Wetter und Entwicklung

Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren

In vielen Regionen Deutschlands setzt die Trockenheit weiterhin den Zuckerrüben mit der Folge von schlafenden Rüben und Blattverlusten zu. Das heiße, aber trockene Wetter bot keine Voraussetzungen für die Ausbreitung von Cercospora, sodass sich der Blattapparat der Rüben aktuell weitgehend gesund präsentiert, auch wenn bisher kaum Fungizide eingesetzt wurden.
Dennoch ist es notwendig, die Bestände weiterhin zu kontrollieren, da wechselhaftes Wetter Ende August und im September mit warmen Temperaturen, wie auch 2018 der Fall, noch zu einer starken Ausbreitung von Cercospora führen kann.
Regen kann nach den Blattverlusten durch Hitze und Trockenheit zu einer Neubildung von Blättern führen, die dann nicht gegen Cercospora geschützt sind. Da wir auf den Ertragszuwachs im Spätsommer und Herbst in diesem Jahr angewiesen sind, muss folglich vor allem, wenn spät gerodet wird, intensiv auf Cercospora und andere Krankheiten geachtet werden.
Sollten günstig Befallsbedingungen vorherrschen, muss in Lagen mit Starkbefall und hohem Resistenzrisiko

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Entwicklung der Kartoffeln

Entwicklung der Kartoffeln

Die Kartoffelbestände haben in den letzten Wochen sehr viel Temperatursumme erlebt. Aufgrund dessen sind viele Bestände jetzt deutlich weiter entwickelt als in anderen Jahren. Durch die hohen Temperaturen altert der Blattapparat schneller, dies führt zur früheren Abreife der Bestände.
Als Folge der höheren Temperaturen seit Anfang der Vegetation leidet in vielen Fällen die Wurzelentwicklung. Auch die Trockenheit reduziert das Wurzelwachstum, vor allem im unteren Bereich des Kartoffeldamms, der teilweise seit der Pflanzung nicht mehr durchfeuchtet war. Mit einer verringerten Wurzelleistung reduziert sich auch die Nährstoffaufnahme.
Warum werden viele Bestände aktuell hell?
Mit einer schwachen Wurzel wird weniger Phosphor und Zink aufgenommen. Phosphor wird für den Energiestoffwechsel der Pflanze benötigt, Zink wiederum zur Umverlagerung von Assimilaten aus dem Blatt in die Wurzeln/Knollen.
Aktuell fallen viele Bestände auf, die in den oberen Blattetagen hell werden. Dies ist aber kein Stickstoffmangel, dieser würde sich zuerst auf den unteren Blättern zeigen. Bei einem Farbvergleich der Blattetagen wird deutlich, dass die unteren Blätter deutlich dunkler sind.

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Entwicklung der Kartoffeln

Bestände aufpeppen

Durch die hohe Temperatursumme sind viele Bestände – hauptsächlich früh gepflanzte Bestände – aktuell schon sehr weit in der Entwicklung. In einigen Fällen geht der Blattapparat schon stark in die Abreife, wobei die Knollen potenziell noch 4 Wochen oder länger wachsen sollten. In dieser Situation muss, wie schon die gesamte Vegetation über, versucht werden, den Bestand möglichst jung und somit am Wachsen zu halten, mit der Hoffnung auf einen späten Zuwachs unter niedrigeren Temperaturen und Niederschlägen.
Damit der Blattapparat am Wachsen gehalten wird, müssen Cytokinine gefördert werden. Der Bestand muss möglichst grün gehalten werden. Dies gelingt am effektivsten durch die fungizide Wirkstoffklasse der Strobilurine. Dabei ist das Azoxystrobin im Ortiva mit einer stärkeren Cyt-Wirkung zu bewerten als das F500 im Signum. Auch ein P-haltiger Blattdünger fördert und hält den Energiestoffwechsel in der Pflanze aufrecht. Ebenso unterstützt ein Mangan indirekt die Cytokinine im Blatt.

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Entwicklung der Kartoffeln

Aktuelle Situation

Die Krautfäule-Situation ist regional sehr unterschiedlich: von höchstem Infektionsdruck, aufgrund hoher Regenmengen mit übernassen Bedingungen, bis zu sehr trockenen Regionen mit sehr wenigen Niederschlägen imMai. Dennoch darf die Gefahr einer Primärinfektion in dieser Saison nicht unterschätzt werden. Oftmals ist Stängelphytophthora unter ungünstigen Bedingungen bereits ausgebrochen. Daher muss vor allem in spätgepflanzten Beständen die Erstbehandlung ab dem Berühren in der eigenen Reihe gesetzt werden. Spätestens zum Reihenschluss sollte dann ein systemischer Wirkstoff eingesetzt werden, denn die spät gepflanzten Bestände, die innerhalb weniger Tage ihre Jugendentwicklung durchlaufen, sind besonders gefährdet.

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Entwicklung der Kartoffeln

Blattapparat schon früh fördern und somit vital halten

Die gesamte Produktionstechnik muss, unabhängig von der Verwertungsrichtung, auf eine hohe Knollenanzahl ausgelegt sein. Neben der begrenzten Größe zur Vermarktungsfähigkeit im Speisekartoffelanbau muss in Zukunftauch in der Verarbeitung die Knollenanzahl größte Bedeutung zukommen.

Neben der Knollenanzahl war vor allem in den vergangenen Jahren die Vitalität und das physiologische Alter des Blattapparates ertragsbegrenzender Faktor.

In einigen Regionen blühen früh gepflanzte Bestände schon weit vor Reihenschluss. Die hohen Temperaturen Ende Mai haben das physiologische Alter dieser Bestände zusätzlich gefördert.

Hier müssen schon früh Maßnahmen ergriffen werden, um das physiologische Alter der Bestände zu reduzieren.

Maßnahmen zur Reduktion des physiologischen Alters

Eine Verringerung des physiologischen Alters wird durch alle Maßnahmen erreicht, die den Blattapparat grünenlassen. Dieser Greening-Effekt kann durch diverse Maßnahmen erreicht werden.

Die fungiziden Wirkstoffklassen der Strobilurine und Azole reduzieren die Synthese des Reifehormons Ethylen. Infolge dessen bleibt der Bestand jünger.

P-Blattdünger unterstützen den Energiestoffwechsel einer Pflanze.

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Zuflug von Schmetterlingen

Nach dem Abzug der Regengebiete wird überwiegend trockene, sommerlich warme Witterung vorhergesagt: Günstige Voraussetzungen für den Zuflug und die Eiablage von Schmetterlingen, z.B. Wickler (Erbsenwickler), Motten (Rübenmotten), Zünsler (Buchsbaum-und Maiszünsler). Die Kontrolle des Zufluges der Schmetterlinge erfolgt am besten mit Klebetafeln oder Pheromonfallen.
Zuflug:
Rübenmotte: ab April/Mai bei warm-trockener Witterung (mehrere Generationen)
Erbsenwickler: Ende Mai/Anfang Juni ab Blühbeginn der Erbsen (1 Generation)
Maiszünsler: Erreichen der Wärmesumme von 300 °C über 10 ° (1-2 Generationen)
Schadschwelle:
Erbsenwickler: 10 Falter pro Tafel
Rübenmotten: 10 Falter pro Tafel bzw. im Vorjahr mehr als 40 % befalleneRüben auf benachbarten Schlägen
Maiszünsler: 10 Falter pro Tafel bzw. im Vorjahr über 10 % Befall im Körnermais
Für die Bekämpfung dürfen eingesetzt werden:
Lambda-Cyhalothrin (75 ml/ha Karate Zeon) gegen Erbsenwickler und Rübenmotten (beißende Insekten)
Deltamethrin (75 ml/ha Decis forte) gegen Maiszünsler
Chlorantraniliprole (125 g/ha Coragen) gegen Maiszünsler und Rübenmotten (Notfallzulassung)
Die Pyrethroide werden am effektivsten nach dem Schlüpfen der

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Raps – Frost in der Blüte

Frosteinwirkungen vor und während der Rapsblüte führen in der diesjährigen Vegetation zu Störungen im Blüh- und Befruchtungsverlauf. Besonders gefährdet sind nicht durch Blätter umhüllte, freiliegende Knospen sowie frisch bestäubte Blüten in der Meiose. Bereits moderate Nachtfröste treffen auf eine Phase hoher Sensibilität, in der generative Organe nicht regenerationsfähig sind. Gleichzeitig verstärken kühle Witterung und ausgeprägte Tag-Nacht-Amplituden die Heterogenität des Bestandes, was zu einem ungleichmäßigen Blühverlauf führt. Offene Blüten reagieren äußerst empfindlich auf Frost. Temperaturen unter etwa -2°C bis -4°C können die Narben nachhaltig schädigen, sodass eine erfolgreiche Befruchtung ausbleibt. Noch nicht geöffnete Knospen haben eine höhere Toleranz, werden jedoch durch Temperaturen unter -6°C ebenfalls geschädigt. In der Folge kommt es zu einem reduzierten Schotenansatz.
Im Vergleich zur Frost- bzw. Kälteeinwirkung wird der Einfluss des Rapsglanzkäfers häufig überschätzt. Durch das Anbeissen des Rapsglanzkäfers fallen einzelne Knospen ab. Es bleibt nur noch das Blütenstielchen über.
Charakteristisch ist für die Frosteinwirkung, dass die Schäden oft in einer Höhe an Haupt- und Nebentrieben zu finden sind. Die

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Folgen von Frostnächten

Getreide

Gibberellin-Synthese-Hemmer (CCC/ Mepiquatchlorid, Trinexapac, Prohexadion) sollten unmittelbar nach Frost- und vor Frostnächten nicht gespritzt werden, auch wenn die Bedingungen tagsüber gut sind. Die durch Frost gestressten Pflanzen reagieren verstärkt auf die Gibberellin-Hemmung mit gestauchtem Zellwachstum und verkürzten Ähren. Das Risiko ist vor und in der „Großen Periode“ am höchsten. Danach steigt in der Gerste die Gefahr des Ährenknickens. Nach Frostnächten sollen die Temperaturen auf über 8 °C (CCC) bzw. über 12 °C mit Sonne (Trinexapac, Prohexadion) ansteigen. Das Prohexadion kann auch bei bedecktem Himmel gespritzt werden.

Raps

Frostgrade in der Blüte des Rapses bewirken eine verminderte Befruchtungsfähigkeit der Pollen und hemmen die Zellteilung frisch befruchteter Narben. Die Folgen sind nicht vollbekörnte Schoten bzw. auch nicht ausgebildete Schoten (Knospenwelke). Knospenwelke tritt verstärkt auf, wenn der Boden trocken und noch kalt ist.

Im Unterschied zu Schäden durch den Rapsglanzkäfer bleiben die rudimentären, gelblichen Narben (Schotenansätze) am Stängel hängen, bis sie später

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Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsregler

…Fortsetzung aus Info 04/2026…

Anwendung von Wachstumsreglern

Wachstumsregler sollen gespritzt werden, wenn mit Lager zu rechnen ist. Die Aufwandmengen orientieren sich am Lagerdruck (Lagerneigung der Sorte, N-Versorgung, Frühsaat, Bestandesdichte, Halmfestigkeit, geringe Strahlung) und am Wasserhaushalt: Bei geringer Wasserversorgung steigt das Risiko von Mindererträgen durch Wachstumsregler.

Kürzungsmaßnahmen können mit voller Aufwandmenge bei ausreichender Bodenfeuchte (> 60 % nFK) durchgeführt werden. Unter 60 % nFK sind die Aufwandmengen um 20 % zu reduzieren, unter 50 % nFK um 50 %. Unter 40 % nFK ist es sinnvoller, keine Wachstumsregler einzusetzen außer in hochgradig lageranfälligen Beständen.

Im Zweifelsfall ist es besser, Wachstumsregler zu splitten, um erst eine Stabilisierung der unteren Internodien zu erreichen und später, nachdem die Ähren sich gestreckt haben, die oberen Internodien nachzukürzen.

Wann sollen die Wachstumsregler eingesetzt werden?

CCC und Co. früh spritzen, bevor sich der Halm streckt!

Frühe Gibberellin-Synthese-Hemmer wie CCC oder Mepiquat müssen früh gespritzt werden, um die unteren Internodien einzukürzen und zu stabilisieren. Am effektivsten ist das

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Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsreglern

Lagerrisiko nordöstlich der Linie Emden – Dresden geringer als in den Vorjahren

Die kalten, häufiger auch frostigen Nächte im Herbst sorgten dafür, dass die Getreide-, auch die früh schossenden und früh gesäten Weizensorten, und auch die meisten Rapsbestände, bislang noch nicht abheben. Zudem bewirkte die hohe Strahlung der letzten Woche in ganz Deutschland eine Festigung des Gewebes. Somit ist das Lagerrisiko in diesem Frühjahr geringer als in den Vorjahren. Das kann sich durch feucht-milde Witterung im April/Mai noch ändern, ist aber eher unwahrscheinlich.

Bestandessicherung durch CCC bzw. Manipulator

In Beständen, die bis zum 20. März weniger als 500 kräftige Triebe (Pflanzen je m² x Triebe mit 4 und mehr Blättern) aufweisen, ist ein früher CCC- bzw. Manipulator-Einsatz evtl. in Kombination mit 0,8 – 1,0 l/ha Mn-Chelat oder 2 kg/ha Mn-Sulfat angebracht, um die Ährenzahl abzusichern. Durch die Trockenheit der letzten Wochen wurde Mangan in Abhängigkeit vom pH-Wert im Boden festgelegt, verstärkt auch durch den Frost, der zwischen 10 und 50 cm tief in den Boden eindrang.

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Raps – Zeit, die Gelbschale aufzustellen und zu kontrollieren!

Die aktuellen zweistelligen Temperaturen reichen noch nicht, um die Vegetation voll in Gang kommen zu lassen, können aber Insekten auf den Plan rufen. Gelbschalen gehören deshalb jetzt auf den Acker!

Um den Zuflug der Rapsstängelrüssler zu überwachen, ist es ratsam, die Gelbschalen am Rand von Vorjahresrapsschlägen aufzustellen. Ab Bodentemperaturen über 5 °C beginnen Rapsstängelrüssler zu schlüpfen. Ab 6 °C Bodentemperatur werden geschlüpfte Käfer aktiv. Kohltriebrüssler hingegen kommen aus Hecken und Waldrändern in die Rapsschläge. Daher sind zusätzliche Gelbschalen in der Nähe von Hecken und Waldrändern aufzustellen, um deren Zuflug zu kontrollieren.

Nachdem die Rapsstängelrüssler geschlüpft sind, erfolgt binnen weniger Tage die Eiablage. Die in die Rapsbestände eingeflogenen Käfer legen die Eier unterhalb des Vegetationskegels in den Spross ab. An dieser Stelle wird der Auxinstrom unterbrochen. Dadurch entstehen die für Rapsstängelrüssler charakteristischen S-förmigen Verkrümmungen, die durch Frost aufreißen können. Frostrisse und Einstichlöcher dienen als Eintrittspforten für Krankheiten.

Der Kohltriebrüssler muss dagegen erst einen Reifefraß von

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Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Das Maisjahr 2025 zeigte sich in Deutschland von zwei Seiten: Während in Süddeutschland, Nordwest und Nordost vielerorts befriedigende bis unerwartet hohe Erträge erzielt wurden, präsentierte sich die Lage in Teilen Mitteldeutschlands ganz anders: kalte Temperaturen während der Jugendentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Trockenheit zur Blüte führten dort zu katastrophalen Ergebnissen.
Kaltes Frühjahr
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Unter trockenen, günstigen Bedingungen konnten die Bestände ab Mitte April zügig und gleichmäßig auflaufen. Doch danach folgte eine ungewöhnlich kalte Witterungsphase mit sehr kalten Nächten. Diese Phase setzte den Maisbeständen massiv zu und warf die Entwicklung stark zurück. Die Kältebelastung beeinflusste auch das phytohormonelle Gleichgewicht der Pflanzen, insbesondere die Bildung und Steuerung der generativen Organe. Vielfach präsentierten sich Bestände mit Mehrkolbigkeit und kleinen, rudimentären Kolben an den Fahnenästen.
Einkörnung und Kornfüllung
Ab Mitte Juni verbesserten sich die Bedingungen für den Körnermais in den meisten Regionen. Während der Blüte fiel verbreitet ausreichend Regen, sodass eine sichere Befruchtung und Einkörnung gewährleistet war. Eine Ausnahme bildeten das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen u.a. Gebiete im Regenschatten der Mittelgebirge, wo nur zwei Drittel der normalen Niederschläge fielen.

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Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Die durchschnittliche Temperatur in der Saison 2025 war auf vielen Standorten niedriger als im Vorjahr. Auch die Bodentemperaturen lagen häufig unter Vorjahresniveau. Wesentlicher Unterschied zu 2024 war neben den trockenen und somit besseren Pflanzbedingungen auch der Verlauf der Temperatur in der Saison. Im Jahr 2025 waren die Schwankungen der Bodentemperatur deutlich stärker. Schon früh gab es hohe Temperaturen, vor allem in der Phase der Jugendentwicklung und des Knollenansatzes. Im Juni war es in vielen Regionen trocken und heiß. In dieser Phase haben die früh gepflanzten Bestände nur schwach Knollen angesetzt. Eine Bewässerung brachte hier höhere Knollenansätze und hielt die Bestände fit. Ohne die Bewässerung sind viele Bestände zu früh abgereift.
Später gepflanzte Bestände (Ende April/ Anfang Mai) hingegen konnten von den Niederschlägen und moderaten Temperaturen Ende Juli/ Anfang August profitieren und waren im Ertrag deutlich besser.

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Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Winterraps – Verfärbte Bestände

In den letzten Tagen fangen die Rapspflanzen in vielen Beständen an, sich gelb-rötlich-violett zu verfärben. Dafür kommen viele Ursachen in Betracht:
Witterungseinflüsse (Nässe, Frost, intensive Strahlung + kühle Temperaturen, Temperatursturz)
Nährstoffmangel (vor allem Stickstoff, Phosphor oder auch Schwefel und Bor)
Schädlingsbefall auf Blätter (Saugschäden durch Läuse), im Spross (Erdfloh-Larven) und an Wurzel (Kohlfliegen- Larven)
Krankheitsbefall an Wurzel (Kohlhernie, Wurzelbrand) mit verringerter Nährstoffaufnahme
Nachwirkung von Sulfonylharnstoffen (Mesosulfuron, Metsulfuron, Propoxy-carbazone) zur Vorfrucht, die infolge Trockenheit im Sommer nicht abgebaut wurden (Cyt-MOG)
Kombination von Wachstumsregler + Gräsermittel (Graminiziden) vor Frost (eingeschränkte Enzymaktivität (Cyt-MOG) bzw. Substratmangel für die Enzymbildung)
Verringerter Abbau von Bodenherbiziden
Wird Stickstoff in der Pflanze knapp, wird dieser aus den älteren Blättern in die jüngeren verlagert. Das führt schließlich zu einer gelben bis violetten Verfärbung der alten Blätter.

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Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Viele Bestände mussten bis Mitte Juli mit wenigen Niederschlägen wachsen und haben in dieser Phase auch schon reichlich Stärke eingelagert. Früh (bis Mitte April) gepflanzte Partien hatten zu dieser Zeit schon Ertrag gebildet und waren physiologisch alt. Diese Bestände konnten von den Ende Juli einsetzenden Niederschlägen nicht mehr profitieren.
Ganz anders sieht es bei späteren Beständen, die zur Monatswende April/Mai gepflanzt wurden, aus. Diese konnten die Niederschläge voll ausnutzen und haben aufgrund des Verdünnungseffektes im ersten Moment Trockensubstanz verloren.
Mit den anschließend guten Wachstumsbedingungen konnten gesunde Bestände wieder Stärke einlagern und effektiv zuwachsen. Das sind Bestände, die jetzt noch wachsen können und unter Umständen sogar gebremst werden müssen.
Eine komplett andere Situation war bei zuvor bereits fußkranken Beständen zu sehen.

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Einsatz von Maleinsäure

Maleinsäure hat, genauso wie cymonxanilhaltige Fungizide, einen negativen log Pow-Wert. Das heißt, die Wasserlöslichkeit ist deutlich höher als die Fettlöslichkeit. Dadurch, dass sich Maleinsäure und Cymoxanil nicht in Fett lösen, dringen diese auch nicht in eine intakte Wachsschicht ein. Erst mit nachfolgend hoher Luftfeuchtigkeit kann die Wachsschicht aufquellen und somit können diese nicht fettlöslichen Wirkstoffe aufgenommen werden. Applikationen auf eine starke Wachsschicht haben somit keine Wirkung, da der Wirkstoff nicht von der Pflanze aufgenommen werden kann.
Vor diesem Hintergrund sind die Anwendungsbedingungen der Hersteller nachvollziehbar: keine Anwendung über 25 °C, keine Bewässerung innerhalb der nächsten 12-24 h.
Der Zeitpunkt der Maleinsäuremaßnahme sollte gut geplant werden. Kommt es nach der vielerorts ausgeprägten Trockenheit und Hitze aktuell zu besseren Wachstumsbedingungen, müssen diese zuerst ausgenutzt werden.

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Hohe Einstrahlung reduziert den Knollenansatz

Sehr stark abhängig von der Pflanzgutqualität ist die Stängelanzahl in diesem Jahr eher durchschnittlich bis knapp. Dies hat ein geringeres Ansatzpotential zur Folge. Auch die aktuell sehr strahlungsreiche Witterung führt zu einem reduzierten Knollenansatz pro Stängel. Viel Einstrahlung und Wärme fördern die Bildung der Cytokinine in der Pflanze. Die somit stärkere Zellteilung führt zu einem zügigen Blattaufbau und einer schnellen Jugendentwicklung. Da in der Kartoffel die Stolonen keine Wurzeln sind, sondern unterirdisch verdickte Sprosse, sind sie physiologisch dem Blattapprat gleichgestellt. Somit besteht eine Konkurrenz zwischen Blattaufbau und Knollenansatz.
→ Zügige und üppige Blattentwicklung hat häufig einen geringen Knollenansatz zur Folge.
Gegenspieler der Cytokinine in der Pflanze sind die Auxine. Diese werden im Blatt gebildet, anschließend abgeleitet und führen unterirdisch zu einem verstärkten Wurzelwachstum und höheren Knollenansatz.

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Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Wintergerste und Roggen – Nachkürzung und Fungizide

Wintergerste im Fahnenblattstadium nachkürzen? Die erste Wintergerste hat über Ostern das Fahnenblatt geschoben oder zumindest gespitzt. Angesichts der Trockenheit im Osten und Südosten und den geringen angekündigten Niederschlägen sollte dort auf eine Nachkürzung der Gerste verzichtet werden, wenn im Fahnenblattstadium folgende Kriterien zutreffen: Geringe Bodenfeuchte in der Krume: Der Boden ist unter der Bodenoberfläche kaum dunkler als die Bodenoberfläche und rieselt trocken aus der Hand bzw. besteht aus trockenen Klumpen. Der Halm ist bis zum 3. Knoten (hochgeschobener Bestockungsknoten zählt nicht!) nicht länger als 25 cm. Das unterste Internodium ist fest. Der Bestand lässt weniger als 450 (mehrzeilige) bzw. 600 (zweizeilige Gerste) Ähren je m² erwarten. Ist der Boden im unteren Krumenbereich noch feucht bzw. sind mehr als 20 mm Regen angekündigt, sollte eine vorsichtige Stabilisierung vorgenommen werden, vor allem, um das Ährenknicken zu vermeiden. Bei höherer Ährenzahl + längerem Halm sollte auf Standorten mit derzeit noch ausreichend Wasser unter

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Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsreglern im Frühjahr 2025

Die kalten, häufiger auch frostigen Nächte im Herbst sorgten dafür, dass die Getreide-, auch die meisten Rapsbestände, auch die früh schossenden und früh gesäten Weizensorten bislang noch nicht abheben. Zudem bewirkte die relativ hohe Strahlung im Februar eine Festigung des Gewebes. Somit ist das Lagerrisiko in diesem Frühjahr geringer als in den Vorjahren. Das kann sich durch feucht-milde Witterung im April/Mai noch ändern, ist aber eher unwahrscheinlich. In Beständen, die bis zum 20. März weniger als 500 kräftige Triebe (Pflanzen je m² x Triebe mit 4 und mehr Blättern) aufweisen, ist ein früher CCC-Einsatz evtl. in Kombination mit 0,5 – 1,0 l/ha Mn-Chelat oder 2 kg/ha Mn-Sulfat angebracht, um die Ährenzahl abzusichern. Durch die Trockenheit der letzten Wochen wurde Mangan im Boden wieder festgelegt, in Abhängigkeit vom pH-Wert, auch verstärkt durch den Frost, der zwischen 10 und 20 cm tief in den Boden eindrang. Die CCC-Spritzung sollte erfolgen, wenn die

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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Die diesjährige Ernte wird vielen Körnermaisbetrieben in positiver Erinnerung bleiben. Nicht selten wurde über Rekorderträge aus unterschiedlichsten Körnermaisregionen berichtet. Die frühen Saattermine ab Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Mai im Nordwesten Deutschlands waren den späten Saatterminen im Ertrag und TS-Gehalt überlegen. Die früh gesäten Bestände liefen zügig auf und hatten zu Beginn ihrer Entwicklung ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung für eine sichere Bestandesetablierung. Besonders späte Genetik (FAO > 260) profitierte von der guten Belichtung in der frühen Jugendentwicklung bis zur Anlage der Fahne im 4- bis spätestens 6-Blatt-Stadium. Die hohe Einstrahlung wirkte sich nicht nur positiv auf die generativen Ertragsanlagen (Kolben und Fahne) aus, sondern war auch verantwortlich für einen optimalen Blüh- und Kornfüllungsverlauf. Spät gesäte Bestände litten dagegen nicht selten unter der langen Auflaufphase und den kühlen Bedingungen in der frühen Jugend im Juni. Der sehr warme Juli und August glich den Entwicklungsrückstand später gesäter Maisbestände wieder aus. Dennoch

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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Phosphor-Bedarf sicherstellen

Wärme und Trockenheit ab Mitte Oktober haben den bereits bestellten Beständen zu einem guten Start verholfen, solange man nur den Spross betrachtet. Die Wurzeln dieser Bestände schauen dagegen eher mickrig aus. Das dürfte auch bei den in diesem Zeitraum bestellten Beständen der Fall sein, wenn die nass-kalten Bedingungen anhalten. Sollten dann noch winterliche Bedingungen herrschen, geraten die Pflanzen in ein Dilemma: Keine Wurzel, kein Wachstum; kein Wachstum, keine Wurzel. Das kann sich im Frühjahr lange hinziehen, vor allem in der Wintergerste. Momentan heben sich trotz ausreichender P-Versorgung im Boden in unseren Versuchen bereits die mit DAP gedüngten Parzellen gegenüber den nicht gedüngten Parzellen ab. Aus den Schlagkarteiauswertungen und aus der Literatur ist abzuleiten, dass eine Ertragswirkung der zur Aussaat gegebenen P-Düngung auch bei guter Versorgung zu erwarten ist, wenn schlechte Bodenstruktur (= geringe Durchwurzelbarkeit) und Nässe (= O2-Mangel) die P-Aufnahme behindern. Trockenheit und niedrige Temperaturen setzen die P-Aufnahme um gut

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Trotz hoher Temperatursumme geringes physiologisches Alter

Trotz hoher Temperatursumme geringes physiologisches Alter

Wenn man sich an die vergangene Saison zurückerinnert, war diese geprägt von Niederschlägen und einer gefühlt moderaten Temperatur ohne starke Temperaturspitzen. Trotzdem gilt das Jahr 2024 wieder einmal als wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Überdurchschnittlich warm war das zeitige Frühjahr und einige Augusttage. Von Mai bis Juli herrschten dagegen eher durchschnittliche Temperaturen, viele Kartoffelbestände waren in der Phase der Jugendentwicklung.

Zudem waren in 2024 viele milde Nächte zu verzeichnen, was zu einer geringeren Tag-Nacht-Schwankung führte. Neben der absoluten Höhe der Temperatursumme beeinflusst auch die Schwankung der Temperatur das physiologische Alter der Kartoffeln. Daher haben die Partien dieses Jahr trotz hoher Temperatursumme ein geringes physiologisches Alter. Dennoch sind wir verglichen mit Kartoffelpartien von vor 5-6 Jahren auf einem hohen Niveau der Temperatur und die Keimhemmung darf nicht vernachlässigt werden.

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Trotz hoher Temperatursumme geringes physiologisches Alter

Einarbeiten von Zwischenfrüchten

In einigen Regionen scheinen die Verhältnisse aktuell ideal, um Zwischenfrüchte einzuarbeiten. Doch der Schein trügt, wenn man sich die aktuellen Bodentemperaturen anschaut, die vielerorts noch über 10 °C liegen, auch wenn die Nachttemperaturen im tiefen einstelligen Bereich oder nahe dem Gefrierpunkt sind.
Um die Ziele des Zwischenfruchtanbaus vor Kartoffeln zu verfolgen, werden viele Zwischenfruchtbestände zu Kartoffeln verhältnismäßig spät gesät. Infolgedessen sind die Bestände jetzt noch sehr jung. Eine junge Zwischenfrucht enthält noch viel Zucker und leicht umsetzbare Stickstoffverbindungen.
Werden diese Zwischenfrüchte jetzt gemulcht oder in den noch relativ warmen Boden eingearbeitet, mineralisiert der darin enthaltene Stickstoff schnell durch. Bleibt die Witterung mild mit vereinzelten Niederschlägen, wird der gesamte in der Zwischenfrucht gespeicherte Stickstoff umgesetzt. Dieser kann durch Winterniederschläge ausgewaschen werden oder steht dem Kartoffelbestand früh in der Jugendentwicklung als Nitrat zur Verfügung und kann somit den Knollenansatz reduzieren.
Werden die nächsten Tage jedoch kälter und die Bodentemperatur sinkt nachhaltig unter 5°C, kommt die mikrobielle Aktivität im Boden zum Erliegen, somit findet auch

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Auswirkungen der Nässe auf das Frühjahr 2025

Wassergesättigte Böden im Westen, Norden und Süden Westlich der früheren innerdeutschen Grenze, in Schleswig-Holstein und im westlichen Mecklenburg sowie südlich des Mains sind die Böden derzeit verbreitet das zweite Jahr nacheinander mit Wasser gesättigt. Durch eine ähnliche Situation im Jahre 1981/82 wurden die Böden durch die Rübenroder stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachwirkungen waren noch bis 1996/97 zu spüren. Ab Ende Dezember 1996 drang der Frost selbst in Westdeutschland über 1 m tief in den nassen Boden ein und beseitigte die Strukturschäden. Die Körnermais- und Zuckerrübenernte wird in diesen Gebieten noch zu einer Herausforderung. Ob danach überall Getreide gesät werden kann, ist mit einem Fragezeichen versehen. Wie wirkt sich Nässe auf den Boden aus? Wasser allein ist nichts Schlimmes. Ausreichend Bodenfeuchte ist notwendig, damit die Biologie im Boden funktioniert und Pflanzen wachsen können. Feuchtigkeit verhindert Staubbildung und Winderosion. Feuchte ist auch notwendig, damit sich die feinsten Bodenpartikel ausrichten und zu

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Die Rapsbestände wachsen in diesem Jahr stark auseinander. Die ersten Bestände wurden aus Angst vor dem Erdfloh bereits um den 15. August gesät. Diese Pflanzen erreichen bereits das 8-Blattstadium und müssen dringend gestaucht werden, wenn das nicht schon erfolgt ist. Einige Sorten wie Ambassador beginnen bereits im Überlappungsbereich den Stängel zu bilden. Der letzte Raps wurde erst zu Beginn der vergangenen Woche um den 9. September gesät. Dieser lief recht zügig auf und ist aktuell im 2-Blattstadium. Es gibt auch Rapsbestände, die in der Trockenheit Ende August ganz unterschiedlich aufgelaufen sind. Die am weitesten entwickelten Rapspflanzen haben inzwischen sechs Blätter und müssen dringend gekürzt werden, während die zuletzt aufgelaufenen Pflanzen inzwischen zwei Laubblätter bildeten. Die Rapspflanzen treiben sich gegenseitig hoch, wenn sich die Blätter berühren. Deshalb neigen enger stehende Pflanzen in dichten Beständen stärker zum vorzeitigen Schossen. Hat der Raps gegen Ende des Langtages (20.09.) bereits sechs und mehr Blätter

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Trotz hoher Temperatursumme geringes physiologisches Alter

Bestände bis zum Schluss gesund erhalten

Hauptthema des Jahres war und ist nach wie vor die Krautfäule. Auf gestoppten Phytophthora-Infektionen setzt sich als Folgeinfektion häufig Alternaria. Daher kommt der Alternaria-Prävention nach einer gestoppten Phytophthora-Infektion höchste Bedeutung zu. Daneben begrenzen diverse andere Krankheiten die Entwicklungszeit in späten Beständen. Bedingt durch die andauernde hohe Feuchtigkeit in den Beständen ist in diesem Jahr häufig Botrytis zu finden.
Botrytis
In dichten Beständen sind in den unteren Blattetagen häufiger Botrytis-Infektionen zu entdecken. Alternde, verletzte oder bereits abgestorbene Blätter werden dabei bevorzugt befallen. Durch den Lichtmangel im unteren Bereich reduziert sich der Chlorophyllgehalt der Blätter und dadurch werden diese anfälliger für eine Infektion. Auch nach einem Hagelschlag oder nach einem Sturm kommt es regelmäßig zu einem Befall.
Sporen der Botrytis überwintern auf Ernterückständen, oder bilden Sklerotien, welche unter feuchten Bedingungen auskeimen

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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Nässe kostete Ertrag

testsetDie Gerstenernte ist in den Frühdruschgebieten weitgehend abgeschlossen. Die Erträge liegen verbreitet weit unter den Erwartungen.

Ursache für schwache Erträge ist meist das geringe Hektolitergewicht und häufig auch zu kurze Ähren. Dass die Gerstenerträge nicht in den Himmel schießen würden, wurde schon während der Abreife deutlich:

Gute Gerste soll von grünen über gelbe Grannen abreifen. In diesem Jahr fielen oft schon im Mai die silbrigen „Flimmerähren“ auf, die darauf hindeuteten, dass Ähren aufrechtblieben und in diesen Ähren nichts „drin“ war. Das war in einigen Sorten mit frühem Ährenschieben auf die Schartigkeit infolge des Frostes zurückzuführen, meist lag die Ursache an der kranken Halmbasis (schwarze Stoppel) und an den fehlenden Feinwurzeln. Andere Bestände hatten bereits Anfang Juni braune Grannen infolge des Befalles mit Ramularia aufgrund der unterbliebenen Grannenspritzung.

Auch die ersten Rapserträge liegen unter 30 bis bestenfalls Anfang 40 dt/ha, ohne dass gravierende Fehler in der Produktionstechnik zu erkennen sind. Beim Raps wiegen die Körner weniger als im vergangenen Jahr, auch die Ölgehalte sind deutlich niedriger. Vielfach waren in den (oft langen = älteren) Schoten große und kleine Körner nebeneinander zu finden. Ursache dafür dürfte die Frostnacht vom 22. auf den 23. April gewesen sein. Dadurch wurde die Zellteilung in den gerade befruchteten Karyopsen gestört und weniger Zellen in diesen Körnern gebildet bzw. die Körner nicht weiter ausgebildet.

Auch beim Weizen zeichnet sich ab, dass hohe Ertragserwartungen vielfach nicht erfüllt werden, weil das Hektolitergewicht zu wünschen lässt.

Einige Sorten reagierten auf die Witterung in der 2./ 3. Aprildekade mit Blattaufhellungen, die durch Spritzmaßnahme sogar verstärkt wurden. Kam dann noch z.B. im KWS Donovan der Befall mit Braunrost auf den noch grünen Bereichen der Blätter hinzu, vergilbte der gesamte Blattapparat vorzeitig, so dass zur Milchreife nicht einmal mehr das Fahnenblatt intakt blieb.

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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Kaliumdüngung nach einem nassen Jahr

Seit letztem Sommer hat es in ganz Deutschland soviel geregnet, wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht.

Das Wetter der letzten Wochen war überwiegend durch eine Vb-Wetterlage gekennzeichnet, d.h. ein Mittelmeertief saugt sich wie ein Schwamm voll Wasser und regnet nördlich der Alpen ab. Nachdem sich zudem der erste Hurrikan (Beryl) in der Karibik bereits in der letzten Woche auf den Weg gemacht hat, ist in nächster Zeit eher mit durchsetztem Wetter zu rechnen. Danach könnte sich hochsommerliches, trockenes Wetter durchsetzen, dem ein ausgeprägter Altweibersommer folgen kann. Letzteres bedeutet eine längere Trockenheit im September, vielleicht noch im Oktober. Diese dürfte sich auf die Verfügbarkeit und Aufnahme von Kalium und Phosphor im Herbst auswirken.

Kaliwirkung auf sorptionsschwachen Böden

Auf sorptionsschwachen Böden wurde Kali infolge der Regenmassen zumindest aus der Krume ausgewaschen, vielfach auch aus der darunterliegenden Bodenschicht. Deshalb ist eine Ausgleichsdüngung dringend erforderlich. Auf diesen Böden kommen die Kali-Düngung nach der Saat und die K-Rücklieferung aus den Ernterückständen im Herbst noch zum Wirken. Im Herbst sollte deshalb auf stark sandigen Standorten mit hohen Winterniederschlägen nicht mehr gedüngt werden, als der Raps im Herbst an Kali aufnehmen kann. Zum Stoppelgetreide sollte wenigstens der K-Nettoentzug gedüngt werden.

K-Wirkung auf stark tonhaltigen Böden

Auf tonigen Böden ist vor allem in den Regenschattengebieten damit zu rechnen, dass für den Raps und für das Stoppelgetreide in einem trockenen Herbst nicht genug Kalium verfügbar ist, wenn die Bodengehalte an Kalium auf Böden mit mehr als 10 % Ton unter 1,0 mg K bzw. 1,2 mg K2O je Prozent Ton abgesunken sind. Deshalb sollte die K-Düngung auf diesen Standorten zu Raps und Stoppelgetreide unbedingt vor der Aussaat ausgebracht und in den Boden eingearbeitet werden. Dabei ist eine etwas tiefere Einarbeitung auf 8 bis 10 cm effektiver als den Dünger nur flach einzumischen, weil die oberen 2 bis 3 cm des Bodens auch im Herbst trockenfallen können.

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Zuckerrüben – Cercospora-Infektionen

Cercospora-Blattflecken treten weltweit als wichtigste Blattkrankheit der Zuckerrübe (Beta-Rüben) auf. Diese Krankheit hat eine Reihe anderer Wirtspflanzen, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten. Früher Befall beeinträchtigt den Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall wirkt sich vor allem auf den Zuckergehalt und die Zuckerausbeute aus. Nach einem milden Winter, warmen-feuchtem Frühjahr mit frühem Reihenschluss und hohen Niederschlagsmengen im Juni/Juli ist mit massivem Befall zu rechnen.
Befallsverlauf von Cercospora Cercospora-Infektionen können zwischen 12 und 40 °C erfolgen, wenn die relative Luftfeuchte zwischen wenigen Stunden und einem ganzen Tag (je nach Temperatur) über 90 % liegt (Harveson et al. 2009). Je höher die Temperatur, umso schneller erfolgt die Infektion. Optimal für Sporenbildung, Keimung und Infektion sind 23 bis 35 °C bei 90 bis 95 % relativer Luftfeuchtigkeit über 5 bis 8 Stunden. Wenn die Zuckerrüben bei Temperaturen über 23° bis 11 Uhr nasse Blätter haben, ist mit der Verbreitung von Cercospora zu rechnen. Sieben Tage

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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Fruchtfolgegestaltung im Zeichen des Klimawandels

Wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Fruchtfolgen meist unter dem Gesichtspunkt der Optimierung des Deckungsbeitrages ausgestaltet, wird das in Zukunft kaum mehr möglich sein. Die eingeschränkte Auswahl an Pflanzenschutzwirkstoffen und die Düngeverordnung begrenzen die Möglichkeiten zur Gesunderhaltung und bedarfsdeckenden Ernährung der Pflanzen. Eine vielfältige Fruchtfolge kann dazu beitragen, Erträge zu stabilisieren, Fruchtfolgekrankheiten einzudämmen und Problemunkräuter gezielt in der Fruchtfolge unterdrücken zu können. Begünstigt durch die ansteigenden Temperaturen können neue Kulturen die Fruchtfolgen erweitern, da die Vegetation imFrühjahr früher und schneller in Gang kommt und im Herbst spürbar länger anhält.
Im Norden wird die Auswahl an Kulturen durch den Langtag, die begrenzte Wärmesumme und die oft unsichere Frühjahrsbestellung eingegrenzt. Neben den typischen Winterungen können auf besseren Böden Ackerbohnen, Hafer, Sommerweizen und -gerste angebaut werden. Zudem wurde auch Körnermais mit einer Reifezahl von 210 bis 220 in den letzten Jahren auch in Mecklenburg reif. Damit die Rapserträge nicht weiter abfallen und um

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Trotz hoher Temperatursumme geringes physiologisches Alter

2024 – Ideales Kartoffelwetter?

Das Wetter der letzten Wochen mit häufigen Niederschlägen führte zu einer oftmals rasanten Entwicklung der Bestände, sodass wie beschrieben die Krautfäule-Bekämpfung in diesem Jahr oberste Priorität hat. Die strahlungsarme Witterung führt zudem zu einem hohen Ansatz in allen Partien. Allerdings führt die geringe Einstrahlung auch zu einer reduzierten Zellteilung, sowohl im Blattapparat als auch in den angelegten Knollen. In der Blattmasse führt diese reduzierte Zellteilung zu weniger, dafür sehr lang gestreckten Zellen, diese wiederum sind durch ihre dünne Zellwand anfälliger für beispielsweise Phytophthora-Sporen.
Zellen können sich nur bis zu einem gewissen Maß strecken. Somit führt eine geringe Anzahl an Zellen in den Knollen häufig zu Wachstumsrissen. Dies fällt aktuell bei einigen Partien Frühkartoffeln auf.
Um in der Pflanze die Zellteilung anzuregen, müssen Cytokinine gefördert werden.

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Zuckerrüben – Blatterhalt

Die noch im März bestellten Zuckerrüben haben aktuell einen BFI von 5,0 bis 5,5 erreicht und schließen den Bestand. Später gesäte Rüben schließen die Reihen, der Bestandesschluss ist bis Anfang Juni zu erwarten. Mit den ab dem 8-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten

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Wintergetreide – Wachstumsregler

In früh schossenden bis Ende September (im Rheinland bis 10. Oktober) gesäten Weizensorten (u.a. Chevignon, Complice, Julie, Kashmir, Lemmy, Rubisco) sind die untersten Knoten bereits im Abheben und drohen länger zu werden. Lange untere Internodien und infolge der geringen Strahlung weiches Gewebe erhöhen das Lagerrisiko. Damit ist in allen bis 10. Oktober aufgelaufenen Beständen zu rechnen. Gleichzeitig setzt die Triebreduktion ein.
In diesem Fall ist es angebracht, mit einer Trinexapac-Spritzung die unteren Knoten zu festigen, sobald das 1. Internodium 3 bis 4 cm lang ist, das 2. Internodium etwa 1 cm.
Vorwiegend auf mit Steinen durchsetzten, sandigen, lockeren Standorten mit hohen pH-Werten zeichnet sich in den früh aufgelaufenen Beständen auch Mangan-Mangel ab. Dieser verstärkt wiederum die Triebreduktion. Die früh schossenden Bestände laufen dann Gefahr zu dünn zu werden. Deshalb sollte die 2. N-Gabe (zum Schossen) in diesen Beständen in den nächsten Tagen ausgebracht werden, insbesondere wenn mit Harnstoff (+ Urease-Hemmer)

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Frühjahresdüngung – Bodenverhältnisse berücksichtigen

Dauerregen im August, relativ trocken von September bis Anfang Oktober, viel Regen im November, Wintereinbruch mit Eis und Schnee, Weihnachtstauwetter mit wieder viel Regen, danach wieder Winter und seit 3 Wochen Schmuddelwetter. Einen ähnlichen Witterungsverlauf hatten wir im Jahr 1981/82 und deutlich abgeschwächt in den Jahren 1991/92, 2002/03 und 2017/18.

Im (Nord-) Westen fielen von August 2023 bis Januar 2024 über 600 mm Regen. Zieht man die Evaporation ab, wurden dort Lössböden bis in ein Meter Tiefe mehr als zweimal, leichte Böden wenigstens dreimal durchgespült. Im Osten und in Franken sieht es anders aus. Dort regnete es auch mehr als normal, so dass die Wintergetreidebestellung immer wieder unterbrochen werden musste, aber die Niederschläge reichten nach Abzug der Evaporation im Osten und in Nordbayern gerade aus, um den Wasservorrat sandiger Böden aufzufüllen. Lössböden wurden dort durch die Niederschläge nur zu zwei Drittel aufgefüllt. Zusammen mit der Restfeuchte, die noch vor August im Boden war, haben die schweren Böden knapp 90 % der nutzbaren Feldkapazität erreicht.

Dadurch ergeben sich für die Düngeplanung in diesem Frühjahr unterschiedliche Voraussetzungen.

Die ersten Nmin-Werte liegen erwartungsgemäß auf sehr niedrigem Niveau. Bei fast allen Untersuchungsergebnissen wurde in den oberen 30 cm mehr Nmin gemessen als in den darunter liegenden Schichten. Das ist die Folge des Bodenfrostes im Dezember und des danach eintretenden Weihnachtstauwetters, in dessen Verlauf die Temperaturen in den obersten 5 cm des Bodens auf 7 ° C und darüber anstiegen. Dadurch wurde ein Teil des schnell umsetzbaren Nmob umgesetzt. Je nach Boden können das zwischen 5 und 15 kg/ha N sein, die sich als Nmin in der Krume widerspiegeln. Der bereits mobilisierte Stickstoff kann aber nicht ein zweites Mal nachgeliefert werden. Das Nmob im Frühjahr wird dadurch verringert.

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Getreide – Das Ausmaß der Auswinterungsschäden zeichnet sich langsam ab

Flächendeckend ist Getreide ausgewintert, wo die Temperaturen nach dem Weihnachtstauwetter im Januar auf – 15 °C und darunter sanken, kein Schnee lag und die Bestände vor dem Frost im Januar durch das Weihnachstauwetter schon wieder im Wachsen waren, wie in Thüringen, Nordsachsen, Brandenburg, Südmecklenburg, im Fläming.
Die Bestände litten im lockeren Boden, z.B. über Drainagen, stärker. Auf vernässten Böden überstanden die frühen Weizensorten und auch die Wintergerste den Frost besser als auf Trockenstellen.
Auf stark sandigen und auf tonigen, generell auf humosen Böden ist mehr ausgewintert als auf schluffig-lehmigen Böden.
Herbizide, die Aclonifen, Diflufenikan oder Beflubutamid enthalten, verstärkten eklatant die Frostschäden. Das zeigt sich auch daran, dass Frühsaaten den Frost dort besser überstanden, wo kein Herbizid im Herbst gespritzt wurde, z.B. um Strommasten herum, oder wo weniger Herbizidwirkstoffe hinkamen (Randreihe). Flächendeckende Auswinterungsschäden, von denen vor allem früh gesäter, gut entwickelter Weizen betroffen ist, treten vor allem dort auf, wo kein

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Raps – „Botrytis-Stängelfäule“ in diesem Jahr zu erwarten

Der Witterungsverlauf in den letzten 10 Wochen begünstigte den Befall mit Botrytis und Cylindrosporium im Raps sowie mit M. nivale (Schneeschimmel) und Typhula im Getreide. Auch mit stärkerem Auftreten von Rhynchosporium in Gerste und Roggen muss gerechnet werden.
Als erste Botrytis-Symptome bilden sich auf den Rapsblättern grauweiße, über das Blatt verteilte Blattflecken. Nach Nässe wird das Blatt mit dem grauen Pilzrasen überzogen. Ab Beginn der Streckung kann Botrytis auf den Spross übergreifen und bildet dort gelbe Läsionen, aus denen sich der graue Pilzrasen entwickelt.
Bei stärkerem Befall beginnen der Spross, später auch einzelne Seitenäste zu faulen. Die Besiedlung des Sprosses durch den Pilz erfolgt ausgehend von den älteren Blättern oder durch Eindringen in Stängelrisse.
In frostgeschädigten Rapsbeständen wird in Gebieten, in denen Botrytis schon in früheren Jahren in größerem Ausmaß aufgetreten ist, mit dem Ansteigen der Temperaturen über 10 °C der graue Pilzrasen von Botrytis im Bereich des Überganges abgestorbener

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Das zurückliegende Mais-Jahr 2023 war an Überraschungen kaum zu überbieten.
Nässe und Dauerregen machten die Aussaat zum Geduldsspiel. In vielen Regionen Deutschlands wurde der Mais sehr spät gesät. Aus Sorge, den Mais gar nicht mehr in die Erde zu bekommen bzw. aufgrund von begrenzten Gülle-Lagerkapazitäten wurde auch oft zu früh bestellt.
Starke Ertragseinbrüche verzeichneten deshalb Betriebe, die mit schwerem Gerät Gülle vor der Saat einarbeiteten.
Gerade das nasse Frühjahr zeigt uns die Bedeutung einer intakten Bodenstruktur. Die Bodenansprache mit Spaten ist dabei ein notwendiges Instrument, nicht nur im Frühjahr, um Verdichtungen und Klutenbildung zu vermeiden, aber auch um die Arbeitsschritte zu koordinieren. Aus technischer Sicht muss alles für eine möglichst bodenschonende Frühjahrsbestellung unternommen werden:

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Die Böden im Nordwesten sind derzeit übernass. Die Landwirte an der Westküste haben vielfach noch kein Pfund Weizen gesät. Wenn nicht tiefgreifender, länger anhaltender Kahlfrost die Bodenstruktur aufbessert, müssen wir die Düngerplanung im Frühjahr 2024 auf die zu erwartenden schwierigen Bodenverhältnisse abstellen.
Nass-kalte Böden: verzögerte Bodenerwärmung im Frühjahr (vor allem im Unterboden, wenn die Böden nass bleiben)
Folge: Verspätete Aussaattermine von Frühjahrskulturen, verzögerte Mineralisation niedrige N- und S- Freisetzung, schlechte Phosphormobilisation.
Betroffen: Vor allem schwach wurzelnde Kulturen (Wintergerste, Sommergerste, Erbsen, u.U. auch Kartoffeln) ebenso wie spät und nass bestellte Wintergetreide- und Rapsbestände, Mais, wenn die Bearbeitung im nassen Boden erfolgt.
Weniger betroffen: Früh, noch unter guten Bedingungen bestellte Herbstaussaaten und Sommerungen, wenn die tiefe Bodenbearbeitung im Herbst noch unter günstigen Bedingungen erfolgte.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Alternativen zu Winterweizen, Raps und Wintergerste

Zwangsweise müssen sich aktuell ganze Landstriche mit Alternativen zu den Winterungen auseinandersetzen, nachdem die Bestellung buchstäblich ins Wasser gefallen ist und vielleicht sogar stärkere Auswinterungen zu erwarten sind. Kulturen, die die Fruchtfolge nicht ganz durcheinander bringen, aber auch Optionen, die die bisherige Fruchtfolge bereichern, bieten Alternativen.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Fusarien – Risiko bislang gering, trotzdem Sporenfallen aufstellen

Die Temperaturen waren in den letzten Wochen zu niedrig, um das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum zu begünstigen. Deshalb ist in den kommenden 10 Tagen nicht mit direkten, das heißt vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen.

Zur Verbesserung der Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Mais-Stroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag in der Homepage nachlesen.

Anders sieht es mit der Infektionslage durch M. nivale oder F. culmorum aus. Beide Erreger sind häufiger am Halmgrund bzw. auch auf den Blättern zu finden. Sporen dieser Erreger sind bis auf F-1 in einer allerdings geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der Ligula ansammeln. Die Ähren werden beim Durchschieben durch die

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Getreide – Schädlingsdruck

Die Temperaturen waren in den letzten Wochen zu niedrig, um das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum zu begünstigen. Deshalb ist in den kommenden 10 Tagen nicht mit direkten, das heißt vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen.

Zur Verbesserung der Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Mais-Stroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag in der Homepage nachlesen.

Anders sieht es mit der Infektionslage durch M. nivale oder F. culmorum aus. Beide Erreger sind häufiger am Halmgrund bzw. auch auf den Blättern zu finden. Sporen dieser Erreger sind bis auf F-1 in einer allerdings geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der Ligula ansammeln. Die Ähren werden beim Durchschieben durch die

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Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV wirkt sich erst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, also auf die Backqualität aus, bevor eine Ertragswirkung zu spüren ist. Der Umgang mit dem knappen N-Angebot erfordert, dass wir den Stickstoff dem Bedarf der Pflanzen anpassen. Eine temporäre Überversorgung mit einer erhöhten Zwischenlagerung von Stickstoff in vegetativen Pflanzenteilen (Blätter) ist unproduktiv, weil die Auslagerung von Stickstoff aus den Blättern mit einem höheren Aufwand an Energie betrieben werden muss. Deshalb ist die Aufteilung der N-Düngung nach wie vor sinnvoll.
Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluss auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N- Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
eine frühzeitige Spätdüngung

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Weizen – Hohes Lagerrisiko

In der Mehrzahl der Weizenbestände ist die „Große Periode“ der Ähre abgeschlossen. Eine eventuell notwendige Nachkürzung kann deshalb in diesen Tagen vorgenommen werden. Bei der Mittelwahl ist zu unterscheiden, ob

der Weizen eingekürzt werden soll. Das ist in den (dichten) Beständen der Fall, die im Fahnenblattstadium eine Höhe von 60 cm bis zur Ligula überschritten haben. Für die Einkürzung kommen Moddus, Fabulis, Medax Top oder Prodax in Betracht.

oder der Halm durch Ethephon gefestigt werden muss. Dafür stehen Cerone, Camposan oder Bogota zur Verfügung.

Mit sehr hohem Lagerrisiko ist zu rechnen

ab einer zu erwartenden Bestandesdichte (kräftige Triebe mit voll entwickelter Ähre) vonmehr als 480 Ähren/m² in lageranfälligen Sorten (BSL-Note 6 und höher) mehr als 530 Ähren/m² bei Sorten mit stärkerer Lagerneigung (BSL-Note 5) ab 580 Ähren/m² in weniger lageranfälligen Sorten (BSL-Note 4) ab 600 Ähren/m² in standfesten Sorten (BSL-Note 3 und besser).

bei weichen Halmen: Die Festigkeit eines Halmes

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Mais – Nässe begünstigt das Erdmandelgras (Cyperus esculentus)

Erdmandelgras ist ein Sauergras
anfangs mit Hirsen zu verwechseln
tritt vor allem auf Standorten mit regelmäßiger Überschwemmung auf
weltweit gesehen eines der am schwersten zu bekämpfenden Unkräutern.
Graminizide (FOP-Mittel) haben keine Wirkung gegen das Erdmandelgras.
Konkurrenzstark, verbreitet sich insbesondere in Reihenkulturen (Mais, Zuckerrüben)
Hohe Vermehrungsraten, in Mitteleuropa vegetative Vermehrung durch Knollen.
Samen des Erdmandelgrases bilden bei uns bisher keine Keime
Eine Mutterknolle legt bis zu 120 Tochterknollen an.
Verbreitung durch Bodenabtrag (Erosion) oder Überschwemmung.
Die Knöllchen haben die Größe eines Maiskorn und werden auch durch Fahrzeuge und Maschinen auf dem Feld und von Feld zu Feld verbreitet. Sie haften an Erntegut und Ernterückständen.
Auch Feldmäuse verschleppen die Knöllchen.
Verbreitung mit (Kartoffel-) Saatgut möglich.
Biologie
Einkeimblättriges, ausdauerndes Sauergras aus den Subtropen.
Das Erdmandelgras hat eine Vielzahl länglicher, grasähnlicher Blätter.
Die meist gelb-grünen Blätter heben sich in Zuckerrüben oder im Mais deutlich ab.
Der Stängel ist dreikantig, wird zwischen 30 bis 70

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Gerste – Ramularia (Ramularia collo-cygni) – Hohes Befallsrisiko

Der Primärbefall mit Ramularia fand bereits im Herbst statt. Der Pilz wächst nach der Infektion aus dem Saatgut oder ausgehend von Ernterückständen aus dem Herbst, zunächst im Leitbahnsystem von Einzelpflanzen. Ab der 3. Aprildekade – durch Regen und nachfolgende hohe Strahlung angeregt –, schüttet der Pilz Sporen aus, die die umgebenden Blätter und Pflanzen infizieren.
Nach erfolgter Infektion entwickelt sich der Pilz erst symptomlos weiter. Temperaturen über 25 °C und hohe Strahlung nach einer weiteren Schlechtwetterphase, meist nach den Eisheiligen, veranlassen den Pilz, Rubelline zu produzieren. Das sind Phototoxine, die zur Zerstörung von Zellen führen. Die Pflanze versucht sich dagegen durch verstärkte Ethylenproduktion zu wehren, mit der Folge, dass das Blattgewebe innerhalb kürzester Zeit zerstört wird.
Die Bekämpfung muss erfolgen, wenn das vorletzte Blatt der Wintergerste (F-1) geschoben wurde, bevor sich das massenhaft gebildete Sporenmaterial darauf festsetzen kann (meist zu Beginn der 3. Aprildekade). Eine 2. Behandlung ist erforderlich, wenn

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Zuckerrüben Aussaat 2023 Teil 2

Fortsetzung aus Info 05/2023

Im Info zuvor Beschriebenes gilt, wenn die klassische Frühjahrs- und Frühsommertrockenheit der ertragsbegrenzende Faktor ist, sodass die Rübe auf den Wasservorrat aus dem Boden angewiesen ist. Im Sommer (Monate: Juli & August) darf in dieser Kalkulation das Rübenwachstum aber nicht durch übermäßige Hitze und Trockenheit so stark eingeschränkt werden, dass die Rüben über lange Zeiträume schlafen.

Langanhaltend schlafende Rüben waren vermehrt im letzten Jahr zu beobachten. Dann fehlen am Ende des Jahres lange Phasen, in denen „praktisch keine Vegetation“ stattfand, weshalb auch bei einer Spätrodung anhand der Vegetationstage von einer Frührodung ausgegangen und folglich die Saatstärke nach oben korrigiert werden muss.

Dies zeigte ein Versuch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in einer sandigen Trockenregion Sachsen-Anhalts sehr deutlich. Hier fand aufgrund von Hitze und Trockenheit kaum Wachstum von Mitte Juni bis Ende August statt.

Lediglich kleine, regelmäßig wiederkehrende Regenmengen um die 10 mm hielten die Rüben am Leben.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Früh schossende Getreidebestände können zu dünn werden!

Früh, d.h. vor dem 20.09. aufgelaufene Getreidebestände, haben bereits zu schossen begonnen. Ursache ist der Langtag, der noch im Herbst auf die Pflanzen eingewirkt hat. Im Westen schossen zudem Kurztagstypen (z.B. Obiwan und Chevignon) die erst im Oktober gesät wurden. Der milde Winter mit Temperaturen bis zu 20 °C führte in tieferen Lagen zu einem stetigen Wachstum der Sorten, welches in den Kurztagstypen ein vorzeitige Streckungswachstum zur Folge hatte. Oft haben diese Sorten nur einen kräftigen und zwei mittlere Triebe ausgebildet.

In der generativen Entwicklung sind diese Pflanzen weiter als sonst. Weizensorten mit geringem Vernalisationsbedarf haben mit der Blütendifferenzierung begonnen. Allerdings wird die Ährenstreckung erst einsetzen, wenn die dafür notwendige Mindesttageslänge von 14 Stunden überschritten wird.

Um zu vermeiden, dass die Ährenanlagen „faul“ werden, aber auch um ein zu starkes Ausdünnen infolge der Triebreduktion zu vermeiden, ist es notwendig, trotz üppiger Entwicklung diese Bestände frühzeitig mit Stickstoff nachzudüngen, wenn Anzeichen für eklatanten N-Mangel bestehen: Viertes Blatt von oben beginnt von der Spitze her zu vergilben, kaum schwache Nebentriebe.

In diesem Fall ist es angebracht,

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Welche Stickstoffform?

Nach den Engpässen im vergangenen Jahr scheint die Versorgungslage mit Stickstoff nicht mehr so prekär zu sein.

Bei der Wahl der Stickstoffform sind folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen:

Bestandes- und Wurzelentwicklung,

Nitratgehalt im Wurzelraum,

Bindigkeit des Bodens,

Bodenfeuchtigkeit,

Temperaturverlauf im Frühjahr,

Bedarf an Schwefel, Kalk oder Phosphor bzw. Kalium.

Für bereits bestockte Getreide- oder Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es fast keine Rolle, in welcher Form der Stickstoff vorliegt. Für Raps ab dem 10-Blattstadium sind nitrathaltige Dünger nicht zu empfehlen, da Nitrat verstärkt in die Blätter transportiert wird und aus diesen mit hohem Energieaufwand wieder ausgelagert werden muss. Durch das forcierte Blattwachstum werden die Blütenstände später geschoben. Die Konkurrenz zwischen Blatt- und Knospenentwicklung wird zu Lasten der späteren Schoten verstärkt.

Schwach entwickelte Rapsbestände mit weniger als 8 Blättern je Pflanze ausgangs Winter benötigen hingegen 15 bis 20 kg/ha Nitrat-Stickstoff, damit die Cytokinin-Produktion anspringt.

Eine Nitrat-Düngung ist deshalb nur dort notwendig, wo Nitrat nahezu vollständig aus dem Wurzelbereich ausgewaschen wurde.

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