Raps

Raps und Getreide – Vektorenbekämpfung

Raps und Getreide – Vektorenbekämpfung

Mit der Mais- und Rübenernte wird den Blattläusen die Nahrungsgrundlage entzogen. Geflügelte Tiere wandern deshalb infolge des erzwungenen Wirtswechsels in benachbarte Raps- und Getreidebestände ein. Raps ist derzeit sehr unterschiedlich entwickelt. Im Norden...

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Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Die Rapsbestände präsentieren sich in diesem Jahr je nach Aussaatdatum, Niederschlagsmenge und Schädlingsdruck sehr unterschiedlich. Im Norden stand zur Saat ausreichend Bodenfeuchte zur Verfügung. Die Bestände liefen zügig und gleichmäßig auf, der Erdflohdruck blieb...

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Einsatz von Graminiziden

Ausfallgetreide und Unkrautsamen sind infolge der Trockenheit verbreitet kaum aufgelaufen. Mit dem verstärkten Keimen ist nach den Niederschlägen in den nächsten Tagen zu rechnen.

Um zu vermeiden, dass der frisch gesäte Raps im Ausfallgetreide unterdrückt wird, ist es angeraten, dieses spätestens im 3- bis 4-Blattstadium mit Graminiziden herauszuspritzen. Für die Wirkung der FOP-Mittel sind wenigstens 60 %, besser 70 % relative Luftfeuchte nötig. Bei geringerer Luftfeuchte können sie die Wachsschicht und Kutikula schlecht durchdringen. Die Formulierung der Mittel erleichtern das Eindringen.

Inzwischen ist eine Unzahl von Nachbauprodukten auf dem Markt, deren Formulierung vielfach zu wünschen übrig lässt. Aus diesem Grund beschränken wir unsere Empfehlungen auf Standard-Produkte, über die uns keine nachteiligen Erfahrungen vorliegen.

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Raps – Insektizide gegen Rapserdfloh

Raps – Insektizide gegen Rapserdfloh

In der Ernte krabbelten massenhaft Erdflöhe auf den Rapshängern herum. Kreuzblütler (wie Gartenkresse) im Garten werden durch den Rapserdfloh zusammengefressen. Mit einem hohen Erdflohdruck ist zu rechnen. Die kühlere Witterung lässt den Zuflug trächtiger Mutter-Erdflöhe ab Ende August bis in die ersten Septembertage erwarten.

Auch auf den verstärkter Zuflug von Kohlmotten oder Rübsenblattwespen ist zu achten. Diese werden mit der Spritzfolge gegen den Erdfloh miterfasst.

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Raps – Unkrautbekämpfung

Raps – Unkrautbekämpfung

Anwendung von Clomazone

Die Wettervorhersage für die kommenden 14 Tage rückt die Anwendung von Clomazone gegen Raukenarten in den Bereich des Möglichen, da zum einen Niederschläge als Voraussetzung für die Anwendung von Bodenherbiziden angekündigt werden, zum anderen die Tageshöchsttemperaturen nicht über 25 °C klettern sollen. Somit ist die Anwendung von Clomazone in den Abendstunden möglich und es müssen nur noch die Abstände zu den außerlandwirtschaftlichen Nachbarflächen, sowie die speziell Clomazone-haltige Produkte betreffende Anwendungsbestimmungen beachtet werden.
Abbildung

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide werden aus der Bodenlösung über Keimling, Wurzeln, Hypokotyl oder aus dem Spritzbelag auf der Bodenoberfläche über das Keimblatt aufgenommen. In jedem Fall ist dazu ausreichend Wasser notwendig, umso mehr, je weniger wasserlöslich der Wirkstoff ist. Durch trockenen Boden ist die Wirkung eingeschränkt.

Um die Wirkung sicherzustellen, muss der Boden ausreichend feucht sein oder nach der Anwendung wenigstens so viel Regen fallen, dass die oberen 3–5 cm des Bodens gut durchfeuchtet werden. Dazu sind auf ausgetrockneter Krume wenigstens 10 mm auf sandigen und bis zu 25 mm auf lehmigen und tonigen Böden notwendig.

Etwa 5–10 mm werden je nach Bodenart und Bodenfeuchte benötigt, damit die Wirkstoffe aktiviert werden. Weitere 5–15 mm sind für eine ausreichende Wirkstoffaufnahme durch die Unkräuter notwendig. Letztere hängt auch von der Kontaktfläche im Boden ab: Je feinkrümeliger und kompakter die Bodenoberfläche ist, desto intensiver ist der Kontakt zwischen Wirkstoff und Unkraut.

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Schädlinge im Herbst

Die Erträge der jüngsten Rapsernte sind vielerorts unterdurchschnittlich ausgefallen. Als mögliche Ursache steht insbesondere in Regionen mit hoher Rapsanbaudichte der Rapserdfloh im Fokus. Seit dem Verbot neonicotinoider Beizen ist die Bekämpfung schwieriger geworden. Gleichzeitig können sich Pyrethroid-resistente Populationen leichter ausbreiten.
Im vergangenen Herbst waren die Zuflüge teilweise langanhaltend. Im Frühjahr wurden beim Aufschneiden einzelner Pflanzen teils mehr als zehn Larven gefunden. Entsprechend ist mit einer hohen Zahl adulter Rapserdflöhe zu rechnen. Mit den ersten Nächten unter 10 °C beginnt der Einflug in neu auflaufende Rapsbestände.
Für eine sichere Bestandesetablierung sollte Raps nicht zu spät gesät werden, damit vitale Pflanzen dem Befall besser davonwachsen können. Wird die Schadschwelle von 10 % Blattverlust durch Lochfraß überschritten, können gegen adulte Käfer Pyrethroide eingesetzt werden. Zur Bekämpfung der Larven beziehungsweise zur Verhinderung der Eiablage stehen systemische Wirkstoffe zur Verfügung. Vor dem 4-Blattstadium sollte darauf verzichtet werden, weil noch nicht genügend Blattmasse für eine optimale Wirkstoffverteilung vorhanden ist.

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Herbstdüngung

P- Düngung    

im C- Bereich = Nettoentzug der Vorfrucht (Getreide)

Formel = Kornertrag dt/ha x 0,8 kg P2O5 je dt = kg/ha P2O5

z.B. 70 kg/ha P2O5 (Gülle, DAP, NPK, Triplephosphat)

im A/B-Bereich = 100 kg/ha P2O5 (in 3 Jahren max. 30 kg/ha über Entzug)

K-Düngung    

im C- Bereich = mindestens K-Aufnahme im Herbst

120 kg/ha K2O (Kornkali, Gülle,NPK)

im A/B- Bereich = 200 kg/ha  K2O (Kornkali),

Sandböden = 120 kg/ha  K2O im Herbst + 80 kg/ha im Frühjahr

PK-Düngung am besten vor der Saat einarbeiten! Auf schweren Böden muss auch Kali eingearbeitet werden, wenn mit Herbst- und/oder Frühjahrstrockenheit zu rechnen ist.

Bor- Düngung 

unter 0,4 ppm: 75 + 300 g/ha Bor (2- + 6-Blattstadium)

unter 0,8 ppm: 150 g/ha Bor ab 6-Blattstadium

Mg (+ S)

 im A/B- Bereich (Mg) 15 kg/ha MgO + 12 kg/ha S (300 kg/ha Kornkali)

10 kg/ha Bittersalz zum Überbrücken ab 6-Blatt

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Integrierte Bekämpfung des Rapserdflohs

Die Rapsernte ist noch im Gange, die Erträge fallen teils sehr unterschiedlich aus. Teilweise liegt das an der Witterung (Spätfrost, Trockenheit und Hitze), auf vielen Standorten – vor allem im Osten und Nordosten – aber auch am starken Befall mit Schädlingen (Erdfloh, Stängelschädlinge und Schotenschädlinge). Schotenrüssler und Schotenmücke allein haben teilweise bereits zu Ertragsausfällen von bis zu einer halben Tonne geführt.
In den Gebieten, in denen alle diese Schädlinge aufgetreten sind, erreichen die Erträge kaum 3 t/ha. Das macht deutlich, wie groß das Problem im Raps sein kann.
Auffallend ist auch das starke Aufkommen von Erdflöhen sowie Schotenrüsslern im Erntegut in diesen Regionen. Tatsächlich korreliert sogar die Menge der Schädlinge negativ mit dem Ertrag. Damit in diesen Regionen der Rapsanbau noch erfolgreich bleibt, muss an jeder Stellschraube gedreht werden. Wenn ein Schädling wie zum Beispiel der Erdfloh erfolgreich bekämpft wurde, gibt es noch keine Entwarnung, denn man kann mit den Frühjahrsschädlingen immer noch „Schiffbruch“ erleiden.

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Ackerfuchsschwanz – Ackerbaumaßnahmen und Auswirkungen hoher Temperaturen

Die Bekämpfung von Ungräsern beginnt mit den Ackerbaumaßnahmen direkt nach der Ernte. Deren Bedeutung steigt, wenn keine ausreichend wirksamen Herbizide zur Verfügung stehen. Um diese Maßnahmen effektiv einzusetzen, ist es notwendig, sich mit der Entwicklung des Ackerfuchsschwanzes auseinander zu setzen.
Woher kommt der Ackerfuchsschwanz?
Der Großteil der Ackerfuchsschwanzpflanzen in einem Bestand entstammt den Samen, die in der Vorfrucht gebildet wurden (ca. 80 %) bzw. ist aus der Samenbank im Boden aufgelaufen (10 – 20 %).
Die Haupteintragung von resistenten Ackerfuchsschwanzpopulationen erfolgt durch die Verschleppung mit Erntemaschinen (Mähdrescher, besonders auch überregional eingesetzte Ballenpressen). Deshalb treten Resistenzen gegenüber Wirkstoffgruppen auf, die im eigenen Betrieb nie appliziert wurden. Auch die Verschleppung mit anhaftender Erde an Bodenbearbeitungsgeräten und Drillmaschinen spielt eine Rolle. Die Verbreitung mit dem Wind ist beim Ackerfuchsschwanz dagegen zu vernachlässigen.
Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes muss somit schlag- bzw. feldblockspezifisch erfolgen.
Ungrasfreie Bestände beginnen nach dem Mähdrusch

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Neue Sorten 2026

Blackberry
sehr gute Winterhärte (lt. Züchter)
zögerliche Herbstentwicklung, daher auch für frühere Saattermine geeignet
mittelfrühe Blüte mit späterer Strohabreife
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
gute Phomatoleranz
Genios
neue Sorte mit Fokus auf eine hohe Ertragsleistung und Ertragsstabilität
zügige Herbstentwicklung mit schneller Bestandesentwicklung
geringere Tendenz zum Aufstängeln im Herbst
mittelfrüher Blühbeginn bei mittlerer Korn-abreife
keine explizite Resistenz
Golding
verhaltene Herbstentwicklung mit sehr guter Winterhärte (lt. Züchter)
früher Blühbeginn (Spätfrostrisiko?) mit späterer Strohabreife
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
gute bis schwere Standorte
Früh- und Normalsaat
Karat
neues Sortenprofil mit doppelter Phoma-Resistenz (RlmS + Rlm12)
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
rasche Herbstentwicklung
trotzdem hohe Schossfestigkeit, ermöglicht auch frühere Saattermine
LG Akerman
sehr gute Winterhärte (lt. Züchter)
etwas spätere Blüte mit mittlerer Reife mit durchschnittlicher Reifeverzögerung
längerer Wuchstyp mit guter Standfestigkeit
vereint TuYV-Resistenz mit Vorteilen gegen Phoma und Verticillium
Exklusivsorte der BAT

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Winterleguminosen – Alternativen zum Raps

Die allerersten Meldungen mit 10 bis 15 dt/ha Rapsertrag waren alarmierend. Inzwischen pendeln sich die Erträge zwischen 25 und 35 dt/ha ein. Ob in den Spätdruschgebieten deutlich höhere Erträge erreicht werden, ist fraglich. Ursache für die bescheidenen, um nicht zu sagen katastrophalen Erträge, sind einmal Pflanzen- und Schotenausfälle durch Schädlinge wie Erdfloh oder Kohltriebrüssler, späte Nachtfröste, die zum Schotenabort führten, aber auch die Bekörnung in den Schoten dezimierten und die Hitze ab Mitte Juni, die eine Kompensation der Kornverluste über das TKG unterband.

Aus diesem Grund suchen einige Landwirte nach Alternativen für den Raps, der inzwischen durch die Kosten für Herbizide und Insektizide zu einer wahrhaft teuren, vor allem aber auch intensiven Kultur geworden ist, die einiges mehr als andere Früchte an Überfahrten zum Schutz der Kultur erfordert.

Abgesehen vom immer noch hohen Deckungsbeitrag für eine Mähdruschfrucht bietet der **Raps eine Reihe von Vorteilen**:

* einzige, ertragssichere Winter-Blattfrucht
* produziert Öl + Eiweiß statt Öl oder Eiweiß + Stärke

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Kohltriebrüssler im Raps: Was eine Stängelbonitur jetzt verrät

Unbefriedigende Bestände – was steckt dahinter?
Einige Rapsbestände, v.a. Richtung Osten zeigen in diesem Jahr kein zufriedenstellendes Bild. Bei der Betrachtung einzelner Pflanzen fällt auf, dass die Anzahl der Schoten – insbesondere am Haupttrieb – deutlich geringer ausfällt als normal. Häufig sind es < 150 Schoten je Pflanze und weniger als 40 Schoten je Haupttrieb; dazu kommen zahlreiche Fehlstellen und Abschnitte ohne Schoten. Als erste Erklärung wird häufig der Spätfrost in der Blütezeit genannt – und tatsächlich kann dieser Schäden mit diesem Erscheinungsbild verursachen. Doch eine gründliche Analyse der Pflanzen zeigt: In vielen Fällen ist Frost nicht die alleinige Ursache. Aufschneiden lohnt sich – was im Stängel steckt Wer den Rapsstängel der Länge nach von unten nach oben aufschneidet, findet in vielen Beständen braune Fraßgänge sowie – je nach Zeitpunkt der Bonitur – noch aktive Larven im Stängelmark. Die meisten dieser Larven besitzen eine braune Kopfkapsel und sind dem Kohltriebrüssler oder Stängelrüssler zuzuordnen. Vereinzelt lassen sich auch

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Frost in der Blüte

Frosteinwirkungen vor und während der Rapsblüte führen in der diesjährigen Vegetation zu Störungen im Blüh- und Befruchtungsverlauf. Besonders gefährdet sind nicht durch Blätter umhüllte, freiliegende Knospen sowie frisch bestäubte Blüten in der Meiose. Bereits moderate Nachtfröste treffen auf eine Phase hoher Sensibilität, in der generative Organe nicht regenerationsfähig sind. Gleichzeitig verstärken kühle Witterung und ausgeprägte Tag-Nacht-Amplituden die Heterogenität des Bestandes, was zu einem ungleichmäßigen Blühverlauf führt. Offene Blüten reagieren äußerst empfindlich auf Frost. Temperaturen unter etwa -2°C bis -4°C können die Narben nachhaltig schädigen, sodass eine erfolgreiche Befruchtung ausbleibt. Noch nicht geöffnete Knospen haben eine höhere Toleranz, werden jedoch durch Temperaturen unter -6°C ebenfalls geschädigt. In der Folge kommt es zu einem reduzierten Schotenansatz.
Im Vergleich zur Frost- bzw. Kälteeinwirkung wird der Einfluss des Rapsglanzkäfers häufig überschätzt. Durch das Anbeissen des Rapsglanzkäfers fallen einzelne Knospen ab. Es bleibt nur noch das Blütenstielchen über.
Charakteristisch ist für die Frosteinwirkung, dass die Schäden oft in einer Höhe an Haupt- und Nebentrieben zu finden sind. Die

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Blütenspritzung

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits in der Blüte. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Erste Apothezien sind im Rheinland bereits aufgelaufen. Bislang liegen die Bodentemperaturen verbreitet unter 10 °C. Erst wenn die Bodentemperaturen die 10 °C-Grenze bis den unteren Krumenbereich hinein überschritten haben, können Apothezien auflaufen. Damit ist erst in der nächsten Woche zu rechnen.

Dann dauert es noch weitere 5 bis 6 Tage bis zu einer möglichen Sporulation. Diese wird durch den Blütenstaub ausgelöst, der auf die Apothecien fällt. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Folgen von Frostnächten

Getreide

Gibberellin-Synthese-Hemmer (CCC/ Mepiquatchlorid, Trinexapac, Prohexadion) sollten unmittelbar nach Frost- und vor Frostnächten nicht gespritzt werden, auch wenn die Bedingungen tagsüber gut sind. Die durch Frost gestressten Pflanzen reagieren verstärkt auf die Gibberellin-Hemmung mit gestauchtem Zellwachstum und verkürzten Ähren. Das Risiko ist vor und in der „Großen Periode“ am höchsten. Danach steigt in der Gerste die Gefahr des Ährenknickens. Nach Frostnächten sollen die Temperaturen auf über 8 °C (CCC) bzw. über 12 °C mit Sonne (Trinexapac, Prohexadion) ansteigen. Das Prohexadion kann auch bei bedecktem Himmel gespritzt werden.

Raps

Frostgrade in der Blüte des Rapses bewirken eine verminderte Befruchtungsfähigkeit der Pollen und hemmen die Zellteilung frisch befruchteter Narben. Die Folgen sind nicht vollbekörnte Schoten bzw. auch nicht ausgebildete Schoten (Knospenwelke). Knospenwelke tritt verstärkt auf, wenn der Boden trocken und noch kalt ist.

Im Unterschied zu Schäden durch den Rapsglanzkäfer bleiben die rudimentären, gelblichen Narben (Schotenansätze) am Stängel hängen, bis sie später

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Knospenspritzung

In den Gelbschalen waren in den letzten Wochen mit Ausnahme von Südhängen nur wenige Stängelschädlinge zu finden. Die Kohltriebrüssler versteckten sich meist in den Knospen bzw. Blattachseln der Rapspflanzen. Deshalb ist eine intensive Kontrolle der Rapspflanzen dringend erforderlich. Sind in mehr als 3 von 10 Rapspflanzen Stängelschädlinge zu finden, ist es angebracht, gegen diese bis EC 51 mit Pyrethroiden vorzugehen. Vor EC 51 haben teilsystemische Wirkstoffe wie das Acetamiprid kaum Vorteile, weil kein Transport in die Knospen erfolgt, solange diese mit Blättern umhüllt sind.

Inzwischen liegen die Knospen frei, somit können Stängelschädlinge und Rapsglanzkäfer mit Acetamiprid bekämpft werden.

Mit dem Anstieg der Temperaturen über 15 °C werden wieder verstärkt Rapsglanzkäfer gefunden. Eine Gefährdung durch den Rapsglanzkäfer ist zu erwarten, wenn die Knospen noch nicht aufgeblüht sind und angefressen werden. Die Bekämpfungsschwelle für den Rapsglanzkäfer liegt bei 3 bis 5 Käfern pro Blütenstand. Diese Schwelle dürfte verbreitet am 06.04. überschritten worden

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern

Bedingt durch die anhaltende Vegetationsruhe nordöstlich der Linie Emden – Dresden hob auch in Rapspflanzen mit 12 Blättern der Vegetationskegel nicht mehr als 3 cm ab. Ausnahmen blieben übersäte Bereiche, wo sich die Blätter im Herbst bereits berührten und die Pflanzen sich gegenseitig hochtrieben. Südöstlich dieser Linie ist die Streckung in den früh aufgelaufenen Beständen bereits in Gang gekommen.

Mit dem Übergang in den Langtag werden sich die Sprossachsen des Raps schnell strecken. Infolge der hohen Strahlung der letzten beiden Wochen ist das Gewebe in den meisten Rapsbeständen fest. Infolge der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Tage mit Wachstum im Kurztag ist das Lagerrisiko geringer. In den schwächer entwickelten Beständen steht mehr die Förderung der Verzweigung der Rapspflanzen im Vordergrund.

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Zeit, die Gelbschale aufzustellen und zu kontrollieren!

Die aktuellen zweistelligen Temperaturen reichen noch nicht, um die Vegetation voll in Gang kommen zu lassen, können aber Insekten auf den Plan rufen. Gelbschalen gehören deshalb jetzt auf den Acker!

Um den Zuflug der Rapsstängelrüssler zu überwachen, ist es ratsam, die Gelbschalen am Rand von Vorjahresrapsschlägen aufzustellen. Ab Bodentemperaturen über 5 °C beginnen Rapsstängelrüssler zu schlüpfen. Ab 6 °C Bodentemperatur werden geschlüpfte Käfer aktiv. Kohltriebrüssler hingegen kommen aus Hecken und Waldrändern in die Rapsschläge. Daher sind zusätzliche Gelbschalen in der Nähe von Hecken und Waldrändern aufzustellen, um deren Zuflug zu kontrollieren.

Nachdem die Rapsstängelrüssler geschlüpft sind, erfolgt binnen weniger Tage die Eiablage. Die in die Rapsbestände eingeflogenen Käfer legen die Eier unterhalb des Vegetationskegels in den Spross ab. An dieser Stelle wird der Auxinstrom unterbrochen. Dadurch entstehen die für Rapsstängelrüssler charakteristischen S-förmigen Verkrümmungen, die durch Frost aufreißen können. Frostrisse und Einstichlöcher dienen als Eintrittspforten für Krankheiten.

Der Kohltriebrüssler muss dagegen erst einen Reifefraß von

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Welche Alternativen bestehen, wenn doch umgebrochen werden muss?

Umbruchwürdigen Raps mit 1000 g/ha Glyphosat je 100 l Spritzbrühe (+ Additiv) abspritzen, um den Rapsdurchwuchs in der nachgebauten Frucht zu vermeiden.
Sommerraps ist keine Alternative. Dieser wird zur immerwährenden Last im späteren Winterraps und verstärkt dessen Auswinterungsrisiko.
Als Alternative bieten sich Sonnenblumen an, vor allem in den Gebieten, in denen ein 230er Mais druschreif wird. Gegen Sklerotinia sollten Sie vor der Aussaat 2 kg/ha Contans WG (ca. 55 €/ha) einarbeiten.
Sonnenblumensortenmittelfrühe Sorten (FAO 220 Körnermais): LG 5377, ES Savanna, NK Delfi
mittelspäte Sorten (FAO 240 Körnermais): P63LL156, 1025L
späte Sorten (FAO 260 Körnermais): SY Nebraska, Insun 222 CLP
Abhängig vom Wasserhaushalt werden zwischen 6 und 8 Körner/m² ausgesät. Mit zu geringen Pflanzenzahlen steigt das Risiko von Korb- und Stängelknicken.
Sojabohnen können in den Tallagen (bis 200 m) bis zur A4 (Erfurt-Dresden) auf Standorten, die den Anbau von Mais mit FAO 240 zulassen, anstelle des Rapses angebaut werden.

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps und Wintergetreide – Wie hoch muss die Startgabe ausfallen?

Die Mehrzahl der Winterungen sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Getreidebestände befinden sich oft erst im 4-Blattstadium und haben begonnen zu bestocken. Ab Anfang November gesäte Weizenbestände waren bis Vegetationsende um den 20.11. oft noch nicht aufgelaufen.

Bei der Wahl der Stickstoffform müssen

die Bestandes- und Wurzelentwicklung,

der Nitratgehalt im Wurzelraum,

die Bindigkeit des Bodens,

die Bodenfeuchtigkeit,

der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und

die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt und die Konkurrenz zwischen Blätter und Knospen verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im bestockten Getreide werden durch Nitratdünger unproduktive Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und deren Reduktion

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps und Getreide – Das müssen Sie zu Entwicklung und Krankheiten wissen

Der bis Anfang Oktober aufgelaufene Weizen konnte bis Ende November am Hauptrieb noch 5 bis 6 Blätter bzw. 3 bis 5 Triebe je Pflanze bilden (600 bis 1.000 Triebe je m²). Doppelringstadium ab dem 05.03. Stärker entwickelte Bestände sind nur selten anzutreffen. Der nach dem 10. Oktober aufgelaufene Weizen begann nur entlang der Rhein-Main-Schiene und im Weser-Ems-Gebiet noch im Herbst zu bestocken.

Ein Großteil der Weizenbestände hat nur 3 bis 4 Blätter je Pflanze bzw. beginnt gerade zu bestocken. Mit dem Doppelringstadium ist in diesen Beständen nicht vor dem 15.03. zu rechnen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Startgabe mit harnstoffhaltigem Dünger bzw. die Startgabe mit KAS angesagt, um die Cytokinin-Konzentration in den Pflanzen anzuheben und die Bestockung und Ährenanlage zu fördern.

Die Andüngung mit nitrathaltigen N-Düngern ist zu empfehlen, wenn in der Krume (30 cm) weniger als 15 kg/ha Nmin in sandigen bis 30 kg/ha Nmin in schweren Böden

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Verfärbte Bestände

In den letzten Tagen fangen die Rapspflanzen in vielen Beständen an, sich gelb-rötlich-violett zu verfärben. Dafür kommen viele Ursachen in Betracht:
Witterungseinflüsse (Nässe, Frost, intensive Strahlung + kühle Temperaturen, Temperatursturz)
Nährstoffmangel (vor allem Stickstoff, Phosphor oder auch Schwefel und Bor)
Schädlingsbefall auf Blätter (Saugschäden durch Läuse), im Spross (Erdfloh-Larven) und an Wurzel (Kohlfliegen- Larven)
Krankheitsbefall an Wurzel (Kohlhernie, Wurzelbrand) mit verringerter Nährstoffaufnahme
Nachwirkung von Sulfonylharnstoffen (Mesosulfuron, Metsulfuron, Propoxy-carbazone) zur Vorfrucht, die infolge Trockenheit im Sommer nicht abgebaut wurden (Cyt-MOG)
Kombination von Wachstumsregler + Gräsermittel (Graminiziden) vor Frost (eingeschränkte Enzymaktivität (Cyt-MOG) bzw. Substratmangel für die Enzymbildung)
Verringerter Abbau von Bodenherbiziden
Wird Stickstoff in der Pflanze knapp, wird dieser aus den älteren Blättern in die jüngeren verlagert. Das führt schließlich zu einer gelben bis violetten Verfärbung der alten Blätter.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Gräserbekämpfung

Die Temperaturen sollen in den nächsten 2 Wochen zwar zurückgehen, werden sich aber zumindest im Westen noch über der Wachstumsgrenze bewegen. Damit bleibt es dort für die Kerb-Spritzung zu warm. Ackerfuchsschwanz- oder Weidelgraspflanzen im 4-Blattstadium können bis zur Kerb-Spritzung noch voll bestocken. Voll bestockter Ackerfuchsschwanz mit tiefreichenden Wurzeln wird durch das Propyzamid im Kerb flo oder Milestone nicht vollständig erfasst. Für die Spritzung von Kerb ist es derzeit noch zu früh.
Konnte der Ackerfuchsschwanz bis Anfang November 4 oder gar mehr Blätter bilden, kann er mit DIM-Mitteln rausgespritzt werden. Auf Standorten mit FOP-resistentem Ackerfuchsschwanz wirkten 0,5 l/ha Select 240 (+ 0,5 l/ha Radiamix) besser als 2,25 l/ha Focus Ultra (+ Dash).
Die Wirkung der DIM-Mittel gegen Ausfallgetreide und Trespen ist aber schlechter als die Wirkung der FOP-Mittel.
Die im Raps zugelassenen FOP-Mittel (Agil, Fusilade Max oder Paranex, Targa Super u.a.) wirken nicht mehr gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser, aber meist noch gut gegen Trespen und

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Magnesiummangel

Hohe Niederschläge haben Ende August bis Mitte September im Südwesten und Nordwesten bis zur Westküste Schleswig-Holsteins die Böden mit Wasser gesättigt. In einem Streifen von 150 km Breite nördlich der Mittelgebirge von Bremen bis Sachsen sind die Böden aktuell zwischen 40 bis 60 % mit Wasser gesättigt, in den übrigen Gebieten zu 80 bis 90 %.
Der Zustand der Rapsbestände ist deshalb sehr unterschiedlich. Auffallend ist, dass der Raps in den mit Regen gesegneten Gebieten häufiger als in den Vorjahren Anzeichen von Magnesium-Mangel erkennen lässt:
Aufhellende Interkostalfelder, die vom Blattrand aus sich rötlich verfärben. Im Gegensatz zu den TuYV-Symptomen können die Symptome auf das ganze Blatt übergreifen.
Wenn der Raps zeichnet, kann auch das Getreide unter Magnesium-Mangel leiden. Symptome sind erst ab dem 4- Blattstadium zu identifizieren, wenn die Getreidepflanzen auf die Wurzelernährung umschalten:
Ältere Blätter beginnen von der Spitze her in gelben Streifen

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Befall mit Kohlfliegen-Larven

Larven der Kleinen Kohlfliege sind regional in diesem Jahr trotz Lumiposa-Beizung wieder häufiger zu finden. Deren Bekämpfung ist mit den teilsystemisch wirkenden Insektiziden kaum möglich. Um größeren Schaden durch das Abfaulen der Wurzeln zu verhindern, muss die Bor-Versorgung sichergestellt werden. Bor ist notwendig für die Gewebebildung. Um die Konzentration in der Wurzelzone stärker anzuheben, sind 450 g/ha Bor angebracht. Das auf die Blätter gespritzte Bor läuft von den Blättern ab und dringt im Bereich des Wurzelhalses konzentriert in den Boden ein, um dort über die Wurzel aufgenommen zu werden.

Die Bor-Spritzung sollte baldmöglichst erfolgen, wenn Sie Rapswurzeln mit Kohlfliegenlarven finden.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Bekämpfung der Larven des Rapserdflohs

Der Zuflug von Rapserdflöhen scheint weitgehend abgeschlossen zu sein. In diesem Jahr flogen mehr Erdflöhe als im vergangenen Jahr ein, aber deutlich weniger im Vergleich zu 2023.
Hat der Rapsbestand den ersten Zuflug und die Fraßschäden im Keimblatt-Stadium erst einmal überstanden, entsteht der Hauptschaden durch den Minierfraß der Rapserdfloh-Larven im Stängel, in dessen Folge sich dort Krankheiten ansiedeln bzw. Rapspflanzen durch das eindringende Wasser und Frost ausfallen.
Der letzte Zuflug-Peak war verbreitet am 8. Oktober. Mit der Eiablage dieser Käfer ist bis zum 25.Oktober zu rechnen. Das Schlüpfen der Larven kann sich aber noch bis ins Frühjahr hinziehen. Die Eier werden 1 bis 2 cm tief in den gut durchlüfteten Boden neben die Rapspflanzen gelegt. Wo die oberste Bodenschicht aktuell nicht vernässt ist, haben die Eier bessere Überlebenschancen. Nässe und Bodenfrost schaden den abgelegten Eiern.
Mit Gelbschalen, die eine Oberfläche von 1/6 m² haben, wird der Zuflug auf annähernd einem Quadratmeter erfasst. Wenn wir von

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung

Ackerfuchsschwanz- und Weidelgraspflanzen, die aktuell bereits 4 Blätter gebildet haben, werden bis zur Kerb-Spritzung noch bestocken können. Bestockter Ackerfuchsschwanz, auch Weidelgras wird durch Kerb flo nicht mehr sicher erfasst. Für die Spritzung von Kerb ist es jetzt aber noch zu früh bzw. zu warm.

Ackerfuchsschwanz mit 4 und mehr Blättern muss mit DIM-Mitteln rausgespritzt werden. Auf Standorten mit FOP-resistentem Ackerfuchsschwanz ist Select 240 (Clethodim) wirkungssicherer als Focus Ultra. Focus Ultra schnitt dagegen auf Versuchsstandorten in Hessen gegen Weidelgräser besser ab. Beide DIM-Mittel sollten aber aus Gründen der Verträglichkeit nicht mehr gespritzt werden, wenn Nachtfrost angesagt ist, vor allem nicht in Kombination mit Azolen (Tebuconazol, Metconazol, Paclobutrazol).

FOP-Mittel (Agil, Fusilade Max, Gallant oder Panarex, Targa Super) wirken nicht mehr ausreichend gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgras, sind aber gegen Ausfallgetreide und Trespen die Mittel der Wahl.

DIM-Mittel wirken gegen Ausfallgetreide und Trespen schlechter. Die Kombination von DIM- und FOP-Mittel ist möglich. DIM-Mittel (Clethodim) müssen in voller Aufwandmenge gespritzt werden, FOP-Mittel können auf 50 % (Ausnahme Agil S) reduziert werden.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Bei Frostrisiko Graminizide nicht mit Azolen mischen

Aus Gründen der Verträglichkeit sollen Graminizide mit metconazol-, paclobutrazol- oder tebuconazolhaltigen Wachstumsreglern (Carax, Folicur, Horizon, Orius, Tilmor, Toprex) nicht gemischt werden, wenn die Temperaturen unmittelbar nach der Spritzung auf bzw. unter den Gefrierpunkt absinken können.

FOP-Mittel (z.B. Agil, Gallant, Fusilade, Panarex, Targa Super)

DIM-Mittel (Focus Ultra, Select 240)

Kerb flo (Propyzamid) oder Milestone (Propyzamid + Aminopyralid)

Im Zweifel immer erst Gräsermittel und 4 – 6 Tage später Wachstumsregler spritzen!

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Wachstumsregulierung und Phoma-Bekämpfung

Die Winterrapsbestände präsentieren sich in diesem Herbst uneinheitlich. Abhängig von Saattermin und trockenheitsbedingten Auflaufverzögerungen befinden sich derzeit die Bestände zwischen Keimblatt- und 6-Blattstadium.
Zeitpunkt: wann erreicht der Raps (voraussichtlich) das 6-Blattstadium?
Nur wenige, vor dem 20. August gesäte Rapsbestände hatten bis zum 20. September sechs Blätter voll ausgebildet. Diese Bestände werden bis Vegetationsende auf jeden Fall 12 Blätter haben und enger stehende Pflanzen vor Winter Stängel bilden. Die Mehrzahl der Rapsbestände erreicht das 6-Blattstadium erst Ende September bis Anfang Oktober) und wird bei milder Herbstwitterung 10 bis 12 Blätter bilden. Bestände, die sich derzeit noch im 2-Blattstadium befinden, werden erst in der letzten Oktoberdekade sechs Blätter gebildet haben. Bis Vegetationsende erreichen diese Rapsbestände noch das 8- Blattstadium.
Konkurrenz zwischen den einzelnen Rapspflanzen, verstärkt durch Häufchenbildung
Je weiter der Reihenabstand und je höher die Saatstärke, umso enger ist der Abstand zwischen den Einzelpflanzen. Stehen benachbarte Rapspflanzen enger als 12 cm, wird die Stängelbildung in Gang gesetzt, sobald sich die Blätter berühren.
Gefährdung durch

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Rapserdfloh – Entwicklung und Schadrisiko

Ende Juni – Juli: Käferschlupf in letztjährigen Rapsschlägen

Die jungen Rapserdflöhe schlüpfen Ende Juni bis Juli aus den verpuppten Larven und beginnen an Stängeln und Schoten zu fressen. Anschließend suchen sie als Schutz vor der Hitze Büsche, Hecken oder Waldränder zur Sommerruhe auf oder verstecken sich bei kühlem Wetter unter dem Blätterdach der aufgelaufenen Ausfall-Rapspflanzen.

Ein Großteil der Rapserdflöhe wird mitgedroschen und krabbelt auf den Hängern herum. Es bietet sich an, die Käfer beim Landhandel einzusammeln und einem Resistenztest (Röhrchentest) zu unterziehen, um einen Überblick über deren Empfindlichkeit auf Insektizide zu erhalten.

Ende August bis Herbst bei kühlem Wetter: Einflug in frisch aufgelaufene Rapsbestände – Reifefraß (Lochfraß an Keimblättern und ersten Laubblättern) – Stadium (Raps): EC 10 bis 14                                                   

In der Mehrzahl der Jahre flogen Erdflöhe ab Anfang bis 25. September nach einer Phase der Abkühlung in die frisch aufgelaufenen Rapsbestände ein. Dort verursachten sie den typischen Lochfraß an den Keimblättern und an jungen Blättern (Reifungsfraß). Die Fraßschäden bis hin zu Totalausfällen waren umso stärker, je später der Raps aufgelaufen war.

Aus diesem Grund sollte der Raps entgegen bisherigen Empfehlungen so früh gesät werden, dass er bis zum massenhaften Einflug der Käfer in der 1. Septemberwoche wenigstens 2 Laubblätter gebildet hat.

In diesem Fall stehen wir vor einem Dilemma: Um der Kleinen Kohlfliege aus dem Weg zu gehen, sollte der Raps erst nach Anfang September auflaufen. Als Ausweg erweist sich die Lumiposa-Beizung (Wirkstoff: Cyantraniliprole) der Frühsaaten, mit der das Schadrisiko durch die Kohlfliege eingedämmt werden kann, während die Beizung mit Buteo-Start eine erkennbare, aber nicht immer ausreichende Wirkung gegen Erdfloh als Fraßschädling im Keimblattstadium hat und für die Spätsaat von Raps zu empfehlen ist.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten

LG Avenger (D, Limagrain)

Stängel- und blattgesunde, großrahmige Sorte, umfangreiche Resistenzen//Toleranzen

Spät- und Mulchsaat geeignet

Standfestigkeit beachten

lt. Züchterangaben erhöhte Widerstandskraft gegen Rapserdfloh

sehr hohe Ertrags- und hohe Ölgehaltseinstufung

Ceos (EU, RAGT)

Ertragsstärkste Sorte in BSV/EUSV 2024 mit geringen Schwankungen über die Standorte

Ertrag und Ölgehalt jeweils mit Höchstnote 9 bewertet

wüchsig im Herbst und Frühjahr

Langstrohig, dennoch standfest

Churchill (D, Rapool)

Neuzulassung 2024, TuYV-Resistenz, rlm 7- und rlm S-Phomaresistenz, Cylindrosporium- und Verticillium-Toleranz

mittlere und späte Saattermine

geringe Neigung zu Stängelbildung im Herbst

hohe Andüngung unterstützt schnelle Regeneration im Frühjahr

sehr hoher Ölgehalt

Detlef (D, Rapool)

Neuzulassung 2024 für Gesundlagen, TuVY-Resistenz

für frühe und mittlere Saattermine auf besseren Böden

wurzelstarke Sorte mit guter N-Aneignung

DK Exantra (EU, Dekalb)

trockentolerant

Spätsaatgeeignet ohne spezielle Ansprüche an Boden und Klima

Blatt- und Stängelgesund

sehr hohe Ertrags- und hohe Ölgehaltseinstufung

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Raps – Knospenwelke

Raps setzt keine Schoten an Raps Verbreitet will der Raps in diesem Jahr nicht voll aufblühen bzw. setzt keine Schoten an. Davon betroffen sind vor allem frühe Sorten bzw. weiter entwickelte Bestände, während späte Bestände, auch Bestände mit doppeltem Wachstumsreglereinsatz im Herbst, offensichtlich weniger davon betroffen sind. Es hat den Anschein, dass in diesem Jahr wieder die Knospenwelke zuschlägt, die schon in früheren Jahren flächendeckend auftrat. Ursache für den Knospenabort ist meist die Einwirkung von Kälte während der Knospendifferenzierung. Das müssen nicht immer tiefe Frostgrade sein, es reicht ein starker Temperaturrückgang um 15 und mehr Grad bis in die Nähe des Gefrierpunktes, der die Zellteilung während der Ausdifferenzierung der Knospen bzw. der Narben oder Antheren unterbricht. Dadurch starben entweder ganze Knospen ab – das ist zu erkennen am kurzen Stielchen ohne Knospe bzw. Blüte- oder die Narben (=weiblichen Organe) in der Knospe wurden durch Frost um den 16. Februar

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Raps – Zuflug von Schädlingen hält sich bislang meist in Grenzen

Der erste Zuflug von Stängelschädlingen erfolgte verbreitet zwischen dem 22. und 24. Februar. Dieser hielt sich aber in Grenzen, da die Bodentemperaturen selbst in den begünstigten Lagen kaum 6 °C erreichten, die für den Schlupf des Rapsstängelrüsslers notwendig sind. Angebracht war es, Insektizide gegen Rapserdflohlarven auszubringen, die sich aufgrund der Tagestemperaturen um 14 °C veranlasst fühlten, sich aus den Blattstielen auszubohren und neueinzubohren. Niedrige Bodentemperaturen regten auch in der Folgezeit Stängelschädlinge nicht zum Schlüpfen an, so dass in den Gelbschalen mit Ausnahme von Südhängen nur wenige Stängelschädlinge zu finden waren. Diese (meist Kohltriebrüssler) versteckten sich meist in den Knospen bzw. Blattachseln. Dadurch ist eine intensive Kontrolle der Rapspflanze dringend erforderlich. Wenn in mehr als 3 von 10 Rapspflanzen Stängelschädlinge zu finden sind, ist es angebracht gegen diese bis EC 51 mit Pyrethroiden vorzugehen. Vor EC 51 haben teil-systemische Wirkstoffe wie das Acetamiprid kaum Vorteile, weil kein Transport in die

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Raps – Nachtfröste verhindern das Schlüpfen der Stängelrüssler, aber Erdflohlarven

Mit Ausnahme des Oberrheingrabens liegen die Bodentemperaturen in den oberen 5 cm des Bodens unter 3 °C. In den kommenden Tagen ist dort in dunklen, humosen Böden mit einem Anstieg auf über 5 °C zu rechnen, der allerdings für den Schlupf der Stängelrüssler nicht ausreichen wird, wenn die Temperaturen ab der kommenden Woche wieder zurückgehen werden. Mit massenhaftem Zuflug von Stängelrüsslern ist deshalb noch nicht zu rechnen. Etwas anders sieht es mit den Larven des Erdflohs aus, die durch Temperaturen über 12 °C aktiv werden, um sich aus den verkoteten Blattstielen auszubohren und darunter wieder einzubohren. In dieser Zeit ist eine Bekämpfung mit Pyrethroiden möglich, die gegen die Larven noch gut wirken. Kontrollieren Sie deshalb die Blattstiele von Rapspflanzen auf Rapserdfloh-Larven. Wenn Sie mehr als 3 Larven in schwachen Pflanzen (unter 7 mm WHD) bzw. mehr als 5 Larven in kräftigen Pflanzen mit mehr als 10 mm Wurzelhalsdurchmesser finden, ist

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Raps – Herbizideinsatz im Frühjahr

Ungrasbekämpfung mit Propyzamid im Frühjahr Eine Reihe von Rapsbeständen wurden im Herbst nicht mehr mit Propyzamid (im Kerb, Groove, Credence,Milestone) gegen Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser behandelt. Das Propyzamid hat eine hohe Persistenz im Boden und sollte auf Standorten mit längeren Trockenphasen bis spätestens Ende Februar gespritzt werden, wenn der nachfolgende Weizen noch im September gesät werden soll. Kerb flo (Credence, Groove): Mit 1,25 l/ha werden Ausfallgetreide und flach keimende, auch noch nicht aufgelaufene Gräser wie Windhalm, Hirsen, Flughafer, Jährige Rispe, mit 1,5 l/ha Trespe sowie mit 1,8 l/ha auch Ackerfuchsschwanz, Weidelgras, Vogelmiere und Ehrenpreis erfasst, wenn die Ungräser nicht zu tief wurzeln. Gegen bestockten, schon tiefer wurzelnden Ackerfuchsschwanz können 1,5 l/ha Focus Ultra + 1,5 l/ha Dash zugemischt werden. Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz muss Focus Ultra auf 2,5 l/ha + 2,5 l/ha Dash erhöht werden. Die Zumischung von Focus Ultra erfordert, dass tagsüber wenigstens 8 °C herrschen und danach kein

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Getreide und Raps – Stickstoffdüngung im Frühjahr 2025

Die Mehrzahl der Bestände sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Bestände haben oft erst das 4-Blattstadium, ab Anfang November gesäte erst 2 bis 3 Blätter gebildet. Bei der Wahl der Stickstoffform müssen die Bestandes- und Wurzelentwicklung, der Nitratgehalt im Wurzelraum, die Bindigkeit des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit, der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im Getreide werden durch Nitratdünger die Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und erst verzögert wieder reduziert. Durch die höhere Konkurrenz in der frühen Schossphase leidet die Ausbildung der produktiven Ähren. Zudem wird überschüssiges Nitrat

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz-, Trespen- oder Weidelgras-Problemen kann im Raps auf Propyzamid-haltige Produkte zurückgriffen werden. Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb Flo oder Milestone greift, wie das Pendimethalin, in die Zellbildung empfindlicher Pflanzen ein. Als Microtubuli-Hemmer wird es in der HRAC Gruppe 3 (früher HRAC Gruppe K) eingereiht. Damit hat Kerb Flo eine völlig andere Wirkungsweise als die im Getreide gebräuchlichen ACCase-Hemmer, ALS-Hemmer oder Harnstoffderivate und trägt somit zur Verringerung des Resistenzrisikos der Ungräser bei. Besonders aufgrund des drohenden Flufenacet-Wegfalls kommt dem Propyzamid eine noch größere Bedeutung im Resistenzmanagement zu. Wirkungsweise Der Wirkstoff verteilt sich bis 2 cm tief im Boden und wird vorwiegend über die Wurzel aufgenommen. Feuchtkühle Witterung erlaubt die Wirkstoffaufnahme bei gleichzeitig verlangsamtem Wirkstoffabbau. Aus diesem Grund sollte die Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 °Celsius erfolgen. Eine frühe Spritzung bei höheren Temperaturen kann zu Wirkungsminderungen führen, aber auch eine zu späte Spritzung im Frühjahr, wenn die

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Die Rapsbestände wachsen in diesem Jahr stark auseinander. Die ersten Bestände wurden aus Angst vor dem Erdfloh bereits um den 15. August gesät. Diese Pflanzen erreichen bereits das 8-Blattstadium und müssen dringend gestaucht werden, wenn das nicht schon erfolgt ist. Einige Sorten wie Ambassador beginnen bereits im Überlappungsbereich den Stängel zu bilden. Der letzte Raps wurde erst zu Beginn der vergangenen Woche um den 9. September gesät. Dieser lief recht zügig auf und ist aktuell im 2-Blattstadium. Es gibt auch Rapsbestände, die in der Trockenheit Ende August ganz unterschiedlich aufgelaufen sind. Die am weitesten entwickelten Rapspflanzen haben inzwischen sechs Blätter und müssen dringend gekürzt werden, während die zuletzt aufgelaufenen Pflanzen inzwischen zwei Laubblätter bildeten. Die Rapspflanzen treiben sich gegenseitig hoch, wenn sich die Blätter berühren. Deshalb neigen enger stehende Pflanzen in dichten Beständen stärker zum vorzeitigen Schossen. Hat der Raps gegen Ende des Langtages (20.09.) bereits sechs und mehr Blätter

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Raps – Herbstdüngung

N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.

Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
Abbildung

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Raps – Aussaat 2024

Bodenbearbeitung Durch die Starkniederschläge sind die Böden z.T. stark eingeschlämmt, d.h. auch Tonteilchen wurden verlagert. Schimmern sandig-schluffige Böden mit weniger als 15 % Ton nach Regen an der Oberfläche hellgrau oder glänzen gar silbrig bzw. hat sich über der Krumensohle eine dünne Schicht mit eingeschwemmter Erde gebildet (Spaten!), ist es angebracht vor Raps zu pflügen, um verlagerte Tonteilchen wieder hochzubringen. Das gilt vor allem für Böden mit zu niedrigen pH-Werten. Die Pflugtiefe muss aber der Bodenfeuchte angepasst werden bzw. die Bearbeitung darf im feuchten Boden nicht auf volle Krumentiefe erfolgen, um im kommenden Jahr die aktuell kaum zu vermeidende Schmiersohle unter den Scharen unterfahren zu können. Um Strohmatten zu vermeiden, sollte vor dem Pflügen das Stroh mit dem Grubber (oder zur Not auch mit der Scheibenegge) am besten in 2 Schritten, um keine Brocken zu produzieren, ca. 15 cm tief eingearbeitet werden. Nach jedem Bearbeitungsgang muss rückverfestigt werden. Hinter dem

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Raps – Insektizideinsatz im Herbst

In diesem Herbst ist Raps-Saatgut gebeizt mit Cyantraniliprole (Lumiposa) und Flupyridafurone (Buteo Start) zu beziehen. Pyrethroide (Erdfloh, Blattläuse, Kohlmotten), Carnadine (Acetamiprid) und Teppeki (gegen Blattläuse) sind als Spritzmittel zugelassen. Eine Notfallzulassung gegen Erdfloh haben Exirel (ab EC 10) bzw. Minecto Gold (ab EC 14) mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole. Mittel mit diesem Wirkstoff dürfen nur einmal gespritzt werden. Virusrisiko durch den Anbau von TuYV-toleranten Rapssorten einschränken. Frühsaat: Beizung mit Lumiposa gegen Kohlfliegen. Spätsaat: Beizung mit Buteo Start gegen Erdfloh (Wirkung bis 2-Blattstadium). Brocken vermeiden, eventuell vor der Saat walzen, um den Erdflöhen weniger Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Kontrolle des Erdflohbefalles (+ Kohlmotten + Rübsenblattwespen) ab dem 3. Tag nach der Saat nach 21 Uhr (Taschenlampe) vornehmen. Pyrethroide bei mehr als 10 % der Pflanzen mit Lochfraß bzw. massenhaftem Auftreten nach 20 Uhr spritzen, wenn die Erdfloh-Mütter aktiv werden. Zusatz von Haftmittel + 75 g Tebuconazol. Der Insektizidschutz durch die Pyrethroide hält 3

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Raps – Auch Krankheiten und Schädlinge begrenzten den Ertrag

Nässe, Frost in der Blüte und geringe Strahlung beeinträchtigten die Ertragsleistung des Rapses: Die anhaltende Nässe verhinderte schon im Herbst und Winter die Wurzelentwicklung und bewirkte später den vorzeitigen Abbau von Feinwurzeln (+ Verringerung der Cytokinin-Produktion). Je mehr Niederschläge ab Ende Mai gefallen sind, umso schlechter sind die Erträge auf mittleren bis schweren Böden. Infolge des Frostes zu Blühbeginn bzw. während der Blüte begonnen viele Rapsbestände nur langsam zu stäuben. Der Raps roch, nachdem die ersten Blüten offen waren, kaum nach Raps, ein Hinweis dafür, dass die Pollen noch nicht befruchtungsfähig waren. Davon waren vor allem die Schoten am Haupt- und an den oberen Verzweigungen betroffen. Die Schoten bildeten oft nur wenige Körner und blieben kurz. Ab Ende April bis Mitte Juni war die Einstrahlung vielerorts sehr niedrig. Eine zu schwache Einstrahlung ergibt sich durch bedecktes, strahlungsarmes Wetter. Dadurch war die Assimilat-Bildung eingeschränkt. Die Assimilation wurde für den Aufbau von

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Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten

Agenda (Limagrain/Lidea, 2021) schnitt 2023 im Norden und Osten sowie in den Höhenlagen im Korn- und Ölertrag und in der Marktleistung überdurchschnittlich gut ab für mittlere Saattermine ohne spezielle Bodenansprüche höhere Phomaanfälligkeit beachten Ambos KWS (2022) stabile Ertragsleistung auch auf schwierigen Standorten zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung frühe Blüte, mittelfrühe Abreife mittlere und späte Saattermine in Versuchen weniger REF-Larvenbesatz als in Nachbarsorten keine TuYV-Resistenz LG Ambrosius (2022) auf hohem Niveau ertragsstabilste Sorte im Bundes- und EU-Sortenversuch 2023 verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung geringe Neigung zur Stängelbildung, gute Winterhärte geeignet für frühe bis mittlere Saattermine standfest gute Druscheigenschaften LG Aberdeen (2023) mit 3 x Note 9 in Ertrag, Ölertrag und Ölgehalt agronomische Eigenschaften ähnlich Ambrosius für frühe bis mittlere Saattermine zusätzlich Verticillium-Toleranz Cheeta (BASF, 2022) schnitt in Mittel- und Süddeutschland gut ab hoher Ölgehalt (9) verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung mittlere Reife frühe Aussaat möglich KWS Ektos (2023) mittlere und späte Saattermine auch als

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Raps – Bekämpfung von Blütenkrankheiten 2024

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits voll in der Blüte, 10 Tage früher als in den Vorjahren. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch gut feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Nachdem die Bodentemperaturen selbst in Bayrisch Sibirien (Hof) die 10 °C-Grenze bis unter die Krume überschritten, sind die Voraussetzungen für das Keimen der Apothecien erfüllt. Mit deren Auflaufen ist spätestens in den nächsten 4 bis 6 Tagen zu rechnen, dann dauert es noch einmal 5 bis 6 Tage zur Sporulation. Diese wird durch den auf die Apothecien fallenden Blütenstaub ausgelöst. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

Sklerotinia-Infektionen können bis Ende Blüte erfolgen, solange der Raps Blütenstaub produziert. Mit einer langen Blüte, also auch mit späten Infektionen ist in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Bodenfeuchte zu rechnen.

Durch eine zu frühe Spritzung wird der Spätbefall nicht mehr erfasst. Deshalb ist ein Splitting der Blütenspritzung mit einer Vorlage zu Beginn der Blüten und einer Blütenspritzung in die Hauptblüte oder die klassische Blütenspritzung allein angeraten, sobald die ersten Blütenblätter fallen.

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Winterraps – Kerbspritzung unterblieben, was tun?

Die Anwendung Propyzamid-haltiger Produkte sollte von nun an im Raps unterbleiben, um Schäden für das nachfolgende Getreide zu vermeiden.

Gegen Ackerfuchsschwanz können 2,25 l/ha Focus Ultra + 2,25 l/ha Dash im Raps noch gespritzt werden. Die Spritzung sollte umgehend erfolgen, damit der Raps die Gräser nicht abdeckt und der Ackerfuchsschwanz nicht zu groß wird.

Gegen Ausfallgetreide und Trespen können Fluazifop-Mittel (z.B. 1,0 l/ha Fusilade Max) und Quizalofop-Mittel (z.B. 1,25 l/ha Targa Super) gespritzt werden. Propaquiza-Fop-Mittel (z.B.Agil S) sind für die Frühjahrsanwendung nicht zugelassen.

Auch Clethodim-Mittel (Select 240 EC) dürfen im Raps im Frühjahr nicht gespritzt werden. Damit ist es nicht mehr möglich vorhandene Rispengräser zu bekämpfen.

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Winterraps – Schädlinge und Schädlingsbekämpfung

Bor und Molybdän im Winterraps
Erdflohlarven: Kontrollieren Sie die Blattstiele auf Ein- bzw. Ausbohrstellen. Sind diese vorhanden, Stiel aufschneiden: Sie finden dann auch die Larven mit der schwarzen Kopfkapsel. Wenn nahezu an jeder Pflanze Bohrlöcher zu finden sind, ist eine Bekämpfung mit Pyrethroiden sinnvoll, um die Larven am Einwandern in den Rapsstängel zu hindern. Da dies unmittelbar bevorsteht, sollten Sie schnell handeln.
Mit den Pyrethroiden erfassen Sie die Larven beim Ein- bzw. Ausbohren. Während adulte Käfer regional kaum noch auf Pyrethroide reagieren, sind Larven noch empfindlich.
Rapsstängelschädlinge: Örtlich war in der letzten Woche Zuflug zu beobachten. Sobald die Temperaturen an 3 Tagen nacheinander auf 15 °C ansteigen, ist bei massivem Auftreten eine Bekämpfung erforderlich. Das aktuelle mild-nasse Wetter dezimiert den Käferbesatz.
Der Rapsglanzkäfer wurde bereits beobachtet, machte aber kaum Schaden, solange die Knospen noch durch Blätter eingehüllt sind.
Die hohen Niederschläge haben auch zu einer Verlagerung von Bor und Molybdän

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Raps – Wie wirken sich abgefrorene Blätter auf den N-Bedarf zum Starten aus?

Mit der Aufteilung der N-Düngung zu Raps in eine Regenerationsdüngung (Startgabe = N1) und eine Ertragsdüngung zur Streckung (Knospenausbildung) können wir auf die unterschiedliche Bestandesentwicklung reagieren, auch wenn die Düngungstermine durch die Verwendung stabilisierter Dünger kurz aufeinander folgen. Ist der Stickstoff einmal ausgebracht, kann ein Zuviel nicht wieder weggekratzt werden.

Mit der Startgabe (N1) wird die Regeneration des Winterraps in Gang gebracht. Der N-Düngungsbedarf orientiert sich an der N-Aufnahme bis zur Streckung zuzüglich dem Rest-Stickstoff, der im Boden bleibt (Summe = N-Bedarf). Vom N-Bedarf wird der vor Winter aufgenommene, anrechenbare Stickstoff in den Rapspflanzen sowie der pflanzenverfügbare N-Vorrat (Nmin) im Boden abgezogen. Der bis zur Streckung ab dem Übergang in den Langtag mobilisierbare Stickstoff (Nmob) spielt für die Startgabe eine untergeordnete Rolle, wenn die Vegetation nicht schon im Februar in Gang kommt.

In diesem Jahr sind die unteren Blätter des Rapses vielfach abgefroren. Der in den abgefrorenen Blättern enthaltene Stickstoff wird nicht innerhalb der Pflanze umgelagert, wie das der Fall ist, wenn ein Blatt langsam abstirbt, sondern gelangt mit den abgefrorenen Blättern auf den Boden. Die Zersetzung des Blattes erfolgt innerhalb weniger Tage bis 1 Woche, dann werden der im Blatt enthaltene mineralische Stickstoff (ca. 30 % des Gesamtstickstoffes) und die wasserlöslichen Amide, Aminosäuren und Proteine in den Boden gewaschen und können wieder aufgenommen werden. Der mineralische Stickstoff ist danach sofort verfügbar. Der im Eiweiß gebundene Stickstoff muss erst mineralisiert werden, steht aber noch in der laufenden Vegetationsperiode zu 70 bis 80 % wieder zur Verfügung.

Auf die Startgabe können wir somit zunächst nur den in nicht abgefrorenen Blättern sowie den in der Wurzel enthaltenen Stickstoff und den in den abgefrorenen Blättern enthaltenen Nitrat-Stickstoff voll anrechnen.

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Raps – Herbizide im Frühjahr

In den letzten Jahren wie auch in diesem Frühjahr waren die Nmin-Werte von Termin zu Termin oft erheblichen Schwankungen unterworfen, die nicht allein durch Auswaschung zu erklären sind. Steigende Nmin-Werte lassen auf eine Freisetzung aus dem organischen N-Pool im Boden schließen, die im Boden, aber auch bei der Probenaufbereitung eintreten kann. Abnehmende Werte können auf die Verlagerung von Nitrat oder auf Denitrifikationsverluste zurückzuführen sein. Sie sind aber auch durch den Einbau von Stickstoff in die aktive Biomasse im Boden zu erklären.
Dieser Vorgang wird bei der Diskussion um (scheinbare) Stickstoffverluste zu wenig berücksichtigt. Annähernd 10 % der organischen Bestandteile im Boden bestehen aus aktiven Mikroorganismen, für deren Aufbau Stickstoff verbraucht, bei deren Absterben aber auch wieder Stickstoff freigesetzt wird. Für den Aufbau von Mikroben-Eiweiß können kurzfristig durchaus 30 bis 50 kg N je ha und mehr „verschwinden“, die später wieder freigesetzt werden. Auf diese Weise ist der „Wiederbefeuchtungseffekt“ durch Niederschläge

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Raps – Schädlingsbekämpfung: Gelbschalen aufstellen, aber richtig

Aufstellen der Gelbschalen
Mit dem Anstieg der Bodentemperaturen über 5 °C (DWD vom 01.02.2024). Ist mit dem Schlupf der Rapsstängelrüssler zu rechnen. Ab 6 °C werden bereits geschlüpfte Käfer aktiv. Deshalb sollten schon in den kommenden Tagen Gelbschalen aufgestellt werden und zwar am Rand zu Vorjahresrapsschlägen, um den Zuflug vom Rapsstängelrüssler zu kontrollieren. Der Kohltriebrüssler hingegen wandert von Hecken und Waldrändern in die aktuellen Rapsschläge ein. Deshalb sollten weitere Gelbschalen windgeschützt in der Nähe der Gehölze aufgestellt werden.
Rapsstängelrüssler
Nach dem Schlupf der Stängelrüssler erfolgt die Eiablage innerhalb weniger Tage unterhalb des Vegetationskegels in den Spross. Dort wird der Auxinfluss unterbrochen. Später zeichnen sich die typischen S-förmigen Verkrümmungen ab, die durch Frost aufplatzen. Frostrisse und Einstichlöcher bilden Eintrittspforten für Krankheiten.
…oder Kohltriebrüssler?
Dagegen muss der Kohltriebrüssler noch einen Reifefraß von 8 bis 12 Tage durchführen, bevor die Eier abgelegt werden. Damit ist dessen Bekämpfung nicht so vordringlich wie die

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Raps – Frost und Hochwasser – Wann sollte man den Raps umbrechen?

Kahlfröste bis – 15 °C und Hochwasser machen es wahrscheinlich, dass einige zigtausend Hektar Raps umgebrochen werden müssen.

Frostschaden

> Kahlfröste bis – 15 °C und Hochwasser machen es wahrscheinlich, dass einige zigtausend Hektar Raps umgebrochen werden müssen.
>
> Frostschaden
>
> Im Moment sehen die meisten Rapsbestände noch grün aus. Das wird sich nach ein paar Tagen mit höheren Temperaturen noch ändern. Nach dem Auftauen werden sich in den meisten Rapsbeständen die unteren 4 bis 6 Blätter braun verfärben. Abgestorbene Blätter bedeuten noch keine Frostschäden.
>
> Ob der Raps den Winter überstanden hat, lässt sich überprüfen, wenn die Rapswurzel der Länge nach durchgeschnitten wird: Ein grün-weißes Herz (siehe Abbildung 1) kennzeichnet eine intakte Pflanze, selbst wenn der Blattapparat gänzlich abgefroren ist. Rapspflanzen mit graubraun verfärbtem Vegetationskegel und gummiartigen Wurzeln sind erfroren und können sich nicht mehr regenerieren. Davon sind bei Temperaturen von – 15 °C meist nicht alle Rapspflanzen betroffen.
>
> Stand der Raps länger als 4 bis 5 Tage unter Wasser, wird er verfaulen, nachdem das Wasser abgelaufen ist. Sauerstoffmangel bzw. CO2-Überschuss bewirken ein

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Raps – „Botrytis-Stängelfäule“ in diesem Jahr zu erwarten

Der Witterungsverlauf in den letzten 10 Wochen begünstigte den Befall mit Botrytis und Cylindrosporium im Raps sowie mit M. nivale (Schneeschimmel) und Typhula im Getreide. Auch mit stärkerem Auftreten von Rhynchosporium in Gerste und Roggen muss gerechnet werden.
Als erste Botrytis-Symptome bilden sich auf den Rapsblättern grauweiße, über das Blatt verteilte Blattflecken. Nach Nässe wird das Blatt mit dem grauen Pilzrasen überzogen. Ab Beginn der Streckung kann Botrytis auf den Spross übergreifen und bildet dort gelbe Läsionen, aus denen sich der graue Pilzrasen entwickelt.
Bei stärkerem Befall beginnen der Spross, später auch einzelne Seitenäste zu faulen. Die Besiedlung des Sprosses durch den Pilz erfolgt ausgehend von den älteren Blättern oder durch Eindringen in Stängelrisse.
In frostgeschädigten Rapsbeständen wird in Gebieten, in denen Botrytis schon in früheren Jahren in größerem Ausmaß aufgetreten ist, mit dem Ansteigen der Temperaturen über 10 °C der graue Pilzrasen von Botrytis im Bereich des Überganges abgestorbener

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Alternativen zu Winterweizen, Raps und Wintergerste

Alternativen zu Winterweizen, Raps und Wintergerste

Zwangsweise müssen sich aktuell ganze Landstriche mit Alternativen zu den Winterungen auseinandersetzen, nachdem die Bestellung buchstäblich ins Wasser gefallen ist und vielleicht sogar stärkere Auswinterungen zu erwarten sind. Kulturen, die die Fruchtfolge nicht ganz durcheinander bringen, aber auch Optionen, die die bisherige Fruchtfolge bereichern, bieten Alternativen.

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Raps – Ursachen für zeichnende Bestände

Die warme Witterung im September und Oktober führte vor allem in den im August gesäten Rapsbeständen zu einer sehr guten Entwicklung. Diese Bestände befinden sich bereits im 12 Blattstadium. Je nach Bestandesdichte (20 bis 40 Pflanzen) hat der Raps bis zu diesem Stadium etwa 60 bis 120 kg N aufgenommen. Oftmals ist dann der gesamte verfügbare Stickstoff aus dem Boden (Düngung, Humus, Vorfrucht) von der Pflanze aufgebraucht worden.
In Beständen, in denen Stickstoff knapp ist, fangen die Rapspflanzen an, sich von den alten Blättern beginnend gelb bis lila zu verfärben und diese Blätter abzuschmeißen. Dieses Symptom tritt als erstes auf Sandlinsen, Tonkuppen oder Stellen mit Verdichtungen oder Nässe auf, wo im Allgemeinen die N-Verfügbarkeit schlechter ist.
Des Weiteren haben befallene Pflanzen zu der oberirdischen Biomasse verglichen einen verhältnismäßig dünnen Wurzelhalsdurchmesser von 1 bis 1,5 cm.

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Raps – Hinweise zur Kerbspritzung

Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb bzw. Milestone beeinflusst wie das Pendimethalin als Mikrotubuli-Hemmer die Zellentwicklung empfindlicher Pflanzen. Das Propyzamid ist in der HRAC-Gruppe 3, früher K1, eingestuft. Dadurch unterscheidet sich Propyzamid grundlegend von den vorwiegend im Getreide verwendeten ACCase-Hemmern (FOP-, DEN-, DIM-Mittel), ALS-Hemmern (Mesosulfuron, Pyroxsulam, Propoxycarbazone) oder Harnstoffderivaten (CTU, Metribuzin). Dadurch kann das Resistenzrisiko von Ungräsern umgangen werden.
Verhalten von Propyzamid im Boden
Das Propyzamid dringt maximal 2 cm tief in den Boden ein und wird hauptsächlich über die Wurzeln aufgenommen. Feuchtkalte Witterung ermöglicht die Aufnahme des Wirkstoffs, gleichzeitig ist der Abbau in den Gräsern verlangsamt. Daher ist eine Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 Grad Celsius ratsam (auch unter der Krume). Die Wirkung tritt nach einer Anwendung während der Vegetationsruhe erst ein, wenn die Gräser im Frühjahr wieder zu wachsen beginnen.

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Raps – Bestände auf Erdflohbefall kontrollieren

Regional sehr unterschiedlich kann man in diesem Jahr wieder einen massiven Zuflug des Rapserdflohs beobachten. Erste Rapsbestände sind bereits so stark geschädigt, dass sie umgebrochen werden müssen.
Anders als der Rapsglanzkäfer, der aus den Alt-Rapsschlägen Ende Juni aus den im Boden befindlichen Puppen schlüpft, wandert der Erdfloh nach einer kurzen Fraßzeit (an Altrapspflanzen) ins Sommerlager. Dabei bevorzugt der Rapserdfloh kühle, feuchte und schattige Plätze. Die Regenphase ab Ende Juli bis Mitte August war dafür nahezu ideal.
Nach der Sommerruhe, ab Ende August, wandert der Käfer aus dem Sommerquartier in die neu gesäten Rapsbestände. Nach einem Reifefraß von 10 bis 15 Tagen beginnen die Weibchen mit der Eiablage in der Nähe bzw. unter den jungen Rapspflanzen. Je nach Herbst- und Winterwitterung legen die weiblichen Erdflöhe bis ins Frühjahr Eier ab. Ein Erdflohweibchen kann bis zu 1000 Eier legen. Unter günstigen Bedingungen schlüpfen die ersten Larven bereits im Herbst und bohren sich in die Blattstiele der Pfanze ein.

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Die vor dem 22.08. gesäten Rapsbestände haben bereits das 6-, teils schon das 8-Blattstadium erreicht und müssen dringend gestaucht werden, um sich nicht zu überwachsen. Ein Teil der Rapsbestände musste dage- gen nachbestellt werden bzw. wurde erst in der vergangenen Woche gesät. Deshalb ist in diesem Jahr ein differen-zierter Einsatz der Wachstumsregler erforderlich. Aufmersamkeit ist in Beständen, in denen bei der Herbizidstrategie auf Belkar gesetzt wurde, geboten. In diesen darf dann kein Metconazol eingesetzt wer- den.
Infolge der sich abzeichnenden regnerischen Witterung muss auch mit Phoma gerechnet werden, auch wenn die Rapssorten inzwischen deutlich weniger anfällig sind, solange Tagestemperaturen über 10 °C + Regen
Wind herrschen. Kontrollieren Sie deshalb auch Ausfallrapspflanzen auf dem Nachbarschlag auf den Be- fall mit Phoma.
Raps im 6-Blattstadium gegen Ende des Langtages

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Raps – Herbstdüngung

Wo Ausfallgetreide beginnt aufzuhellen bzw. zu vergilben, ist davon auszugehen, dass kaum mehr mineralisierter Stickstoff in der Krume zur Verfügung steht.
nach Gerste vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
nach Weizen, Roggen, Triticale vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
30 kg/ha N als HST + Urease-Hemmer bis 30.09.
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
*Außer Nmin < 45 kg/ha Hinweis keine Nitratdünger zu Raps, auch zu spätem Raps Ammonium-Düngerbevorzugen (Förderung des Wurzelwachstums) 10 bis 15 kg/ha S im Herbst (Kornkali, Kieserit, Gülle) Schwefelgehalt in der Gülle =10 % des N-Gesamtgehaltes Wurde das Stroh abgefahren, ist der N-Bedarf im Herbst um 40 bis 50 kg/ha N geringer.

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Raps – Schneckenbekämpfung

Die Belastung mit Schnecken ist in diesem Jahr sehr hoch. Besonderes Augenmerk ist auf die Zuwanderung der Wegschnecken entlang von Böschungs- oder Grabenrändern zu legen, aber auch auf die Ackerschnecken, die im Schlag verstärkt auf klutigen, tonigen Teilflächen auftreten. Zur Kontrolle der einwandernden Wegschnecken legen Sie Folien aus, unter denen sie Schneckenkorn verteilen.
Um die Ackerschnecken im Schlag zu erfassen, trennen Sie den Boden aus einer Gelbschale heraus, drücken diese Gelbschale in den Boden und verteilen innen Schneckenkorn. Darüber einen mit Bier getränkten Sack legen. Finden Sie in einer Gelbschale 1 bis 2 Schnecken, ist es dringend angebracht, auf den Risikostellen sofort nach der Rapsaussaat 25 bis 35 Schneckenkörner pro qm zu streuen.
Nassgepresstes Schneckenkorn ist regenbeständiger als trockengepresstes. Metaldehyd bringt die Schnecken zum Ausschleimen, dadurch trocknen diese aus. Die Wirkung von Eisen-III-Phosphat ist bei hohen Temperaturen schwächer.

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Raps – Herbizidstrategien – Herbst 2023

Herbizide im Raps – Clomazone bei starker Belastung durch Kreuzblütler
Voraussetzung: Clomazone-Anwendung ist zulässig (< 25 °C, Abstandsregelung) Bodenoberfläche muss feinkrümelig und gut rückverfestigt sein Klutige Böden und lockere Böden deshalb nach der Saat walzen Behandlung im VA bis 72 Std. nach der Saat (3. Tag) Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung im Raps VA Bereits aufgelaufener AFU muss im VA mechanisch bekämpft bzw. mit Glyphosat herausgespritzt werden, damit er nicht zu groß wird. 400 g/ha Metazachlor (0,8 l/ha Fuego) gegen AFU im Keimen NA 1,8 l/ha Focus Ultra + 1,0 l/ha Dash (AFU 2 bis 3 Blätter + Ausfallgetreide) 0,5 l/ha Select 240 + 1,0 l/ha Radiamix (AFU 3 bis 4 Blätter) Aus Verträglichkeitsgründen ab Oktober keine Mischung von Select mit anderen PSM und maximal 0,5 l/ha Radiamix! NAH 1,5 bis 1,75 l/ha Kerb Flo (Boden unter 10 °C).

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Raps – Ergänzung aktuelle Rapssorten

In den ersten Sortenversuchsergebnissen brachten die nachfolgenden Sorten überdurchschnittliche Ergebnisse:
KWS Ambos
• 2023 im Korn- und Ölertrag an der Spitze der LSV und WP
• ertragsstabil über die Standorte
• zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung
• weniger anfällig für Phoma
• nicht TuYV-resistent
• für späte Saattermine
• nicht früh und dick säen: Ziel sind 30 bis 35 Keimpflanzen je m²
• lang, trotzdem standfest (BSL-Note 3)
• trockentolerant auch auf Sand
• auch für schwere, nasse Böden geeignet
• Risiko: Spätfröste wegen der frühen Blüte
• lange Einlagerungsphase, aber nicht zu spät reif
LG Auckland
• 2023 unter den ertragsstärksten Sorten
• relativ ertragsstabil
• hohes TKG
• zügige Herbstentwicklung
• winterfest
• Phoma-tolerant
• TuYV-resistent
• weniger anfällig für Verticillium
• für mittlere und späte Saattermine mit 35 bzw. 45 Keimpflanzen je m²
• lang, erfordert intensive Kürzung im Herbst und Frühjahr

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Raps – Beisaat zu Winterraps

Der Mischanbau (oder das Gemenge) verschiedener Kulturen wurde früher häufiger praktiziert, um z.B. das Lagerrisiko der Erbsen durch die Standfestigkeit der Sommergerste zu verringern und gleichzeitig die N-Bindung durch die Leguminosen durch die Gerste zusätzlich zu verwerten. Im Ökolandbau hat der Gemengeanbau, z.B. Ackerbohnen mit Hafer, Wicken mit Roggen oder Stangenbohnen mit Körnermais eine Bedeutung. Infolge des züchterischen Fortschritts, durch den gezielt möglichen Einsatz von Stickstoffdüngern und von Pflanzenschutzmitteln und letztlich des Ertragsvorteils hat sich die Reinsaat der in der Landwirtschaft genutzten Kulturen durchgesetzt.
Nach dem Wegfall der Neonicotinoid-Beizen im Raps wurde in Frankreich mit Beisaaten zum Raps experimentiert, um dem Schädlingsdruck (Erdfloh) zu begegnen, Unkräuter zu unterdrücken oder durch die Beimischung von Leguminosen zusätzlich Stickstoff zur Verfügung zu stellen. Die Beisaat wird in Direktsaat-Betrieben vereinzelt immer noch praktiziert, hat sich aber insgesamt in Frankreich nicht durchsetzen können.

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Raps – Bodenbearbeitung im nassen Boden: Ansprüche an die Bestellung

Die Böden sind mit Ausnahme der Bördestandorte im Osten inzwischen bis unter die Krume durchnässt. Auf den weniger wasserhaltefähigen Böden im Nordwesten beginnen die Drainagen zu laufen. Dadurch erfordert die Bodenbearbeitung zu Raps viel Fingerspitzengefühl. Wenn die Böden im vorigen September nicht zu früh angefasst wurden, ist die Bodenstruktur unterhalb der Krume weitgehend intakt, so dass eine intensive tiefe Lockerung nicht notwendig zu sein scheint. Am besten ist es, wenn abgeerntete, idealerweise einmal gestriegelte Böden ohne tiefe Spuren liegen bleiben. Direkt vor der Aussaat kann der Boden nur so tief bearbeitet werden, dass im Saathorizont genug Feinerde vorliegt. Mit einer tiefen Bearbeitung wird unter der Bearbeitungsgrenze nur ein Verdichtungshorizont geschaffen, den die Pfahlwurzel des Raps durchstoßen muss. Die Strohmassen erfordern eventuell, dass etwas tiefer gearbeitet werden muss: Pro 10 dt/ha Strohmenge müssen 1,5 – 2 cm Einarbeitungstiefe kalkuliert werden, um das Stroh und die Stoppeln so tief einzumischen, dass es zu keinen Auflaufproblemen kommt. Es spricht nichts dagegen, diese Einmischung in einem Arbeitsgang durchzuführen, wenn die Zeit knapp wird. Voraussetzung sind möglichst kurze Stoppeln (max. 10 cm, besser 5 bis 7 cm), kurze Strohhäcksel (max. 5 cm) und gute Verteilung der Spreu.

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Raps – Erdflohbekämpfung als integrierte Maßnahme

Vor gut 3 Wochen wurden massenhafter Erdfloh-Zuflug und Fraßlöcher im Durchwuchsraps in Leguminosen beobachtet. Mit einem verstärkten Auftreten des Erdfloh ist nach der Sommerruhe ab Anfang September zu rechnen. Die zugelassenen Pyrethroide haben verbreitet keine ausreichende Wirkung. Am 23. Juli hat der Wirkstoff Cyantraniliprole im Exirel bzw. Minecto Gold eine Notfallzulassung für die Anwendung im Raps gegen Erdfloh erhalten. Integrierte Maßnahmen gegen Rapserdfloh • Großen Abstand zwischen letztjährigen und diesjährigen Rapsschlägen einhalten. • Ausfallraps auf benachbarten Schlägen spätestens im 4-Blattstadium bekämpfen mit dem Ziel, dass noch nicht gekeimter Altraps aufläuft und von Erdflöhen angeflogen wird, bevor der frisch gesäte Raps auf dem Nachbarschlag keimt. • Gute Rückverfestigung (eventuell walzen vor oder auch nach der Saat), damit der Raps zügig und gleichmäßig aufläuft. • Testflächen mit KWS Alessandro, der weniger Probleme mit Erdflohlarven haben soll. • Saatzeit der Witterung anpassen: › Kühler Juli/August später Erdflohzuflug = früher säen Beizung mit Lumiposa (gegen Kohlfliegen, wegen höherem Risiko) › Milder Juli/August früher Erdflohzuflug = später säen Beizung mit Buteo Start (gegen Erdfloh, geringeres Kohlfliegenrisiko) • Keine höhere Aussaatstärke, weil dann die Einzelpflanze schwächer ist. Das Schadrisiko durch den Larvenfraß ist höher.

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Raps – Sklerotinia mit Contans WG bekämpfen

Der Befall mit Sklerotinia trat in stärkerem Umfang auf, wo zu Beginn der Rapsblüten Regen fiel. Durch den verstärkten Anbau von Körnerleguminosen in der Rapsfruchtfolge nimmt das Sklerotinia-Risiko zu. Auch Sonnenblumen werden durch Sklerotinia befallen. Sonnenblumen und Soja haben deshalb in Rapsfruchtfolgen nichts zu suchen. Zwischen Raps und Sonnenblumen sollte ein Anbauabstand von wenigstens 4 Jahren eingehalten werden.

Achtung: Auch Unkräuter aus der Gruppe der Kreuz- und Korbblütler werden von Sklerotinia befallen und müssen deshalb konsequent bekämpft werden (Hirtentäschel, Rauke, Hellerkraut, Kamille u.a.).

Nach einem Kälteeinbruch im Oktober kann in einem milden Herbst Myzel aus den Sklerotien auskeimen und Wurzel- bzw. Wurzelhalsinfektionen mit Sklerotinia bereits im Herbst verursachen. Diese Infektionen sind durch die Blütenspritzung im Frühjahr nicht zu verhindern.

Unterscheidung Sklerotinia-Wurzelhalsinfektionen vom Phoma- oder Verticillium-Befall

Wenn sich Stoppeln mitsamt der Wurzel leicht aus dem Boden ziehen lassen, weil die Feinwurzeln abgefault und verschwärzt sind, ist Verticillium als Ursache zu sehen. Reißen die Stoppeln am Wurzelhals ab, kommen Phoma oder Sklerotinia für die Vermorschung in Betracht. Wenn im Inneren des Wurzelhalses, teils auch an der Außenseite die schwarzen „Mäuseköttel“ zu finden sind, haben wir es mit Wurzelhalsinfektionen durch Sklerotinia zu tun. Myzel-Infektionen werden durch Kalkstickstoff, der mit der Saat eingearbeitet wurde, weitgehend unterbunden. Die DüV veranlasst aber nicht wenige, die bislang Kalkstickstoff eingesetzt haben, davon Abstand zu nehmen. Abgesehen davon, dass dadurch die Schneckenproblematik in Waldschattenlagen einen neuen Stellenwert bekommen wird, rückt die Sklerotinia-Problematik

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Kalium auf schweren Böden vor der (Raps-) Aussaat ausbringen

Die Einschränkungen der N-Düngung, insbesondere in „Roten Gebieten“, erfordert, dass wir die Wirkung des Stickstoffs aus dem Boden und aus der N-Düngung, auch der Gülle, optimieren. NH4 aus der organischen Substanz des Bodens, in der Gülle oder in Mineraldüngern (auch KAS enthält 50 % NH4) wird, wenn es nicht zügig nitrifiziert wird, in trockenen, bindigen Böden an die Austauscher fixiert und steht erst wieder nach der Durchfeuchtung des Bodens zur Verfügung. Diese Trockenfixierung lässt sich durch Kalkung und/oder K-Zufuhr verringern. Je besser die Austauscher mit basisch wirkenden Kationen (Ca++, Mg++, K, Na+) gesättigt sind, umso sicherer ist die NH4–Wirkung. Auffallend rötlich gefärbte Blätter der Getreidestoppeln sind ein Hinweis auf eine im Verhältnis zum N-Gehalt zu geringe Kalium-Versorgung als Folge der Trocken-Fixierung von Kalium durch die Austauscher in sorptionsstarken, bindigen Böden. In diesem Fall ist auch die Aufnahme von Ammonium herabgesetzt, während Nitrat-Stickstoff noch zur Verfügung steht. Die eingeschränkte K-Verfügbarkeit kann

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Raps – Stoppeln bonitieren

Die Bonitur von Rapsstängeln und Stoppeln ergibt Aufschluss über mögliche Ursachen geringer Rapserträge. Dadurch lassen sich nach der Rapsernte Fehler im Rapsanbau erkennen.

Folgende Unterscheidungskriterien können dafür herangezogen werden:

Grüne Stoppeln weisen auf eine gesunde Abreife hin. Aber Achtung! Grüne Stoppeln bei totreifen Körnern sind ein Hinweis, dass der Raps zu gut mit Stickstoff versorgt war und die Assimilate nicht vollständig in die Schoten umgelagert wurden.

Grüne Stängel mit schwarzgrauem Fraßkot sind entweder auf Befall mit Stängelrüssler (S-förmiger Stängel) oder Kohltriebrüssler (gerader Stängel) zurückzuführen.

Braune Stängel mit weißem Mark sind kein Hinweis auf eine krankhafte Abreife, vielmehr verliefen Samen- und Stängelreife synchron. Hinweis auf eine ausgeglichene N-Versorgung.

Braune Stängel mit bräunlichem oder schwarzem Mark entstanden in Folge eines späten Phomabefalls. Phoma drang durch Bohrlöcher von Schädlingen (Erdfloh) oder durch Frostrisse in die Stängel ein.

Weiße Stängel geben Hinweise auf eine krankhafte Abreife:

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Raps – Kohlhernie: Ausbreitung, Vermeidung, Eindämmung

Kohlhernie („Klumpfuß-Krankheit“) wird durch den bodenbürtigen Einzeller Plasmodiophora brassicae ausgelöst. Die Dauersporen im Boden keimen angeregt durch Wurzelausscheidungen im Bodenwasser aus und setzen begeißelte Zoosporen frei, die erst die Wurzelhaare und später die Wurzelrinde befallen.

Nach 180 bis 240 °C-Tagen sind an den Wurzeln erste stecknadelgroße Ausstülpungen zu erkennen. Die später gallenförmigen Wucherungen (Tumore), die einen Durchmesser von einem bis mehreren Zentimeter erreichen können, sind symptomatisch für das Schadbild des Erregers, der deshalb auch als „Klumpfußkrankheit“ bezeichnet wird. In den Gallen werden Millionen von Dauersporen gebildet, die der Überdauerung im Boden dienen.

Durch die Tumorbildung wird die Wasser- und Nährstoffversorgung beeinträchtigt oder ganz unterbunden. Besonders drastisch wirkt sich die Krankheit auf die Rapspflanze aus, wenn die Pfahlwurzeln befallen werden.

Kohlhernie bewirkt erste Welke-Erscheinungen der Rapspflanze schon im Herbst, obwohl die Wasserversorgung sichergestellt ist. Der Befall äußerst sich oft zuerst an nassen Stellen im Schlag (z.B. in Lunken), wo sich der Erreger durch die begeißelten Zoosporen schneller fortbewegen kann.

In verseuchten Böden geht die Anzahl der Dauersporen pro Gramm (!) Boden nicht selten in die Millionen. Die Halbwertszeit dieser Sporen im Boden beträgt 4 Jahre. Dauersporen können ohne Wirtspflanzen länger als 15 Jahre im Boden überdauern. Eine Vermehrung des Erregers ist aber nur an den Wurzeln empfänglicher Wirtspflanzen möglich. Dazu zählen vor allem Kruziferen wie Raps und Kohlgewächse.

Befallsdichte und -intensität werden maßgeblich von den Umweltbedingungen mitbestimmt. Sowohl die Infektion der Wurzelhaare als auch die spätere Symptomausprägung sind temperaturabhängig und erfordern hohe Bodenfeuchte. Temperaturen über 15 °C mit hoher Bodenfeuchte (über 70 % Feldkapazität) bieten optimale Voraussetzungen für den Befall mit diesem Erreger.

Der Ertragsausfall durch Kohlhernie hängt von der Befallshäufigkeit, d.h. wie viele Pflanzen befallen sind, und von der Befallsstärke ab. Im Mittel liegen die Ertragseinbußen zwischen 40 und 70 % bis hin zu Totalausfällen.

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Kohlhernie gefährdet den Rapsanbau

Mit Kohlhernie befallene Schläge haben weiter zugenommen. Diese Krankheit tritt vor allem im Norden und Nordwesten, in Schleswig-Holstein, an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, in den Staulagen der Mittelgebirge, aber auch in Südbayern auf, wo vor allem Senf als Zwischenfrucht vor Mais schon öfter angebaut wurde.

Wo bislang noch keine Kohlhernie aufgetreten ist, sollten folgende Grundregeln beim Anbau von Raps in der Fruchtfolge eingehalten werden, um Kohlhernie zu vermeiden:

Einschleppung durch verdreckte Bearbeitungsgeräte vermeiden

Drainagen müssen funktionsfähig bleiben, um Staunässe zu vermeiden

pH-Wert in Ordnung halten

Kohlensaure Kalke am besten schon zur Vorfrucht vor Raps einarbeiten

Raps nur alle 4 bis 5 Jahre anbauen

Ausfallraps zügig beseitigen, darf nicht länger als 10 bis 14 Tage stehen bleiben

Keine Kreuzblütler (Unkräuter) in anderen Kulturen im Herbst aufkommen lassen

Keine Kreuzblütler in Zwischenfrucht-Mischungen in Rapsfruchtfolgen

Nematoden-resistenten Ölrettich erst säen, wenn der Boden kälter als 15 °C ist.

Wie wird Kohlhernie verbreitet?

Der Erreger der Kohlhernie (

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Raps – Beschreibung ausgewählter Sorten

Daktari (Rapool)
gesund, großrahmig, mittelfrühe Reife
zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung
kam in WP und LSV mit Hitze und Trockenheit gut zurecht
hohe Ertrags- und Qualitätseinstufung 9/9/8
hoher Ölgehalt
DK Expose (Dekalb)
schnelle Herbst-, verhaltene Frühjahrs- entwicklung (wie DK Expansion) = Eignung für Spätfrostlagen
großrahmig, gesund
hohe Ertrags- und Qualitätseinstufung 9/9/8
Scotch (Rapool)
frühreife, robuste Sorte mit guten Druscheigenschaften
für Standorte mit schneller Abreife
Ertrag und Qualität sh. Daktari
PT 299 (Pioneer)
zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung
sehr frühe Blüte + mittlere Reife
hoher Ölgehalt (9), Ertrag (8), Ölertrag (9)
zusätzlich Cylindrosporium-Toleranz
PT 303 (Pioneer)
ausgesprochen gesunde Sorte (Phoma- und TuYV-Resistenz, Sclerotinia- und Cylindrosporium-Toleranz),
normal- und spätsaatgeeignet,
mittlere Abreife von Stroh und Korn
Allesandro KWS
zügig im Herbst und Frühjahr, großrahmige Sorte, frühe Blüte + mittlere Reife
geeignet für Spätsaaten auch in Höhenlagen
geringer Ölgehalt (7), hoher Kornertrag (9)
LG Activus (Limagrain)
mittlere Saattermine und bessere Standorte
TuYV- und Phoma-Resistenz, Verticillium-Toleranz
Reife,

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Fruchtfolgerestriktionen

Nicht für Rapsfruchtfolgen zu empfehlen
In Rapsfruchtfolgen mit mehr als 20 % Raps-Anteil dürfen im Soloanbau und in (fertigen) Mischungen keine Kreuzblütler (Senf, Ölrettich oder Kresse, Leindotter, Markstammkohl, Rübsen) enthalten sein, die Kohlhernie und Verticillium fördern.
Sonnenblumen, Sommerwicken und Ramtillkraut können Sklerotinia und Verticillium übertragen. Auch Alexandriner- und Perserklee können Sklerotinia verbreiten, das Risiko ist allerdings bei später Aussaat (ab Ende August) eher gering.
Zwischenfrüchte für Rapsfruchtfolgen
Für Rapsfruchtfolgen kommt vor allem Phacelia in Betracht, die zu den Raublattgewächsen (Wasserblattgewächs) gehört und mit keiner landwirtschaftlich genutzten Kultur verwandt ist. Allerdings gibt es Hinweise, dass früh bis Mitte August gesäte Phacelia, als Überhälter für Verticillium in Betracht kommen kann.
Auch Buchweizen kann in einer Rapsfruchtfolge als Zwischenfrucht genutzt werden, sollte aber nicht vor Zuckerrüben, Kartoffeln oder Leguminosen angebaut werden, da die Bekämpfung des späteren Durchwuchses ähnlich problematisch ist, wie die Bekämpfung von Windenknöterich.
Kleinkörnige Leguminosen (z.B. Alexandriner-, Perserklee) können Bestandteil einer Zwischenfruchtmischung in einer Rapsfruchtfolge sein, wenn die Aussaat nicht zu früh (vor Ende August) erfolgt.
Sehr gut geeignet für Rapsfruchtfolgen ist

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Raps – Blütenspritzung gegen Sklerotinia ist in diesem Jahr angebracht

Wurde in den letzten 10 Jahren wenigstens dreimal Raps bzw. Raps und Leguminosen bzw. Kartoffeln oder gar Sonnenblumen auf demselben Feld angebaut, dürfte in diesem Jahr eine Blütenspritzung gegen Sklerotinia im Raps angebracht sein.

Mit dem Keimen der Apothezien von Sklerotinia ist zu rechnen, wenn tiefer keimende Unkräuter (Klettenlabkraut oder Windenknöterich) auflaufen können. Diese Zeigerpflanzen dienen als Indikatoren für die Keimbedingungen. Die bisherigen Niederschläge reichen selbst in den Trockengebieten aus, um den Keimwasserbedarf der Sklerotien zu decken. Dazu muss der Boden etwa 5 cm tief durchfeuchtet sein. 4 bis 5 Tage nach dem Auflaufen sind die Apothezien sporulationsfähig.
Tabelle

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Winterraps – Knospen- und Blütenspritzung

Nach dem anfänglich starken Zuflug von Stängelschädlingen hielt sich der weitere Zuflug auch von Rapsglanzkäfern in Grenzen. Sollte in den kommenden Tagen noch nennenswerter Zuflug von Rapsglanzkäfern eintreten, ist bei der Mittelwahl zu unterscheiden: Wenn nur der Blütenstand des Haupttriebes nicht mehr von Blättern umhüllt ist, sind 0,2 l/ha Trebon Mittel der Wahl gegen Rapsglanzkäfer und Stängelschädlinge. Die Bekämpfungsschwelle liegt im Knospen-Stadium bei 4 Käfer je Haupttriebblütenstand.

Liegen bereits die Blütenstände der Seitenäste frei, hat das Acetamiprid (im Mospilan) eine längere Dauerwirkung gegen Rapsglanzkäfer und Rüsslerarten. Die länger anhaltende Wirkung des teilsystemischen Acetamiprid kommt für den Knospenschutz nicht zum Tragen, wenn der Wirkstoff auf die Blätter gespritzt wird und auf den Knospen nicht ankommt.

Im Knospenstadium (EC 51 bis 59) können 0,2 l/ha Mospilan gegen Rapsglanzkäfer gespritzt werden. Die Wirkung des Mospilan hält auf den getroffenen Knospen zwischen 8 und 10 Tagen an, auch gegen Kohlschotenrüssler. Nach 8 Tagen reicht

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Zunehmender Botrytisbefall in Winterraps

In einigen Regionen Norddeutschlands, v.a. in der Nähe größerer Seen nimmt der Befall mit dem Schwächeparasit Botrytis aufgrund anhaltend kühl-feuchter Witterung und diffusem Licht deutlich zu. Befallene Pflanzen fallen i.d.R. komplett aus. Die sich rasch ausbreitenden Infektionen der Nachbarpflanzen erfolgen durch direkten Kontakt der Pflanzenteile, sodass regelrechte Nester entstehen. Sortenunterschiede konnten nicht beobachtet werden.

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Raps – Frühjahrsdüngung 2023

Die Startgabe bzw. Regenerationsdüngung mit Stickstoff und Schwefel (SSA, Piamon 33-S, Yara Urea S, ASS) zu Winterraps dürfte auf bereits befahrbaren Flächen bis zur kommenden Woche abgeschlossen sein. Nachdem sich der Wachstumsstart noch hinauszögern dürfte, können Startgabe und Ertragsdüngung (2. Gabe) von nun an zusammengefasst werden, wenn die Düngung nicht mit Nitrat-haltigen Düngern, sondern mit Piamon S oder SSA + Gülle erfolgen. Insgesamt sollten bis zur frühen Schossphase nicht mehr als 25 kg/ha Nitrat zum Raps ausgebracht werden, da das Nitrat mit dem Massenfluss vorwiegend in die großen, alten Blätter transportiert wird, aus denen es mit hohem Energieaufwand ausgelagert werden muss, um dann in die zuwachsenden Pflanzenteile umgelagert zu werden.

Die Summe der Start- + Schossdüngung sollte auf 80 bis 90 % des Bedarfes ausgerichtet werden. Der Restbedarf wird im weiteren Entwicklungsverlauf durch AHL in Kombination mit Pflanzenschutzmaßnahmen im Knospenstadium (+ zur Blüte) ergänzt.

Die Ertragsdüngung erfolgt mit Harnstoff (inkl. Urease-Hemmer), AHL oder Gülle. Die

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Raps – Stängelrüssler kontrollieren – weitere Maßnahmen zur Ertragssicherung

Verbreitet wurden in der obersten Bodenschicht bereits mehr als 8 °C gemessen (Quelle: DWD Agrarwetter Bodentemperaturen, s. Karte vom 21.02.2023). Zuflug des Großen Rapsstängelrüsslers mit einem Überschreiten der Schadschwelle wurde örtlich beobachtet, nachdem 3 Tage in Folge tagsüber um 15 °C herrschten und die Temperaturen in der Nacht nicht unter die Frostgrenze fielen.

Ab einer Bodentemperatur von 5 bis 7 °C im Oberboden (bis 5 cm Bodentiefe) setzt der Schlupf des Rapsstängelrüsslers ein. Nach dem Schlupf beginnt die Nahrungssuche und die Käfer wandern sehr schnell in die Rapsschläge ein. Anders als der Kohltriebrüssler hat der Rapsstängelrüssler den Reifefraß dann weitgehend abgeschlossen und legt kurz nach dem Zuflug seine Eier unterhalb des Vegetationspunktes des Rapses in den Spross ab. Der Saftstrom und damit auch der Auxin-Transport werden durch den Anstich und das Fressen gestört und der Trieb bleibt gestaucht. Später kommt es durch einseitigen Auxin-Transport zur typischen S-förmigen Verkrümmung der Triebe, die Stängel platzen auf.

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Alternativen zu Winterweizen, Raps und Wintergerste

Raps – Frühjahrsbehandlung mit Azolen als Wachstumsregler & Fungizid

Ab Schossbeginn (Spross > 10 cm lang) können Azole als Wachstumsregler im Winterraps eingesetzt werden, um Lager zu vermeiden. Lagergefährdet sind vor allem dichte Bestände mit starkem Altrapsdurchwuchs und mehr als 50 Pflanzen je m², da die eng stehenden Rapspflanzen nur dünne Stängel ausbilden. Die Düngung nach DüV bewirkt eine Verminderung der Lageranfälligkeit des Rapses, die in der Vergangenheit teilweise durch überhöhte N-Düngung hervorgerufen wurde.

Durch den frühen Einsatz von Azolen als Wachstumsregler wird die apikale Dominanz des Haupttriebes gebrochen und dadurch die Entwicklung und der Schotenansatz der unteren Seitenäste gefördert. Durch die Stauchung des Haupttriebes werden tiefer insertierte Schoten besser belichtet. Dadurch erfolgt auch eine Synchronisierung der Blüte und der Abreife. Die Entwicklung der Seitenverzweigung und Ausbildung der Knospen wird durch den Einsatz von 75 g/ha Azoxystrobin (z.B. 0,6 l/ha Amistar Gold) zusätzlich unterstützt.

Der optimale Termin der Wachstumsregler-Spritzung richtet sich nach der Kürzung im Herbst und dem Entwicklungszustand des Rapsbestandes:

In Rapsbeständen, die vor Winter 10 und mehr Blätter bildeten, erfolgt die Kürzung am

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Wie bildet Raps den Ertrag?

Raps ist eine Kohlpflanze. Sie produziert „lieber Kraut als Körner“. Die Kornproduktion erfolgt erst, wenn die vegetative Entwicklung, gesteuert durch die Tageslänge, schon zu mehr als 50 % fortgeschritten ist. Durch ein verhaltenes Nährstoffangebot gegen Ende des Rosettenstadiums kann der Raps zur „Erhaltung der Art“ gezwungen werden. Er beginnt dann früher mit der generativen Entwicklung.

Für die Ertragsbildung ist entscheidend, dass

Raps eine ausreichende Blattfläche für eine optimale, nicht für eine maximale Assimilationsleistung entwickelt, um genug Assimilate für die Ausbildung der kräftigen Wurzel und der Ertragsanlagen bereitzustellen,

Raps genügend Knospen am Haupttrieb und an Verzweigungen bildet, um möglichst viele Schoten anzusetzen,

die Schoten eine hohe, möglichst lange assimilationsfähige Schotenoberfläche bilden. Ab 10 Tage nach der Blüte tragen die Schoten die Hauptlast der Assimilat-Versorgung der Körner.

die Körner in den Schoten optimal ausgebildet werden. Dazu müssen Wurzel und Stängel intakt bleiben, um den Wasser-

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