Sorten
Triticale – Sortenübersicht 2026
Roggen – Sortenübersicht 2026
Winterweizen – Ertragsaufbau
Einteilung der Weizensorten aufgrund der Ertragsbildung Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im...
Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten
A-Sorten
KWS Lonnie (KWS)
A-Weizen mit durchschnittlichen Ertragsleistungen
gutes Hektolitergewicht mit moderaten Rohproteingehalten
mittlere Fallzahl mit begrenzter Fallzahlstabilität
Kompensationstyp
mittleres Schoss- & Reifeverhalten
durchschnittliche Winterhärte
mittlere Pflanzenlänge & Lageranfälligkeit
geringe Anfälligkeit für Halmbasisverbräunungen
gute bis sehr gute Blattgesundheit (Mehltau, Blattseptoria, Gelb- & Braunrost)
weniger anfällig für Ährenfusarium
gute Eignung als Stoppelweizen oder nach Maisvorfrucht
SU Horizon (Saaten-Union)
in den LSV eine der ertragsstärksten Sorten, als A-Sorte eingetragen
gute Backeigenschaften, aber mit sehr geringem Proteingehalt (BSL-Note 1), deshalb schlecht als A-Weizen zu vermarkten
hohe Fallzahl mit geringer Auswuchsneigung
früh schossender, frühreifer Kompensationstyp
durchschnittliche Winterhärte
gute Standfestigkeit
blattgesund, geringe Anfälligkeit für Mehltau, Blattseptoria, Gelb- & Braunrost
für Spätsaat geeignet
Winterweizen – Sortenübersicht 2026
Tabelle
Raps – Aussaat
Abbildung
Wintergerste – Übersicht mehrzeilige Sorten
Tabelle
Wintergerste – Übersicht zweizeilige Sorten
Tabelle
Raps – Welche Sorten für welchen Termin?
Raps – Agronomische Eigenschaften und Anbaueignung
Raps – Übersicht Beizen 2026
Tabelle
Raps – Neue Sorten 2026
Blackberry
sehr gute Winterhärte (lt. Züchter)
zögerliche Herbstentwicklung, daher auch für frühere Saattermine geeignet
mittelfrühe Blüte mit späterer Strohabreife
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
gute Phomatoleranz
Genios
neue Sorte mit Fokus auf eine hohe Ertragsleistung und Ertragsstabilität
zügige Herbstentwicklung mit schneller Bestandesentwicklung
geringere Tendenz zum Aufstängeln im Herbst
mittelfrüher Blühbeginn bei mittlerer Korn-abreife
keine explizite Resistenz
Golding
verhaltene Herbstentwicklung mit sehr guter Winterhärte (lt. Züchter)
früher Blühbeginn (Spätfrostrisiko?) mit späterer Strohabreife
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
gute bis schwere Standorte
Früh- und Normalsaat
Karat
neues Sortenprofil mit doppelter Phoma-Resistenz (RlmS + Rlm12)
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
rasche Herbstentwicklung
trotzdem hohe Schossfestigkeit, ermöglicht auch frühere Saattermine
LG Akerman
sehr gute Winterhärte (lt. Züchter)
etwas spätere Blüte mit mittlerer Reife mit durchschnittlicher Reifeverzögerung
längerer Wuchstyp mit guter Standfestigkeit
vereint TuYV-Resistenz mit Vorteilen gegen Phoma und Verticillium
Exklusivsorte der BAT
Zwischenfrüchte 2026
… Fortsetzung aus Info 13/2026… Aussaattermin optimieren Da wir keine Möglichkeit haben, Ausfallgetreide oder Ausfallraps in den Zwischenfrüchten zu bekämpfen, sollten Zwischenfrüchte erst bestellt werden, wenn die in der Ernte...
Zwischenfrüchte für verschiedene Fruchtfolgen
Tabelle
Mais – Hinweise zur Aussaat
Mais ist eine Solitärpflanze – vergleichbar mit der Zuckerrübe – bei der die Leistungsfähigkeit der Einzelpflanze, insbesondere die Einzelkolbenleistung entscheidend für den Flächenertrag ist.
Ziel der Bestandesführung ist eine möglichst gleichmäßige Entwicklung aller Pflanzen im Bestand. Voraussetzung dafür sind ein homogener Feldaufgang, ein gleichmäßiger Standraum sowie ein Wachstum ohne Unkrautkonkurrenz.
Die Pflanzenzahl je Quadratmeter richtet sich nach dem Wasserangebot und der Wasserversorgung des Standortes.
Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für Mais?
Um das Ertragspotenzial und eine sichere Abreife zu erreichen, sollte der Mais möglichst früh gesät werden, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind; Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in 5 cm Tiefe, die in der Folgezeit ansteigen sollten. Bei Temperaturen über 13 °C läuft Mais bei ausreichender Bodenfeuchte in der Regel innerhalb von 7–10 Tagen gleichmäßig auf.
Für eine hohe Bestandesleistung ist ein synchroner Feldaufgang entscheidend. Die Pflanzen sollten idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig auflaufen, da Nachzügler durch Beschattung deutlich im Wachstum zurückbleiben und nur wenig
Zuckerrüben-Aussaat
Je früher die Zuckerrüben die Reihen schließen, desto höher ist das Zuckerertragspotential, denn damit kann die Rübe die Vegetationszeit mit hohen Assimilationsleistungen maximal ausnutzen. Eine schnelle Entwicklung sichert hohe Zuwachsraten bereits im Juni und Anfang Juli ab, bevor die Rüben aufgrund von Hitze im Zuwachs abfallen oder sogar tagsüber zu schlafen beginnen. Auch in SBR-Regionen sind frühe Zuwächse, bevor es zur Symptomausprägung kommt, entscheidend.
Folglich sind zeitige Aussaattermine unter günstigen Bedingungen von Vorteil. Dagegen kann eine zu frühe Aussaat unter kühlen Bedingungen mit einer langen Auflaufphase auch zu Pflanzenausfällen durch boden- und samenbürtige Erreger, z.B. Phoma, Phytium, Rhizoctonia oder Aphanomyces führen. Die Dauerwirkung der fungiziden Beizwirkstoffe im Rampart (Penthiopyrat) (Zulassung am 31.10.2025 ausgelaufen), Vibrance 500 FS (Sedaxane) und im Tachigaren (Hymexazol) reicht dann nicht mehr aus.
Auch Schädlinge haben unter diesen Bedingungen leichteres Spiel. Die „Standardbeize“ Tefluthrin wirkt nicht systemisch und kann deshalb ausschließlich im Boden eine Wirkung auf Moosknopfkäfer,
Zuckerrüben – Sortenwahl 2026
Die Sortenwahl ist im Rübenanbau eine besonders wichtige Stellschraube, da je nach Standort z.B. bei Nematoden- oder Rhizoctoniabefall zur Absicherung des Ertrags Spezialsorten angebaut werden müssen. Auch SBR und Cercospora müssen bei der Wahl der möglichen Sorte besonders priorisiert werden. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass besonders im Rübenanbau ein Risikosplitting durch den Anbau verschiedener Sorten wichtig ist.
Konventionelle Sorten
Standardsorten
Standorte ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall erlauben bei der Sortenwahl maximale Flexibilität (Tab.175). Unter diesen Idealvoraussetzungen kann der Fokus auf das maximale genetisch vorgegebene Zuckerertragspotential gelegt werden. Der starke Cercospora-Druck der letzten Jahre hat aber dazu geführt, dass die Sorten mit der höchsten Ertragsstabilität über die verschiedenen Standorte in Deutschland auch in punkto Cercospora- Leistung ein gutes Niveau mitbringen. Zu nennen sind Sorten wie Ludovica, BTS 2030, Annedora und Habicht. Ebenso erreicht die St Rotterdam ein hohes Ertragsniveau.
Wird das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt,
Mais – Neue Sorten
Silomais:
DKC 2956 (S 190 / K 220)
frühe hartmais-ähnliche Doppelnutzungssorte
ausgeglichenes Verhältnis von Restpflanze zu Kolben
gute Kolbenleistung bei tiefem Kolbensitz, eher Fixkolben-Typ
Selektion für frühe, nördliche Lagen bzw. Höhenlagen, Grenzstandorte
top Jugend-Entwicklung und Kältetoleranz
KWS Aveso (S 200)
Dreinutzungssorte (Biogas, Fütterung, Körner- bzw. CCM-Mais)
gute Stärke- und Energieerträge bei guter Verdaulichkeit
ansprechende Körnermaisleistungen in Nordwestdeutschland
LG 32.216 (S 200 / K 220)
Doppelnutzungssorte
langer Typ mit sogenannter „open look“-Optik
standfest
sehr gute Jugendentwicklung
gute Blattgesundheit
geringe Bestockungsneigung bei gutem TKG
P78020 (S 210)
massebetonter früher Doppelnutzer
sehr gute Anpassung an Nordwest- und Nordostdeutschland in den Silomaisversuchen
Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung
Das Maisjahr 2025 zeigte sich in Deutschland von zwei Seiten: Während in Süddeutschland, Nordwest und Nordost vielerorts befriedigende bis unerwartet hohe Erträge erzielt wurden, präsentierte sich die Lage in Teilen Mitteldeutschlands ganz anders: kalte Temperaturen während der Jugendentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Trockenheit zur Blüte führten dort zu katastrophalen Ergebnissen.
Kaltes Frühjahr
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Unter trockenen, günstigen Bedingungen konnten die Bestände ab Mitte April zügig und gleichmäßig auflaufen. Doch danach folgte eine ungewöhnlich kalte Witterungsphase mit sehr kalten Nächten. Diese Phase setzte den Maisbeständen massiv zu und warf die Entwicklung stark zurück. Die Kältebelastung beeinflusste auch das phytohormonelle Gleichgewicht der Pflanzen, insbesondere die Bildung und Steuerung der generativen Organe. Vielfach präsentierten sich Bestände mit Mehrkolbigkeit und kleinen, rudimentären Kolben an den Fahnenästen.
Einkörnung und Kornfüllung
Ab Mitte Juni verbesserten sich die Bedingungen für den Körnermais in den meisten Regionen. Während der Blüte fiel verbreitet ausreichend Regen, sodass eine sichere Befruchtung und Einkörnung gewährleistet war. Eine Ausnahme bildeten das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen u.a. Gebiete im Regenschatten der Mittelgebirge, wo nur zwei Drittel der normalen Niederschläge fielen.
Körnermais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen
Tabelle
Körnermais – Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Silomais – Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Biogasmais – Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Silomais 2025
Das Anbaujahr 2025 war auch für den Silomais durch Witterungsextreme geprägt, die die Entwicklung der Bestände in mehreren Phasen maßgeblich bestimmten. Der anfangs tagsüber sehr warme April ermöglichte deutschlandweit frühe Saattermine unter nahezu idealen Bodenbedingungen. Diese Maisbestände konnten sich bis zum 2- bis 3-Blattstadium gut etablieren.
Kälte bremste den Mais aus
Darauf folgte jedoch eine ungewöhnlich lange Kältephase bis in die zweite Junidekade. Die Jugendentwicklung des Mais verlief deutlich langsamer, die Bestände blieben in der Entwicklung weit zurück. Andauernde Temperaturen unter 12 °C führen zu Chlorosen, violett verfärbten Blättern, langsamer Entwicklung sowie erhöhter Krankheitsanfälligkeit.
Niedrige Temperaturen in der frühen Jugend bremsten die Stoffwechselaktivität des Maises deutlich aus. Die Photosynthese-Enzyme arbeiteten eingeschränkt. Dadurch blieben sowohl die CO₂-Fixierung als auch der Chlorophyllaufbau und das Wurzelwachstum zurück. Gleichzeitig entstanden, verstärkt durch hohe UV-Strahlung, vermehrt aggressive Sauerstoffradikale, die die Zellmembranen schädigten.
Begasung und Backqualität
Bei der Produktion von Veredelungskartoffeln spielt der CO2-Gehalt eine große Rolle. Dieser muss durch ständigen Luftaustausch auf einem möglichst geringen Niveau gehalten werden.
Wer über ein CO2-Meßgerät verfügt, wird nach der Begasung einen schnellen Anstieg der CO2-Konzentration im Lager feststellen. Hier gilt es, den besten Kompromiss zwischen Wirkungssicherheit der Begasung und der Backfarbe des Produktes zu finden.
Aus diesem Grund müssen Sorten mit einer schlechten Backfarbe, welche für die Produktionsrichtung mit den höchsten Anforderungen (Chips) gelagert werden, bereits 24 h nach der Begasung belüftet werden. Sorten mit guten Backqualitäten, welche für die Pommes frites-Produktion gelagert werden, sollten erst nach 48 h belüftet werden.
Winterweizen – Aktualisierte Sortenbewertung
Die nachfolgenden Sorten wurden im Vorjahr bzw. 2023 zugelassen. Inzwischen liegen für diese Sorten mehr Informationen vor. Risikofaktoren wurden rot, besondere positive Eigenschaften fett hervorgehoben:
Absolut (A)
Protein Note 6, mittelhohe, stabile Fallzahl, Ertrag Note 6/6, EÄE, weniger winterhart, sehr früh, lang (AFU- Unterdrückung), trotzdem standfest, gesund, mittelanfällig für Fusarien (Note 5)
SU Magnetron (A)
Sorte, Protein Note 6, hohe, aber weniger stabile Fallzahl, Ertrag Note 7/6, KD-KZÄ-Typ, weniger winterfest, kleinkörnig, früh, sehr standfest, gesund, Fusarien (Note 5)
Ambientus (A)
Protein Note 6, stabile & sehr hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, insgesamt gesunde Sorte, wenig anfällig für Braunrost (Note 1), Fusarien-Anfälligkeit geringer (Note 4)
Polarkap (A)
Protein Note 5, stabile & mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-TKG-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, blattgesund, Fusarien Note 4
LG Kermit (A)
Proteingehalt Note 4, stabile & hohe Fallzahl, Ertrag
Winterweizen – Ertragsaufbau
Tabelle
Winterweizen – Sortenübersicht 2025
Tabelle
Roggen – Sortenübersicht 2025
Tabelle
Triticale – Sortenübersicht 2025
Tabelle
Winterweizen – Ernterückblick und Sortenwahl 2025
Die Berichterstattung über die Weizenernte 2025 ist durchweg positiv. Die Erträge lagen demnach über dem 5-jährigen Mittel, um 10 % über dem Vorjahr. Betrachten wir die Erträge etwas länger zurück, dann relativiert sich das Ergebnis: Seit 2014 sind die Weizenerträge zurückgegangen von damals 86 dt/ha auf in diesem Jahr (vorläufig) 75,9 dt/ha. Die Proteingehalte sind mit abnehmenden Erträgen nicht gestiegen, wie man erwartet hätte, sondern ebenfalls zurückgegangen. In diesem Jahr ist wieder ein Anstieg der Proteingehalte zu verzeichnen auf voraussichtlich 12,2 % (Hochrechnung auf der Basis der Ergebnisse der Landessortenversuche). 12,2 % Protein wurden auch 2014 erreicht, allerdings mit 86 dt/ha Ertrag.
Der Grundstein für die Anbauperiode 2024/25 wurde im Frühjahr und Sommer 2024 gelegt: Überdurchschnittliche Niederschläge füllten die Böden auf, sodass der Unterboden nahezu wassergesättigt war. Selbst im September war es verbreitet noch nass, sodass sich die Bestellung zum Glücksspiel entwickelte. Um den 20.09. war die Bodenoberfläche so weit abgetrocknet, dass eine Bestellung möglich war, allerdings nur für wenige Tage. Dann ergab sich erst wieder um den 6. Oktober die Möglichkeit, Getreide ohne gravierenden Schaden zu bestellen, dann ab Mitte Oktober bis in den November hinein. Erfolgte die Grundbodenbearbeitung im nassen Boden, wurde danach nass gesät und regnete es auf das frisch bestellte Land, waren Ertragseinbußen unvermeidlich, sodass anhand des Bestelldatums festgemacht werden kann, wie der Weizenertrag
Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten 2025
Emmerto (E)
Protein Note 7, sehr hohe & stabile Fallzahl,
KOMP-Typ, mittelspät, winterfest, solide Standfestigkeit,
wenig anfällig für Mehltau und Gelbrost (Note 2),
geringer bis mittel anfällig für S. tritici und Braunrost (Note 4),
anfälliger für Fusarien (Note 5)
Pontiform (E)
für E-Weizen schwächerer Proteingehalt (nur Note 6), sehr hohe & stabile Fallzahl,
BD-TKG-Typ, spät schossend (LT), spät reif,
winterfest, kurz & standfest,
wenig anfällig für Mehltau (Note 3),Gelbrost (2), Braunrost (4),
anfälliger für S. tritici + Ährenfusarium (Note 5)
Filius (A)
Protein Note 4, hohe & stabile Fallzahl,
Ertrag Note 7/6, EÄ-Typ, mittelfrüh,
etwas lageranfällig,
sehr gute Blattgesundheit insb. Braun- und Gelbrost (Note 2), Fusarien Note 2
Intensity (A)
Protein Note 4, hohe & stabile Fallzahl,
Ertrag Note 7/7, BD-Typ, sehr früh (!),
geringe Winterfestigkeit, kurz & standfest,
gute Blattgesundheit (außer. S. tritici Note 5), geringe Fusarienanfälligkeit (Note 3)
Kumpel (A)
Protein 3, sehr hohe & stabile Fallzahl,
Ertrag Note 7/7, KD-KZÄ, mittelspät, etwas kürzer,
standfest, sehr gute Blattgesundheit, Fusarien Note 4
KWS Friese (A)
Protein Note 1 (!), mittelhohe & wenig stabile Fallzahl,
Ertrag Note 8/8, EÄ-TKG, sehr spät, sehr gute Standfestigkeit,
sehr gute Blattgesundheit, Fusarienanfällig (Note 5)
Wintergerste – Übersicht mehrzeilige Sorten
Neu zugelassene mehrzeilige Sorten KWS Chilis 2025 über fast alle Standorte hinweg ertragsstärkste Wintergerstensorte resistent gegen Mosaikvirus 1 + 2 und gegen das BYDV (Resistenzgen [yd2]) fiel in den LSV im Ertrag nur in Stufe 1 (ohne PSM) ab, wenn Zwergrost auftrat gute Masseentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung kommt früh zum Ährenschieben, reift mittelspät ab weniger anfällig für Ramularia, Rhynchosporium und Netzflecken dafür anfälliger für Mehltau und hochgradig (BSL 8) anfällig für Zwergrost mittlere Lageranfälligkeit weniger anfällig für Ährenknicken EÄ-Typ, kann trotzdem früh gesät werden Ziel: 450 – 550 Ähren/m² mit 150 bis 220 Pflanzen/m² KWS Exquis (KWS) – BYDV-resistent Auf Sandstandorten rel. 98 gegenüber Standardsorten, größerer Abstand auf Lehmböden war in Friedrichsthal 2025 ertragsstärkste Sorte Bestandesdichtetyp mit normaler Reife, etwas lageranfällig, kaum Ährenknicken kurz, geringere AFU-Unterdrückung anfälliger für Mehltau und Rhynchosporium wenig anfällig für Ramularia und wenig anfällig für Zwergrost kann etwas früher gesät werden Zielährenzahl: 500 – 600 Ähren/m² mit 170 – 220 Pflanzen/m² (Frühsaat) SY Zoomba (Hybridsorte, Syngenta, EU-Sorte) BMV1-resistent + BYDV-resistent (Ryd2 + 4) Schnitt im Versuch in Friedrichsthal zusammen mit KWS Exquis am besten ab Einstufung in der BSL aber nur mit 6 / 6 im Ertrag zügige Masseentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung mittelspätes Ährenschieben, mittelspät reifer Ährentyp mit hoher Kornzahl/Ähre lageranfällig, stärkere Neigung zum Ährenknicken, aber besser als SY Galileoo insgesamt gesunde Sorte, etwas anfälliger für Netzflecken weniger anfällig für Rhynchosporium, Ramularia und Zwergrost Hybridgerste für den frühen Anbau, aber auch für den späten Anbau nach Körnermais Optimale Ährenzahl: 450 – 550 Ähren/m² mit 140 – 170 Pflanzen/m² (Frühsaat) bzw. 220 bis
Wintergerste – Übersicht zweizeilige Sorten
Der Ertragssprung der neuen zweizeiligen Wintergerstensorten bestätigte sich auch in diesem Jahr. Sorten wie Goldmarie, Almut, Arthene, KWS Tardis oder die Neuzulassung Annemiek konnten im Ertrag mit mehrzeiligen Sorten mithalten. Ältere Sorten wie Sandra, California und KWS Somerset haben aber nach wie vor noch ihren Markt. Ein entscheidender Vorteil der zweizeiligen Sorten ist die sichere Kornausbildung.
Alle angeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen BMV Typ 1.
Neu zugelassene zweizeilige Sorten
Annemiek (RAGT)
schnitt auf Trockenstandort in Unterfranken überdurchschnittlich ab
profitierte in diesem Jahr vom sehr hohen TKG
mittelspätes Schossen, reift später ab
etwas lageranfällig insgesamt wenig anfällig für Blattkrankheiten (Note 4), Zwergrost BSL-Note 3
gegen Ramularia mit der Note 5 eingestuft (Doppelspritzung notwendig)
650 – 800 Zielähren je m² mit 230 – 270 Pflanzen je m²
Kitty (Breun)
resistent gegen BMV Typ 1 + 2
mit der Note 7 + 7 im Ertrag eingestuft
mittelspätes Schossen, reift später abkurz, standfest, keine Probleme mit Halm- und Ährenknicken
weniger anfällig für Rhynchosporium und Netzflecken aber anfälliger für Mehltau- und Zwergrost
Ramularia erfordert Doppelspritzung
700 – 900 Zielähren je m² mit 250 – 300 Pflanzen je m²
Organa (Breun)
resistent gegen BYDV + BMV Typ 1
mit der Note 8 + 7 im Ertrag eingestuft, Ertragsniveau auf dem Niveau mehrzeiliger Sorten
mittelspätes Schossen, reift später ab
mittellang, weniger standfest, kaum Probleme mit Halm- und Ährenknicken
wenig anfällig für Mehltau, Rhynchosporium und Zwergrost (letzter mit Note 2)
anfälliger für Netzflecken und Ramularia (Doppelbehandlung)
700 – 900 Zielähren je m² mit 250 – 300 Pflanzen je m²
Weitere zweizeilige Sorten
Almut (SZ Bauer)
Wintergerste – Sortenwahl 2025
Die Wintergerste lag in diesem Jahr im Ertrag deutlich über den Vorjahren, erreichte auf Standorten im Norden sogar Spitzenerträge von über 130 dt/ha. Hohe Erträge resultierten aus der frühzeitigen Bestellung in den trockenen Boden, wenn in den Tagen danach kein stärkerer Regen folgte. Das war um den 20. September der Fall und im Norden und Westen auch noch Anfang Oktober, danach erst wieder Ende Oktober bis Anfang November.
Der Herbst 2024 war im Vergleich zum Vorjahr nicht übermäßig nass. In den Wintermonaten fiel in ganz Deutschland vergleichsweise wenig Regen. Der März war extrem trocken, so dass schon eine Missernte zu befürchten war. Erst in der 2. Aprildekade setzten noch rechtzeitig Niederschläge ein, sodass die Bestände nicht übermäßig reduzierten und aufgrund der späteren guten Kornausbildung mit auffallend hohem HLG noch positiv überraschten. Die Mehrzahl der Gerstenbestände reifte goldgelb ab.
Mindererträge wurden erzielt, wenn die Gerstenbestände auf Böden mit geringer Wasserspeicherung im Osten Deutschlands und nass bestellte Gersten mit schwacher Wurzelausbildung auf tonigen Böden schon im April zeichneten.
Örtlich sanken die Temperaturen im Mai während der Gerstenblüte auf Werte um 0 °C und darunter. Dadurch wurde die Zellteilung der frisch befruchteten Karyopsen unterbrochen, die daraufhin nicht mehr ausgebildet wurden. Davon betroffen waren eher später blühende Gerstensorten wie Esprit oder SU Majella.
Der Befall mit Krankheiten hielt sich in diesem Jahr auf den meisten Standorten in Grenzen. Standortabhängig mussten Rhynchosporium und Netzflecken, in anfälligen Sorten auch Zwergrost, bekämpft werden. Der Befall mit Zwergrost war auch die Ursache für das schlechtere Abschneiden der Esprit und der Neuzulassung KWS Chilis in den Varianten ohne Fungizideinsatz. Auch der Befall mit Ramularia erforderte verbreitet eine zweimalige Behandlung. Die Anfälligkeit für Ramularia ist auch der Grund, warum wir die KWS Delis aus unserer Sortenliste genommen haben. Verbreitet trat in der Gerste auch Lager bzw. Halmknicken auf. Infolge des Befalls mit Gerstengelbverzwergungsvirus (BYDV) mussten sogar Bestände umgebrochen werden, die nicht termingerecht mit Insektiziden gegen Blattläuse behandelt wurden. Das BYDV wird uns in den nächstenJahren infolge der milden Witterung im Herbst immer mehr begleiten. Inzwischen stehen aber Sorten mit Resistenzgenen (Ryd2 und Ryd4) zur Verfügung. Diese können, wie in diesem Jahr die KWS Chilis, mit den Spitzensorten Julia oder SU Loona mithalten. Sorten mit BYDV-Resistenz (Ryd2): KWS Chilis, KWS Exquis, Integral, RGT Alessia, und die zweizeilige Sorte Orcade. Die Hybridsorten SY Zoomba und SY Kestrel haben die Resistenzgene Ryd2 + Ryd4 gegen das
Raps – Aussaat
Tabelle
Raps – Welche Sorte für welchen Saattermin?
Tabelle
Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten
LG Avenger (D, Limagrain)
Stängel- und blattgesunde, großrahmige Sorte, umfangreiche Resistenzen//Toleranzen
Spät- und Mulchsaat geeignet
Standfestigkeit beachten
lt. Züchterangaben erhöhte Widerstandskraft gegen Rapserdfloh
sehr hohe Ertrags- und hohe Ölgehaltseinstufung
Ceos (EU, RAGT)
Ertragsstärkste Sorte in BSV/EUSV 2024 mit geringen Schwankungen über die Standorte
Ertrag und Ölgehalt jeweils mit Höchstnote 9 bewertet
wüchsig im Herbst und Frühjahr
Langstrohig, dennoch standfest
Churchill (D, Rapool)
Neuzulassung 2024, TuYV-Resistenz, rlm 7- und rlm S-Phomaresistenz, Cylindrosporium- und Verticillium-Toleranz
mittlere und späte Saattermine
geringe Neigung zu Stängelbildung im Herbst
hohe Andüngung unterstützt schnelle Regeneration im Frühjahr
sehr hoher Ölgehalt
Detlef (D, Rapool)
Neuzulassung 2024 für Gesundlagen, TuVY-Resistenz
für frühe und mittlere Saattermine auf besseren Böden
wurzelstarke Sorte mit guter N-Aneignung
DK Exantra (EU, Dekalb)
trockentolerant
Spätsaatgeeignet ohne spezielle Ansprüche an Boden und Klima
Blatt- und Stängelgesund
sehr hohe Ertrags- und hohe Ölgehaltseinstufung
Sommergetreide – Sorten und Anbaueigenschaften
Tabelle
Zuckerrüben – Sortenempfehlungen für 2025
Das Jahr 2024 stellte eindrücklich unter Beweis, welche Rolle die Sortenwahl im Zuckerrübenanbau spielt. Die Unterschiede in der Cercosporatoleranz waren in vielen Regionen beeindruckend. Aber auch in Sachen SBR/Stolbur konnten wir einige neue Erkenntnisse gewinnen. Konventionelle Sorten Standardsorten Auf Standorten ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall können die aktuell ertragsstärksten Sorten angebaut werden. Sorten mit hohen Zuckererträgen haben meist auch eine gute Cercosporatoleranz, was zum einen ein Resultat des höheren Cercosporadrucks der letzten Jahre ist, zum anderen läuft die intensive Fungizidvariante seit diesem Jahrnicht mehr in die Sortenleistungsprüfung des IFZ mit ein. Sorten, die unter diesen Bedingungen sehr hohe Zuckererträge liefern, sind Ludovica, BTS 2030 und Annedora. Aber auch Jellera und St Rotterdam kommen auf ein gutes Niveau (siehe Tabelle 151). Ist das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt, muss der Fokus auf dem Zuckergehalt der Rüben liegen, um dennoch zufriedenstellende Erträge zu erzielen. Unter diesen Bedingungen sind
Silomais 2024 – Nach schlechtem Start doch meist noch gute Erträge
Trotz ungünstiger Startbedingungen lagen die Silomaiserträge bundesweit doch noch auf hohem Niveau, wenn die Bestände nicht unter Staunässe zu leiden hatten. 2024 wurde die Aussaat zum Geduldsspiel Die nassen Voraussetzungen im Frühjahr 2024 weckten schon Erinnerungen an die zurückliegende Maissaison 2023. In beiden Jahren erstreckte sich die Aussaat über ein sehr breites Zeitfenster von Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Juni (!) im Nordwesten, was zu unterschiedlichen Entwicklungs- und Reifeszenarien führte. Aufgrund der schwierigen Bedingungen war es auch gerade in diesem Jahr entscheidend, einen zügigen, gleichmäßigen Feldaufgang mit sicherer Jugendentwicklung bis zum 4- bis 6-Blatt-Stadium zu realisieren. Vorwiegend waren in diesem Jahr frühere Saattermine bis Anfang Mai von Vorteil, vorausgesetzt eine Aussaat war überhaupt möglich. Die Spätsaaten ab Mitte Mai litten stärker unter dem nasskalten Juni. Frühgesäte Bestände bekamen bis dahin in ihrer Jugendentwicklung schon mehr Sonne und Wärme ab. Was zeichnet ein gutes Saatbett aus? Sichere, gleichmäßige Feldaufgänge setzen
Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung
Die diesjährige Ernte wird vielen Körnermaisbetrieben in positiver Erinnerung bleiben. Nicht selten wurde über Rekorderträge aus unterschiedlichsten Körnermaisregionen berichtet. Die frühen Saattermine ab Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Mai im Nordwesten Deutschlands waren den späten Saatterminen im Ertrag und TS-Gehalt überlegen. Die früh gesäten Bestände liefen zügig auf und hatten zu Beginn ihrer Entwicklung ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung für eine sichere Bestandesetablierung. Besonders späte Genetik (FAO > 260) profitierte von der guten Belichtung in der frühen Jugendentwicklung bis zur Anlage der Fahne im 4- bis spätestens 6-Blatt-Stadium. Die hohe Einstrahlung wirkte sich nicht nur positiv auf die generativen Ertragsanlagen (Kolben und Fahne) aus, sondern war auch verantwortlich für einen optimalen Blüh- und Kornfüllungsverlauf. Spät gesäte Bestände litten dagegen nicht selten unter der langen Auflaufphase und den kühlen Bedingungen in der frühen Jugend im Juni. Der sehr warme Juli und August glich den Entwicklungsrückstand später gesäter Maisbestände wieder aus. Dennoch
Körnermais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen
Tabelle
Silomais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen
Tabelle
Silomais – Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Körnermais – Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren
Durch die Ernte von Silomais und den ersten Zuckerrüben wurden Blattläuse aufgescheucht und sind jetzt verstärkt auch in den frisch aufgelaufenen Pflanzenbeständen bzw. im Ausfallgetreide zu finden. Trotz der Nässe springen auch Zikaden herum. Latenter bis deutlich erkennbarer Befall mit Verzwergungsvirosen trat im Frühjahr verbreitet auf. Kontrollieren Sie deshalb Ausfallgetreide und Zwischenfrüchte mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs auf Blattläuse und Stoppelfelder sowie neu bestellte Felder auf umherspringende Zikaden. Anzeichen für Verzwergungsvirosen: Einzelpflanzen, die von der Spitze her vergilben oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und oft übermäßig stark bestocken. Das Herzblatt kommt kaum heraus. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern prall wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern. Das Virus-Risiko mit dem Weizenverzwergungsvirus ist höher östlich der Linie Schwerin – Erfurt – Würzburg und zieht sich über Hohenlohe rüber in das Rhein-Main-Gebiet.
Mais – Neue Sorten
Silomais: LG 31.215 (S 200/K 210) Einfachhybride, frühe Doppelnutzungssorte, Zulassung BSA 2024 zügige Jugendentwicklung für Grenzstandorte sowie Höhenlagen blatt- und stängelgesund mittellange, standfeste Pflanze mit gleichmäßigem, tiefen Kolbensitz gute GTM-Erträge bei hohem Stärkegehalt und guter Verdaulichkeit DKC 3144 (S 200) Hartmaisähnliche Neuzüchtung sehr gute Jugendentwicklung frühe Blüte für Grenzlagen bei guter Umweltstabilität (Trockenheit und Nässe) sehr gesunde, standfeste Sorte große Restpflanze mit länglichen Kolben sehr hohe GTM –, Stärke- und Biogaserträgen P83224 (S 240) Reiner Zahnmais aus Silomaiszuchtprogramm ansprechende Jugendentwicklung mittlere Blüte im 240er Bereich gutes Staygreen-Verhalten, vor allem auf besseren Böden massiger Typ mit sehr hohen GTM Erträgen mittlerer Stärkegehalt sowie mittlere Verdaulichkeit KWS Lupollino (S 250) massiger Zwischentyp standfest bei mittlerer Kolbenhöhe gute Blatt- und Stängelgesundheit ausgeprägtes Staygreen Silomais mit Druschoption sehr hohe GTM bei durchschnittlichen Energieerträgen und Verdaulichkeit P82703 (ca. S 250) großrahmiger Massentyp hoher Kolbensitz, trotzdem standfest sehr hohe GTM- und Biogaserträge gute Restpflanzenverdaulichkeit sehr gutes
Biogas-Mais-Sorten für den Frühbezug 2025
Tabelle
Winterweizen – CTU-Sortenverträglichkeit
Der Wirkstoff Chlortoluron wird aufgrund der Kerbel- und Kornblumenwirkung und der Unterstützung der Wirkung von FFA gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser wieder häufiger eingesetzt. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Weizensorten diesen Wirkstoff gleich gut vertragen. Von Wintergerste, -roggen und Triticale sind keine Einschränkungen bekannt. Nach Angaben des Herstellers (Nufarm) vertragen die nachstehend aufgeführten Sorten den Wirkstoff CTU schlechter bis nicht gut:
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Keimbereitschaft von Speise- und Veredlungskartoffeln
Die Bodentemperaturen im August und Anfang September lagen häufig über denen des Vorjahres. Trotzdem liegt die Temperatursumme in der Vegetation unter den Vorjahren, was zunächst eine ordentliche Keimruhe erwarten lässt. Zeitweise hohe Temperaturen im Damm und Trockenheit lassen die Knollen zügig altern.
Viele Parteien werden mit Maleinsäure behandelt, dabei stellt sich jedoch immer die Frage des Behandlungserfolges. In diesem Jahr waren die Bedingungen sehr gut für eine effektive Aufnahmen der Maleinsäure. Hohe Luftfeuchtigkeit => geöffnete Wachsschicht.
Selbst wenn ausreichend Wirkstoff in die Knollen eingelagert wurde, darf nach dem Einsatz der Maleinsäure nur unwesentlich später begast werden. Das sich die Wirkmechanismen Grundlegend unterscheiden.
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Winterweizen – Saatstärke
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Winterweizen – Sortenübersicht 2025
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Roggen – Sortenübersicht 2024
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Triticale – Sortenübersicht 2024
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Winterroggen – Saatstärke
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Winterweizen – Ertragsaufbau
Einteilung nach dem Schossverhalten Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im Frühjahr begrenzt. Deshalb müssen sie auf Standorten mit spätem Vegetationsbeginn (ab 3. Märzdekade) so früh gesät werden, dass sie vor Winter voll bestocken. Spätschossende (Langtags-) Typen können im Frühjahr noch gute Nebentriebe bilden und deshalb noch spät bestellt werden. Bei früher Saat besteht das Risiko, dass sie zu stark bestocken und Nebentriebe zu spät reduzieren. Sehr spät schossende Langtagstypen können sehr früh (vor dem 20.09.) bestellt werden, da sie auch bei langer Vegetation im Herbst nicht vor Winter zu schossen beginnen. Dafür eignen sich vor allem (standfeste) Korndichte- oder Bestandesdichte-Typen wie LG Atelier, SU Selke oder Argument mit geringer Anfälligkeit für frühe Blatt- und Halmbasiskrankheiten. Einstufung nach dem Ertragsaufbau EÄ: Einzelährentyp EÄ-TKG: Einzelährenertrag über hohes TKG KOMP: Kompensationstyp EÄ-KZÄ: Einzelährenertrag über Kornzahl je Ähre BD: Bestandestyp KD: Korndichtetyp KD-BD: Korndichte über hohe
Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten 2024
Exsal (E) Protein 6, stabile, hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, KOMP, begrannt, mittelfrüh, standfest, wenig anfällig für HBV, blattgesund, wenig anfällig für Fusarien (Note 3), Maisweizen Absolut (A) Protein 6, sehr stabile, mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, EÄ, weniger winterhart, sehr früh, lang (AFU-Unterdrückung), trotzdem standfest, gesund, mittelanfällig für Fusarien (Note 5) SU Magnetron (A) Protein 6, hohe, aber weniger stabile Fallzahl, Ertrag 7/6, KD-KZÄ, kleinkörnig, früh, sehr standfest, gesund, Fusarien Note 5 Ambientus (A) Protein 6, stabile, sehr hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-Typ, mittelspät, etwas lageranfällig, gesund, Fusarien Note 4 Polarkap (A) Protein 5, stabile, mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 7/6, BD-TKG-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, blattgesund, Fusarien Note 4 LG Kermit (A) Protein 4, stabile, hohe Fallzahl, Ertrags 7/7, KOMP-Typ, mittelspät, kurz, sehr standfest, wenig anfällig für Halmbasiskrankheiten, blattgesund außer DTR (Note 5), Fusarien Note 5 Optimist (A) Protein 3, stabile, hohe Fallzahl, Ertrag Note 7/7, KOMP, winterhart,
Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen
Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn neue Weizensorten (Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, u.a.) mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium für die Einstufung und Bezahlung des Weizens. Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den erreichbaren Proteingehalt unter restriktiven Bedingungen bei der Düngung berücksichtigen müssen. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass immer weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird. Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt: Kornertrag (dt/ha) x Proteingehalt (%) x 0,85 (% TM im Korn) = Proteinertrag (kg/ha); z.B. 100 dt/ha x 12,2
Wintergerste – Kurzbeschreibung zweizeiliger Sorten 2024/25
Die neuen zweizeiligen Wintergerstensorten lassen einen deutlichen Ertragssprung gegenüber älteren Sorten erkennen. Trotzdem finden ältere Sorten immer noch ihre Liebhaber. Sandra, California und KWS Somerset sind nach Bordeaux die vermehrungsstärksten zweizeiligen Wintergerstensorten. Bordeaux fiel in den diesjährigen LSV regelmäßig im Ertrag ab, wenn die 1. Fungizidmaßnahme zu spät durchgeführt wurde. Alle angeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen GMV Typ 1. Unter den in den letzten Jahren zugelassenen Sorten heben sich die folgenden Sorten heraus. Almut (SZ Bauer) für extensive Bestandesführung im Südwesten früh schossende, mittelfrühe Sorte mit hoher Ährenzahl und hohem TKG standfest, geringe Neigung zum Halm- und Ährenknicken wenig anfällig für Mehltau, Netzflecken und Rhynchosporium aber anfälliger für Zwergrost und vor allem Ramularia (eingeschränkte Empfehlung) 700-900 Zielähren mit 250-300 Pflanzen/m² Arthene (SZB Polska, IG) extensive Bestandesführung trockentolerant später schossende, späte Sorte mit hoher Ährenzahl und sehr hohem TKG sehr standfest, ausgesprochen strohstabil, kann ohne Wachstumsregler auskommen sehr anfällig für
Wintergerste – Kurzbeschreibung mehrzeiliger Sorten 2024/25
SY Loona (Hybridsorte, Syngenta, EU-Sorte) 2024 ertragsstärkste Wintergerstensorten mit hoher Konstanz in den LSV kommt auch mit Hitze zurecht fiel aber in Derenburg (Löss-Standort) im Ertrag trotz hoher Ährenzahl im Ertrag ab Vorteile auf sandigen Böden, aber auch auf kittigen, kalten Böden und in Höhenlagen zügige Massenentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung spätes Ährenschieben, spätreifer Ährentyp mit hoher Kornzahl/Ähre nicht ganz standfest, Neigung zum Ährenknicken, aber besser als Galileoo insgesamt gesunde Sorte ohne erkennbare Schwächen nicht zu früh säen Gerste für den Anbau nach Körnermais optimale Ährenzahl: 450 – 550 Ähren/m² mit 140 – 170 Pflanzen/m² Esprit DSV Standardsorte auf weniger guten Gerstenstandorten auf leichteren Böden ertragssicher mit hohem HLG geringere Erträge, wenn kühle, feuchte Witterung + hohes N-Niveau, die Nebentriebreduktion und Kornbildung verzögern, Folge geringeres HLG gute Massenentwicklung, lang, dadurch gute AFU-Unterdrückung normal schossender, aber später reifer EÄ-Typ mit hoher KZÄ Lageranfälligkeit erfordert zweimalige Kürzung, geringe Neigung zum Ährenknicken
Wintergerste – Sortenwahl 2024
Die Wintergerstenerträge lagen in diesem Jahr deutlich unter den Vorjahren, brachen aber weniger stark ein als die Erträge von Raps, Weizen oder Roggen. Über alle Regionen zeichnet sich ab, dass die Erträge auf leichten, durchlässigen Böden weniger stark litten als auf weniger durchlässigen Böden. Die Kulturen standen von Oktober bis März in der Nässe im Boden. Sauerstoffmangel bzw. Kohlendioxid-Überschuss bewirkten den Abbau von Feinwurzeln, darunter litt vor allem die Cytokinin-Produktion. Dadurch war in diesem Jahr auch häufiger Schwarzbeinigkeit zu beobachten. Ähnlich wie Verticillium im Raps entwickelt sich die Schwarzbeinigkeit stärker, wenn die Wurzelbildung eingeschränkt ist. Es kommt zum Wettlauf zwischen der Entwicklung bzw. Regeneration der Wurzel und der Ausbreitung der Krankheiten an der Wurzel. Als zweiter Faktor kam der Nachtfrost vom 22. auf den 23.04. hinzu, der verbreitet zur Schartigkeit führte. Davon betroffen waren vor allem Bestände, die zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Ährenschieben waren. Auf den reinen Sandstandorten
Zuckerrüben – Conviso One
Conviso One enthält die Wirkstoffe Thiencarbazone + Foramsulfuron, die im Conviso Smart-System in Zuckerrübensorten mit Resistenz gegen diese Wirkstoffe gespritzt werden können. Die Wirkstoffkombination Thiencarbazone + Foramsulfuron ist im Mais zusammen mit Iodosulfuron im Maister zugelassen. Conviso Smart-Rüben waren bisher in erster Linie eine Option, wenn Problemunkräuter wie Wildrüben, Hundspetersilie, Samtpappel, Ambrosia, Bingelkraut, Knöterich und Stechapfel mit Standardmaßnahmen nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Eine weitere Berechtigung hat Conviso Smart in trockenen Regionen, in denen Bodenherbizide nicht sicher wirken. Mit dem Wegfall des Triflusulfuron (Debut, Shiro) klaffen Wirkungslücken gegen Raps, Vogelknöterich, Hundspetersilie und Bingelkraut auf. Gegen Hundspetersilie hat das neue Herbizid Rinpode mit dem Wirkstoff Florpyrauxifen (synthetischer Wuchsstoff) gute Leistungen, zusätzlich kann Clopyralid eingesetzt werden. Auch gegen Bingelkraut wird mit Rinpode eine gute Wirkung erzielt, allerdings sind die Wirkungsgrade im Vergleich zum Triflusulfuron geringer, sodass die Bekämpfung des Bingelkrauts wieder zur Herausforderung wird. Gegen Amarant hingegen soll Rinpode
Raps – Welche Sorte für welchen Saattermin?
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Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten
Agenda (Limagrain/Lidea, 2021) schnitt 2023 im Norden und Osten sowie in den Höhenlagen im Korn- und Ölertrag und in der Marktleistung überdurchschnittlich gut ab für mittlere Saattermine ohne spezielle Bodenansprüche höhere Phomaanfälligkeit beachten Ambos KWS (2022) stabile Ertragsleistung auch auf schwierigen Standorten zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung frühe Blüte, mittelfrühe Abreife mittlere und späte Saattermine in Versuchen weniger REF-Larvenbesatz als in Nachbarsorten keine TuYV-Resistenz LG Ambrosius (2022) auf hohem Niveau ertragsstabilste Sorte im Bundes- und EU-Sortenversuch 2023 verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung geringe Neigung zur Stängelbildung, gute Winterhärte geeignet für frühe bis mittlere Saattermine standfest gute Druscheigenschaften LG Aberdeen (2023) mit 3 x Note 9 in Ertrag, Ölertrag und Ölgehalt agronomische Eigenschaften ähnlich Ambrosius für frühe bis mittlere Saattermine zusätzlich Verticillium-Toleranz Cheeta (BASF, 2022) schnitt in Mittel- und Süddeutschland gut ab hoher Ölgehalt (9) verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung mittlere Reife frühe Aussaat möglich KWS Ektos (2023) mittlere und späte Saattermine auch als
Raps – Agronomische Eigenschaften und Anbaueignung ausgewählter Sorten 2024
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Zuckerrüben – Sortenwahl
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Zwischenfruchtanbau – Was ist zu beachten?
Ziele des Zwischenfruchtanbaus Erosionsschutz Nährstoffkonservierung N-Fixierung durch Leguminosen Humusaufbau Futterproduktion Stabilisierung des Bodengefüges Bekämpfung tierischer Schaderreger (v.a. Nematoden) Erfüllung der GAP – Konditionalitäten Je nach Wertung des Produktionsziels verändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur eine begrenzte Auswahl an Arten infrage kommt. Weitere Einschränkungen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Fruchtfolge, da Zwischenfrüchte den gleichen Restriktionen unterliegen wie die Kulturen im Hauptfruchtanbau. Dazu einige Beispiele: In Rapsfruchtfolgen sollte man, um Kohlhernie nicht zu fördern, auf den Anbau kreuzblütiger Zwischenfrüchte verzichten. Vor allem Senf ist hochanfällig für Kohlhernie. Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern unterbleiben. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel (Botrytis) befallen. In Zuckerrüben oder auch in Kartoffeln und Leguminosen kann der zur Familie der Knöterichgewächse gehörende Buchweizen nur schwer bekämpft werden. Buchweizen kommt im Herbst noch zur Blüte und bildet keimfähige Samen. Aus diesem Grunde verbietet sich
Maternale Effekte – „Wie das Saatgut, so die Ernte“
Gleiche Sorte, aber anderes Saatgut, lässt die Bestände des Öfteren ganz unterschiedlich wachsen und kann sich auch auf den Ertrag auswirken.
Die Ursache für diese Beobachtung ist in den sogenannten maternalen Effekten zu sehen, die ihre Ursache in einem hohen Gehalt an funktionalen Eiweißen in einer ausgeglichenen Nährstoffversorgung und in einer geringeren Belastung mit Krankheiten im Saatkorn haben.
In früheren Versuchen (Heyland/Taube) konnte nachgewiesen werden, dass zwischen der Fitness des Vermehrungsbestandes und der Leistung des Nachbaus ein signifikanter Zusammenhang besteht. Dieser maternale Effekt sollte sich aus dem Stand der Kultur ableiten. Bei der Saatgut-Anerkennung wird auf dieses Merkmal oft zu wenig Rücksicht genommen. Zum Stand der Kultur zählt aus unserer Sicht dass die Bestände nicht überzogen sind, somit eine gleichmäßige Kornausbildung erwarten lassen kein Lager eingetreten ist die Versorgung mit Grundnährstoffen (insbesondere P + K) und Spurenelementen (Cu, Zn (!), Bor (!)) optimal ist, was nach den in diesem Jahr
Mais – Hinweise zur Aussaat 2024
Der Temperaturanstieg zum Wochenende verleitet zur frühen Maisaussaat.
Maispflanzen sind Solitärpflanzen wie Rüben, bei denen die Optimierung der Einzelpflanze im Vordergrund steht. Voraussetzung dafür ist deren gleichmäßige Entwicklung, also homogener Feldaufgang und gleicher Standraum. Der Gesamtbestand an Pflanzen je m² richtet sich nach dem Wasserhaushalt des Standortes.
Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für den Mais?
Mais verlangt konstante Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in den oberen 5 cm des Bodens. Bei Bodentemperaturen über 13 °C läuft der Mais bei ausreichender Bodenfeuchte innerhalb von 7 bis 10 Tagen gleichmäßig auf. Dazu muss das Saatkorn in die feuchte Bodenschicht gedrückt werden. Das heißt, zwischen der Saatbettbereitung und der Aussaat darf nicht zu viel Zeit verstreichen, der Saathorizont darf nicht austrocknen. Ein klutiges Saatbett ohne ausreichend Feinerde ist ohnehin verboten.
Lange Auflaufphasen von mehr als 18 Tagen infolge zu früher Saat in den kalten Boden schwächen Vitalität und Triebkraft der jungen Pflanzen. Auch die Beize verliert einen Teil ihrer Schutzwirkung. Die Folge sind Fehlstellen bzw. ungleichmäßiger Feldaufgang. Alle Maispflanzen sollen innerhalb von 48 Stunden vollständig auflaufen. Beschattungseffekte auf die Nachzüglern reduzieren deren Ertragspotenzial bis hin zum Totalausfall. Zudem gestaltet sich der Herbizideinsatz schwierig, wenn der Mais verzettelt aufläuft.
Saattermin entscheidet über den weiteren Entwicklungsverlauf
Mit dem Saattermin, genauer mit dem Zeitpunkt des Feldaufganges, wird der weitere Entwicklungsrhythmus festgelegt. Trotz der züchterischen Anpassung an den Langtag lässt der Mais bei frühem Auflauf und hoher Gesamteinstrahlung seinen ursprünglichen Kurztagscharakter erkennen, der die Anlage generativer Organe begünstigt.
Soja – Aussaat 2024
Soja – Sortenwahl den Reifebedingungen anpassen
Hauptkriterium für die Sortenwahl ist die Reife. Sojabohnen sollen bis Ende September geerntet werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt sind meist noch gute Erntebedingungen gegeben. Erntetermine im Oktober sind häufiger mit Regen, Tau und Nebel verbunden. Die Körner der Sojabohne saugen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell mit Wasser voll. Zudem konkurriert die Ernte im Oktober mit einer rechtzeitigen Wintergetreideaussaat. Damit verliert die Sojabohne an Vorfruchtwert.
Unter den Reifegruppen unterscheiden wir in Deutschland zwischen 000 (sehr früh bis früh), 00 (mittel bis spät) und 0 (sehr spät). Innerhalb der Reifegruppen gibt es Unterschiede in der Abreife.
Für eine sichere Ernte benötigen 000-Sorten eine Temperatursumme von 1450 bis 1600 °C. Innerhalb dieser Reifegruppe eignen sich die sehr frühen Sorten (z.B. Nessie PZO, Sussex, Magnolia, Adessa, Stepa, Obelix, Merlin) für Grenzstandorte im Nordosten, in Höhenlagen bis 450 m, im Süden (Südbayern, Schwarzwald) können diese Sorten auch bis
Sommergetreide – Sorten und Anbaueigenschaften
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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme
…Fortsetzung aus Info 23…
Risikomanagement Sorte
Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit einer Maissorte an unterschiedlichste Umweltbedingungen ist.
Trockenheit, Hitze oder extreme Nässe konnte den Silomaissorten DKC 3218, DKC 3414, DKC 3418, DKC 4279, LG 31.245, LG 31.272, Greatful, Smartboxx, SY Liberty, SY Amfora, P 8317, P 8329, P 8888 und P 9610 auf den unterschiedlichsten Standorten weniger anhaben als anderen Sorten. Sie setzten sich nicht nur dieses Jahr in der Praxis durch, sondern überzeugten auch in den Jahren davor in Wertprüfungs- und LSV-Versuchen.
Um das Risiko im Silomaisanbau zu minimieren, bewiesen auch im Jahr 2023 kolbenbetonte Typen ihre Vorzüglichkeit. Gerade in Regionen mit angespanntem Wasserhaushalt während der Hauptwachstumsphase ist das Hauptaugenmerk auf eine sichere Einkörnung bei meist kürzerer Restpflanze zu legen.
Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024
Die regional sehr unterschiedlichen Bedingungen für den Rübenanbau erfordern auch eine angepasste Sortenwahl. Vor allem auf Standorten mit Besonderheiten wie Nematoden- Rhizoctonia- oder SBR/Stolbur-Befall muss der Sortenwahl vermehrt Bedeutung geschenkt werden. In der Tabelle werden aktuelle Sorten für die besonderen Gegebenheiten eingestuft. Neue Sorten wurden in den Wertprüfungen wenigstens drei Jahre getestet. Diese müssen ihr Potential in der Praxis aber erst noch beweisen.
Die nematodentoleranten Sorten BTS 5715, Lunella KWS und Caprianna KWS erwiesen sich in den letzten drei Jahren auch auf nematodenfreien Standorten als sehr gut. Bei starkem Cercosporabefall erfordern diese Sorten aber eine intensive Fungizidstrategie. Die Sorte Blandina KWS schnitt in der Cercospora-Toleranz unter den Nematoden-Sorten am besten ab.
Sind Nematoden auf Ihrem Standort kein Problem, ist aber eine hohe Blattgesundheit gegen Cercospora erforderlich, sind Sie mit Sorten wie BTS 2030 und Ludovica KWS gut aufgestellt.
Mais – Sortenbeschreibung
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Körnermais – Sortenempfehlungen 2024
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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme
Das zurückliegende Mais-Jahr 2023 war an Überraschungen kaum zu überbieten.
Nässe und Dauerregen machten die Aussaat zum Geduldsspiel. In vielen Regionen Deutschlands wurde der Mais sehr spät gesät. Aus Sorge, den Mais gar nicht mehr in die Erde zu bekommen bzw. aufgrund von begrenzten Gülle-Lagerkapazitäten wurde auch oft zu früh bestellt.
Starke Ertragseinbrüche verzeichneten deshalb Betriebe, die mit schwerem Gerät Gülle vor der Saat einarbeiteten.
Gerade das nasse Frühjahr zeigt uns die Bedeutung einer intakten Bodenstruktur. Die Bodenansprache mit Spaten ist dabei ein notwendiges Instrument, nicht nur im Frühjahr, um Verdichtungen und Klutenbildung zu vermeiden, aber auch um die Arbeitsschritte zu koordinieren. Aus technischer Sicht muss alles für eine möglichst bodenschonende Frühjahrsbestellung unternommen werden:
Silomais – Sortenempfehlungen 2024
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Mais – Sortenempfehlungen für den Frühbezug
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Weizen – Nässe verhindert späte Bestellung
Die Nässe der letzten Wochen hat vor allem im Nordwesten die Weizenbestellung verhindert. Auch im Süden bestehen kaum noch Chancen, dass Weizen nach spät geerntetem Mais oder späten Zuckerrüben noch gut in die Erde kommt.
Die Bestellung von Winterweizensorten erfordert, dass nach dem Anquellen des Saatgutes wenigstens 50 kühle Tage (tagsüber < 8 °C, aber > 0 °C) zusammenkommen, damit der Kältereiz (Vernalisation) gesichert ist, der für den Übergang in die generative Phase notwendig ist. Bei frühem Vegetationsbeginn, der z.B. im Rheinland schon Mitte Februar zu erwarten ist, müssen deshalb die meisten Winterweizen-Sorten bis Ende des Jahres gesät werden. Sorten mit geringem Vernalisationsanspruch (unter 30 Tagen, z.B. Ambello, Chevignon, Complice, Obiwan) können dort noch bis Mitte Januar bestellt werden, müssen aber aufgrund des schnellen Überganges dieser Sorten ins Schossen auf Endbestand (mit 450 – 650 Körner/m²) gesät werden, um die notwendige Korndichte sicherzustellen.
Mais – Neue Sorten für 2024
KWS Nevo (S210/K180)
Hartmaisähnliche Einfachhybride
Doppelnutzer Silomais und Körnermais
Sehr frühe Blüte bei mittlerem TKG
Durchschnittliche Standfestigkeit
Für Körnermaisgrenzlagen bzw. Betrieben mit Erntestaffelung und nachfolgender Herbstaussaat
Chelsey (S230/K210)
Dreinutzungssorte
Sehr gute Jugendentwicklung
Gute Blatt und Stängelgesundheit
Hohes TKG bei mittlerer Blüte
DKC 3323 (leider Exklusivsorte)
Dent x Flint Kreuzung
Sehr hohes Ertragspotenzial in allen Nutzungsrichtungen
Breite Standorteignung
Sehr gute Standfestigkeit und Top – Jugendentwicklung
Gute Blatt- und Stängelgesundheit
P 8317 (S 250/K 250)
spätblühender Zahnmais mit sehr hohem Ertragspotenzial
deutschlandweit sehr hohe Standortvariabilität
sehr gute Resistenzen bzgl. Stängel- und Blattkrankheiten
Roggen – Hybrid-Sommerroggen – auch für den Anbau im Spätherbst
Mit KWS Allocator wurde ein Hybrid-Sommerroggen zugelassen, der im Ertrag wenigstens 15 bis
20 % über den Populations-Sommerroggensorten liegt. Aufgrund des geringen Vernalisationsbedarfes beginnt KWS Allocator beim Anbau im Spätherbst früher zu schossen und bildet mehr Masse als spät bestellte Winterhybriden. Damit bietet sich diese Sorte als Alternative für die Spätsaat nach Körnermais oder Zuckerrüben bzw. auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz- bzw. Weidelgras-Resistenzen an.
In diesem Jahr steht nach Auskunft des Züchters ausreichend Saatgut zur Verfügung.
Weizen – Verzögerte Weizenbestellung, was jetzt berücksichtigen?
Die aktuellen Bodentemperaturen liegen zwischen 6 und 9 °C, im Rhein-Main-Gebiet noch um 11 °C und damit gegenüber dem Vorjahr um 2 °C niedriger. Unterhalb von 20 cm sind die Böden noch um 5 °C wärmer. Nordwestlich der Linie Trier – Wismar sind die Böden mit Ausnahme der Ostküste Schleswig-Holsteins und der Küste Mecklenburgs zum Großteil wassergesättigt. Auch südöstlich der Linie Ulm – Passau haben die Böden überwiegend genug Wasser. Im Bereich dazwischen ist es vom Rhein bis zur Oder bis auf Staulagen der Mittelgebirge immer noch zu trocken. Das könnte sich mit den angekündigten Niederschlägen ändern.
Deshalb ist auch mit einem stärkeren Anstieg der Bodentemperaturen nicht mehr zu rechnen, vielmehr steuern die Bodentemperaturen auf ein frühes Vegetationsende zu. Wird jetzt noch Getreide gesät, wird es voraussichtlich im 1-3-Blattstadium überwintern müssen.
Gerste – Sommergerste im Herbst anbauen
Sommergerste kann im Frühjahrsanbau Temperaturen bis – 8 °C und auch darunter aushalten. Seit einigen Jahren laufen auch in Deutschland Versuche mit dem Anbau von Sommergerste im Herbst. Im vergangenen Jahr zeichnete sich ab, dass Temperaturen unter – 8 °C der Sommergerste im Herbstanbau stark zusetzen. Die Sorte Lexy war am wenigsten stark von Auswinterung betroffen.
Das Ziel des Herbstanbaus von Sommergerste ist:
eine bessere Ausnutzung der Winterfeuchte für die Ertragsbildung. Daraus resultiert ein stabilerer Ertragsaufbau und höhere (Vollgersten-) Erträge als beim Frühjahrsanbau, besonders bei mehrwöchiger Frühjahrstrockenheit. Im direkten Vergleich waren die Erträge des Herbstanbaus in den letzten Jahren um 8 bis 15 dt/ha höher als im Frühjahrsanbau. Auch die Proteingehalte waren in Frühjahrssaaten teilweise geringer.
Weizen – Stoppelweizensorten für unterschiedliche Standorte
Weizen nach Weizen darf in diesem Jahr noch auf einem Drittel der Ackerfläche des Betriebes stehen. Damit ist z.B. die Fruchtfolge Raps – Weizen – Weizen – Sommerung – Weizen möglich. Aufgrund des Preisabstandes zwischen Wintergerste und Winterweizen, der durch den Rückgang des Bedarfes an Futtergerste größer werden dürfte, ist der Anbau von Weizen nach Weizen immer noch in Betracht zu ziehen.
In einer Rotation mit z.B. Raps – Weizen – Sommerung (Mais, Hafer) – Weizen – Weizen steht der Stoppelweizen am besten nach dem späten Weizen nach der (später räumenden) Sommerung, weil dann mit weniger Stroh und geringerem Krankheitsdruck zu rechnen ist.
Werden als Sommerung dagegen Zuckerrüben oder Leguminosen angebaut, ist die Abfolge Raps – Weizen – Weizen – Sommerung (Rübe, Leguminosen) günstiger, weil damit der Abstand zwischen Raps und Zuckerrüben (Nematoden) bzw. Leguminosen (Sklerotinia) größer wird, und im 2. Weizen die Ackerfuchsschwanzbekämpfung mit Mesosulfuron vor der Sommerung erfolgen kann.
Weizen – Kurzinformation über neue Sorten 2023 (Auswahl)
Exsal
2023 ertragsstärkste E-Sorte, auch in Trockengebieten
Protein für sicheres A-Niveau, hohe, sehr stabile Fallzahl,
normal schossender, mittelspät reifer KOMP-KZÄ-Typ
begrannt, ausreichend winterhart, standfest
resistent gegen Weizengallmücke
ausgesprochen gesund mit Ausnahme von DTR
weniger anfällig für Halmbruch, S. tritici, Mehltau, Netzflecken, Ramularia
wenig anfällig für Mehltau, Roste und F. ssp.
für mittlere bis späte Saattermine
für extensiven Pflanzenschutzeinsatz
geeignet als (Körner-) Mais- und Stoppelweizen
Absolut (lG Pflanzenzucht)
mittelertragreiche, frühe A-Sorte
hoher Proteingehalt (hoher Proteinertrag), mittelhohe, stabile Fallzahl
früh schossender EÄE-Typ,
ausreichend standfest
anfälliger für Halmbasiskrankheiten, DTR und Fusarien
weniger anfällig für S. tritici
wenig anfällig für Roste und vor allem für Mehltau
für mittlere Saattermin nach Blattfrüchten
Triticale – Sortentabelle 2023 – Ertragsaufbau & Ertragseigenschaften
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Roggen – Sortentabelle 2023
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Weizen – Ertragsphysiologische Eigenschaften der Sorten 2023 (Auswahl)
Einstufung nach dem Schossverhalten
Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im Frühjahr begrenzt. Deshalb müssen sie auf Standorten mit spätem Vegetationsbeginn (ab 3. Märzdekade) so früh gesät werden, dass sie vor Winter voll bestocken.
Spätschossende (Langtags-) Typen können im Frühjahr noch gute Nebentriebe bilden und deshalb noch spät bestellt werden. Bei früher Saat besteht das Risiko, dass sie zu stark bestocken und Nebentriebe zu spät reduzieren.
Sehr spät schossende Langtagstypen können sehr früh (vor dem 20.09.) bestellt werden, da sie auch bei langer Vegetation im Herbst nicht vor Winter zu schossen beginnen. Dafür eignen sich vor allem Korndichte- oder Bestandesdichte-Typen wie LG Atelier, SU Selke oder Argument (Problem: Standfestigkeit) mit geringer Anfälligkeit für Halmbasiskrankheiten.
Einstufung nach dem Ertragsaufbau
Weizen – Rückblick Ernte 2023 – Weizenqualität
Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn aktuelle Weizensorten wie Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, SU Willem u.a. mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium, das für die Einstufung und Bezahlung des Weizens angewandt wird. Nachdem die N-Düngung stark reglementiert wurde, kommt der Sortenwahl eine entscheidende Rolle zu, wie dieses Jahr zeigt.
Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den Proteingehalt der Sorten berücksichtigen müssen, der unter den restriktiven Bedingungen noch erreicht werden kann. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird.
Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt:
Wintergerste – Beschreibung zwei- und mehrzeiliger Sorten
Kurzbeschreibung zweizeiliger Wintergerstensorten 2023/24
Die neuen zweizeiligen Wintergerstensorten lassen einen deutlichen Ertragssprung gegenüber älteren Sorten erkennen. Trotzdem finden ältere Sorten immer noch ihre Liebhaber. Sandra, California und KWS Somerset sind nach Bordeaux die vermehrungsstärksten zweizeiligen Wintergerstensorten. Alle aufgeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen GMV Typ 1.
Unter den Neuzulassungen heben sich die nachfolgenden Sorten in den Landessortenversuchen heraus.
Almut (SZ Bauer)
schnitt bei extensiver Bestandesführung im Südwesten durchweg besser ab
früher schossende, mittelfrühe Sorte mit hoher Ährenzahl und hohem TKG
standfest, geringe Neigung zum Halm- und Ährenknicken
wenig anfällig für Mehltau, Netzflecken und Rhynchosporium
aber anfälliger für Zwergrost und vor allem Ramularia
Arthene (SZB Polska, IG)
auch Arthene eignet sich für eine extensive Bestandesführung
normal schossende, späte Sorte mit hoher Ährenzahl und sehr hohem TKG
Winterweizen – Sortentabellen 2023
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Wintergerste – Eigenschaften und Anbaueignung verschiedener Sorten 2023
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Raps – Ergänzung aktuelle Rapssorten
In den ersten Sortenversuchsergebnissen brachten die nachfolgenden Sorten überdurchschnittliche Ergebnisse:
KWS Ambos
• 2023 im Korn- und Ölertrag an der Spitze der LSV und WP
• ertragsstabil über die Standorte
• zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung
• weniger anfällig für Phoma
• nicht TuYV-resistent
• für späte Saattermine
• nicht früh und dick säen: Ziel sind 30 bis 35 Keimpflanzen je m²
• lang, trotzdem standfest (BSL-Note 3)
• trockentolerant auch auf Sand
• auch für schwere, nasse Böden geeignet
• Risiko: Spätfröste wegen der frühen Blüte
• lange Einlagerungsphase, aber nicht zu spät reif
LG Auckland
• 2023 unter den ertragsstärksten Sorten
• relativ ertragsstabil
• hohes TKG
• zügige Herbstentwicklung
• winterfest
• Phoma-tolerant
• TuYV-resistent
• weniger anfällig für Verticillium
• für mittlere und späte Saattermine mit 35 bzw. 45 Keimpflanzen je m²
• lang, erfordert intensive Kürzung im Herbst und Frühjahr
Getreide – Regen verzögert die Ernte – Welche Sorten zuerst dreschen?
Die Ernte wird durch Regen immer wieder unterbrochen. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Fallzahlstabilität zu einem Problem wird. Wenn das reife Getreidekorn wieder Wasser aufnimmt, wird verstärkt Amylase ausgeschüttet und Stärke verzuckert, dadurch nimmt deren Verkleisterungsfähigkeit ab. Gibberelline setzen die Keimung in Gang, das Korn beginnt auszuwachsen. Die Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit ist zum Großteil genetisch festgelegt. Sorten mit der Einstufung □□□□ beginnen nach 7 Tagen, nachdem das totreife Korn wieder Wasser aufgenommen hat, Stärke abzubauen. Sorten mit ■□□□ nach 11 Tagen, mit ■■□□ nach 15 Tagen, mit ■■■□ nach 18 Tagen und Sorten mit ■■■■ halten 3 Wochen durch. Die Höhe der Fallzahl ist nicht zwangsläufig mit der Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit korreliert. Allerdings dauert es bei Sorten mit von Haus aus hoher Fallzahl länger, bis sie unter die geforderten 240 sec absinken. Sorten, die in der Tabelle innerhalb der jeweiligen Sorte-/Reifegruppe oben stehen, sollten bei engem Erntezeitfenster bevorzugt geerntet
Kohlhernie gefährdet den Rapsanbau
Mit Kohlhernie befallene Schläge haben weiter zugenommen. Diese Krankheit tritt vor allem im Norden und Nordwesten, in Schleswig-Holstein, an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, in den Staulagen der Mittelgebirge, aber auch in Südbayern auf, wo vor allem Senf als Zwischenfrucht vor Mais schon öfter angebaut wurde.
Wo bislang noch keine Kohlhernie aufgetreten ist, sollten folgende Grundregeln beim Anbau von Raps in der Fruchtfolge eingehalten werden, um Kohlhernie zu vermeiden:
Einschleppung durch verdreckte Bearbeitungsgeräte vermeiden
Drainagen müssen funktionsfähig bleiben, um Staunässe zu vermeiden
pH-Wert in Ordnung halten
Kohlensaure Kalke am besten schon zur Vorfrucht vor Raps einarbeiten
Raps nur alle 4 bis 5 Jahre anbauen
Ausfallraps zügig beseitigen, darf nicht länger als 10 bis 14 Tage stehen bleiben
Keine Kreuzblütler (Unkräuter) in anderen Kulturen im Herbst aufkommen lassen
Keine Kreuzblütler in Zwischenfrucht-Mischungen in Rapsfruchtfolgen
Nematoden-resistenten Ölrettich erst säen, wenn der Boden kälter als 15 °C ist.
Wie wird Kohlhernie verbreitet?
Der Erreger der Kohlhernie (
Raps – Welche Sorten für welchen Saattermin?
Tabelle
Raps – Beschreibung ausgewählter Sorten
Daktari (Rapool)
gesund, großrahmig, mittelfrühe Reife
zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung
kam in WP und LSV mit Hitze und Trockenheit gut zurecht
hohe Ertrags- und Qualitätseinstufung 9/9/8
hoher Ölgehalt
DK Expose (Dekalb)
schnelle Herbst-, verhaltene Frühjahrs- entwicklung (wie DK Expansion) = Eignung für Spätfrostlagen
großrahmig, gesund
hohe Ertrags- und Qualitätseinstufung 9/9/8
Scotch (Rapool)
frühreife, robuste Sorte mit guten Druscheigenschaften
für Standorte mit schneller Abreife
Ertrag und Qualität sh. Daktari
PT 299 (Pioneer)
zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung
sehr frühe Blüte + mittlere Reife
hoher Ölgehalt (9), Ertrag (8), Ölertrag (9)
zusätzlich Cylindrosporium-Toleranz
PT 303 (Pioneer)
ausgesprochen gesunde Sorte (Phoma- und TuYV-Resistenz, Sclerotinia- und Cylindrosporium-Toleranz),
normal- und spätsaatgeeignet,
mittlere Abreife von Stroh und Korn
Allesandro KWS
zügig im Herbst und Frühjahr, großrahmige Sorte, frühe Blüte + mittlere Reife
geeignet für Spätsaaten auch in Höhenlagen
geringer Ölgehalt (7), hoher Kornertrag (9)
LG Activus (Limagrain)
mittlere Saattermine und bessere Standorte
TuYV- und Phoma-Resistenz, Verticillium-Toleranz
Reife,
Raps – Agronomische Eigenschaften und Anbaueignung verschiedener Sorten 2023
Tabelle
Fusarien – Risiko bislang gering, trotzdem Sporenfallen aufstellen
Die Temperaturen waren in den letzten Wochen zu niedrig, um das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum zu begünstigen. Deshalb ist in den kommenden 10 Tagen nicht mit direkten, das heißt vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen.
Zur Verbesserung der Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Mais-Stroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag in der Homepage nachlesen.
Anders sieht es mit der Infektionslage durch M. nivale oder F. culmorum aus. Beide Erreger sind häufiger am Halmgrund bzw. auch auf den Blättern zu finden. Sporen dieser Erreger sind bis auf F-1 in einer allerdings geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der Ligula ansammeln. Die Ähren werden beim Durchschieben durch die
Gerste – Rhynchosporium – Gefahr in Verzug!
In der im Herbst angebauten Sommergerste (Sorte Leandra) verbreitet sich Rhynchosporium im epidemischen Ausmaß. Der Befall hat örtlich bereits F-3 erfasst und beginnt bereits auf F-2 überzugreifen.
Kurzfristig kann die Verbreitung auf die oberen Blätter mit 150 g/ha Prothioconazol unterbunden werden.
Die Maßnahme sollte in Kombination mit 0,5 l/ha Mn-Chelat + 50 g/ha Bor erfolgen, um die Disposition der Gerste zu stärken.
Die Verteilung der Spritzbrühe auf der Pflanze wird durch ein Spreitmittel (z.B. 0,12 l/ha Break thru, 0,2 l/ha Karibu) verbessert.
Die Ausbreitung von Rhynchosporium wurde nach der Primärinfektion im Herbst durch die nass-kalte Witterung der letzten Wochen begünstigt.
Gegen Rhynchosporium besonders anfällige Sorten sind z.B. die mehrzeiligen Sorten KWS Orbit, Tonic, Wallace, Lomerit sowie SU Ellen. Stärker befallen sind auch Avantasia, Julia, KWS Higgins und Keeper, LG Veronika, SU Hetti, SY Galileoo, SU Jule.
Zweizeilige Sorten mit hoher Anfälligkeit gegen Rhynchosporium: Caribic, KWS Liga, LG Caiman, Lottie. Nicht
Mais – Aussaat 2023
Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für den Mais?
Die derzeit nassen Böden werden sich nur langsam erwärmen. Deshalb ist eine (zu) frühe Maisaussaat nicht angeraten. Mais sollte erst gesät werden, wenn zu erwarten ist, dass die Bodentemperaturen dauerhaft die 8 °C Marke überschreiten und nach der Saat mit Bodentemperaturen von über 13 °C zu rechnen ist. Damit sind die Voraussetzungen für schnellen Feldaufgang und zügige Jugendentwicklung gegeben. Bei Bodentemperaturen über 13 °C läuft der Mais bei ausreichender Bodenfeuchte innerhalb von einer Woche bis 10 Tagen gleichmäßig auf.
Der zügig auflaufende Mais ist später robuster, falls eine erneute Kältewelle im Mai drohen sollte.
Das Saatgut muss zwingend mit dem feuchten Boden Kontakt haben, damit ein sicheres Auflaufen auch ohne nachfolgenden Regen gewährleistet ist. Deshalb muss die Saatbettbereitung flach erfolgen und vor allem kurz vor der Aussaat erfolgen.
Kontrollieren Sie beim Säen mehrmals am Tag die Ablagetiefe und passen Sie diese den
Wintergetreide – Anwendung von Wachstumsreglern im Frühjahr
Tabelle
Sommergetreideanbau in Winterungsfruchtfolge einplanen
Der Anbau von Sommergetreide beschränkte sich bislang auf Mittelgebirgsstandorte bzw. als Alternative zum späten Weizen oder Stoppelgetreide. Die zunehmende Herbizidresistenz des Ackerfuchsschwanzes zwingt immer mehr Betriebe, sich mit Sommerungen auseinander zu setzen, deren Anbau eine deutliche Verringerung des Ackerfuchsschwanzbesatzes bewirkt.
Sommerungen in Winterungsfruchtfolgen einplanen
Mais bietet sich als Alternative an, allerdings kommt der Anbau von Körnermais nur dann in Betracht, wenn ab Anfang Mai wenigstens 1.600 °C-Tage (über 6 °) erreicht werden.
Silomais erfordert 1.450 °C-Tage. Allerdings muss vor dem Anbau die Verwertung geklärt werden (Fütterung, Biogasanlage).
Ackerfuchsschwanz kann im Mais zum einen mechanisch oder mit Glyphosat vor der Saat und im Nachauflauf mit den stärksten ALS-Hemmern (Foramsulfuron, Nicosulfuron) bekämpft werden. Auch das Tembotrione (Laudis) hat eine Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz.
In Leguminosen wie Ackerbohnen und Körnererbsen kann gegen Ackerfuchsschwanz mit Aclonifen (Bandur, Novitron) evtl. + Prosulfocarb (Boxer) bzw. im Nachauflauf mit Clethodim (Select 240) vorgegangen werden. Hauptproblem der Leguminosen ist
Sommerungen – Sorten & Anbaueigenschaften
Tabelle
