Zuckerrüben

Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

In vielen Regionen Deutschlands setzt die Trockenheit weiterhin den Zuckerrüben mit der Folge von schlafenden Rüben und Blattverlusten zu. Das heiße, aber trockene Wetter bot keine Voraussetzungen für die Ausbreitung von Cercospora, sodass sich der Blattapparat der Rüben aktuell weitgehend gesund präsentiert, auch wenn bisher kaum Fungizide eingesetzt wurden.
Dennoch ist es notwendig, die Bestände weiterhin zu kontrollieren, da wechselhaftes Wetter Ende August und im September mit warmen Temperaturen, wie auch 2018 der Fall, noch zu einer starken Ausbreitung von Cercospora führen kann.
Regen kann nach den Blattverlusten durch Hitze und Trockenheit zu einer Neubildung von Blättern führen, die dann nicht gegen Cercospora geschützt sind. Da wir auf den Ertragszuwachs im Spätsommer und Herbst in diesem Jahr angewiesen sind, muss folglich vor allem, wenn spät gerodet wird, intensiv auf Cercospora und andere Krankheiten geachtet werden.
Sollten günstig Befallsbedingungen vorherrschen, muss in Lagen mit Starkbefall und hohem Resistenzrisiko

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Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

Zuckerrübe – Anschlussspritzung Cercospora

Im Süden ist in einigen Regionen die T1-Spritzung gegen Cercospora erst erfolgt oder war aufgrund des geringen Krankheitsdrucks bislang nicht notwendig. In anderen Teilen Deutschlands, so im Norden oder Osten sieht die Cercospora-Situation dagegen anders aus. Wo regelmäßig Gewitter und Regenfälle nieder gingen, boten hohe Temperaturen ideale Bedingung für die Entwicklung von Cercospora.
Deshalb müssen dort die Spritzabstände eingehalten und gut wirkende Mittel eingesetzt werden. Auch in Sorten mit guter Cercospora-Toleranz darf der Spritzabstand bei hohem und ständigem Befallsdruck durch Regen und Tau nicht weiter als 18 – 21 Tage sein. Allerdings ist ein Prothioconazol-haltiges Mittel für eine gute Stoppwirkung notwendig, wenn der Zeitraum ausgereizt wurde.
Soll Mefentrifluconazol (im Diadem) gespritzt werden, muss der Spritzabstand um zwei bis drei Tage enger gehalten werden oder es müssen 125 – 140 g/ha Prothioconazol hinzugemischt werden. Wie bei der Ramularia-Bekämpfung in der Wintergerste ergänzen sich auch gegen Cercospora Prothioconazol und Mefentrifluconazol gut in der Tankmischung. In Hessen sind zudem bereits erste Resistenzen gegen das Mefentrifluconazol aufgetreten

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Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Das warme Wetter der letzten beiden Wochen forcierte die Entwicklung der Zuckerrüben, sodass die Bestände verbreitet die Reihen geschlossen und das 10-Blattstadium erreicht haben oder dieses bald erreichen werden. In diesem Stadium ist die Blattdüngung zum Blatterhalt sinnvoll, vor allem, wenn die Nährstoffverfügbarkeit aufgrund von Trockenheit eingeschränkt war.
Ziel ist es, die ab dem 10-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blätter bis zur Ernte zu erhalten, um möglichst hohe Zuckererträge zu realisieren. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10- Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.
Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die folgenden 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10- Blattstadium

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Glasflügelzikaden als Vektoren von Stolbur und SBR in Zuckerrüben

SBR („Candidatus Arsenoponus phytopathogenicus“ = SBR-Proteobakterium) und Stolbur („Candidatus Phytoplasma solani“ = Stolbur-Phytoplasma) werden durch Zikaden, bei uns in Deutschland vorwiegend durch Schilfglasflügelzikaden, als Vektoren übertragen. Wirtspflanzen sind Zuckerrüben, Kartoffeln aber auch Karotten und Rote Beete. Auch im Wein wurden Stolbur-Erreger nachgewiesen, inzwischen auch im Mais.

Häufig treten beide Erreger, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen, gemeinsam auf. Inzwischen sind die Zuckerrüben- und Kartoffelanbaugebiete in Südhessen, Baden-Württemberg, Franken und Südbayern stark davon betroffen. Des Weiteren auch Sachsen und Sachsen-Anhalt, dort vorwiegend in Weinbaulagen bzw. entlang von Saale und Elbe. Beunruhigend ist, dass die Erreger mittlerweile aber fast in ganz Deutschland nachgewiesen werden können.

Aufgrund der Gefährdungslage hat das BVL auf der Grundlage des Artikels 53 der EU-Pflanzenschutzmittelverordnung für 120 Tage eine Notfallzulassung für verschiedene Insektizide in Zuckerrüben und Kartoffeln erteilt.

Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist aber nur in Hotspotgebieten und Übergangsregionen nach Warndienstaufruf gestattet.

Insektizide mit Notfallzulassung gegen Glasflügelzikaden als

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Zuckerrüben – Versiegelung und Bekämpfung von Problemunkräutern

Versiegelung (NAV)
Die Versiegelung mit Metamitron ist notwendig, um die Spätverunkrautung mit Gänsefuß, Melden, Franzosenkraut, Nachtschatten oder Amarant zu verhindern.
In Summe aller Spritzungen werden in der Spritzfolge in Abhängigkeit von Bodenart und Bodenfeuchte insgesamt 2.500 bis 3.500 g/ha Metamitron eingesetzt. Je schwerer und je trockener ein Boden, desto höher muss die Metamitron-Menge für die Versiegelung gewählt werden.
Mit dem Metamitron kann bei der Versiegelung auch der zweite Teil der Spectrum-Menge ausgebracht werden, falls mit spät auflaufenden Hirsen zu rechnen ist. Im letzten Jahr fanden die Versiegelungsmaßnahmen meist unter trockenen Bedingungen statt. Das Spectrum unterstützte aufgrund seiner hohen Wasserlöslichkeit unter trockenen Bedingungen auch die Wirkung gegen Melden.
Zusätzlich sind 100 g/ha EFS sinnvoll, wenn Bingelkraut, Amarant oder Klettenlabkraut auftreten und in der NAK3 die EFS-Menge aufgrund des Zusatzes von Spectrum reduziert werden musste.
Bilden Raps und Knöteriche nach wie vor ein Problem, müssen zusätzlich 0,25 l/ha Venzar (Summe: 1,0 l/ha

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Zuckerrübenherbizide im Nachauflauf (NAK 2 und NAK 3)

Die NAK 2 sollte in der Regel 240 °C Tage nach der Saat bzw. 90 °C Tage nach der NAK1 erfolgen. In normalen Jahren entspricht das einem Spritzabstand von etwa 7 bis maximal 12 Tagen. Durch die Kälte vor Ostern und Mitte April können es nach früher Rübenaussaat in diesem Jahr in einzelnen Regionen auch 14 Tage werden.

Für die Bekämpfung von Melden ab dem 4-Blattstadium reichen noch 250 bis 300 g/ha PMP. Gegen Windenknöterich über das Spitzblatt hinaus sind bereits 350 g/ha PMP + 0,2 l/ha Venzar nötig.

In der NAK 3 kann dann je nach Bedingungen auf 400 g PMP + 0,25 l/ha Venzar erhöht werden. Bei noch größerem Windenknöterich muss ab der NAK 2 die Zumischung von 30 g Clopyralid eingeplant werden. Dann sollten aus Verträglichkeitsgründen 0,5 – 1,0 l/ha Mn-Chelat und 0,3 l/ha pH-neutrales Bor dazu gemischt werden, um den Wirkstoffabbau in der Rübe zu **beschleunigen.**

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Zuckerrüben – Schädlingsbekämpfung

Schneckenfraß

Die Schadschwelle ist bei zwei Schnecken pro Quadratmeter erreicht. Für eine schnelle Wirkung ist Metaldehyd-haltiges Schneckenkorn dem Fe-III-Phosphat vorzuziehen.

Rübenschädlinge

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenstellung der Bekämpfungsrichtwerte für Schädlinge in Zuckerrüben.

Tabelle

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Folgen von Frostnächten

Getreide

Gibberellin-Synthese-Hemmer (CCC/ Mepiquatchlorid, Trinexapac, Prohexadion) sollten unmittelbar nach Frost- und vor Frostnächten nicht gespritzt werden, auch wenn die Bedingungen tagsüber gut sind. Die durch Frost gestressten Pflanzen reagieren verstärkt auf die Gibberellin-Hemmung mit gestauchtem Zellwachstum und verkürzten Ähren. Das Risiko ist vor und in der „Großen Periode“ am höchsten. Danach steigt in der Gerste die Gefahr des Ährenknickens. Nach Frostnächten sollen die Temperaturen auf über 8 °C (CCC) bzw. über 12 °C mit Sonne (Trinexapac, Prohexadion) ansteigen. Das Prohexadion kann auch bei bedecktem Himmel gespritzt werden.

Raps

Frostgrade in der Blüte des Rapses bewirken eine verminderte Befruchtungsfähigkeit der Pollen und hemmen die Zellteilung frisch befruchteter Narben. Die Folgen sind nicht vollbekörnte Schoten bzw. auch nicht ausgebildete Schoten (Knospenwelke). Knospenwelke tritt verstärkt auf, wenn der Boden trocken und noch kalt ist.

Im Unterschied zu Schäden durch den Rapsglanzkäfer bleiben die rudimentären, gelblichen Narben (Schotenansätze) am Stängel hängen, bis sie später

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Zuckerrüben – Vorauflauf-Spritzung mit Bodenherbiziden

Bleibt die Bodenoberfläche nach der Saat noch feucht oder treten früh keimende Unkräuter wie Ausfallraps auf, werden bodenaktive Vorauflaufmaßnahmen interessant, wodurch der Anfangsbesatz mit Unkräutern deutlich reduziert werden kann. Zudem ist das Risiko geringer, dass später unter eventuell trockenen Bedingungen bereits aufgelaufene, weitentwickelte Unkräuter mit hohen Aufwandmengen bekämpft werden müssen.

Metamitron (MTM)

Der Wirkstoff Metamitron (z.B. 700 g/l im Goltix Gold) wirkt vorwiegend über den Boden, z.T. auch über das Blatt und ist die Basis der bodenaktiven Herbizidstrategien im Rübenanbau. Aufgrund der hohen Wasserlöslichkeit des Wirkstoffes reichen 60 % der nutzbaren Feldkapazität für eine Wirkung gegen flachkeimende Unkräuter (Kamille, Stiefmütterchen, Vogelmiere) sowie gegen Amarant, Melden und Weißen Gänsefuß, wenn die Behandlung im Keimen dieser Unkräuter erfolgt. Die Wirkung erfolgt, solange der Boden über Nacht dunkel wird, also „Wasser zieht“.

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Zuckerrüben-Aussaat

Je früher die Zuckerrüben die Reihen schließen, desto höher ist das Zuckerertragspotential, denn damit kann die Rübe die Vegetationszeit mit hohen Assimilationsleistungen maximal ausnutzen. Eine schnelle Entwicklung sichert hohe Zuwachsraten bereits im Juni und Anfang Juli ab, bevor die Rüben aufgrund von Hitze im Zuwachs abfallen oder sogar tagsüber zu schlafen beginnen. Auch in SBR-Regionen sind frühe Zuwächse, bevor es zur Symptomausprägung kommt, entscheidend.

Folglich sind zeitige Aussaattermine unter günstigen Bedingungen von Vorteil. Dagegen kann eine zu frühe Aussaat unter kühlen Bedingungen mit einer langen Auflaufphase auch zu Pflanzenausfällen durch boden- und samenbürtige Erreger, z.B. Phoma, Phytium, Rhizoctonia oder Aphanomyces führen. Die Dauerwirkung der fungiziden Beizwirkstoffe im Rampart (Penthiopyrat) (Zulassung am 31.10.2025 ausgelaufen), Vibrance 500 FS (Sedaxane) und im Tachigaren (Hymexazol) reicht dann nicht mehr aus.

Auch Schädlinge haben unter diesen Bedingungen leichteres Spiel. Die „Standardbeize“ Tefluthrin wirkt nicht systemisch und kann deshalb ausschließlich im Boden eine Wirkung auf Moosknopfkäfer,

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Sommerungen – Anbau im Jahr 2026

Die zunehmende Herbizidresistenz von Ackerfuchsschwanz und Weidelgras zwingt uns, uns mit Sommerungen auseinander zu setzen, um den Ackerfuchsschwanzbesatz zu vermindern. In diesem Jahr kommt hinzu, dass die Winterweizen-Bestellung nicht überall möglich war. Ob noch Wintergetreide umgebrochen werden muss, ist aktuell nicht abzusehen.

Mais

Mais bietet sich als eine Alternative an, allerdings kommt der Anbau von Körnermais nur dann in Betracht, wenn ab Anfang Mai bis Ende September (erster Nachtfrost) wenigstens 1.600 °C-Tage (Basis > 6 °C) erreicht werden. Silomais erfordert 1.450 °C-Tage. In diesem Fall muss die Verwertung vor dem Anbau geklärt werden (Fütterung, Biogasanlage). Ackerfuchsschwanz kann im Mais vor der Saat bis zum Auflaufen mechanisch oder mit Glyphosat und im Nachauflauf mit den stärksten ALS-Hemmern (Foramsulfuron, Nicosulfuron) bekämpft werden. Auch das Tembotrione (Laudis) hat eine Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz.

Leguminosen + Sonnenblumen

In Leguminosen wie Ackerbohnen und Körnererbsen, auch in Sonnenblumen kann gegen AFU und Weidelgräser mit Aclonifen

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben 2025

Abgesehen von den pflanzenbaulichen Herausforderungen im Rübenanbau wie SBR, Cercospora oder dem Wegfall von Wirkstoffen stimmt die aktuelle Zuckermarktlage wenig optimistisch. Die Zuckerfabriken versuchen deshalb die Anbaufläche für 2026 zu reduzieren. Für viele stellt sich deshalb die Frage, wie der Zuckerrübenanbau unter diesen Voraussetzungen noch wirtschaftlich funktionieren kann. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es dabei, neben dem Ertrag auch die Qualität intensiver zu berücksichtigen und pflanzenbauliche Stellschrauben gezielt zu nutzen. Aus dem vergangenen Rübenjahr 2025 können dazu wieder interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Im letzten Jahr berichteten wir von den gravierenden Ertragsunterschieden von Standort zu Standort in Abhängigkeit des SBR- und Stolbur-Befalls, aber auch kleinräumig von Landwirt zu Landwirt. Die Spanne reichte 2024 von 20 t/ha bis 130 t/ha. Die Ausreißer nach unten blieben dieses Jahr erfreulicherweise aus und in den letztjährigen SBR-/Stolbur-Hotspot-Regionen konnten zumindest wieder höhere Erträge erzielt werden. Aussaat und Auflaufbedingungen Die meist trockenen Bedingungen im zeitigen Frühjahr ermöglichten verbreitet eine frühe Rübenaussaat ab der zweiten Märzdekade, auch wenn die Bodentemperaturen zu diesem Zeitpunkt nur knapp die 6 °C erreicht hatten, was einen verhaltenen Auflauf der Zuckerrüben erwarten ließ. Während im Süden noch ausreichend Bodenfeuchte für einen homogenen Feldaufgang vorhanden war, war es im Osten und Nordosten schon sehr trocken.

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Sortenwahl 2026

Die Sortenwahl ist im Rübenanbau eine besonders wichtige Stellschraube, da je nach Standort z.B. bei Nematoden- oder Rhizoctoniabefall zur Absicherung des Ertrags Spezialsorten angebaut werden müssen. Auch SBR und Cercospora müssen bei der Wahl der möglichen Sorte besonders priorisiert werden. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass besonders im Rübenanbau ein Risikosplitting durch den Anbau verschiedener Sorten wichtig ist.
Konventionelle Sorten

Standardsorten

Standorte ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall erlauben bei der Sortenwahl maximale Flexibilität (Tab.175). Unter diesen Idealvoraussetzungen kann der Fokus auf das maximale genetisch vorgegebene Zuckerertragspotential gelegt werden. Der starke Cercospora-Druck der letzten Jahre hat aber dazu geführt, dass die Sorten mit der höchsten Ertragsstabilität über die verschiedenen Standorte in Deutschland auch in punkto Cercospora- Leistung ein gutes Niveau mitbringen. Zu nennen sind Sorten wie Ludovica, BTS 2030, Annedora und Habicht. Ebenso erreicht die St Rotterdam ein hohes Ertragsniveau.

Wird das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt,

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Zuckerrüben 2025

Rübenmotten – Zuflug bzw. auf Larven kontrollieren

In den vergangenen Jahren wurde in einigen Regionen, z.B. in der südlichen Magdeburger Börde, in der Leipziger Tieflandbucht und in der Köln-Aachener Bucht, aber auch in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet starker Befall mit der Rübenmotte (Scrobipalpa ocellatella) beobachtet. Trockenheit und überdurchschnittliche Temperaturen im April und Mai führten in diesen Jahren zu einem frühen Zuflug der Rübenmotten und richteten in den stark unter Trockenheit leidenden Rüben große Schäden an. Wo die Rüben bereits frühzeitig zu „schlafen“ begannen, war der Schaden besonders groß. Durch den frühen Zuflug bildeten die Rübenmotten eine zusätzliche Generation. Die Symptome ähneln auf den ersten Blick der Herz- und Trockenfäule durch Bormangel. Die Fraßgänge in Blättern, vor allem in Blattstielen und im Rübenkopf, sowie Kotkrümel und kleine Raupen sind ein Hinweis auf einen Befall mit Larven der

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrübe – Bekämpfung der Glasflügel-Zikaden als Vektoren für SBR und Stolbur

Die Krankheit „Syndrome Basses Richesses“ (SBR) wird durch die Bakterien-Arten „Candidatus Arsenoponus phytopathogenicus“ (SBR-Proteobakterium) und „Candidatus Phytoplasma solani“ (Stolbur-Phytoplasma) verursacht. Beide Erreger werden durch Zikaden, bei uns in Deutschland vorwiegend durch Glasflügelzikaden, als Vektoren übertragen. Wirtspflanzen sind Zuckerrüben, Kartoffeln aber auch Mohrrüben und Rote Beete. Auch im Wein wurden Stolbur-Erreger nachgewiesen, inzwischen auch im Mais. Meist treten beide Erreger, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen, gemeinsam auf. Die Verbreitung erfolgt rasant mit der Ausbreitung der Glasflügelzikaden. Beschränkte sich der Hotspot des Befalls bis 2019 auf einzelne Gebiete in Südwestdeutschland (Rhein-Neckar-Gebiet, Pfalz), sind inzwischen die Zuckerrüben- und Kartoffelanbaugebiete in Südhessen, Franken und Südbayern davon betroffen. Einzelfälle traten auch in Sachsen und

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrübe – Absicherung der Nettoassimilation

Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Diese alten, zusätzlich mit Herbiziden belasteten Blätter sterben ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium eingesetzt hat. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Mit dem 10-bis 12-Blattstadium beginnen die Rüben die Reihen bzw. den Bestand zu schließen. Gleichzeitig setzt das sekundäre Dickenwachstum ein, dessen Abschluss mit dem Tageslängenwechsel (21. Juni) eingeleitet wird. Je mehr Zeit zwischen dem Reihenschluss und den längsten Tagen im Jahr zur Verfügung steht, umso mehr Kambiumringe werden gebildet. Die Kambiumringe dienen dem Transport und der Verteilung des Zuckers in die Speicherzellen um die Kambiumringe. Je mehr Kambiumringe gebildet werden, umso mehr Speicherzellen, umso mehr Zucker kann eingelagert werden. An jedem Kambiumring setzen bis zu 4 Blätter an. Die Assimilate aus diesen Blättern versorgen die zugehörigen Bereiche mit Zucker. Die ab dem 10-Blattstadium erscheinenden nächsten 8 bis 12 Blätter tragen die Hauptlast der Assimilation und der

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrübe – Cercospora

Cercospora-Blattflecken traten im vergangenen Jahr flächendeckend in Zuckerrüben auf, z.T. auch auf Schlägen, auf den in den letzten Jahren keine Zuckerrüben angebaut wurden. Grund dafür ist, dass auch andere Arten, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten als Wirtspflanzen in Betracht kommen und Cercospora-Sporen auch mit dem Wind oder durch den überbetrieblichen Einsatz von Maschinen bzw. durch anhaftende Bodenresten verbreitet werden. Auch die Verbreitung mit dem Saatgut wurde nachgewiesen. Insofern ist auch in Isolationslagen eine Gefährdung nicht ausgeschlossen. Schadwirkung von Cercospora Die aktuelle Witterung mit Regen und Temperaturen um 25 °C begünstigt den Primärbefall mit Cercospora. Früher Befall ab Mitte/Ende Juni beeinträchtigt Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall ab Ende Juli wirkt sich vor allem auf Zuckergehalt und

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Einsatz der Hacke

Zuckerrüben gelten nicht nur als Hackfrüchte, sondern profitieren auch von einem Hackdurchgang. Durch das Hacken gelangt Sauerstoff und Wärme in den verschlämmten Boden, was die Rüben danken. Auch die Stickstoffnachlieferung wird damit in Gang gebracht. Bereits nach wenigen Tagen ist der Wachstumsvorsprung in gehackten Beständen zu erkennen. Je verkrusteter ein Boden, desto höher wiegen die Vorteile des Hackens. Dieser Entwicklungsvorsprung sollte auch in SBR-/Stolbur-Gebieten genutzt werden. Hier haben schneller Reihenschluss und optimale Wachstumsbedingungen für die Zuckerrüben höchste Priorität. Gerade auf verkrusteten Böden wird durch das Hacken der Gasaustausch forciert. Bei hohen Tongehalten muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Rüben durch das Herausreißen von „Platten“ nicht beeinträchtigt werden. Mit Schutzscheiben kann in diesem Fall bis zu einem gewissen Umfang Vorsorge betrieben werden. Durch das Hacken wird die Kapillarität und damit die unproduktive Verdunstung zwischen den Reihen in harten Böden gebrochen. Problematisch ist das Hacken auf steinigen Böden, da die

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Unkrautbekämpfung

In Rapsfruchtfolgen war das Triflusulfuron bis zum Vorjahr ein wichtiger Baustein und sicherte die Wirkung der Herbizidmischungen z.B. gegen Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Kamille und Vogelknöterich ab. Die Unkrautbekämpfung wird damit in den herkömmlichen Zuckerrübensorten im Vergleich zu anderen Kulturen nochmals aufwändiger und herausfordernder. Damit kommt der korrekten Terminierung der Maßnahmen nochmals eine größere Bedeutung zu: Der weite Reihenabstand, die geringe Pflanzenzahl pro Quadratmeter und die verhaltene Jugendentwicklung machen die Rüben anfällig für die Konkurrenz durch Unkräuter. Hohe Unkrautkonkurrenz führt zu starken Ertragsdepressionen. Damit ist die Bekämpfung der Unkräuter eine entscheidende Stellschraube zur Sicherung hoher Rübenerträge. Um eine angepasste Strategie fahren zu können, muss das Unkrautspektrum auf dem Schlag bekannt sein. Des Weiteren laufen die Unkräuter unterschiedlich auf, was für den Zeitpunkt der Herbizidmaßnahmen entscheidend ist: Weißer Gänsefuß läuft beispielsweise nach 120 – 150

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Schnecken und Rübenerdflöhe gefährden den Bestand

Schnecken Die feuchte Witterung im vergangenen Jahr begünstigte die Vermehrung von Schnecken. Deshalb ist auch in diesem Frühjahr abgesehen von den Braunen Wegschnecken mit einem verstärkten Auftreten von Ackerschnecken zu rechnen. Vor allem in Süddeutschland sind die Böden aktuell noch feucht genug für ein massenhaftes Auftreten von Schnecken in den Sommerungen. Gefährdet sind Rüben im Keimblattstadium und kurz vor dem Auflaufen. Zur Kontrolle des Befalls legen Sie nach der Saat am besten Schneckenfolien oder mit Bier getränkte Jutesäcke aus. Unter den Säcken wird Metaldehyd-haltiges Schneckenkorn verteilt, damit die Schnecken schleimen und die Spuren zu erkennen sind. Die Schadschwelle liegt bei 2 Schnecken pro Quadratmeter, also reicht bereits eine Schnecke unter einem Jutesack für die Bekämpfung aus. Es ist ratsam, sowohl den Randbefall aber auch das Auftreten von Schnecken auf klutigen und feuchten Stellen im Schlag zu überwachen. Treten nur Braune Wegschnecken auf, reicht eine Randbehandlung. Entdecken Sie Genetzte Ackerschnecken

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Aussaat

Aussaat der Zuckerrüben Für hohe Zuckererträge ist eine frühe Rübenaussaat unter guten Bedingungen notwendig. Ziel muss ein möglichst früher Reihenschluss sein, damit die Rübe die Vegetationszeit mit hohen Assimilationsleistungen nutzen kann. Eine schnelle Jugendentwicklung sichert hohe Zuwachsraten bereits im Juni und Anfang Juli ab, bevor die Rüben infolge von Hitze im Zuwachs stagnieren und tagsüber zu schlafen beginnen. Auch in SBR-Regionen ist ein früher Zuwachs, bevor es zur Symptomausprägung kommt, entscheidend für noch ausreichende Erträge. Zu frühe Aussaat unter kühlen Bedingungen, verknüpft mit einer langen Auflaufphase kann allerdings auch zu Pflanzenausfällen durch boden- und samenbürtige Erreger, z.B. Pythium, Rhizoctonia oder Aphanomyces, führen. Die Dauerwirkung der fungiziden Beizwirkstoffe im Rampart (Penthiopyrad) und im Tachigaren (Hymexazol) reicht dann nicht mehr aus. Auch Schädlinge haben unter diesen Bedingungen leichtes Spiel, da das Tefluthrin, das aktuell als einzige insektizide Beize zugelassen ist, nicht systemisch wirkt. Deshalb kann mit der Beize ausschließlich im Boden eine

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Mit welchem Landwirt Sie über das Rübenjahr 2024 sprechen, das Fazit fällt sehr unterschiedlich aus. Noch nie waren die Ertragsunterschiede größer als in diesem Jahr. Die Bandbreite der Erträge reicht von katastrophalen 20t/ha bis zu noch nie da gewesenen 130 t/ha. Selbst bei Landwirten innerhalb einer Gemarkung können die Ertragsunterschiede 40 t/ha betragen. Doch wie kam es dazu und was können wir aus diesem höchst interessanten Jahr für den Rübenanbau lernen? Dazu muss man den Entwicklungsverlauf noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Bodenstruktur Unterschiede fallen bereits bei der Bodenbearbeitung und der Etablierung der Zwischenfrüchte im Sommer 2023 ins Auge. Wem es trotz der verbreitet nassen Bedingungen gelungen war, mit Hilfe der Bodenbearbeitung eine gute Bodenstruktur zu schaffen und diese durch einen homogenen Zwischenfrucht-Bestand zu stabilisieren, hatte einen entscheidenden Vorteil. Denn im Winter und Frühjahr konnte sich die Struktur aufgrund des vielen Regens nicht mehr verbessern. Der milde Winter mit

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben – Sortenempfehlungen für 2025

Das Jahr 2024 stellte eindrücklich unter Beweis, welche Rolle die Sortenwahl im Zuckerrübenanbau spielt. Die Unterschiede in der Cercosporatoleranz waren in vielen Regionen beeindruckend. Aber auch in Sachen SBR/Stolbur konnten wir einige neue Erkenntnisse gewinnen. Konventionelle Sorten Standardsorten Auf Standorten ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall können die aktuell ertragsstärksten Sorten angebaut werden. Sorten mit hohen Zuckererträgen haben meist auch eine gute Cercosporatoleranz, was zum einen ein Resultat des höheren Cercosporadrucks der letzten Jahre ist, zum anderen läuft die intensive Fungizidvariante seit diesem Jahrnicht mehr in die Sortenleistungsprüfung des IFZ mit ein. Sorten, die unter diesen Bedingungen sehr hohe Zuckererträge liefern, sind Ludovica, BTS 2030 und Annedora. Aber auch Jellera und St Rotterdam kommen auf ein gutes Niveau (siehe Tabelle 151). Ist das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt, muss der Fokus auf dem Zuckergehalt der Rüben liegen, um dennoch zufriedenstellende Erträge zu erzielen. Unter diesen Bedingungen sind

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Die Zikaden breiten sich aus!

Die Zikaden breiten sich aus!

Über die Ausbreitung der Zikade im Südwesten Deutschlands wurde in den letzten Jahren schon einige Male in diesem Schreiben berichtet. Die Situation hat sich in der vergangenen Saison zugespitzt. In großen Teilen Bayerns sind Zuckerrüben- und Kartoffelflächen betroffen. In Sachsen-Anhalt verbreitet sich die Zikade weiter und auch in NRW und Niedersachsen gab es die ersten offiziellen Nachweise.
Aufgrund der brisanten Lage wird in diesem Info noch einmal auf die Grundlage der Krankheit, deren Verbreitungswege und auf das Ausmaß der Schäden eingegangen. Aber auch ein Lösungsansatz aus den schon länger befallenen Gebieten soll eine Handlungsanleitung liefern.
Wer den Zikadenbefall in einzelnen Regionen noch als Marktvorteil der nördlich gelegenen Standorte ansieht, hat den Ernst der Lage noch nicht realisiert!
Geschichte der Erreger
Das Stolbur-Phytoplasma ist in osteuropäischen Ländern seit 1950 eine bekannte Kartoffelkrankheit. Diese schränkt den Verarbeitungskartoffelanbau in einigen Regionen Russlands und der Ukraine stark ein. Grund hierfür sind schlechte Backfarben aufgrund erhöhter Zuckergehalte. Das Stolbur-Phytoplasma setzt sich im Phloem der Pflanze fest und verstopft somit die Leitbahnen, in der Folge kommt es zu einer

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Zuckerrüben – Conviso One

Conviso One enthält die Wirkstoffe Thiencarbazone + Foramsulfuron, die im Conviso Smart-System in Zuckerrübensorten mit Resistenz gegen diese Wirkstoffe gespritzt werden können. Die Wirkstoffkombination Thiencarbazone + Foramsulfuron ist im Mais zusammen mit Iodosulfuron im Maister zugelassen. Conviso Smart-Rüben waren bisher in erster Linie eine Option, wenn Problemunkräuter wie Wildrüben, Hundspetersilie, Samtpappel, Ambrosia, Bingelkraut, Knöterich und Stechapfel mit Standardmaßnahmen nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Eine weitere Berechtigung hat Conviso Smart in trockenen Regionen, in denen Bodenherbizide nicht sicher wirken. Mit dem Wegfall des Triflusulfuron (Debut, Shiro) klaffen Wirkungslücken gegen Raps, Vogelknöterich, Hundspetersilie und Bingelkraut auf. Gegen Hundspetersilie hat das neue Herbizid Rinpode mit dem Wirkstoff Florpyrauxifen (synthetischer Wuchsstoff) gute Leistungen, zusätzlich kann Clopyralid eingesetzt werden. Auch gegen Bingelkraut wird mit Rinpode eine gute Wirkung erzielt, allerdings sind die Wirkungsgrade im Vergleich zum Triflusulfuron geringer, sodass die Bekämpfung des Bingelkrauts wieder zur Herausforderung wird. Gegen Amarant hingegen soll Rinpode

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Zuckerrüben – Cercospora-Infektionen

Cercospora-Blattflecken treten weltweit als wichtigste Blattkrankheit der Zuckerrübe (Beta-Rüben) auf. Diese Krankheit hat eine Reihe anderer Wirtspflanzen, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten. Früher Befall beeinträchtigt den Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall wirkt sich vor allem auf den Zuckergehalt und die Zuckerausbeute aus. Nach einem milden Winter, warmen-feuchtem Frühjahr mit frühem Reihenschluss und hohen Niederschlagsmengen im Juni/Juli ist mit massivem Befall zu rechnen.
Befallsverlauf von Cercospora Cercospora-Infektionen können zwischen 12 und 40 °C erfolgen, wenn die relative Luftfeuchte zwischen wenigen Stunden und einem ganzen Tag (je nach Temperatur) über 90 % liegt (Harveson et al. 2009). Je höher die Temperatur, umso schneller erfolgt die Infektion. Optimal für Sporenbildung, Keimung und Infektion sind 23 bis 35 °C bei 90 bis 95 % relativer Luftfeuchtigkeit über 5 bis 8 Stunden. Wenn die Zuckerrüben bei Temperaturen über 23° bis 11 Uhr nasse Blätter haben, ist mit der Verbreitung von Cercospora zu rechnen. Sieben Tage

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben – Blatterhalt

Die noch im März bestellten Zuckerrüben haben aktuell einen BFI von 5,0 bis 5,5 erreicht und schließen den Bestand. Später gesäte Rüben schließen die Reihen, der Bestandesschluss ist bis Anfang Juni zu erwarten. Mit den ab dem 8-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zikaden als Vektoren für Virosen, SBR und Stolbur

Die Nässe hat auch etwas Gutes. Zikaden mögen kein nass-kaltes Wetter. Solange Zikaden nicht vor den Füßen herspringen, besteht auch kein Handlungsbedarf. Aufgrund der hohen Beweglichkeit, der geringen Kontaktfläche mit der Pflanzenoberfläche können Zikaden mit Pyrethroiden nur schwer bekämpft werden.
Dem Flonicamid (im Teppeki) schreibt das UBA eine Wirkung gegen Zikaden zu. Das Teppeki wird aus den Leitbahnen in der Pflanze aufgenommen. Die Wirkung setzt langsam ein. Damit kann eine Übertragung erfolgt sein, bevor die Zikaden ausgeschaltet sind.
Acetamiprid (Mospilan, Carnadine) oder Cyantraniliprole (Exirel, Minecto Gold) wirken schneller als das Flonicamid, haben aber keine Zulassung in Zuckerrüben.
Eine wirksame, aber keine 100 %ige Bekämpfung von Zikaden mit Insektiziden erfordert die Kombination von Pyrethroiden mit Teppeki. Die Mischung ist allerdings als bienengefährlich eingestuft. In den Beständen dürfen keine blühenden Unkräuter vorhanden sein. Die Anwendung erfolgt am besten, wenn die Zikaden voll aktiv sind, also in den späten Nachmittags- bzw. frühen Abendstunden.

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben – Versiegelung gegen Spätverunkrautung

Die Mehrzahl der Zuckerrübenbestände haben inzwischen das 4-Blattstadium erreicht und beginnen das 3. Blattpaar zu bilden. Nachdem die oberen 10 cm der Böden inzwischen ausreichend durchfeuchtet sind, sollte die Versiegelung durchgeführt werden, bevor die Bodenoberfläche durch das Rübenblatt zu stark abgeschirmt wird.
Abbildung

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Conviso One – Was tun, wenn der Weiße Gänsefuß bereits zu groß ist?

Conviso-Smart Rüben sind gegen ALS-Hemmer (Sulfonylharnstoffe) unempfindlich, sodass die Herbizidbehandlung in diesen Sorten relativ einfach mit dem Produkt Conviso One erfolgen kann. Das Conviso One enthält 50 g/l Foramsulfuron (blattaktiv) und 30 g/l Thiencarbazone-methyl (blatt- und bodenaktiv). Beide Wirkstoff sind aus dem MaisTer bekannt. Als ALS-Hemmer verhindern beide Wirkstoffe die Synthese der Enzyme Valin, Leucin und Isoleucin in den empfindlichen Unkräutern oder auch Altrüben, was zu deren Absterben führt.
Insgesamt darf maximal 1,0 l/ha Conviso One im Jahr eingesetzt werden. Die Anwendung erfolgt im Splitting, damit werden zwischen EC 11 und EC 18 der Rüben 2 x 0,5 l/ha Conviso One ausgebracht. Der Behandlungstermin richtet sich dabei nach der Entwicklung des Weißen Gänsefußes / Melde. In dessen beginnendem Laubblatt (EC 12) erfolgt die erste Maßnahme, 10 Tage später die zweite Spritzung.
Haben Sie keinen Weißen Gänsefuß / Melde auf Ihren Flächen, gilt das 2-Blattstadium der anderen Unkräuter als Orientierung für

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben – Schädlingsbekämpfung

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenstellung der Bekämpfungsrichtwerte für Schädlinge in Zuckerrüben. Für die Schilf- und Winden-Glasflügelzikade als Vektoren des SBR/Stolbur-Komplexes gibt es weder Bekämpfungsrichtwerte noch wirksame Insektizide. In den Problemgebieten gilt es, sämtliche pflanzenbauliche Instrumente zu ergreifen, um die Rüben keinem unnötigen Stress auszusetzen. Dazu gehört auch die konsequente Bekämpfung anderer Schaderreger. Werden in den SBR/Stolbur-Problemgebieten die Bekämpfungsrichtwerte eines Schädlings überschritten, ist es in jedem Fall sinnvoll, eine Insektizidmaßnahme durchzuführen.

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung

Aktuell ist die Wachsschicht der Unkräuter und Zuckerrüben schwach ausgebildet. Kälte verstärkt den Herbizidstress zusätzlich. Deshalb müssen wir bei der Zumischung von Additiven vorsichtig herangehen. Komplett darauf zu verzichten, ist aufgrund der Wirkungssicherheit nicht sinnvoll. Die volle Aufwandmenge von 0,5 l/ha Hasten bzw. 1,0 l/ha Mero (0,25 bzw. 0,5 l/ha zusammen mit ½ FHS zum Debut) kann eingesetzt werden, wenn es drei bis vier Tage nicht mehr geregnet und sich somit wieder eine Wachsschicht gebildet hat und abends gespritzt wird. Ohne Debut + FHS sollte man aktuell etwa 0,35 l/ha Hasten und 0,7 l/ha Mero einsetzen, morgens gespritzt kann man bei nassen Blättern sogar auf 0,25 l/ha Hasten oder 0,5 l/ha Mero reduzieren. Mit Debut + FHS sollte mit geringen Aufwandmengen von Hasten und Mero besser gegen Abend gepritzt werden. Beide Additive sind aufgrund der Formulierung, der spreitenden Wirkung, der penetrationsfördernden Eigenschaften dem Agraröl vorzuziehen, in kritischen Phasen auch aus Verträglichkeitsgründen. Bei dünner Wachsschicht nach längerer Blattnässe und bei kühlen Temperaturen ist die Herbizidspritzung in den Abendstunden verträglicher als am Morgen, da die Wachsschicht der Zuckerrüben abends stärker ausgeprägt ist und die Rüben das PMP über Nacht abbauen können. Wird doch morgens gespritzt, müssen die Aufwandmengen der Additive angepasst werden. Nach 3 – 4 Tagen mit Sonne hat sich wieder eine ausreichend dicke Wachsschicht gebildet, sodass die vollen Aufwandmengen der Additive gewählt werden können. Das Wuxal P hat zwei Effekte: Zum einen stabilisiert es den pH-Wert in der Spritzbrühe auf 6 – 6,5, wodurch der hydrolytische Abbau des Phenmediphams verhindert und das Eindringverhalten der Herbizide verbessert wird. Zum anderen versorgt das Wuxal P die Rüben mit Nährstoffen und führt damit zu einer Abmilderung des Herbizidstress. Erst Debut/Shiro, dann Wuxal P einmischen, da sich das Triflusulfuron bei höheren pH-Werten besser löst.

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben – Wie die Rübenschläge für die Aussaat vorbereiten?

Wurden Zwischenfrüchte wie Phacelia oder Kleearten vor den Rüben angebaut, grünen diese wieder durch. Auch Ausfallgetreide und Ungräser sind zu finden. Außerhalb von Wasserschutzgebieten ist es am sinnvollsten Glyphosat einzusetzen, da Rüben vor allem auf tonigen Böden empfindlich auf zu viel Bearbeitung im Frühjahr reagieren. Ein sicherer Feldaufgang kann dann nicht mehr gewährleistet werden. Zudem wirkt die mechanische Bekämpfung von Gräsern im zeitigen Frühjahr nicht sicher.
In Wasserschutzgebieten muss dennoch versucht werden, die Altverunkrautung mechanisch zu beseitigen. Dabei gilt es, so wenig Boden wie möglich zu bewegen. Flach schneidende Werkzeuge, die möglichst wenig im Boden wühlen, ermöglichen eine flache Bodenbearbeitung, ohne übermäßig viel Wasser zu verbrauchen. Auch Gareeggen mit Einebnungsschienen können bei geringem Unkrautdruck für eine Bearbeitung ausreichend sein. Kreiseleggen allein führen gegen Altverunkrautung meist nicht zum gewünschten Erfolg. Gegen Gräser sind für eine ausreichende Wirkung in jedem Fall zwei Überfahrten notwendig.
Der Boden muss bei der Bearbeitung krümeln. Schmierschichten

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrübe und Mais – N-Düngung 2024

Die Rübe nimmt anfangs (Nitrat-) Stickstoff vorwiegend mit dem Massenfluss, proportional zur Verdunstung auf. Dazu ist eine ausreichende N-Konzentration im Bodenwasser erforderlich. Diese wird durch frühe N-Düngung, auch mit Harnstoff, vor der Saat abgesichert. Stabilisierter Harnstoff sollte dazu mindestens vier Wochen vor der Saat gestreut werden.
Die Zuckerrübe benötigt die Hauptmasse an Stickstoff zwischen Feldaufgang bis zur Tageslängenwende (Ende Juni). Bis zum sekundären Dickenwachstum korreliert das Blattwachstum positiv mit dem Wachstum von Hypokotyl und Wurzeln der Rübe.
Die Wurzeln der Zuckerrübe setzen dort an, wo sich die Rübe verjüngt. Deshalb nimmt die Zuckerrübe Nährstoffe vorwiegend aus der Schicht zwischen 10 und 25 cm unter der Bodenoberfläche auf.
Die Wirkung des nach der Saat obenauf gestreuten Stickstoffs ist auf Standorten mit hoher Sorptionskapazität und Frühjahrstrockenheit zu unsicher.
Risiko der N-Kopfdüngung nach der Saat: In Jahren mit Frühjahrstrockenheit hat der Dünger-Stickstoff erst wieder bei voller Wassersättigung der Krume Anschluss an das Kapillarwasser

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Die regional sehr unterschiedlichen Bedingungen für den Rübenanbau erfordern auch eine angepasste Sortenwahl. Vor allem auf Standorten mit Besonderheiten wie Nematoden- Rhizoctonia- oder SBR/Stolbur-Befall muss der Sortenwahl vermehrt Bedeutung geschenkt werden. In der Tabelle werden aktuelle Sorten für die besonderen Gegebenheiten eingestuft. Neue Sorten wurden in den Wertprüfungen wenigstens drei Jahre getestet. Diese müssen ihr Potential in der Praxis aber erst noch beweisen.
Die nematodentoleranten Sorten BTS 5715, Lunella KWS und Caprianna KWS erwiesen sich in den letzten drei Jahren auch auf nematodenfreien Standorten als sehr gut. Bei starkem Cercosporabefall erfordern diese Sorten aber eine intensive Fungizidstrategie. Die Sorte Blandina KWS schnitt in der Cercospora-Toleranz unter den Nematoden-Sorten am besten ab.
Sind Nematoden auf Ihrem Standort kein Problem, ist aber eine hohe Blattgesundheit gegen Cercospora erforderlich, sind Sie mit Sorten wie BTS 2030 und Ludovica KWS gut aufgestellt.

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Zuckerrüben – Rückblick 2023 – Der Anfang vom Ende?

Ein aufregendes Zuckerrübenjahr geht zu Ende, das trotz der erfreulichen Marktsituation und vielfach auch Ernte zu sehr unterschiedlichen Reaktionen bei den Landwirten geführt haben dürfte. Während in vielen Regionen über die Erweiterung der Zuckerrübenflächen nachgedacht wird, denkt in den SBR- und Stolbur-Hotspot Gebieten ein großer Teil über den Ausstieg aus dem Rübenanbau nach.
Verspätete Aussaat
Die Zuckerrübenaussaat startete in vielen Regionen aufgrund der Nässe deutlich später als erwartet. Nur vereinzelt konnte in den begünstigten Gebieten, z.B. im Rheintal, bereits Ende Februar bzw. in den ersten Märztagen mit der Aussaat begonnen werden. Die trockenen Bedingungen ermöglichten dort eine Aussaat unter nahezu optimalen Bedingungen, was sich in den Trockenphasen im Mai und Juni als Vorteil erwies. Eine so frühe Aussaat ist in kühleren Ecken in Deutschland mit einem hohen Frostrisiko verbunden.

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Rüben – Geschädigte Zuckerrüben zuerst roden

Der Regen im Juli und im August führte nach der verhaltenen Jugendentwicklung in vielen Beständen zu ordentlichen Zuwächsen, sodass mit einer guten Rübenernte gerechnet werden darf.
Nicht so in Regionen in denen Rübenmotten, SBR und Stolbur in größerem Umfang auftraten, wodurch das Wachstum der Rüben erheblich beeinträchtigt wurde. Hier führte der Regen nicht zu den erhofften Zuwächsen, stattdessen hatte der Regen in den lichten Beständen eine massive Spätverunkrautung mit Gänsefuß, Melden und Hirsen zur Folge. Trotz ausreichender Regenmengen legten die Rüben ihre Blätter schnell flach auf den Boden und erholten sich nicht mehr. Mittlerweile sterben viele Rüben komplett ab. Besonders davon betroffen ist der Südwesten in den Landkreisen Heilbronn und Ludwigsburg.
In anderen Regionen mit gut entwickelten Rüben, tritt mittlerweile verstärkt Cercospora auf, sofern keine intensive und gezielte Fungizidstrategie gefahren wurde. Auch Hagel hat lokal den Blattapparat massiv zerstört.

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Rüben – Lohnt sich noch eine späte Fungizidmaßnahme in den Zuckerrüben?

Ende August schließt sich das Zeitfenster für Fungizidbehandlungen in früh zu rodenden Zuckerrüben. Die meisten der in Zuckerrüben zugelassenen Fungizide dürfen nur bis 28 Tage (Wartezeit) vor der Ernte eingesetzt werden. Zudem begrenzen Infektionen, die zum jetzigen Zeitpunkt gesetzt werden, den Ertrag und Zuckergehalt von Beständen, die in vier Wochen gerodet werden, kaum noch. Außerdem verzögern Fungizide mit phytohormoneller Wirkung (Azol, Carboxamide) die Auslagerung von Assimilaten aus den Blättern in den Rübenkörper. Ein moderater Blattverlust kann deshalb toleriert werden.
Anders sieht es in Beständen aus, die erst nach Mitte Oktober oder gar im November geerntet werden sollen. In diesen Beständen ist nach wie vor auf die Blattkrankheiten Rost und Cercospora zu achten. Ein Worst-Case-Szenario für den Zuckergehalt bilden Blattverluste, die kurz vor der Ernte durch die Bildung neuer Blätter kompensiert werden. Dadurch sinkt der Zuckergehalt in den Rüben ab, bevor wieder Assimilate und Zucker gebildet werden können.

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Notfallzulassung von „Coragen“ in Zuckerrüben

Vom 18. Juli 2023 bis zum 14. November 2023 hat das Mittel Coragen vom BVL für 120 Tage eine Notfallzulassung zur Bekämpfung der Rübenmotten erhalten.

Coragen darf mit einer Aufwandmenge von 0,125 l/ha in 300 bis 800 l/ha Wasser gegen die Eier und Larven der Rübenmotte zweimal in Abstand von 10 Tagen in den Zuckerrüben angewendet werden. Bitte achten Sie auf die Anwendungsbestimmungen.

Im Vergleich zu den Pyrethroiden besitzt das Coragen eine wesentlich längere Dauerwirkung.

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Fruchtfolgerestriktionen

Nicht für Rapsfruchtfolgen zu empfehlen
In Rapsfruchtfolgen mit mehr als 20 % Raps-Anteil dürfen im Soloanbau und in (fertigen) Mischungen keine Kreuzblütler (Senf, Ölrettich oder Kresse, Leindotter, Markstammkohl, Rübsen) enthalten sein, die Kohlhernie und Verticillium fördern.
Sonnenblumen, Sommerwicken und Ramtillkraut können Sklerotinia und Verticillium übertragen. Auch Alexandriner- und Perserklee können Sklerotinia verbreiten, das Risiko ist allerdings bei später Aussaat (ab Ende August) eher gering.
Zwischenfrüchte für Rapsfruchtfolgen
Für Rapsfruchtfolgen kommt vor allem Phacelia in Betracht, die zu den Raublattgewächsen (Wasserblattgewächs) gehört und mit keiner landwirtschaftlich genutzten Kultur verwandt ist. Allerdings gibt es Hinweise, dass früh bis Mitte August gesäte Phacelia, als Überhälter für Verticillium in Betracht kommen kann.
Auch Buchweizen kann in einer Rapsfruchtfolge als Zwischenfrucht genutzt werden, sollte aber nicht vor Zuckerrüben, Kartoffeln oder Leguminosen angebaut werden, da die Bekämpfung des späteren Durchwuchses ähnlich problematisch ist, wie die Bekämpfung von Windenknöterich.
Kleinkörnige Leguminosen (z.B. Alexandriner-, Perserklee) können Bestandteil einer Zwischenfruchtmischung in einer Rapsfruchtfolge sein, wenn die Aussaat nicht zu früh (vor Ende August) erfolgt.
Sehr gut geeignet für Rapsfruchtfolgen ist

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Blattlausbefall in Zuckerrüben

Die wärmeren Temperaturen begünstigen den Zuflug der Blattläuse in der Zuckerrübe. Das Übertragungsrisiko durch virusübertragende Insekten beginnt schon ab dem Keimblattstadium. Die Vektoren laden sich an alten Rübenköpfen in benachbarten Schlägen auf.
Bei der Kontrolle ist unter den Rübenblättern oder im Herz der Rüben zu suchen, denn dort nisten sich Blattläuse und deren Kolonien an. Von oben sichtbar werden befallene Pflanzen durch sich kräuselnde Blätter. Bei Sonnenschein erkennt man diese auch durch dunkle Punkte auf den Blättern, wenn man gegen das Licht guckt. Im Verlaufe der Vegetation fallen die Viruspflanzen durch gelblich verfärbte Blattspreiten auf.
Eine größere Bedrohung erfolgt durch die Grüne Pfirsichblattlaus als durch die schwarze Bohnenlaus. Vorwiegend die Grüne Pfirsichblattlaus überträgt das Rübenvergilbungsvirus. Wohingegen die Bohnenlaus jüngere Pflanzen in erster Linie durch Saugschäden schwächt. Natürliche Antagonisten können bei der Bekämpfung hilfreich sein, reichen aber bei massenhaftem Zuflug nicht aus. Eine Insektizidbehandlung ist dann von größerem Nutzen. Bei 10

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Zuckerrüben – hohe Nettoassimilationsrate sichert den Zuckerertrag

Zuckerrüben schließen im Idealfall möglichst schnell den Bestand und erreichen einen BFI von 4,5 (bei knapper Wasserversorgung) bis 5,5 (ausreichende Wasserversorgung). Mit den bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Diese Blätter müssen deshalb „gepäppelt“ werden.

Mit den ersten Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau von Blättern und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. ab, sobald das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.

Die Hauptlast der Assimilation und Ertragsbildung tragen dann die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten gebildet. Vier neue Blätter bedeuten aber einen Rückgang des Zuckergehaltes von 18 auf 16,8.

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Zuckerrüben – Ab sofort auf Blattläuse und Erdflöhe kontrollieren!

Nach dem Wegfall der Neonicotinoid-Beizen müssen die Zuckerrüben vom Auflaufen an auf Blattlausbefall kontrolliert werden. Ab der kommenden Woche ist verstärkt mit der Schwarzen Bohnenlaus zu rechnen. Wirtschaftlicher Schaden kann durch die Saugtätigkeit sowie durch die Virusübertragung entstehen. Als Virusüberträger ist die Schwarze Bohnenlaus weniger gefährlich als die Grüne Pfirsichblattlaus, die über einen größeren Aktionsradius verfügt, und Viren effektiver übertragen kann. Bei der Schwarzen Bohnenlaus geht es in erster Linie darum, Saugschäden zu vermeiden, die naturgemäß an kleinen Pflanzen stärker sind.
Die Schwarze Bohnenlaus überwintert im Eistadium auf ihrem Winterwirt (Pfaffenhüttchen, Schneeball). Im Gegensatz zur Grünen Pfirsichblattlaus überwintern sie nur im Eistadium. Die Läuse müssen sich erst an Wirtspflanzen (z.B. Wildrüben) mit dem Vergilbungsvirus beladen. Diese können dann an die Nachkommen weitergegeben werden. Warmes, überwiegend trockenes Wetter begünstigt die Nahrungsaufnahme und führt zu einem raschen Anstieg der Population. Ab 10% mit Schwarzer Bohnenlaus befallener Pflanzen lohnt sich eine Insektizidbehandlung.
Indikatorpflanzen für einen Befall mit der Schwarzen Bohnenlaus im Bestand sind Disteln oder Melden. Kontrollieren Sie die Zuckerrüben an mehreren Stellen im Schlag auf Befall mit

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Aussaat Zuckerrüben Teil 1

Rüben können ab einer Bodentemperatur von 8 °C bestellt werden. Zudem sollten die Temperaturen nach der Aussaat eine steigende Tendenz aufweisen, damit die Rüben schnell auflaufen können. Zu lange Auflaufphasen sind in jedem Fall zu vermeiden, da die aktuellen fungiziden Beizwirkstoffe im Rampart (Penthiopyrat) und im Tachigaren (Hymexazol) ansonsten an ihre Leistungsgrenzen stoßen. Fehlstellen durch boden- und samenbürtige Erreger, z.B. Phytium, Rhizoctonia oder Aphanomyces können die Folge sein.

Geschwächte Rübenpflanzen verlieren zudem ihre Widerstandskraft gegen Schädlinge wie den Rübenerdfloh, der an Keim- und Laubblättern frisst. Die derzeit einzige zugelassene Beize (Tefluthrin) wirkt als Pyrethroid nicht systemisch und wird somit nicht in Spross und Blätter verlagert. Deshalb kann mit der Beize ausschließlich im Boden eine Wirkung auf Moosknopfkäfer, Drahtwürmer, Tausendfüßler und Collembolen erzielt werden. Aber auch bei der insektiziden Beize Tefluthrin ist nach drei Wochen kaum noch mit einer Wirkung zu rechnen.

Dies bedeutet, dass sich aufgrund der aktuellen Beizausstattung die Saattermine der konventionellen Rüben

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Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Zuckerrüben – Einarbeitung von Zwischenfrüchten vor der Aussaat

Fragen für die Einarbeitung

Welche Zwischenfruchtarten haben den Winter überlebt und erscheinen noch grün?

Ist Ausfallgetreide ein Problem?

Stehen bestockte Ungräser wie AFU auf der Fläche?

Wie viel Aufwuchs muss eingearbeitet werden, wie lange sind die Zwischenfruchtstängel?

Welche Sätechnik wird verwendet?

Wie ist die derzeitige Bodenstruktur?

Lässt die Bodenfeuchte eine Bearbeitung überhaupt schon zu?

Vorgehensweise

Im Gegensatz zu Mais steht für die Einarbeitung der Zwischenfrucht vor Zuckerrüben deutlich weniger Zeit zur Verfügung. Das muss bereits bei der Auswahl der Zwischenfrucht berücksichtigt werden. Gräser sind deshalb vor Zuckerrüben weniger gut geeignet.

Durch das Niederwalzen der Zwischenfrucht bei Frost frieren die Zwischenfrüchte recht gut ab.

Darf kein Glyphosat mehr eingesetzt werden (z.B. im Wasserschutzgebiet), kann als Erstes ein zeitiger flacher Arbeitsgang bei Frost nötig sein, vor allem wenn zu weit entwickelter Ölrettich mit Rettichbildung oder stark bestockte Gräser ein Problem darstellen.

Bestockte Gräser (z.B. AFU) werden besser durch Glyphosat bekämpft als durch einen mechanischen Arbeitsgang.

Müssen noch grüne Zwischenfrüchte oder Unkräuter ohne Glyphosat beseitigt werden,

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