Qualität und Ertrag absichern

Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Bestände aufpeppen

Durch die hohe Temperatursumme sind viele Bestände – hauptsächlich früh gepflanzte Bestände – aktuell schon sehr weit in der Entwicklung. In einigen Fällen geht der Blattapparat schon stark in die Abreife, wobei die Knollen potenziell noch 4 Wochen oder länger wachsen sollten. In dieser Situation muss, wie schon die gesamte Vegetation über, versucht werden, den Bestand möglichst jung und somit am Wachsen zu halten, mit der Hoffnung auf einen späten Zuwachs unter niedrigeren Temperaturen und Niederschlägen.
Damit der Blattapparat am Wachsen gehalten wird, müssen Cytokinine gefördert werden. Der Bestand muss möglichst grün gehalten werden. Dies gelingt am effektivsten durch die fungizide Wirkstoffklasse der Strobilurine. Dabei ist das Azoxystrobin im Ortiva mit einer stärkeren Cyt-Wirkung zu bewerten als das F500 im Signum. Auch ein P-haltiger Blattdünger fördert und hält den Energiestoffwechsel in der Pflanze aufrecht. Ebenso unterstützt ein Mangan indirekt die Cytokinine im Blatt.

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Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Das warme Wetter der letzten beiden Wochen forcierte die Entwicklung der Zuckerrüben, sodass die Bestände verbreitet die Reihen geschlossen und das 10-Blattstadium erreicht haben oder dieses bald erreichen werden. In diesem Stadium ist die Blattdüngung zum Blatterhalt sinnvoll, vor allem, wenn die Nährstoffverfügbarkeit aufgrund von Trockenheit eingeschränkt war.
Ziel ist es, die ab dem 10-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blätter bis zur Ernte zu erhalten, um möglichst hohe Zuckererträge zu realisieren. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10- Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.
Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die folgenden 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10- Blattstadium

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Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Weizen – Krankheitsdruck und Ährenbehandlung

Die ersten zweieinhalb Maiwochen waren verbreitet durch kühles, regnerisches Wetter gekennzeichnet. Dadurch profitierten Erreger wie Gelbrost, M. nivale und S. tritici. In milderen Lagen sind auch frische Mehltaupusteln zu finden. Durch Wind und Regen wurde die Ausbringung von Fungiziden (und Wachstumsreglern) im Fahnenblatt-Stadium erschwert. Dadurch sind Befallssymptome in vielen Beständen auf F-2, gelegentlich auch auf F-1 zu finden.

Infektionen auf dem Fahnenblatt konnten durch Fungizidmaßnahmen unterbunden werden.

Die Niederschläge ließen mit Beginn dieser Woche nach. Für die 3. Maidekade wird überwiegend trockenes Wetter mit Temperaturen zwischen 23 und 28 °C vorhergesagt. Damit dürfte das Infektionsrisiko mit S. tritici, M. nivale und Gelbrost nachlassen.

Mehltaubefall ab Pfingsten zu erwarten

Wenn allerdings 2 Tage lang starker Tau bis in die Mittagsstunden in den Beständen auftritt, ist bei den angekündigten Temperaturen über 20 °C ab dem Freitag vor Pfingsten in anfälligen Sorten mit Mehltau und auch mit Braunrost zu rechnen, wenn keine Fungizidspritzung im Fahnenblatt erfolgt ist. Besonders hoch ist das Risiko in Beständen mit Altmehltau bzw. Herbstbefall mit Braunrost.

Braunrost und Mehltau können auch von außen, sogar über weite Strecken mit dem Wind verbreitet werden und zu Neuinfektionen führen.

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Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Weizen – Ährendüngung 2026

Starkes Melieren der Bestände, die auf geringe Bodenunterschiede oder Überlappungen beim Düngerstreuen und selbst von weitem sichtbar auf vorjährige Mäuselöcher zeichnen, wenn sich die N-Düngung im Rahmen des Zulässigen bewegte, sind Anzeichen für ein Nachlassen der N-Freisetzung aus dem Boden. Hinzu kommt, dass die P-Versorgung der Böden gerade auf den ertragsstarken Teilflächen abfällt, wenn auf Dauer mehr Phosphor entzogen als gedüngt wurde.
Die Restriktion der N-Düngung durch die DüV wirkte sich zuerst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, mittlerweile aber auch auf den Ertrag aus.
Inzwischen müssen wir alle Register ziehen, um noch respektable Qualitäten zu erzielen.
Dazu zählt auch die Ährendüngung. Durch die Spritzung mit Stickstoff in die Ähre nach der Blüte lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad der Spritzung ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher. Durch 10 kg/ha N ließen sich die Proteingehalte im Korn um 0,4 bis 0,7 % steigern.

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Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Biostimulanzien

Laut dem Marktforschungsunternehmen „DunhamTrimmer / AgriBusiness Global“ wurden 2025 weltweit Biostimulanzien im Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der Markt der Biostimulanzien ist ein Wachstumsmarkt mit einer jährlichen Wachstumsrate von gut 10 %. Grund genug sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen, zumal Schlagworte wie Nährstoffeffizienz, bessere Wurzel- und Pflanzenentwicklung,Pflanzenstärkung, höhere Pflanzengesundheit oder bessere Pflanzenqualität regelmäßig als Kaufargumente genannt werden. Zum Teil wird auch damit geworben, dass der Düngereinsatz und/oder die Aufwandmengen von Fungiziden durch den Einsatz bestimmter Biostimulanzien deutlich reduziert werden kann, was angesichts hoher Rohstoffpreise verlockend klingt. Auch stärkere Stresseinflüsse auf unsere Kulturpflanzen durch den Klimawandel lassen den Einsatz von Biostimulanzien attraktiv erscheinen. Doch was bringen Biostimulanzien in der Praxis tatsächlich? Das ist eine Frage, mit der wir uns seit einigen Jahren auch in unseren Versuchen beschäftigen.
Für das Verständnis hilft es die auf dem Markt verfügbaren Präparate in Gruppen einzuteilen:
Präparate auf mikrobieller Basis (Bakterien, Pilze bzw. deren

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Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Getreide – Fahnenblatt- und Grannenspritzung 2026

Mit verstärktem Aufkommen von Pilzkrankheiten ist zu rechnen
Durch die Niederschläge um den 1. Mai wurden die Voraussetzungen für eine epidemische Ausbreitung von Krankheiten wie S. tritici, Gelbrost und Mehltau, aber auch von Netzflecken und Rhynchosporium geschaffen.
Aufgrund der derzeitigen Wetterkonstellation ist mit einem massiven Auftreten dieser Krankheiten, vor allem von Mehltau, Gelbrost, S. tritici im Weizen gegen Ende der ersten Maiwoche zu rechnen, bevor in den meisten Beständen das Fahnenblatt erschienen ist. Damit ist eine Fungizidspritzung vor dem Fahnenblattschieben sinnvoll. Unter Umständen muss innerhalb von 14 bis 18 Tagen zweimal behandelt werden.
In der Gerste wurden meist zwischen dem 24. und 28.04. Fungizidbehandlungen durchgeführt, deren Wirkung bis zum 06. bis 10. Mai anhalten dürfte. Ab dem 08.05. bis zum 12.05. ist die Grannenspritzung sinnvoll.
Wie wirken die Fungizide in der Pflanze?
Die Hauptlast der Pilzbekämpfung tragen Azole. Diese haben nur eine Wirkung auf den direkt getroffenen Blättern. Neuzuwachsende Blätter

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Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Winterweizen – Spätdüngung

N-Spätdüngung an die Nachlieferung anpassen
Trockenheit und kühle Nachttemperaturen ließen im April die N-Freisetzung aus dem Boden, aber auch den gedüngten Stickstoff nur langsam in Gang kommen. Nach den Niederschlägen Ende April/Anfang Mai und bei Bodentemperaturen über 12 °C ist mit einem deutlichen Anstieg der N-Mobilisierung und N-Aufnahme aus dem Boden zu rechnen.
Bei der noch ausstehenden N-Düngung ist zum einen
der aktuelle Versorgungszustand der Bestände zu beachten,
der N-Vorrat in den unteren Bodenschichten,
sowie die noch zu erwartende N-Nachlieferung zu berücksichtigen.
Aktuelle N-Versorgung ermitteln
Mit dem Yara-N-Tester können Sie die aktuelle N-Versorgung indirekt über die Chlorophylldichte bestimmen. Die ausgewiesenen Werte (zwischen 500 und 750) sind als Relativwerte zu betrachten. Diese müssen für die Sorten kalibriert werden und können je nach Tageszeit, Blattnässe, N-Form oder abhängig von der Versorgung mit anderen Nährstoffen schwanken.
Mit dem Nitra-Check ermitteln Sie die Nitrat-Konzentration im Zellsaft. N-Tester und Nitra-Check geben Auskunft über die aktuelle

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Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Raps – Blütenspritzung

Der Raps befindet sich im Südwesten bereits in der Blüte. Die Böden sind in der Keimzone der Sklerotien der Weißstängeligkeit noch feucht, die Blätter bis in die Mittagsstunden hinein noch taunass. Erste Apothezien sind im Rheinland bereits aufgelaufen. Bislang liegen die Bodentemperaturen verbreitet unter 10 °C. Erst wenn die Bodentemperaturen die 10 °C-Grenze bis den unteren Krumenbereich hinein überschritten haben, können Apothezien auflaufen. Damit ist erst in der nächsten Woche zu rechnen.

Dann dauert es noch weitere 5 bis 6 Tage bis zu einer möglichen Sporulation. Diese wird durch den Blütenstaub ausgelöst, der auf die Apothecien fällt. Solange auf der Hose kein Blütenstaub zu sehen ist, ist nicht mit der Sporulation von Sklerotinia zu rechnen.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Qualitätsprobleme erschweren zunehmend die Kartoffelvermarktung. Im Speisekartoffelbereich leidet zunehmend die Optik. Drahtwürmer, Rhizoctonia, Schorf, Fusarium etc. waren in allen Anbauregionen verstärkt vorhanden. Dies führt nun zu hohen zweistelligen Abzügen und endet nicht selten darin, dass die Partien nicht als Speisekartoffeln vermarktet werden können.
In der Verarbeitung häufen sich schwache Unterwassergewichte und/oder schlechte Backfarben. Gründe sind die vorzeitige Abreife früh gepflanzter Bestände, oder eine zu hohe N-Konzentration in den Knollen aufgrund starker Nachlieferung durch die Niederschläge Anfang August. Trifft diese hohe N-Versorgung dann auf eine schwache K-Konzentration, wie in diesem Jahr häufig festgestellt wurde, kommt es zu nicht vermarktungsfähigen Qualitäten.
Ein entscheidender Nährstoff, der in der Praxis immer mit Bestandesvitalität und somit Ertrags- und Qualitätseffekten korreliert, ist das Phosphat.

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Weizen – Fallzahlen stürzen ab

Seit 4 Wochen regnet es südlich der Donau, seit 3 Wochen im Nordosten und in den Staulagen der Mittelgebirge fast jeden Tag. In den seit 20. Juli totreifen Beständen stürzen sortenabhängig aktuell die Fallzahlen ab. Die Fallzahl ist ein Maß zur Bestimmung der Viskosität bzw. Verkleisterungsfähigkeit des Weizenmehls. Wird das totreife Getreidekorn längere Zeit abgeregnet, nimmt es Wasser auf, dadurch steigt die Aktivität der α-Amylase. Diese bewirkt eine Verzuckerung von Stärke. Gibberelline werden ausgeschüttet, die Keimruhe nimmt ab, damit steigt die Auswuchsneigung. Die verzuckerte Stärke ist weniger viskos und verbindet sich schlechter, der Teig ist weniger stabil. Im Brot bewirken Mehle mit geringer Fallzahl große Löcher statt feine Poren. Der Handel verlangt Fallzahlen von wenigstens 220 sec, in Jahren mit Fallzahlproblemen werden Partien mit 180 sec noch akzeptiert. Es ist nicht möglich, Mehle mit geringer Fallzahl durch Mehle mit hoher Fallzahl aufzumischen, da die Fallzahl nicht Gehalte widerspiegelt, sondern die Aktivität der α-Amylase. Weizensorten unterscheiden sich absolut in der Fallzahl. Sorten mit sehr hohen Fallzahlen (> 350 sec) haben eine ausgeprägte Keimruhe. Andere Sorten haben von Haus aus eine niedrige Fallzahl bzw. eine hohe α-Amylase-Aktivität. Entscheidend ist die Fallzahlstabilität: Wie lange eine Sorte abgeregnet werden kann, bevor die Fallzahl

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Zuckerrübe – Absicherung der Nettoassimilation

Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Diese alten, zusätzlich mit Herbiziden belasteten Blätter sterben ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium eingesetzt hat. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Mit dem 10-bis 12-Blattstadium beginnen die Rüben die Reihen bzw. den Bestand zu schließen. Gleichzeitig setzt das sekundäre Dickenwachstum ein, dessen Abschluss mit dem Tageslängenwechsel (21. Juni) eingeleitet wird. Je mehr Zeit zwischen dem Reihenschluss und den längsten Tagen im Jahr zur Verfügung steht, umso mehr Kambiumringe werden gebildet. Die Kambiumringe dienen dem Transport und der Verteilung des Zuckers in die Speicherzellen um die Kambiumringe. Je mehr Kambiumringe gebildet werden, umso mehr Speicherzellen, umso mehr Zucker kann eingelagert werden. An jedem Kambiumring setzen bis zu 4 Blätter an. Die Assimilate aus diesen Blättern versorgen die zugehörigen Bereiche mit Zucker. Die ab dem 10-Blattstadium erscheinenden nächsten 8 bis 12 Blätter tragen die Hauptlast der Assimilation und der

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Getreide – Ährenkrankheiten

Der Befall der Ähren mit Krankheiten erfolgt auf unterschiedliche Weise: durch Zuflug über weite Strecken: Mehltau, Roste, hauptsächlich stammen die Neuinfektionen mit Mehltau oder Rosten aus dem Altbefall im Bestand, dessen Konidien bzw. Sporen durch Wind oder Regen- bzw. Tautropfen aufgewirbelt werden, durch direkte Infektionen, ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (F. graminearum, auch F. culmorum, F. Poae), durch Hochspringen über die Blätter als Treppe (S. nodorum, M. nivale, F. culmorum), durch die Kontamination der Ähre mit Erreger-Sporen, die sich im Bereich des Fahnenblattöhrchens angesammelt haben, durch systemische Verteilung von Sporen oder Myzel (z.B. F. culmorum, Cephalosporium gramineum) im Xylem der Pflanzen, die dann am Ende des Leitbahnsystems in den Blattspitzen bzw. im Spitzenbereich der Ähren angereichert werden. Mit dem Saftstrom im Xylem können auch Toxine verteilt werden, die dann lokale (Punkt-) Nekrosen bzw. Blattspitzen-Nekrosen bewirken, ohne dass ein Erreger nachgewiesen werden kann. Bekämpfung von

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Weizen – Ährendüngung

Die Weizenernte war 2024 mit durchschnittlich 67,9 dt/ha im Ertrag niedriger als 2003. Anders als 2003 lagen die Proteingehalte nur noch bei 11,4 %. Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV machte sich drastisch bemerkbar. 2024 wirkten sich das niedrige N-Angebot und die geringe Strahlung negativ aus. Letzteres war auch 2016 der Fall. Trotzdem wurden 2016 noch 76 dt/ha mit 12,6 % Protein geerntet. In diesem Jahr (2025) waren die Nmin-Vorräte im Böden höher. Kühle Temperaturen und Trockenheit schränkten aber die N-Freisetzung ein. Hinzu kommt, dass das potentielle Nmob aus dem Boden in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Die geringe Freisetzung erkennt man am starken Melieren der Böden, die auf geringe

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Hohe Einstrahlung reduziert den Knollenansatz

Sehr stark abhängig von der Pflanzgutqualität ist die Stängelanzahl in diesem Jahr eher durchschnittlich bis knapp. Dies hat ein geringeres Ansatzpotential zur Folge. Auch die aktuell sehr strahlungsreiche Witterung führt zu einem reduzierten Knollenansatz pro Stängel. Viel Einstrahlung und Wärme fördern die Bildung der Cytokinine in der Pflanze. Die somit stärkere Zellteilung führt zu einem zügigen Blattaufbau und einer schnellen Jugendentwicklung. Da in der Kartoffel die Stolonen keine Wurzeln sind, sondern unterirdisch verdickte Sprosse, sind sie physiologisch dem Blattapprat gleichgestellt. Somit besteht eine Konkurrenz zwischen Blattaufbau und Knollenansatz.
→ Zügige und üppige Blattentwicklung hat häufig einen geringen Knollenansatz zur Folge.
Gegenspieler der Cytokinine in der Pflanze sind die Auxine. Diese werden im Blatt gebildet, anschließend abgeleitet und führen unterirdisch zu einem verstärkten Wurzelwachstum und höheren Knollenansatz.

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Winterweizen – Qualitätsdüngung

Trockenheit und Kälte schränkten bis Ende April die N-Freisetzung aus dem Boden ein. Mit den Niederschlägen vor und nach Ostern kam zunächst der im Boden vorliegende mineralische Stickstoff zum Wirken. Die N-Mobilisierung kam bislang noch nicht richtig in Gang und wird auch in den nächsten 14 Tagen auf sich warten lassen, wo die Böden kaum durchfeuchtet wurden. Bleiben die Böden feucht und steigen die Bodentemperaturen über 15 °C, setzt die N-Nachlieferung verstärkt ein. Damit ist ab dem 20. Mai zu rechnen. Eine Zwischendüngung, die von der Spätdüngung abgezogen werden muss, kann bei bisher knapper Kalkulation angebracht sein. Ob die Zwischendüngung notwendig ist, zeigen der N-Tester oder der Blattvergleich: Beim letzteren werden die Blätter nebeneinandergehalten: Hellt das 4. Blatt von oben gegenüber dem 3. Blatt deutlich auf, lagert die Pflanzen Stickstoff aus, um damit den Neuzuwachs zu versorgen. In diesem Fall können 25 kg/ha N gedüngt werden. Ist das 3. Blatt

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Raps – Herbizideinsatz im Frühjahr

Ungrasbekämpfung mit Propyzamid im Frühjahr Eine Reihe von Rapsbeständen wurden im Herbst nicht mehr mit Propyzamid (im Kerb, Groove, Credence,Milestone) gegen Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser behandelt. Das Propyzamid hat eine hohe Persistenz im Boden und sollte auf Standorten mit längeren Trockenphasen bis spätestens Ende Februar gespritzt werden, wenn der nachfolgende Weizen noch im September gesät werden soll. Kerb flo (Credence, Groove): Mit 1,25 l/ha werden Ausfallgetreide und flach keimende, auch noch nicht aufgelaufene Gräser wie Windhalm, Hirsen, Flughafer, Jährige Rispe, mit 1,5 l/ha Trespe sowie mit 1,8 l/ha auch Ackerfuchsschwanz, Weidelgras, Vogelmiere und Ehrenpreis erfasst, wenn die Ungräser nicht zu tief wurzeln. Gegen bestockten, schon tiefer wurzelnden Ackerfuchsschwanz können 1,5 l/ha Focus Ultra + 1,5 l/ha Dash zugemischt werden. Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz muss Focus Ultra auf 2,5 l/ha + 2,5 l/ha Dash erhöht werden. Die Zumischung von Focus Ultra erfordert, dass tagsüber wenigstens 8 °C herrschen und danach kein

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Wintergetreide – Düngerplanung

Startgabe Die Form der Startgabe (N1) zu Getreide sollte sich an der Bestandesentwicklung orientieren. Phosphor wird am effektivsten im Herbst in den Boden eingearbeitet. Die Ausnutzung des im Herbst gedüngten Phosphors ist um mehr als das 3-fache besser, als wenn Phosphor im Frühjahr obenauf gestreut wird. Nachdem die DAP-Düngung im Herbst zu Weizen (Roggen, Triticale) nicht mehr zulässig ist, ist die P-Frühjahrsdüngung auf Standorten mit pH-Werten über 6,3 sinnvoll. Ein Teil des im Frühjahr gedüngten Phosphors geht durch die SSA-Düngung besser in Lösung, der Rest des als Ca-Phosphat festgelegten Phosphors wird durch SSA im Herbst oder im kommenden Frühjahr wieder in Lösung gebracht. Kalium wurde auf Böden mit weniger als 6 % Ton aus der Krume gewaschen. Auf stark sandigen Böden (unter 3 % Ton) ist deshalb eine K-Düngung im Frühjahr zu empfehlen. Mit 200 kg/ha Kornkali werden 12 kg Mg und 10 kg Schwefel gedüngt. Illit-reiche Standorte enthalten Ammonium

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Die Zikaden breiten sich aus!

Die Zikaden breiten sich aus!

Über die Ausbreitung der Zikade im Südwesten Deutschlands wurde in den letzten Jahren schon einige Male in diesem Schreiben berichtet. Die Situation hat sich in der vergangenen Saison zugespitzt. In großen Teilen Bayerns sind Zuckerrüben- und Kartoffelflächen betroffen. In Sachsen-Anhalt verbreitet sich die Zikade weiter und auch in NRW und Niedersachsen gab es die ersten offiziellen Nachweise.
Aufgrund der brisanten Lage wird in diesem Info noch einmal auf die Grundlage der Krankheit, deren Verbreitungswege und auf das Ausmaß der Schäden eingegangen. Aber auch ein Lösungsansatz aus den schon länger befallenen Gebieten soll eine Handlungsanleitung liefern.
Wer den Zikadenbefall in einzelnen Regionen noch als Marktvorteil der nördlich gelegenen Standorte ansieht, hat den Ernst der Lage noch nicht realisiert!
Geschichte der Erreger
Das Stolbur-Phytoplasma ist in osteuropäischen Ländern seit 1950 eine bekannte Kartoffelkrankheit. Diese schränkt den Verarbeitungskartoffelanbau in einigen Regionen Russlands und der Ukraine stark ein. Grund hierfür sind schlechte Backfarben aufgrund erhöhter Zuckergehalte. Das Stolbur-Phytoplasma setzt sich im Phloem der Pflanze fest und verstopft somit die Leitbahnen, in der Folge kommt es zu einer

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn neue Weizensorten (Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, u.a.) mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium für die Einstufung und Bezahlung des Weizens. Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den erreichbaren Proteingehalt unter restriktiven Bedingungen bei der Düngung berücksichtigen müssen. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass immer weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird. Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt: Kornertrag (dt/ha) x Proteingehalt (%) x 0,85 (% TM im Korn) = Proteinertrag (kg/ha); z.B. 100 dt/ha x 12,2

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Die Zikaden breiten sich aus!

Aktuelle Situation, den späten Zuwachs effektiv nutzen

Viele Bestände sind in diesem Jahr witterungsbedingt spät gepflanzt worden. Diese sind meist physiologisch noch sehr jung und müssen den September über noch wachsen. Damit dies möglich ist, müssen diese jedoch bis zur Reife gesund erhalten werden. Neben Phytophthora und Alternaria ist Sklerotinia in den meisten Beständen aktuell zu finden und reduziert häufig den Zuwachs.
Zudem lagern die Bestände mit zunehmend kürzer werdendem Tag weniger ein. In den spät gepflanzten Beständen sind die Unterwassergewichte problematisch. Häufig erreichen die späten Partien die für die Verarbeitung geforderten Qualitäten noch nicht. Daher müssen die Bestände anhand ihres Knollenansatzes und der Vitalität des Blattapparates beurteilt und entsprechend gefördert werden.
Ist der Bestand noch knackig grün und sehr vital, soll aber Ende des Monats (in 4 Wochen) in die Reife gehen, muss die Umverlagerung beschleunigt werden. Damit die Assimilate

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Die Zikaden breiten sich aus!

Sikkation

In den letzten Jahren haben sich die Qualitätsanforderungen in der Kartoffelproduktion gewandelt. Die Knollen müssen stabiler, lagerfähiger und im Speisebereich optisch makellos sein. Dahingehend muss sich die Produktion umstellen und mit angepasster Bestandsführung zu den gesetzten Zielen kommen.
Warum brauchen wir eine Sikkation ?
Hauptargument aus der Vergangenheit war die Regulation der Größensortierung. Dieser Ansatz darf in Zukunft nicht mehr ausschlaggebend für die Sikkation sein. Wir müssen unseren Bestand führen und unsere Sorten kennen, müssen wissen wie die Sorte reagiert, wie die Sorte ansetzt und wie viel Stickstoff die Sorte produktiv umsetzen kann.
Ein weiterer Grund ist die Reifeförderung und somit das Erreichen einer schalenfesten Ware. Eine stabile Schale ist eine Grundvoraussetzung für die Lagerung oder die Vermarktung als Speisekartoffel. Denn nur eine schalenfeste Knolle lässt sich lagern, ist widerstandsfähig gegen Krankheitserreger und ist vor unnötigem Wasserverlust

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Die Zikaden breiten sich aus!

Angepasste Produktionstechnik für den natürlichen reifenden Bestand

Wenn die Bestände regelmäßig zum Zeitpunkt der geplanten Sikkation satt grün im Wuchs stehen und noch keine Anzeichen der Reife haben, muss die Produktionstechnik im Kartoffelanbau ohnehin hinterfragt werden.
Was muss sich in der Produktionstechnik ändern?
Engere Pflanzabstände: Die Knollengröße darf zukünftig nicht mehr Grund der Sikkation sein. Dementsprechend muss die Knollendichte erhöht werden. Ein erster Ansatzpunkt dafür ist der Pflanzabstand. Je enger gepflanzt wird, desto mehr Tochterknollen stehen hinterher pro Quadratmeter (leider nicht immer linear).
Angepasste Pflanzgutgröße: Im Vergleich zu kleineren Sortierungen werden mit Fraktionen von 45/55 mm höhere Knollendichten erreicht. Somit sollten schwach ansetzende Sorten eher in einer größer gebrochenen Sortierung gepflanzt werden. Wenn dies betrieblich umsetzbar ist, können durchaus auch Parteien > 55 mm gepflanzt werden. In Bezug auf Knollenansatz und Triebkraft ist dies eine sehr gute Alternative.
Optimales physiologisches Alter/ optimale Nährstoffversorgung: Die

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Die Zikaden breiten sich aus!

Hohe Ansätze durch einen vitalen Blattapparat absichern

Überregional sind in den Beständen hohe bis sehr hohe Ansätze zu finden.

Bei der aktuellen Betrachtung von Kartoffelbeständen muss das Verhältnis von Knollenansatz zu Blattapparat und somit das Wachstumspotential des Bestandes abgeschätzt werden.

Sind im Verhältnis zum Blattapparat viele Knollen angelegt und neigt die Sorte eher zu einer vorzeitigen Abreife bevor das Ertragspotential ausgeschöpft ist, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um den Bestand möglichst lange am wachsen zu halten.

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Zuckerrüben – Blatterhalt

Die noch im März bestellten Zuckerrüben haben aktuell einen BFI von 5,0 bis 5,5 erreicht und schließen den Bestand. Später gesäte Rüben schließen die Reihen, der Bestandesschluss ist bis Anfang Juni zu erwarten. Mit den ab dem 8-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Sommergetreide – Ertragssicherung

Kürzung und Fungizideinsatz im Sommergetreide Infolge der verspäteten Aussaat bleibt das Sommergetreide kurz. In den erst nach Ostern gesäten Beständen ist eine Kürzung nur dann nötig, wenn mit mehr als 450 Rispen/m² (Hafer) bzw. mit mehr als 600 Ähren/m² (Sommergerste) zu rechnen ist. Allerdings ist das Halmgewebe nicht sehr fest, so dass eine Festigung durch Ethephon doch angebracht sein kann. Test: Stechen Sie mit der kleinen Klingen eines Taschenmessers in die unteren Halmabschnitte. Müssen Sie Kraft aufwenden, ist der Halm fest (= keine Festigung notwendig), geht die Messerspitze leicht durch, ist er weich (120 – 200 g/ha Ethephon).
Aktuell haben die meisten Sommergersten- und Haferbestände EC 32 erreicht und befinden sich in der „Großen Periode“, die bis zum 20.05. abgeschlossen sein dürfte. Danach ist eine moderate Festigung bzw. Kürzung ohne Risiko möglich.
In der Sommergerste sind immer wieder erste Infektionen mit Ramularia zu finden (s. Abb. 4), die sich nach

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluß auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N-Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Ertragswirkung der Spätdüngung
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
Eine frühzeitige Spätdüngung zögert den Wurzelabbau hinaus, der mit dem Ährenschieben einsetzt.
Dazu muss die Versorgung mit Stickstoff ab dem Fahnenblatt-Stadium bis zur Blüte in der Pflanze angehoben werden. Durch die frühe Spätdüngung steigt vor allem die Masse der zuerst gebildeten (Außen-) Körner. Da auch zusätzliche (Mittel-) Körner ausgebildet werden, kann trotz der N-Spätgabe das TKG geringer werden.
Die Wirkung der N-Spätdüngung auf die Qualität kommt zum Tragen, wenn die Bildung der Speicherzellen abgeschlossen ist und die Eiweißeinlagerung einsetzt. Hohe Proteingehalte erfordern einen ausreichend hohen N-Vorrat

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Winterweizen – Fahnenblattspritzung

Die Fahnenblattspritzung ist über die Jahre gesehen die ertragswirksamste Fungizidmaßnahme im Weizen. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die Assimilationsleistung der oberen beiden Blätter abgesichert, sondern auch verhindert, dass sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula mit dem dort akkumulierten Erregermaterial „ansteckt“. Auf diese Weise erfolgt ein Großteil der Ähreninfektionen. Die Spritzung sollte erfolgen, wenn das Fahnenblatt in EC 39/49 voll geschoben ist, um ausreichend Wirkstoff im Bereich der Ligula anzulagern.
Das gilt auch für die Ährenbehandlung: Erfolgt diese, bevor die Ähren voll geschoben sind, wird der untere Ährenbereich nicht benetzt.
Die Hauptlast der Wirkung tragen Azole, die auf den getroffenen Blättern aber nur akropetal, in Richtung Blattspitzen, transportiert werden. Etwas anders verhalten sich die Carboxamide, die auf der Blattoberfläche auch nach unten diffundieren können, bevor sie ins Blatt eindringen und dann im Xylem akropetal verteilt werden.
Wirkung der Azole
Azole: Tebuconazol, Metconazol, Bromuconazol, Prothioconazol, Tetraconazol und Mefentrifluconazol. Das

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Winterweizen – Absicherung des Proteingehaltes

Über Fahnenblatt und Ähre kann der Weizen bis zu 10 kg/ha Stickstoff (= 30 l AHL) aufnehmen, damit können maximal 60 kg/ha Rohprotein produziert werden, das sind 5 % mehr Eiweißmenge im Korn bzw. ein um 0,7 % höherer Eiweißgehalt. Mehr als 10 kg N je ha auf die Ähre auf einmal zu düngen, bringt keinen Vorteil. Dagegen wirkt sich eine Mehrfach-Ährendüngung im Abstand von 4 bis 5 Tagen positiv aus.
Im Schnitt stieg der Proteingehalt im Weizen in unseren Versuchen durch die einmalige Ähren-Düngung um 0,3 bis 0,7 %. Der Anstieg des Proteingehaltes war höher, wenn die Ährendüngung erst 10 bis 14 Tage nach der Blüte erfolgte. Eine frühere Düngung wirkte sich dagegen positiv auf den Ertrag aus. Durch den Verdünnungseffekt fiel der Anstieg des Eiweißgehaltes dadurch geringer aus.
Der Zusatz von 2 kg/ha Spritz-SSA (Pulver) sichert die Proteinbildung ab, ebenso die Zumischung von 2 l/ha Wuxal P oder

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Getreide (Weizen, Gerste) – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Die aktuelle Bodenfeuchte lässt mit den steigenden Temperaturen einen verstärkten Stickstoffschub aus dem Boden erwarten. Zusammen mit den oft weichen Halmen steigt das Lagerrisiko. Kürzungsmaßnahmen können im Fahnenblattstadium (EC 37/49) durchgeführt werden, wenn die Ähre im Halm eine Länge von 5 bis 7 cm überschritten hat. Die Lagergefährdung eines Bestandes lässt sich im beginnenden Fahnenblattstadium anhand der folgenden Parameter überprüfen:

Wie dicht ist der Bestand bzw. wie hoch die zu erwartende Ährenzahl?

Wie lang können die Halme noch werden?

Wie fest sind die Halme?

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Roggen-Aussaat 2023 und Ertragssicherung im Herbst

Roggen-Aussaat 2023 und Ertragssicherung im Herbst

Sortenwahl
Die Einstufung der Roggensorten erfolge nach der BSL 2023 und Züchterangaben, ergänzt durch LSV– Ergebnisse und eigene Beobachtungen. Auf die Züchterbezeichnung vor dem Sortennamen verzichten wir bei Platzmangel.
Die Einstufung des Sortentyps erfolgte auf der Basis des Ertragsaufbaus. Die Variabilität im Ertragsaufbau ist bei den aktuellen Hybridroggensorten gering, so dass wir die Roggensorten in 2 Gruppen einstufen konnten:
KD – KZÄ – Typen (z.B. KWS Tayo, SU Karlsson) können mit mittlerer Ährenzahl (meist 400 bis 450 Ähren je m²) über eine hohe Kornzahl je Ähre abhängig von der Befruchtung eine hohe Korndichte (zwischen 23.000 und 30.000 Körner je m²) produzieren. Das TKG liegt dann bei normaler Ausreife zwischen 36 und 45 g.
BD – (TKG -) Typen (z.B. KWS Eterno, SU Performer) benötigen für hohe Erträge höhere Ährenzahlen zwischen 450 und 550 (bis 600) Ähren je m².
Aussaatstärke differenzieren

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Weizen – Rückblick Ernte 2023 – Weizenqualität

Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn aktuelle Weizensorten wie Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, SU Willem u.a. mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium, das für die Einstufung und Bezahlung des Weizens angewandt wird. Nachdem die N-Düngung stark reglementiert wurde, kommt der Sortenwahl eine entscheidende Rolle zu, wie dieses Jahr zeigt.
Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den Proteingehalt der Sorten berücksichtigen müssen, der unter den restriktiven Bedingungen noch erreicht werden kann. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird.
Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt:

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Roggen-Aussaat 2023 und Ertragssicherung im Herbst

Getreide – Regen verzögert die Ernte – Welche Sorten zuerst dreschen?

Die Ernte wird durch Regen immer wieder unterbrochen. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Fallzahlstabilität zu einem Problem wird. Wenn das reife Getreidekorn wieder Wasser aufnimmt, wird verstärkt Amylase ausgeschüttet und Stärke verzuckert, dadurch nimmt deren Verkleisterungsfähigkeit ab. Gibberelline setzen die Keimung in Gang, das Korn beginnt auszuwachsen. Die Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit ist zum Großteil genetisch festgelegt. Sorten mit der Einstufung □□□□ beginnen nach 7 Tagen, nachdem das totreife Korn wieder Wasser aufgenommen hat, Stärke abzubauen. Sorten mit ■□□□ nach 11 Tagen, mit ■■□□ nach 15 Tagen, mit ■■■□ nach 18 Tagen und Sorten mit ■■■■ halten 3 Wochen durch. Die Höhe der Fallzahl ist nicht zwangsläufig mit der Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit korreliert. Allerdings dauert es bei Sorten mit von Haus aus hoher Fallzahl länger, bis sie unter die geforderten 240 sec absinken. Sorten, die in der Tabelle innerhalb der jeweiligen Sorte-/Reifegruppe oben stehen, sollten bei engem Erntezeitfenster bevorzugt geerntet

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Ährenbehandlung im Weizen

In den letzten 8 Tagen fiel in ganz Deutschland kaum Regen. Da für die kommende Wochen kaum Regen angekündigt ist, dürfte sich das Fusarienrisiko für die meisten Standorte weitgehend erledigt haben, wenn die Staubbeutel auch in den unterständigen Weizenähren abgefallen sind.

In nächster Zeit kann nur noch Spätbefall mit Braunrost im Weizen und Durum merklichen Schaden anrichten. Mit Braunrost ist bei Temperaturen über 18 °C und Regenschauern zu rechnen.

Braunrost lässt sich mit Tebuconazol gut bekämpfen, auch wenn bereits Pusteln zu erkennen sind. Das Problem ist, dass die Tebuconazol-Spritzung gegen Braunrost bis EC 69 (Ende der Blüte) abgeschlossen sein muss, da danach die Spritzung nicht mehr zulässig ist.

Aus diesem Grund ist es angebracht, noch nicht gemähte Grasbestände in der Nachbarschaft auf den Befall mit Braunrost unter die Lupe zu nehmen.

Entdecken Sie dort Braunrost, lässt sich das Risiko in Weizensorten mit höherer Anfälligkeit gegen Braunrost (z.B. Axioma, Benchmark, Euclid, Julius, KWS Donovan, Lemmy, LG Initial, Nordkap, Opal, Patras, Tobak) durch die Spritzung mit 125 g/ha Tebuconazol in EC 69 begrenzen. Die Tebuconazol-Wirkung hält auf der Ähren ca. 12 Tage an.

Bis EC 69 können gegen Braunrost mit längerer Wirkung 0,6 l/ha Elatus Plus (24 Tagen Wirkungsdauer) und verschiedene Azoxystrobin-Produkte (100 g/ha Azoxystrobin mit 20 d Wirkung) gespritzt werden. 42 Tage Wartezeit einhalten.

Mit dem Zusammenbruch der Blattlaus-Population ist ab der letzten Juniwoche zu rechnen. Bis dahin müssen Blattläuse bekämpft werden, solange der Korninhalt noch flüssig ist. Die offizielle Bekämpfungsschwelle liegt nach der Blüte bei 60 % mit Blattläusen besetzten Ähren bzw. bei 5 Blattläusen je Ähre. In Qualitätsweizen sollte die Bekämpfungsschwelle niedriger angesetzt werden, weil Blattläuse beim Saugen Amylasen übertragen, die zum vorzeitigen Auswuchs führen.

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Weizen – Ährendüngung

Proteingehalt und Backqualität durch Ährendüngung fördern

Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV macht sich erst im Proteingehalt und im Sedimentationswert bemerkbar, bevor der Ertrag reagiert. Durch die Ährendüngung mit Stickstoff lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher.

Eiweißgehalt im Korn und (Back-) Qualität werden in den ersten 20 Tagen nach Beginn der Kornbildung festgelegt und hängen im Wesentlichen von der N-Aufnahme aus dem Boden und der Umlagerung von Stickstoff bzw. löslichen Proteinbestandteilen aus den Blättern in das Korn ab. Dazu müssen auch genug Kohlenhydrat-Gerüste (Keto-Körper) und Enzyme für die Aminosäuren- und Proteinbildung bereitstehen.

Ertrag und Qualität hängen nicht nur von Stickstoff ab, sondern auch von der Versorgung mit Phosphor, Schwefel, Kalium, Magnesium und Spurenelementen.

Die Ursache für geringe Proteingehalte trotz hoher N-Zufuhr sind häufig im Mangel an Schwefel, auch Phosphor oder Kalium zu suchen. Fallen Eiweißgehalt und

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Zuckerrüben – hohe Nettoassimilationsrate sichert den Zuckerertrag

Zuckerrüben schließen im Idealfall möglichst schnell den Bestand und erreichen einen BFI von 4,5 (bei knapper Wasserversorgung) bis 5,5 (ausreichende Wasserversorgung). Mit den bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Diese Blätter müssen deshalb „gepäppelt“ werden.

Mit den ersten Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau von Blättern und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. ab, sobald das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.

Die Hauptlast der Assimilation und Ertragsbildung tragen dann die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten gebildet. Vier neue Blätter bedeuten aber einen Rückgang des Zuckergehaltes von 18 auf 16,8.

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Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV wirkt sich erst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, also auf die Backqualität aus, bevor eine Ertragswirkung zu spüren ist. Der Umgang mit dem knappen N-Angebot erfordert, dass wir den Stickstoff dem Bedarf der Pflanzen anpassen. Eine temporäre Überversorgung mit einer erhöhten Zwischenlagerung von Stickstoff in vegetativen Pflanzenteilen (Blätter) ist unproduktiv, weil die Auslagerung von Stickstoff aus den Blättern mit einem höheren Aufwand an Energie betrieben werden muss. Deshalb ist die Aufteilung der N-Düngung nach wie vor sinnvoll.
Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluss auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N- Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
eine frühzeitige Spätdüngung

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Weizen – Fahnenblattbehandlung 2023

Über die Jahre gesehen ist die Fahnenblattspritzung die ertragswirksamste Fungizidmaßnahme im Weizen. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die Assimilationsleistung der oberen beiden Blätter abgesichert, sondern auch verhindert, dass sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula mit dem dort akkumulierten Erregermaterial „ansteckt“. Auf diese Weise erfolgt ein Großteil der Ähreninfektionen.

Aus diesem Grund ist es zweckmäßig, dass die Spritzung erfolgt, wenn das Fahnenblatt in EC 39/49 voll geschoben ist, um ausreichend Wirkstoff im Bereich der Ligula anzulagern.

Die Hauptlast der Wirkung tragen Azole, die auf den getroffenen Blättern aber nur akropetal, in Richtung Blattspitzen, transportiert werden.

Etwas anders verhalten sich die Carboxamide, die auf der Blattoberfläche auch nach unten diffundieren können, bevor sie ins Blatt eindringen und dann im Xylem akropetal verteilt werden.

Das gilt auch für die Ährenbehandlung: Erfolgt diese, bevor die Ähren voll geschoben sind, wird der untere Ährenbereich nicht benetzt.

Deshalb ist eine Fungizidspritzung in EC 51 nichts Halbes und nichts Ganzes.

Wirkung der Azole

Aktuell stehen uns im Getreide als Azole nur noch die Wirkstoffe Tebuconazol, Metconazol, Bromoconazol mit guter Wirkung gegen Roste sowie das Prothioconazol und das Mefentrifluconazol zur Verfügung.

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Roggen-Aussaat 2023 und Ertragssicherung im Herbst

Wie bildet Raps den Ertrag?

Raps ist eine Kohlpflanze. Sie produziert „lieber Kraut als Körner“. Die Kornproduktion erfolgt erst, wenn die vegetative Entwicklung, gesteuert durch die Tageslänge, schon zu mehr als 50 % fortgeschritten ist. Durch ein verhaltenes Nährstoffangebot gegen Ende des Rosettenstadiums kann der Raps zur „Erhaltung der Art“ gezwungen werden. Er beginnt dann früher mit der generativen Entwicklung.

Für die Ertragsbildung ist entscheidend, dass

Raps eine ausreichende Blattfläche für eine optimale, nicht für eine maximale Assimilationsleistung entwickelt, um genug Assimilate für die Ausbildung der kräftigen Wurzel und der Ertragsanlagen bereitzustellen,

Raps genügend Knospen am Haupttrieb und an Verzweigungen bildet, um möglichst viele Schoten anzusetzen,

die Schoten eine hohe, möglichst lange assimilationsfähige Schotenoberfläche bilden. Ab 10 Tage nach der Blüte tragen die Schoten die Hauptlast der Assimilat-Versorgung der Körner.

die Körner in den Schoten optimal ausgebildet werden. Dazu müssen Wurzel und Stängel intakt bleiben, um den Wasser-

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