Standortwahl

Mais – Hinweise zur Aussaat

Mais – Hinweise zur Aussaat

Mais ist eine Solitärpflanze – vergleichbar mit der Zuckerrübe – bei der die Leistungsfähigkeit der Einzelpflanze, insbesondere die Einzelkolbenleistung entscheidend für den Flächenertrag ist.

Ziel der Bestandesführung ist eine möglichst gleichmäßige Entwicklung aller Pflanzen im Bestand. Voraussetzung dafür sind ein homogener Feldaufgang, ein gleichmäßiger Standraum sowie ein Wachstum ohne Unkrautkonkurrenz.

Die Pflanzenzahl je Quadratmeter richtet sich nach dem Wasserangebot und der Wasserversorgung des Standortes.

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für Mais?

Um das Ertragspotenzial und eine sichere Abreife zu erreichen, sollte der Mais möglichst früh gesät werden, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind; Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in 5 cm Tiefe, die in der Folgezeit ansteigen sollten. Bei Temperaturen über 13 °C läuft Mais bei ausreichender Bodenfeuchte in der Regel innerhalb von 7–10 Tagen gleichmäßig auf.

Für eine hohe Bestandesleistung ist ein synchroner Feldaufgang entscheidend. Die Pflanzen sollten idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig auflaufen, da Nachzügler durch Beschattung deutlich im Wachstum zurückbleiben und nur wenig

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Silomais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen

Winterweizen – Ertragsaufbau

Einteilung nach dem Schossverhalten Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im Frühjahr begrenzt. Deshalb müssen sie auf Standorten mit spätem Vegetationsbeginn (ab 3. Märzdekade) so früh gesät werden, dass sie vor Winter voll bestocken. Spätschossende (Langtags-) Typen können im Frühjahr noch gute Nebentriebe bilden und deshalb noch spät bestellt werden. Bei früher Saat besteht das Risiko, dass sie zu stark bestocken und Nebentriebe zu spät reduzieren. Sehr spät schossende Langtagstypen können sehr früh (vor dem 20.09.) bestellt werden, da sie auch bei langer Vegetation im Herbst nicht vor Winter zu schossen beginnen. Dafür eignen sich vor allem (standfeste) Korndichte- oder Bestandesdichte-Typen wie LG Atelier, SU Selke oder Argument mit geringer Anfälligkeit für frühe Blatt- und Halmbasiskrankheiten. Einstufung nach dem Ertragsaufbau EÄ: Einzelährentyp EÄ-TKG: Einzelährenertrag über hohes TKG KOMP: Kompensationstyp EÄ-KZÄ: Einzelährenertrag über Kornzahl je Ähre BD: Bestandestyp KD: Korndichtetyp KD-BD: Korndichte über hohe

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Silomais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen

Zwischenfruchtanbau – Was ist zu beachten?

Ziele des Zwischenfruchtanbaus Erosionsschutz Nährstoffkonservierung N-Fixierung durch Leguminosen Humusaufbau Futterproduktion Stabilisierung des Bodengefüges Bekämpfung tierischer Schaderreger (v.a. Nematoden) Erfüllung der GAP – Konditionalitäten Je nach Wertung des Produktionsziels verändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur eine begrenzte Auswahl an Arten infrage kommt. Weitere Einschränkungen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Fruchtfolge, da Zwischenfrüchte den gleichen Restriktionen unterliegen wie die Kulturen im Hauptfruchtanbau. Dazu einige Beispiele: In Rapsfruchtfolgen sollte man, um Kohlhernie nicht zu fördern, auf den Anbau kreuzblütiger Zwischenfrüchte verzichten. Vor allem Senf ist hochanfällig für Kohlhernie. Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern unterbleiben. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel (Botrytis) befallen. In Zuckerrüben oder auch in Kartoffeln und Leguminosen kann der zur Familie der Knöterichgewächse gehörende Buchweizen nur schwer bekämpft werden. Buchweizen kommt im Herbst noch zur Blüte und bildet keimfähige Samen. Aus diesem Grunde verbietet sich

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Silomais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen

Fruchtfolgegestaltung im Zeichen des Klimawandels

Wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Fruchtfolgen meist unter dem Gesichtspunkt der Optimierung des Deckungsbeitrages ausgestaltet, wird das in Zukunft kaum mehr möglich sein. Die eingeschränkte Auswahl an Pflanzenschutzwirkstoffen und die Düngeverordnung begrenzen die Möglichkeiten zur Gesunderhaltung und bedarfsdeckenden Ernährung der Pflanzen. Eine vielfältige Fruchtfolge kann dazu beitragen, Erträge zu stabilisieren, Fruchtfolgekrankheiten einzudämmen und Problemunkräuter gezielt in der Fruchtfolge unterdrücken zu können. Begünstigt durch die ansteigenden Temperaturen können neue Kulturen die Fruchtfolgen erweitern, da die Vegetation imFrühjahr früher und schneller in Gang kommt und im Herbst spürbar länger anhält.
Im Norden wird die Auswahl an Kulturen durch den Langtag, die begrenzte Wärmesumme und die oft unsichere Frühjahrsbestellung eingegrenzt. Neben den typischen Winterungen können auf besseren Böden Ackerbohnen, Hafer, Sommerweizen und -gerste angebaut werden. Zudem wurde auch Körnermais mit einer Reifezahl von 210 bis 220 in den letzten Jahren auch in Mecklenburg reif. Damit die Rapserträge nicht weiter abfallen und um

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Silomais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen

Soja – Aussaat 2024

Soja – Sortenwahl den Reifebedingungen anpassen
Hauptkriterium für die Sortenwahl ist die Reife. Sojabohnen sollen bis Ende September geerntet werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt sind meist noch gute Erntebedingungen gegeben. Erntetermine im Oktober sind häufiger mit Regen, Tau und Nebel verbunden. Die Körner der Sojabohne saugen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell mit Wasser voll. Zudem konkurriert die Ernte im Oktober mit einer rechtzeitigen Wintergetreideaussaat. Damit verliert die Sojabohne an Vorfruchtwert.
Unter den Reifegruppen unterscheiden wir in Deutschland zwischen 000 (sehr früh bis früh), 00 (mittel bis spät) und 0 (sehr spät). Innerhalb der Reifegruppen gibt es Unterschiede in der Abreife.
Für eine sichere Ernte benötigen 000-Sorten eine Temperatursumme von 1450 bis 1600 °C. Innerhalb dieser Reifegruppe eignen sich die sehr frühen Sorten (z.B. Nessie PZO, Sussex, Magnolia, Adessa, Stepa, Obelix, Merlin) für Grenzstandorte im Nordosten, in Höhenlagen bis 450 m, im Süden (Südbayern, Schwarzwald) können diese Sorten auch bis

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Silomais – Sortenempfehlungen für unterschiedliche Regionen

Körnererbsen und Sojabohnen – Standortwahl

Erbsen können bis zum 10. April gesät werden. Sie eignen sich auch für sandig lehmige bis lehmige Böden. Aufgrund des filigranen Wurzelwerkes sind Erbsen für tonige Böden weniger geeignet als Ackerbohnen. Auch steinige Böden sind aufgrund der höheren Lagerneigung weniger in Betracht, vor allem wenn Steine nach der Saat nicht eingewalzt werden können. Erbsen haben einen geringeren spezifischen Wasserbedarf (40 l Wasser je t Kornertrag) und kommen aufgrund der kürzeren Vegetationszeit mit weniger Wasser aus als Ackerbohnen. Außerdem vertragen Erbsen Hitze besser.
Bei der Standortwahl für Sojabohnen müssen v.a. die Temperatursumme ab der Aussaat (min. 1450 °C auf der Basis 6 °C), die Strahlung und die Tiefsttemperaturen ab Ende Juni bis Mitte Juli berücksichtigt werden. Spätfröste bis – 6 °C im Mai können Sojabohnen in der Jugendentwicklung besser aushalten als Mais. Kritisch wirken sich niedrige Temperaturen (unter 10 °C) während der Blüte im Juni/Juli aus. Diese führen bei längerem Einwirken

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

…Fortsetzung aus Info 23…
Risikomanagement Sorte
Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit einer Maissorte an unterschiedlichste Umweltbedingungen ist.
Trockenheit, Hitze oder extreme Nässe konnte den Silomaissorten DKC 3218, DKC 3414, DKC 3418, DKC 4279, LG 31.245, LG 31.272, Greatful, Smartboxx, SY Liberty, SY Amfora, P 8317, P 8329, P 8888 und P 9610 auf den unterschiedlichsten Standorten weniger anhaben als anderen Sorten. Sie setzten sich nicht nur dieses Jahr in der Praxis durch, sondern überzeugten auch in den Jahren davor in Wertprüfungs- und LSV-Versuchen.
Um das Risiko im Silomaisanbau zu minimieren, bewiesen auch im Jahr 2023 kolbenbetonte Typen ihre Vorzüglichkeit. Gerade in Regionen mit angespanntem Wasserhaushalt während der Hauptwachstumsphase ist das Hauptaugenmerk auf eine sichere Einkörnung bei meist kürzerer Restpflanze zu legen.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Die regional sehr unterschiedlichen Bedingungen für den Rübenanbau erfordern auch eine angepasste Sortenwahl. Vor allem auf Standorten mit Besonderheiten wie Nematoden- Rhizoctonia- oder SBR/Stolbur-Befall muss der Sortenwahl vermehrt Bedeutung geschenkt werden. In der Tabelle werden aktuelle Sorten für die besonderen Gegebenheiten eingestuft. Neue Sorten wurden in den Wertprüfungen wenigstens drei Jahre getestet. Diese müssen ihr Potential in der Praxis aber erst noch beweisen.
Die nematodentoleranten Sorten BTS 5715, Lunella KWS und Caprianna KWS erwiesen sich in den letzten drei Jahren auch auf nematodenfreien Standorten als sehr gut. Bei starkem Cercosporabefall erfordern diese Sorten aber eine intensive Fungizidstrategie. Die Sorte Blandina KWS schnitt in der Cercospora-Toleranz unter den Nematoden-Sorten am besten ab.
Sind Nematoden auf Ihrem Standort kein Problem, ist aber eine hohe Blattgesundheit gegen Cercospora erforderlich, sind Sie mit Sorten wie BTS 2030 und Ludovica KWS gut aufgestellt.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Die Böden im Nordwesten sind derzeit übernass. Die Landwirte an der Westküste haben vielfach noch kein Pfund Weizen gesät. Wenn nicht tiefgreifender, länger anhaltender Kahlfrost die Bodenstruktur aufbessert, müssen wir die Düngerplanung im Frühjahr 2024 auf die zu erwartenden schwierigen Bodenverhältnisse abstellen.
Nass-kalte Böden: verzögerte Bodenerwärmung im Frühjahr (vor allem im Unterboden, wenn die Böden nass bleiben)
Folge: Verspätete Aussaattermine von Frühjahrskulturen, verzögerte Mineralisation niedrige N- und S- Freisetzung, schlechte Phosphormobilisation.
Betroffen: Vor allem schwach wurzelnde Kulturen (Wintergerste, Sommergerste, Erbsen, u.U. auch Kartoffeln) ebenso wie spät und nass bestellte Wintergetreide- und Rapsbestände, Mais, wenn die Bearbeitung im nassen Boden erfolgt.
Weniger betroffen: Früh, noch unter guten Bedingungen bestellte Herbstaussaaten und Sommerungen, wenn die tiefe Bodenbearbeitung im Herbst noch unter günstigen Bedingungen erfolgte.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Stoppelweizensorten für unterschiedliche Standorte

Weizen nach Weizen darf in diesem Jahr noch auf einem Drittel der Ackerfläche des Betriebes stehen. Damit ist z.B. die Fruchtfolge Raps – Weizen – Weizen – Sommerung – Weizen möglich. Aufgrund des Preisabstandes zwischen Wintergerste und Winterweizen, der durch den Rückgang des Bedarfes an Futtergerste größer werden dürfte, ist der Anbau von Weizen nach Weizen immer noch in Betracht zu ziehen.
In einer Rotation mit z.B. Raps – Weizen – Sommerung (Mais, Hafer) – Weizen – Weizen steht der Stoppelweizen am besten nach dem späten Weizen nach der (später räumenden) Sommerung, weil dann mit weniger Stroh und geringerem Krankheitsdruck zu rechnen ist.
Werden als Sommerung dagegen Zuckerrüben oder Leguminosen angebaut, ist die Abfolge Raps – Weizen – Weizen – Sommerung (Rübe, Leguminosen) günstiger, weil damit der Abstand zwischen Raps und Zuckerrüben (Nematoden) bzw. Leguminosen (Sklerotinia) größer wird, und im 2. Weizen die Ackerfuchsschwanzbekämpfung mit Mesosulfuron vor der Sommerung erfolgen kann.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Frühsaat – Bodentemperaturen und Frucht sind entscheidend

Aktuell liegen die Bodentemperaturen in 5 cm Tiefe zwischen 17 und 24 °C. Das könnte sich mit der Wetterumstellung in dieser Woche ändern. Solange noch Bodentemperaturen über 12 bis 15 °C herrschen, ist im warmen, trockenen Boden die Gefahr der Infektion der Wurzeln mit Gaeumannomyces graminis (Erreger der Schwarzbeinigkeit) und der Halmbasis mit Rhizoctonia graminis besonders hoch.
Bei früher Saat ist zudem auch das Risiko der Übertragung von Verzwergungs-Virosen hoch.
Die Böden sind im Norden und Westen zu 60 bis 90 % mit Wasser gesättigt. Im (Nord-) Osten und in den Trockengebieten im Südwesten und in Unterfranken allerdings nur zu 40 bis 50 %. Auf den Standorten im Norden und in den Höhenlagen sollten deshalb gute Bestellbedingungen im September genutzt werden, um das Getreide im Oktober nicht in den Boden hineinschmieren zu müssen. Sobald die Bodentemperaturen die 15 °C-Grenze unterschritten haben, sollte dort Getreide gesät werden.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Ertragsphysiologische Eigenschaften der Sorten 2023 (Auswahl)

Einstufung nach dem Schossverhalten
Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im Frühjahr begrenzt. Deshalb müssen sie auf Standorten mit spätem Vegetationsbeginn (ab 3. Märzdekade) so früh gesät werden, dass sie vor Winter voll bestocken.
Spätschossende (Langtags-) Typen können im Frühjahr noch gute Nebentriebe bilden und deshalb noch spät bestellt werden. Bei früher Saat besteht das Risiko, dass sie zu stark bestocken und Nebentriebe zu spät reduzieren.
Sehr spät schossende Langtagstypen können sehr früh (vor dem 20.09.) bestellt werden, da sie auch bei langer Vegetation im Herbst nicht vor Winter zu schossen beginnen. Dafür eignen sich vor allem Korndichte- oder Bestandesdichte-Typen wie LG Atelier, SU Selke oder Argument (Problem: Standfestigkeit) mit geringer Anfälligkeit für Halmbasiskrankheiten.
Einstufung nach dem Ertragsaufbau

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Wintergerste – Beschreibung zwei- und mehrzeiliger Sorten

Kurzbeschreibung zweizeiliger Wintergerstensorten 2023/24
Die neuen zweizeiligen Wintergerstensorten lassen einen deutlichen Ertragssprung gegenüber älteren Sorten erkennen. Trotzdem finden ältere Sorten immer noch ihre Liebhaber. Sandra, California und KWS Somerset sind nach Bordeaux die vermehrungsstärksten zweizeiligen Wintergerstensorten. Alle aufgeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen GMV Typ 1.
Unter den Neuzulassungen heben sich die nachfolgenden Sorten in den Landessortenversuchen heraus.
Almut (SZ Bauer)
schnitt bei extensiver Bestandesführung im Südwesten durchweg besser ab
früher schossende, mittelfrühe Sorte mit hoher Ährenzahl und hohem TKG
standfest, geringe Neigung zum Halm- und Ährenknicken
wenig anfällig für Mehltau, Netzflecken und Rhynchosporium
aber anfälliger für Zwergrost und vor allem Ramularia
Arthene (SZB Polska, IG)
auch Arthene eignet sich für eine extensive Bestandesführung
normal schossende, späte Sorte mit hoher Ährenzahl und sehr hohem TKG

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Kennzeichen und Kennwerte guter Ackerkulturen

Kennzeichen guter Ackerkultur

Ackerkultur beinhaltet die Summe der physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften des Ackerbodens, die sich auf die Ertragsfähigkeit des Bodens auswirken. Wir haben auf der Basis der Untersuchungsergebnisse aus langjährig geführten Schlagkarteien unserer Beratungskunden die Kenndaten zusammengestellt, welche Voraussetzung für stabile, hohe Erträge in allen Kulturen sind.

Die vier häufigsten Ursachen für schlechte Erträge, wenn man davon absieht, dass Boden (Bodenform = Bodenart + Bodentyp) und Wetter nicht zu beeinflussen sind:

Bodenstruktur eingeschränkter Wurzelraum durch Verdichtungen aber auch durch Klutenbildung

Fruchtfolge Anbauhäufigkeit und Anbaudichte

pH zu niedrig häufiger als zu hoch

P-Versorgung in reinen Ackerbaubetrieben Nr. 1 als Grund für schlechte Erträge

Bodenart (Textur) und Humusgehalt (Corg)

Auf die Bodenart (Bodentextur) bzw. die Zusammensetzung des Bodens können wir keinen Einfluss nehmen, höchstens auf den Humusgehalt, das aber auch nur über einen längeren Zeitraum und in begrenztem Umfang.

Der „ideale Boden“

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Fruchtfolgerestriktionen

Nicht für Rapsfruchtfolgen zu empfehlen
In Rapsfruchtfolgen mit mehr als 20 % Raps-Anteil dürfen im Soloanbau und in (fertigen) Mischungen keine Kreuzblütler (Senf, Ölrettich oder Kresse, Leindotter, Markstammkohl, Rübsen) enthalten sein, die Kohlhernie und Verticillium fördern.
Sonnenblumen, Sommerwicken und Ramtillkraut können Sklerotinia und Verticillium übertragen. Auch Alexandriner- und Perserklee können Sklerotinia verbreiten, das Risiko ist allerdings bei später Aussaat (ab Ende August) eher gering.
Zwischenfrüchte für Rapsfruchtfolgen
Für Rapsfruchtfolgen kommt vor allem Phacelia in Betracht, die zu den Raublattgewächsen (Wasserblattgewächs) gehört und mit keiner landwirtschaftlich genutzten Kultur verwandt ist. Allerdings gibt es Hinweise, dass früh bis Mitte August gesäte Phacelia, als Überhälter für Verticillium in Betracht kommen kann.
Auch Buchweizen kann in einer Rapsfruchtfolge als Zwischenfrucht genutzt werden, sollte aber nicht vor Zuckerrüben, Kartoffeln oder Leguminosen angebaut werden, da die Bekämpfung des späteren Durchwuchses ähnlich problematisch ist, wie die Bekämpfung von Windenknöterich.
Kleinkörnige Leguminosen (z.B. Alexandriner-, Perserklee) können Bestandteil einer Zwischenfruchtmischung in einer Rapsfruchtfolge sein, wenn die Aussaat nicht zu früh (vor Ende August) erfolgt.
Sehr gut geeignet für Rapsfruchtfolgen ist

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Sommergetreideanbau in Winterungsfruchtfolge einplanen

Der Anbau von Sommergetreide beschränkte sich bislang auf Mittelgebirgsstandorte bzw. als Alternative zum späten Weizen oder Stoppelgetreide. Die zunehmende Herbizidresistenz des Ackerfuchsschwanzes zwingt immer mehr Betriebe, sich mit Sommerungen auseinander zu setzen, deren Anbau eine deutliche Verringerung des Ackerfuchsschwanzbesatzes bewirkt.

Sommerungen in Winterungsfruchtfolgen einplanen

Mais bietet sich als Alternative an, allerdings kommt der Anbau von Körnermais nur dann in Betracht, wenn ab Anfang Mai wenigstens 1.600 °C-Tage (über 6 °) erreicht werden.

Silomais erfordert 1.450 °C-Tage. Allerdings muss vor dem Anbau die Verwertung geklärt werden (Fütterung, Biogasanlage).

Ackerfuchsschwanz kann im Mais zum einen mechanisch oder mit Glyphosat vor der Saat und im Nachauflauf mit den stärksten ALS-Hemmern (Foramsulfuron, Nicosulfuron) bekämpft werden. Auch das Tembotrione (Laudis) hat eine Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz.

In Leguminosen wie Ackerbohnen und Körnererbsen kann gegen Ackerfuchsschwanz mit Aclonifen (Bandur, Novitron) evtl. + Prosulfocarb (Boxer) bzw. im Nachauflauf mit Clethodim (Select 240) vorgegangen werden. Hauptproblem der Leguminosen ist

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