Ca-Brücke zwischen den Bodenpartikeln zu einer strukturierten, dadurch glanzlosen Bodenoberfläche bei.
Den Struktureffekt von Kalk können Sie testen, indem Sie (Brannt-) Kalkkörner auf dem verschlämmten Boden verteilen. Diese bewirken, dass sich Krümel bilden.
Zur Absicherung können sie den pH in den oberen 10 cm und in den 20 cm darunter untersuchen lassen. Liegt dieser unter pH 6,7 auf tonigen, unter pH 6,1 auf lehmigen bzw. unter 5,8 auf sandigen Böden, ist es angebracht bis zum Frühjahr eine Kopfkalkung zu allen Früchten vorzunehmen, um
die Bodenoberfläche zu stabilisieren,
den Ca-Bedarf der Pflanzen zu sichern,
die Umsetzung von Stickstoff

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Magnesiummangel

Hohe Niederschläge haben Ende August bis Mitte September im Südwesten und Nordwesten bis zur Westküste Schleswig-Holsteins die Böden mit Wasser gesättigt. In einem Streifen von 150 km Breite nördlich der Mittelgebirge von Bremen bis Sachsen sind die Böden aktuell zwischen 40 bis 60 % mit Wasser gesättigt, in den übrigen Gebieten zu 80 bis 90 %.
Der Zustand der Rapsbestände ist deshalb sehr unterschiedlich. Auffallend ist, dass der Raps in den mit Regen gesegneten Gebieten häufiger als in den Vorjahren Anzeichen von Magnesium-Mangel erkennen lässt:
Aufhellende Interkostalfelder, die vom Blattrand aus sich rötlich verfärben. Im Gegensatz zu den TuYV-Symptomen können die Symptome auf das ganze Blatt übergreifen.
Wenn der Raps zeichnet, kann auch das Getreide unter Magnesium-Mangel leiden. Symptome sind erst ab dem 4- Blattstadium zu identifizieren, wenn die Getreidepflanzen auf die Wurzelernährung umschalten:
Ältere Blätter beginnen von der Spitze her in gelben Streifen

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Befall mit Kohlfliegen-Larven

Larven der Kleinen Kohlfliege sind regional in diesem Jahr trotz Lumiposa-Beizung wieder häufiger zu finden. Deren Bekämpfung ist mit den teilsystemisch wirkenden Insektiziden kaum möglich. Um größeren Schaden durch das Abfaulen der Wurzeln zu verhindern, muss die Bor-Versorgung sichergestellt werden. Bor ist notwendig für die Gewebebildung. Um die Konzentration in der Wurzelzone stärker anzuheben, sind 450 g/ha Bor angebracht. Das auf die Blätter gespritzte Bor läuft von den Blättern ab und dringt im Bereich des Wurzelhalses konzentriert in den Boden ein, um dort über die Wurzel aufgenommen zu werden.

Die Bor-Spritzung sollte baldmöglichst erfolgen, wenn Sie Rapswurzeln mit Kohlfliegenlarven finden.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Die in den Blattanalysen gemessenen knappen Kaliumgehalte sind aktuell häufig auch in den Knollen zu finden. Die Kalium-Knollenkonzentration sollte bei mindestens 1,8 % TS liegen. Für eine gute Lagerqualität sollte der Wert bei 2 % oder darüber liegen. Werden diese Werte in der Knolle nicht erreicht, ist mit verstärkten Qualitätsproblemen zu rechnen. Die Beschädigungsempfindlichkeit der Knollen sowie die Neigung zu Schwarz-/Blaufleckigkeit sind erhöht. Die Backfarben im Verarbeitungsbereich sind schlechter, die Lagerverluste höher und die Fäulnisgefahr steigt. Diese Probleme werden verstärkt, wenn zu einer schwachen Kaliumversorgung eine hohe Stickstoffversorgung kommt. Die N-Konzentration in den Knollen sollte bei 1,2 %/TS oder darunter liegen. Häufig sind vor allem in kritischen Partien Konzentrationen von 1,4 %/TS oder höher zu messen.
Knollenanalysen von eingelagerten Kartoffeln geben einen Rückschluss darauf, wie die einzelnen Partien gelagert und im Anschluss vermarktet werden sollten.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Viele Bestände mussten bis Mitte Juli mit wenigen Niederschlägen wachsen und haben in dieser Phase auch schon reichlich Stärke eingelagert. Früh (bis Mitte April) gepflanzte Partien hatten zu dieser Zeit schon Ertrag gebildet und waren physiologisch alt. Diese Bestände konnten von den Ende Juli einsetzenden Niederschlägen nicht mehr profitieren.
Ganz anders sieht es bei späteren Beständen, die zur Monatswende April/Mai gepflanzt wurden, aus. Diese konnten die Niederschläge voll ausnutzen und haben aufgrund des Verdünnungseffektes im ersten Moment Trockensubstanz verloren.
Mit den anschließend guten Wachstumsbedingungen konnten gesunde Bestände wieder Stärke einlagern und effektiv zuwachsen. Das sind Bestände, die jetzt noch wachsen können und unter Umständen sogar gebremst werden müssen.
Eine komplett andere Situation war bei zuvor bereits fußkranken Beständen zu sehen.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Knappe K-Blattversorgung äußert sich in schwacher K-Knollenkonzentration

Während der Saison waren überregional schwache Kaliumkonzentrationen in den Blattproben festzustellen. Die empfohlenen Nachdüngungen haben gut angeschlagen und konnten die Konzentrationen im Blatt und in der Folge auch in der Knolle steigern. In vielen Partien ohne Nachdüngung sind aktuell oft schwache K-Konzentrationen < 1,8 % TS zu messen. Diese sind besonders kritisch zu sehen, wenn im Verhältnis die N-Konzentration zu hoch (> 1,4n% TS) ist.

Durch eine Knollenanalyse ab einer Woche nach der Sikkation kann dies analysiert werden und entsprechend mit der Rodung, Lagerung und Vermarktung darauf reagiert werden.

Neben Stickstoff und Kalium sind auch andere Nährstoffe, wie das Kupfer, Bor und Calcium, für die Gewebestabilität von Bedeutung. Eine Unterversorgung mit diesen Nährstoffen gilt es zu vermeiden.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Kalium-Mangel – 2025 ein großes Problem

Der bereits im letzten Info beschriebene Kalium-Mangel ist dieses Jahr flächendeckend zu finden. Schwache Kaliumaufnahmen lassen sich dabei auch trotz (rechnerisch) ausreichend gedüngten Mengen feststellen. Dies hat mehrere Ursachen. Der häufig trockene Unterboden, die oft schwach ausgebildete Wurzel und – je nach Standort – hohe Calciumwerte blockieren die Kaliumaufnahmen. Nachdüngungen mit Kalium schlagen in diesem Jahr auch auf bereits vorher gut gedüngten Flächen gut an. Die Kaliumnachdüngung über den Boden kann noch durchgeführt werden, solange der Bestand aktiv wächst und weiße/junge Wurzeln hat. Dies kann bei spät gepflanzten Beständen auch noch bis in den August hinein sein.
Nach einer bereits erfolgten Kaliumdüngung kann mit einer Mindestmenge von 150 kg/ha Kornkali nachgedüngt werden.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Phosphor – Nachlieferungsprobleme unter trockenen Bedingungen

Die P-Versorgung in den Pflanzenanalysen zu Beginn der Saison war ausgesprochen hoch.
Dies zeigte sich auch an der schnellen Jugendentwicklung der gut versorgten Bestände. Mit einsetzender Trockenheit und steigenden Temperaturen fiel die P-Versorgung vieler Bestände schnell ab. Grund hierfür ist zum einen die geringe Beweglichkeit des Phosphats. Sobald die Wurzel unter trocken-heißen Bedingungen nicht mehr wächst, reduziert sie zuerst die Phosphor- und Zinkaufnahme. Zum anderen kommt unter konstant trockenen Bedingungen die mikrobielle Aktivität zum Erliegen. Ein großer Teil der P-Fraktion im Boden ist im Körperaufbau von Mikroorganismen gespeichert. Diese stellen die schnelle verfügbare P-Fraktion dar.
Die häufig schwache P-Versorgung kann mit einer P-Blattdüngung in Kombination mit der Fungizidmaßnahme ausgeglichen werden.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Kalkung auf Ackerland

Kalken – pH-Werte vielfach stark gesunken Die hohen Niederschläge im Sommer der letzten beiden Jahre führten zur Verlagerung von Kalzium und Magnesium aus der Wurzelzone und zu einem eklatanten Absinken der pH-Werte in der Krume. In unseren Testflächen sanken die Werte bis zum Frühjahr um pH 0,5 bis 1,2. Auf tiefgründigen Böden gelangten die verlagerten Kationen zusammen mit Stickstoff und Schwefel durch das Kapillarwasser im trockenen Frühjahr wieder in die Wurzelzone, damit stieg der pH-Wert wieder an. Das war auf Böden mit geringer oder gestörter Kapillarität (z.B. sandige bzw. Schotterböden) bzw. auf Böden mit Unterbodenverdichtungen oder Störschichten, die den Aufstieg des Kapillarwassers behindern, nicht der Fall. Um sicher zu sein, dass der pH im Boden noch stimmt, ist es angebracht, kurzfristig den pH im Boden untersuchen zu lassen und im Falle deutlich zu niedriger pH-Werte eine für die kommenden Jahre vorgesehene Kalkung vorzuziehen. Damit werden die Kalkverluste ausgeglichen, die biologische Aktivität und der Nährstoffumsatz im Boden sichergestellt und Ertragseinbußen vermieden. Bedeutung des pH-Wertes Die im Boden vorkommenden Tonminerale und Humuspartikel sind als Kolloide nach außen negativ (-) geladen und wirken wie viele kleine Magneten, die positiv (+) geladene Kationen an sich ziehen. Tonminerale untereinander und Humuspartikel würden sich gegenseitig abstoßen. Der Boden hätte dann keine feste Konsistenz. Erst wenn die Bindungsstellen durch positiv-geladene Teilchen bzw. Kationen (H+, K+, Na+, NH +, Ca++, Mg++) besetzt sind, lagern die Kolloide aneinander bzw. können durch zweiwertige Kationen (Ca++, Mg++) miteinander verbunden sein („Ca- Brücken“). Durch die Ca-Brücken bekommt der Boden seine stabile Struktur. Auch Magnesium kann Kolloide verbinden, die Bindung ist allerdings aufgrund des geringeren Durchmessers des Mg-Atoms und der größeren Wasserhülle sehr instabil. Der Boden neigt zum Verschmieren, sobald er feucht wird. K+, Na+ und NH4+ sind einwertige, wie Ca++ und Mg++ basisch wirksame, pH steigernde Kationen, die aber keine Brücke bilden können und den Boden leichter verschlämmen lassen. Für eine günstige Bodenstruktur sollten deshalb die Ca++- Ionen zwischen 75 und 80 %, Mg++-Ionen zwischen 10 und 15 %, einwertige Kationen (K+, Na+, NH +) zusammen nicht mehr als 7 % der KAK (Kationen-Austausch-Kapazität) ausmachen

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

In den Analysen sind auch häufig Mikronähr-
stoffe knapp. Die Pflanzen sind schwach ver-
sorgt mit Bor, Kupfer, Zink und vereinzelt Man-
gan. Die fehlenden Nährstoffe können teilweise
durch eine gezielte Blattdüngung ergänzt wer-
den. Dazu muss jedoch bekannt sein, welcher
der Nährstoffe im Mangel ist. Daher ist eine ei-
gene Blattnährstoffanalyse unabdingbar. Damit
wird die Nährstoffeffizienz und in der Folge der
Ertrag aber vor allem die Knollenqualität abge-
sichert.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Zuckerrübe – Absicherung der Nettoassimilation

Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Diese alten, zusätzlich mit Herbiziden belasteten Blätter sterben ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium eingesetzt hat. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Mit dem 10-bis 12-Blattstadium beginnen die Rüben die Reihen bzw. den Bestand zu schließen. Gleichzeitig setzt das sekundäre Dickenwachstum ein, dessen Abschluss mit dem Tageslängenwechsel (21. Juni) eingeleitet wird. Je mehr Zeit zwischen dem Reihenschluss und den längsten Tagen im Jahr zur Verfügung steht, umso mehr Kambiumringe werden gebildet. Die Kambiumringe dienen dem Transport und der Verteilung des Zuckers in die Speicherzellen um die Kambiumringe. Je mehr Kambiumringe gebildet werden, umso mehr Speicherzellen, umso mehr Zucker kann eingelagert werden. An jedem Kambiumring setzen bis zu 4 Blätter an. Die Assimilate aus diesen Blättern versorgen die zugehörigen Bereiche mit Zucker. Die ab dem 10-Blattstadium erscheinenden nächsten 8 bis 12 Blätter tragen die Hauptlast der Assimilation und der

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Weizen – Ährendüngung

Die Weizenernte war 2024 mit durchschnittlich 67,9 dt/ha im Ertrag niedriger als 2003. Anders als 2003 lagen die Proteingehalte nur noch bei 11,4 %. Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV machte sich drastisch bemerkbar. 2024 wirkten sich das niedrige N-Angebot und die geringe Strahlung negativ aus. Letzteres war auch 2016 der Fall. Trotzdem wurden 2016 noch 76 dt/ha mit 12,6 % Protein geerntet. In diesem Jahr (2025) waren die Nmin-Vorräte im Böden höher. Kühle Temperaturen und Trockenheit schränkten aber die N-Freisetzung ein. Hinzu kommt, dass das potentielle Nmob aus dem Boden in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Die geringe Freisetzung erkennt man am starken Melieren der Böden, die auf geringe

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Trockenheit reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Aufgrund der reduzierten Niederschläge seit Jahresbeginn ist der Bodenwasservorrat deutschlandweit auf sehr niedrigem Niveau. Dies führte überregional zu guten Bedingungen für die Bodenbearbeitung und Auspflanzung. In der Jugendentwicklung kann eine anhaltende Trockenheit allerdings zur eingeschränkten Nährstoffverfügbarkeit führen.
Durch eine geringe Luftfeuchtigkeit und den häufigen Wind erhöht sich die Transpiration der jungen Stauden. In der Folge werden massenflussabhängige Nährstoffe wie Nitrat, Sulfat, Magnesium und Calcium zügig und auch unter trockenen Bedingungen noch sehr lange aufgenommen. Hingegen sind unter diesen Bedingungen vor allem die Nährstoffe im Mangel, zu denen die Wurzel aktiv hinwachsen muss. Hier kommen zuerst Phosphor, Zink und Kupfer in den Mangel.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Entgiftung von Herbizidschäden

In dieser Saison sieht man häufig Herbizidschäden durch die bekannten Wirkstoffe Clomazone oder Aclonifen, bedingt durch die kühlen Nachttemperaturen und den oftmals verspäteten Anwendungstermin.
Der Wirkungsschwerpunkt der Kartoffelherbizide liegt im Vorauflauf und im Keimblattstadium der Unkräuter. So zeigten spätere Anwendungen oft geringere Wirkungsgrade oder den Schaden an der Kartoffel, bspw. durch ein zu dicht am Auflaufen eingesetztes Bandur.
Die zur Kartoffel ausgebrachten Herbizide müssen auch von der Kartoffel selbst abgebaut und in Ihrem Stoffwechsel entgiftet werden. Neben den dazu erforderlichen Enzymen, die zum Großteil aus Kupfer und Eisen bestehen, ist zur Entgiftung auch Wärme notwendig. Daher zeichnen Nachauflaufanwendungen, aber auch Nachwirkungen von Vorauflaufanwendung unter kühlen Bedingungen deutlich.
Zusätzlich sollte Phosphor für den zügigen Blattaufbau eingesetzt werden.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Hohe Einstrahlung reduziert den Knollenansatz

Sehr stark abhängig von der Pflanzgutqualität ist die Stängelanzahl in diesem Jahr eher durchschnittlich bis knapp. Dies hat ein geringeres Ansatzpotential zur Folge. Auch die aktuell sehr strahlungsreiche Witterung führt zu einem reduzierten Knollenansatz pro Stängel. Viel Einstrahlung und Wärme fördern die Bildung der Cytokinine in der Pflanze. Die somit stärkere Zellteilung führt zu einem zügigen Blattaufbau und einer schnellen Jugendentwicklung. Da in der Kartoffel die Stolonen keine Wurzeln sind, sondern unterirdisch verdickte Sprosse, sind sie physiologisch dem Blattapprat gleichgestellt. Somit besteht eine Konkurrenz zwischen Blattaufbau und Knollenansatz.
→ Zügige und üppige Blattentwicklung hat häufig einen geringen Knollenansatz zur Folge.
Gegenspieler der Cytokinine in der Pflanze sind die Auxine. Diese werden im Blatt gebildet, anschließend abgeleitet und führen unterirdisch zu einem verstärkten Wurzelwachstum und höheren Knollenansatz.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterweizen – Qualitätsdüngung

Trockenheit und Kälte schränkten bis Ende April die N-Freisetzung aus dem Boden ein. Mit den Niederschlägen vor und nach Ostern kam zunächst der im Boden vorliegende mineralische Stickstoff zum Wirken. Die N-Mobilisierung kam bislang noch nicht richtig in Gang und wird auch in den nächsten 14 Tagen auf sich warten lassen, wo die Böden kaum durchfeuchtet wurden. Bleiben die Böden feucht und steigen die Bodentemperaturen über 15 °C, setzt die N-Nachlieferung verstärkt ein. Damit ist ab dem 20. Mai zu rechnen. Eine Zwischendüngung, die von der Spätdüngung abgezogen werden muss, kann bei bisher knapper Kalkulation angebracht sein. Ob die Zwischendüngung notwendig ist, zeigen der N-Tester oder der Blattvergleich: Beim letzteren werden die Blätter nebeneinandergehalten: Hellt das 4. Blatt von oben gegenüber dem 3. Blatt deutlich auf, lagert die Pflanzen Stickstoff aus, um damit den Neuzuwachs zu versorgen. In diesem Fall können 25 kg/ha N gedüngt werden. Ist das 3. Blatt

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Zink – nicht nur für die Proteinbildung notwendig

Die zu Schossbeginn gezogenen Pflanzenanalysen wiesen in den letzten Jahren mit zunehmender Tendenz eine Unterversorgung mit Zink aus. Davon betroffen sind nicht nur stark sandige Diluvialstandorte mit von Haus aus geringer Versorgung oder Standorte mit hohen pH-Werten (über 7) bzw. Standorte mit hohen P-Gehalten im Boden, sondern auch Böden mit „normalen“ Eigenschaften und bislang als ausreichend eingestuften Gehalten im Boden. Ein Grund für die Häufung von Zink- und generell von Spurenelementmangel ist sicherlich, dass in den letzten 30 Jahren durch die Ernten Spurenelemente entzogen, aber keine Spurenelemente in größeren Mengen zugeführt werden. Das Getreidekorn enthält ca. 30 mg Zn je kg bzw. 30 g je t Ertrag (LKV Sachsen, 2024). Mit 9 t/ha werden also 270g Zink abgefahren. Das hört sich nach wenig an, aber sind 8 kg/ha in 30 Jahren bzw. das entspricht etwa 2 ppm Zn im Boden. Ein „normaler“ Boden enthielt im Jahr 1990 etwa 3

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an Kälte und Trockenheit ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist östlich der Mittelgebirge aufgrund der anhaltenden Trockenheit noch nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. Die wenigen Millimeter Regen reichten nicht aus, um den Boden soweit zu durchfeuchten, dass die N-Nachlieferung in Gang kommt. So dürfte die N- Freisetzung erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) voll anspringen. Aufgrund der guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber eine Zwischendüngung einplanen. Nach verhaltener Startgabe kam die bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch Tau fällt. Die Ausbringung erfolgt am besten gegen Abend

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Schwefel- und zugleich Kalziummangel?

In einigen Pflanzenanalysen wurde eine Unterversorgung mit Kalzium und Schwefel im Getreide ausgewiesen. Beim Nachfragen handelt es sich häufig um hellere Stellen im Schlag, die sich vom restlichen Schlag durch geringere Humusgehalte und höhere (!) pH-Werte abheben.

Ursache dürfte zum einen die Gipsbildung durch die Reaktion von CaO mit dem Sulfat aus dem SSA sein. Bei geringer Verdunstung und damit eingeschränktem Massenfluss kann dadurch auf kalkhaltigen Böden Schwefelmangel trotz ausreichend hoher S-Zufuhr auftreten, da Gips weniger wasserlöslich (2 g/l) ist als SSA (761 g/l) oder Kieserit (71 g/l).

Bei geringem Wurzelwachstum und dadurch eingeschränkten Wurzelausscheidungen, die zu einem Absenken des pH in der Rhizosphäre führen, kann auch CaO bei pH-Werten über 7 vorübergehend als CaCO3 (Ca-Karbonat) festgelegt werden. In diesem Fall heißt es Nerven zu behalten und abzuwarten, dass die Bestände nach einem warmen Regen in Gang kommen.

Um die Nerven zu beruhigen, hilft eine Blattdüngung mit 10 kg/ha SSA

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Mais – Düngung im Frühjahr 2025

Ab Freitag (11.04.) werden die Bodentemperaturen über 8 °C und danach über 10 °C ansteigen. Da in der Folgezeit auch im Norden steigende Temperaturen angekündigt werden, ist die Maisaussaat ab Freitag gut möglich. Bis dahin sollten inklusive der Unterfußdüngung 70 % der vorgesehenen N-Düngung ausgebracht sein, als Gülle oder Harnstoff. Nitrat-haltige Dünger eignen sich weniger, da das Nitrat das Wachstum der unteren Blätter zulasten des Wurzelwachstums stimuliert und Stickstoff aus den unteren Blättern mit erhöhtem Energieaufwand in den Neuzuwachs umverlagert werden muss. Die restliche N-Düngung wird ab dem 4- bis 8-Blattstadium in den stehenden Maisbestand über Gülle mit Schleppschläuchen oder als Harnstoff mit Urease-Hemmer mit dem Düngerstreuer ausgebracht. Harnstoff führt anders als NH4-haltige Dünger (auch KAS) nicht zu Verätzungen des Maisblattes. Die Aufteilung der N-Düngung zu Mais ist vor allem auf Standorten mit geringem N- Nachlieferungspotential sinnvoll, auch bei ungünstiger Bodenstruktur. Da häufig Ende Mai bzw. Anfang Juni einsetzender

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Stickstoff als Ursache vieler Qualitätsprobleme

Nach der vergangenen Saison sind viel Partien negativ aufgefallen. Speisekartoffeln haben vermehrt Probleme mit Druckstellen, Beschädigungen oder Fäulnis. In der Verarbeitungsware sind schlechte Backfarben aktuell überregional ein großes Problem.
Häufig liegt die Ursache an einer überhöhten N-Konzentration in den Knollen. Ausreichende Feuchtigkeit in der gesamten Saison führten zu idealen Mineralisationsbedingungen. Durch die häufig bedeckte Witterung wurde zudem der N-Abbau in der Pflanze reduziert. Die daraus resultierende hohe N-Konzentration fällt aktuell in sehr vielen Knollennährstoffanalysen auf.
Daher gilt es, die N-Kalkulation zu Kartoffel genauer zu betrachten und die Nachlieferungen des Bodens besser mit einzubeziehen.
Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?
Der Stickstoffbedarf der Kartoffel richtet sich nach dem Entzug durch die Knollen und dem Bedarf für die Ausbildung des Blattapparates. Dabei liegt der N-Entzug eines durchschnittlichen Kartoffelkrauts einer Speisekartoffel bei etwa 100 kg/N ha, für Verarbeitungskartoffeln bei 120 kg/N ha.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Phosphor – Steigerung der Effizienz

Grundsätzlich ist das P-Aneignungsvermögen der Kartoffel im Vergleich zu vielen Winterungen gut. Die Kartoffel wächst überwiegend bei warmen Bodentemperaturen, wodurch die P-Aufnahme begünstigt wird.
Allerdings war das vergangene Frühjahr zu Beginn deutschlandweit kühl, sodass die Vegetation auch im Mai oft nur zögerlich in Gang kam und auch viele Kartoffelbestände eine verzögerte Jugendentwicklung hatten. In Kombination mit den teilweise intensiven Niederschlägen kam es regelmäßig zu Versorgungsengpässen bei der P-Aufnahme. Somit war der ertragsbegrenzende Faktor der Kartoffelproduktion in der Vergangenheit in vielen Fällen das Phosphat.

Wieso kommt es zu geringer P-Aufnahme?

• Kühle Witterung in der Jugendentwicklung

• Schlechte Bodenstruktur

• pH-Wert zu hoch

• Position des P-Düngers (band, breit oder vor dem Pflug)

Wie kann die Verfügbarkeit gesteigert werden?

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Unerwartet hohe Nmin-Werte und NH4-Freisetzung aus Tonmineralen

In den Nmin-Untersuchungen werden z.T. überraschend hohe Nmin-Werte ausgewiesen, die sich auch in der Nachuntersuchung bestätigten, also nicht auf warm gewordene Proben zurückzuführen sind. Davon betroffen sind vor allem Lössstandortein Sachsen-Anhalt und Sachsen und Auenstandorte im Einzugsbereich von Lössstandorten, verstärkt Standorte mit organischer Düngung in den Vorjahren.

Von einigen dieser Standorte liegen KAK-Untersuchungen vor, die als vorherrschendes Tonmineral Illit mit einer NH4- Sättigung von 1 % der Austauschkapazität aufweisen.

In den Illiten werden Kalium und Ammonium in den Zwischenschichten fixiert, aus denen eine Freisetzung nur dann erfolgt, wenn diese Zwischenschichten durch Nässe bzw. H+-Ionen aufgeweitet werden.

Dann rutschen die in den Zwischenschichten fixierten K- und NH4+-Ionen heraus und gelangen in die Bodenlösung.

Trocknet der Boden wieder aus, schnappen sich die Tonminerale wieder einen Teil des Kaliums und Ammoniums aus der Bodenlösung und legen diese wieder fest.

Ein Teil des NH4 in der Bodenlösung wird nitrifiziert. Das Nitrat bleibt im 

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Raps – Nachtfröste verhindern das Schlüpfen der Stängelrüssler, aber Erdflohlarven

Mit Ausnahme des Oberrheingrabens liegen die Bodentemperaturen in den oberen 5 cm des Bodens unter 3 °C. In den kommenden Tagen ist dort in dunklen, humosen Böden mit einem Anstieg auf über 5 °C zu rechnen, der allerdings für den Schlupf der Stängelrüssler nicht ausreichen wird, wenn die Temperaturen ab der kommenden Woche wieder zurückgehen werden. Mit massenhaftem Zuflug von Stängelrüsslern ist deshalb noch nicht zu rechnen. Etwas anders sieht es mit den Larven des Erdflohs aus, die durch Temperaturen über 12 °C aktiv werden, um sich aus den verkoteten Blattstielen auszubohren und darunter wieder einzubohren. In dieser Zeit ist eine Bekämpfung mit Pyrethroiden möglich, die gegen die Larven noch gut wirken. Kontrollieren Sie deshalb die Blattstiele von Rapspflanzen auf Rapserdfloh-Larven. Wenn Sie mehr als 3 Larven in schwachen Pflanzen (unter 7 mm WHD) bzw. mehr als 5 Larven in kräftigen Pflanzen mit mehr als 10 mm Wurzelhalsdurchmesser finden, ist

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Grundnährstoffversorgung

Bei kaum einer Kultur sind die Auswirkungen einer unzureichenden Grundnährstoffversorgung so gravierend, wie dies bei der Kartoffel der Fall ist. Neben dem Ertragseinfluss spielt bei der Kartoffel insbesondere der qualitative Einfluss der Grundnährstoffversorgung eine entscheidende Rolle. Aufgrund ohnehin zunehmender Herausforderungen bei der Erzeugung qualitativ hochwertiger Kartoffeln, darf kein zusätzliches Problem in der Produktion durch ein Nährstoffdefizit entstehen.
Viele Nährelemente, wie das Kalium und das Magnesium, werden linear zum Trockensubstanzertrag aufgenommen. Hingegen kann der Phosphor- und Stickstoffgehalt in den Knollen ohne Ertragsverluste mit zunehmendem TS-Gehalt abnehmen. Somit flacht die Phosphor- und Stickstoffentzugskurve mit steigendem Trockensubstanzertrag ab. Rein aus dieser Tatsache wirkt sich vor allem die Stickstoffversorgung in den wenigsten Fällen ertragsbegrenzend aus. Die Kalium- und Magnesiumversorgung dagegen häufig. Bei Phosphor kommt es weniger auf die absolut gedüngte Menge an, vielmehr auf die Effizienz der eingesetzten Nährstoffmenge.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Wintergetreide – Düngerplanung

Startgabe Die Form der Startgabe (N1) zu Getreide sollte sich an der Bestandesentwicklung orientieren. Phosphor wird am effektivsten im Herbst in den Boden eingearbeitet. Die Ausnutzung des im Herbst gedüngten Phosphors ist um mehr als das 3-fache besser, als wenn Phosphor im Frühjahr obenauf gestreut wird. Nachdem die DAP-Düngung im Herbst zu Weizen (Roggen, Triticale) nicht mehr zulässig ist, ist die P-Frühjahrsdüngung auf Standorten mit pH-Werten über 6,3 sinnvoll. Ein Teil des im Frühjahr gedüngten Phosphors geht durch die SSA-Düngung besser in Lösung, der Rest des als Ca-Phosphat festgelegten Phosphors wird durch SSA im Herbst oder im kommenden Frühjahr wieder in Lösung gebracht. Kalium wurde auf Böden mit weniger als 6 % Ton aus der Krume gewaschen. Auf stark sandigen Böden (unter 3 % Ton) ist deshalb eine K-Düngung im Frühjahr zu empfehlen. Mit 200 kg/ha Kornkali werden 12 kg Mg und 10 kg Schwefel gedüngt. Illit-reiche Standorte enthalten Ammonium

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Getreide und Raps – Stickstoffdüngung im Frühjahr 2025

Die Mehrzahl der Bestände sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Bestände haben oft erst das 4-Blattstadium, ab Anfang November gesäte erst 2 bis 3 Blätter gebildet. Bei der Wahl der Stickstoffform müssen die Bestandes- und Wurzelentwicklung, der Nitratgehalt im Wurzelraum, die Bindigkeit des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit, der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im Getreide werden durch Nitratdünger die Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und erst verzögert wieder reduziert. Durch die höhere Konkurrenz in der frühen Schossphase leidet die Ausbildung der produktiven Ähren. Zudem wird überschüssiges Nitrat

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Stickstoff im Boden im Frühjahr 2025

Nährstoffauswaschung Ausgesprochen nass war es im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres im Norden, südlich der Donau und im Westen Deutschlands. Aber auch in den Trockengebieten fielen mehr Niederschläge als normal. Die Niederschlagsmengen bewirkten, dass die sandigen Böden in ganz Deutschland mit Wasser gesättigt sind. In Norddeutschland wurden die Sandböden mehrfach durchgespült, so dass dort Nitrate, Sulfate und auch Kationen mit geringer Bindung wie Magnesium, Kalzium auch Ammonium und Kalium ausgewaschen wurden. Nitrat dürfte auch aus den lehmig-tonigen Böden in Niederbayern und in den Marschen in Norddeutschland verlagert worden sein, kann aber kapillar wieder in den Wurzelraum aufsteigen. Die guten Böden in den Regenschattengebieten im Südwesten, in Franken oder in den Börden Ostdeutschlands sind trotz der Niederschläge erst zu 70 bis 90 % wassergesättigt. Dort hat noch keine gravierende Nährstoffauswaschung stattgefunden. Nachdem auch freier Kalk mit der Bodenlösung verlagert wurde, lagen nicht genug Ca-Ionen vor, um Schwefel als Gips zu

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Nässe im Herbst bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen

Im Nordwesten (westlich der A7, nördlich der A4) sind die Böden verbreitet übersättigt mit Wasser. Jeder Millimeter mehr wird zu einer Verschlechterung der Ausgangslage im Frühjahr beitragen. Dort ist mit niedrigen Nmin-Werten im Frühjahr zu rechnen. Im Nordosten mit Ausnahme der Küstenstandorte und Vorgebirgslagen warten die Böden noch auf Regen. Die Bördestandorte können auch noch 60 bis 100 mm Regen bis zur Sättigung aufnehmen. Die Nmin-Werte werden sich auf den besseren Böden im normalen Bereich bewegen, auf den sandigen Böden niedriger sein, wenn es in der Folgezeit mehr als 60 mm regnen sollte. Im Süden sind die Böden mit Wasser nahezu gesättigt, in einigen Gebieten auch schon übernass. Dies zeigt sich an den Aufhellungen der Gerste in den doppelt bearbeiteten Teilbereichen. Weiterer Regen wird auch dort zu einer verstärkten Nitrat-Verlagerung führen. Niedrige Nmin-Werte in der Krume, das bedeutet auf Sandböden weniger als 10 kg/ha Nmin, auf Lehmbödenunter 20 kg/ha in

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Seit Anfang November ist verstärkt Mehltau in der Wintergerste zu beobachten. Milde Temperaturen in Kombination mit hohen Luftfeuchten begünstigten die Infektionen. Insbesondere in den früh gedrillten, dichten Wintergerstenbeständen breitete sich der Mehltau explosionsartig aus. Diese Bestände präsentieren sich bereits von weitem durch hellere bzw. gelblicher statt sattgrüner Farbe. Bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die weißen Pusteln auf den Blättern. Regenfälle unterbrachen verbreitet in der letzten Septemberdekade die Aussaat der Wintergerste. Die erst Anfang Oktober gedrillten Bestände weisen vereinzelt Mehltau- oder auch Zwergrost-Symptome auf. Sobald die Temperaturen anhaltend unter 15 °C sinken, wird sich der Mehltau nicht weiterentwickeln. Bleibt es dagegen mild und sind noch Tage mit 15 bis 18 °C angesagt, bleibt der Mehltau aktiv. In der Regel können kräftige Wintergersten den Mehltaubefall im Herbst ohne Ertragseinbußen aushalten, da im Frühjahr neue, gesunde Blätter gebildet werden können. Auf Typhula-Standorten bilden die abgestorbenen Mehltau-Läsionen auf den Blattscheiden eine Eintrittspforte für

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Phosphor-Bedarf sicherstellen

Wärme und Trockenheit ab Mitte Oktober haben den bereits bestellten Beständen zu einem guten Start verholfen, solange man nur den Spross betrachtet. Die Wurzeln dieser Bestände schauen dagegen eher mickrig aus. Das dürfte auch bei den in diesem Zeitraum bestellten Beständen der Fall sein, wenn die nass-kalten Bedingungen anhalten. Sollten dann noch winterliche Bedingungen herrschen, geraten die Pflanzen in ein Dilemma: Keine Wurzel, kein Wachstum; kein Wachstum, keine Wurzel. Das kann sich im Frühjahr lange hinziehen, vor allem in der Wintergerste. Momentan heben sich trotz ausreichender P-Versorgung im Boden in unseren Versuchen bereits die mit DAP gedüngten Parzellen gegenüber den nicht gedüngten Parzellen ab. Aus den Schlagkarteiauswertungen und aus der Literatur ist abzuleiten, dass eine Ertragswirkung der zur Aussaat gegebenen P-Düngung auch bei guter Versorgung zu erwarten ist, wenn schlechte Bodenstruktur (= geringe Durchwurzelbarkeit) und Nässe (= O2-Mangel) die P-Aufnahme behindern. Trockenheit und niedrige Temperaturen setzen die P-Aufnahme um gut

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Auswirkungen der Nässe auf das Frühjahr 2025

Wassergesättigte Böden im Westen, Norden und Süden Westlich der früheren innerdeutschen Grenze, in Schleswig-Holstein und im westlichen Mecklenburg sowie südlich des Mains sind die Böden derzeit verbreitet das zweite Jahr nacheinander mit Wasser gesättigt. Durch eine ähnliche Situation im Jahre 1981/82 wurden die Böden durch die Rübenroder stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachwirkungen waren noch bis 1996/97 zu spüren. Ab Ende Dezember 1996 drang der Frost selbst in Westdeutschland über 1 m tief in den nassen Boden ein und beseitigte die Strukturschäden. Die Körnermais- und Zuckerrübenernte wird in diesen Gebieten noch zu einer Herausforderung. Ob danach überall Getreide gesät werden kann, ist mit einem Fragezeichen versehen. Wie wirkt sich Nässe auf den Boden aus? Wasser allein ist nichts Schlimmes. Ausreichend Bodenfeuchte ist notwendig, damit die Biologie im Boden funktioniert und Pflanzen wachsen können. Feuchtigkeit verhindert Staubbildung und Winderosion. Feuchte ist auch notwendig, damit sich die feinsten Bodenpartikel ausrichten und zu

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Wintergetreide – Beizung

Der Anteil von Saatgutproben mit Flugbrand in Gerste und Weizen, auch von Steinbrand im Weizen, nahm in den letzten Jahren beständig zu. Damit wurde der Eindruck auf den Feldern bestätigt. Betroffen sind nicht nur Bio-Betriebe. Die Beizung insbesondere gegen Brande ist eine effektive, vor allem punktgenaue Pflanzenschutzmaßnahme. Unterbleibt die Beizung, ist eine spätere Bekämpfung von Branden mit Fungiziden nicht mehr möglich. Zudem werden durch die Beizung auch eine Reihe von anderen saatgut- oder bodenbürtigen Krankheiten eingedämmt, wenn nicht sogar unterbunden, wie Schneeschimmel, Fusarien-Arten, Septoria-Arten, Drechslera-Arten oder Rhynchosporium. Beizwirkstoffe kontaminieren nur das Saatgut und werden bestenfalls in den daraus erwachsenden Pflanzenteilen bzw. im Beizhof um das Samenkorn verbreitet, während sich der Spritznebel in der Umgebung der Zielobjekte verteilt.
Tabelle

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Angepasste Produktionstechnik für den natürlichen reifenden Bestand

Angepasste Produktionstechnik für den natürlichen reifenden Bestand

Wenn die Bestände regelmäßig zum Zeitpunkt der geplanten Sikkation satt grün im Wuchs stehen und noch keine Anzeichen der Reife haben, muss die Produktionstechnik im Kartoffelanbau ohnehin hinterfragt werden.
Was muss sich in der Produktionstechnik ändern?
Engere Pflanzabstände: Die Knollengröße darf zukünftig nicht mehr Grund der Sikkation sein. Dementsprechend muss die Knollendichte erhöht werden. Ein erster Ansatzpunkt dafür ist der Pflanzabstand. Je enger gepflanzt wird, desto mehr Tochterknollen stehen hinterher pro Quadratmeter (leider nicht immer linear).
Angepasste Pflanzgutgröße: Im Vergleich zu kleineren Sortierungen werden mit Fraktionen von 45/55 mm höhere Knollendichten erreicht. Somit sollten schwach ansetzende Sorten eher in einer größer gebrochenen Sortierung gepflanzt werden. Wenn dies betrieblich umsetzbar ist, können durchaus auch Parteien > 55 mm gepflanzt werden. In Bezug auf Knollenansatz und Triebkraft ist dies eine sehr gute Alternative.
Optimales physiologisches Alter/ optimale Nährstoffversorgung: Die

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Angepasste Produktionstechnik für den natürlichen reifenden Bestand

Aktuelle Situation, den späten Zuwachs effektiv nutzen

Viele Bestände sind in diesem Jahr witterungsbedingt spät gepflanzt worden. Diese sind meist physiologisch noch sehr jung und müssen den September über noch wachsen. Damit dies möglich ist, müssen diese jedoch bis zur Reife gesund erhalten werden. Neben Phytophthora und Alternaria ist Sklerotinia in den meisten Beständen aktuell zu finden und reduziert häufig den Zuwachs.
Zudem lagern die Bestände mit zunehmend kürzer werdendem Tag weniger ein. In den spät gepflanzten Beständen sind die Unterwassergewichte problematisch. Häufig erreichen die späten Partien die für die Verarbeitung geforderten Qualitäten noch nicht. Daher müssen die Bestände anhand ihres Knollenansatzes und der Vitalität des Blattapparates beurteilt und entsprechend gefördert werden.
Ist der Bestand noch knackig grün und sehr vital, soll aber Ende des Monats (in 4 Wochen) in die Reife gehen, muss die Umverlagerung beschleunigt werden. Damit die Assimilate

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Raps – Herbstdüngung

N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.

Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
Abbildung

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Raps – Aussaat 2024

Bodenbearbeitung Durch die Starkniederschläge sind die Böden z.T. stark eingeschlämmt, d.h. auch Tonteilchen wurden verlagert. Schimmern sandig-schluffige Böden mit weniger als 15 % Ton nach Regen an der Oberfläche hellgrau oder glänzen gar silbrig bzw. hat sich über der Krumensohle eine dünne Schicht mit eingeschwemmter Erde gebildet (Spaten!), ist es angebracht vor Raps zu pflügen, um verlagerte Tonteilchen wieder hochzubringen. Das gilt vor allem für Böden mit zu niedrigen pH-Werten. Die Pflugtiefe muss aber der Bodenfeuchte angepasst werden bzw. die Bearbeitung darf im feuchten Boden nicht auf volle Krumentiefe erfolgen, um im kommenden Jahr die aktuell kaum zu vermeidende Schmiersohle unter den Scharen unterfahren zu können. Um Strohmatten zu vermeiden, sollte vor dem Pflügen das Stroh mit dem Grubber (oder zur Not auch mit der Scheibenegge) am besten in 2 Schritten, um keine Brocken zu produzieren, ca. 15 cm tief eingearbeitet werden. Nach jedem Bearbeitungsgang muss rückverfestigt werden. Hinter dem

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Platzierung des Düngers statt Ausbringung mit der Schaufel

Je knapper die Versorgung der Böden, umso wichtiger wird die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor. Das zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Güllebetriebe mit hoher P-Versorgung liegen in den Erträgen durchweg an der Spitze. Die Nährstoffaufnahme erfolgt proportional zur Nährstoffkonzentration im Boden. Je geringer der Abstand zwischen einer Nährstoffquelle (Düngerkorn, mit Nährstoffen versorgte Bodenpartikel) und den Wurzelspitzen ist, umso niedriger kann die Nährstoffkonzentration sein, um die notwendige Nährstoffaufnahme pro Zeiteinheit (Tag) sicherzustellen. Geringe Nährstoffversorgung im Boden, die Begrenzung der Düngerausbringung durch die DüV, aber auch die durch Festlegung eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe erfordern umgekehrt einen kürzeren Transportweg der Nährstoffe vom Düngerkorn zur Wurzel, d.h. Platzierung der Nährstoffe in Wurzelnähe. Weniger wasserlösliche Nährstoffe wie Phosphate, die zudem schnell schwerlösliche Bindungen mit zwei- und höherwertigen Kationen (z.B. Ca++, Mg++, Fe++/+++, Al++/+++) eingehen, werden zudem im Boden nur über kurze Strecken transportiert. Beim Phosphor wirkt sich deshalb die Platzierung des Düngers in

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Schneckenplage zu erwarten

Vor dem massenhaften Auftreten von Schnecken warnt bereits der Rundfunk. Derzeit sind im Garten und entlang von Gräben wieder massenhaft Wegschnecken unterwegs. Die nasse Witterung begünstigte auch den Schlupf der Genetzten Ackerschnecke aus den Eigelegen in der Tiefe von mehr als 60 cm. Um den Besatz einzudämmen, sollten deshalb die Äcker bis zur Neubestellung von Raps, Getreide, aber auch von Zwischenfrüchten möglichst schwarz gehalten werden, um den Schnecken die Nahrungsgrundlage zu entziehen und Rückzugsmöglichkeiten zu verbauen.

Auf jeden Fall sollten Sie jetzt nach der Rapsernte, vor der Rapsaussaat und später auch vor der Bestellung von Getreide, die Schläge, vor allem Schlagränder entlang von Gräben, aber auch klutige Stellen im Schlag auf Schnecken kontrollieren.
Tabelle

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Nährstoffanalyse als Hilfsmittel zur Kontrolle

Mit einer Blattnährstoffanalyse ab dem Stadium des Reihenschluss kann die Düngestrategie überprüft und hinterfragt werden.
In den meisten Fällen war die Stickstoffkonzentration in der Blattmasse ausreichend. Die Höhe der Stickstoffkonzentration in der Blattmasse muss immer im Verhältnis zur Kaliumversorgung gesehen werden. Dabei sollte Kalium 20 % über der Stickstoffkonzentration liegen.
Um ein Feedback des Ernährungszustand des Kartoffelbestandes zu bekommen, bietet sich auch zur fortgeschrittenen Entwicklung eine Blattnährstoffanalyse an. Daraus lässt sich ablesen, wie der eingesetzte Dünger in der Staude angekommen ist bzw. welche Punkte für das kommende Jahr verändert werden müssen.
Außerdem kann aktuell in wüchsigen Beständen durch Blattdüngungsmaßnahmen noch Einfluss genommen werden.
Warum werden viele Beständen aktuell hell?
Aktuell fallen viele Bestände auf, die in den oberen Blattetagen hell werden. Dies ist aber kein Stickstoffmangel,

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Sikkation

Sikkation abhängig vom Stärkegehalt
Aufgrund der bedeckten Witterung ist der Stärkegehalt aktuell häufig gering. Allerdings variiert er abhängig von der Bestandsentwicklung und dem Nachlieferungsvermögen stark. Deshalb sollte eine Stärkemessung unbedingt vor der geplanten Sikkation durchgeführt werden.
Wurde mit der Stickstoffversorgung über das Ziel hinausgeschossen, sind die Bestände deshalb noch zu stark im Wuchs oder sind die Ansätze deshalb zu knapp, kann die Umverlagerung und somit die Stärkeeinlagerung beschleunigt werden. Damit die Assimilate aus dem Blattapparat in die Knollen verlagert werden, müssen in der Pflanze Auxine gefördert werden. Die Bildung von Auxinen im Blattapparat wird durch die Nährstoffe Bor und Zink gefördert.
Maßnahme zur Förderung der Stärkeeinlagerung
5 l/ha Bor + 0,5 l/ha Zinkchelat
Eine weitere Möglichkeit, die Umverlagerung der Stauden zu fördern, ist der Einsatz

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Hohe Ansätze durch einen vitalen Blattapparat absichern

Überregional sind in den Beständen hohe bis sehr hohe Ansätze zu finden.

Bei der aktuellen Betrachtung von Kartoffelbeständen muss das Verhältnis von Knollenansatz zu Blattapparat und somit das Wachstumspotential des Bestandes abgeschätzt werden.

Sind im Verhältnis zum Blattapparat viele Knollen angelegt und neigt die Sorte eher zu einer vorzeitigen Abreife bevor das Ertragspotential ausgeschöpft ist, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um den Bestand möglichst lange am wachsen zu halten.

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Magnesium – Versorgung im Herbst sicherstellen

Die meisten glazialen Böden (eiszeitliche Geschiebe-Böden), aber auch Verwitterungsböden aus Mg-armen Ausgangsgestein (Urgestein, Buntsandstein, auch Kreideböden) sind von Haus aus magnesiumarm. Die Häufigkeit von akutem Mg-Mangel im Boden ist durch jahrelange Mergeldüngung geringer geworden. Magnesium wird als zweiwertiges Kation an die Austauscher gebunden. Aufgrund der weiten Hydrathülle um das Mg-Ion ist aber die Bindung vergleichsweise schwach, so dass Magnesium aus nassen Böden in tiefere Schichten verlagert und aus sandigen Böden auch ausgewaschen werden kann. In tiefgründigen Böden mit guter Kapillarität erfolgt in aller Regel wieder ein kapillarer Aufstieg in die Krume. Die Sommerniederschläge (2023) führten zur Verlagerung von Magnesium. Die Verdunstung im September reichte nicht aus, um Magnesium wieder in die oberste Bodenschicht zu transportieren. Aus diesem Grund trat erkennbarer Magnesium-Mangel mit aufgehellten, später rotverfärbten Interkostal-Feldern im Raps bzw. grün gepunktelten Adern im Getreide im vergangenen Herbst häufiger als in den Vorjahren auf. Der Regen im Spätherbst und Winter bewirkte

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Kaliumdüngung nach einem nassen Jahr

Seit letztem Sommer hat es in ganz Deutschland soviel geregnet, wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht.

Das Wetter der letzten Wochen war überwiegend durch eine Vb-Wetterlage gekennzeichnet, d.h. ein Mittelmeertief saugt sich wie ein Schwamm voll Wasser und regnet nördlich der Alpen ab. Nachdem sich zudem der erste Hurrikan (Beryl) in der Karibik bereits in der letzten Woche auf den Weg gemacht hat, ist in nächster Zeit eher mit durchsetztem Wetter zu rechnen. Danach könnte sich hochsommerliches, trockenes Wetter durchsetzen, dem ein ausgeprägter Altweibersommer folgen kann. Letzteres bedeutet eine längere Trockenheit im September, vielleicht noch im Oktober. Diese dürfte sich auf die Verfügbarkeit und Aufnahme von Kalium und Phosphor im Herbst auswirken.

Kaliwirkung auf sorptionsschwachen Böden

Auf sorptionsschwachen Böden wurde Kali infolge der Regenmassen zumindest aus der Krume ausgewaschen, vielfach auch aus der darunterliegenden Bodenschicht. Deshalb ist eine Ausgleichsdüngung dringend erforderlich. Auf diesen Böden kommen die Kali-Düngung nach der Saat und die K-Rücklieferung aus den Ernterückständen im Herbst noch zum Wirken. Im Herbst sollte deshalb auf stark sandigen Standorten mit hohen Winterniederschlägen nicht mehr gedüngt werden, als der Raps im Herbst an Kali aufnehmen kann. Zum Stoppelgetreide sollte wenigstens der K-Nettoentzug gedüngt werden.

K-Wirkung auf stark tonhaltigen Böden

Auf tonigen Böden ist vor allem in den Regenschattengebieten damit zu rechnen, dass für den Raps und für das Stoppelgetreide in einem trockenen Herbst nicht genug Kalium verfügbar ist, wenn die Bodengehalte an Kalium auf Böden mit mehr als 10 % Ton unter 1,0 mg K bzw. 1,2 mg K2O je Prozent Ton abgesunken sind. Deshalb sollte die K-Düngung auf diesen Standorten zu Raps und Stoppelgetreide unbedingt vor der Aussaat ausgebracht und in den Boden eingearbeitet werden. Dabei ist eine etwas tiefere Einarbeitung auf 8 bis 10 cm effektiver als den Dünger nur flach einzumischen, weil die oberen 2 bis 3 cm des Bodens auch im Herbst trockenfallen können.

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Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Sporenpflanze mit tiefgehenden und stark verzweigten Ausläufern. Er zählt zu den schwer zu bekämpfenden Problemunkräutern. Meist ist der Ackerschachtelhalm auf tonig- lehmigen, aber auch auf sandigen Standorten mit wasserführenden, verdichteten Schichten im Untergrund zu finden.

Verstärkt tritt Schachtelhalm in Sommerungen auf, wenn die Bestände im Frühjahr über längere Zeit genügend Licht bis zum Boden durchlassen. Glyphosathaltige Herbizide haben gegen den kieselsäurehaltigen Schachtelhalm („Zinnkraut“) keine Wirkung. Die oberirdischen Pflanzenteile können im Getreide mit MCPA und im Mais mit Mesotrione unterdrückt werden.

Nachhaltig ist der Schachtelhalm nur durch die Brechung der Stauwasserschicht und durch einen standortangepassten pH-Wert zu bekämpfen.

Bevor eine Lockerung durchgeführt wird, sollte erst mit dem Spaten entlang der Wurzel der Pflanze nachgegraben werden, um die Stauwasserschicht zu finden. Liegt der verdichtete Horizont tiefer als 35 cm, wird die Wirkung von Lockerungsmaßnahmen vor allem auf schluffigen-tonigen Böden eingeschränkt, wenn keine Stabilisierung durch den nachfolgenden Anbau von tiefwurzelnden Früchten (Raps, Soja, Ackerbohnen etc.) erfolgt.

Flacher liegende Störschichten treten häufig auf, wenn nach einer früher tiefen Pflugfurche in der Folgezeit nur noch flach gearbeitet wurde. In diesem Fall kann durch Lockerung unterhalb der alten Pflugsohle die Verdichtung aufgebrochen werden. In der Regel ist es notwendig, zweimal hintereinander innerhalb einer Rotation die Lockerung durchzuführen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.

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2024 – Ideales Kartoffelwetter?

Das Wetter der letzten Wochen mit häufigen Niederschlägen führte zu einer oftmals rasanten Entwicklung der Bestände, sodass wie beschrieben die Krautfäule-Bekämpfung in diesem Jahr oberste Priorität hat. Die strahlungsarme Witterung führt zudem zu einem hohen Ansatz in allen Partien. Allerdings führt die geringe Einstrahlung auch zu einer reduzierten Zellteilung, sowohl im Blattapparat als auch in den angelegten Knollen. In der Blattmasse führt diese reduzierte Zellteilung zu weniger, dafür sehr lang gestreckten Zellen, diese wiederum sind durch ihre dünne Zellwand anfälliger für beispielsweise Phytophthora-Sporen.
Zellen können sich nur bis zu einem gewissen Maß strecken. Somit führt eine geringe Anzahl an Zellen in den Knollen häufig zu Wachstumsrissen. Dies fällt aktuell bei einigen Partien Frühkartoffeln auf.
Um in der Pflanze die Zellteilung anzuregen, müssen Cytokinine gefördert werden.

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Herbizid – Nachauflaufbehandlung

Auf Böden mit eingeschränkter Bodenherbizidwirkung (humose oder tonige Standorte) und bei einer unzureichenden VA-Wirkung durch zu trockene Bedingungen müssen NA-Behandlungen in Betracht gezogen werden. Genereller Nachteil der NA-Anwendung ist der Wirkungsschwerpunkt der zur Verfügung stehenden Produkte. Rimsulfuron eignet sich für Unkräuter, die im 2. Laubblattstadium sind. Metribuzin erfasst vor allem Unkräuter im Keimblattstadium. Bei größeren Unkräutern müssen die Aufwandmengen erhöht werden, dies geht allerdings unweigerlich zu Lasten der Verträglichkeit.
Bei der reinen NA-Splitting-Strategie gilt Folgendes:
Die 1. Spritzung muss Cato enthalten, wenn Windenknöterich und Klettenlabkraut vorhanden sind.
Die Spritzungen mit Cato erfolgen am besten bei sonnigem und warmen (nachts > 10 °C) Wetter.

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Maternale Effekte – „Wie das Saatgut, so die Ernte“

Gleiche Sorte, aber anderes Saatgut, lässt die Bestände des Öfteren ganz unterschiedlich wachsen und kann sich auch auf den Ertrag auswirken.
Die Ursache für diese Beobachtung ist in den sogenannten maternalen Effekten zu sehen, die ihre Ursache in einem hohen Gehalt an funktionalen Eiweißen in einer ausgeglichenen Nährstoffversorgung und in einer geringeren Belastung mit Krankheiten im Saatkorn haben.
In früheren Versuchen (Heyland/Taube) konnte nachgewiesen werden, dass zwischen der Fitness des Vermehrungsbestandes und der Leistung des Nachbaus ein signifikanter Zusammenhang besteht. Dieser maternale Effekt sollte sich aus dem Stand der Kultur ableiten. Bei der Saatgut-Anerkennung wird auf dieses Merkmal oft zu wenig Rücksicht genommen. Zum Stand der Kultur zählt aus unserer Sicht dass die Bestände nicht überzogen sind, somit eine gleichmäßige Kornausbildung erwarten lassen kein Lager eingetreten ist die Versorgung mit Grundnährstoffen (insbesondere P + K) und Spurenelementen (Cu, Zn (!), Bor (!)) optimal ist, was nach den in diesem Jahr

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Angepasste Produktionstechnik für den natürlichen reifenden Bestand

Schwierige Struktur fördert Erwinia

In diesem Jahr gepflanzte Frühkartoffeln sind nicht immer unter idealen Strukturverhältnissen in den Boden gekommen. Dies führte oft zu einer verdichteten Schicht durch das Pflanzschar und somit unter dem Knollennest. In Kombination mit den intensiven Niederschlägen der vergangenen Tage kann es in diesem Bereich längere Zeit zu Übernässe kommen. Vor allem anfällige Sorten, wie beispielsweise Annabelle, bekommen unter diesen Bedingungen Probleme mit Erwinia. Selbst eine anfällige Sorte kann sich davor mit einer stabilen Schale schützen.
Neben Calcium und Bor, welches in der Regel über Excello gedüngt wurde, spielt dabei Kupfer eine wesentliche Rolle bei der Ausbildung einer stabilen Schale. Zur Schalenstabilität kann mit Kupferchelat in anfälligen Sorten gearbeitet werden
→ 1 l/ha Kupferchelat in Annabelle

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluß auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N-Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Ertragswirkung der Spätdüngung
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
Eine frühzeitige Spätdüngung zögert den Wurzelabbau hinaus, der mit dem Ährenschieben einsetzt.
Dazu muss die Versorgung mit Stickstoff ab dem Fahnenblatt-Stadium bis zur Blüte in der Pflanze angehoben werden. Durch die frühe Spätdüngung steigt vor allem die Masse der zuerst gebildeten (Außen-) Körner. Da auch zusätzliche (Mittel-) Körner ausgebildet werden, kann trotz der N-Spätgabe das TKG geringer werden.
Die Wirkung der N-Spätdüngung auf die Qualität kommt zum Tragen, wenn die Bildung der Speicherzellen abgeschlossen ist und die Eiweißeinlagerung einsetzt. Hohe Proteingehalte erfordern einen ausreichend hohen N-Vorrat

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Winterweizen – Absicherung des Proteingehaltes

Über Fahnenblatt und Ähre kann der Weizen bis zu 10 kg/ha Stickstoff (= 30 l AHL) aufnehmen, damit können maximal 60 kg/ha Rohprotein produziert werden, das sind 5 % mehr Eiweißmenge im Korn bzw. ein um 0,7 % höherer Eiweißgehalt. Mehr als 10 kg N je ha auf die Ähre auf einmal zu düngen, bringt keinen Vorteil. Dagegen wirkt sich eine Mehrfach-Ährendüngung im Abstand von 4 bis 5 Tagen positiv aus.
Im Schnitt stieg der Proteingehalt im Weizen in unseren Versuchen durch die einmalige Ähren-Düngung um 0,3 bis 0,7 %. Der Anstieg des Proteingehaltes war höher, wenn die Ährendüngung erst 10 bis 14 Tage nach der Blüte erfolgte. Eine frühere Düngung wirkte sich dagegen positiv auf den Ertrag aus. Durch den Verdünnungseffekt fiel der Anstieg des Eiweißgehaltes dadurch geringer aus.
Der Zusatz von 2 kg/ha Spritz-SSA (Pulver) sichert die Proteinbildung ab, ebenso die Zumischung von 2 l/ha Wuxal P oder

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Stickstoff-Nachlieferung aus dem Boden

In den letzten Jahren wie auch in diesem Frühjahr waren die Nmin-Werte von Termin zu Termin oft erheblichen Schwankungen unterworfen, die nicht allein durch Auswaschung zu erklären sind. Steigende Nmin-Werte lassen auf eine Freisetzung aus dem organischen N-Pool im Boden schließen, die im Boden, aber auch bei der Probenaufbereitung eintreten kann. Abnehmende Werte können auf die Verlagerung von Nitrat oder auf Denitrifikationsverluste zurückzuführen sein. Sie sind aber auch durch den Einbau von Stickstoff in die aktive Biomasse im Boden zu erklären.
Dieser Vorgang wird bei der Diskussion um (scheinbare) Stickstoffverluste zu wenig berücksichtigt. Annähernd 10 % der organischen Bestandteile im Boden bestehen aus aktiven Mikroorganismen, für deren Aufbau Stickstoff verbraucht, bei deren Absterben aber auch wieder Stickstoff freigesetzt wird. Für den Aufbau von Mikroben-Eiweiß können kurzfristig durchaus 30 bis 50 kg N je ha und mehr „verschwinden“, die später wieder freigesetzt werden. Auf diese Weise ist der „Wiederbefeuchtungseffekt“ durch Niederschläge

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Weizen – Ertrags- und Spätdüngung 2024

Im Vergleich zum Vorjahr ist das N-Angebot aus dem Boden deutlich geringer, die gemessenen Nmin-Vorräte lagen verbreitet um 20 bis 30 kg/ha N (0 – 90 cm) unter dem Vorjahresniveau, das Potential an Nmob ist um 30 % niedriger. Allerdings dürfte dieses Potential aufgrund der besseren Wasserversorgung der Böden effektiver genutzt werden, sodass die tatsächliche, nutzbare Nachlieferung nur um 10 bis 20 % bzw. 5 bis 15 kg/ha N geringer ausfallen dürfte. Bei gleichhoher Ertragserwartung ist deshalb der N-Düngerbedarf um 25 bis 45 kg/ha N höher. In diesem Jahr wird sich der Bodenstrukturzustand der Böden gravierend auf den N-Umsatz im Boden auswirken. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass auch das Ertragsniveau unter der ungünstigen Bodenstruktur leiden wird.
Probleme dürften Standorte mit tonigen, bindigen Böden bekommen, deren N-Düngungsmöglichkeiten durch die DüVO stark beschränkt sind. In „Roten Gebieten“ dürfte es bei strikter Auslegung der DüVO nicht möglich sein, das Ertragsniveau zu halten, geschweige

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Mais – Hinweise zur Aussaat 2024

Der Temperaturanstieg zum Wochenende verleitet zur frühen Maisaussaat.

Maispflanzen sind Solitärpflanzen wie Rüben, bei denen die Optimierung der Einzelpflanze im Vordergrund steht. Voraussetzung dafür ist deren gleichmäßige Entwicklung, also homogener Feldaufgang und gleicher Standraum. Der Gesamtbestand an Pflanzen je m² richtet sich nach dem Wasserhaushalt des Standortes.

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für den Mais?

Mais verlangt konstante Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in den oberen 5 cm des Bodens. Bei Bodentemperaturen über 13 °C läuft der Mais bei ausreichender Bodenfeuchte innerhalb von 7 bis 10 Tagen gleichmäßig auf. Dazu muss das Saatkorn in die feuchte Bodenschicht gedrückt werden. Das heißt, zwischen der Saatbettbereitung und der Aussaat darf nicht zu viel Zeit verstreichen, der Saathorizont darf nicht austrocknen. Ein klutiges Saatbett ohne ausreichend Feinerde ist ohnehin verboten.

Lange Auflaufphasen von mehr als 18 Tagen infolge zu früher Saat in den kalten Boden schwächen Vitalität und Triebkraft der jungen Pflanzen. Auch die Beize verliert einen Teil ihrer Schutzwirkung. Die Folge sind Fehlstellen bzw. ungleichmäßiger Feldaufgang. Alle Maispflanzen sollen innerhalb von 48 Stunden vollständig auflaufen. Beschattungseffekte auf die Nachzüglern reduzieren deren Ertragspotenzial bis hin zum Totalausfall. Zudem gestaltet sich der Herbizideinsatz schwierig, wenn der Mais verzettelt aufläuft.

Saattermin entscheidet über den weiteren Entwicklungsverlauf

Mit dem Saattermin, genauer mit dem Zeitpunkt des Feldaufganges, wird der weitere Entwicklungsrhythmus festgelegt. Trotz der züchterischen Anpassung an den Langtag lässt der Mais bei frühem Auflauf und hoher Gesamteinstrahlung seinen ursprünglichen Kurztagscharakter erkennen, der die Anlage generativer Organe begünstigt.

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Mais – Ist die Aufteilung der N-Düngung sinnvoll?

Die Aufteilung der N-Düngung zu Mais ist angebracht bei hoher Ertragserwartung, wenn die Nachlieferung aus dem Boden den Aufnahmebedarf des Mais ab der Kornfüllung nicht decken kann. Das gilt generell auf Standorten mit eingeschränkter Nachlieferung ab Juli bis September infolge von geringem Nachlieferungspotential und auf auswaschungsgefährdeten Standorten.

Mit der Düngung vor der Saat und der Unterfußdüngung zusammen werden 60 % der Gesamtdüngung ausgebracht, der Rest ab dem 4- bis 8-Blattstadium als Alzon neo-N oder ab dem 6-Blattstadium als Piagran Pro bzw. Gülle mit Schleppschläuchen zwischen den Reihen.

Alzon neo-N und Piagran Pro sind Urease-stabilisierte Harnstoffdünger. Gülle muss aufgrund der Verätzungsgefahr durch Ammonium mit Schleppschläuchen zwischen den Reihen ausgebracht werden.Von Vorteil ist die Gülle-Einarbeitung mit der (Roll-) Hacke zwischen den Reihen.

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Pflanzenanalysen – ein Muss im Frühjahr 2024!

Die Nässe im Herbst und Winter wirkt sich auf die Nährstoffversorgung der Pflanzen aus.
Durch die hohen Niederschlagsmengen über Winter sind auch auf schweren Standorten wasserlösliche, schwächer sorbierte Nährstoffe wie Nitrat, Schwefel, Kalzium, Magnesium in tiefere Schichten verlagert worden. Niedrige Nmin-Gehalte sind ein Hinweis, dass auch andere Nährstoffe verlagert wurden. Zudem bewirkte die Nässe eine Veränderung des Redoxpotentials und damit der Verfügbarkeit von Nährstoffen.
Pflanzenanalysen geben Auskunft über die aktuelle Versorgung der Pflanzen mit Makro- und Spurennährstoffen. Deshalb bietet es sich an, Getreide und Raps nach Beginn der Vegetation auf die aktuelle Nährstoffversorgung analysieren zu lassen.
Die Untersuchungsergebnisse liegen in gut aufgestellten Laboren nach 7 bis 9 Tagen vor. Dadurch bleibt noch Zeit, um im Bedarfsfall mit (Blatt-) Düngungsmaßnahmen reagieren zu können.
Für die Pflanzenanalysen sind 300 bis 500 g Probenmaterial (Frischmasse) notwendig. Bei der Probenahme ist darauf zu achten, dass die Blätter frei von Erdanhaftung und Staub sind. Die

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Verschlämmte Böden – was tun?

Viele der spät bestellten Weizenschläge sind stark verschlämmt, so dass die Pflanzen oft einbetoniert sind. In diesen Fällen ist die Rollhacke die beste Lösung, mit der Sie den Boden aufbrechen können ohne zu viel Schaden anzurichten. Gute Rollstriegel schaffen auch eine Kruste von 3 bis 4 cm aufzureißen.
Möglich ist auch der Schwerstriegel oder eine Saategge. Damit werden aber auch mehr Pflanzen beschädigt. Mit dem Schwerstriegel kann nur eine dünne Kruste aufgerissen werden. In diesem Fall ist die Kombination von Walze, um die Kruste zu brechen, plus Striegel wirksamer und sogar schonender für den Bestand.
In beiden Fällen muss die Bodenoberfläche abgetrocknet sein. Der Schlepper darf nicht zu schwer sein und muss möglichst breite Reifen haben.
Bleibt es nach dem Aufbrechen der Kruste ein paar Tage trocken, ist es auf tonigen Böden sinnvoll, den Bestand zu walzen.
Durch das Aufbrechen der Kruste kommt Luft in den Boden. Damit wird der

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Zuckerrübe und Mais – N-Düngung 2024

Die Rübe nimmt anfangs (Nitrat-) Stickstoff vorwiegend mit dem Massenfluss, proportional zur Verdunstung auf. Dazu ist eine ausreichende N-Konzentration im Bodenwasser erforderlich. Diese wird durch frühe N-Düngung, auch mit Harnstoff, vor der Saat abgesichert. Stabilisierter Harnstoff sollte dazu mindestens vier Wochen vor der Saat gestreut werden.
Die Zuckerrübe benötigt die Hauptmasse an Stickstoff zwischen Feldaufgang bis zur Tageslängenwende (Ende Juni). Bis zum sekundären Dickenwachstum korreliert das Blattwachstum positiv mit dem Wachstum von Hypokotyl und Wurzeln der Rübe.
Die Wurzeln der Zuckerrübe setzen dort an, wo sich die Rübe verjüngt. Deshalb nimmt die Zuckerrübe Nährstoffe vorwiegend aus der Schicht zwischen 10 und 25 cm unter der Bodenoberfläche auf.
Die Wirkung des nach der Saat obenauf gestreuten Stickstoffs ist auf Standorten mit hoher Sorptionskapazität und Frühjahrstrockenheit zu unsicher.
Risiko der N-Kopfdüngung nach der Saat: In Jahren mit Frühjahrstrockenheit hat der Dünger-Stickstoff erst wieder bei voller Wassersättigung der Krume Anschluss an das Kapillarwasser

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Winterraps – Schädlinge und Schädlingsbekämpfung

Bor und Molybdän im Winterraps
Erdflohlarven: Kontrollieren Sie die Blattstiele auf Ein- bzw. Ausbohrstellen. Sind diese vorhanden, Stiel aufschneiden: Sie finden dann auch die Larven mit der schwarzen Kopfkapsel. Wenn nahezu an jeder Pflanze Bohrlöcher zu finden sind, ist eine Bekämpfung mit Pyrethroiden sinnvoll, um die Larven am Einwandern in den Rapsstängel zu hindern. Da dies unmittelbar bevorsteht, sollten Sie schnell handeln.
Mit den Pyrethroiden erfassen Sie die Larven beim Ein- bzw. Ausbohren. Während adulte Käfer regional kaum noch auf Pyrethroide reagieren, sind Larven noch empfindlich.
Rapsstängelschädlinge: Örtlich war in der letzten Woche Zuflug zu beobachten. Sobald die Temperaturen an 3 Tagen nacheinander auf 15 °C ansteigen, ist bei massivem Auftreten eine Bekämpfung erforderlich. Das aktuelle mild-nasse Wetter dezimiert den Käferbesatz.
Der Rapsglanzkäfer wurde bereits beobachtet, machte aber kaum Schaden, solange die Knospen noch durch Blätter eingehüllt sind.
Die hohen Niederschläge haben auch zu einer Verlagerung von Bor und Molybdän

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Raps – Wie wirken sich abgefrorene Blätter auf den N-Bedarf zum Starten aus?

Mit der Aufteilung der N-Düngung zu Raps in eine Regenerationsdüngung (Startgabe = N1) und eine Ertragsdüngung zur Streckung (Knospenausbildung) können wir auf die unterschiedliche Bestandesentwicklung reagieren, auch wenn die Düngungstermine durch die Verwendung stabilisierter Dünger kurz aufeinander folgen. Ist der Stickstoff einmal ausgebracht, kann ein Zuviel nicht wieder weggekratzt werden.

Mit der Startgabe (N1) wird die Regeneration des Winterraps in Gang gebracht. Der N-Düngungsbedarf orientiert sich an der N-Aufnahme bis zur Streckung zuzüglich dem Rest-Stickstoff, der im Boden bleibt (Summe = N-Bedarf). Vom N-Bedarf wird der vor Winter aufgenommene, anrechenbare Stickstoff in den Rapspflanzen sowie der pflanzenverfügbare N-Vorrat (Nmin) im Boden abgezogen. Der bis zur Streckung ab dem Übergang in den Langtag mobilisierbare Stickstoff (Nmob) spielt für die Startgabe eine untergeordnete Rolle, wenn die Vegetation nicht schon im Februar in Gang kommt.

In diesem Jahr sind die unteren Blätter des Rapses vielfach abgefroren. Der in den abgefrorenen Blättern enthaltene Stickstoff wird nicht innerhalb der Pflanze umgelagert, wie das der Fall ist, wenn ein Blatt langsam abstirbt, sondern gelangt mit den abgefrorenen Blättern auf den Boden. Die Zersetzung des Blattes erfolgt innerhalb weniger Tage bis 1 Woche, dann werden der im Blatt enthaltene mineralische Stickstoff (ca. 30 % des Gesamtstickstoffes) und die wasserlöslichen Amide, Aminosäuren und Proteine in den Boden gewaschen und können wieder aufgenommen werden. Der mineralische Stickstoff ist danach sofort verfügbar. Der im Eiweiß gebundene Stickstoff muss erst mineralisiert werden, steht aber noch in der laufenden Vegetationsperiode zu 70 bis 80 % wieder zur Verfügung.

Auf die Startgabe können wir somit zunächst nur den in nicht abgefrorenen Blättern sowie den in der Wurzel enthaltenen Stickstoff und den in den abgefrorenen Blättern enthaltenen Nitrat-Stickstoff voll anrechnen.

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Phosphor – Bedarf nach einem nassen Frühjahr und Winter

Phosphor ist das Nährelement, dessen Verfügbarkeit und Aufnahme am stärksten auf die Bodenstruktur und die Erwärmbarkeit des Bodens reagiert und von der Durchwurzelungsleistung der Kulturpflanze abhängt. Je schlechter diese ist, was in diesem Frühjahr häufig der Fall ist, umso geringer ist auch die potentiell aufnehmbare Phosphatmenge.
Die im Bodenwasser gelöste Phosphatmenge beträgt nur 2 kg/ha P2O5 (1.000 g P), das entspricht auch der täglichen Aufnahme eines gut bestockten Getreidebestandes unter wüchsigen Bedingungen. Um diese Aufnahme sicherzustellen, muss deshalb aus dem sogenannten labilen Pool des Bodens (zwischen 500 – 900 kg/ha P2O5 bzw. 250 – 450 kg/ha P) kontinuierlich Phosphat nachgeliefert werden. Diese Phosphate sind an den Außenbereichen von Eisen- und Aluminiumoxiden adsorbiert, an Humusteilchen und auch an Tonmineralen. Allerdings ist die Anlagerung an Tonminerale viel geringer, als dies bei Kationen (K+, Ca2+, Mg2+ usw.) der Fall ist.
Die Nachlieferung von Phosphaten aus dem labilen Pool in die Bodenlösung ist stark

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Frühjahresdüngung – Bodenverhältnisse berücksichtigen

Dauerregen im August, relativ trocken von September bis Anfang Oktober, viel Regen im November, Wintereinbruch mit Eis und Schnee, Weihnachtstauwetter mit wieder viel Regen, danach wieder Winter und seit 3 Wochen Schmuddelwetter. Einen ähnlichen Witterungsverlauf hatten wir im Jahr 1981/82 und deutlich abgeschwächt in den Jahren 1991/92, 2002/03 und 2017/18.

Im (Nord-) Westen fielen von August 2023 bis Januar 2024 über 600 mm Regen. Zieht man die Evaporation ab, wurden dort Lössböden bis in ein Meter Tiefe mehr als zweimal, leichte Böden wenigstens dreimal durchgespült. Im Osten und in Franken sieht es anders aus. Dort regnete es auch mehr als normal, so dass die Wintergetreidebestellung immer wieder unterbrochen werden musste, aber die Niederschläge reichten nach Abzug der Evaporation im Osten und in Nordbayern gerade aus, um den Wasservorrat sandiger Böden aufzufüllen. Lössböden wurden dort durch die Niederschläge nur zu zwei Drittel aufgefüllt. Zusammen mit der Restfeuchte, die noch vor August im Boden war, haben die schweren Böden knapp 90 % der nutzbaren Feldkapazität erreicht.

Dadurch ergeben sich für die Düngeplanung in diesem Frühjahr unterschiedliche Voraussetzungen.

Die ersten Nmin-Werte liegen erwartungsgemäß auf sehr niedrigem Niveau. Bei fast allen Untersuchungsergebnissen wurde in den oberen 30 cm mehr Nmin gemessen als in den darunter liegenden Schichten. Das ist die Folge des Bodenfrostes im Dezember und des danach eintretenden Weihnachtstauwetters, in dessen Verlauf die Temperaturen in den obersten 5 cm des Bodens auf 7 ° C und darüber anstiegen. Dadurch wurde ein Teil des schnell umsetzbaren Nmob umgesetzt. Je nach Boden können das zwischen 5 und 15 kg/ha N sein, die sich als Nmin in der Krume widerspiegeln. Der bereits mobilisierte Stickstoff kann aber nicht ein zweites Mal nachgeliefert werden. Das Nmob im Frühjahr wird dadurch verringert.

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Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Die Böden im Nordwesten sind derzeit übernass. Die Landwirte an der Westküste haben vielfach noch kein Pfund Weizen gesät. Wenn nicht tiefgreifender, länger anhaltender Kahlfrost die Bodenstruktur aufbessert, müssen wir die Düngerplanung im Frühjahr 2024 auf die zu erwartenden schwierigen Bodenverhältnisse abstellen.
Nass-kalte Böden: verzögerte Bodenerwärmung im Frühjahr (vor allem im Unterboden, wenn die Böden nass bleiben)
Folge: Verspätete Aussaattermine von Frühjahrskulturen, verzögerte Mineralisation niedrige N- und S- Freisetzung, schlechte Phosphormobilisation.
Betroffen: Vor allem schwach wurzelnde Kulturen (Wintergerste, Sommergerste, Erbsen, u.U. auch Kartoffeln) ebenso wie spät und nass bestellte Wintergetreide- und Rapsbestände, Mais, wenn die Bearbeitung im nassen Boden erfolgt.
Weniger betroffen: Früh, noch unter guten Bedingungen bestellte Herbstaussaaten und Sommerungen, wenn die tiefe Bodenbearbeitung im Herbst noch unter günstigen Bedingungen erfolgte.

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Raps – Ursachen für zeichnende Bestände

Die warme Witterung im September und Oktober führte vor allem in den im August gesäten Rapsbeständen zu einer sehr guten Entwicklung. Diese Bestände befinden sich bereits im 12 Blattstadium. Je nach Bestandesdichte (20 bis 40 Pflanzen) hat der Raps bis zu diesem Stadium etwa 60 bis 120 kg N aufgenommen. Oftmals ist dann der gesamte verfügbare Stickstoff aus dem Boden (Düngung, Humus, Vorfrucht) von der Pflanze aufgebraucht worden.
In Beständen, in denen Stickstoff knapp ist, fangen die Rapspflanzen an, sich von den alten Blättern beginnend gelb bis lila zu verfärben und diese Blätter abzuschmeißen. Dieses Symptom tritt als erstes auf Sandlinsen, Tonkuppen oder Stellen mit Verdichtungen oder Nässe auf, wo im Allgemeinen die N-Verfügbarkeit schlechter ist.
Des Weiteren haben befallene Pflanzen zu der oberirdischen Biomasse verglichen einen verhältnismäßig dünnen Wurzelhalsdurchmesser von 1 bis 1,5 cm.

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Weizen – Verzögerte Weizenbestellung, was jetzt berücksichtigen?

Die aktuellen Bodentemperaturen liegen zwischen 6 und 9 °C, im Rhein-Main-Gebiet noch um 11 °C und damit gegenüber dem Vorjahr um 2 °C niedriger. Unterhalb von 20 cm sind die Böden noch um 5 °C wärmer. Nordwestlich der Linie Trier – Wismar sind die Böden mit Ausnahme der Ostküste Schleswig-Holsteins und der Küste Mecklenburgs zum Großteil wassergesättigt. Auch südöstlich der Linie Ulm – Passau haben die Böden überwiegend genug Wasser. Im Bereich dazwischen ist es vom Rhein bis zur Oder bis auf Staulagen der Mittelgebirge immer noch zu trocken. Das könnte sich mit den angekündigten Niederschlägen ändern.
Deshalb ist auch mit einem stärkeren Anstieg der Bodentemperaturen nicht mehr zu rechnen, vielmehr steuern die Bodentemperaturen auf ein frühes Vegetationsende zu. Wird jetzt noch Getreide gesät, wird es voraussichtlich im 1-3-Blattstadium überwintern müssen.

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Grunddüngung – Phosphor- und Kalidüngung in Stichworten

Auch in diesem Jahr war ein deutlicher Unterschied zwischen gut und schlecht versorgten Böden zu sehen. Bestände auf gut versorgten Böden haben die Trockenheit im Mai und Juni deutlich besser eingesteckt und konnten den Anschlußregen Ende Juni ohne nennenswerte Ertragsminderung ausnutzen. Deshalb darf die Grunddüngung nicht vernachlässigt werden, auch wenn es teuer ist.
P-Düngung in Stichworten
Bei P-Gehalten unter 3,5 mg P bzw. 8 mg P2O5 je 100 g Boden ist mit deutlichen Ertragseinbußen zu rechnen. In diesem Fall ist eine Düngung in Höhe des Nettoentzuges zu jeder Kultur + 30 kg P2O5 zu Raps bzw. + 20 kg/ha P2O5 zur Sommerung in einer 5-feldrigen Fruchtfolge angebracht (10 kg/ha Zuschlag pro Jahr)
Bei P-Gehalten unter 5 mg P bzw. 12 mg P2O5 je 100 g Boden sollte mindestens die P-Abfuhr (Netto-Entzug) ersetzt werden, um ein weiteres Absinken der Bodenversorgung zu verhindern.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Die vor dem 22.08. gesäten Rapsbestände haben bereits das 6-, teils schon das 8-Blattstadium erreicht und müssen dringend gestaucht werden, um sich nicht zu überwachsen. Ein Teil der Rapsbestände musste dage- gen nachbestellt werden bzw. wurde erst in der vergangenen Woche gesät. Deshalb ist in diesem Jahr ein differen-zierter Einsatz der Wachstumsregler erforderlich. Aufmersamkeit ist in Beständen, in denen bei der Herbizidstrategie auf Belkar gesetzt wurde, geboten. In diesen darf dann kein Metconazol eingesetzt wer- den.
Infolge der sich abzeichnenden regnerischen Witterung muss auch mit Phoma gerechnet werden, auch wenn die Rapssorten inzwischen deutlich weniger anfällig sind, solange Tagestemperaturen über 10 °C + Regen
Wind herrschen. Kontrollieren Sie deshalb auch Ausfallrapspflanzen auf dem Nachbarschlag auf den Be- fall mit Phoma.
Raps im 6-Blattstadium gegen Ende des Langtages

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Weizen – Frühsaat – Bodentemperaturen und Frucht sind entscheidend

Aktuell liegen die Bodentemperaturen in 5 cm Tiefe zwischen 17 und 24 °C. Das könnte sich mit der Wetterumstellung in dieser Woche ändern. Solange noch Bodentemperaturen über 12 bis 15 °C herrschen, ist im warmen, trockenen Boden die Gefahr der Infektion der Wurzeln mit Gaeumannomyces graminis (Erreger der Schwarzbeinigkeit) und der Halmbasis mit Rhizoctonia graminis besonders hoch.
Bei früher Saat ist zudem auch das Risiko der Übertragung von Verzwergungs-Virosen hoch.
Die Böden sind im Norden und Westen zu 60 bis 90 % mit Wasser gesättigt. Im (Nord-) Osten und in den Trockengebieten im Südwesten und in Unterfranken allerdings nur zu 40 bis 50 %. Auf den Standorten im Norden und in den Höhenlagen sollten deshalb gute Bestellbedingungen im September genutzt werden, um das Getreide im Oktober nicht in den Boden hineinschmieren zu müssen. Sobald die Bodentemperaturen die 15 °C-Grenze unterschritten haben, sollte dort Getreide gesät werden.

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Roggen-Aussaat 2023 und Ertragssicherung im Herbst

Sortenwahl
Die Einstufung der Roggensorten erfolge nach der BSL 2023 und Züchterangaben, ergänzt durch LSV– Ergebnisse und eigene Beobachtungen. Auf die Züchterbezeichnung vor dem Sortennamen verzichten wir bei Platzmangel.
Die Einstufung des Sortentyps erfolgte auf der Basis des Ertragsaufbaus. Die Variabilität im Ertragsaufbau ist bei den aktuellen Hybridroggensorten gering, so dass wir die Roggensorten in 2 Gruppen einstufen konnten:
KD – KZÄ – Typen (z.B. KWS Tayo, SU Karlsson) können mit mittlerer Ährenzahl (meist 400 bis 450 Ähren je m²) über eine hohe Kornzahl je Ähre abhängig von der Befruchtung eine hohe Korndichte (zwischen 23.000 und 30.000 Körner je m²) produzieren. Das TKG liegt dann bei normaler Ausreife zwischen 36 und 45 g.
BD – (TKG -) Typen (z.B. KWS Eterno, SU Performer) benötigen für hohe Erträge höhere Ährenzahlen zwischen 450 und 550 (bis 600) Ähren je m².
Aussaatstärke differenzieren

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Raps – Herbstdüngung

Wo Ausfallgetreide beginnt aufzuhellen bzw. zu vergilben, ist davon auszugehen, dass kaum mehr mineralisierter Stickstoff in der Krume zur Verfügung steht.
nach Gerste vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
nach Weizen, Roggen, Triticale vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
30 kg/ha N als HST + Urease-Hemmer bis 30.09.
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
*Außer Nmin < 45 kg/ha Hinweis keine Nitratdünger zu Raps, auch zu spätem Raps Ammonium-Düngerbevorzugen (Förderung des Wurzelwachstums) 10 bis 15 kg/ha S im Herbst (Kornkali, Kieserit, Gülle) Schwefelgehalt in der Gülle =10 % des N-Gesamtgehaltes Wurde das Stroh abgefahren, ist der N-Bedarf im Herbst um 40 bis 50 kg/ha N geringer.

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Kalium auf schweren Böden vor der (Raps-) Aussaat ausbringen

Die Einschränkungen der N-Düngung, insbesondere in „Roten Gebieten“, erfordert, dass wir die Wirkung des Stickstoffs aus dem Boden und aus der N-Düngung, auch der Gülle, optimieren. NH4 aus der organischen Substanz des Bodens, in der Gülle oder in Mineraldüngern (auch KAS enthält 50 % NH4) wird, wenn es nicht zügig nitrifiziert wird, in trockenen, bindigen Böden an die Austauscher fixiert und steht erst wieder nach der Durchfeuchtung des Bodens zur Verfügung. Diese Trockenfixierung lässt sich durch Kalkung und/oder K-Zufuhr verringern. Je besser die Austauscher mit basisch wirkenden Kationen (Ca++, Mg++, K, Na+) gesättigt sind, umso sicherer ist die NH4–Wirkung. Auffallend rötlich gefärbte Blätter der Getreidestoppeln sind ein Hinweis auf eine im Verhältnis zum N-Gehalt zu geringe Kalium-Versorgung als Folge der Trocken-Fixierung von Kalium durch die Austauscher in sorptionsstarken, bindigen Böden. In diesem Fall ist auch die Aufnahme von Ammonium herabgesetzt, während Nitrat-Stickstoff noch zur Verfügung steht. Die eingeschränkte K-Verfügbarkeit kann

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Wann sollen K-Dünger ausgebracht werden?

Die unten angegebenen Mengen orientieren sich am Netto-Entzug (Abfuhr im Erntegut) von 40 bis 50 dt/ha Raps und 80 bis 100 dt/ha Getreide. Je 10 dt Mehr-/Minderertrag werden mit Raps 1 kg K2O (0,8 kg K) bzw. 0,6 kg/ha K2O (0,5 kg K) mit dem Getreide mehr/weniger abgefahren.
Tabelle

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Raps – Kohlhernie: Ausbreitung, Vermeidung, Eindämmung

Kohlhernie („Klumpfuß-Krankheit“) wird durch den bodenbürtigen Einzeller Plasmodiophora brassicae ausgelöst. Die Dauersporen im Boden keimen angeregt durch Wurzelausscheidungen im Bodenwasser aus und setzen begeißelte Zoosporen frei, die erst die Wurzelhaare und später die Wurzelrinde befallen.

Nach 180 bis 240 °C-Tagen sind an den Wurzeln erste stecknadelgroße Ausstülpungen zu erkennen. Die später gallenförmigen Wucherungen (Tumore), die einen Durchmesser von einem bis mehreren Zentimeter erreichen können, sind symptomatisch für das Schadbild des Erregers, der deshalb auch als „Klumpfußkrankheit“ bezeichnet wird. In den Gallen werden Millionen von Dauersporen gebildet, die der Überdauerung im Boden dienen.

Durch die Tumorbildung wird die Wasser- und Nährstoffversorgung beeinträchtigt oder ganz unterbunden. Besonders drastisch wirkt sich die Krankheit auf die Rapspflanze aus, wenn die Pfahlwurzeln befallen werden.

Kohlhernie bewirkt erste Welke-Erscheinungen der Rapspflanze schon im Herbst, obwohl die Wasserversorgung sichergestellt ist. Der Befall äußerst sich oft zuerst an nassen Stellen im Schlag (z.B. in Lunken), wo sich der Erreger durch die begeißelten Zoosporen schneller fortbewegen kann.

In verseuchten Böden geht die Anzahl der Dauersporen pro Gramm (!) Boden nicht selten in die Millionen. Die Halbwertszeit dieser Sporen im Boden beträgt 4 Jahre. Dauersporen können ohne Wirtspflanzen länger als 15 Jahre im Boden überdauern. Eine Vermehrung des Erregers ist aber nur an den Wurzeln empfänglicher Wirtspflanzen möglich. Dazu zählen vor allem Kruziferen wie Raps und Kohlgewächse.

Befallsdichte und -intensität werden maßgeblich von den Umweltbedingungen mitbestimmt. Sowohl die Infektion der Wurzelhaare als auch die spätere Symptomausprägung sind temperaturabhängig und erfordern hohe Bodenfeuchte. Temperaturen über 15 °C mit hoher Bodenfeuchte (über 70 % Feldkapazität) bieten optimale Voraussetzungen für den Befall mit diesem Erreger.

Der Ertragsausfall durch Kohlhernie hängt von der Befallshäufigkeit, d.h. wie viele Pflanzen befallen sind, und von der Befallsstärke ab. Im Mittel liegen die Ertragseinbußen zwischen 40 und 70 % bis hin zu Totalausfällen.

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Kohlhernie gefährdet den Rapsanbau

Mit Kohlhernie befallene Schläge haben weiter zugenommen. Diese Krankheit tritt vor allem im Norden und Nordwesten, in Schleswig-Holstein, an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, in den Staulagen der Mittelgebirge, aber auch in Südbayern auf, wo vor allem Senf als Zwischenfrucht vor Mais schon öfter angebaut wurde.

Wo bislang noch keine Kohlhernie aufgetreten ist, sollten folgende Grundregeln beim Anbau von Raps in der Fruchtfolge eingehalten werden, um Kohlhernie zu vermeiden:

Einschleppung durch verdreckte Bearbeitungsgeräte vermeiden

Drainagen müssen funktionsfähig bleiben, um Staunässe zu vermeiden

pH-Wert in Ordnung halten

Kohlensaure Kalke am besten schon zur Vorfrucht vor Raps einarbeiten

Raps nur alle 4 bis 5 Jahre anbauen

Ausfallraps zügig beseitigen, darf nicht länger als 10 bis 14 Tage stehen bleiben

Keine Kreuzblütler (Unkräuter) in anderen Kulturen im Herbst aufkommen lassen

Keine Kreuzblütler in Zwischenfrucht-Mischungen in Rapsfruchtfolgen

Nematoden-resistenten Ölrettich erst säen, wenn der Boden kälter als 15 °C ist.

Wie wird Kohlhernie verbreitet?

Der Erreger der Kohlhernie (

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Grundlagen zu Zwischenfrüchten

Gleichmäßige Bestände bilden die Voraussetzung für guten Ackerbau. Das gilt auch für Zwischenfrüchte. Wenn diese nicht gleichmäßig auflaufen und ungleichmäßig über den Acker verteilt sind, können sie die Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht erfüllen. Je höher die Anzahl unterschiedlicher Arten und je größer die Varianz der Korngrößen, umso weniger ist der Anspruch an eine optimale Verteilung und an einen gleichmäßigen Feldaufgang gewährleistet.
Aus diesem Grund empfehlen wir Zwischenfruchtmischungen mit wenigen und vor allem exakt definierten (Keimfähigkeit, TKG) Bestandteilen zu verwenden oder Eigenmischungen zu erstellen, die den Anforderungen auch gerecht werden. Vor allem aber dürfen wir uns mit den Zwischenfrüchten keine Nachteile einhandeln, die wir später nicht mehr in den Griff bekommen.
Steht allerdings kein Saatgut für die Eigenmischung zur Verfügung, sind wir gezwungen, auf Fertigmischungen zurückzugreifen. Bei den Zwischenfruchtmischungen sollten Sie darauf achten, dass nicht mehr als 3 bis 5 Komponenten darin enthalten sind. Der Saatgutlieferant muss für die Keimfähigkeit nicht garantieren.
Zwischenfrüchte als „Grüne Brücke“ für Virosen und Pilzkrankheiten vermeiden
Zu den Nachteilen von Zwischenfrüchten gehört die Übertragung von Krankheiten, z.B. von Virosen, wenn Getreide als Durchwuchs oder als Ansaat (z.B. als Rauhafer) in

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Weizen – Ährendüngung

Proteingehalt und Backqualität durch Ährendüngung fördern

Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV macht sich erst im Proteingehalt und im Sedimentationswert bemerkbar, bevor der Ertrag reagiert. Durch die Ährendüngung mit Stickstoff lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher.

Eiweißgehalt im Korn und (Back-) Qualität werden in den ersten 20 Tagen nach Beginn der Kornbildung festgelegt und hängen im Wesentlichen von der N-Aufnahme aus dem Boden und der Umlagerung von Stickstoff bzw. löslichen Proteinbestandteilen aus den Blättern in das Korn ab. Dazu müssen auch genug Kohlenhydrat-Gerüste (Keto-Körper) und Enzyme für die Aminosäuren- und Proteinbildung bereitstehen.

Ertrag und Qualität hängen nicht nur von Stickstoff ab, sondern auch von der Versorgung mit Phosphor, Schwefel, Kalium, Magnesium und Spurenelementen.

Die Ursache für geringe Proteingehalte trotz hoher N-Zufuhr sind häufig im Mangel an Schwefel, auch Phosphor oder Kalium zu suchen. Fallen Eiweißgehalt und

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Zuckerrüben – hohe Nettoassimilationsrate sichert den Zuckerertrag

Zuckerrüben schließen im Idealfall möglichst schnell den Bestand und erreichen einen BFI von 4,5 (bei knapper Wasserversorgung) bis 5,5 (ausreichende Wasserversorgung). Mit den bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Diese Blätter müssen deshalb „gepäppelt“ werden.

Mit den ersten Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau von Blättern und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. ab, sobald das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.

Die Hauptlast der Assimilation und Ertragsbildung tragen dann die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten gebildet. Vier neue Blätter bedeuten aber einen Rückgang des Zuckergehaltes von 18 auf 16,8.

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Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV wirkt sich erst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, also auf die Backqualität aus, bevor eine Ertragswirkung zu spüren ist. Der Umgang mit dem knappen N-Angebot erfordert, dass wir den Stickstoff dem Bedarf der Pflanzen anpassen. Eine temporäre Überversorgung mit einer erhöhten Zwischenlagerung von Stickstoff in vegetativen Pflanzenteilen (Blätter) ist unproduktiv, weil die Auslagerung von Stickstoff aus den Blättern mit einem höheren Aufwand an Energie betrieben werden muss. Deshalb ist die Aufteilung der N-Düngung nach wie vor sinnvoll.
Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluss auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N- Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
eine frühzeitige Spätdüngung

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Gerste – Rhynchosporium – Gefahr in Verzug!

In der im Herbst angebauten Sommergerste (Sorte Leandra) verbreitet sich Rhynchosporium im epidemischen Ausmaß. Der Befall hat örtlich bereits F-3 erfasst und beginnt bereits auf F-2 überzugreifen.
Kurzfristig kann die Verbreitung auf die oberen Blätter mit 150 g/ha Prothioconazol unterbunden werden.
Die Maßnahme sollte in Kombination mit 0,5 l/ha Mn-Chelat + 50 g/ha Bor erfolgen, um die Disposition der Gerste zu stärken.
Die Verteilung der Spritzbrühe auf der Pflanze wird durch ein Spreitmittel (z.B. 0,12 l/ha Break thru, 0,2 l/ha Karibu) verbessert.
Die Ausbreitung von Rhynchosporium wurde nach der Primärinfektion im Herbst durch die nass-kalte Witterung der letzten Wochen begünstigt.
Gegen Rhynchosporium besonders anfällige Sorten sind z.B. die mehrzeiligen Sorten KWS Orbit, Tonic, Wallace, Lomerit sowie SU Ellen. Stärker befallen sind auch Avantasia, Julia, KWS Higgins und Keeper, LG Veronika, SU Hetti, SY Galileoo, SU Jule.
Zweizeilige Sorten mit hoher Anfälligkeit gegen Rhynchosporium: Caribic, KWS Liga, LG Caiman, Lottie. Nicht

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N-Freisetzung im Frühjahr 2023

Im Herbst und Winter fielen auf den meisten Standorten in Deutschland mehr Niederschläge als der Boden in den oberen 100 cm speichern kann. Sandige Böden wurden zwei- bis dreimal durchgespült. Ausnahmen gibt es im mittleren und südlichen Sachsen-Anhalt und angrenzenden Gebieten, wo Lössböden mit 200 mm nFK bis maximal 80 cm Tiefe voll durchfeuchtet sind. Dazu kommen die Niederschläge im März.

Die Nmin-Vorräte liegen deshalb auf den meisten Standorten niedriger als in den Vorjahren. Auf durchlässigen Böden wurden oft weniger als 10 kg/ha N im gesamten Wurzelraum gemessen. In einigen Proben wurden aber auch höhere Nmin-Werte (20 bis 30 kg/ha N) in der Krume gemessen, während die zweite und meist auch die dritte Schicht deutlich niedrigere Gehalte hatte. Das lässt auf eine N-Freisetzung im Zeitraum Ende Dezember bis Anfang Januar schließen, infolge der in dieser Zeit örtlich über 10 °C angestiegenen Bodentemperaturen.

Die Vegetation kommt derzeit nur langsam in Gang, damit

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Unterfußdüngung zu Mais muss (fast immer) sein

Mais hat in der Jugendentwicklung ein sehr schlechtes Nährstoffaneignungsvermögen, vor allem für das im Boden wenig bewegliche Phosphat. Deshalb reagiert er stark auf die Unterfußdüngung mit Phosphor, auch auf ausreichend mit Phosphor versorgten Standorten. Vor allem bei trockener und nasskalter Witterung wirkt sich die Unterfußdüngung (fast) immer positiv aus. Der gesamte P-Bedarf sollte aber nicht im Düngerband abgelegt werden, weil sich dort die Wurzeln konzentrieren und wenig Lust haben, zur Seite und in die Tiefe zu wachsen.

Auch bei schwach mit Phosphor versorgten Böden sollten deshalb nicht mehr als 40 % des P-Bedarfes unter Fuß gedüngt werden, der Rest muss vorher breitwürfig als Mineraldünger oder noch besser in organischer Form ausgebracht werden, um die Aufnahme über die Kronenwurzeln auch in späteren Phasen der Entwicklung sicher zu stellen.

Maximal können 300 kg/ha Dünger mit der Unterfußdüngung ausgebracht werden, ohne Auflaufschäden zu riskieren.

Die N-Zufuhr durch die Unterfußdüngung muss voll auf die

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Komplexe Pflanzenanalysen

Die Pflanzenanalyse gibt Aufschluss über die Verfügbarkeit und Aufnahme von Nährstoffen, insbesondere von Spurenelementen aus dem Boden. Nachdem in den letzten Jahren die Nährstoffverfügbarkeit und Nährstoffaufnahme durch Trockenheit eingeschränkt waren, ist es in diesem Jahr Nässe, die sich auf Wurzelbildung und Nährstoffaufnahme auswirkt.

Um einen guten Überblick über die Nährstoffdynamik Ihrer Böden zu erhalten, ist es hilfreich Boden- und Pflanzenanalysen von sichtbar guten und schlechten Stellen innerhalb eines Schlages zu nehmen und diese im Labor untersuchen zu lassen → Pflanzenanalysen

Wir haben mit dem Labor Rabatte für unsere Kunden ausgehandelt. Wenn Sie an der Untersuchung teilnehmen möchten, schreiben Sie auf Ihren Probenbegleitzettel „Angebot NU Agrar“. Die Untersuchung erfolgt am besten in EC 31, wenn der 1. Knoten zu erkennen ist bzw. in EC 39, wenn das letzte Blatt erschienen ist.

NEU ! Erstellung der Probenbegleitzettel erfolgt online (Eurofins EOL), ansonsten wird ein Aufpreis (19 €) in Rechnung gestellt.

Informationen zu

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Manganmangel im Getreide

In einigen Getreidebeständen zeichnet sich derzeit akuter Manganmangel ab. Wird der Mangel nicht behoben, können erhebliche Ertragseinbußen entstehen. Besonders betroffen sind Standorte mit starker Manganfestlegung, z.B. durch Trockenheit, lockeren Boden, hohe pH-Werte, Verzicht auf SSA-Düngung bzw. absolut geringer Mn-Versorgung (unter 50 ppm Mn im Boden).

Symptome für akuten Manganmangel zeigen sich als aufhellende chlorotische Flecken und Streifen an jungen bis mittelalten Blättern, die sich im weiteren Verlauf hellgrau bis hellbraun verfärben. Hellt der Bestand im nicht verfestigten Bereich auf, während er im Bereich verdichteter Fahrspuren grün bleibt, ist von Manganmangel auszugehen.
Abbildung

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Raps – Frühjahrsdüngung 2023

Die Startgabe bzw. Regenerationsdüngung mit Stickstoff und Schwefel (SSA, Piamon 33-S, Yara Urea S, ASS) zu Winterraps dürfte auf bereits befahrbaren Flächen bis zur kommenden Woche abgeschlossen sein. Nachdem sich der Wachstumsstart noch hinauszögern dürfte, können Startgabe und Ertragsdüngung (2. Gabe) von nun an zusammengefasst werden, wenn die Düngung nicht mit Nitrat-haltigen Düngern, sondern mit Piamon S oder SSA + Gülle erfolgen. Insgesamt sollten bis zur frühen Schossphase nicht mehr als 25 kg/ha Nitrat zum Raps ausgebracht werden, da das Nitrat mit dem Massenfluss vorwiegend in die großen, alten Blätter transportiert wird, aus denen es mit hohem Energieaufwand ausgelagert werden muss, um dann in die zuwachsenden Pflanzenteile umgelagert zu werden.

Die Summe der Start- + Schossdüngung sollte auf 80 bis 90 % des Bedarfes ausgerichtet werden. Der Restbedarf wird im weiteren Entwicklungsverlauf durch AHL in Kombination mit Pflanzenschutzmaßnahmen im Knospenstadium (+ zur Blüte) ergänzt.

Die Ertragsdüngung erfolgt mit Harnstoff (inkl. Urease-Hemmer), AHL oder Gülle. Die

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Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Früh schossende Getreidebestände können zu dünn werden!

Früh, d.h. vor dem 20.09. aufgelaufene Getreidebestände, haben bereits zu schossen begonnen. Ursache ist der Langtag, der noch im Herbst auf die Pflanzen eingewirkt hat. Im Westen schossen zudem Kurztagstypen (z.B. Obiwan und Chevignon) die erst im Oktober gesät wurden. Der milde Winter mit Temperaturen bis zu 20 °C führte in tieferen Lagen zu einem stetigen Wachstum der Sorten, welches in den Kurztagstypen ein vorzeitige Streckungswachstum zur Folge hatte. Oft haben diese Sorten nur einen kräftigen und zwei mittlere Triebe ausgebildet.

In der generativen Entwicklung sind diese Pflanzen weiter als sonst. Weizensorten mit geringem Vernalisationsbedarf haben mit der Blütendifferenzierung begonnen. Allerdings wird die Ährenstreckung erst einsetzen, wenn die dafür notwendige Mindesttageslänge von 14 Stunden überschritten wird.

Um zu vermeiden, dass die Ährenanlagen „faul“ werden, aber auch um ein zu starkes Ausdünnen infolge der Triebreduktion zu vermeiden, ist es notwendig, trotz üppiger Entwicklung diese Bestände frühzeitig mit Stickstoff nachzudüngen, wenn Anzeichen für eklatanten N-Mangel bestehen: Viertes Blatt von oben beginnt von der Spitze her zu vergilben, kaum schwache Nebentriebe.

In diesem Fall ist es angebracht,

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Wintergerste – Bestände auf Gelbmosaikvirus Typ II kontrollieren

Die Mehrzahl der aktuell zugelassenen Wintergerstensorten ist resistent gegen das Gersten-Mosaik-Virus (Typ 1). Das Auftreten des Typ 2 beschränkte sich bislang vor allem auf Standorte in Westfalen und Niedersachsen.

Nachdem Gerstenbestände wieder durchgrünen, sind verbreitet gelbe Bereiche auf dem Acker zu erkennen (s. Übersicht S. 41 – 42). Zeichnen die Gerstenpflanzen mosaikvirus-resistenter Wintergerstensorten in Teilbereichen, meist streifig in Bearbeitungsrichtung vom Vorgewände ausgehend, muss auch der Befall mit Gelbmosaikvirus Typ 2 in Betracht gezogen werden.

Deutliche Hinweise auf das Mosaikvirus sind aufgehellte Strichelchen in den Blattadern vergilbter Wintergerstenpflanzen. Diese beginnen meist im oberen Drittel des Blattes. Später gehen die Strichelchen in Nekrosen über, die auf das gesamte Blatt übergreifen. Die betroffenen Pflanzen bleiben im Wachstum zurück und bilden schlechte Wurzeln aus. Teils sind diese bereits verbräunt.

Auf unter Nässe leidenden Standorten treten die Symptome verstärkt auf.

Bei milder, trockener Witterung kann die Gerste das Virus „abschütteln“, wenn die Wurzelneubildung zügig in Gang kommt. Nass-kaltes Wetter macht dem Ganzen einen Strich

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Raps – Stängelrüssler kontrollieren – weitere Maßnahmen zur Ertragssicherung

Verbreitet wurden in der obersten Bodenschicht bereits mehr als 8 °C gemessen (Quelle: DWD Agrarwetter Bodentemperaturen, s. Karte vom 21.02.2023). Zuflug des Großen Rapsstängelrüsslers mit einem Überschreiten der Schadschwelle wurde örtlich beobachtet, nachdem 3 Tage in Folge tagsüber um 15 °C herrschten und die Temperaturen in der Nacht nicht unter die Frostgrenze fielen.

Ab einer Bodentemperatur von 5 bis 7 °C im Oberboden (bis 5 cm Bodentiefe) setzt der Schlupf des Rapsstängelrüsslers ein. Nach dem Schlupf beginnt die Nahrungssuche und die Käfer wandern sehr schnell in die Rapsschläge ein. Anders als der Kohltriebrüssler hat der Rapsstängelrüssler den Reifefraß dann weitgehend abgeschlossen und legt kurz nach dem Zuflug seine Eier unterhalb des Vegetationspunktes des Rapses in den Spross ab. Der Saftstrom und damit auch der Auxin-Transport werden durch den Anstich und das Fressen gestört und der Trieb bleibt gestaucht. Später kommt es durch einseitigen Auxin-Transport zur typischen S-förmigen Verkrümmung der Triebe, die Stängel platzen auf.

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Welche Stickstoffform?

Nach den Engpässen im vergangenen Jahr scheint die Versorgungslage mit Stickstoff nicht mehr so prekär zu sein.

Bei der Wahl der Stickstoffform sind folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen:

Bestandes- und Wurzelentwicklung,

Nitratgehalt im Wurzelraum,

Bindigkeit des Bodens,

Bodenfeuchtigkeit,

Temperaturverlauf im Frühjahr,

Bedarf an Schwefel, Kalk oder Phosphor bzw. Kalium.

Für bereits bestockte Getreide- oder Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es fast keine Rolle, in welcher Form der Stickstoff vorliegt. Für Raps ab dem 10-Blattstadium sind nitrathaltige Dünger nicht zu empfehlen, da Nitrat verstärkt in die Blätter transportiert wird und aus diesen mit hohem Energieaufwand wieder ausgelagert werden muss. Durch das forcierte Blattwachstum werden die Blütenstände später geschoben. Die Konkurrenz zwischen Blatt- und Knospenentwicklung wird zu Lasten der späteren Schoten verstärkt.

Schwach entwickelte Rapsbestände mit weniger als 8 Blättern je Pflanze ausgangs Winter benötigen hingegen 15 bis 20 kg/ha Nitrat-Stickstoff, damit die Cytokinin-Produktion anspringt.

Eine Nitrat-Düngung ist deshalb nur dort notwendig, wo Nitrat nahezu vollständig aus dem Wurzelbereich ausgewaschen wurde.

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