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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Die Ausbreitung von Glasflügelzikaden und der von ihnen übertragenen Krankheitserreger stellt eine zunehmende Bedrohung für den Kartoffel- und Zuckerrübenanbau in Deutschland dar. Nachdem zunächst der Südwesten Deutschlands stark betroffen war, treten inzwischen auch in Bayern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erste Nachweise auf.
Zentrale Erreger sind das Stolbur-Phytoplasma (Candidatus Phytoplasma solani) sowie erstmals auch das Proteobakterium Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus in Kartoffeln. Diese verursachen die neu definierte Krankheit „Bakterielle Kartoffel-Knollenwelke“, die durch verstopfte Leitbahnen, verminderte Assimilatverlagerung, reduzierte Stärkeeinlagerung und erhöhte Zuckergehalte in den Knollen gekennzeichnet ist.

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Insektizidversuch in Kartoffeln – Regensburg

Im Landkreis Regensburg wurde im Jahr 2025 ein Streifen – Demonstrationsversuch zur Bekämpfung von Insekten – insbesondere zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade – in Kartoffeln durchgeführt.
Beim Versuchsstandort handelte es sich um einen Lösslehm mit 72 Bodenpunkten. Die Vorfrucht war Zuckerrübe. Die Zuckerrüben wurden unter guten, trockenen Bedingungen geerntet. Die Grundbodenbearbeitung erfolge durch 2 Grubberstriche auf maximal 30 cm Tiefe. Die sekundäre Bodenbearbeitung erfolge im April mit einem Feingrubber und einer Vollfeldfräse.
Der Versuchsschlag wurde am 9. April mit der Chipskartoffelsorte SHc1010 gepflanzt. Das Saatgut wurde bereits mit Diabolo behandelt. Bei der Pflanzung erfolge die Beizung mit Moncut.

Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben 2025

Abgesehen von den pflanzenbaulichen Herausforderungen im Rübenanbau wie SBR, Cercospora oder dem Wegfall von Wirkstoffen stimmt die aktuelle Zuckermarktlage wenig optimistisch. Die Zuckerfabriken versuchen deshalb die Anbaufläche für 2026 zu reduzieren. Für viele stellt sich deshalb die Frage, wie der Zuckerrübenanbau unter diesen Voraussetzungen noch wirtschaftlich funktionieren kann. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es dabei, neben dem Ertrag auch die Qualität intensiver zu berücksichtigen und pflanzenbauliche Stellschrauben gezielt zu nutzen. Aus dem vergangenen Rübenjahr 2025 können dazu wieder interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Im letzten Jahr berichteten wir von den gravierenden Ertragsunterschieden von Standort zu Standort in Abhängigkeit des SBR- und Stolbur-Befalls, aber auch kleinräumig von Landwirt zu Landwirt. Die Spanne reichte 2024 von 20 t/ha bis 130 t/ha. Die Ausreißer nach unten blieben dieses Jahr erfreulicherweise aus und in den letztjährigen SBR-/Stolbur-Hotspot-Regionen konnten zumindest wieder höhere Erträge erzielt werden. Aussaat und Auflaufbedingungen Die meist trockenen Bedingungen im zeitigen Frühjahr ermöglichten verbreitet eine frühe Rübenaussaat ab der zweiten Märzdekade, auch wenn die Bodentemperaturen zu diesem Zeitpunkt nur knapp die 6 °C erreicht hatten, was einen verhaltenen Auflauf der Zuckerrüben erwarten ließ. Während im Süden noch ausreichend Bodenfeuchte für einen homogenen Feldaufgang vorhanden war, war es im Osten und Nordosten schon sehr trocken.

Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Sortenwahl 2026

Die Sortenwahl ist im Rübenanbau eine besonders wichtige Stellschraube, da je nach Standort z.B. bei Nematoden- oder Rhizoctoniabefall zur Absicherung des Ertrags Spezialsorten angebaut werden müssen. Auch SBR und Cercospora müssen bei der Wahl der möglichen Sorte besonders priorisiert werden. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass besonders im Rübenanbau ein Risikosplitting durch den Anbau verschiedener Sorten wichtig ist.
Konventionelle Sorten

Standardsorten

Standorte ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall erlauben bei der Sortenwahl maximale Flexibilität (Tab.175). Unter diesen Idealvoraussetzungen kann der Fokus auf das maximale genetisch vorgegebene Zuckerertragspotential gelegt werden. Der starke Cercospora-Druck der letzten Jahre hat aber dazu geführt, dass die Sorten mit der höchsten Ertragsstabilität über die verschiedenen Standorte in Deutschland auch in punkto Cercospora- Leistung ein gutes Niveau mitbringen. Zu nennen sind Sorten wie Ludovica, BTS 2030, Annedora und Habicht. Ebenso erreicht die St Rotterdam ein hohes Ertragsniveau.

Wird das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt,

Zuckerrüben 2025

Mais – Neue Sorten

Silomais:
DKC 2956 (S 190 / K 220)
frühe hartmais-ähnliche Doppelnutzungssorte
ausgeglichenes Verhältnis von Restpflanze zu Kolben
gute Kolbenleistung bei tiefem Kolbensitz, eher Fixkolben-Typ
Selektion für frühe, nördliche Lagen bzw. Höhenlagen, Grenzstandorte
top Jugend-Entwicklung und Kältetoleranz
KWS Aveso (S 200)
Dreinutzungssorte (Biogas, Fütterung, Körner- bzw. CCM-Mais)
gute Stärke- und Energieerträge bei guter Verdaulichkeit
ansprechende Körnermaisleistungen in Nordwestdeutschland
LG 32.216 (S 200 / K 220)
Doppelnutzungssorte
langer Typ mit sogenannter „open look“-Optik
standfest
sehr gute Jugendentwicklung
gute Blattgesundheit
geringe Bestockungsneigung bei gutem TKG
P78020 (S 210)
massebetonter früher Doppelnutzer
sehr gute Anpassung an Nordwest- und Nordostdeutschland in den Silomaisversuchen

Zuckerrüben 2025

Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Das Maisjahr 2025 zeigte sich in Deutschland von zwei Seiten: Während in Süddeutschland, Nordwest und Nordost vielerorts befriedigende bis unerwartet hohe Erträge erzielt wurden, präsentierte sich die Lage in Teilen Mitteldeutschlands ganz anders: kalte Temperaturen während der Jugendentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Trockenheit zur Blüte führten dort zu katastrophalen Ergebnissen.
Kaltes Frühjahr
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Unter trockenen, günstigen Bedingungen konnten die Bestände ab Mitte April zügig und gleichmäßig auflaufen. Doch danach folgte eine ungewöhnlich kalte Witterungsphase mit sehr kalten Nächten. Diese Phase setzte den Maisbeständen massiv zu und warf die Entwicklung stark zurück. Die Kältebelastung beeinflusste auch das phytohormonelle Gleichgewicht der Pflanzen, insbesondere die Bildung und Steuerung der generativen Organe. Vielfach präsentierten sich Bestände mit Mehrkolbigkeit und kleinen, rudimentären Kolben an den Fahnenästen.
Einkörnung und Kornfüllung
Ab Mitte Juni verbesserten sich die Bedingungen für den Körnermais in den meisten Regionen. Während der Blüte fiel verbreitet ausreichend Regen, sodass eine sichere Befruchtung und Einkörnung gewährleistet war. Eine Ausnahme bildeten das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen u.a. Gebiete im Regenschatten der Mittelgebirge, wo nur zwei Drittel der normalen Niederschläge fielen.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Die Ausbreitung von Glasflügelzikaden und der von ihnen übertragenen Krankheitserreger stellt eine zunehmende Bedrohung für den Kartoffel- und Zuckerrübenanbau in Deutschland dar. Nachdem zunächst der Südwesten Deutschlands stark betroffen war, treten inzwischen auch in Bayern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erste Nachweise auf.
Zentrale Erreger sind das Stolbur-Phytoplasma (Candidatus Phytoplasma solani) sowie erstmals auch das Proteobakterium Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus in Kartoffeln. Diese verursachen die neu definierte Krankheit „Bakterielle Kartoffel-Knollenwelke“, die durch verstopfte Leitbahnen, verminderte Assimilatverlagerung, reduzierte Stärkeeinlagerung und erhöhte Zuckergehalte in den Knollen gekennzeichnet ist.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Insektizidversuch in Kartoffeln – Regensburg

Im Landkreis Regensburg wurde im Jahr 2025 ein Streifen – Demonstrationsversuch zur Bekämpfung von Insekten – insbesondere zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade – in Kartoffeln durchgeführt.
Beim Versuchsstandort handelte es sich um einen Lösslehm mit 72 Bodenpunkten. Die Vorfrucht war Zuckerrübe. Die Zuckerrüben wurden unter guten, trockenen Bedingungen geerntet. Die Grundbodenbearbeitung erfolge durch 2 Grubberstriche auf maximal 30 cm Tiefe. Die sekundäre Bodenbearbeitung erfolge im April mit einem Feingrubber und einer Vollfeldfräse.
Der Versuchsschlag wurde am 9. April mit der Chipskartoffelsorte SHc1010 gepflanzt. Das Saatgut wurde bereits mit Diabolo behandelt. Bei der Pflanzung erfolge die Beizung mit Moncut.

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben 2025

Abgesehen von den pflanzenbaulichen Herausforderungen im Rübenanbau wie SBR, Cercospora oder dem Wegfall von Wirkstoffen stimmt die aktuelle Zuckermarktlage wenig optimistisch. Die Zuckerfabriken versuchen deshalb die Anbaufläche für 2026 zu reduzieren. Für viele stellt sich deshalb die Frage, wie der Zuckerrübenanbau unter diesen Voraussetzungen noch wirtschaftlich funktionieren kann. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es dabei, neben dem Ertrag auch die Qualität intensiver zu berücksichtigen und pflanzenbauliche Stellschrauben gezielt zu nutzen. Aus dem vergangenen Rübenjahr 2025 können dazu wieder interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Im letzten Jahr berichteten wir von den gravierenden Ertragsunterschieden von Standort zu Standort in Abhängigkeit des SBR- und Stolbur-Befalls, aber auch kleinräumig von Landwirt zu Landwirt. Die Spanne reichte 2024 von 20 t/ha bis 130 t/ha. Die Ausreißer nach unten blieben dieses Jahr erfreulicherweise aus und in den letztjährigen SBR-/Stolbur-Hotspot-Regionen konnten zumindest wieder höhere Erträge erzielt werden. Aussaat und Auflaufbedingungen Die meist trockenen Bedingungen im zeitigen Frühjahr ermöglichten verbreitet eine frühe Rübenaussaat ab der zweiten Märzdekade, auch wenn die Bodentemperaturen zu diesem Zeitpunkt nur knapp die 6 °C erreicht hatten, was einen verhaltenen Auflauf der Zuckerrüben erwarten ließ. Während im Süden noch ausreichend Bodenfeuchte für einen homogenen Feldaufgang vorhanden war, war es im Osten und Nordosten schon sehr trocken.

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Sortenwahl 2026

Die Sortenwahl ist im Rübenanbau eine besonders wichtige Stellschraube, da je nach Standort z.B. bei Nematoden- oder Rhizoctoniabefall zur Absicherung des Ertrags Spezialsorten angebaut werden müssen. Auch SBR und Cercospora müssen bei der Wahl der möglichen Sorte besonders priorisiert werden. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass besonders im Rübenanbau ein Risikosplitting durch den Anbau verschiedener Sorten wichtig ist.
Konventionelle Sorten

Standardsorten

Standorte ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall erlauben bei der Sortenwahl maximale Flexibilität (Tab.175). Unter diesen Idealvoraussetzungen kann der Fokus auf das maximale genetisch vorgegebene Zuckerertragspotential gelegt werden. Der starke Cercospora-Druck der letzten Jahre hat aber dazu geführt, dass die Sorten mit der höchsten Ertragsstabilität über die verschiedenen Standorte in Deutschland auch in punkto Cercospora- Leistung ein gutes Niveau mitbringen. Zu nennen sind Sorten wie Ludovica, BTS 2030, Annedora und Habicht. Ebenso erreicht die St Rotterdam ein hohes Ertragsniveau.

Wird das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt,

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Qualitätsprobleme erschweren zunehmend die Kartoffelvermarktung. Im Speisekartoffelbereich leidet zunehmend die Optik. Drahtwürmer, Rhizoctonia, Schorf, Fusarium etc. waren in allen Anbauregionen verstärkt vorhanden. Dies führt nun zu hohen zweistelligen Abzügen und endet nicht selten darin, dass die Partien nicht als Speisekartoffeln vermarktet werden können.
In der Verarbeitung häufen sich schwache Unterwassergewichte und/oder schlechte Backfarben. Gründe sind die vorzeitige Abreife früh gepflanzter Bestände, oder eine zu hohe N-Konzentration in den Knollen aufgrund starker Nachlieferung durch die Niederschläge Anfang August. Trifft diese hohe N-Versorgung dann auf eine schwache K-Konzentration, wie in diesem Jahr häufig festgestellt wurde, kommt es zu nicht vermarktungsfähigen Qualitäten.
Ein entscheidender Nährstoff, der in der Praxis immer mit Bestandesvitalität und somit Ertrags- und Qualitätseffekten korreliert, ist das Phosphat.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Einarbeiten von Zwischenfrüchten

Durch die geringen Temperaturen im September und Oktober haben sich Zwischenfruchtbestände in diesem Herbst häufig nur zögerlich entwickelt. Ein Überwachsen ist trotz weiterem Wachstum nicht zu befürchten. Eine Einarbeitung vor Weihnachten ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll.
Um die Ziele des Zwischenfruchtanbaus vor Kartoffeln zu verfolgen, werden viele Zwischenfruchtbestände zu Kartoffeln verhältnismäßig spät gesät. Infolgedessen sind die Bestände jetzt noch sehr jung. Eine junge Zwischenfrucht enthält noch viel Zucker und leicht umsetzbare Stickstoffverbindungen.
Werden diese Zwischenfrüchte jetzt gemulcht, oder in den Boden eingearbeitet, mineralisiert der darin enthaltene Stickstoff schnell durch. Bleibt die Witterung mild mit vereinzelten Niederschlägen, wird der gesamte in der Zwischenfrucht gespeicherte Stickstoff umgesetzt.

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Zuckerrüben 2025

Mais – Neue Sorten

Silomais:
DKC 2956 (S 190 / K 220)
frühe hartmais-ähnliche Doppelnutzungssorte
ausgeglichenes Verhältnis von Restpflanze zu Kolben
gute Kolbenleistung bei tiefem Kolbensitz, eher Fixkolben-Typ
Selektion für frühe, nördliche Lagen bzw. Höhenlagen, Grenzstandorte
top Jugend-Entwicklung und Kältetoleranz
KWS Aveso (S 200)
Dreinutzungssorte (Biogas, Fütterung, Körner- bzw. CCM-Mais)
gute Stärke- und Energieerträge bei guter Verdaulichkeit
ansprechende Körnermaisleistungen in Nordwestdeutschland
LG 32.216 (S 200 / K 220)
Doppelnutzungssorte
langer Typ mit sogenannter „open look“-Optik
standfest
sehr gute Jugendentwicklung
gute Blattgesundheit
geringe Bestockungsneigung bei gutem TKG
P78020 (S 210)
massebetonter früher Doppelnutzer
sehr gute Anpassung an Nordwest- und Nordostdeutschland in den Silomaisversuchen

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Zuckerrüben 2025

Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Das Maisjahr 2025 zeigte sich in Deutschland von zwei Seiten: Während in Süddeutschland, Nordwest und Nordost vielerorts befriedigende bis unerwartet hohe Erträge erzielt wurden, präsentierte sich die Lage in Teilen Mitteldeutschlands ganz anders: kalte Temperaturen während der Jugendentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Trockenheit zur Blüte führten dort zu katastrophalen Ergebnissen.
Kaltes Frühjahr
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Unter trockenen, günstigen Bedingungen konnten die Bestände ab Mitte April zügig und gleichmäßig auflaufen. Doch danach folgte eine ungewöhnlich kalte Witterungsphase mit sehr kalten Nächten. Diese Phase setzte den Maisbeständen massiv zu und warf die Entwicklung stark zurück. Die Kältebelastung beeinflusste auch das phytohormonelle Gleichgewicht der Pflanzen, insbesondere die Bildung und Steuerung der generativen Organe. Vielfach präsentierten sich Bestände mit Mehrkolbigkeit und kleinen, rudimentären Kolben an den Fahnenästen.
Einkörnung und Kornfüllung
Ab Mitte Juni verbesserten sich die Bedingungen für den Körnermais in den meisten Regionen. Während der Blüte fiel verbreitet ausreichend Regen, sodass eine sichere Befruchtung und Einkörnung gewährleistet war. Eine Ausnahme bildeten das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen u.a. Gebiete im Regenschatten der Mittelgebirge, wo nur zwei Drittel der normalen Niederschläge fielen.

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Zuckerrüben 2025

Silomais 2025

Das Anbaujahr 2025 war auch für den Silomais durch Witterungsextreme geprägt, die die Entwicklung der Bestände in mehreren Phasen maßgeblich bestimmten. Der anfangs tagsüber sehr warme April ermöglichte deutschlandweit frühe Saattermine unter nahezu idealen Bodenbedingungen. Diese Maisbestände konnten sich bis zum 2- bis 3-Blattstadium gut etablieren.
Kälte bremste den Mais aus
Darauf folgte jedoch eine ungewöhnlich lange Kältephase bis in die zweite Junidekade. Die Jugendentwicklung des Mais verlief deutlich langsamer, die Bestände blieben in der Entwicklung weit zurück. Andauernde Temperaturen unter 12 °C führen zu Chlorosen, violett verfärbten Blättern, langsamer Entwicklung sowie erhöhter Krankheitsanfälligkeit.
Niedrige Temperaturen in der frühen Jugend bremsten die Stoffwechselaktivität des Maises deutlich aus. Die Photosynthese-Enzyme arbeiteten eingeschränkt. Dadurch blieben sowohl die CO₂-Fixierung als auch der Chlorophyllaufbau und das Wurzelwachstum zurück. Gleichzeitig entstanden, verstärkt durch hohe UV-Strahlung, vermehrt aggressive Sauerstoffradikale, die die Zellmembranen schädigten.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Die durchschnittliche Temperatur in der Saison 2025 war auf vielen Standorten niedriger als im Vorjahr. Auch die Bodentemperaturen lagen häufig unter Vorjahresniveau. Wesentlicher Unterschied zu 2024 war neben den trockenen und somit besseren Pflanzbedingungen auch der Verlauf der Temperatur in der Saison. Im Jahr 2025 waren die Schwankungen der Bodentemperatur deutlich stärker. Schon früh gab es hohe Temperaturen, vor allem in der Phase der Jugendentwicklung und des Knollenansatzes. Im Juni war es in vielen Regionen trocken und heiß. In dieser Phase haben die früh gepflanzten Bestände nur schwach Knollen angesetzt. Eine Bewässerung brachte hier höhere Knollenansätze und hielt die Bestände fit. Ohne die Bewässerung sind viele Bestände zu früh abgereift.
Später gepflanzte Bestände (Ende April/ Anfang Mai) hingegen konnten von den Niederschlägen und moderaten Temperaturen Ende Juli/ Anfang August profitieren und waren im Ertrag deutlich besser.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Hohe Keimbereitschaft von Speise- und Veredlungskartoffeln

Viele Parteien werden mit Maleinsäure behandelt, dabei stellt sich jedoch immer die Frage des Behandlungserfolges. In diesem Jahr waren die Bedingungen sehr gut für eine effektive Aufnahmen der Maleinsäure. Hohe Luftfeuchtigkeit => geöffnete Wachsschicht.

Selbst wenn ausreichend Wirkstoff in die Knollen eingelagert wurde, darf nach dem Einsatz der Maleinsäure nur unwesentlich später begast werden, da sich die Wirkmechanismen grundlegend unterscheiden.
Tabelle

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Begasung und Backqualität

Bei der Produktion von Veredelungskartoffeln spielt der CO2-Gehalt eine große Rolle. Dieser muss durch ständigen Luftaustausch auf einem möglichst geringen Niveau gehalten werden.

Wer über ein CO2-Meßgerät verfügt, wird nach der Begasung einen schnellen Anstieg der CO2-Konzentration im Lager feststellen. Hier gilt es, den besten Kompromiss zwischen Wirkungssicherheit der Begasung und der Backfarbe des Produktes zu finden.

Aus diesem Grund müssen Sorten mit einer schlechten Backfarbe, welche für die Produktionsrichtung mit den höchsten Anforderungen (Chips) gelagert werden, bereits 24 h nach der Begasung belüftet werden. Sorten mit guten Backqualitäten, welche für die Pommes frites-Produktion gelagert werden, sollten erst nach 48 h belüftet werden.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Was beim Lagern in diesem Jahr besonders zu beachten ist!

Häufig findet man derzeit Braunfäule im Lager. Braunfäule wird durch P. Infestans, dem Erreger der Krautfäule, hervorgerufen. Wie der Name schon sagt, äußert sich die Braunfäule durch braune Flecken zwischen der Schale und dem Gefäßbündelring. Zunächst wird das Knolleninnere nicht befallen. Erst bei weiterem Fortschreiten der Fäulnis wird die gesamte Knolle befallen. Anders als bei der Fäulnis von unreifen Knollen, verbreitet sich die Braunfäule sehr rasant im Lager. Die Braunfäule verbreitet einen beißenden Geruch, ähnlich dem Ammoniak.
Die Fäulnis kann durch kühle Temperaturen und Trockenheit gestoppt werden, die Verbreitung des Erregers jedoch nicht. Das bedeutet, dass die Partie durch ein rasches Abkühlen zunächst gerettet werden kann.

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Zuckerrüben 2025

Winterraps – Verfärbte Bestände

In den letzten Tagen fangen die Rapspflanzen in vielen Beständen an, sich gelb-rötlich-violett zu verfärben. Dafür kommen viele Ursachen in Betracht:
Witterungseinflüsse (Nässe, Frost, intensive Strahlung + kühle Temperaturen, Temperatursturz)
Nährstoffmangel (vor allem Stickstoff, Phosphor oder auch Schwefel und Bor)
Schädlingsbefall auf Blätter (Saugschäden durch Läuse), im Spross (Erdfloh-Larven) und an Wurzel (Kohlfliegen- Larven)
Krankheitsbefall an Wurzel (Kohlhernie, Wurzelbrand) mit verringerter Nährstoffaufnahme
Nachwirkung von Sulfonylharnstoffen (Mesosulfuron, Metsulfuron, Propoxy-carbazone) zur Vorfrucht, die infolge Trockenheit im Sommer nicht abgebaut wurden (Cyt-MOG)
Kombination von Wachstumsregler + Gräsermittel (Graminiziden) vor Frost (eingeschränkte Enzymaktivität (Cyt-MOG) bzw. Substratmangel für die Enzymbildung)
Verringerter Abbau von Bodenherbiziden
Wird Stickstoff in der Pflanze knapp, wird dieser aus den älteren Blättern in die jüngeren verlagert. Das führt schließlich zu einer gelben bis violetten Verfärbung der alten Blätter.

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Zuckerrüben 2025

Winterweizen – Spätsaat

Weizen, der jetzt noch gesät wird, wird erst im Frühjahr bestocken. Die erst im Frühjahr gebildeten Triebe fallen i.d.R. gegenüber den Haupttrieben im Ertrag stark ab. Deshalb sollte man den Weizen auf Endbestand säen. Das scheitert aber daran, wenn die Saatkörner in der Drillreihe zu eng abgelegt werden und die Pflanzen dann enger als alle 2 cm stehen.
Es ist vor allem die Wurzelkonkurrenz, die (zu) hohen Saatstärken den Riegel vorschiebt: Mehr als 50 Keimpflanzen je laufenden Meter Drillreihe sollen auf keinen Fall stehen, weil die Einzelpflanzenleistung durch den engen Abstand überproportional abfällt. Das wirkt sich umso gravierender aus, wenn dann im Laufe der Vegetation Pflanzen durch Krankheiten an der Halmbasis oder durch Schädlinge ausfallen.
Aus diesem Grund ist es auch sinnvoll, für die späte Aussaat Sorten zu wählen, die den Ertrag auch mit niedrigen Ährenzahlen über den Einzelährenertrag bilden können.
Um die Bestandesdichte vor allem auf tonigen Böden oder Lehmkuppen abzusichern, bietet es sich an, etwa die Hälfte bis 2/3 der Sollährenzahl an Samenkörnern mit dem Düngerstreuer als Breitsaat auf den rückverfestigten Boden auszubringen und danach den Rest der vorgesehenen Saatmenge mit der Drillmaschine zu säen.

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Zuckerrüben 2025

Kalzium (Ca) als Nährelement in der Pflanze

Die Niederschläge im Sommer und in den letzten Wochen führten vielfach zur Verlagerung von freiem Kalk aus der Krume. Verbreitet wurde dadurch die Neigung zum Verschlämmen verstärkt. Von außen ist das zu erkennen an der gegen das Licht gesehen glänzigen, oft auch silbrig glänzenden Bodenoberfläche, die durch das Aneinanderhaften der Bodenpartikel entsteht. Dagegen trägt die Ca-Brücke zwischen den Bodenpartikeln zu einer strukturierten, dadurch glanzlosen Bodenoberfläche bei.
Den Struktureffekt von Kalk können Sie testen, indem Sie (Brannt-) Kalkkörner auf dem verschlämmten Boden verteilen. Diese bewirken, dass sich Krümel bilden.
Zur Absicherung können sie den pH in den oberen 10 cm und in den 20 cm darunter untersuchen lassen. Liegt dieser unter pH 6,7 auf tonigen, unter pH 6,1 auf lehmigen bzw. unter 5,8 auf sandigen Böden, ist es angebracht bis zum Frühjahr eine Kopfkalkung zu allen Früchten vorzunehmen, um
die Bodenoberfläche zu stabilisieren,
den Ca-Bedarf der Pflanzen zu sichern,
die Umsetzung von Stickstoff

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Zuckerrüben 2025

Winterraps – Gräserbekämpfung

Die Temperaturen sollen in den nächsten 2 Wochen zwar zurückgehen, werden sich aber zumindest im Westen noch über der Wachstumsgrenze bewegen. Damit bleibt es dort für die Kerb-Spritzung zu warm. Ackerfuchsschwanz- oder Weidelgraspflanzen im 4-Blattstadium können bis zur Kerb-Spritzung noch voll bestocken. Voll bestockter Ackerfuchsschwanz mit tiefreichenden Wurzeln wird durch das Propyzamid im Kerb flo oder Milestone nicht vollständig erfasst. Für die Spritzung von Kerb ist es derzeit noch zu früh.
Konnte der Ackerfuchsschwanz bis Anfang November 4 oder gar mehr Blätter bilden, kann er mit DIM-Mitteln rausgespritzt werden. Auf Standorten mit FOP-resistentem Ackerfuchsschwanz wirkten 0,5 l/ha Select 240 (+ 0,5 l/ha Radiamix) besser als 2,25 l/ha Focus Ultra (+ Dash).
Die Wirkung der DIM-Mittel gegen Ausfallgetreide und Trespen ist aber schlechter als die Wirkung der FOP-Mittel.
Die im Raps zugelassenen FOP-Mittel (Agil, Fusilade Max oder Paranex, Targa Super u.a.) wirken nicht mehr gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser, aber meist noch gut gegen Trespen und

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Zuckerrüben 2025

Winterraps – Magnesiummangel

Hohe Niederschläge haben Ende August bis Mitte September im Südwesten und Nordwesten bis zur Westküste Schleswig-Holsteins die Böden mit Wasser gesättigt. In einem Streifen von 150 km Breite nördlich der Mittelgebirge von Bremen bis Sachsen sind die Böden aktuell zwischen 40 bis 60 % mit Wasser gesättigt, in den übrigen Gebieten zu 80 bis 90 %.
Der Zustand der Rapsbestände ist deshalb sehr unterschiedlich. Auffallend ist, dass der Raps in den mit Regen gesegneten Gebieten häufiger als in den Vorjahren Anzeichen von Magnesium-Mangel erkennen lässt:
Aufhellende Interkostalfelder, die vom Blattrand aus sich rötlich verfärben. Im Gegensatz zu den TuYV-Symptomen können die Symptome auf das ganze Blatt übergreifen.
Wenn der Raps zeichnet, kann auch das Getreide unter Magnesium-Mangel leiden. Symptome sind erst ab dem 4- Blattstadium zu identifizieren, wenn die Getreidepflanzen auf die Wurzelernährung umschalten:
Ältere Blätter beginnen von der Spitze her in gelben Streifen

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Zuckerrüben 2025

Winterraps – Bekämpfung der Larven des Rapserdflohs

Der Zuflug von Rapserdflöhen scheint weitgehend abgeschlossen zu sein. In diesem Jahr flogen mehr Erdflöhe als im vergangenen Jahr ein, aber deutlich weniger im Vergleich zu 2023.
Hat der Rapsbestand den ersten Zuflug und die Fraßschäden im Keimblatt-Stadium erst einmal überstanden, entsteht der Hauptschaden durch den Minierfraß der Rapserdfloh-Larven im Stängel, in dessen Folge sich dort Krankheiten ansiedeln bzw. Rapspflanzen durch das eindringende Wasser und Frost ausfallen.
Der letzte Zuflug-Peak war verbreitet am 8. Oktober. Mit der Eiablage dieser Käfer ist bis zum 25.Oktober zu rechnen. Das Schlüpfen der Larven kann sich aber noch bis ins Frühjahr hinziehen. Die Eier werden 1 bis 2 cm tief in den gut durchlüfteten Boden neben die Rapspflanzen gelegt. Wo die oberste Bodenschicht aktuell nicht vernässt ist, haben die Eier bessere Überlebenschancen. Nässe und Bodenfrost schaden den abgelegten Eiern.
Mit Gelbschalen, die eine Oberfläche von 1/6 m² haben, wird der Zuflug auf annähernd einem Quadratmeter erfasst. Wenn wir von

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Zuckerrüben 2025

Winterraps – Befall mit Kohlfliegen-Larven

Larven der Kleinen Kohlfliege sind regional in diesem Jahr trotz Lumiposa-Beizung wieder häufiger zu finden. Deren Bekämpfung ist mit den teilsystemisch wirkenden Insektiziden kaum möglich. Um größeren Schaden durch das Abfaulen der Wurzeln zu verhindern, muss die Bor-Versorgung sichergestellt werden. Bor ist notwendig für die Gewebebildung. Um die Konzentration in der Wurzelzone stärker anzuheben, sind 450 g/ha Bor angebracht. Das auf die Blätter gespritzte Bor läuft von den Blättern ab und dringt im Bereich des Wurzelhalses konzentriert in den Boden ein, um dort über die Wurzel aufgenommen zu werden.

Die Bor-Spritzung sollte baldmöglichst erfolgen, wenn Sie Rapswurzeln mit Kohlfliegenlarven finden.

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Zuckerrüben 2025

Getreide – Verzwergungsvirosen

Verzwergungsvirosen werden durch Vektoren übertragen: das Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) vorwiegend durch die Haferblattlaus und die Große Getreideblattlaus, das Weizen-Verzwergungs-Virus (WDV) durch die Zwergzikade (Psammotettix alienus).
Obwohl sich das Auftreten von Blattläusen und Zikaden im vergangenen Jahr eher in Grenzen hielt, wurden verbreitet sowohl das Gersten- als auch das Weizenverzwergungsvirus nachgewiesen. Bei der Interpretation der Monitoring-Ergebnisse muss allerdings berücksichtigt werden, dass sich der nachgewiesene Befall i.d.R. auf Verdachtsproben bezieht und nicht auf die mit Getreide angebaute Fläche in einer Region. Aktuell hält sich der Befall im Ausfallgetreide bzw. der Getreidepflanzen im Ausfallgetreide in Grenzen:
Erste Anzeichen für Verzwergungsvirosen sind einzelne Getreidepflanzen, die von der Spitze her zu vergilben beginnen oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und übermäßig stark bestocken. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern wie ein Gummibaumblatt (=turgeszent) an, weil der Wassertransport und die Wasserabgabe infolge des Virusbefalls gestört sind. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern.
Wie hoch ist das Befallsrisiko?
Daraus lässt sich schließen, dass der Anteil der mit den Virosen belasteten Zikaden bzw. Blattläuse sich im Bereich des Grundrauschens bewegt, also nicht höher als 2 bis 5 % ist.

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Zuckerrüben 2025

Wintergetreide – Einsatz von Bodenherbiziden bei Frost

Die aktuell feuchten Bodenbedingungen bieten derzeit gute Voraussetzungen für die Spritzung von Bodenherbiziden im Wintergetreide. Allerdings muss im Osten und im Südosten mit Nachtfrösten gerechnet werden, die die Kulturverträglichkeit der Herbizide einschränken.
Flufenacet, Pendimethalin oder Chlortoluron können im frühen Nachauflauf auch bei vorausgegangenem und/oder angekündigtem leichten Frost (bis -4 °C) gespritzt werden.
Auf den Zusatz von Prosulfocarb zur Unterstützung der Gräser-Wirkung sollte man bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verzichten. Auch das flumioxazinhaltige Sumimax darf nur bei frostfreier Folgewitterung gespritzt werden.
Carotinoid-Synthese-Hemmer Diflufenican (z.B. Diflanil, Herold, Carmina, Trinity), Beflubutamid (Beflex) oder Picolinafen (Pontos, Quirinus) können auch bei leichtem Nachtfrost bis -2 °C eingesetzt werden.
Ebenfalls wirkungssicher und kulturverträglich ist die Anwendung von ALS-Hemmern ohne Safener wie Tribenuron (Trimmer), Florasulam (Saracen), Metsulfuron (Alliance) bis -4 °C.
ALS-Hemmer mit Mefenpyr als Safener (Atlantis) sollten dagegen nicht gespritzt werden, wenn nach der Spritzung mit Nachtfrösten zu rechnen ist.
ACCase-Hemmer mit Cloquintocet als Safener (Axial, Traxos) können auch vor Nachtfrösten bis -5 °C ausgebracht werden. Dadurch steigt sogar die Wirkungssicherheit gegen Weidelgras und Ackerfuchsschwanz. Die Tagestemperaturen sollten nach Frostnächten wieder die

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Zuckerrüben 2025

Winterraps – Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung

Ackerfuchsschwanz- und Weidelgraspflanzen, die aktuell bereits 4 Blätter gebildet haben, werden bis zur Kerb-Spritzung noch bestocken können. Bestockter Ackerfuchsschwanz, auch Weidelgras wird durch Kerb flo nicht mehr sicher erfasst. Für die Spritzung von Kerb ist es jetzt aber noch zu früh bzw. zu warm.

Ackerfuchsschwanz mit 4 und mehr Blättern muss mit DIM-Mitteln rausgespritzt werden. Auf Standorten mit FOP-resistentem Ackerfuchsschwanz ist Select 240 (Clethodim) wirkungssicherer als Focus Ultra. Focus Ultra schnitt dagegen auf Versuchsstandorten in Hessen gegen Weidelgräser besser ab. Beide DIM-Mittel sollten aber aus Gründen der Verträglichkeit nicht mehr gespritzt werden, wenn Nachtfrost angesagt ist, vor allem nicht in Kombination mit Azolen (Tebuconazol, Metconazol, Paclobutrazol).

FOP-Mittel (Agil, Fusilade Max, Gallant oder Panarex, Targa Super) wirken nicht mehr ausreichend gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgras, sind aber gegen Ausfallgetreide und Trespen die Mittel der Wahl.

DIM-Mittel wirken gegen Ausfallgetreide und Trespen schlechter. Die Kombination von DIM- und FOP-Mittel ist möglich. DIM-Mittel (Clethodim) müssen in voller Aufwandmenge gespritzt werden, FOP-Mittel können auf 50 % (Ausnahme Agil S) reduziert werden.

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Winterraps – Bei Frostrisiko Graminizide nicht mit Azolen mischen

Aus Gründen der Verträglichkeit sollen Graminizide mit metconazol-, paclobutrazol- oder tebuconazolhaltigen Wachstumsreglern (Carax, Folicur, Horizon, Orius, Tilmor, Toprex) nicht gemischt werden, wenn die Temperaturen unmittelbar nach der Spritzung auf bzw. unter den Gefrierpunkt absinken können.

FOP-Mittel (z.B. Agil, Gallant, Fusilade, Panarex, Targa Super)

DIM-Mittel (Focus Ultra, Select 240)

Kerb flo (Propyzamid) oder Milestone (Propyzamid + Aminopyralid)

Im Zweifel immer erst Gräsermittel und 4 – 6 Tage später Wachstumsregler spritzen!

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Die in den Blattanalysen gemessenen knappen Kaliumgehalte sind aktuell häufig auch in den Knollen zu finden. Die Kalium-Knollenkonzentration sollte bei mindestens 1,8 % TS liegen. Für eine gute Lagerqualität sollte der Wert bei 2 % oder darüber liegen. Werden diese Werte in der Knolle nicht erreicht, ist mit verstärkten Qualitätsproblemen zu rechnen. Die Beschädigungsempfindlichkeit der Knollen sowie die Neigung zu Schwarz-/Blaufleckigkeit sind erhöht. Die Backfarben im Verarbeitungsbereich sind schlechter, die Lagerverluste höher und die Fäulnisgefahr steigt. Diese Probleme werden verstärkt, wenn zu einer schwachen Kaliumversorgung eine hohe Stickstoffversorgung kommt. Die N-Konzentration in den Knollen sollte bei 1,2 %/TS oder darunter liegen. Häufig sind vor allem in kritischen Partien Konzentrationen von 1,4 %/TS oder höher zu messen.
Knollenanalysen von eingelagerten Kartoffeln geben einen Rückschluss darauf, wie die einzelnen Partien gelagert und im Anschluss vermarktet werden sollten.

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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide
Der Wegfall des Flufenacet (FFA) ist beschlossene Sache. Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Ob danach das Cinmethylin (enthalten im Luximo) zur Verfügung steht, ist unklar. Die Alternativen zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz & Co. bestehen aus Wirkstoffen, die schon vor dem Flufenacet zur Verfügung standen, z.B. CTU, Pendimethalin, Prosulfocarb. Das damals verbreitet eingesetzte IPU darf inzwischen in der EU nicht mehr verwendet werden.
Sollte das Luximo keine rechtzeitige Zulassung erhalten, müssen wir die zur Verfügung stehenden Wirkstoffe effektiv einsetzen. Dazu müssen wir uns mit deren Eigenschaften auseinandersetzen.
Die Wirkung eines Bodenherbizides hängt zum einen ab
von der Wirksamkeit des Wirkstoffes gegen das betroffene Unkraut,
vom Verhalten des Wirkstoffes im Boden,
von der Aufnahme und der Verteilung des Wirkstoffes in der Pflanze,
vom Abbau des Wirkstoffes im Boden und in der Pflanze.
Das Verhalten eines Wirkstoffes im Boden wird gekennzeichnet
durch die Wasserlöslichkeit (g bzw. mg Wirkstoff je l Wasser)
Je höher die Wasserlöslichkeit, umso besser verteilt sich der Wirkstoff im Boden. Im Vergleich zum

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Winterweizen – Aktualisierte Sortenbewertung

Die nachfolgenden Sorten wurden im Vorjahr bzw. 2023 zugelassen. Inzwischen liegen für diese Sorten mehr Informationen vor. Risikofaktoren wurden rot, besondere positive Eigenschaften fett hervorgehoben:

Absolut (A)

Protein Note 6, mittelhohe, stabile Fallzahl, Ertrag Note 6/6, EÄE, weniger winterhart, sehr früh, lang (AFU- Unterdrückung), trotzdem standfest, gesund, mittelanfällig für Fusarien (Note 5)

SU Magnetron (A)

Sorte, Protein Note 6, hohe, aber weniger stabile Fallzahl, Ertrag Note 7/6, KD-KZÄ-Typ, weniger winterfest, kleinkörnig, früh, sehr standfest, gesund, Fusarien (Note 5)

Ambientus (A)

Protein Note 6, stabile & sehr hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, insgesamt gesunde Sorte, wenig anfällig für Braunrost (Note 1), Fusarien-Anfälligkeit geringer (Note 4)

Polarkap (A)

Protein Note 5, stabile & mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-TKG-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, blattgesund, Fusarien Note 4

LG Kermit (A)

Proteingehalt Note 4, stabile & hohe Fallzahl, Ertrag

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Winterraps – Wachstumsregulierung und Phoma-Bekämpfung

Die Winterrapsbestände präsentieren sich in diesem Herbst uneinheitlich. Abhängig von Saattermin und trockenheitsbedingten Auflaufverzögerungen befinden sich derzeit die Bestände zwischen Keimblatt- und 6-Blattstadium.
Zeitpunkt: wann erreicht der Raps (voraussichtlich) das 6-Blattstadium?
Nur wenige, vor dem 20. August gesäte Rapsbestände hatten bis zum 20. September sechs Blätter voll ausgebildet. Diese Bestände werden bis Vegetationsende auf jeden Fall 12 Blätter haben und enger stehende Pflanzen vor Winter Stängel bilden. Die Mehrzahl der Rapsbestände erreicht das 6-Blattstadium erst Ende September bis Anfang Oktober) und wird bei milder Herbstwitterung 10 bis 12 Blätter bilden. Bestände, die sich derzeit noch im 2-Blattstadium befinden, werden erst in der letzten Oktoberdekade sechs Blätter gebildet haben. Bis Vegetationsende erreichen diese Rapsbestände noch das 8- Blattstadium.
Konkurrenz zwischen den einzelnen Rapspflanzen, verstärkt durch Häufchenbildung
Je weiter der Reihenabstand und je höher die Saatstärke, umso enger ist der Abstand zwischen den Einzelpflanzen. Stehen benachbarte Rapspflanzen enger als 12 cm, wird die Stängelbildung in Gang gesetzt, sobald sich die Blätter berühren.
Gefährdung durch

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Winterweizen – Ernterückblick und Sortenwahl 2025

Die Berichterstattung über die Weizenernte 2025 ist durchweg positiv. Die Erträge lagen demnach über dem 5-jährigen Mittel, um 10 % über dem Vorjahr. Betrachten wir die Erträge etwas länger zurück, dann relativiert sich das Ergebnis: Seit 2014 sind die Weizenerträge zurückgegangen von damals 86 dt/ha auf in diesem Jahr (vorläufig) 75,9 dt/ha. Die Proteingehalte sind mit abnehmenden Erträgen nicht gestiegen, wie man erwartet hätte, sondern ebenfalls zurückgegangen. In diesem Jahr ist wieder ein Anstieg der Proteingehalte zu verzeichnen auf voraussichtlich 12,2 % (Hochrechnung auf der Basis der Ergebnisse der Landessortenversuche). 12,2 % Protein wurden auch 2014 erreicht, allerdings mit 86 dt/ha Ertrag.
Der Grundstein für die Anbauperiode 2024/25 wurde im Frühjahr und Sommer 2024 gelegt: Überdurchschnittliche Niederschläge füllten die Böden auf, sodass der Unterboden nahezu wassergesättigt war. Selbst im September war es verbreitet noch nass, sodass sich die Bestellung zum Glücksspiel entwickelte. Um den 20.09. war die Bodenoberfläche so weit abgetrocknet, dass eine Bestellung möglich war, allerdings nur für wenige Tage. Dann ergab sich erst wieder um den 6. Oktober die Möglichkeit, Getreide ohne gravierenden Schaden zu bestellen, dann ab Mitte Oktober bis in den November hinein. Erfolgte die Grundbodenbearbeitung im nassen Boden, wurde danach nass gesät und regnete es auf das frisch bestellte Land, waren Ertragseinbußen unvermeidlich, sodass anhand des Bestelldatums festgemacht werden kann, wie der Weizenertrag

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Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten 2025

Emmerto (E)

Protein Note 7, sehr hohe & stabile Fallzahl,

KOMP-Typ, mittelspät, winterfest, solide Standfestigkeit,

wenig anfällig für Mehltau und Gelbrost (Note 2),

geringer bis mittel anfällig für S. tritici und Braunrost (Note 4), 

anfälliger für Fusarien (Note 5)

Pontiform (E)

für E-Weizen schwächerer Proteingehalt (nur Note 6), sehr hohe & stabile Fallzahl,

BD-TKG-Typ, spät schossend (LT), spät reif, 

winterfest, kurz & standfest, 

wenig anfällig für Mehltau (Note 3),Gelbrost (2), Braunrost (4),

anfälliger für S. tritici + Ährenfusarium (Note 5)

Filius (A)

Protein Note 4, hohe & stabile Fallzahl, 

Ertrag Note 7/6, EÄ-Typ, mittelfrüh, 

etwas lageranfällig,

sehr gute Blattgesundheit insb. Braun- und Gelbrost (Note 2), Fusarien Note 2

Intensity (A)

Protein Note 4, hohe & stabile Fallzahl, 

Ertrag Note 7/7, BD-Typ, sehr früh (!), 

geringe Winterfestigkeit, kurz & standfest,

gute Blattgesundheit (außer. S. tritici Note 5), geringe Fusarienanfälligkeit (Note 3)

Kumpel (A)

Protein 3, sehr hohe & stabile Fallzahl, 

Ertrag Note 7/7, KD-KZÄ, mittelspät, etwas kürzer,

standfest, sehr gute Blattgesundheit, Fusarien Note 4

KWS Friese (A)

Protein Note 1 (!), mittelhohe & wenig stabile Fallzahl, 

Ertrag Note 8/8, EÄ-TKG, sehr spät, sehr gute Standfestigkeit, 

sehr gute Blattgesundheit, Fusarienanfällig (Note 5)

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Wintergetreide – Beizwirkstoffe

Der Befall mit Flugbrand und Steinbrand ist in Ökobetrieben ein ernstes Thema. Ähren mit Brandbefall sind aber in den letzten Jahren auch in konventionell wirtschaftenden Betrieben in vermehrtem Umfang aufgetreten. Solange noch wirksame Beizen zur Verfügung stehen und mit Verstand in der Saatgutproduktion auch für den eigenen Nachbau angewendet werden, ist mit einer Kalamität nicht zu rechnen. Das könnte sich ändern, wenn Wirkstoffe mit sicherer Wirkung gegen Flugbrand, Steinbrand oder Zwergsteinbrand wegfallen.
Die auf Flugbrandähren gebildeten Flugbrandsporen werden mit dem Wind verbreitet und keimen auf den Narben benachbarter Gerstenblüten als Myzel aus, das in den Fruchtknoten und anschließend in den Embryo hineinwächst. Im Embryo befallener Samenkörner kann der Pilz jahrelang überdauern.
Im Zuge der Samenkeimung beginnt das Myzel den Keimling zu infizieren und wächst systemisch in der Pflanze bis hinauf in die Ähre, um dort wieder Sporen zu bilden.
Im Gegensatz zum Steinbrand, dessen Sporen sich auf der Samenschale ansiedeln, sitzt der Flugbrand im Samenkorn.
Die Steinbrandsporen befinden sich dagegen auf der Samenschale und infizieren die Keimpflanzen von dort aus bzw. auch von Sporen aus, die auf den Boden gefallen sind.
Dadurch reagieren die Brande unterschiedlich auf die Beizwirkstoffe:
Der im Korn sitzende Flugbrand kann nur mit (teil-) systemisch wirkenden Triazolen mit höherer Wasserlöslichkeit (Tebuconazol: 36 mg je l), z.B. mit 1 g Tebuconazol je 100 kg Saatgut sicher bekämpft werden.
Dagegen reicht die Kontaktwirkung des Fludioxinil, um mit 5 g Fludioxinil je 100 kg Saatgut am Samenkorn anhaftenden Steinbrand oder auch Fusarien auszuschalten. Dagegen lösen sich nur

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Wintergerste – Sortenwahl 2025

Die Wintergerste lag in diesem Jahr im Ertrag deutlich über den Vorjahren, erreichte auf Standorten im Norden sogar Spitzenerträge von über 130 dt/ha. Hohe Erträge resultierten aus der frühzeitigen Bestellung in den trockenen Boden, wenn in den Tagen danach kein stärkerer Regen folgte. Das war um den 20. September der Fall und im Norden und Westen auch noch Anfang Oktober, danach erst wieder Ende Oktober bis Anfang November.
Der Herbst 2024 war im Vergleich zum Vorjahr nicht übermäßig nass. In den Wintermonaten fiel in ganz Deutschland vergleichsweise wenig Regen. Der März war extrem trocken, so dass schon eine Missernte zu befürchten war. Erst in der 2. Aprildekade setzten noch rechtzeitig Niederschläge ein, sodass die Bestände nicht übermäßig reduzierten und aufgrund der späteren guten Kornausbildung mit auffallend hohem HLG noch positiv überraschten. Die Mehrzahl der Gerstenbestände reifte goldgelb ab.
Mindererträge wurden erzielt, wenn die Gerstenbestände auf Böden mit geringer Wasserspeicherung im Osten Deutschlands und nass bestellte Gersten mit schwacher Wurzelausbildung auf tonigen Böden schon im April zeichneten.
Örtlich sanken die Temperaturen im Mai während der Gerstenblüte auf Werte um 0 °C und darunter. Dadurch wurde die Zellteilung der frisch befruchteten Karyopsen unterbrochen, die daraufhin nicht mehr ausgebildet wurden. Davon betroffen waren eher später blühende Gerstensorten wie Esprit oder SU Majella.
Der Befall mit Krankheiten hielt sich in diesem Jahr auf den meisten Standorten in Grenzen. Standortabhängig mussten Rhynchosporium und Netzflecken, in anfälligen Sorten auch Zwergrost, bekämpft werden. Der Befall mit Zwergrost war auch die Ursache für das schlechtere Abschneiden der Esprit und der Neuzulassung KWS Chilis in den Varianten ohne Fungizideinsatz. Auch der Befall mit Ramularia erforderte verbreitet eine zweimalige Behandlung. Die Anfälligkeit für Ramularia ist auch der Grund, warum wir die KWS Delis aus unserer Sortenliste genommen haben. Verbreitet trat in der Gerste auch Lager bzw. Halmknicken auf. Infolge des Befalls mit Gerstengelbverzwergungsvirus (BYDV) mussten sogar Bestände umgebrochen werden, die nicht termingerecht mit Insektiziden gegen Blattläuse behandelt wurden. Das BYDV wird uns in den nächstenJahren infolge der milden Witterung im Herbst immer mehr begleiten. Inzwischen stehen aber Sorten mit Resistenzgenen (Ryd2 und Ryd4) zur Verfügung. Diese können, wie in diesem Jahr die KWS Chilis, mit den Spitzensorten Julia oder SU Loona mithalten. Sorten mit BYDV-Resistenz (Ryd2): KWS Chilis, KWS Exquis, Integral, RGT Alessia, und die zweizeilige Sorte Orcade. Die Hybridsorten SY Zoomba und SY Kestrel haben die Resistenzgene Ryd2 + Ryd4 gegen das

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Wintergerste – Gelbmosaikvirus und Gelbverzwergungsvirus

Das Gelbmosaikvirus der Gerste (BMV bzw. GMV) wird durch den bodenbürtigen Parasit Polymyxa graminis übertragen. Die Symptome treten verstärkt unter nasskalten Verhältnissen auf, die das Wurzelwachstum behindern: aufgehellte Strichel in den Blattadern, die sich später dunkel verfärben, späteres Vergilben und Absterben der Blätter, verminderter Wuchs. Die meisten der heute angebauten Wintergerstensorten sind resistent gegen das Gelbmosaikvirus Typ 1 (BMV1). Verbreitet im Westen und Norden, inzwischen aber auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen hat sich das Gelbmosaikvirus Typ 2 (BMV2) etabliert, das auch BMV1-resistente Sorten befallen kann. Aktuelle Sorten mit BMV1 + 2-Resistenz sind u.a. Julia, Avantasia, SU Hetti oder die schon ältere SU Midnight und die neu zugelassene KWS Chilis.
Das Gerstengelbverzwergungsvirus (Barley Yellow Dwarf Virus = BYDV) wird von Blattläusen übertragen. Im Gegensatz zum BMV hat das BYDV mehrere Wirtspflanzen wie Getreidearten, auch Hafer, Mais, Weidelgräser und andere Gräser. Befall und Verbreitung des Virus erfolgen vorwiegend im Herbst. Symptome eines Gerstenverzwergungsvirus (BYDV)-Befalls sind gleichfalls strichelförmige Aufhellungen der Blätter in den Blattadern, auffällige Verzwergung des Haupttriebes und verstärkte Bestockung infolge der eingeschränkten apikalen Dominanz, Vergilbung und spätere Nekrotisierung der Pflanzen bis hin zum Pflanzenausfall. Der Befall tritt meist nesterweise auf (aufgehellte bis gelbe „Elefantentritte“). Das Virus selbst kann nicht bekämpft werden. Wichtigste Gegenmaßnahmen bilden spätere Aussaat und die Spritzung von Insektiziden gegen Blattläuse

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Wintergerste – Übersicht mehrzeilige Sorten

Neu zugelassene mehrzeilige Sorten KWS Chilis 2025 über fast alle Standorte hinweg ertragsstärkste Wintergerstensorte resistent gegen Mosaikvirus 1 + 2 und gegen das BYDV (Resistenzgen [yd2]) fiel in den LSV im Ertrag nur in Stufe 1 (ohne PSM) ab, wenn Zwergrost auftrat gute Masseentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung kommt früh zum Ährenschieben, reift mittelspät ab weniger anfällig für Ramularia, Rhynchosporium und Netzflecken dafür anfälliger für Mehltau und hochgradig (BSL 8) anfällig für Zwergrost mittlere Lageranfälligkeit weniger anfällig für Ährenknicken EÄ-Typ, kann trotzdem früh gesät werden Ziel: 450 – 550 Ähren/m² mit 150 bis 220 Pflanzen/m² KWS Exquis (KWS) – BYDV-resistent Auf Sandstandorten rel. 98 gegenüber Standardsorten, größerer Abstand auf Lehmböden war in Friedrichsthal 2025 ertragsstärkste Sorte Bestandesdichtetyp mit normaler Reife, etwas lageranfällig, kaum Ährenknicken kurz, geringere AFU-Unterdrückung anfälliger für Mehltau und Rhynchosporium wenig anfällig für Ramularia und wenig anfällig für Zwergrost kann etwas früher gesät werden Zielährenzahl: 500 – 600 Ähren/m² mit 170 – 220 Pflanzen/m² (Frühsaat) SY Zoomba (Hybridsorte, Syngenta, EU-Sorte) BMV1-resistent + BYDV-resistent (Ryd2 + 4) Schnitt im Versuch in Friedrichsthal zusammen mit KWS Exquis am besten ab Einstufung in der BSL aber nur mit 6 / 6 im Ertrag zügige Masseentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung mittelspätes Ährenschieben, mittelspät reifer Ährentyp mit hoher Kornzahl/Ähre lageranfällig, stärkere Neigung zum Ährenknicken, aber besser als SY Galileoo insgesamt gesunde Sorte, etwas anfälliger für Netzflecken weniger anfällig für Rhynchosporium, Ramularia und Zwergrost Hybridgerste für den frühen Anbau, aber auch für den späten Anbau nach Körnermais Optimale Ährenzahl: 450 – 550 Ähren/m² mit 140 – 170 Pflanzen/m² (Frühsaat) bzw. 220 bis

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Wintergerste – Übersicht zweizeilige Sorten

Der Ertragssprung der neuen zweizeiligen Wintergerstensorten bestätigte sich auch in diesem Jahr. Sorten wie Goldmarie, Almut, Arthene, KWS Tardis oder die Neuzulassung Annemiek konnten im Ertrag mit mehrzeiligen Sorten mithalten. Ältere Sorten wie Sandra, California und KWS Somerset haben aber nach wie vor noch ihren Markt. Ein entscheidender Vorteil der zweizeiligen Sorten ist die sichere Kornausbildung.

Alle angeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen BMV Typ 1.

Neu zugelassene zweizeilige Sorten

Annemiek (RAGT)

schnitt auf Trockenstandort in Unterfranken überdurchschnittlich ab

profitierte in diesem Jahr vom sehr hohen TKG

mittelspätes Schossen, reift später ab

etwas lageranfällig insgesamt wenig anfällig für Blattkrankheiten (Note 4), Zwergrost BSL-Note 3

gegen Ramularia mit der Note 5 eingestuft (Doppelspritzung notwendig)

650 – 800 Zielähren je m² mit 230 – 270 Pflanzen je m²

Kitty (Breun)

resistent gegen BMV Typ 1 + 2

mit der Note 7 + 7 im Ertrag eingestuft

mittelspätes Schossen, reift später abkurz, standfest, keine Probleme mit Halm- und Ährenknicken

weniger anfällig für Rhynchosporium und Netzflecken aber anfälliger für Mehltau- und Zwergrost

Ramularia erfordert Doppelspritzung

700 – 900 Zielähren je m² mit 250 – 300 Pflanzen je m²

Organa (Breun)

resistent gegen BYDV + BMV Typ 1

mit der Note 8 + 7 im Ertrag eingestuft, Ertragsniveau auf dem Niveau mehrzeiliger Sorten

mittelspätes Schossen, reift später ab

mittellang, weniger standfest, kaum Probleme mit Halm- und Ährenknicken

wenig anfällig für Mehltau, Rhynchosporium und Zwergrost (letzter mit Note 2)

anfälliger für Netzflecken und Ramularia (Doppelbehandlung)

700 – 900 Zielähren je m² mit 250 – 300 Pflanzen je m²

Weitere zweizeilige Sorten

Almut (SZ Bauer)

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Viele Bestände mussten bis Mitte Juli mit wenigen Niederschlägen wachsen und haben in dieser Phase auch schon reichlich Stärke eingelagert. Früh (bis Mitte April) gepflanzte Partien hatten zu dieser Zeit schon Ertrag gebildet und waren physiologisch alt. Diese Bestände konnten von den Ende Juli einsetzenden Niederschlägen nicht mehr profitieren.
Ganz anders sieht es bei späteren Beständen, die zur Monatswende April/Mai gepflanzt wurden, aus. Diese konnten die Niederschläge voll ausnutzen und haben aufgrund des Verdünnungseffektes im ersten Moment Trockensubstanz verloren.
Mit den anschließend guten Wachstumsbedingungen konnten gesunde Bestände wieder Stärke einlagern und effektiv zuwachsen. Das sind Bestände, die jetzt noch wachsen können und unter Umständen sogar gebremst werden müssen.
Eine komplett andere Situation war bei zuvor bereits fußkranken Beständen zu sehen.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Knappe K-Blattversorgung äußert sich in schwacher K-Knollenkonzentration

Während der Saison waren überregional schwache Kaliumkonzentrationen in den Blattproben festzustellen. Die empfohlenen Nachdüngungen haben gut angeschlagen und konnten die Konzentrationen im Blatt und in der Folge auch in der Knolle steigern. In vielen Partien ohne Nachdüngung sind aktuell oft schwache K-Konzentrationen < 1,8 % TS zu messen. Diese sind besonders kritisch zu sehen, wenn im Verhältnis die N-Konzentration zu hoch (> 1,4n% TS) ist.

Durch eine Knollenanalyse ab einer Woche nach der Sikkation kann dies analysiert werden und entsprechend mit der Rodung, Lagerung und Vermarktung darauf reagiert werden.

Neben Stickstoff und Kalium sind auch andere Nährstoffe, wie das Kupfer, Bor und Calcium, für die Gewebestabilität von Bedeutung. Eine Unterversorgung mit diesen Nährstoffen gilt es zu vermeiden.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Stolbur breitet sich überregional aus!

Stolbur ist seit dem Herbst 2022 ein bekanntes Problem im Südwesten Deutschlands. Seit der vergangenen Saison war es auch in vielen Regionen Bayerns zu finden. Mittlerweile gibt es auch Nachweise im Rheinland und in Niedersachsen. Das Problem ist somit in allen Regionen relevant und ernst zu nehmen.
Wir haben uns diesem Thema bereits in Versuchen im letzten Jahr gewidmet und gute Bekämpfungserfolge mit Insektizid-Mischungen festgestellt. In diesem Jahr laufen dazu weiterführende Versuche mit Spritzfolgen und verschiedenen Terminierungen.
Darüber hinaus haben wir die Pflanzenvitalität als Versuchsansatz mit integriert. Hintergrund hierzu sind Beobachtungen aus der Praxis. In den letzten Jahren sind sehr starke Unterschiede in Symptomausprägung und Krankheitsverlauf aufgefallen. Das Stolbur-Phytoplasma greift sehr komplex in den Stoffwechsel der Pflanze ein und beeinflusst diesen.

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Weizen – Fallzahlen stürzen ab

Seit 4 Wochen regnet es südlich der Donau, seit 3 Wochen im Nordosten und in den Staulagen der Mittelgebirge fast jeden Tag. In den seit 20. Juli totreifen Beständen stürzen sortenabhängig aktuell die Fallzahlen ab. Die Fallzahl ist ein Maß zur Bestimmung der Viskosität bzw. Verkleisterungsfähigkeit des Weizenmehls. Wird das totreife Getreidekorn längere Zeit abgeregnet, nimmt es Wasser auf, dadurch steigt die Aktivität der α-Amylase. Diese bewirkt eine Verzuckerung von Stärke. Gibberelline werden ausgeschüttet, die Keimruhe nimmt ab, damit steigt die Auswuchsneigung. Die verzuckerte Stärke ist weniger viskos und verbindet sich schlechter, der Teig ist weniger stabil. Im Brot bewirken Mehle mit geringer Fallzahl große Löcher statt feine Poren. Der Handel verlangt Fallzahlen von wenigstens 220 sec, in Jahren mit Fallzahlproblemen werden Partien mit 180 sec noch akzeptiert. Es ist nicht möglich, Mehle mit geringer Fallzahl durch Mehle mit hoher Fallzahl aufzumischen, da die Fallzahl nicht Gehalte widerspiegelt, sondern die Aktivität der α-Amylase. Weizensorten unterscheiden sich absolut in der Fallzahl. Sorten mit sehr hohen Fallzahlen (> 350 sec) haben eine ausgeprägte Keimruhe. Andere Sorten haben von Haus aus eine niedrige Fallzahl bzw. eine hohe α-Amylase-Aktivität. Entscheidend ist die Fallzahlstabilität: Wie lange eine Sorte abgeregnet werden kann, bevor die Fallzahl

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Rapserdfloh – Entwicklung und Schadrisiko

Ende Juni – Juli: Käferschlupf in letztjährigen Rapsschlägen

Die jungen Rapserdflöhe schlüpfen Ende Juni bis Juli aus den verpuppten Larven und beginnen an Stängeln und Schoten zu fressen. Anschließend suchen sie als Schutz vor der Hitze Büsche, Hecken oder Waldränder zur Sommerruhe auf oder verstecken sich bei kühlem Wetter unter dem Blätterdach der aufgelaufenen Ausfall-Rapspflanzen.

Ein Großteil der Rapserdflöhe wird mitgedroschen und krabbelt auf den Hängern herum. Es bietet sich an, die Käfer beim Landhandel einzusammeln und einem Resistenztest (Röhrchentest) zu unterziehen, um einen Überblick über deren Empfindlichkeit auf Insektizide zu erhalten.

Ende August bis Herbst bei kühlem Wetter: Einflug in frisch aufgelaufene Rapsbestände – Reifefraß (Lochfraß an Keimblättern und ersten Laubblättern) – Stadium (Raps): EC 10 bis 14                                                   

In der Mehrzahl der Jahre flogen Erdflöhe ab Anfang bis 25. September nach einer Phase der Abkühlung in die frisch aufgelaufenen Rapsbestände ein. Dort verursachten sie den typischen Lochfraß an den Keimblättern und an jungen Blättern (Reifungsfraß). Die Fraßschäden bis hin zu Totalausfällen waren umso stärker, je später der Raps aufgelaufen war.

Aus diesem Grund sollte der Raps entgegen bisherigen Empfehlungen so früh gesät werden, dass er bis zum massenhaften Einflug der Käfer in der 1. Septemberwoche wenigstens 2 Laubblätter gebildet hat.

In diesem Fall stehen wir vor einem Dilemma: Um der Kleinen Kohlfliege aus dem Weg zu gehen, sollte der Raps erst nach Anfang September auflaufen. Als Ausweg erweist sich die Lumiposa-Beizung (Wirkstoff: Cyantraniliprole) der Frühsaaten, mit der das Schadrisiko durch die Kohlfliege eingedämmt werden kann, während die Beizung mit Buteo-Start eine erkennbare, aber nicht immer ausreichende Wirkung gegen Erdfloh als Fraßschädling im Keimblattstadium hat und für die Spätsaat von Raps zu empfehlen ist.

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Ackerfuchsschwanz – Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung

Fruchtartenwahl (zusammen mit Herbizideinsatz) Starke Reduktion: Soja, Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Leguminosen Mäßige Reduktion: Sommergetreide, Spätsaat-Weizen Mäßige Vermehrung: Hafer (kein Herbizid), Wintergerste, Winterroggen, Winterraps Starke Vermehrung: früher Winterweizen, Triticale Saatzeit in Kombination mit Bodenbearbeitung Reduktion von AFU: ab Ende April Geringe Vermehrung: ab November bis Jahreswechsel, Anfang – Mitte April Mäßige Vermehrung: Mitte Oktober bis Anfang November, zeitiges Frühjahr Starke Vermehrung: Ende August bis Anfang Oktober Striegeln mit Strohstriegel lange Zinken mit 16 mm, 50 mm Strichabstand auch vor Direktsaat Striegeln unmittelbar nach der Ernte Stroh verteilen, Kapillaren zuschütten, Stroh einstäuben (Zersetzer) AFU zum Keimen bringen (30 – 50 % der Ausfallsamen) Striegeln ca. 8 Tage später, wenn AFU (oder Weidelgras, Raps) aufläuft etwas schräg zum 1. x Striegeln, Stroh verteilen AFU zum Keimen bringen (10 – 30 % der Ausfallsamen) Aufgelaufenen

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Ackerfuchsschwanz – Ablaufschema der Bekämpfung

Woher kommt der Ackerfuchsschwanz

Der Großteil der Ackerfuchsschwanz-Pflanzen in einem Bestand entstammt dem frischen Samen, der in der Vorfrucht ausgefallen ist. Infolge einer Bodenbewegung (Bearbeitung, Rissbildung, Abschwemmen) erfährt der Ackerfuchsschwanz (AFU) des Samenvorrats im Boden einen Lichtreiz und wird dadurch keimgestimmt. Möglich ist auch die Verschleppung von Samen durch Erntemaschinen (Mähdrescher, Ballenpresse) oder mit an Reifen anhaftenden Bodenpartikeln, in denen AFU-Samen enthalten sind. Die Verschleppung ist der Hauptgrund der Verbreitung von Herbizid-resistentem Ackerfuchsschwanz von Schlag zu Schlag. Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz erfolgt deshalb schlagbezogen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
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Zuckerrüben 2025

Ackerfuchsschwanz – Anpassungen in der Fruchtfolge

Alternativen in der Fruchtfolge – Auf stark mit Ackerfuchsschwanz belasteten Schlägen Kulturen anbauen, in denen sich der AFU nicht weiter ausbreiten kann In der 4-jährigen Fruchtfolge mit Raps-Weizen-Weizen-Wintergerste baut sich nach einem Ausgangsbefall von 50 AFU-Ähren je m² ein durchschnittlicher Besatz von 673 Ähren je m² auf, wenn keine Herbizide gespritzt werden bzw. Herbizide nicht mehr wirken. Durch Bodenherbizide lässt sich der Besatz auf 112 AFU-Ähren je m² drücken, durch die zusätzliche Blattspritzung auf 43 AFU-Ähren je m². Damit ist das Risiko hoch, dass sich der Ackerfuchsschwanz weiter ausbreitet (Fruchtfolge FF 1). Die Erweiterung der 4 jährigen Fruchtfolge durch den Anbau einer Sommerkultur, in der sich der Ackerfuchsschwanz weniger stark ausbreiten kann, z.B. Mais, nachdem dann spät Weizen angebaut wird, halbiert den durchschnittlichen AFU-Besatz von 673 AFU-Ähren, wenn im laufenden Jahr keine Herbizide eingesetzt werden, auf 328 AFU-Ähren. Werden Herbizide gespritzt, geht der Besatz auf ein Drittel von 43 AFU-Ähren auf 15 AFU-Ähren pro m² zurück (FF 2). Werden statt des späten Weizens im Frühjahr Ackerbohnen angebaut, verändert sich im Ergebnis nur wenig (FF 3), auch, wenn statt des Mais Zuckerrüben bestellt werden (FF 4). Erst die Umstellung in der Reihenfolge der Kulturen bewirkt eine eklatante Verminderung des AFU- Besatzes: Werden statt Raps und nachfolgend Weizen Zuckerrüben und danach Ackerbohnen angebaut, verringert sich der Besatz auf 36 AFU-Ähren ohne Herbizid bzw. auf 2 AFU-Ähren pro

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Kalium-Mangel – 2025 ein großes Problem

Der bereits im letzten Info beschriebene Kalium-Mangel ist dieses Jahr flächendeckend zu finden. Schwache Kaliumaufnahmen lassen sich dabei auch trotz (rechnerisch) ausreichend gedüngten Mengen feststellen. Dies hat mehrere Ursachen. Der häufig trockene Unterboden, die oft schwach ausgebildete Wurzel und – je nach Standort – hohe Calciumwerte blockieren die Kaliumaufnahmen. Nachdüngungen mit Kalium schlagen in diesem Jahr auch auf bereits vorher gut gedüngten Flächen gut an. Die Kaliumnachdüngung über den Boden kann noch durchgeführt werden, solange der Bestand aktiv wächst und weiße/junge Wurzeln hat. Dies kann bei spät gepflanzten Beständen auch noch bis in den August hinein sein.
Nach einer bereits erfolgten Kaliumdüngung kann mit einer Mindestmenge von 150 kg/ha Kornkali nachgedüngt werden.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Phosphor – Nachlieferungsprobleme unter trockenen Bedingungen

Die P-Versorgung in den Pflanzenanalysen zu Beginn der Saison war ausgesprochen hoch.
Dies zeigte sich auch an der schnellen Jugendentwicklung der gut versorgten Bestände. Mit einsetzender Trockenheit und steigenden Temperaturen fiel die P-Versorgung vieler Bestände schnell ab. Grund hierfür ist zum einen die geringe Beweglichkeit des Phosphats. Sobald die Wurzel unter trocken-heißen Bedingungen nicht mehr wächst, reduziert sie zuerst die Phosphor- und Zinkaufnahme. Zum anderen kommt unter konstant trockenen Bedingungen die mikrobielle Aktivität zum Erliegen. Ein großer Teil der P-Fraktion im Boden ist im Körperaufbau von Mikroorganismen gespeichert. Diese stellen die schnelle verfügbare P-Fraktion dar.
Die häufig schwache P-Versorgung kann mit einer P-Blattdüngung in Kombination mit der Fungizidmaßnahme ausgeglichen werden.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Einsatz von Maleinsäure

Maleinsäure hat, genauso wie cymonxanilhaltige Fungizide, einen negativen log Pow-Wert. Das heißt, die Wasserlöslichkeit ist deutlich höher als die Fettlöslichkeit. Dadurch, dass sich Maleinsäure und Cymoxanil nicht in Fett lösen, dringen diese auch nicht in eine intakte Wachsschicht ein. Erst mit nachfolgend hoher Luftfeuchtigkeit kann die Wachsschicht aufquellen und somit können diese nicht fettlöslichen Wirkstoffe aufgenommen werden. Applikationen auf eine starke Wachsschicht haben somit keine Wirkung, da der Wirkstoff nicht von der Pflanze aufgenommen werden kann.
Vor diesem Hintergrund sind die Anwendungsbedingungen der Hersteller nachvollziehbar: keine Anwendung über 25 °C, keine Bewässerung innerhalb der nächsten 12-24 h.
Der Zeitpunkt der Maleinsäuremaßnahme sollte gut geplant werden. Kommt es nach der vielerorts ausgeprägten Trockenheit und Hitze aktuell zu besseren Wachstumsbedingungen, müssen diese zuerst ausgenutzt werden.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Sikkation abhängig vom Stärkegehalt

In nahezu allen Blattnährstoffanalysen zeigen sich die Bestände in diesem Jahr gut bis zu stark mit Stickstoff versorgt. Vor allem für eine frühe Verwertung reduziert eine hohe N-Konzentration die Stärkeeinlagerung und verzögert somit die Abreife.
Die Stärkegehalte variieren sehr stark von der Bestandsentwicklung und dem Nachlieferungsvermögen. Deshalb sollte eine Stärkemessung unbedingt vor der geplanten Sikkation durchgeführt werden. Wurde mit der Stickstoffversorgung über das Ziel hinausgeschossen, sind die Bestände deshalb noch zu stark im Wuchs oder die Ansätze deshalb zu knapp. In diesen Fällen bietet es sich an, die Umverlagerung und die Stärkeeinlagerung zu beschleunigen. Erreicht werden kann dies durch einen höheren Auxinpegel in der Pflanze und der damit verbundenen Verlagerung von Assimilaten aus dem Blattapparat in die Knollen.

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Zuckerrüben 2025

Zwischenfrüchte 2025

Zwischenfrüchte in Zuckerrüben-Fruchtfolgen In Zuckerrüben- (oder Mais-) Fruchtfolgen ohne Raps lassen sich nematodenresistente Senf- und Ölrettichsorten als Zwischenfrüchte zur Nematodenbekämpfung eingliedern. Wie die Zuckerrübenwurzel üben die Senf- und Ölrettichwurzeln einen Schlupfreiz auf Nematoden aus. Die Larven dringen in das Wurzelgewebe ein, können sich aber in den Wurzeln resistenter Sorten nicht vermehren. Um einen ausreichenden Bekämpfungs-Effekt zu erzielen, müssen nematodenresistente Senf- oder Ölrettichsorten wenigstens die Hälfte der Bodenbedeckung ausmachen und vor Winter beginnen zu blühen. Bei später Aussaat, wenn Senf und Ölrettich die Blüte nur knapp erreichen, ist der Anteil auf 70 bis 80 % zu erhöhen. Buchweizen sollte nicht vor Zuckerrüben, Kartoffeln oder Leguminosen angebaut werden, da die Bekämpfung des späteren Durchwuchses ähnlich problematisch ist wie die Bekämpfung von Windenknöterich. Zwischenfrüchte können zusätzlich zur Verbesserung der Bodenstruktur beitragen und die Nährstoffverfügbarkeit erhöhen, wodurch langfristig die Fruchtfolge stabilisiert wird und der Anbau wirtschaftlich sinnvoll bleibt sowie ökologische Vorteile entstehen für

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Zuckerrüben 2025

Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten

LG Avenger (D, Limagrain)

Stängel- und blattgesunde, großrahmige Sorte, umfangreiche Resistenzen//Toleranzen

Spät- und Mulchsaat geeignet

Standfestigkeit beachten

lt. Züchterangaben erhöhte Widerstandskraft gegen Rapserdfloh

sehr hohe Ertrags- und hohe Ölgehaltseinstufung

Ceos (EU, RAGT)

Ertragsstärkste Sorte in BSV/EUSV 2024 mit geringen Schwankungen über die Standorte

Ertrag und Ölgehalt jeweils mit Höchstnote 9 bewertet

wüchsig im Herbst und Frühjahr

Langstrohig, dennoch standfest

Churchill (D, Rapool)

Neuzulassung 2024, TuYV-Resistenz, rlm 7- und rlm S-Phomaresistenz, Cylindrosporium- und Verticillium-Toleranz

mittlere und späte Saattermine

geringe Neigung zu Stängelbildung im Herbst

hohe Andüngung unterstützt schnelle Regeneration im Frühjahr

sehr hoher Ölgehalt

Detlef (D, Rapool)

Neuzulassung 2024 für Gesundlagen, TuVY-Resistenz

für frühe und mittlere Saattermine auf besseren Böden

wurzelstarke Sorte mit guter N-Aneignung

DK Exantra (EU, Dekalb)

trockentolerant

Spätsaatgeeignet ohne spezielle Ansprüche an Boden und Klima

Blatt- und Stängelgesund

sehr hohe Ertrags- und hohe Ölgehaltseinstufung

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Zuckerrüben 2025

Ackerfuchsschwanz

Mit Ungras verseuchte Felder waren in diesem Jahr verbreitet zu sehen. Traten diese trotz der Herbizidmaßnahmen im Frühjahr auf, ist mit Resistenzen zu rechnen. Gewissheit lässt sich durch eine Resistenzuntersuchung erreichen. Bis deren Ergebnis vorliegt, dauert es aber zu lange. Auf Schlägen mit starkem Besatz an Ackerfuchsschwanz oder Weidelgras, trotz einer Behandlung mit Mesosulfuron, Pyroxsulam oder Pinaxoden (+ Clodinafop) im Frühjahr, sollten deshalb vorsorglich alle Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass sich das Samenpotential ausbreitet bzw. im Boden angereichert wird. Erste Bodenbearbeitung nach Getreide – so flach wie möglich Durch die Hitze der vergangenen drei Wochen ist damit zu rechnen, dass die Ackerfuchsschwanz-Samen eine kurze Keimruhe von 3 bis 4 Wochen haben und somit zügig auflaufen können. Deshalb ist es angebracht, den Boden nach dem Mähdrescher nur zu striegeln oder flach bis maximal 3 bis 5 cm mit einem mehrbalkigen Grubber zu bearbeiten, um die Keimung anzuregen. Sobald Ackerfuchsschwanz- oder Weidelgraskeimlinge aufgelaufen sind und maximal zwei Blätter gebildet haben, sollte ein 2. Striegel- oder Flachgrubbergang erfolgen. Unter Umständen auch ein 3. flacher Arbeitsgang, insbesondere wenn die Ackerfuchsschwanzpflanzen stark bestockt waren. Die späten Nebentriebe blühen später und beenden deshalb auch die Keimruhe später. Danach noch 8 bis 10 Tage warten, um dann schrittweise

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Zuckerrüben 2025

Zwischenfrüchte 2025

Zwischenfrüchte als „Grüne Brücke“ für Virosen und Pilzkrankheiten vermeiden

Zu den Nachteilen von Zwischenfrüchten gehört die Übertragung von Krankheiten, z.B. von Virosen, wenn Getreide als Durchwuchs oder als Ansaat (z.B. als Rauhafer) in der Zwischenfrucht steht, oder von Ramularia, Netzflecken oder Rhynchosporium, die ausgehend vom Gerstendurchwuchs in der Zwischenfrucht Primärinfektionen in der benachbarten Gerste auslösen können.

Ein vergleichbares Risiko besteht für den Raps, wenn Ausfallraps in der Zwischenfrucht dominiert bzw. Kreuzblütler als Zwischenfrucht ausgesät werden. Lässt sich Rapsdurchwuchs in der Zwischenfrucht nicht verhindern, müssen in Fruchtfolgen mit mehr als 20 % Rapsanteil (z.B. Raps-WW-Mais) Kreuzblütler als Zwischenfrucht unterbleiben.

Aussaattermin optimieren

Da Ausfallgetreide oder Ausfallraps in Zwischenfrüchten nicht bekämpft werden kann, dürfen Greening- Zwischenfrüchte erst bestellt werden, wenn die in der Ernte ausgefallenen Samen gekeimt haben und mechanisch beseitigt wurden. Dazu sind wenigstens zwei, meist drei Stoppelbearbeitungsgänge vor der eigentlichen Bodenbearbeitung notwendig. Diese erfordern Zeit und vor allem Regen für das Keimen der ausgefallenen Samen.

Hitze bewirkt eine ausgeprägte Keimhemmung des Ausfallgetreides, vor allem der Gerste, die erst durch niedrige Temperaturen (unter 12 °C) gebrochen wird. Zwischenfrüchte nach Wintergerste laufen damit Gefahr, auch nach intensiver Stoppelbearbeitung und später Aussaat in der später auflaufenden Wintergerste „unterzugehen“.

Zwischenfrüchte wie Buchweizen, aber auch Kresse und Senf, selbst Phacelia erreichen zudem bei früher Aussaat die

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Zuckerrüben 2025

Rübenmotten – Zuflug bzw. auf Larven kontrollieren

In den vergangenen Jahren wurde in einigen Regionen, z.B. in der südlichen Magdeburger Börde, in der Leipziger Tieflandbucht und in der Köln-Aachener Bucht, aber auch in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet starker Befall mit der Rübenmotte (Scrobipalpa ocellatella) beobachtet. Trockenheit und überdurchschnittliche Temperaturen im April und Mai führten in diesen Jahren zu einem frühen Zuflug der Rübenmotten und richteten in den stark unter Trockenheit leidenden Rüben große Schäden an. Wo die Rüben bereits frühzeitig zu „schlafen“ begannen, war der Schaden besonders groß. Durch den frühen Zuflug bildeten die Rübenmotten eine zusätzliche Generation. Die Symptome ähneln auf den ersten Blick der Herz- und Trockenfäule durch Bormangel. Die Fraßgänge in Blättern, vor allem in Blattstielen und im Rübenkopf, sowie Kotkrümel und kleine Raupen sind ein Hinweis auf einen Befall mit Larven der

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Zuckerrüben 2025

Maiszünsler – Flughöhepunkt und Eiablage in dieser Woche zu erwarten

Erste Maiszünsler wurden im Rhein-Neckar-Gebiet seit dem 15. Juni beobachtet. Flughöhepunkt und Eiablage ist ab dem 25. Juni zu erwarten, mit dem Schlüpfen der Larven ist ab dem 2. Juli zu rechnen, auf kälteren Standorten nicht vor dem 10. Juli.

Der Flug der gelbbraunen Falter lässt sich mit Hilfe von Licht- oder Pheromon-Fallen überwachen. Am besten werden die Fallen über vorjährigen Maisschlägen aufgestellt, um den Start der Zünsler zu verfolgen, und über diesjährigen Maisschlägen, um das Landen der Zünsler festzustellen.
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Zuckerrüben 2025

Kalkung auf Ackerland

Kalken – pH-Werte vielfach stark gesunken Die hohen Niederschläge im Sommer der letzten beiden Jahre führten zur Verlagerung von Kalzium und Magnesium aus der Wurzelzone und zu einem eklatanten Absinken der pH-Werte in der Krume. In unseren Testflächen sanken die Werte bis zum Frühjahr um pH 0,5 bis 1,2. Auf tiefgründigen Böden gelangten die verlagerten Kationen zusammen mit Stickstoff und Schwefel durch das Kapillarwasser im trockenen Frühjahr wieder in die Wurzelzone, damit stieg der pH-Wert wieder an. Das war auf Böden mit geringer oder gestörter Kapillarität (z.B. sandige bzw. Schotterböden) bzw. auf Böden mit Unterbodenverdichtungen oder Störschichten, die den Aufstieg des Kapillarwassers behindern, nicht der Fall. Um sicher zu sein, dass der pH im Boden noch stimmt, ist es angebracht, kurzfristig den pH im Boden untersuchen zu lassen und im Falle deutlich zu niedriger pH-Werte eine für die kommenden Jahre vorgesehene Kalkung vorzuziehen. Damit werden die Kalkverluste ausgeglichen, die biologische Aktivität und der Nährstoffumsatz im Boden sichergestellt und Ertragseinbußen vermieden. Bedeutung des pH-Wertes Die im Boden vorkommenden Tonminerale und Humuspartikel sind als Kolloide nach außen negativ (-) geladen und wirken wie viele kleine Magneten, die positiv (+) geladene Kationen an sich ziehen. Tonminerale untereinander und Humuspartikel würden sich gegenseitig abstoßen. Der Boden hätte dann keine feste Konsistenz. Erst wenn die Bindungsstellen durch positiv-geladene Teilchen bzw. Kationen (H+, K+, Na+, NH +, Ca++, Mg++) besetzt sind, lagern die Kolloide aneinander bzw. können durch zweiwertige Kationen (Ca++, Mg++) miteinander verbunden sein („Ca- Brücken“). Durch die Ca-Brücken bekommt der Boden seine stabile Struktur. Auch Magnesium kann Kolloide verbinden, die Bindung ist allerdings aufgrund des geringeren Durchmessers des Mg-Atoms und der größeren Wasserhülle sehr instabil. Der Boden neigt zum Verschmieren, sobald er feucht wird. K+, Na+ und NH4+ sind einwertige, wie Ca++ und Mg++ basisch wirksame, pH steigernde Kationen, die aber keine Brücke bilden können und den Boden leichter verschlämmen lassen. Für eine günstige Bodenstruktur sollten deshalb die Ca++- Ionen zwischen 75 und 80 %, Mg++-Ionen zwischen 10 und 15 %, einwertige Kationen (K+, Na+, NH +) zusammen nicht mehr als 7 % der KAK (Kationen-Austausch-Kapazität) ausmachen

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

In den Analysen sind auch häufig Mikronähr-
stoffe knapp. Die Pflanzen sind schwach ver-
sorgt mit Bor, Kupfer, Zink und vereinzelt Man-
gan. Die fehlenden Nährstoffe können teilweise
durch eine gezielte Blattdüngung ergänzt wer-
den. Dazu muss jedoch bekannt sein, welcher
der Nährstoffe im Mangel ist. Daher ist eine ei-
gene Blattnährstoffanalyse unabdingbar. Damit
wird die Nährstoffeffizienz und in der Folge der
Ertrag aber vor allem die Knollenqualität abge-
sichert.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Alternaria-Bekämpfung nicht vernachlässigen

Mit steigenden Temperaturen und hoher Einstrahlung darf die Bekämpfung der Alternaria nicht außer Augen gelassen werden. Vor allem auf beschädigtem Gewebe, aufgrund von Nährstoffmangel, gestoppten KF-Infektionen oder auf vom Propamocarb oder Ranmann verbranntem Gewebe kann sich in der Folge Alternaria setzen.
Das Problem der (teil-)systemischen Wirkstoffe ist, dass sie nicht in verbranntes oder beschädigtes Gewebe gelangen. Setzt sich die Alternaria auf ein Blatt mit ausgetrockneter Krautfäule, kann sie trotz Spezialpräparat immer weiter sporulieren und beschädigte Stellen auch infizieren.
Die Wirkstoffe Fluxapyroxad und Fluopyram gehören wie auch das Boscalid zur Wirkstoffklasse der Carboxamide. Als (teil-)systemischer Wirkstoff liegt dessen Stärke vor allem in der Dauerwirkung. Da sich der Wirkstoff sehr langsam in der Pflanze verteilt, muss er früh in der Alternaria-Strategie eingesetzt werden.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Kartoffelkäfer-Bekämpfung

Neben den Pyrethroiden mit überwiegender Kontaktwirkung auf Kartoffelkäfer bleiben aus der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide nur noch der Wirkstoff Acetamiprid im Mospilan oder Danjiri zur systemischen Bekämpfung von Kartoffelkäfern. Gleichzeitig werden mit der höheren Aufwandmenge von 250 g/ha auch Blattläuse miterfasst. Acetamiprid hat eine gute Dauerwirkung, aber einen schwachen Knock-Down Effekt. Daher sollte es nur zum Einsatz kommen, wenn Eigelege oder erste geschlüpfte Larven im L1- und L2-Stadium zu sehen sind.

Sind bereits größere Käfer im Bestand (L3- und L4-Stadium), reicht die Wirkung oft nicht mehr aus. Dann muss auf Coragen oder Benevia umgestellt werden. Diese Produkte bewirken einen schnelleren Fraß-Stopp, weisen aber eine geringere Dauerwirkung und keine Wirkung gegen Blattläuse auf.
Tabelle

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrübe – Bekämpfung der Glasflügel-Zikaden als Vektoren für SBR und Stolbur

Die Krankheit „Syndrome Basses Richesses“ (SBR) wird durch die Bakterien-Arten „Candidatus Arsenoponus phytopathogenicus“ (SBR-Proteobakterium) und „Candidatus Phytoplasma solani“ (Stolbur-Phytoplasma) verursacht. Beide Erreger werden durch Zikaden, bei uns in Deutschland vorwiegend durch Glasflügelzikaden, als Vektoren übertragen. Wirtspflanzen sind Zuckerrüben, Kartoffeln aber auch Mohrrüben und Rote Beete. Auch im Wein wurden Stolbur-Erreger nachgewiesen, inzwischen auch im Mais. Meist treten beide Erreger, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen, gemeinsam auf. Die Verbreitung erfolgt rasant mit der Ausbreitung der Glasflügelzikaden. Beschränkte sich der Hotspot des Befalls bis 2019 auf einzelne Gebiete in Südwestdeutschland (Rhein-Neckar-Gebiet, Pfalz), sind inzwischen die Zuckerrüben- und Kartoffelanbaugebiete in Südhessen, Franken und Südbayern davon betroffen. Einzelfälle traten auch in Sachsen und

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrübe – Absicherung der Nettoassimilation

Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Diese alten, zusätzlich mit Herbiziden belasteten Blätter sterben ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium eingesetzt hat. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Mit dem 10-bis 12-Blattstadium beginnen die Rüben die Reihen bzw. den Bestand zu schließen. Gleichzeitig setzt das sekundäre Dickenwachstum ein, dessen Abschluss mit dem Tageslängenwechsel (21. Juni) eingeleitet wird. Je mehr Zeit zwischen dem Reihenschluss und den längsten Tagen im Jahr zur Verfügung steht, umso mehr Kambiumringe werden gebildet. Die Kambiumringe dienen dem Transport und der Verteilung des Zuckers in die Speicherzellen um die Kambiumringe. Je mehr Kambiumringe gebildet werden, umso mehr Speicherzellen, umso mehr Zucker kann eingelagert werden. An jedem Kambiumring setzen bis zu 4 Blätter an. Die Assimilate aus diesen Blättern versorgen die zugehörigen Bereiche mit Zucker. Die ab dem 10-Blattstadium erscheinenden nächsten 8 bis 12 Blätter tragen die Hauptlast der Assimilation und der

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrübe – Cercospora

Cercospora-Blattflecken traten im vergangenen Jahr flächendeckend in Zuckerrüben auf, z.T. auch auf Schlägen, auf den in den letzten Jahren keine Zuckerrüben angebaut wurden. Grund dafür ist, dass auch andere Arten, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten als Wirtspflanzen in Betracht kommen und Cercospora-Sporen auch mit dem Wind oder durch den überbetrieblichen Einsatz von Maschinen bzw. durch anhaftende Bodenresten verbreitet werden. Auch die Verbreitung mit dem Saatgut wurde nachgewiesen. Insofern ist auch in Isolationslagen eine Gefährdung nicht ausgeschlossen. Schadwirkung von Cercospora Die aktuelle Witterung mit Regen und Temperaturen um 25 °C begünstigt den Primärbefall mit Cercospora. Früher Befall ab Mitte/Ende Juni beeinträchtigt Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall ab Ende Juli wirkt sich vor allem auf Zuckergehalt und

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Zuckerrüben 2025

Weizen und Roggen – Braunrost

Bislang wurden Braunrostpusteln nur vereinzelt gefunden. Mit dem Anstieg der Temperaturen tagsüber auf über 20 bis 28 °C und nachts um 15 °C sowie begünstigt durch mehrere Stunden bis in die Mittagsstunden hinein anhaltenden Blattnässe wurden in der 1. Juniwoche günstige Voraussetzungen für Braunrost-Infektionen geschaffen, speziell dort, wo die Trockenheit im April und Mais den Einsatz von Fungiziden bislang nicht nötig erschienen ließ. Die Bekämpfung mit Fungiziden ist nur bis EC 69 zulässig und muss deshalb umgehend erfolgen. Die Bekämpfungsschwelle liegt in braunrostanfälligen Sorten bei 5 %, in weniger anfälligen Sorten bei 10 % mit Rost befallener Blätter. Spätreife Sorten, deren Kornbildung noch nicht so weit vorangeschritten ist, leiden stärker unter dem Befall mit Braunrost. Ertragsminderung durch späten Braunrostbefall Das Risiko von Ertragsminderungen im Weizen durch den Braunrost können Sie abschätzen: 10 Tage nach der Blüte haben die Karyopsen ca. 20 % ihres Samengewichtes erreicht. In der Folgezeit müssen noch 80 % gebildet werden. Etwa 25 bis 30 % davon werden durch die Spelzen assimiliert, 10 % durch das oberste Halmstück (= Pedunkel), 25 % durch das Fahnenblatt, 15 % durch F-1 und 10 % durch F-2. Wenn 50 % des Blattes mit Pusteln übersät sind, ist noch mit 50 % Assimilationsleistung zu rechnen. In diesem Fall kostet der

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Trockenheit reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Aufgrund der reduzierten Niederschläge seit Jahresbeginn ist der Bodenwasservorrat deutschlandweit auf sehr niedrigem Niveau. Dies führte überregional zu guten Bedingungen für die Bodenbearbeitung und Auspflanzung. In der Jugendentwicklung kann eine anhaltende Trockenheit allerdings zur eingeschränkten Nährstoffverfügbarkeit führen.
Durch eine geringe Luftfeuchtigkeit und den häufigen Wind erhöht sich die Transpiration der jungen Stauden. In der Folge werden massenflussabhängige Nährstoffe wie Nitrat, Sulfat, Magnesium und Calcium zügig und auch unter trockenen Bedingungen noch sehr lange aufgenommen. Hingegen sind unter diesen Bedingungen vor allem die Nährstoffe im Mangel, zu denen die Wurzel aktiv hinwachsen muss. Hier kommen zuerst Phosphor, Zink und Kupfer in den Mangel.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Hohe Einstrahlung reduziert den Knollenansatz

Sehr stark abhängig von der Pflanzgutqualität ist die Stängelanzahl in diesem Jahr eher durchschnittlich bis knapp. Dies hat ein geringeres Ansatzpotential zur Folge. Auch die aktuell sehr strahlungsreiche Witterung führt zu einem reduzierten Knollenansatz pro Stängel. Viel Einstrahlung und Wärme fördern die Bildung der Cytokinine in der Pflanze. Die somit stärkere Zellteilung führt zu einem zügigen Blattaufbau und einer schnellen Jugendentwicklung. Da in der Kartoffel die Stolonen keine Wurzeln sind, sondern unterirdisch verdickte Sprosse, sind sie physiologisch dem Blattapprat gleichgestellt. Somit besteht eine Konkurrenz zwischen Blattaufbau und Knollenansatz.
→ Zügige und üppige Blattentwicklung hat häufig einen geringen Knollenansatz zur Folge.
Gegenspieler der Cytokinine in der Pflanze sind die Auxine. Diese werden im Blatt gebildet, anschließend abgeleitet und führen unterirdisch zu einem verstärkten Wurzelwachstum und höheren Knollenansatz.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Phytophthora-Druck auf geringem Niveau – Primärinfektionen nicht unterschätzen!

Der Infektionsdruck hält sich aufgrund der trockenen und strahlungsreichen Bedingungen in allen Regionen in Grenzen. Die überwiegend guten Bedingungen zur Bodenbearbeitung und Pflanzung reduzieren zudem das Risiko einer Primärinfektion. Dennoch darf dieses Risiko nicht ganz ausgeschlossen werden. In den vergangenen Jahren gab es häufig auch später in der Saison durch verstärkte Niederschläge im Juli eine systemische Infektion aus der Mutterknolle. Dieses Risiko haben alle Pflanzgutpartien aus der vergangenen Saison mit überregional hohem Phytophthora-Druck. Bei einer Infektion über den Boden wächst der Pilz systemisch im Stängel nach oben. Um diese Infektion zu stoppen, sind in jedem Fall systemische oder zumindest teilsystemische Wirkstoffe notwendig.
→ Beschreibung der Wirkstoffe siehe K-Info 04/2025
Der Fungizid Spritzstart kann entweder beim Berühren in der eigenen Reihe mit 1 l/ha Vojager erfolgen oder bei geringem Infektionsdruck kurz vor Reihenschluss, dann aber in Kombination mit dem schnellen Curzate 60 WG.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Entgiftung von Herbizidschäden

In dieser Saison sieht man häufig Herbizidschäden durch die bekannten Wirkstoffe Clomazone oder Aclonifen, bedingt durch die kühlen Nachttemperaturen und den oftmals verspäteten Anwendungstermin.
Der Wirkungsschwerpunkt der Kartoffelherbizide liegt im Vorauflauf und im Keimblattstadium der Unkräuter. So zeigten spätere Anwendungen oft geringere Wirkungsgrade oder den Schaden an der Kartoffel, bspw. durch ein zu dicht am Auflaufen eingesetztes Bandur.
Die zur Kartoffel ausgebrachten Herbizide müssen auch von der Kartoffel selbst abgebaut und in Ihrem Stoffwechsel entgiftet werden. Neben den dazu erforderlichen Enzymen, die zum Großteil aus Kupfer und Eisen bestehen, ist zur Entgiftung auch Wärme notwendig. Daher zeichnen Nachauflaufanwendungen, aber auch Nachwirkungen von Vorauflaufanwendung unter kühlen Bedingungen deutlich.
Zusätzlich sollte Phosphor für den zügigen Blattaufbau eingesetzt werden.

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Zuckerrüben 2025

Mais – Spätverunkrautung

Die Niederschläge bewirken nach der Trockenheit, dass noch Unkräuter nachlaufen. Im Mais können die meisten Unkräuter vergleichsweise einfach und effektiv bekämpft werden. Dazu gehören auch Wurzelunkräuter wie Disteln, Ackerwinden oder Ampfer. Hinweise zu deren Bekämpfung standen im letzten Info (10/2025). Samenunkräuter wie Melden, Gänsefuß-Arten, Amarant, Knötericharten, Franzosenkraut oder Nachtschatten laufen noch spät auf und erhöhen selbst bei vereinzeltem Auftreten das Samenpotenzial im Boden enorm. Gänsefuß-Arten z.B. produzieren pro Pflanze bis zu 20.000 Samen und dürfen deshalb im Mais nicht durchgehen. Deshalb müssen die Maisbestände im 6-bis 7-Blattstadium noch einmal kontrolliert werden. Ab dem 8- Blattstadium (Kolbenbildung) sollten die Maispflanzen durch Herbizide nicht mehr gestresst

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Zuckerrüben 2025

Leguminosen – Schädlingsbekämpfung und Fungizideinsatz

Der Schädlingszuflug war in den Leguminosen aufgrund der vorwiegend trocken-kalten Witterung bislang gering. Örtlich musste der Blattrandkäfer bekämpft werden. Zur Monatswende Mai/Juni ist mit ansteigenden Temperaturen und damit mit dem Zuflug der ersten Erbsenwickler zu rechnen. Wenige Tage nach dem Zuflug beginnen die Weibchen mit der Eiablage auf der Unterseite der Fiederblätter, auf den Blütenblättern und zum Teil auch auf jungen Hülsen. Nach 1 bis 2 Wochen schlüpfen die Raupen und wandern zu den Hülsen, in die sie sich einbohren. Dort fressen sie dann an der Samenanlage. Mit Vorliebe werden dichte, üppige Erbsenbestände (Wintererbsen) von Erbsenwicklern angeflogen.

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Zuckerrüben 2025

Getreide – Ährenkrankheiten

Der Befall der Ähren mit Krankheiten erfolgt auf unterschiedliche Weise: durch Zuflug über weite Strecken: Mehltau, Roste, hauptsächlich stammen die Neuinfektionen mit Mehltau oder Rosten aus dem Altbefall im Bestand, dessen Konidien bzw. Sporen durch Wind oder Regen- bzw. Tautropfen aufgewirbelt werden, durch direkte Infektionen, ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (F. graminearum, auch F. culmorum, F. Poae), durch Hochspringen über die Blätter als Treppe (S. nodorum, M. nivale, F. culmorum), durch die Kontamination der Ähre mit Erreger-Sporen, die sich im Bereich des Fahnenblattöhrchens angesammelt haben, durch systemische Verteilung von Sporen oder Myzel (z.B. F. culmorum, Cephalosporium gramineum) im Xylem der Pflanzen, die dann am Ende des Leitbahnsystems in den Blattspitzen bzw. im Spitzenbereich der Ähren angereichert werden. Mit dem Saftstrom im Xylem können auch Toxine verteilt werden, die dann lokale (Punkt-) Nekrosen bzw. Blattspitzen-Nekrosen bewirken, ohne dass ein Erreger nachgewiesen werden kann. Bekämpfung von

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Zuckerrüben 2025

Fusarien – Risiko bisher gering

Fusarienrisiko bisher gering Die kühlen Temperaturen in den letzten Wochen verhinderten das Heranreifen der Sporen von Fusarium graminearum. In den kommenden 10 Tagen ist deshalb nicht mit direkten, vom Inokulum auf dem Boden ausgehenden Fusarien-Infektionen zu rechnen. Trotzdem bitten wir die Betriebe, die sich mit Sporenfallen ausgerüstet haben, in den nächsten Tagen mit den regelmäßigen Untersuchungen zu beginnen. Zur besseren Sporenfängigkeit werden die Sporenfallen über Resten von Maisstroh oder Getreidestoppeln aufgestellt. Die uns übermittelten Ergebnisse können Sie kurzfristig als Infobeitrag auf der Homepage nachlesen. Symptome von M. nivale oder F. culmorum sind dagegen häufiger am Halmgrund bzw. auch auf unteren Blättern zu finden. Sporen beider Erreger sind F-2 in einer noch geringen Dichte nachzuweisen. Regen lässt die Sporen auf das Fahnenblatt hochspritzen, wo sie sich im Bereich der

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Dinkel – Ährenbehandlung

Die Saalemühle/Dresdner Mühle gehört zu den größten Abnehmern von Dinkel. In den Dinkelspelzen wurde in der Vergangenheit immer wieder Tebuconazol nachgewiesen, das als bedenklich für die Verfütterung an Tiere eingestuft ist. Deshalb bittet die Saalemühle auf die Ährenbehandlung (mit Tebuconazol) zu verzichten.

Dinkel ist aufgrund der lockerständigen Ähren und der geringen Blütenzahl der Ährchen wenig anfällig für Fusarien. Dagegen können die Ähren von Septoria nodorum und Rost befallen werden. Das Risiko für den Ährenbefall ist gering, wenn eine Fungizidvorlage auf das Fahnenblatt mit Carboxamiden oder Strobilurinen erfolgt. Der Ährenbefall mit Spelzenbräune wird weitgehend unterbunden, wenn im Blattbereich wirksame Fungizide gespritzt werden.

Hochanfällig für Braunrost sind die Dinkelsorten Albertino und Badensonne. Beide Sorten sind zusammen mit Franckentop auch hochanfällig

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Weizen – Ährendüngung

Die Weizenernte war 2024 mit durchschnittlich 67,9 dt/ha im Ertrag niedriger als 2003. Anders als 2003 lagen die Proteingehalte nur noch bei 11,4 %. Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV machte sich drastisch bemerkbar. 2024 wirkten sich das niedrige N-Angebot und die geringe Strahlung negativ aus. Letzteres war auch 2016 der Fall. Trotzdem wurden 2016 noch 76 dt/ha mit 12,6 % Protein geerntet. In diesem Jahr (2025) waren die Nmin-Vorräte im Böden höher. Kühle Temperaturen und Trockenheit schränkten aber die N-Freisetzung ein. Hinzu kommt, dass das potentielle Nmob aus dem Boden in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Die geringe Freisetzung erkennt man am starken Melieren der Böden, die auf geringe

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Zink – nicht nur für die Proteinbildung notwendig

Die zu Schossbeginn gezogenen Pflanzenanalysen wiesen in den letzten Jahren mit zunehmender Tendenz eine Unterversorgung mit Zink aus. Davon betroffen sind nicht nur stark sandige Diluvialstandorte mit von Haus aus geringer Versorgung oder Standorte mit hohen pH-Werten (über 7) bzw. Standorte mit hohen P-Gehalten im Boden, sondern auch Böden mit „normalen“ Eigenschaften und bislang als ausreichend eingestuften Gehalten im Boden. Ein Grund für die Häufung von Zink- und generell von Spurenelementmangel ist sicherlich, dass in den letzten 30 Jahren durch die Ernten Spurenelemente entzogen, aber keine Spurenelemente in größeren Mengen zugeführt werden. Das Getreidekorn enthält ca. 30 mg Zn je kg bzw. 30 g je t Ertrag (LKV Sachsen, 2024). Mit 9 t/ha werden also 270g Zink abgefahren. Das hört sich nach wenig an, aber sind 8 kg/ha in 30 Jahren bzw. das entspricht etwa 2 ppm Zn im Boden. Ein „normaler“ Boden enthielt im Jahr 1990 etwa 3

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Roggen – Abschlussbehandlung (Ährenspritzung vor dem Schieben der Staubbeutel)

Der Roggen erwies sich in diesem Jahr als recht gesund. Häufiger auftretender Befall mit Schneeschimmel bzw. Rhynchosporium im Roggen nach Roggen konnte mit einer frühen Prothioconazol-Spritzung unter Kontrolle gehalten werden. Braunrost erforderte im September-Roggen verbreitet den frühen Einsatz von Tebuconazol, um den Befallsdruck zu mindern. Mehltau spielte trotz des häufigeren Auftretens im Herbst im Frühjahr kaum eine Rolle. Die Abschlussspritzung mit Fungiziden gegen späten Braunrostbefall sollte im Roggen in EC 59 zwischen dem 15. bis 22.05. erfolgen, bevor die ersten Staubbeutel erscheinen. Wird auf die Staubbeutel gespritzt, nimmt der Pollen Schaden, die Folge sind Schartigkeit und Mutterkorn. Mit Mutterkorn ist in diesem Jahr stärker zu rechnen, nachdem bereits gekeimte Sklerotien gefunden wurden. Gefährdet ist Roggen auf Schlägen, die vorjährigem Roggen oder Grünland bzw. nicht bewirtschafteten Grasflächen benachbart sind. Um die Verbreitung mit Mutterkorn (Honigtau) durch Insekten zu vermeiden, ist die Zumischung eines (Kontakt-) Insektizides (Pyrethroid) angebracht. Zur Absicherung der Befruchtung

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Winterweizen – Qualitätsdüngung

Trockenheit und Kälte schränkten bis Ende April die N-Freisetzung aus dem Boden ein. Mit den Niederschlägen vor und nach Ostern kam zunächst der im Boden vorliegende mineralische Stickstoff zum Wirken. Die N-Mobilisierung kam bislang noch nicht richtig in Gang und wird auch in den nächsten 14 Tagen auf sich warten lassen, wo die Böden kaum durchfeuchtet wurden. Bleiben die Böden feucht und steigen die Bodentemperaturen über 15 °C, setzt die N-Nachlieferung verstärkt ein. Damit ist ab dem 20. Mai zu rechnen. Eine Zwischendüngung, die von der Spätdüngung abgezogen werden muss, kann bei bisher knapper Kalkulation angebracht sein. Ob die Zwischendüngung notwendig ist, zeigen der N-Tester oder der Blattvergleich: Beim letzteren werden die Blätter nebeneinandergehalten: Hellt das 4. Blatt von oben gegenüber dem 3. Blatt deutlich auf, lagert die Pflanzen Stickstoff aus, um damit den Neuzuwachs zu versorgen. In diesem Fall können 25 kg/ha N gedüngt werden. Ist das 3. Blatt

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Zuckerrüben – Einsatz der Hacke

Zuckerrüben gelten nicht nur als Hackfrüchte, sondern profitieren auch von einem Hackdurchgang. Durch das Hacken gelangt Sauerstoff und Wärme in den verschlämmten Boden, was die Rüben danken. Auch die Stickstoffnachlieferung wird damit in Gang gebracht. Bereits nach wenigen Tagen ist der Wachstumsvorsprung in gehackten Beständen zu erkennen. Je verkrusteter ein Boden, desto höher wiegen die Vorteile des Hackens. Dieser Entwicklungsvorsprung sollte auch in SBR-/Stolbur-Gebieten genutzt werden. Hier haben schneller Reihenschluss und optimale Wachstumsbedingungen für die Zuckerrüben höchste Priorität. Gerade auf verkrusteten Böden wird durch das Hacken der Gasaustausch forciert. Bei hohen Tongehalten muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Rüben durch das Herausreißen von „Platten“ nicht beeinträchtigt werden. Mit Schutzscheiben kann in diesem Fall bis zu einem gewissen Umfang Vorsorge betrieben werden. Durch das Hacken wird die Kapillarität und damit die unproduktive Verdunstung zwischen den Reihen in harten Böden gebrochen. Problematisch ist das Hacken auf steinigen Böden, da die

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Geringer Krautfäuledruck in Frühkartoffeln, Primärinfektionen nicht unterschätzen!

Das aktuelle Frühjahr unterscheidet sich grundlegend von den beiden Vorjahren. Durch das trockene Frühjahr konnte in vielen Regionen zeitig unter guten Bedingungen gepflanzt werden. Die Niederschläge der vergangenen Wochen führten jedoch nirgends zu übernassen Bedingungen. Auch die Luftfeuchtigkeit liegt auf niedrigem Niveau. Entsprechend hält sich der Krautfäuledruck in Grenzen.
In den frühen Regionen sind nur vereinzelt Krautfäulesymptome an den prädestinierten Stellen zu finden. Das Auftreten einer Primärinfektion hängt häufig auch mit der Bodenstruktur zusammen. So tritt die Infektion immer zuerst in Bereichen schlechter Struktur und damit in den feuchteren Bereichen auf. Interessanterweise sind Bio-Bestände in den Frühregionen immer weniger von Phythophthora befallen als konventionelle Bestände. Dies hängt mit der früheren Abnahme der Abdeckung aufgrund der mechanischen Unkrautbekämpfung, aber auch mit der Bearbeitung im Bestand zusammen.
Erste Infektionen entstehen überwiegend durch infiziertes Pflanzgut oder durch zugeflogene Sporen, von infizierten Knollen bspw. aus Abfallhaufen oder von Durchwuchskartoffeln.

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Zikaden – Bekämpfungsstrategie

Wie bereits im Info 12/24 ausführlich erklärt, braucht es zur Bekämpfung der Zikaden im Kartoffelanbau eine integrierte Strategie aus mehreren Bausteinen. Ein Baustein darin ist aktuell der Einsatz von Insektiziden zur direkten Bekämpfung der Zikaden.
Mit der aktuellen Notfallzulassung besteht die Möglichkeit, die Insektizide mit der Indikation gegen die Schilfglasflügelzikade einzusetzen.
Dazu müssen jedoch einige Punkte beachtet werden.
Einsatz bei Flugbeginn
Die Nymphen der Schilfglasflügelzikaden schlüpfen aus dem Rüben-/Kartoffelweizen auf warmen Standorten im Südwesten ab Ende Mai. Der Hauptzuflug findet dann temperaturabhängig statt. Dies war in den letzten Jahren Mitte bis Ende Juni der Fall.
Die adulten Zikaden sind mit dem Erreger Arsenophonus schon beim Schlüpfen beladen, somit muss die Bekämpfung erfolgen, wenn die ersten Tiere fliegen.
Dazu muss zwingend der Flug bonitiert werden.

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Raps – Knospenwelke

Raps setzt keine Schoten an Raps Verbreitet will der Raps in diesem Jahr nicht voll aufblühen bzw. setzt keine Schoten an. Davon betroffen sind vor allem frühe Sorten bzw. weiter entwickelte Bestände, während späte Bestände, auch Bestände mit doppeltem Wachstumsreglereinsatz im Herbst, offensichtlich weniger davon betroffen sind. Es hat den Anschein, dass in diesem Jahr wieder die Knospenwelke zuschlägt, die schon in früheren Jahren flächendeckend auftrat. Ursache für den Knospenabort ist meist die Einwirkung von Kälte während der Knospendifferenzierung. Das müssen nicht immer tiefe Frostgrade sein, es reicht ein starker Temperaturrückgang um 15 und mehr Grad bis in die Nähe des Gefrierpunktes, der die Zellteilung während der Ausdifferenzierung der Knospen bzw. der Narben oder Antheren unterbricht. Dadurch starben entweder ganze Knospen ab – das ist zu erkennen am kurzen Stielchen ohne Knospe bzw. Blüte- oder die Narben (=weiblichen Organe) in der Knospe wurden durch Frost um den 16. Februar

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Mais – Nässe begünstigt Erdmandelgras

Erdmandelgras ist ein Sauergras, ist anfangs mit Hirsen zu verwechseln tritt vor allem auf Standorten mit regelmäßiger Überschwemmung auf weltweit gesehen eines der am schwersten zu bekämpfenden Unkräuter Graminizide (FOP-/DIM-Mittel) haben keine Wirkung gegen das Erdmandelgras konkurrenzstark, verbreitet sich vor allem in Reihenkulturen (Mais, Zuckerrüben) hohe Vermehrungsraten, in Mitteleuropa vegetative Vermehrung durch Knollen; Samen des Erdmandelgrases bilden bei uns bislang keine Keime eine Mutterknolle legt bis zu 120 Tochterknollen an Weiterverbreitung durch Bodenabtrag (Erosion) oder Überschwemmung Knöllchen haben die Größe eines Maiskorns und werden auch durch Fahrzeuge und Maschinen auf dem Feld und von Feld zu Feld verbreitet; sie haften an Erntegut und Ernterückständen; auch Feldmäuseverschleppen die Knöllchen Verbreitung mit (Kartoffel-) Saatgut möglich Biologie Erdmandelgras ist ein problematisches Unkraut, das sich besonders unter warmen und feuchten Bedingungen stark ausbreitet. Es bildet dichte Bestände und kann Kulturpflanzen stark verdrängen. Die Bekämpfung ist schwierig, da mechanische Maßnahmen oft nicht ausreichen und

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Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an Kälte und Trockenheit ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist östlich der Mittelgebirge aufgrund der anhaltenden Trockenheit noch nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. Die wenigen Millimeter Regen reichten nicht aus, um den Boden soweit zu durchfeuchten, dass die N-Nachlieferung in Gang kommt. So dürfte die N- Freisetzung erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) voll anspringen. Aufgrund der guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber eine Zwischendüngung einplanen. Nach verhaltener Startgabe kam die bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch Tau fällt. Die Ausbringung erfolgt am besten gegen Abend

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Getreide – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Die Niederschläge in der Osterwoche lassen im Westen mit den angestiegenen Temperaturen einen Stickstoffschub aus dem Boden erwarten. Dadurch steigt das Lagerrisiko. Kürzungsmaßnahmen können im Fahnenblattstadium (EC 37/49) durchgeführt werden, wenn die Ähre im Halm eine Länge von 5 bis 7 cm überschritten hat. Die Lagergefährdung eines Bestandes lässt sich im beginnenden Fahnenblattstadium anhand der folgenden Parameter überprüfen:

Wie dicht ist der Bestand bzw. welche Ährenzahl ist zu erwarten?

Wie lang können die Halme noch werden?

Wie fest sind die Halme?

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Wintergerste und Roggen – Nachkürzung und Fungizide

Wintergerste im Fahnenblattstadium nachkürzen? Die erste Wintergerste hat über Ostern das Fahnenblatt geschoben oder zumindest gespitzt. Angesichts der Trockenheit im Osten und Südosten und den geringen angekündigten Niederschlägen sollte dort auf eine Nachkürzung der Gerste verzichtet werden, wenn im Fahnenblattstadium folgende Kriterien zutreffen: Geringe Bodenfeuchte in der Krume: Der Boden ist unter der Bodenoberfläche kaum dunkler als die Bodenoberfläche und rieselt trocken aus der Hand bzw. besteht aus trockenen Klumpen. Der Halm ist bis zum 3. Knoten (hochgeschobener Bestockungsknoten zählt nicht!) nicht länger als 25 cm. Das unterste Internodium ist fest. Der Bestand lässt weniger als 450 (mehrzeilige) bzw. 600 (zweizeilige Gerste) Ähren je m² erwarten. Ist der Boden im unteren Krumenbereich noch feucht bzw. sind mehr als 20 mm Regen angekündigt, sollte eine vorsichtige Stabilisierung vorgenommen werden, vor allem, um das Ährenknicken zu vermeiden. Bei höherer Ährenzahl + längerem Halm sollte auf Standorten mit derzeit noch ausreichend Wasser unter

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Wintergerste – Ramularia (Ramularia collo cygni)

Das nass-kalte Wetter mit zwischenzeitlich sonnigen Abschnitten begünstigt vor allem im Süden die Ausbreitung von Ramularia. Eine Fungizidspritzung sollte gegen Ende der Schlechtwetter- bzw. zu Beginn der Schönwetterphase erfolgen. Spiroxamine in höheren Mengen greifen das Gewebe an. Auch Spritzungen mit aggressiv formulierten Wachstumsreglern sollten möglichst nicht am Morgen unmittelbar nach dem Tau erfolgen, sondern besser erst in den Nachmittagsstunden. Spritzflecken werden mit 0,12 l/ha Break thru oder 0,2 l/ha Silwet vermieden, die einen Spritzfilm auf dem Blatt statt Spritztropfen bewirken. Bekämpfung von Ramularia In Deutschland wurden zur Bekämpfung von Ramularia Folpan und Amistar Max mit dem Wirkstoff Folpet zugelassen. Folpan muss immer zusammen mit einem anderen Mittel eingesetzt werden, das entweder Prothioconazol oder Mefentrifluconazol enthält. Die Wirkung der Pyrazol-Carboxamide (Bixafen, Benzovindiflupyr = Solatenol, Fluxapyroxad) wird durch die Resistenz-Entwicklung eingeschränkt. Die Zumischung von Carboxamiden bzw. Strobilurinen ist trotzdem sinnvoll, um die Ethylen-Wirkung hinauszuzögern. Mit 160 g/ha Prothioconazol konnte Ramularia in

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Schwefel- und zugleich Kalziummangel?

In einigen Pflanzenanalysen wurde eine Unterversorgung mit Kalzium und Schwefel im Getreide ausgewiesen. Beim Nachfragen handelt es sich häufig um hellere Stellen im Schlag, die sich vom restlichen Schlag durch geringere Humusgehalte und höhere (!) pH-Werte abheben.

Ursache dürfte zum einen die Gipsbildung durch die Reaktion von CaO mit dem Sulfat aus dem SSA sein. Bei geringer Verdunstung und damit eingeschränktem Massenfluss kann dadurch auf kalkhaltigen Böden Schwefelmangel trotz ausreichend hoher S-Zufuhr auftreten, da Gips weniger wasserlöslich (2 g/l) ist als SSA (761 g/l) oder Kieserit (71 g/l).

Bei geringem Wurzelwachstum und dadurch eingeschränkten Wurzelausscheidungen, die zu einem Absenken des pH in der Rhizosphäre führen, kann auch CaO bei pH-Werten über 7 vorübergehend als CaCO3 (Ca-Karbonat) festgelegt werden. In diesem Fall heißt es Nerven zu behalten und abzuwarten, dass die Bestände nach einem warmen Regen in Gang kommen.

Um die Nerven zu beruhigen, hilft eine Blattdüngung mit 10 kg/ha SSA

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Mais – Düngung im Frühjahr 2025

Ab Freitag (11.04.) werden die Bodentemperaturen über 8 °C und danach über 10 °C ansteigen. Da in der Folgezeit auch im Norden steigende Temperaturen angekündigt werden, ist die Maisaussaat ab Freitag gut möglich. Bis dahin sollten inklusive der Unterfußdüngung 70 % der vorgesehenen N-Düngung ausgebracht sein, als Gülle oder Harnstoff. Nitrat-haltige Dünger eignen sich weniger, da das Nitrat das Wachstum der unteren Blätter zulasten des Wurzelwachstums stimuliert und Stickstoff aus den unteren Blättern mit erhöhtem Energieaufwand in den Neuzuwachs umverlagert werden muss. Die restliche N-Düngung wird ab dem 4- bis 8-Blattstadium in den stehenden Maisbestand über Gülle mit Schleppschläuchen oder als Harnstoff mit Urease-Hemmer mit dem Düngerstreuer ausgebracht. Harnstoff führt anders als NH4-haltige Dünger (auch KAS) nicht zu Verätzungen des Maisblattes. Die Aufteilung der N-Düngung zu Mais ist vor allem auf Standorten mit geringem N- Nachlieferungspotential sinnvoll, auch bei ungünstiger Bodenstruktur. Da häufig Ende Mai bzw. Anfang Juni einsetzender

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Mais – Herbizide 2025

Unkräuter mit geringen Temperaturansprüchen wie Ausfallraps, Kamille, Stiefmütterchen, Ehrenpreis oder Vogelknöterich und aus tieferen Schichten keimende Unkräuter wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut laufen vor dem Mais auf und entwickeln sich bei Temperaturen unter 15 °C schneller als der Mais. Die Unkräuter konkurrieren mit den jungen Maispflanzen um Wasser und Nährstoffe. Die Maiswurzel versucht zudem, den Unkrautwurzeln und deren Ausscheidungen auszuweichen. Dadurch wird der Wurzelraum der Einzelpflanze eingeschränkt. Die Wurzelkonkurrenz beeinträchtigt die Ertragsfähigkeit der Maispflanzen stärker als die oberirdische Konkurrenz. Früh keimende Unkräuter mit geringem Temperaturanspruch und allelopathisch wirkenden Wurzelausscheidungen sind z.B. Kreuzblütler (Senf, Hederich, Raps) oder Korbblütler (Kamille). Diese müssen frühzeitig, spätestens bis zum 2-Blattstadium des Maises (EC 12) bekämpft werden. Um aber der Spätverunkrautung zu begegnen, ist deshalb ein Herbizid-Splitting angebracht. Herbizid-Splitting Anwendungstermine bis zum 3-Blatt-Stadium sind für den Mais verträglicher. Ab dem 4-Blattstadium ändert sich die Oberfläche der Maisblätter. Anstelle der bis dahin kristallischen, schlecht benetzbaren Struktur der

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Unkrautbekämpfung unter trockenen Bedingungen

Die vergangenen beiden Jahre waren im Frühjahr häufig zu nass, sodass sich die Pflanzung sogar bis in den Juni hineinzog. Vorteil der Niederschläge im Frühjahr war die dadurch gute Herbizidwirkung. In dieser Saison finden wir jedoch deutschlandweit eine komplett andere Ausgangssituation. Die ausgeprägte Trockenheit der letzten Wochen und die geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit der nächsten Tage machen die Herbizidanwendung in diesem Jahr zur Herausforderung.
Nach den diversen Problemen der letzten Jahre mit Nässe, Qualitätsproblemen, schlechten Backfarben, Fäulnis und diversen Krankheiten sollte man meinen, dass die Unkrautbekämpfung in Kartoffeln nicht unser größtes Problem ist. Wenn dann jedoch die Bedingungen zur Herbizidanwendung nicht passen, Unkräuter durchgehen und im Nachauflauf nachbehandelt werden müssen, wird schnell wieder die Bedeutung der Herbizid-Vorauflaufbehandlung deutlich.

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Hirsenbekämpfung

Alles kein Problem, würde man meinen! Denn in breitblättrigen Kulturen zugelassene FOP-/DIM-Mittel sind auch in der Kartoffel im NA zugelassen. Jedoch greifen alle diese Gräsermittel die Wachsschicht der Kartoffel mehr oder weniger stark an. Am wenigsten dabei u.E. das Focus Ultra, was sich dann mit den Erfahrungen in den Rüben deckt.
Die Kartoffel ist aber äußerst empfindlich, was eine Beeinträchtigung der Wachsschichtfunktion betrifft, v.a. bei Trockenheit und/oder hohen Temperaturen. Nicht selten hat es den Anschein, dass nach FOP-/DIM-Einsätzen hinterher Alternaria schneller und früher kommt.
Deshalb raten wir bei der Hirse nach Möglichkeit zum Cato-Einsatz. Cato wird bei hohen Temperaturen (nachts > 10 °C, tags > 20 °C) von der Kartoffel sehr schnell abgebaut und ist, bei diesen Bedingungen eingesetzt, recht verträglich.
Allerdings sollte die Bekämpfung bis zum 5-Blattstadium der Hirse (1. Nebentrieb kommt) abgeschlossen sein.

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Zuckerrüben – Unkrautbekämpfung

In Rapsfruchtfolgen war das Triflusulfuron bis zum Vorjahr ein wichtiger Baustein und sicherte die Wirkung der Herbizidmischungen z.B. gegen Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Kamille und Vogelknöterich ab. Die Unkrautbekämpfung wird damit in den herkömmlichen Zuckerrübensorten im Vergleich zu anderen Kulturen nochmals aufwändiger und herausfordernder. Damit kommt der korrekten Terminierung der Maßnahmen nochmals eine größere Bedeutung zu: Der weite Reihenabstand, die geringe Pflanzenzahl pro Quadratmeter und die verhaltene Jugendentwicklung machen die Rüben anfällig für die Konkurrenz durch Unkräuter. Hohe Unkrautkonkurrenz führt zu starken Ertragsdepressionen. Damit ist die Bekämpfung der Unkräuter eine entscheidende Stellschraube zur Sicherung hoher Rübenerträge. Um eine angepasste Strategie fahren zu können, muss das Unkrautspektrum auf dem Schlag bekannt sein. Des Weiteren laufen die Unkräuter unterschiedlich auf, was für den Zeitpunkt der Herbizidmaßnahmen entscheidend ist: Weißer Gänsefuß läuft beispielsweise nach 120 – 150

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Wintergetreide – Mehltau

Früh gesäte Wintergetreidebestände, vor dem 20.10. aufgelaufene Wintergerste und Weizensorten waren schon im Herbst stark mit Mehltau befallen. Auf den abgestorbenen Blättern sind noch braungraue Pusteln zu finden. Haben diese keine schwarzen Punkte, sind die Pusteln abgestorben und verursachen keine Neuinfektionen. Schwarze Punkte auf den abgestorbenen Pusteln, die mit den Symptomen von S. tritici zu verwechseln sind, sind „Kleistothecien“, Dauersporen, die sich durch Kälte oder Trockenheit bilden und zum Überleben des Pilzes beitragen. Temperaturen über 12 °C und Regentropfen lassen diese Kleistothecien sporulieren und bewirken Neuinfektionen auf nassen Blättern. Ist das Blatt unter den grauen Mehltaupusteln dagegen noch grün, dann können frische, weiße Mehltaupusteln aus den befallenen Zellen entstehen und zu einer Verbreitung des Pilzes beitragen. Dazu reichen bei Temperaturen über 12 °C und dauernasse Blätter. Nach dem 20. Oktober aufgelaufene Bestände sind i.d.R. befallsfrei. Die Neuinfektion muss von außen kommen. Die Konidien werden über die Luft verbreitet. Dazu

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Raps – Zuflug von Schädlingen hält sich bislang meist in Grenzen

Der erste Zuflug von Stängelschädlingen erfolgte verbreitet zwischen dem 22. und 24. Februar. Dieser hielt sich aber in Grenzen, da die Bodentemperaturen selbst in den begünstigten Lagen kaum 6 °C erreichten, die für den Schlupf des Rapsstängelrüsslers notwendig sind. Angebracht war es, Insektizide gegen Rapserdflohlarven auszubringen, die sich aufgrund der Tagestemperaturen um 14 °C veranlasst fühlten, sich aus den Blattstielen auszubohren und neueinzubohren. Niedrige Bodentemperaturen regten auch in der Folgezeit Stängelschädlinge nicht zum Schlüpfen an, so dass in den Gelbschalen mit Ausnahme von Südhängen nur wenige Stängelschädlinge zu finden waren. Diese (meist Kohltriebrüssler) versteckten sich meist in den Knospen bzw. Blattachseln. Dadurch ist eine intensive Kontrolle der Rapspflanze dringend erforderlich. Wenn in mehr als 3 von 10 Rapspflanzen Stängelschädlinge zu finden sind, ist es angebracht gegen diese bis EC 51 mit Pyrethroiden vorzugehen. Vor EC 51 haben teil-systemische Wirkstoffe wie das Acetamiprid kaum Vorteile, weil kein Transport in die

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Zuckerrüben – Schnecken und Rübenerdflöhe gefährden den Bestand

Schnecken Die feuchte Witterung im vergangenen Jahr begünstigte die Vermehrung von Schnecken. Deshalb ist auch in diesem Frühjahr abgesehen von den Braunen Wegschnecken mit einem verstärkten Auftreten von Ackerschnecken zu rechnen. Vor allem in Süddeutschland sind die Böden aktuell noch feucht genug für ein massenhaftes Auftreten von Schnecken in den Sommerungen. Gefährdet sind Rüben im Keimblattstadium und kurz vor dem Auflaufen. Zur Kontrolle des Befalls legen Sie nach der Saat am besten Schneckenfolien oder mit Bier getränkte Jutesäcke aus. Unter den Säcken wird Metaldehyd-haltiges Schneckenkorn verteilt, damit die Schnecken schleimen und die Spuren zu erkennen sind. Die Schadschwelle liegt bei 2 Schnecken pro Quadratmeter, also reicht bereits eine Schnecke unter einem Jutesack für die Bekämpfung aus. Es ist ratsam, sowohl den Randbefall aber auch das Auftreten von Schnecken auf klutigen und feuchten Stellen im Schlag zu überwachen. Treten nur Braune Wegschnecken auf, reicht eine Randbehandlung. Entdecken Sie Genetzte Ackerschnecken

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Ackerbohnen und Erbsen – Mechanische Unkrautbekämpfung

Ackerbohnen haben eine hohe Konkurrenzkraft gegen Unkräuter, deshalb ist eine mechanische Unkrautbekämpfung durchaus Erfolg versprechend, wenn nicht gerade Gräser oder tiefwurzelnde Unkräuter ausgeschaltet werden müssen. Tiefer wurzelnde Unkräuter, wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut, lassen sich mit Hacken, nicht aber mit Striegeln bekämpfen. Ackerbohnen Mit Blindstriegeln im Vorauflauf der Ackerbohne (Striegel scharf einstellen), zweites Mal Striegeln ab 8-Blatt-Stadium (bzw. ab 5 cm Wuchshöhe, Striegel weniger scharf einstellen). Unter optimalen Witterungsbedingungen (trocken, schüttender Boden) 60 bis 80 % Wirkung gegen flach wurzelnde Unkräuter. Ein dritter Arbeitsgang bei 15 – 20 cm Wuchshöhe mit dem Striegel oder mit der Hacke erhöht die Unkrautwirkung auf 75 bis 90 %. Beschädigungen der Ackerbohne lassen sich durch Striegeln am späten Nachmittag bis in die frühen Abendstunden verringern. Körnererbsen Körnererbsen reagieren auf die mechanische Unkrautbekämpfung empfindlich. Die Restverunkrautung zur Ernte bereitet in feuchten Jahren erhebliche Probleme. Dem Blindstriegeln im Vorauflauf folgt ein weiterer Arbeitsgang im 8-Blatt-Stadium der Erbsen

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Stickstoff als Ursache vieler Qualitätsprobleme

Nach der vergangenen Saison sind viel Partien negativ aufgefallen. Speisekartoffeln haben vermehrt Probleme mit Druckstellen, Beschädigungen oder Fäulnis. In der Verarbeitungsware sind schlechte Backfarben aktuell überregional ein großes Problem.
Häufig liegt die Ursache an einer überhöhten N-Konzentration in den Knollen. Ausreichende Feuchtigkeit in der gesamten Saison führten zu idealen Mineralisationsbedingungen. Durch die häufig bedeckte Witterung wurde zudem der N-Abbau in der Pflanze reduziert. Die daraus resultierende hohe N-Konzentration fällt aktuell in sehr vielen Knollennährstoffanalysen auf.
Daher gilt es, die N-Kalkulation zu Kartoffel genauer zu betrachten und die Nachlieferungen des Bodens besser mit einzubeziehen.
Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?
Der Stickstoffbedarf der Kartoffel richtet sich nach dem Entzug durch die Knollen und dem Bedarf für die Ausbildung des Blattapparates. Dabei liegt der N-Entzug eines durchschnittlichen Kartoffelkrauts einer Speisekartoffel bei etwa 100 kg/N ha, für Verarbeitungskartoffeln bei 120 kg/N ha.

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Phosphor – Steigerung der Effizienz

Grundsätzlich ist das P-Aneignungsvermögen der Kartoffel im Vergleich zu vielen Winterungen gut. Die Kartoffel wächst überwiegend bei warmen Bodentemperaturen, wodurch die P-Aufnahme begünstigt wird.
Allerdings war das vergangene Frühjahr zu Beginn deutschlandweit kühl, sodass die Vegetation auch im Mai oft nur zögerlich in Gang kam und auch viele Kartoffelbestände eine verzögerte Jugendentwicklung hatten. In Kombination mit den teilweise intensiven Niederschlägen kam es regelmäßig zu Versorgungsengpässen bei der P-Aufnahme. Somit war der ertragsbegrenzende Faktor der Kartoffelproduktion in der Vergangenheit in vielen Fällen das Phosphat.

Wieso kommt es zu geringer P-Aufnahme?

• Kühle Witterung in der Jugendentwicklung

• Schlechte Bodenstruktur

• pH-Wert zu hoch

• Position des P-Düngers (band, breit oder vor dem Pflug)

Wie kann die Verfügbarkeit gesteigert werden?

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Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsreglern im Frühjahr 2025

Die kalten, häufiger auch frostigen Nächte im Herbst sorgten dafür, dass die Getreide-, auch die meisten Rapsbestände, auch die früh schossenden und früh gesäten Weizensorten bislang noch nicht abheben. Zudem bewirkte die relativ hohe Strahlung im Februar eine Festigung des Gewebes. Somit ist das Lagerrisiko in diesem Frühjahr geringer als in den Vorjahren. Das kann sich durch feucht-milde Witterung im April/Mai noch ändern, ist aber eher unwahrscheinlich. In Beständen, die bis zum 20. März weniger als 500 kräftige Triebe (Pflanzen je m² x Triebe mit 4 und mehr Blättern) aufweisen, ist ein früher CCC-Einsatz evtl. in Kombination mit 0,5 – 1,0 l/ha Mn-Chelat oder 2 kg/ha Mn-Sulfat angebracht, um die Ährenzahl abzusichern. Durch die Trockenheit der letzten Wochen wurde Mangan im Boden wieder festgelegt, in Abhängigkeit vom pH-Wert, auch verstärkt durch den Frost, der zwischen 10 und 20 cm tief in den Boden eindrang. Die CCC-Spritzung sollte erfolgen, wenn die

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Unerwartet hohe Nmin-Werte und NH4-Freisetzung aus Tonmineralen

In den Nmin-Untersuchungen werden z.T. überraschend hohe Nmin-Werte ausgewiesen, die sich auch in der Nachuntersuchung bestätigten, also nicht auf warm gewordene Proben zurückzuführen sind. Davon betroffen sind vor allem Lössstandortein Sachsen-Anhalt und Sachsen und Auenstandorte im Einzugsbereich von Lössstandorten, verstärkt Standorte mit organischer Düngung in den Vorjahren.

Von einigen dieser Standorte liegen KAK-Untersuchungen vor, die als vorherrschendes Tonmineral Illit mit einer NH4- Sättigung von 1 % der Austauschkapazität aufweisen.

In den Illiten werden Kalium und Ammonium in den Zwischenschichten fixiert, aus denen eine Freisetzung nur dann erfolgt, wenn diese Zwischenschichten durch Nässe bzw. H+-Ionen aufgeweitet werden.

Dann rutschen die in den Zwischenschichten fixierten K- und NH4+-Ionen heraus und gelangen in die Bodenlösung.

Trocknet der Boden wieder aus, schnappen sich die Tonminerale wieder einen Teil des Kaliums und Ammoniums aus der Bodenlösung und legen diese wieder fest.

Ein Teil des NH4 in der Bodenlösung wird nitrifiziert. Das Nitrat bleibt im 

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Zuckerrüben 2025

Wintergetreide – Generative Entwicklung

Generative Entwicklung weiter als das vegetative Wachstum Im Vergleich zu den Vorjahren ist die generative Entwicklung der Getreidebestände schneller, als aufgrund des äußeren Wachstums zu erwarten ist. Ursache ist die intensive Vernalisation im Oktober und November. Das Doppelring-Stadium trat in den vor dem 20. September aufgelaufenen Weizenbeständen bereits Ende Dezember ein. Der um den 20. September gesäte Weizen begann ab Ende Januar Ährchen zu differenzieren, wobei Sortenunterschiede zu beobachten sind: Früh gesäter Chevignon oder Complice beginnen bereits Blüten zu differenzieren, während ein zum gleichen Termin (18.09.) bestellter LG Initial derzeit das Doppelringstadium erreicht. Die früh schossenden Sorten mit frühem Ährenschieben können durch Spätfröste noch Schaden nehmen. Der Abschluss der Ährchenanlage mit dem Spitzenährchen ist in den früh gesäten Kurztagstypen ab Ende März zu erwarten, in den übrigen Sorten erst, wenn der 14-Stunden-Tag um den 5. bis 10. April erreicht ist. Für die spät aufgelaufenen Bestände verkürzt sich durch den Tageslängeneinfluss

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Ackerbohnen – Anbautelegramm

Wann Ackerbohnen säen? Für die Aussaat der Ackerbohnen gilt: „so früh wie möglich!“. Sinnvoll ist eine Bestellung der Ackerbohnen, wenn durch die Aussaat keine Schäden an der Bodenstruktur entstehen und der Boden nach der Bearbeitung ablüften kann. Im Zeitraum von 3 bis 4 Tagen unmittelbar nach der Saat sollte es nicht regnen. Die Bedingungen können in der 1. Märzdekade eintreten. Ablagetiefe: 5 bis 8 cm Je später die Saat erfolgt, umso wichtiger ist, dass die Ackerbohnen sicher und vor allem gleichmäßig auflaufen. Dazu muss die Keimfähigkeit garantiert sein, aber auch die notwendige Ablagetiefe eingehalten werden. Eine Ablagetiefe von mindestens 5 bis 8 cm ist Pflicht! Damit wird nicht nur der Keimwasserbedarf gedeckt, sondern auch die spätere Standfestigkeit verbessert. Als Saatstärke haben sich 35 bis 45 keimfähige Körner je m² bei Getreideabstand (12,5 bis 15 cm Reihenweite) bewährt. Damit wird der Zielbestand von 30 bis 40 Pflanzen je m² in der

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Zuckerrüben 2025

Körnererbse – Anbautelegramm

Erbsenbestände dürfen nicht lückig sein, weil dadurch die Verrankung schlechter wird und die Bestände von den Lücken aus in sich zusammenbrechen (Saatgut). Das Saatgut muss wenigstens 90 % Keimfähigkeit haben. Lassen Sie sich kein Saatgut mit weniger Keimfähigkeit andrehen, um dann dicker auszusäen: Die Lücken bleiben, dafür stehen die aufgelaufenen Pflanzen viel zu dicht. Zu eng stehende Erbsenpflanzen fallen durch den geringeren Hülsenansatz im Ertrag ab, gleichzeitig haben sie ein höheres Lagerrisiko durch die dünneren Stängel. Deshalb unbedingt langsam drillen (maximal 7 km/h) und bei pneumatischen Sämaschinen die Drehzahl im Verteiler so weit wie möglich zurücknehmen. Der Saattermin richtet sich danach, wie gut der Oberboden abgetrocknet ist und danach, ob wenigstens 2 bis 3 Tage nach der Saat mit schönem Wetter zu rechnen ist. Die notwendige Pflanzenzahl hängt vom Saattermin und vom Wasserhaushalt des Bodens ab. Untere Saatmengen auf weniger wasserspeicherfähigen Böden (unter 45 BP): 55 bis 65 Erbsenpflanzen je

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Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Aussaat

Aussaat der Zuckerrüben Für hohe Zuckererträge ist eine frühe Rübenaussaat unter guten Bedingungen notwendig. Ziel muss ein möglichst früher Reihenschluss sein, damit die Rübe die Vegetationszeit mit hohen Assimilationsleistungen nutzen kann. Eine schnelle Jugendentwicklung sichert hohe Zuwachsraten bereits im Juni und Anfang Juli ab, bevor die Rüben infolge von Hitze im Zuwachs stagnieren und tagsüber zu schlafen beginnen. Auch in SBR-Regionen ist ein früher Zuwachs, bevor es zur Symptomausprägung kommt, entscheidend für noch ausreichende Erträge. Zu frühe Aussaat unter kühlen Bedingungen, verknüpft mit einer langen Auflaufphase kann allerdings auch zu Pflanzenausfällen durch boden- und samenbürtige Erreger, z.B. Pythium, Rhizoctonia oder Aphanomyces, führen. Die Dauerwirkung der fungiziden Beizwirkstoffe im Rampart (Penthiopyrad) und im Tachigaren (Hymexazol) reicht dann nicht mehr aus. Auch Schädlinge haben unter diesen Bedingungen leichtes Spiel, da das Tefluthrin, das aktuell als einzige insektizide Beize zugelassen ist, nicht systemisch wirkt. Deshalb kann mit der Beize ausschließlich im Boden eine

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Zuckerrüben 2025

Raps – Nachtfröste verhindern das Schlüpfen der Stängelrüssler, aber Erdflohlarven

Mit Ausnahme des Oberrheingrabens liegen die Bodentemperaturen in den oberen 5 cm des Bodens unter 3 °C. In den kommenden Tagen ist dort in dunklen, humosen Böden mit einem Anstieg auf über 5 °C zu rechnen, der allerdings für den Schlupf der Stängelrüssler nicht ausreichen wird, wenn die Temperaturen ab der kommenden Woche wieder zurückgehen werden. Mit massenhaftem Zuflug von Stängelrüsslern ist deshalb noch nicht zu rechnen. Etwas anders sieht es mit den Larven des Erdflohs aus, die durch Temperaturen über 12 °C aktiv werden, um sich aus den verkoteten Blattstielen auszubohren und darunter wieder einzubohren. In dieser Zeit ist eine Bekämpfung mit Pyrethroiden möglich, die gegen die Larven noch gut wirken. Kontrollieren Sie deshalb die Blattstiele von Rapspflanzen auf Rapserdfloh-Larven. Wenn Sie mehr als 3 Larven in schwachen Pflanzen (unter 7 mm WHD) bzw. mehr als 5 Larven in kräftigen Pflanzen mit mehr als 10 mm Wurzelhalsdurchmesser finden, ist

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Zuckerrüben 2025

Getreide – Gräserbekämpfung zu Vegetationsbeginn im Frühjahr 2025

Nach Auswertungen von Agris42 wiesen 2024 immerhin 69 % der eingesandten AFU-Proben (Verdachtsproben) Resistenzen gegenüber den Wirkstoffklassen A (ACCase-Hemmer) und B (ALS-Hemmer) auf, beim Weidelgras waren es 20 %, Windhalm 6 %, Trespen 4 %, sonstige (Dikotyle) 1 %. Für die Frühjahrsbehandlung gegen Gräser stehen allerdings ausschließlich Herbizide dieser Wirkstoffklassen zur Verfügung. Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat auf Problemflächen Priorität, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Zu Beginn einer Schönwetterphase (häufig in der 2. Märzwoche*) wirken die Sulfonylharnstoffe gut, wenn der Ackerfuchsschwanz noch klein ist, die Luftfeuchtigkeit i.d.R. noch hoch ist und die Blätter weich sind. Nachtfröste bis – 3 °C in dieser Phase beeinträchtigen die Unkrautwirkung nicht, erschweren dem Getreide jedoch den Abbau der Wirkstoffe. Gut entwickelte und mit Spurenelementen versorgte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht in frostgeschädigten Beständen. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neugebildetes Blatt als Indiz für einen

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Zuckerrüben 2025

Glyphosat – Aktuelle Zulassung

Die Anwendung Glyphosat-haltiger Mittel ist bis 15.12.2026 (Stand 02/25) zulässig: zur Beseitigung nicht abgestorbener Zwischenfrüchte und Altunkräuter vor der Saat von Sommerungen, die im Mulch- oder Direktsaatverfahren ausgesät werden, das gilt auch auf Flächen, die sich in den Ersosionsgefährdungsklassen Kwasser und Kwind befinden, wird vor dem Anbau von Sommerungen gepflügt, darf Glyphosat nur gegen schwer bekämpfbare Unkräuter (Ampfer, Disteln, Quecke) eingesetzt werden. In einigen Bundesländern gilt auch Ackerfuchsschwanz als schwer bekämpfbares Problemgras. Bitte beim zuständigen Amt erkundigen, das eingesetzte Mittel sollte nicht die Auflage NT 307-90 haben (siehe dazu Infobeitrag auf der Homepage). Die Anwendung Glyphosat-haltiger Mittel ist nicht zulässig: zur ganzflächigen Spätanwendung vor der Ernte, in Wasser- und Heilquellenschutzgebieten sowie in Naturschutzgebieten, Nationalparks, nationalen Naturmonumenten, Naturdenkmälern, gesetzlich geschützten Biotopen sowie Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten, auf allen anderen landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Nutzung von Glyphosat nur in besonderen Fällen möglich. Im Vorfeld des Einsatzes sind alle Alternativen des

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Zuckerrüben 2025

Sommergetreide – Anbau

Der Anbau von Sommergetreide beschränkte sich bislang auf Mittelgebirgsstandorte bzw. als Alternative zu spätem Weizen oder Stoppelgetreide. Die zunehmende Herbizidresistenz von Ackerfuchsschwanz und Weidelgras zwingt uns, sich mit Sommerungen auseinander zu setzen, deren Anbau eine deutliche Verringerung des Ackerfuchsschwanzbesatzes bewirkt. Sommerungen in Winterungsfruchtfolgen einplanen Mais bietet sich als Alternative an, allerdings kommt der Anbau von Körnermais nur dann in Betracht, wenn ab Anfang Mai bis Ende September (erster Nachtfrost) wenigstens 1.600 °C-Tage (über 6 °C) erreicht werden. Silomais erfordert 1.450 °C- Tage. Allerdings muss vor dem Anbau die Verwertung geklärt werden (Fütterung, Biogasanlage). Ackerfuchsschwanz kann im Mais zum einen mechanisch oder mit Glyphosat vor der Saat und im Nachauflauf mit den stärksten ALS- Hemmern (Foramsulfuron, Nicosulfuron) bekämpft werden. Auch das Tembotrione (Laudis) hat eine Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz. In Leguminosen wie Ackerbohnen und Körnererbsen kann gegen AFU und Weidelgräser mit Aclonifen (Bandur, Novitron) evtl. + Prosulfocarb (Boxer) bzw. im Nachauflauf mit

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Grundnährstoffversorgung

Bei kaum einer Kultur sind die Auswirkungen einer unzureichenden Grundnährstoffversorgung so gravierend, wie dies bei der Kartoffel der Fall ist. Neben dem Ertragseinfluss spielt bei der Kartoffel insbesondere der qualitative Einfluss der Grundnährstoffversorgung eine entscheidende Rolle. Aufgrund ohnehin zunehmender Herausforderungen bei der Erzeugung qualitativ hochwertiger Kartoffeln, darf kein zusätzliches Problem in der Produktion durch ein Nährstoffdefizit entstehen.
Viele Nährelemente, wie das Kalium und das Magnesium, werden linear zum Trockensubstanzertrag aufgenommen. Hingegen kann der Phosphor- und Stickstoffgehalt in den Knollen ohne Ertragsverluste mit zunehmendem TS-Gehalt abnehmen. Somit flacht die Phosphor- und Stickstoffentzugskurve mit steigendem Trockensubstanzertrag ab. Rein aus dieser Tatsache wirkt sich vor allem die Stickstoffversorgung in den wenigsten Fällen ertragsbegrenzend aus. Die Kalium- und Magnesiumversorgung dagegen häufig. Bei Phosphor kommt es weniger auf die absolut gedüngte Menge an, vielmehr auf die Effizienz der eingesetzten Nährstoffmenge.

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Raps – Herbizideinsatz im Frühjahr

Ungrasbekämpfung mit Propyzamid im Frühjahr Eine Reihe von Rapsbeständen wurden im Herbst nicht mehr mit Propyzamid (im Kerb, Groove, Credence,Milestone) gegen Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser behandelt. Das Propyzamid hat eine hohe Persistenz im Boden und sollte auf Standorten mit längeren Trockenphasen bis spätestens Ende Februar gespritzt werden, wenn der nachfolgende Weizen noch im September gesät werden soll. Kerb flo (Credence, Groove): Mit 1,25 l/ha werden Ausfallgetreide und flach keimende, auch noch nicht aufgelaufene Gräser wie Windhalm, Hirsen, Flughafer, Jährige Rispe, mit 1,5 l/ha Trespe sowie mit 1,8 l/ha auch Ackerfuchsschwanz, Weidelgras, Vogelmiere und Ehrenpreis erfasst, wenn die Ungräser nicht zu tief wurzeln. Gegen bestockten, schon tiefer wurzelnden Ackerfuchsschwanz können 1,5 l/ha Focus Ultra + 1,5 l/ha Dash zugemischt werden. Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz muss Focus Ultra auf 2,5 l/ha + 2,5 l/ha Dash erhöht werden. Die Zumischung von Focus Ultra erfordert, dass tagsüber wenigstens 8 °C herrschen und danach kein

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Zuckerrüben 2025

Wintergetreide – Düngerplanung

Startgabe Die Form der Startgabe (N1) zu Getreide sollte sich an der Bestandesentwicklung orientieren. Phosphor wird am effektivsten im Herbst in den Boden eingearbeitet. Die Ausnutzung des im Herbst gedüngten Phosphors ist um mehr als das 3-fache besser, als wenn Phosphor im Frühjahr obenauf gestreut wird. Nachdem die DAP-Düngung im Herbst zu Weizen (Roggen, Triticale) nicht mehr zulässig ist, ist die P-Frühjahrsdüngung auf Standorten mit pH-Werten über 6,3 sinnvoll. Ein Teil des im Frühjahr gedüngten Phosphors geht durch die SSA-Düngung besser in Lösung, der Rest des als Ca-Phosphat festgelegten Phosphors wird durch SSA im Herbst oder im kommenden Frühjahr wieder in Lösung gebracht. Kalium wurde auf Böden mit weniger als 6 % Ton aus der Krume gewaschen. Auf stark sandigen Böden (unter 3 % Ton) ist deshalb eine K-Düngung im Frühjahr zu empfehlen. Mit 200 kg/ha Kornkali werden 12 kg Mg und 10 kg Schwefel gedüngt. Illit-reiche Standorte enthalten Ammonium

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Getreide und Raps – Stickstoffdüngung im Frühjahr 2025

Die Mehrzahl der Bestände sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Bestände haben oft erst das 4-Blattstadium, ab Anfang November gesäte erst 2 bis 3 Blätter gebildet. Bei der Wahl der Stickstoffform müssen die Bestandes- und Wurzelentwicklung, der Nitratgehalt im Wurzelraum, die Bindigkeit des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit, der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im Getreide werden durch Nitratdünger die Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und erst verzögert wieder reduziert. Durch die höhere Konkurrenz in der frühen Schossphase leidet die Ausbildung der produktiven Ähren. Zudem wird überschüssiges Nitrat

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Zuckerrüben 2025

Stickstoff im Boden im Frühjahr 2025

Nährstoffauswaschung Ausgesprochen nass war es im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres im Norden, südlich der Donau und im Westen Deutschlands. Aber auch in den Trockengebieten fielen mehr Niederschläge als normal. Die Niederschlagsmengen bewirkten, dass die sandigen Böden in ganz Deutschland mit Wasser gesättigt sind. In Norddeutschland wurden die Sandböden mehrfach durchgespült, so dass dort Nitrate, Sulfate und auch Kationen mit geringer Bindung wie Magnesium, Kalzium auch Ammonium und Kalium ausgewaschen wurden. Nitrat dürfte auch aus den lehmig-tonigen Böden in Niederbayern und in den Marschen in Norddeutschland verlagert worden sein, kann aber kapillar wieder in den Wurzelraum aufsteigen. Die guten Böden in den Regenschattengebieten im Südwesten, in Franken oder in den Börden Ostdeutschlands sind trotz der Niederschläge erst zu 70 bis 90 % wassergesättigt. Dort hat noch keine gravierende Nährstoffauswaschung stattgefunden. Nachdem auch freier Kalk mit der Bodenlösung verlagert wurde, lagen nicht genug Ca-Ionen vor, um Schwefel als Gips zu

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Die Zikaden breiten sich aus!

Die Zikaden breiten sich aus!

Über die Ausbreitung der Zikade im Südwesten Deutschlands wurde in den letzten Jahren schon einige Male in diesem Schreiben berichtet. Die Situation hat sich in der vergangenen Saison zugespitzt. In großen Teilen Bayerns sind Zuckerrüben- und Kartoffelflächen betroffen. In Sachsen-Anhalt verbreitet sich die Zikade weiter und auch in NRW und Niedersachsen gab es die ersten offiziellen Nachweise.
Aufgrund der brisanten Lage wird in diesem Info noch einmal auf die Grundlage der Krankheit, deren Verbreitungswege und auf das Ausmaß der Schäden eingegangen. Aber auch ein Lösungsansatz aus den schon länger befallenen Gebieten soll eine Handlungsanleitung liefern.
Wer den Zikadenbefall in einzelnen Regionen noch als Marktvorteil der nördlich gelegenen Standorte ansieht, hat den Ernst der Lage noch nicht realisiert!
Geschichte der Erreger
Das Stolbur-Phytoplasma ist in osteuropäischen Ländern seit 1950 eine bekannte Kartoffelkrankheit. Diese schränkt den Verarbeitungskartoffelanbau in einigen Regionen Russlands und der Ukraine stark ein. Grund hierfür sind schlechte Backfarben aufgrund erhöhter Zuckergehalte. Das Stolbur-Phytoplasma setzt sich im Phloem der Pflanze fest und verstopft somit die Leitbahnen, in der Folge kommt es zu einer

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Mit welchem Landwirt Sie über das Rübenjahr 2024 sprechen, das Fazit fällt sehr unterschiedlich aus. Noch nie waren die Ertragsunterschiede größer als in diesem Jahr. Die Bandbreite der Erträge reicht von katastrophalen 20t/ha bis zu noch nie da gewesenen 130 t/ha. Selbst bei Landwirten innerhalb einer Gemarkung können die Ertragsunterschiede 40 t/ha betragen. Doch wie kam es dazu und was können wir aus diesem höchst interessanten Jahr für den Rübenanbau lernen? Dazu muss man den Entwicklungsverlauf noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Bodenstruktur Unterschiede fallen bereits bei der Bodenbearbeitung und der Etablierung der Zwischenfrüchte im Sommer 2023 ins Auge. Wem es trotz der verbreitet nassen Bedingungen gelungen war, mit Hilfe der Bodenbearbeitung eine gute Bodenstruktur zu schaffen und diese durch einen homogenen Zwischenfrucht-Bestand zu stabilisieren, hatte einen entscheidenden Vorteil. Denn im Winter und Frühjahr konnte sich die Struktur aufgrund des vielen Regens nicht mehr verbessern. Der milde Winter mit

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben – Sortenempfehlungen für 2025

Das Jahr 2024 stellte eindrücklich unter Beweis, welche Rolle die Sortenwahl im Zuckerrübenanbau spielt. Die Unterschiede in der Cercosporatoleranz waren in vielen Regionen beeindruckend. Aber auch in Sachen SBR/Stolbur konnten wir einige neue Erkenntnisse gewinnen. Konventionelle Sorten Standardsorten Auf Standorten ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall können die aktuell ertragsstärksten Sorten angebaut werden. Sorten mit hohen Zuckererträgen haben meist auch eine gute Cercosporatoleranz, was zum einen ein Resultat des höheren Cercosporadrucks der letzten Jahre ist, zum anderen läuft die intensive Fungizidvariante seit diesem Jahrnicht mehr in die Sortenleistungsprüfung des IFZ mit ein. Sorten, die unter diesen Bedingungen sehr hohe Zuckererträge liefern, sind Ludovica, BTS 2030 und Annedora. Aber auch Jellera und St Rotterdam kommen auf ein gutes Niveau (siehe Tabelle 151). Ist das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt, muss der Fokus auf dem Zuckergehalt der Rüben liegen, um dennoch zufriedenstellende Erträge zu erzielen. Unter diesen Bedingungen sind

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Silomais 2024 – Nach schlechtem Start doch meist noch gute Erträge

Trotz ungünstiger Startbedingungen lagen die Silomaiserträge bundesweit doch noch auf hohem Niveau, wenn die Bestände nicht unter Staunässe zu leiden hatten. 2024 wurde die Aussaat zum Geduldsspiel Die nassen Voraussetzungen im Frühjahr 2024 weckten schon Erinnerungen an die zurückliegende Maissaison 2023. In beiden Jahren erstreckte sich die Aussaat über ein sehr breites Zeitfenster von Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Juni (!) im Nordwesten, was zu unterschiedlichen Entwicklungs- und Reifeszenarien führte. Aufgrund der schwierigen Bedingungen war es auch gerade in diesem Jahr entscheidend, einen zügigen, gleichmäßigen Feldaufgang mit sicherer Jugendentwicklung bis zum 4- bis 6-Blatt-Stadium zu realisieren. Vorwiegend waren in diesem Jahr frühere Saattermine bis Anfang Mai von Vorteil, vorausgesetzt eine Aussaat war überhaupt möglich. Die Spätsaaten ab Mitte Mai litten stärker unter dem nasskalten Juni. Frühgesäte Bestände bekamen bis dahin in ihrer Jugendentwicklung schon mehr Sonne und Wärme ab. Was zeichnet ein gutes Saatbett aus? Sichere, gleichmäßige Feldaufgänge setzen

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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Die diesjährige Ernte wird vielen Körnermaisbetrieben in positiver Erinnerung bleiben. Nicht selten wurde über Rekorderträge aus unterschiedlichsten Körnermaisregionen berichtet. Die frühen Saattermine ab Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Mai im Nordwesten Deutschlands waren den späten Saatterminen im Ertrag und TS-Gehalt überlegen. Die früh gesäten Bestände liefen zügig auf und hatten zu Beginn ihrer Entwicklung ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung für eine sichere Bestandesetablierung. Besonders späte Genetik (FAO > 260) profitierte von der guten Belichtung in der frühen Jugendentwicklung bis zur Anlage der Fahne im 4- bis spätestens 6-Blatt-Stadium. Die hohe Einstrahlung wirkte sich nicht nur positiv auf die generativen Ertragsanlagen (Kolben und Fahne) aus, sondern war auch verantwortlich für einen optimalen Blüh- und Kornfüllungsverlauf. Spät gesäte Bestände litten dagegen nicht selten unter der langen Auflaufphase und den kühlen Bedingungen in der frühen Jugend im Juni. Der sehr warme Juli und August glich den Entwicklungsrückstand später gesäter Maisbestände wieder aus. Dennoch

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Wintergetreide – Einsatz von Bodenherbiziden vor Winter

Sofern befahrbar, bieten feuchte Böden gute Voraussetzungen für die Applikation von Bodenherbiziden im gerade aufgelaufenen Wintergetreide. Allerdings schränken Nachtfröste den kulturverträglichen Herbizideinsatz ein: Die Boden-Wirkstoffe Flufenacet und Chlortoluron (falls zugelassen) können im frühen Nachauflauf auch bei vorausgegangenem und/oder angekündigtem leichten Frost (bis – 4 °C) eingesetzt werden*). Carotinoid-Synthese-Hemmer Diflufenican (z.B. Brodal, Diflanil, Carmina, Herold, Trinity), Beflubutamid (Beflex), Picolinafen (z.B. Pontos, Quirinus) können bei leichtem Nachtfrost bis – 2 °C noch gespritzt werden. Auf die Zumischung von Prosulfocarb zur Unterstützung der Gräser-Wirkung des FFA sollte man bei niedrigen Temperaturen auf jeden Fall verzichten. Auch das Flumioxazin-haltige Sumimax darf nur bei frostfreier Folgewitterung gespritzt werden. ALS-Hemmer mit Mefenpyr als Safener (Atlantis) sollen nicht gespritzt werden, wenn mit Nachtfrösten zu rechnen ist. Dagegen können ACCase-Hemmer mit Cloquintocet als Safener (Axial, Traxos) auch vor Nachtfrösten bis – 5 °C ausgebracht werden. Dadurch steigt sogar die Wirkungssicherheit gegen Ackerfuchsschwanz (Nikolaus-Spritzung). Ebenfalls wirkungssicher und kulturverträglich ist

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz-, Trespen- oder Weidelgras-Problemen kann im Raps auf Propyzamid-haltige Produkte zurückgriffen werden. Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb Flo oder Milestone greift, wie das Pendimethalin, in die Zellbildung empfindlicher Pflanzen ein. Als Microtubuli-Hemmer wird es in der HRAC Gruppe 3 (früher HRAC Gruppe K) eingereiht. Damit hat Kerb Flo eine völlig andere Wirkungsweise als die im Getreide gebräuchlichen ACCase-Hemmer, ALS-Hemmer oder Harnstoffderivate und trägt somit zur Verringerung des Resistenzrisikos der Ungräser bei. Besonders aufgrund des drohenden Flufenacet-Wegfalls kommt dem Propyzamid eine noch größere Bedeutung im Resistenzmanagement zu. Wirkungsweise Der Wirkstoff verteilt sich bis 2 cm tief im Boden und wird vorwiegend über die Wurzel aufgenommen. Feuchtkühle Witterung erlaubt die Wirkstoffaufnahme bei gleichzeitig verlangsamtem Wirkstoffabbau. Aus diesem Grund sollte die Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 °Celsius erfolgen. Eine frühe Spritzung bei höheren Temperaturen kann zu Wirkungsminderungen führen, aber auch eine zu späte Spritzung im Frühjahr, wenn die

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Herbizid-Resistenzen

Herbizid-Resistenzen sind nicht mehr nur auf einzelne Regionen begrenzt. Durch den überbetrieblichen und inzwischen auch überregionalen Einsatz der Erntetechnik werden resistente Unkräuter immer mehr verbreitet. Bislang muss mit folgenden Resistenzen von Unkräutern gerechnet werden: Ackerfuchsschwanz reagiert bei uns auf den meisten Standorten nicht mehr auf auf FOP-Mittel, aber meist noch auf DIM-Mittel. Wo FOP-Mittel noch wirken, wirkt auch das Broadway im Frühjahr. Das FFA wirkt auf den meisten Standorten noch sicher. Die Wirkung des FFA wird durch die Zumischung von Boxer oder Aclonifen bzw. auch das Picolinafen unterstützt. Im Raps wirken sicher Metazachlor (nur auf keimenden AFU), Kerb (Milestone) und DIM-Mittel. Windhalm wird verbreitet durch ALS-Hemmer nicht mehr bekämpft. Am sichersten wirken über den Boden Beflubutamid + FFA, Flumioxazin + FFA. Im Nachauflauf haben DEN-Mittel Axial (Traxos) im Getreide noch eine gute Wirkung, im Raps reicht meist schon Metazachlor/Dimethachlor, FOP, Kerb (Milestone). Auch bei Trespen wurde vereinzelt ALS-Resistenz nachgewiesen, unterschiedliche

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Phosphor-Bedarf sicherstellen

Wärme und Trockenheit ab Mitte Oktober haben den bereits bestellten Beständen zu einem guten Start verholfen, solange man nur den Spross betrachtet. Die Wurzeln dieser Bestände schauen dagegen eher mickrig aus. Das dürfte auch bei den in diesem Zeitraum bestellten Beständen der Fall sein, wenn die nass-kalten Bedingungen anhalten. Sollten dann noch winterliche Bedingungen herrschen, geraten die Pflanzen in ein Dilemma: Keine Wurzel, kein Wachstum; kein Wachstum, keine Wurzel. Das kann sich im Frühjahr lange hinziehen, vor allem in der Wintergerste. Momentan heben sich trotz ausreichender P-Versorgung im Boden in unseren Versuchen bereits die mit DAP gedüngten Parzellen gegenüber den nicht gedüngten Parzellen ab. Aus den Schlagkarteiauswertungen und aus der Literatur ist abzuleiten, dass eine Ertragswirkung der zur Aussaat gegebenen P-Düngung auch bei guter Versorgung zu erwarten ist, wenn schlechte Bodenstruktur (= geringe Durchwurzelbarkeit) und Nässe (= O2-Mangel) die P-Aufnahme behindern. Trockenheit und niedrige Temperaturen setzen die P-Aufnahme um gut

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Seit Anfang November ist verstärkt Mehltau in der Wintergerste zu beobachten. Milde Temperaturen in Kombination mit hohen Luftfeuchten begünstigten die Infektionen. Insbesondere in den früh gedrillten, dichten Wintergerstenbeständen breitete sich der Mehltau explosionsartig aus. Diese Bestände präsentieren sich bereits von weitem durch hellere bzw. gelblicher statt sattgrüner Farbe. Bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die weißen Pusteln auf den Blättern. Regenfälle unterbrachen verbreitet in der letzten Septemberdekade die Aussaat der Wintergerste. Die erst Anfang Oktober gedrillten Bestände weisen vereinzelt Mehltau- oder auch Zwergrost-Symptome auf. Sobald die Temperaturen anhaltend unter 15 °C sinken, wird sich der Mehltau nicht weiterentwickeln. Bleibt es dagegen mild und sind noch Tage mit 15 bis 18 °C angesagt, bleibt der Mehltau aktiv. In der Regel können kräftige Wintergersten den Mehltaubefall im Herbst ohne Ertragseinbußen aushalten, da im Frühjahr neue, gesunde Blätter gebildet werden können. Auf Typhula-Standorten bilden die abgestorbenen Mehltau-Läsionen auf den Blattscheiden eine Eintrittspforte für

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Nässe im Herbst bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen

Im Nordwesten (westlich der A7, nördlich der A4) sind die Böden verbreitet übersättigt mit Wasser. Jeder Millimeter mehr wird zu einer Verschlechterung der Ausgangslage im Frühjahr beitragen. Dort ist mit niedrigen Nmin-Werten im Frühjahr zu rechnen. Im Nordosten mit Ausnahme der Küstenstandorte und Vorgebirgslagen warten die Böden noch auf Regen. Die Bördestandorte können auch noch 60 bis 100 mm Regen bis zur Sättigung aufnehmen. Die Nmin-Werte werden sich auf den besseren Böden im normalen Bereich bewegen, auf den sandigen Böden niedriger sein, wenn es in der Folgezeit mehr als 60 mm regnen sollte. Im Süden sind die Böden mit Wasser nahezu gesättigt, in einigen Gebieten auch schon übernass. Dies zeigt sich an den Aufhellungen der Gerste in den doppelt bearbeiteten Teilbereichen. Weiterer Regen wird auch dort zu einer verstärkten Nitrat-Verlagerung führen. Niedrige Nmin-Werte in der Krume, das bedeutet auf Sandböden weniger als 10 kg/ha Nmin, auf Lehmbödenunter 20 kg/ha in

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Die Zikaden breiten sich aus!

Trotz hoher Temperatursumme geringes physiologisches Alter

Wenn man sich an die vergangene Saison zurückerinnert, war diese geprägt von Niederschlägen und einer gefühlt moderaten Temperatur ohne starke Temperaturspitzen. Trotzdem gilt das Jahr 2024 wieder einmal als wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Überdurchschnittlich warm war das zeitige Frühjahr und einige Augusttage. Von Mai bis Juli herrschten dagegen eher durchschnittliche Temperaturen, viele Kartoffelbestände waren in der Phase der Jugendentwicklung.

Zudem waren in 2024 viele milde Nächte zu verzeichnen, was zu einer geringeren Tag-Nacht-Schwankung führte. Neben der absoluten Höhe der Temperatursumme beeinflusst auch die Schwankung der Temperatur das physiologische Alter der Kartoffeln. Daher haben die Partien dieses Jahr trotz hoher Temperatursumme ein geringes physiologisches Alter. Dennoch sind wir verglichen mit Kartoffelpartien von vor 5-6 Jahren auf einem hohen Niveau der Temperatur und die Keimhemmung darf nicht vernachlässigt werden.

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Die Zikaden breiten sich aus!

Lagerprobleme in früh gerodeten Partien

Viele Partien wurden in diesem Jahr bereits Ende August und Anfang September gerodet. In dieser Phase war es häufig zu warm und Partien sind mit Knollentemperaturen von 20°C und mehr eingelagert worden. Durch die Wärme konnten sich Fäulniserreger rasant ausbreiten.
In diesen Partien findet man aktuell häufig Fusarium-Fäule. Die Wundheilung wurde nach der Einlagerung oftmals durch fehlende Feuchtigkeit verhindert. Durch die häufig zu feuchte Bodenbearbeitung im Frühjahr war eine beschädigungsarme Ernte unter den trockenen Bedingungen bis Mitte September nicht möglich. Die Beschädigung stellt eine Eintrittspforte dar, die von einer durch die Wundheilung geschaffenen „Ersatzschale“ eingeschränkt worden wäre.
Häufig sind die Symptome nicht klar einem Erreger zuzuordnen, da es sich um Mischinfektionen aus Fusarium, Braunfäule oder bakteriellen Erregern handelt. Die Fäulnis kann durch kühle Temperaturen und Trockenheit gestoppt werden, die Verbreitung des Erregers jedoch nicht.
Das bedeutet, dass die Partie durch eine rasche Abkühlung zunächst gerettet werden kann. Da die Wundheilung

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Die Zikaden breiten sich aus!

Abtrocknung im Lager kontrollieren

Die Abtrocknung der erntefrischen Knollen sollte innerhalb der ersten 24-48 Stunden erfolgen. Anhaftendes Wasser sollte abgelüftet werden, da sich sonst eine Vielzahl von Erregern ausbreiten können. Die Abtrocknung sollte jedoch genau auf den Punkt ausgerichtet werden, an dem die Knollen abgetrocknet sind, d.h. das anhaftende Wasser abgelüftet ist. Wird über diesen Punkt hinaus gelüftet, diffundiert Wasser aus dem Inneren der Knolle an die Oberfläche der Knolle und verdampft dort. Erhöhter Schwund ist dann die Folge, Knollen werden welk, verlieren an Turgeszenz und ihre Speise- und Pflanzgutqualität vermindert sich.
Neben dem anhaftenden Wasser stellen die Beimenge und die faulen Kartoffeln eine Feuchtigkeitsquelle dar. Die anhaftende Erde kann auf bindigem Boden einen nennenswerten Anteil an Wasser enthalten. Dies führt zu einer geringeren Austrocknung während der Lagerphase, erhöht aber auch das Fäulnisrisiko bei zu geringer Lüftungsrate.
Während der Verdunstung von Wasser auf der Knollenoberfläche, von faulen Knollen oder von der anhaftenden Erde, entsteht Kälte. Diese Verdunstungskälte kann in spät und kalt gerodeten Partien

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Die Zikaden breiten sich aus!

Einarbeiten von Zwischenfrüchten

In einigen Regionen scheinen die Verhältnisse aktuell ideal, um Zwischenfrüchte einzuarbeiten. Doch der Schein trügt, wenn man sich die aktuellen Bodentemperaturen anschaut, die vielerorts noch über 10 °C liegen, auch wenn die Nachttemperaturen im tiefen einstelligen Bereich oder nahe dem Gefrierpunkt sind.
Um die Ziele des Zwischenfruchtanbaus vor Kartoffeln zu verfolgen, werden viele Zwischenfruchtbestände zu Kartoffeln verhältnismäßig spät gesät. Infolgedessen sind die Bestände jetzt noch sehr jung. Eine junge Zwischenfrucht enthält noch viel Zucker und leicht umsetzbare Stickstoffverbindungen.
Werden diese Zwischenfrüchte jetzt gemulcht oder in den noch relativ warmen Boden eingearbeitet, mineralisiert der darin enthaltene Stickstoff schnell durch. Bleibt die Witterung mild mit vereinzelten Niederschlägen, wird der gesamte in der Zwischenfrucht gespeicherte Stickstoff umgesetzt. Dieser kann durch Winterniederschläge ausgewaschen werden oder steht dem Kartoffelbestand früh in der Jugendentwicklung als Nitrat zur Verfügung und kann somit den Knollenansatz reduzieren.
Werden die nächsten Tage jedoch kälter und die Bodentemperatur sinkt nachhaltig unter 5°C, kommt die mikrobielle Aktivität im Boden zum Erliegen, somit findet auch

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Durch die Ernte von Silomais und den ersten Zuckerrüben wurden Blattläuse aufgescheucht und sind jetzt verstärkt auch in den frisch aufgelaufenen Pflanzenbeständen bzw. im Ausfallgetreide zu finden. Trotz der Nässe springen auch Zikaden herum. Latenter bis deutlich erkennbarer Befall mit Verzwergungsvirosen trat im Frühjahr verbreitet auf. Kontrollieren Sie deshalb Ausfallgetreide und Zwischenfrüchte mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs auf Blattläuse und Stoppelfelder sowie neu bestellte Felder auf umherspringende Zikaden. Anzeichen für Verzwergungsvirosen: Einzelpflanzen, die von der Spitze her vergilben oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und oft übermäßig stark bestocken. Das Herzblatt kommt kaum heraus. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern prall wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern. Das Virus-Risiko mit dem Weizenverzwergungsvirus ist höher östlich der Linie Schwerin – Erfurt – Würzburg und zieht sich über Hohenlohe rüber in das Rhein-Main-Gebiet.

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Winterweizen – CTU-Sortenverträglichkeit

Der Wirkstoff Chlortoluron wird aufgrund der Kerbel- und Kornblumenwirkung und der Unterstützung der Wirkung von FFA gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser wieder häufiger eingesetzt. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Weizensorten diesen Wirkstoff gleich gut vertragen. Von Wintergerste, -roggen und Triticale sind keine Einschränkungen bekannt. Nach Angaben des Herstellers (Nufarm) vertragen die nachstehend aufgeführten Sorten den Wirkstoff CTU schlechter bis nicht gut:
Tabelle

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Mais – Neue Sorten

Silomais: LG 31.215 (S 200/K 210) Einfachhybride, frühe Doppelnutzungssorte, Zulassung BSA 2024 zügige Jugendentwicklung für Grenzstandorte sowie Höhenlagen blatt- und stängelgesund mittellange, standfeste Pflanze mit gleichmäßigem, tiefen Kolbensitz gute GTM-Erträge bei hohem Stärkegehalt und guter Verdaulichkeit DKC 3144 (S 200) Hartmaisähnliche Neuzüchtung sehr gute Jugendentwicklung frühe Blüte für Grenzlagen bei guter Umweltstabilität (Trockenheit und Nässe) sehr gesunde, standfeste Sorte große Restpflanze mit länglichen Kolben sehr hohe GTM –, Stärke- und Biogaserträgen P83224 (S 240) Reiner Zahnmais aus Silomaiszuchtprogramm ansprechende Jugendentwicklung mittlere Blüte im 240er Bereich gutes Staygreen-Verhalten, vor allem auf besseren Böden massiger Typ mit sehr hohen GTM Erträgen mittlerer Stärkegehalt sowie mittlere Verdaulichkeit KWS Lupollino (S 250) massiger Zwischentyp standfest bei mittlerer Kolbenhöhe gute Blatt- und Stängelgesundheit ausgeprägtes Staygreen Silomais mit Druschoption sehr hohe GTM bei durchschnittlichen Energieerträgen und Verdaulichkeit P82703 (ca. S 250) großrahmiger Massentyp hoher Kolbensitz, trotzdem standfest sehr hohe GTM- und Biogaserträge gute Restpflanzenverdaulichkeit sehr gutes

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Auswirkungen der Nässe auf das Frühjahr 2025

Wassergesättigte Böden im Westen, Norden und Süden Westlich der früheren innerdeutschen Grenze, in Schleswig-Holstein und im westlichen Mecklenburg sowie südlich des Mains sind die Böden derzeit verbreitet das zweite Jahr nacheinander mit Wasser gesättigt. Durch eine ähnliche Situation im Jahre 1981/82 wurden die Böden durch die Rübenroder stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachwirkungen waren noch bis 1996/97 zu spüren. Ab Ende Dezember 1996 drang der Frost selbst in Westdeutschland über 1 m tief in den nassen Boden ein und beseitigte die Strukturschäden. Die Körnermais- und Zuckerrübenernte wird in diesen Gebieten noch zu einer Herausforderung. Ob danach überall Getreide gesät werden kann, ist mit einem Fragezeichen versehen. Wie wirkt sich Nässe auf den Boden aus? Wasser allein ist nichts Schlimmes. Ausreichend Bodenfeuchte ist notwendig, damit die Biologie im Boden funktioniert und Pflanzen wachsen können. Feuchtigkeit verhindert Staubbildung und Winderosion. Feuchte ist auch notwendig, damit sich die feinsten Bodenpartikel ausrichten und zu

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Lagerung – Was in diesem Jahr besonders zu beachten ist!

Die Bedingungen der vergangenen Wachstumsmonate waren nicht gerade positiv für den Lagerhalter. Durch die Feuchtigkeit kam es in allen Regionen zu einem Krautfäule-Befall. Dies kann zu einer Ausbreitung der Braunfäule führen.
Alle Lagerkrankheiten werden durch Beschädigungen während der Ernte und Einlagerung verbreitet. Aus diesem Grund muss besonders auf eine schonende Ernte geachtet werden. Die erste Maßnahme zur Reduktion von Beschädigungen ist eine ausreichend ausgereifte Schale.
Reifen Bestände ungleichmäßig ab, findet man vereinzelt grüne Pflanzen. Genau diese sind die potentiellen Fäulnisherde. Wird mit der Ernte nicht gewartet bis die letzten Knollen schalenfest sind, hat man ein großes Problem. Vor allem dann, wenn bereits Erwinia oder Braunfäuleknollen vorhanden sind.
Die Ausprägung der Schale dauert zwischen 2 und 4 Wochen, unter feuchten Bedingungen mit weniger Temperatur dauert die Ausbildung der Schale länger. Die langsame Ausbildung der

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Keimbereitschaft von Speise- und Veredlungskartoffeln

Die Bodentemperaturen im August und Anfang September lagen häufig über denen des Vorjahres. Trotzdem liegt die Temperatursumme in der Vegetation unter den Vorjahren, was zunächst eine ordentliche Keimruhe erwarten lässt. Zeitweise hohe Temperaturen im Damm und Trockenheit lassen die Knollen zügig altern.

Viele Parteien werden mit Maleinsäure behandelt, dabei stellt sich jedoch immer die Frage des Behandlungserfolges. In diesem Jahr waren die Bedingungen sehr gut für eine effektive Aufnahmen der Maleinsäure. Hohe Luftfeuchtigkeit => geöffnete Wachsschicht.

Selbst wenn ausreichend Wirkstoff in die Knollen eingelagert wurde, darf nach dem Einsatz der Maleinsäure nur unwesentlich später begast werden. Das sich die Wirkmechanismen Grundlegend unterscheiden.
Tabelle

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Die Rapsbestände wachsen in diesem Jahr stark auseinander. Die ersten Bestände wurden aus Angst vor dem Erdfloh bereits um den 15. August gesät. Diese Pflanzen erreichen bereits das 8-Blattstadium und müssen dringend gestaucht werden, wenn das nicht schon erfolgt ist. Einige Sorten wie Ambassador beginnen bereits im Überlappungsbereich den Stängel zu bilden. Der letzte Raps wurde erst zu Beginn der vergangenen Woche um den 9. September gesät. Dieser lief recht zügig auf und ist aktuell im 2-Blattstadium. Es gibt auch Rapsbestände, die in der Trockenheit Ende August ganz unterschiedlich aufgelaufen sind. Die am weitesten entwickelten Rapspflanzen haben inzwischen sechs Blätter und müssen dringend gekürzt werden, während die zuletzt aufgelaufenen Pflanzen inzwischen zwei Laubblätter bildeten. Die Rapspflanzen treiben sich gegenseitig hoch, wenn sich die Blätter berühren. Deshalb neigen enger stehende Pflanzen in dichten Beständen stärker zum vorzeitigen Schossen. Hat der Raps gegen Ende des Langtages (20.09.) bereits sechs und mehr Blätter

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Wintergetreide – Beizung

Der Anteil von Saatgutproben mit Flugbrand in Gerste und Weizen, auch von Steinbrand im Weizen, nahm in den letzten Jahren beständig zu. Damit wurde der Eindruck auf den Feldern bestätigt. Betroffen sind nicht nur Bio-Betriebe. Die Beizung insbesondere gegen Brande ist eine effektive, vor allem punktgenaue Pflanzenschutzmaßnahme. Unterbleibt die Beizung, ist eine spätere Bekämpfung von Branden mit Fungiziden nicht mehr möglich. Zudem werden durch die Beizung auch eine Reihe von anderen saatgut- oder bodenbürtigen Krankheiten eingedämmt, wenn nicht sogar unterbunden, wie Schneeschimmel, Fusarien-Arten, Septoria-Arten, Drechslera-Arten oder Rhynchosporium. Beizwirkstoffe kontaminieren nur das Saatgut und werden bestenfalls in den daraus erwachsenden Pflanzenteilen bzw. im Beizhof um das Samenkorn verbreitet, während sich der Spritznebel in der Umgebung der Zielobjekte verteilt.
Tabelle

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Winterweizen – Ertragsaufbau

Einteilung nach dem Schossverhalten Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im Frühjahr begrenzt. Deshalb müssen sie auf Standorten mit spätem Vegetationsbeginn (ab 3. Märzdekade) so früh gesät werden, dass sie vor Winter voll bestocken. Spätschossende (Langtags-) Typen können im Frühjahr noch gute Nebentriebe bilden und deshalb noch spät bestellt werden. Bei früher Saat besteht das Risiko, dass sie zu stark bestocken und Nebentriebe zu spät reduzieren. Sehr spät schossende Langtagstypen können sehr früh (vor dem 20.09.) bestellt werden, da sie auch bei langer Vegetation im Herbst nicht vor Winter zu schossen beginnen. Dafür eignen sich vor allem (standfeste) Korndichte- oder Bestandesdichte-Typen wie LG Atelier, SU Selke oder Argument mit geringer Anfälligkeit für frühe Blatt- und Halmbasiskrankheiten. Einstufung nach dem Ertragsaufbau EÄ: Einzelährentyp EÄ-TKG: Einzelährenertrag über hohes TKG KOMP: Kompensationstyp EÄ-KZÄ: Einzelährenertrag über Kornzahl je Ähre BD: Bestandestyp KD: Korndichtetyp KD-BD: Korndichte über hohe

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten 2024

Exsal (E) Protein 6, stabile, hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, KOMP, begrannt, mittelfrüh, standfest, wenig anfällig für HBV, blattgesund, wenig anfällig für Fusarien (Note 3), Maisweizen Absolut (A) Protein 6, sehr stabile, mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, EÄ, weniger winterhart, sehr früh, lang (AFU-Unterdrückung), trotzdem standfest, gesund, mittelanfällig für Fusarien (Note 5) SU Magnetron (A) Protein 6, hohe, aber weniger stabile Fallzahl, Ertrag 7/6, KD-KZÄ, kleinkörnig, früh, sehr standfest, gesund, Fusarien Note 5 Ambientus (A) Protein 6, stabile, sehr hohe Fallzahl, Ertrag Note 6/6, BD-Typ, mittelspät, etwas lageranfällig, gesund, Fusarien Note 4 Polarkap (A) Protein 5, stabile, mittelhohe Fallzahl, Ertrag Note 7/6, BD-TKG-Typ, winterhart, mittelspät, etwas lageranfällig, blattgesund, Fusarien Note 4 LG Kermit (A) Protein 4, stabile, hohe Fallzahl, Ertrags 7/7, KOMP-Typ, mittelspät, kurz, sehr standfest, wenig anfällig für Halmbasiskrankheiten, blattgesund außer DTR (Note 5), Fusarien Note 5 Optimist (A) Protein 3, stabile, hohe Fallzahl, Ertrag Note 7/7, KOMP, winterhart,

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Winterweizen – Qualitäts- und Backweizen

Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn neue Weizensorten (Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, u.a.) mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium für die Einstufung und Bezahlung des Weizens. Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den erreichbaren Proteingehalt unter restriktiven Bedingungen bei der Düngung berücksichtigen müssen. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass immer weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird. Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt: Kornertrag (dt/ha) x Proteingehalt (%) x 0,85 (% TM im Korn) = Proteinertrag (kg/ha); z.B. 100 dt/ha x 12,2

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Aktuelle Situation, den späten Zuwachs effektiv nutzen

Viele Bestände sind in diesem Jahr witterungsbedingt spät gepflanzt worden. Diese sind meist physiologisch noch sehr jung und müssen den September über noch wachsen. Damit dies möglich ist, müssen diese jedoch bis zur Reife gesund erhalten werden. Neben Phytophthora und Alternaria ist Sklerotinia in den meisten Beständen aktuell zu finden und reduziert häufig den Zuwachs.
Zudem lagern die Bestände mit zunehmend kürzer werdendem Tag weniger ein. In den spät gepflanzten Beständen sind die Unterwassergewichte problematisch. Häufig erreichen die späten Partien die für die Verarbeitung geforderten Qualitäten noch nicht. Daher müssen die Bestände anhand ihres Knollenansatzes und der Vitalität des Blattapparates beurteilt und entsprechend gefördert werden.
Ist der Bestand noch knackig grün und sehr vital, soll aber Ende des Monats (in 4 Wochen) in die Reife gehen, muss die Umverlagerung beschleunigt werden. Damit die Assimilate

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Sikkation

In den letzten Jahren haben sich die Qualitätsanforderungen in der Kartoffelproduktion gewandelt. Die Knollen müssen stabiler, lagerfähiger und im Speisebereich optisch makellos sein. Dahingehend muss sich die Produktion umstellen und mit angepasster Bestandsführung zu den gesetzten Zielen kommen.
Warum brauchen wir eine Sikkation ?
Hauptargument aus der Vergangenheit war die Regulation der Größensortierung. Dieser Ansatz darf in Zukunft nicht mehr ausschlaggebend für die Sikkation sein. Wir müssen unseren Bestand führen und unsere Sorten kennen, müssen wissen wie die Sorte reagiert, wie die Sorte ansetzt und wie viel Stickstoff die Sorte produktiv umsetzen kann.
Ein weiterer Grund ist die Reifeförderung und somit das Erreichen einer schalenfesten Ware. Eine stabile Schale ist eine Grundvoraussetzung für die Lagerung oder die Vermarktung als Speisekartoffel. Denn nur eine schalenfeste Knolle lässt sich lagern, ist widerstandsfähig gegen Krankheitserreger und ist vor unnötigem Wasserverlust

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Angepasste Produktionstechnik für den natürlichen reifenden Bestand

Wenn die Bestände regelmäßig zum Zeitpunkt der geplanten Sikkation satt grün im Wuchs stehen und noch keine Anzeichen der Reife haben, muss die Produktionstechnik im Kartoffelanbau ohnehin hinterfragt werden.
Was muss sich in der Produktionstechnik ändern?
Engere Pflanzabstände: Die Knollengröße darf zukünftig nicht mehr Grund der Sikkation sein. Dementsprechend muss die Knollendichte erhöht werden. Ein erster Ansatzpunkt dafür ist der Pflanzabstand. Je enger gepflanzt wird, desto mehr Tochterknollen stehen hinterher pro Quadratmeter (leider nicht immer linear).
Angepasste Pflanzgutgröße: Im Vergleich zu kleineren Sortierungen werden mit Fraktionen von 45/55 mm höhere Knollendichten erreicht. Somit sollten schwach ansetzende Sorten eher in einer größer gebrochenen Sortierung gepflanzt werden. Wenn dies betrieblich umsetzbar ist, können durchaus auch Parteien > 55 mm gepflanzt werden. In Bezug auf Knollenansatz und Triebkraft ist dies eine sehr gute Alternative.
Optimales physiologisches Alter/ optimale Nährstoffversorgung: Die

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Wintergerste – Sortenwahl 2024

Die Wintergerstenerträge lagen in diesem Jahr deutlich unter den Vorjahren, brachen aber weniger stark ein als die Erträge von Raps, Weizen oder Roggen. Über alle Regionen zeichnet sich ab, dass die Erträge auf leichten, durchlässigen Böden weniger stark litten als auf weniger durchlässigen Böden. Die Kulturen standen von Oktober bis März in der Nässe im Boden. Sauerstoffmangel bzw. Kohlendioxid-Überschuss bewirkten den Abbau von Feinwurzeln, darunter litt vor allem die Cytokinin-Produktion. Dadurch war in diesem Jahr auch häufiger Schwarzbeinigkeit zu beobachten. Ähnlich wie Verticillium im Raps entwickelt sich die Schwarzbeinigkeit stärker, wenn die Wurzelbildung eingeschränkt ist. Es kommt zum Wettlauf zwischen der Entwicklung bzw. Regeneration der Wurzel und der Ausbreitung der Krankheiten an der Wurzel. Als zweiter Faktor kam der Nachtfrost vom 22. auf den 23.04. hinzu, der verbreitet zur Schartigkeit führte. Davon betroffen waren vor allem Bestände, die zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Ährenschieben waren. Auf den reinen Sandstandorten

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Wintergerste – Kurzbeschreibung zweizeiliger Sorten 2024/25

Die neuen zweizeiligen Wintergerstensorten lassen einen deutlichen Ertragssprung gegenüber älteren Sorten erkennen. Trotzdem finden ältere Sorten immer noch ihre Liebhaber. Sandra, California und KWS Somerset sind nach Bordeaux die vermehrungsstärksten zweizeiligen Wintergerstensorten. Bordeaux fiel in den diesjährigen LSV regelmäßig im Ertrag ab, wenn die 1. Fungizidmaßnahme zu spät durchgeführt wurde. Alle angeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen GMV Typ 1. Unter den in den letzten Jahren zugelassenen Sorten heben sich die folgenden Sorten heraus. Almut (SZ Bauer) für extensive Bestandesführung im Südwesten früh schossende, mittelfrühe Sorte mit hoher Ährenzahl und hohem TKG standfest, geringe Neigung zum Halm- und Ährenknicken wenig anfällig für Mehltau, Netzflecken und Rhynchosporium aber anfälliger für Zwergrost und vor allem Ramularia (eingeschränkte Empfehlung) 700-900 Zielähren mit 250-300 Pflanzen/m² Arthene (SZB Polska, IG) extensive Bestandesführung trockentolerant später schossende, späte Sorte mit hoher Ährenzahl und sehr hohem TKG sehr standfest, ausgesprochen strohstabil, kann ohne Wachstumsregler auskommen sehr anfällig für

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Wintergerste – Kurzbeschreibung mehrzeiliger Sorten 2024/25

SY Loona (Hybridsorte, Syngenta, EU-Sorte) 2024 ertragsstärkste Wintergerstensorten mit hoher Konstanz in den LSV kommt auch mit Hitze zurecht fiel aber in Derenburg (Löss-Standort) im Ertrag trotz hoher Ährenzahl im Ertrag ab Vorteile auf sandigen Böden, aber auch auf kittigen, kalten Böden und in Höhenlagen zügige Massenentwicklung, lang, dadurch sehr gute AFU-Unterdrückung spätes Ährenschieben, spätreifer Ährentyp mit hoher Kornzahl/Ähre nicht ganz standfest, Neigung zum Ährenknicken, aber besser als Galileoo insgesamt gesunde Sorte ohne erkennbare Schwächen nicht zu früh säen Gerste für den Anbau nach Körnermais optimale Ährenzahl: 450 – 550 Ähren/m² mit 140 – 170 Pflanzen/m² Esprit DSV Standardsorte auf weniger guten Gerstenstandorten auf leichteren Böden ertragssicher mit hohem HLG geringere Erträge, wenn kühle, feuchte Witterung + hohes N-Niveau, die Nebentriebreduktion und Kornbildung verzögern, Folge geringeres HLG gute Massenentwicklung, lang, dadurch gute AFU-Unterdrückung normal schossender, aber später reifer EÄ-Typ mit hoher KZÄ Lageranfälligkeit erfordert zweimalige Kürzung, geringe Neigung zum Ährenknicken

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Raps – Herbstdüngung

N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.

Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
Abbildung

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Raps – Aussaat 2024

Bodenbearbeitung Durch die Starkniederschläge sind die Böden z.T. stark eingeschlämmt, d.h. auch Tonteilchen wurden verlagert. Schimmern sandig-schluffige Böden mit weniger als 15 % Ton nach Regen an der Oberfläche hellgrau oder glänzen gar silbrig bzw. hat sich über der Krumensohle eine dünne Schicht mit eingeschwemmter Erde gebildet (Spaten!), ist es angebracht vor Raps zu pflügen, um verlagerte Tonteilchen wieder hochzubringen. Das gilt vor allem für Böden mit zu niedrigen pH-Werten. Die Pflugtiefe muss aber der Bodenfeuchte angepasst werden bzw. die Bearbeitung darf im feuchten Boden nicht auf volle Krumentiefe erfolgen, um im kommenden Jahr die aktuell kaum zu vermeidende Schmiersohle unter den Scharen unterfahren zu können. Um Strohmatten zu vermeiden, sollte vor dem Pflügen das Stroh mit dem Grubber (oder zur Not auch mit der Scheibenegge) am besten in 2 Schritten, um keine Brocken zu produzieren, ca. 15 cm tief eingearbeitet werden. Nach jedem Bearbeitungsgang muss rückverfestigt werden. Hinter dem

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Raps – Insektizideinsatz im Herbst

In diesem Herbst ist Raps-Saatgut gebeizt mit Cyantraniliprole (Lumiposa) und Flupyridafurone (Buteo Start) zu beziehen. Pyrethroide (Erdfloh, Blattläuse, Kohlmotten), Carnadine (Acetamiprid) und Teppeki (gegen Blattläuse) sind als Spritzmittel zugelassen. Eine Notfallzulassung gegen Erdfloh haben Exirel (ab EC 10) bzw. Minecto Gold (ab EC 14) mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole. Mittel mit diesem Wirkstoff dürfen nur einmal gespritzt werden. Virusrisiko durch den Anbau von TuYV-toleranten Rapssorten einschränken. Frühsaat: Beizung mit Lumiposa gegen Kohlfliegen. Spätsaat: Beizung mit Buteo Start gegen Erdfloh (Wirkung bis 2-Blattstadium). Brocken vermeiden, eventuell vor der Saat walzen, um den Erdflöhen weniger Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Kontrolle des Erdflohbefalles (+ Kohlmotten + Rübsenblattwespen) ab dem 3. Tag nach der Saat nach 21 Uhr (Taschenlampe) vornehmen. Pyrethroide bei mehr als 10 % der Pflanzen mit Lochfraß bzw. massenhaftem Auftreten nach 20 Uhr spritzen, wenn die Erdfloh-Mütter aktiv werden. Zusatz von Haftmittel + 75 g Tebuconazol. Der Insektizidschutz durch die Pyrethroide hält 3

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Viele spät gepflanzte Bestände legen aktuell noch deutlich an Blattmasse zu und müssen deshalb im engen Abstand weiter geschützt werden. Hier gilt nach wie vor ein Behandlungsabstand von 4 Tagen, wenn zuvor schnelle Wirkstoffe (Cymoxanil) zum Einsatz kamen, und nach langsameren Wirkstoffen (Dimethomorph, Mandipropamid) von 6 bis 7 Tagen.

Nach einem schnellen Wirkstoff oder einer Stoppspritzung darf auch kein Zorvec solo zum Einsatz kommen. Anderenfalls kann trotz der Vorlage Phytophthora nicht verhindert werden.

In der Praxis waren die stärksten Infektionen zu beobachten, wenn Zorvec solo mit einem Abstand von mehr als 3 Tagen nach einem Infinito eingesetzt wurde.

Aber auch bei Beständen, die keinen Blattzuwachs mehr haben, muss aufgrund des anhaltend hohen Drucks bis zum Schluss teilsystemisch + sporenabtötend weiter behandelt werden.

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Bestände bis zum Schluss gesund erhalten

Hauptthema des Jahres war und ist nach wie vor die Krautfäule. Auf gestoppten Phytophthora-Infektionen setzt sich als Folgeinfektion häufig Alternaria. Daher kommt der Alternaria-Prävention nach einer gestoppten Phytophthora-Infektion höchste Bedeutung zu. Daneben begrenzen diverse andere Krankheiten die Entwicklungszeit in späten Beständen. Bedingt durch die andauernde hohe Feuchtigkeit in den Beständen ist in diesem Jahr häufig Botrytis zu finden.
Botrytis
In dichten Beständen sind in den unteren Blattetagen häufiger Botrytis-Infektionen zu entdecken. Alternde, verletzte oder bereits abgestorbene Blätter werden dabei bevorzugt befallen. Durch den Lichtmangel im unteren Bereich reduziert sich der Chlorophyllgehalt der Blätter und dadurch werden diese anfälliger für eine Infektion. Auch nach einem Hagelschlag oder nach einem Sturm kommt es regelmäßig zu einem Befall.
Sporen der Botrytis überwintern auf Ernterückständen, oder bilden Sklerotien, welche unter feuchten Bedingungen auskeimen

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Raps – Auch Krankheiten und Schädlinge begrenzten den Ertrag

Nässe, Frost in der Blüte und geringe Strahlung beeinträchtigten die Ertragsleistung des Rapses: Die anhaltende Nässe verhinderte schon im Herbst und Winter die Wurzelentwicklung und bewirkte später den vorzeitigen Abbau von Feinwurzeln (+ Verringerung der Cytokinin-Produktion). Je mehr Niederschläge ab Ende Mai gefallen sind, umso schlechter sind die Erträge auf mittleren bis schweren Böden. Infolge des Frostes zu Blühbeginn bzw. während der Blüte begonnen viele Rapsbestände nur langsam zu stäuben. Der Raps roch, nachdem die ersten Blüten offen waren, kaum nach Raps, ein Hinweis dafür, dass die Pollen noch nicht befruchtungsfähig waren. Davon waren vor allem die Schoten am Haupt- und an den oberen Verzweigungen betroffen. Die Schoten bildeten oft nur wenige Körner und blieben kurz. Ab Ende April bis Mitte Juni war die Einstrahlung vielerorts sehr niedrig. Eine zu schwache Einstrahlung ergibt sich durch bedecktes, strahlungsarmes Wetter. Dadurch war die Assimilat-Bildung eingeschränkt. Die Assimilation wurde für den Aufbau von

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Schneckenplage zu erwarten

Vor dem massenhaften Auftreten von Schnecken warnt bereits der Rundfunk. Derzeit sind im Garten und entlang von Gräben wieder massenhaft Wegschnecken unterwegs. Die nasse Witterung begünstigte auch den Schlupf der Genetzten Ackerschnecke aus den Eigelegen in der Tiefe von mehr als 60 cm. Um den Besatz einzudämmen, sollten deshalb die Äcker bis zur Neubestellung von Raps, Getreide, aber auch von Zwischenfrüchten möglichst schwarz gehalten werden, um den Schnecken die Nahrungsgrundlage zu entziehen und Rückzugsmöglichkeiten zu verbauen.

Auf jeden Fall sollten Sie jetzt nach der Rapsernte, vor der Rapsaussaat und später auch vor der Bestellung von Getreide, die Schläge, vor allem Schlagränder entlang von Gräben, aber auch klutige Stellen im Schlag auf Schnecken kontrollieren.
Tabelle

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Platzierung des Düngers statt Ausbringung mit der Schaufel

Je knapper die Versorgung der Böden, umso wichtiger wird die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor. Das zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Güllebetriebe mit hoher P-Versorgung liegen in den Erträgen durchweg an der Spitze. Die Nährstoffaufnahme erfolgt proportional zur Nährstoffkonzentration im Boden. Je geringer der Abstand zwischen einer Nährstoffquelle (Düngerkorn, mit Nährstoffen versorgte Bodenpartikel) und den Wurzelspitzen ist, umso niedriger kann die Nährstoffkonzentration sein, um die notwendige Nährstoffaufnahme pro Zeiteinheit (Tag) sicherzustellen. Geringe Nährstoffversorgung im Boden, die Begrenzung der Düngerausbringung durch die DüV, aber auch die durch Festlegung eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe erfordern umgekehrt einen kürzeren Transportweg der Nährstoffe vom Düngerkorn zur Wurzel, d.h. Platzierung der Nährstoffe in Wurzelnähe. Weniger wasserlösliche Nährstoffe wie Phosphate, die zudem schnell schwerlösliche Bindungen mit zwei- und höherwertigen Kationen (z.B. Ca++, Mg++, Fe++/+++, Al++/+++) eingehen, werden zudem im Boden nur über kurze Strecken transportiert. Beim Phosphor wirkt sich deshalb die Platzierung des Düngers in

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Zuckerrüben – Conviso One

Conviso One enthält die Wirkstoffe Thiencarbazone + Foramsulfuron, die im Conviso Smart-System in Zuckerrübensorten mit Resistenz gegen diese Wirkstoffe gespritzt werden können. Die Wirkstoffkombination Thiencarbazone + Foramsulfuron ist im Mais zusammen mit Iodosulfuron im Maister zugelassen. Conviso Smart-Rüben waren bisher in erster Linie eine Option, wenn Problemunkräuter wie Wildrüben, Hundspetersilie, Samtpappel, Ambrosia, Bingelkraut, Knöterich und Stechapfel mit Standardmaßnahmen nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Eine weitere Berechtigung hat Conviso Smart in trockenen Regionen, in denen Bodenherbizide nicht sicher wirken. Mit dem Wegfall des Triflusulfuron (Debut, Shiro) klaffen Wirkungslücken gegen Raps, Vogelknöterich, Hundspetersilie und Bingelkraut auf. Gegen Hundspetersilie hat das neue Herbizid Rinpode mit dem Wirkstoff Florpyrauxifen (synthetischer Wuchsstoff) gute Leistungen, zusätzlich kann Clopyralid eingesetzt werden. Auch gegen Bingelkraut wird mit Rinpode eine gute Wirkung erzielt, allerdings sind die Wirkungsgrade im Vergleich zum Triflusulfuron geringer, sodass die Bekämpfung des Bingelkrauts wieder zur Herausforderung wird. Gegen Amarant hingegen soll Rinpode

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Raps – Kurzbeschreibung neuer Sorten

Agenda (Limagrain/Lidea, 2021) schnitt 2023 im Norden und Osten sowie in den Höhenlagen im Korn- und Ölertrag und in der Marktleistung überdurchschnittlich gut ab für mittlere Saattermine ohne spezielle Bodenansprüche höhere Phomaanfälligkeit beachten Ambos KWS (2022) stabile Ertragsleistung auch auf schwierigen Standorten zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung frühe Blüte, mittelfrühe Abreife mittlere und späte Saattermine in Versuchen weniger REF-Larvenbesatz als in Nachbarsorten keine TuYV-Resistenz LG Ambrosius (2022) auf hohem Niveau ertragsstabilste Sorte im Bundes- und EU-Sortenversuch 2023 verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung geringe Neigung zur Stängelbildung, gute Winterhärte geeignet für frühe bis mittlere Saattermine standfest gute Druscheigenschaften LG Aberdeen (2023) mit 3 x Note 9 in Ertrag, Ölertrag und Ölgehalt agronomische Eigenschaften ähnlich Ambrosius für frühe bis mittlere Saattermine zusätzlich Verticillium-Toleranz Cheeta (BASF, 2022) schnitt in Mittel- und Süddeutschland gut ab hoher Ölgehalt (9) verhaltene Herbst- und Frühjahrsentwicklung mittlere Reife frühe Aussaat möglich KWS Ektos (2023) mittlere und späte Saattermine auch als

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Hohe Ansätze durch einen vitalen Blattapparat absichern

Überregional sind in den Beständen hohe bis sehr hohe Ansätze zu finden.

Bei der aktuellen Betrachtung von Kartoffelbeständen muss das Verhältnis von Knollenansatz zu Blattapparat und somit das Wachstumspotential des Bestandes abgeschätzt werden.

Sind im Verhältnis zum Blattapparat viele Knollen angelegt und neigt die Sorte eher zu einer vorzeitigen Abreife bevor das Ertragspotential ausgeschöpft ist, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um den Bestand möglichst lange am wachsen zu halten.

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Nährstoffanalyse als Hilfsmittel zur Kontrolle

Mit einer Blattnährstoffanalyse ab dem Stadium des Reihenschluss kann die Düngestrategie überprüft und hinterfragt werden.
In den meisten Fällen war die Stickstoffkonzentration in der Blattmasse ausreichend. Die Höhe der Stickstoffkonzentration in der Blattmasse muss immer im Verhältnis zur Kaliumversorgung gesehen werden. Dabei sollte Kalium 20 % über der Stickstoffkonzentration liegen.
Um ein Feedback des Ernährungszustand des Kartoffelbestandes zu bekommen, bietet sich auch zur fortgeschrittenen Entwicklung eine Blattnährstoffanalyse an. Daraus lässt sich ablesen, wie der eingesetzte Dünger in der Staude angekommen ist bzw. welche Punkte für das kommende Jahr verändert werden müssen.
Außerdem kann aktuell in wüchsigen Beständen durch Blattdüngungsmaßnahmen noch Einfluss genommen werden.
Warum werden viele Beständen aktuell hell?
Aktuell fallen viele Bestände auf, die in den oberen Blattetagen hell werden. Dies ist aber kein Stickstoffmangel,

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Einsatz von Maleinsäuren

Auch die Maleinsäure hat wie die cymoxanilhaltigen Fungizide einen negativen log-Pow-Wert, heißt die Wasserlöslichkeit ist deutlich höher als die Fettlöslichkeit. Dadurch, dass sich diese Wirkstoffe nicht in Fett lösen, dringen diese auch nicht in eine intakte Wachsschicht ein.
Erst mit nachfolgend hoher Luftfeuchtigkeit kann die Wachsschicht aufquellen und somit können diese nicht fettlöslichen Wirkstoffe aufgenommen werden. Somit haben Applikationen auf eine starke Wachsschicht keine Wirkungsgrade, da der Wirkstoff auf der Wachsschicht bleibt und durch einen nachfolgenden Niederschlag abgewaschen werden kann.
Vor diesem Hintergrund sind die Anwendungsbedingungen der Hersteller nachvollziehbar: keine Anwendung über 25 °C, keine Bewässerung innerhalb der nächsten 12-24 h.
Die eingeschränkte Zellteilung durch die Maleinsäure hat nicht nur einen möglichen Minderertrag zur Folge. Durch die eingeschränkte Zellzahl können die angelegten Zellen auch soweit gestreckt werden, dass diese

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Sikkation

Sikkation abhängig vom Stärkegehalt
Aufgrund der bedeckten Witterung ist der Stärkegehalt aktuell häufig gering. Allerdings variiert er abhängig von der Bestandsentwicklung und dem Nachlieferungsvermögen stark. Deshalb sollte eine Stärkemessung unbedingt vor der geplanten Sikkation durchgeführt werden.
Wurde mit der Stickstoffversorgung über das Ziel hinausgeschossen, sind die Bestände deshalb noch zu stark im Wuchs oder sind die Ansätze deshalb zu knapp, kann die Umverlagerung und somit die Stärkeeinlagerung beschleunigt werden. Damit die Assimilate aus dem Blattapparat in die Knollen verlagert werden, müssen in der Pflanze Auxine gefördert werden. Die Bildung von Auxinen im Blattapparat wird durch die Nährstoffe Bor und Zink gefördert.
Maßnahme zur Förderung der Stärkeeinlagerung
5 l/ha Bor + 0,5 l/ha Zinkchelat
Eine weitere Möglichkeit, die Umverlagerung der Stauden zu fördern, ist der Einsatz

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Nässe kostete Ertrag

testsetDie Gerstenernte ist in den Frühdruschgebieten weitgehend abgeschlossen. Die Erträge liegen verbreitet weit unter den Erwartungen.

Ursache für schwache Erträge ist meist das geringe Hektolitergewicht und häufig auch zu kurze Ähren. Dass die Gerstenerträge nicht in den Himmel schießen würden, wurde schon während der Abreife deutlich:

Gute Gerste soll von grünen über gelbe Grannen abreifen. In diesem Jahr fielen oft schon im Mai die silbrigen „Flimmerähren“ auf, die darauf hindeuteten, dass Ähren aufrechtblieben und in diesen Ähren nichts „drin“ war. Das war in einigen Sorten mit frühem Ährenschieben auf die Schartigkeit infolge des Frostes zurückzuführen, meist lag die Ursache an der kranken Halmbasis (schwarze Stoppel) und an den fehlenden Feinwurzeln. Andere Bestände hatten bereits Anfang Juni braune Grannen infolge des Befalles mit Ramularia aufgrund der unterbliebenen Grannenspritzung.

Auch die ersten Rapserträge liegen unter 30 bis bestenfalls Anfang 40 dt/ha, ohne dass gravierende Fehler in der Produktionstechnik zu erkennen sind. Beim Raps wiegen die Körner weniger als im vergangenen Jahr, auch die Ölgehalte sind deutlich niedriger. Vielfach waren in den (oft langen = älteren) Schoten große und kleine Körner nebeneinander zu finden. Ursache dafür dürfte die Frostnacht vom 22. auf den 23. April gewesen sein. Dadurch wurde die Zellteilung in den gerade befruchteten Karyopsen gestört und weniger Zellen in diesen Körnern gebildet bzw. die Körner nicht weiter ausgebildet.

Auch beim Weizen zeichnet sich ab, dass hohe Ertragserwartungen vielfach nicht erfüllt werden, weil das Hektolitergewicht zu wünschen lässt.

Einige Sorten reagierten auf die Witterung in der 2./ 3. Aprildekade mit Blattaufhellungen, die durch Spritzmaßnahme sogar verstärkt wurden. Kam dann noch z.B. im KWS Donovan der Befall mit Braunrost auf den noch grünen Bereichen der Blätter hinzu, vergilbte der gesamte Blattapparat vorzeitig, so dass zur Milchreife nicht einmal mehr das Fahnenblatt intakt blieb.

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Aufbringung von glyphosathaltigen Mitteln

Der Besatz mit Quecken, Disteln und Ackerwinden hat in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Während Disteln und Winden, auch Ampfer mit (synthetischen) Wuchsstoffen (MCPA, Clopyralid) im stehenden Getreide bzw. auch auf der Stoppel mit Fluroxypyr bekämpft werden können, ist eine nachhaltige Bekämpfung von Quecken nur mit Glyphosat möglich, dessen Anwendung mit Einschränkungen weiter zulässig ist. Die Ausbringung von Glyphosat unterliegt seit 01.01.2024 einem generellen Anwendungsverbot in Naturschutzgebieten, Nationalparken und Biotopen nach § 30 BNatSchG. Außerhalb dieser Gebiete ist die Anwendung zulässig nach „den Umständen des Einzelfalls“ auf Direkt- bzw. Mulchsaat-Flächen und allgemein auf Ackerflächen (Teilflächen) gegen schwerbekämpfbare, z.B. „perennierende Unkräuter“, bzw. auf erosionsgefährdeten Flächen zur Stoppel- bzw. Vorsaatbehandlung. Perennierende Unkräuter sind z.B. Quecken, Ackerwinden, Ampfer, Landwasserknöterich, Disteln. Als perennierend einzustufen ist auch der Ackerschachtelhalm, dieser wird aber durch das Glyphosat nicht erfasst. Der Einsatz von Glyphosat zur Vorerntebehandlung ist verboten. Der Wirkstoff „Glyphosat“ hat aktuell eine Zulassung bis 2033.

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Kaliumdüngung nach einem nassen Jahr

Seit letztem Sommer hat es in ganz Deutschland soviel geregnet, wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht.

Das Wetter der letzten Wochen war überwiegend durch eine Vb-Wetterlage gekennzeichnet, d.h. ein Mittelmeertief saugt sich wie ein Schwamm voll Wasser und regnet nördlich der Alpen ab. Nachdem sich zudem der erste Hurrikan (Beryl) in der Karibik bereits in der letzten Woche auf den Weg gemacht hat, ist in nächster Zeit eher mit durchsetztem Wetter zu rechnen. Danach könnte sich hochsommerliches, trockenes Wetter durchsetzen, dem ein ausgeprägter Altweibersommer folgen kann. Letzteres bedeutet eine längere Trockenheit im September, vielleicht noch im Oktober. Diese dürfte sich auf die Verfügbarkeit und Aufnahme von Kalium und Phosphor im Herbst auswirken.

Kaliwirkung auf sorptionsschwachen Böden

Auf sorptionsschwachen Böden wurde Kali infolge der Regenmassen zumindest aus der Krume ausgewaschen, vielfach auch aus der darunterliegenden Bodenschicht. Deshalb ist eine Ausgleichsdüngung dringend erforderlich. Auf diesen Böden kommen die Kali-Düngung nach der Saat und die K-Rücklieferung aus den Ernterückständen im Herbst noch zum Wirken. Im Herbst sollte deshalb auf stark sandigen Standorten mit hohen Winterniederschlägen nicht mehr gedüngt werden, als der Raps im Herbst an Kali aufnehmen kann. Zum Stoppelgetreide sollte wenigstens der K-Nettoentzug gedüngt werden.

K-Wirkung auf stark tonhaltigen Böden

Auf tonigen Böden ist vor allem in den Regenschattengebieten damit zu rechnen, dass für den Raps und für das Stoppelgetreide in einem trockenen Herbst nicht genug Kalium verfügbar ist, wenn die Bodengehalte an Kalium auf Böden mit mehr als 10 % Ton unter 1,0 mg K bzw. 1,2 mg K2O je Prozent Ton abgesunken sind. Deshalb sollte die K-Düngung auf diesen Standorten zu Raps und Stoppelgetreide unbedingt vor der Aussaat ausgebracht und in den Boden eingearbeitet werden. Dabei ist eine etwas tiefere Einarbeitung auf 8 bis 10 cm effektiver als den Dünger nur flach einzumischen, weil die oberen 2 bis 3 cm des Bodens auch im Herbst trockenfallen können.

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Magnesium – Versorgung im Herbst sicherstellen

Die meisten glazialen Böden (eiszeitliche Geschiebe-Böden), aber auch Verwitterungsböden aus Mg-armen Ausgangsgestein (Urgestein, Buntsandstein, auch Kreideböden) sind von Haus aus magnesiumarm. Die Häufigkeit von akutem Mg-Mangel im Boden ist durch jahrelange Mergeldüngung geringer geworden. Magnesium wird als zweiwertiges Kation an die Austauscher gebunden. Aufgrund der weiten Hydrathülle um das Mg-Ion ist aber die Bindung vergleichsweise schwach, so dass Magnesium aus nassen Böden in tiefere Schichten verlagert und aus sandigen Böden auch ausgewaschen werden kann. In tiefgründigen Böden mit guter Kapillarität erfolgt in aller Regel wieder ein kapillarer Aufstieg in die Krume. Die Sommerniederschläge (2023) führten zur Verlagerung von Magnesium. Die Verdunstung im September reichte nicht aus, um Magnesium wieder in die oberste Bodenschicht zu transportieren. Aus diesem Grund trat erkennbarer Magnesium-Mangel mit aufgehellten, später rotverfärbten Interkostal-Feldern im Raps bzw. grün gepunktelten Adern im Getreide im vergangenen Herbst häufiger als in den Vorjahren auf. Der Regen im Spätherbst und Winter bewirkte

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Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Sporenpflanze mit tiefgehenden und stark verzweigten Ausläufern. Er zählt zu den schwer zu bekämpfenden Problemunkräutern. Meist ist der Ackerschachtelhalm auf tonig- lehmigen, aber auch auf sandigen Standorten mit wasserführenden, verdichteten Schichten im Untergrund zu finden.

Verstärkt tritt Schachtelhalm in Sommerungen auf, wenn die Bestände im Frühjahr über längere Zeit genügend Licht bis zum Boden durchlassen. Glyphosathaltige Herbizide haben gegen den kieselsäurehaltigen Schachtelhalm („Zinnkraut“) keine Wirkung. Die oberirdischen Pflanzenteile können im Getreide mit MCPA und im Mais mit Mesotrione unterdrückt werden.

Nachhaltig ist der Schachtelhalm nur durch die Brechung der Stauwasserschicht und durch einen standortangepassten pH-Wert zu bekämpfen.

Bevor eine Lockerung durchgeführt wird, sollte erst mit dem Spaten entlang der Wurzel der Pflanze nachgegraben werden, um die Stauwasserschicht zu finden. Liegt der verdichtete Horizont tiefer als 35 cm, wird die Wirkung von Lockerungsmaßnahmen vor allem auf schluffigen-tonigen Böden eingeschränkt, wenn keine Stabilisierung durch den nachfolgenden Anbau von tiefwurzelnden Früchten (Raps, Soja, Ackerbohnen etc.) erfolgt.

Flacher liegende Störschichten treten häufig auf, wenn nach einer früher tiefen Pflugfurche in der Folgezeit nur noch flach gearbeitet wurde. In diesem Fall kann durch Lockerung unterhalb der alten Pflugsohle die Verdichtung aufgebrochen werden. In der Regel ist es notwendig, zweimal hintereinander innerhalb einer Rotation die Lockerung durchzuführen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.

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Zwischenfruchtanbau – Was ist zu beachten?

Ziele des Zwischenfruchtanbaus Erosionsschutz Nährstoffkonservierung N-Fixierung durch Leguminosen Humusaufbau Futterproduktion Stabilisierung des Bodengefüges Bekämpfung tierischer Schaderreger (v.a. Nematoden) Erfüllung der GAP – Konditionalitäten Je nach Wertung des Produktionsziels verändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur eine begrenzte Auswahl an Arten infrage kommt. Weitere Einschränkungen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Fruchtfolge, da Zwischenfrüchte den gleichen Restriktionen unterliegen wie die Kulturen im Hauptfruchtanbau. Dazu einige Beispiele: In Rapsfruchtfolgen sollte man, um Kohlhernie nicht zu fördern, auf den Anbau kreuzblütiger Zwischenfrüchte verzichten. Vor allem Senf ist hochanfällig für Kohlhernie. Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern unterbleiben. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel (Botrytis) befallen. In Zuckerrüben oder auch in Kartoffeln und Leguminosen kann der zur Familie der Knöterichgewächse gehörende Buchweizen nur schwer bekämpft werden. Buchweizen kommt im Herbst noch zur Blüte und bildet keimfähige Samen. Aus diesem Grunde verbietet sich

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Fruchtfolgegestaltung im Zeichen des Klimawandels

Wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Fruchtfolgen meist unter dem Gesichtspunkt der Optimierung des Deckungsbeitrages ausgestaltet, wird das in Zukunft kaum mehr möglich sein. Die eingeschränkte Auswahl an Pflanzenschutzwirkstoffen und die Düngeverordnung begrenzen die Möglichkeiten zur Gesunderhaltung und bedarfsdeckenden Ernährung der Pflanzen. Eine vielfältige Fruchtfolge kann dazu beitragen, Erträge zu stabilisieren, Fruchtfolgekrankheiten einzudämmen und Problemunkräuter gezielt in der Fruchtfolge unterdrücken zu können. Begünstigt durch die ansteigenden Temperaturen können neue Kulturen die Fruchtfolgen erweitern, da die Vegetation imFrühjahr früher und schneller in Gang kommt und im Herbst spürbar länger anhält.
Im Norden wird die Auswahl an Kulturen durch den Langtag, die begrenzte Wärmesumme und die oft unsichere Frühjahrsbestellung eingegrenzt. Neben den typischen Winterungen können auf besseren Böden Ackerbohnen, Hafer, Sommerweizen und -gerste angebaut werden. Zudem wurde auch Körnermais mit einer Reifezahl von 210 bis 220 in den letzten Jahren auch in Mecklenburg reif. Damit die Rapserträge nicht weiter abfallen und um

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Zuckerrüben – Cercospora-Infektionen

Cercospora-Blattflecken treten weltweit als wichtigste Blattkrankheit der Zuckerrübe (Beta-Rüben) auf. Diese Krankheit hat eine Reihe anderer Wirtspflanzen, z.B. Amarant-, Gänsefuß- oder Wegerich-Arten. Früher Befall beeinträchtigt den Rübenertrag und Zuckergehalt, später Befall wirkt sich vor allem auf den Zuckergehalt und die Zuckerausbeute aus. Nach einem milden Winter, warmen-feuchtem Frühjahr mit frühem Reihenschluss und hohen Niederschlagsmengen im Juni/Juli ist mit massivem Befall zu rechnen.
Befallsverlauf von Cercospora Cercospora-Infektionen können zwischen 12 und 40 °C erfolgen, wenn die relative Luftfeuchte zwischen wenigen Stunden und einem ganzen Tag (je nach Temperatur) über 90 % liegt (Harveson et al. 2009). Je höher die Temperatur, umso schneller erfolgt die Infektion. Optimal für Sporenbildung, Keimung und Infektion sind 23 bis 35 °C bei 90 bis 95 % relativer Luftfeuchtigkeit über 5 bis 8 Stunden. Wenn die Zuckerrüben bei Temperaturen über 23° bis 11 Uhr nasse Blätter haben, ist mit der Verbreitung von Cercospora zu rechnen. Sieben Tage

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Herbizid – Nachauflaufbehandlung

Auf Böden mit eingeschränkter Bodenherbizidwirkung (humose oder tonige Standorte) und bei einer unzureichenden VA-Wirkung durch zu trockene Bedingungen müssen NA-Behandlungen in Betracht gezogen werden. Genereller Nachteil der NA-Anwendung ist der Wirkungsschwerpunkt der zur Verfügung stehenden Produkte. Rimsulfuron eignet sich für Unkräuter, die im 2. Laubblattstadium sind. Metribuzin erfasst vor allem Unkräuter im Keimblattstadium. Bei größeren Unkräutern müssen die Aufwandmengen erhöht werden, dies geht allerdings unweigerlich zu Lasten der Verträglichkeit.
Bei der reinen NA-Splitting-Strategie gilt Folgendes:
Die 1. Spritzung muss Cato enthalten, wenn Windenknöterich und Klettenlabkraut vorhanden sind.
Die Spritzungen mit Cato erfolgen am besten bei sonnigem und warmen (nachts > 10 °C) Wetter.

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Kartoffelkäfer-Bekämpfung

Trotz einer teilweise guten Frosteinwirkung im vergangenen Winter sind häufig noch Ausfallkartoffeln zu finden. Diese stellen eine Nahrungsgrundlage für die Kartoffelkäfer dar.
Neben den Pyrethroiden mit überwiegender Kontaktwirkung auf Kartoffelkäfer bleiben aus der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide nur noch der Wirkstoff Acetamiprid im Mospilan oder Danjiri zur systemischen Bekämpfung von Kartoffelkäfern. Gleichzeitig werden mit der höheren Aufwandmenge von 250 g/ha auch Blattläuse miterfasst. Acetamiprid hat eine gute Dauerwirkung, aber einen schwachen Knock-Down-Effekt. Daher sollte es nur zum Einsatz kommen, wenn Eigelege oder erste geschlüpfte Larven im L1 und L2 Stadium zu sehen sind. Sind bereits größere Käfer im Bestand (L3 und L4 Stadium), reicht die Wirkung oft nicht mehr aus.

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Aktuelle Situation – Überregionale Ausbreitung der Krautfäule

Deutlich verspätet sind nun die meisten Kartoffeln in Deutschland im Boden. Auch die Krautfäule hat mittlerweile alle Regionen erreicht, in den meisten Fällen ausgehend von einer Primärinfektion aus dem Pflanzgut. Mittlerweile hat aber auch der Anteil der Sekundärinfektionen durch sporulierende Bestände zugenommen. In einigen Regionen haben selbst Ausfallkartoffeln im Mais oder in der Zuckerrübe sporulierende Infektionen.
Der Spritzstart in spät gepflanzten Beständen muss in Abhängigkeit der lokalen Infektionsbedingungen gesetzt werden (siehe Info 05/24). Bei hohem Infektionsdruck in der Region im Zweifel auch schon in Beständen, welche sich in der Reihe noch nicht berühren. (10-15 cm Wuchshöhe).
Sitzt der Spritzstart, stellt der Abstand zu den Anschlussbehandlungen die kritische Phase dar. Im wachsenden Bestand wird in 4 Tagen ein neues Fiederblatt gebildet.

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2024 – Ideales Kartoffelwetter?

Das Wetter der letzten Wochen mit häufigen Niederschlägen führte zu einer oftmals rasanten Entwicklung der Bestände, sodass wie beschrieben die Krautfäule-Bekämpfung in diesem Jahr oberste Priorität hat. Die strahlungsarme Witterung führt zudem zu einem hohen Ansatz in allen Partien. Allerdings führt die geringe Einstrahlung auch zu einer reduzierten Zellteilung, sowohl im Blattapparat als auch in den angelegten Knollen. In der Blattmasse führt diese reduzierte Zellteilung zu weniger, dafür sehr lang gestreckten Zellen, diese wiederum sind durch ihre dünne Zellwand anfälliger für beispielsweise Phytophthora-Sporen.
Zellen können sich nur bis zu einem gewissen Maß strecken. Somit führt eine geringe Anzahl an Zellen in den Knollen häufig zu Wachstumsrissen. Dies fällt aktuell bei einigen Partien Frühkartoffeln auf.
Um in der Pflanze die Zellteilung anzuregen, müssen Cytokinine gefördert werden.

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Bekämpfung der drei wichtigsten Unkräuter in Kartoffel

1. Windenknöterich
Im NA reagiert der Windenknöterich auf Metribuzin dann empfindlich, wenn Additive zugemischt werden, beispielsweise die Kombination im Arcade. Hier unterstützt das Prosulfocarb die Aufnahme des Metribuzin. Nur ist in vielen Fällen die Menge an Prosulfocarb hoch, dadurch leidet die Verträglichkeit. Im Idealfall wird die Metribuzinmenge im Arcade durch Sencor ergänzt. 0,5 – 1 l/ha Arcade + 0,2 kg/ha Sencor
Eine NA-Behandlung mit Proman wäre auch sehr effektiv und verträglich, dafür besteht aber keine Zulassung.
Schwarzer Nachtschatten
Bei Restbesatz im NA zeigt nur die Kombination hoher Sencor-Mengen (z.B. 0,5 kg/ha) + Additiv ausreichende Wirkung.

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Weizen – Ährenbefall mit M. Nivale, F. culmorum und F. graminearum

…Fortsetzung aus Info 12!

Direkt-Infektionen durch F. graminearum (und F. culmorum)

Pyknidien von F. graminearum (und F. culmorum) auf Ernteresten müssen mit steigenden Temperaturen heranreifen, bevor stärkere Regenschauer mit schweren Tropfen deren Sporulation und damit direkte Infektion auslösen. Eine Sporulation von Fusarien war aufgrund der massiven Regenfälle im Süden ab 22. Mai zu erwarten. Befindet sich der Weizen zu diesem Zeitpunkt kurz vor/in der Blüte und trocknen die Ähren nicht innerhalb eines halben (bei 25 °C) bis 2 (bei 18 °C) Tagen ab, ist eine Fungizid-Behandlung in Befallslagen angesagt.

Am stärksten gefährdet sind Weizen, Triticale, aber auch Gerste mit aufrecht stehenden Grannen, wenn sich die Spelzen öffnen und die Staubbeutel gerade herausgeschoben werden. Die Fusarien-Sporen werden dann direkt in die Spelzen gespritzt und setzen sich dort fest.
Abbildung

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Zuckerrüben – Blatterhalt

Die noch im März bestellten Zuckerrüben haben aktuell einen BFI von 5,0 bis 5,5 erreicht und schließen den Bestand. Später gesäte Rüben schließen die Reihen, der Bestandesschluss ist bis Anfang Juni zu erwarten. Mit den ab dem 8-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blättern sollen die Rüben möglichst bis zur Ernte durchkommen. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die weiteren 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10-Blattstadium gebildet werden. Fallen diese Blätter durch Krankheiten, Trockenheit oder auch Nährstoffmangel vorzeitig aus, werden neue Blätter aus den im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten

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Maternale Effekte – „Wie das Saatgut, so die Ernte“

Gleiche Sorte, aber anderes Saatgut, lässt die Bestände des Öfteren ganz unterschiedlich wachsen und kann sich auch auf den Ertrag auswirken.
Die Ursache für diese Beobachtung ist in den sogenannten maternalen Effekten zu sehen, die ihre Ursache in einem hohen Gehalt an funktionalen Eiweißen in einer ausgeglichenen Nährstoffversorgung und in einer geringeren Belastung mit Krankheiten im Saatkorn haben.
In früheren Versuchen (Heyland/Taube) konnte nachgewiesen werden, dass zwischen der Fitness des Vermehrungsbestandes und der Leistung des Nachbaus ein signifikanter Zusammenhang besteht. Dieser maternale Effekt sollte sich aus dem Stand der Kultur ableiten. Bei der Saatgut-Anerkennung wird auf dieses Merkmal oft zu wenig Rücksicht genommen. Zum Stand der Kultur zählt aus unserer Sicht dass die Bestände nicht überzogen sind, somit eine gleichmäßige Kornausbildung erwarten lassen kein Lager eingetreten ist die Versorgung mit Grundnährstoffen (insbesondere P + K) und Spurenelementen (Cu, Zn (!), Bor (!)) optimal ist, was nach den in diesem Jahr

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Zikaden als Vektoren für Virosen, SBR und Stolbur

Die Nässe hat auch etwas Gutes. Zikaden mögen kein nass-kaltes Wetter. Solange Zikaden nicht vor den Füßen herspringen, besteht auch kein Handlungsbedarf. Aufgrund der hohen Beweglichkeit, der geringen Kontaktfläche mit der Pflanzenoberfläche können Zikaden mit Pyrethroiden nur schwer bekämpft werden.
Dem Flonicamid (im Teppeki) schreibt das UBA eine Wirkung gegen Zikaden zu. Das Teppeki wird aus den Leitbahnen in der Pflanze aufgenommen. Die Wirkung setzt langsam ein. Damit kann eine Übertragung erfolgt sein, bevor die Zikaden ausgeschaltet sind.
Acetamiprid (Mospilan, Carnadine) oder Cyantraniliprole (Exirel, Minecto Gold) wirken schneller als das Flonicamid, haben aber keine Zulassung in Zuckerrüben.
Eine wirksame, aber keine 100 %ige Bekämpfung von Zikaden mit Insektiziden erfordert die Kombination von Pyrethroiden mit Teppeki. Die Mischung ist allerdings als bienengefährlich eingestuft. In den Beständen dürfen keine blühenden Unkräuter vorhanden sein. Die Anwendung erfolgt am besten, wenn die Zikaden voll aktiv sind, also in den späten Nachmittags- bzw. frühen Abendstunden.

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Aktuelle Situation – Niederschläge begünstigen Primärinfektion aus dem Pflanzgut

Durch die flächendeckenden Niederschläge der letzten Woche steigt das Risiko für das Erstauftreten von Phytophthora aus der Mutterknolle. Je bindiger der Boden ist, und je länger der Boden mit Wasser übersättigt war, desto höher ist das Risiko einer Primärinfektion. Durch die dann entlassenen Zoosporen, kann der Bestand flächig infiziert werden. Dies geschieht weitgehend unabhängig von Temperatur und Blattnässe. Daher müssen Flächen, auf denen Wasser stand schon kurz nach Feldaufgang (10 cm Wuchshöhe) behandelt werden. Bei einer Primärinfektion aus dem Pflanzgut wächst der Pilz systemisch im Stängel von der Mutterknolle nach oben. Daher ist es wichtig, die Wirkstoffe an den Stängelgrund zu bringen. Die systemischen Wirkstoffe Propamocarb und Cymoxanil verteilen sich sehr zügig nach oben, daher kann es schnell zu einer Verarmung an Wirkstoff am Stängelgrund kommen.

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Schwierige Struktur fördert Erwinia

In diesem Jahr gepflanzte Frühkartoffeln sind nicht immer unter idealen Strukturverhältnissen in den Boden gekommen. Dies führte oft zu einer verdichteten Schicht durch das Pflanzschar und somit unter dem Knollennest. In Kombination mit den intensiven Niederschlägen der vergangenen Tage kann es in diesem Bereich längere Zeit zu Übernässe kommen. Vor allem anfällige Sorten, wie beispielsweise Annabelle, bekommen unter diesen Bedingungen Probleme mit Erwinia. Selbst eine anfällige Sorte kann sich davor mit einer stabilen Schale schützen.
Neben Calcium und Bor, welches in der Regel über Excello gedüngt wurde, spielt dabei Kupfer eine wesentliche Rolle bei der Ausbildung einer stabilen Schale. Zur Schalenstabilität kann mit Kupferchelat in anfälligen Sorten gearbeitet werden
→ 1 l/ha Kupferchelat in Annabelle

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Getreide – Virusvektoren

Autoscheiben voll mit Insekten sollten eine Warnung sein. Blattlaus-Kolonien waren schon Anfang Mai im Weizen zu finden. Durch aktuell mildere Temperaturen wird die Belastung mit Blattläusen in den nächsten Tagen steigen.
Blattläuse bevorzugen vorwiegend trockenes Wetter mit zwischendurch feuchten Abschnitten. Auf den Pflanzenblättern saugen die Läuse mit Hilfe des Saugrüssels Assimilate aus dem Phloem. Mit dem Anstich können die Insekten Viruspartikel aus mit Virus belasteten Pflanzen aufnehmen und damit gesunde Pflanzen infizieren. Das Risiko der Übertragung des Gersten-Gelb-Verzwergungs-Virus (BYDV) ist über die gesamte Vegetationszeit gegeben.
Abgesehen vom Gersten-Gelbverzwergungs-Virus sind in diesem Jahr auch Symptome des Weizen-Verzwergungsvirus (WDV) zu beobachten, das durch Zikaden übertragen wird. Als Wirtspflanzen dienen alle Getreidearten sowie Gräser, wie Weidelgräser, Rispen oder auch der Rauhafer.
Verzwergungsvirosen werden nicht mit dem Saatgut oder durch Maschinen übertragen.
Der Schaden durch Verzwergungsvirosen ist umso höher, je früher die Infektion erfolgt. Aus diesem Grund muss der Befall mit Blattläusen aktuell vor

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Getreide – Problemunkräuter im Fahnenblattstadium bekämpfen

Sobald sich die Ähre voll gestreckt hat, besteht noch im Fahnenblattstadium des Getreides (Weizen) die Möglichkeit, mit zugelassenen Herbiziden Unkräuter zu bekämpfen, die in dikotylen Kulturen mehr Probleme bereiten können.

Nach Zuckerrüben, Kartoffeln oder Mais sollte die Gelegenheit im Getreide genutzt werden, um die Ausbreitung von Disteln, Windenknöterich oder auch Kornblumen zu unterbinden.
Tabelle

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Zuckerrüben – Versiegelung gegen Spätverunkrautung

Die Mehrzahl der Zuckerrübenbestände haben inzwischen das 4-Blattstadium erreicht und beginnen das 3. Blattpaar zu bilden. Nachdem die oberen 10 cm der Böden inzwischen ausreichend durchfeuchtet sind, sollte die Versiegelung durchgeführt werden, bevor die Bodenoberfläche durch das Rübenblatt zu stark abgeschirmt wird.
Abbildung

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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Sommergetreide – Ertragssicherung

Kürzung und Fungizideinsatz im Sommergetreide Infolge der verspäteten Aussaat bleibt das Sommergetreide kurz. In den erst nach Ostern gesäten Beständen ist eine Kürzung nur dann nötig, wenn mit mehr als 450 Rispen/m² (Hafer) bzw. mit mehr als 600 Ähren/m² (Sommergerste) zu rechnen ist. Allerdings ist das Halmgewebe nicht sehr fest, so dass eine Festigung durch Ethephon doch angebracht sein kann. Test: Stechen Sie mit der kleinen Klingen eines Taschenmessers in die unteren Halmabschnitte. Müssen Sie Kraft aufwenden, ist der Halm fest (= keine Festigung notwendig), geht die Messerspitze leicht durch, ist er weich (120 – 200 g/ha Ethephon).
Aktuell haben die meisten Sommergersten- und Haferbestände EC 32 erreicht und befinden sich in der „Großen Periode“, die bis zum 20.05. abgeschlossen sein dürfte. Danach ist eine moderate Festigung bzw. Kürzung ohne Risiko möglich.
In der Sommergerste sind immer wieder erste Infektionen mit Ramularia zu finden (s. Abb. 4), die sich nach

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Leguminosen – Bekämpfung von Pilzkrankheiten

Die Anbauausdehnung der Leguminosen, auch als Bestandteil von Begrünungen im Herbst, lässt die Belastung mit Krankheiten ansteigen. Mit den angekündigten Niederschlägen wird vor allem westlich der A 7 die Gefährdung der Leguminosen durch Pilzkrankheiten (Schokoladen- und Brennflecken) sowie durch Falschen Mehltau (Peronospora), in spät bestellten Beständen auch mit Echtem Mehltau, steigen.
Der Primärbefall mit Schokoladenflecken (Botrytis fabae) in Bohnen geht von Dauersporen im Boden, an Ernterückständen oder Durchwuchspflanzen, aber auch vom Saatgut aus. Mit braunen kleinen Flecken besprenkelte untere Blätter sind Hinweise auf erste Infektionen. Schon ein Regentag mit nachfolgenden Temperaturen zwischen 15 und 22 °C und hoher Luftfeuchte löst dann Sekundärinfektionen aus, die sich mit weiteren Niederschlägen schnell über die Blätter und Stängel ausbreiten und später auch die Hülsen besiedeln.
Erste Symptome auf unteren Blättern können auch mit Verätzungen bzw. Frostschäden verwechselt werden. Im Unterschied zu den Schokoladenflecken ist auf Verätzungen unter der Lupe kein Pilzrasen zu erkennen. Schokoladenflecken

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Weizen – Ährenbefall mit M. Rivale, F. culmorum und F. graminearum

Krankheitsinfektionen auf der Ähre werden durch den Zuflug von außen (z.B. Mehltau und Roste), durch direkte Infektion ausgehend vom Inokulum auf dem Boden (vorwiegend F. graminearum, auch andere Fusarien wie F. culmorum, F. poae), durch Hochspringen über die Blätter (z.B. S. nodorum, M. nivale oder F.culmorum) oder durch systemische Verteilung im Xylem der Pflanzen hervorgerufen.
Durch die Vorlage von Fungiziden im Blattbereich, insbesondere auf dem Fahnenblatt, wird die direkte Kontamination der Ähre mit Erregern, die sich in der Ligula des Fahnenblattes ansammeln, unterbunden. Von außen angehende Infektionen erfordern anhaltende Blattnässe. Ohne Regen keine Infektion. Systemisch bedingte Infektionen können nur durch sehr frühe Maßnahmen unterbunden werden. Ansonsten kann nur die horizontale Verbreitung von Pflanze zu Pflanze verhindert werden. Aus diesen Gründen ist es notwendig, die Fungizidspritzung bei einem vorhandenen Ausgangsbefall frühzeitig vorzunehmen. Das gilt vor allem für fakultative Parasiten (z.B. Fusarien, Helminthosporium- oder Septoria-Arten), die bekämpft werden müssen, bevor eine Epidemie

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Winterweizen – Spätdüngung mit Stickstoff

Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluß auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Spätdüngung bewirkt aber auch einen „Priming-Effekt“ im Boden, der die N-Nachlieferung aus dem Boden in Gang hält. Die Spätdüngung zögert zudem den Wurzelabbau im Boden hinaus.
Ertragswirkung der Spätdüngung
Die Ertragswirkung beruht auf der Förderung der Blütenfertilität (= Bekörnung je Ährchen) und des Kornwachstums (= Bildung von Speicherzellen im Korn).
Eine frühzeitige Spätdüngung zögert den Wurzelabbau hinaus, der mit dem Ährenschieben einsetzt.
Dazu muss die Versorgung mit Stickstoff ab dem Fahnenblatt-Stadium bis zur Blüte in der Pflanze angehoben werden. Durch die frühe Spätdüngung steigt vor allem die Masse der zuerst gebildeten (Außen-) Körner. Da auch zusätzliche (Mittel-) Körner ausgebildet werden, kann trotz der N-Spätgabe das TKG geringer werden.
Die Wirkung der N-Spätdüngung auf die Qualität kommt zum Tragen, wenn die Bildung der Speicherzellen abgeschlossen ist und die Eiweißeinlagerung einsetzt. Hohe Proteingehalte erfordern einen ausreichend hohen N-Vorrat

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Winterweizen – Absicherung des Proteingehaltes

Über Fahnenblatt und Ähre kann der Weizen bis zu 10 kg/ha Stickstoff (= 30 l AHL) aufnehmen, damit können maximal 60 kg/ha Rohprotein produziert werden, das sind 5 % mehr Eiweißmenge im Korn bzw. ein um 0,7 % höherer Eiweißgehalt. Mehr als 10 kg N je ha auf die Ähre auf einmal zu düngen, bringt keinen Vorteil. Dagegen wirkt sich eine Mehrfach-Ährendüngung im Abstand von 4 bis 5 Tagen positiv aus.
Im Schnitt stieg der Proteingehalt im Weizen in unseren Versuchen durch die einmalige Ähren-Düngung um 0,3 bis 0,7 %. Der Anstieg des Proteingehaltes war höher, wenn die Ährendüngung erst 10 bis 14 Tage nach der Blüte erfolgte. Eine frühere Düngung wirkte sich dagegen positiv auf den Ertrag aus. Durch den Verdünnungseffekt fiel der Anstieg des Eiweißgehaltes dadurch geringer aus.
Der Zusatz von 2 kg/ha Spritz-SSA (Pulver) sichert die Proteinbildung ab, ebenso die Zumischung von 2 l/ha Wuxal P oder

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Winterweizen – Fahnenblattspritzung

Die Fahnenblattspritzung ist über die Jahre gesehen die ertragswirksamste Fungizidmaßnahme im Weizen. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die Assimilationsleistung der oberen beiden Blätter abgesichert, sondern auch verhindert, dass sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula mit dem dort akkumulierten Erregermaterial „ansteckt“. Auf diese Weise erfolgt ein Großteil der Ähreninfektionen. Die Spritzung sollte erfolgen, wenn das Fahnenblatt in EC 39/49 voll geschoben ist, um ausreichend Wirkstoff im Bereich der Ligula anzulagern.
Das gilt auch für die Ährenbehandlung: Erfolgt diese, bevor die Ähren voll geschoben sind, wird der untere Ährenbereich nicht benetzt.
Die Hauptlast der Wirkung tragen Azole, die auf den getroffenen Blättern aber nur akropetal, in Richtung Blattspitzen, transportiert werden. Etwas anders verhalten sich die Carboxamide, die auf der Blattoberfläche auch nach unten diffundieren können, bevor sie ins Blatt eindringen und dann im Xylem akropetal verteilt werden.
Wirkung der Azole
Azole: Tebuconazol, Metconazol, Bromuconazol, Prothioconazol, Tetraconazol und Mefentrifluconazol. Das

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Conviso One – Was tun, wenn der Weiße Gänsefuß bereits zu groß ist?

Conviso-Smart Rüben sind gegen ALS-Hemmer (Sulfonylharnstoffe) unempfindlich, sodass die Herbizidbehandlung in diesen Sorten relativ einfach mit dem Produkt Conviso One erfolgen kann. Das Conviso One enthält 50 g/l Foramsulfuron (blattaktiv) und 30 g/l Thiencarbazone-methyl (blatt- und bodenaktiv). Beide Wirkstoff sind aus dem MaisTer bekannt. Als ALS-Hemmer verhindern beide Wirkstoffe die Synthese der Enzyme Valin, Leucin und Isoleucin in den empfindlichen Unkräutern oder auch Altrüben, was zu deren Absterben führt.
Insgesamt darf maximal 1,0 l/ha Conviso One im Jahr eingesetzt werden. Die Anwendung erfolgt im Splitting, damit werden zwischen EC 11 und EC 18 der Rüben 2 x 0,5 l/ha Conviso One ausgebracht. Der Behandlungstermin richtet sich dabei nach der Entwicklung des Weißen Gänsefußes / Melde. In dessen beginnendem Laubblatt (EC 12) erfolgt die erste Maßnahme, 10 Tage später die zweite Spritzung.
Haben Sie keinen Weißen Gänsefuß / Melde auf Ihren Flächen, gilt das 2-Blattstadium der anderen Unkräuter als Orientierung für

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Aktuelle Situation – hoher Krautfäuledruck in Frühkartoffeln

In den Frühkartoffeln herrscht ein hoher Krautfäuledruck. Während niedrige Temperaturen die Keimung der Zoosporen verhindern, bieten warme Temperaturen und (Luft-) Feuchtigkeit gute Bedingungen für die Infektion. Aufgrund der Niederschläge und der zum Teil intensiven Frostberegnung im April konnten sich die Zoosporen der Krautfäule im Bodenwasser flächig verteilen. Mit den ansteigenden Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit kann die Primärinfektion daher flächig, nesterweise in Senken oder in unmittelbarer Nähe zu den Regnern erfolgen. Erste Anzeichen für die Krautfäule konnten schon in aufgedeckten Frühkartoffeln entdeckt werden.
Ob und wann es zur Primärinfektion kommt, hängt häufig auch von der Bodenstruktur ab. So treten Infektionen immer zuerst bei schlechter Struktur in feuchten Bereichen auf.

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Ausfallkartoffelbekämpfung

Ausfallkartoffeln in der Fruchtfolge gefährden den Kartoffelanbau. Schon eine Kartoffel pro Quadratmeter entspricht phytosanitär dem Anbau von Kartoffeln. Die Anbaupausen zwischen den Kartoffeln ist nur dann zielführend, wenn in Zwischenkulturen auch keine Kartoffeln stehen, die evtl. sogar wieder Tochterknollen ansetzen.
Durch Ausfallkartoffeln in den Kulturen zwischen der Kartoffel entsteht vielerorts eine nahezu geschlossene Kartoffelfruchtfolge. Dadurch erhöht sich der Krankheitsdruck enorm, aber auch der Wurzeltiefgang der Kartoffeln reduziert sich. In der Folge sinkt die Ertragsleistung bedingt durch eine enge Kartoffelfruchtfolge.
Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass etwa 120.000 Knollen/ha nach der Ernte auf dem Feld verbleiben. Dies entspricht dem dreifachen der Auspflanzstärke, die auf dem Feld verbleibt.

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Unkrautbekämpfung in der Kartoffel

Aktuelle Situation
Der feuchte Unterboden und die häufigen Niederschläge in den letzten Wochen verzögern das Pflanzen deutschlandweit. Einige Flächen sind noch gar nicht befahrbar. Typische nasse Stellen, die über die trockenen Jahre in Vergessenheit gerieten, wurden wieder sichtbar. Dazu kommen Schadverdichtungen in tieferen Bodenschichten, die im letzten Sommer bei der Ernte bzw. über den nassen Herbst entstanden sind. Diese müssen theoretisch beseitigt werden. Praktisch wird dies jedoch auf einigen Standorten nur im trockenen Sommer möglich sein. Daher ist es ratsam, sich die verdichteten Teilbereiche zu notieren, um diese im Sommer unter trockenen Bedingungen evtl. auch unter Krumentiefe zu lockern. Wie tief die Verdichtungen reichen bzw. wie tief gearbeitet werden muss, gilt es vorher zu prüfen.
Unkrautbekämpfung in Kartoffel
Nach den letzten Jahren mit Hitze, Trockenheit, Nässe, Qualitätsproblemen, Lagerruhe und diversen Krankheiten sollte man meinen, dass die Unkrautbekämpfung in Kartoffeln nicht unser größtes Problem ist.

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Die wichtigsten Leitunkräuter im Kartoffelanbau

Windenknöterich
keimt aus tieferen Bodenschichten von mindestens 3 – 4 cm,
verstärkter Auflauf nach tiefgehenden Frösten im Winter,
reagiert eher empfindlich auf verschlämmte Bodenoberflächen,
bevorzugt gare, gut durchlüftete und dann an der Oberfläche gut und schnell abtrocknende Böden,
meist homogener, dann aber massenhafter Auflauf in engem Zeitfenster,
Keimung bei Bodentemperaturen über 18 °C deutlich verringert, also typisches Unkraut der ersten Unkrautwellen, kein spät auflaufendes Unkraut.
Bekämpfung
Wegen größerer Keimtiefen haben Bodenherbizide, die v.a. über die Wurzel aufgenommen werden (z.B. Metribuzin), wenig Wirkung.
Windenknöterich reagiert auch wenig empfindlich auf Photosynthese-, Chlorophyllsynthese- und Carotinoidsynthesehemmer, wenn nur einer dieser Mechanismen eingesetzt wird.

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Pflanzgut 2024: knapp, teuer und doch wichtigstes Produktionsmittel!

Die Pflanzgutqualität wird nicht nur durch die für die Zulassung als Z-Pflanzgut notwendigen Kriterien beschrieben. Es spielen vielmehr der Ernährungszustand der Pflanzknollen, eine Vielzahl von Krankheiten und das physiologische Alter eine entscheidende Rolle.
Das physiologische Alter
Das physiologische Alter einer Pflanzkartoffel wird im Wesentlichen von der Temperatursumme ab der Knollenbildung bestimmt. Je kühler es ab diesem Zeitpunkt war bzw. je kürzer der Zeitraum bis zur Pflanzung ist, desto geringer das physiologische Alter der Pflanzkartoffel. Insofern ist unser Pflanzgut für die Saison 2024 besser als im Vorjahr. Denn die Temperatursumme, die im Laufe der Saison 2023 auf das Pflanzgut für dieses Frühjahr einwirkte, liegt um ca. 100 °C-Tage unter der Summe der Saison 2022.

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Rückblick Kartoffelsaison 2023

Auch im Jahr 2023 haben wir die Folgen der Klimaveränderung eindrucksvoll erleben müssen. Die häufigen Niederschläge im April verzögerten das Pflanzen. Ein großer Teil der Kartoffeln wurde im Mai gepflanzt. Kartoffeln, die in der unbeständigen Phase gepflanzt wurden, litten unter schlechter Bodenstruktur, zu nassen Bedingungen und hatten durchweg Auflaufprobleme. Aber auch die oftmals intensiven Niederschläge unmittelbar nach dem Pflanzen beeinträchtigten die Bodenstruktur sehr stark. Im Juni lagen die Niederschläge deutschlandweit weit unter dem mehrjährigen Durchschnitt, bis auf einzelne lokal begrenzte Gewitterniederschläge.
In Kombination mit hohen Temperaturen und intensiver Einstrahlung war der Knollenansatz häufig schwach. Mit den (wieder-) einsetzenden Niederschlägen Mitte Juli und Anfang August stieg auch der Krankheitsdruck. Oftmals brachen erst in dieser Phase Primärinfektionen aus dem Pflanzgut aus.

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Beizung muss Standard sein

Über die Wirkung der Beizung wird häufig diskutiert. Versuchsergebnisse zeigen teilweise sehr geringe Wirkungsgrade der Beizanwendungen. Auch in der Praxis kann eine Beizung unter schlechten Ausgangsbedingungen keinen Schutz vor einer Infektion bieten. Natürlich haben die Beizwirkstoffe keinen 100 %igen Wirkungsgrad. Dennoch ist die Beizung ein Baustein, die in Kombination mit den ackerbaulichen Maßnahmen zum Erfolgt führt.
Wahl des Beizverfahren
Die bisherige Hauptzielrichtung der Beizanwendung war die Rhizoctonia. Dabei muss unterschieden werden, ob die Infektion von der Mutterknolle oder vom Boden ausgeht. Entsprechend muss die Wahl des Beizverfahren gewählt werden.
Kommt die Belastung durch infiziertes Pflanzgut, hat gezielte Beizung mit kleinem Beizhof unmittelbar an der Knolle klare Vorteile. Dabei erhöht sich der Bekämpfungserfolg, je mehr fein verteilter Wirkstoff an die Oberfläche der Knolle gelangt.

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Drahtwurmbekämpfung

Die Ursachen für einen Drahtwurmbefall sind vielfältig, nicht in jedem Jahr treten Schäden durch die Larve des Schnellkäfers auf. Diese Larven werden im Boden von Wurzelausscheidungen in Form von CO2 angezogen. Primär fressen sie unter trockenen Bedingungen auf leichteren Standorten zuerst Pflanzenwurzeln, anschließend weichen sie auf weitere Feuchtigkeitsquellen bspw. Kartoffelknollen aus. In Jahren mit ausreichend und gleichmäßig verteilten Niederschlägen ist mit geringerem Drahtwurmbefall an den Knollen zu rechnen.
Die Befallshäufigkeit und das Ausmaß des Schadens variieren regional sehr stark. Vermehrt sind Drahtwurmschäden in Kartoffelfruchtfolgen mit intensivem Zwischenfruchtanbau zu beobachten. Dabei stechen vor allem Zwischenfrüchte mit einem hohen Anteil an Gräsern/Ausfallgetreide oder Zwischenfrüchte, die lange stehen und stark verholzen, hervor.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

…Fortsetzung aus Info 23…
Risikomanagement Sorte
Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit einer Maissorte an unterschiedlichste Umweltbedingungen ist.
Trockenheit, Hitze oder extreme Nässe konnte den Silomaissorten DKC 3218, DKC 3414, DKC 3418, DKC 4279, LG 31.245, LG 31.272, Greatful, Smartboxx, SY Liberty, SY Amfora, P 8317, P 8329, P 8888 und P 9610 auf den unterschiedlichsten Standorten weniger anhaben als anderen Sorten. Sie setzten sich nicht nur dieses Jahr in der Praxis durch, sondern überzeugten auch in den Jahren davor in Wertprüfungs- und LSV-Versuchen.
Um das Risiko im Silomaisanbau zu minimieren, bewiesen auch im Jahr 2023 kolbenbetonte Typen ihre Vorzüglichkeit. Gerade in Regionen mit angespanntem Wasserhaushalt während der Hauptwachstumsphase ist das Hauptaugenmerk auf eine sichere Einkörnung bei meist kürzerer Restpflanze zu legen.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Zuckerrüben – Sortenempfehlung für 2024

Die regional sehr unterschiedlichen Bedingungen für den Rübenanbau erfordern auch eine angepasste Sortenwahl. Vor allem auf Standorten mit Besonderheiten wie Nematoden- Rhizoctonia- oder SBR/Stolbur-Befall muss der Sortenwahl vermehrt Bedeutung geschenkt werden. In der Tabelle werden aktuelle Sorten für die besonderen Gegebenheiten eingestuft. Neue Sorten wurden in den Wertprüfungen wenigstens drei Jahre getestet. Diese müssen ihr Potential in der Praxis aber erst noch beweisen.
Die nematodentoleranten Sorten BTS 5715, Lunella KWS und Caprianna KWS erwiesen sich in den letzten drei Jahren auch auf nematodenfreien Standorten als sehr gut. Bei starkem Cercosporabefall erfordern diese Sorten aber eine intensive Fungizidstrategie. Die Sorte Blandina KWS schnitt in der Cercospora-Toleranz unter den Nematoden-Sorten am besten ab.
Sind Nematoden auf Ihrem Standort kein Problem, ist aber eine hohe Blattgesundheit gegen Cercospora erforderlich, sind Sie mit Sorten wie BTS 2030 und Ludovica KWS gut aufgestellt.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Das zurückliegende Mais-Jahr 2023 war an Überraschungen kaum zu überbieten.
Nässe und Dauerregen machten die Aussaat zum Geduldsspiel. In vielen Regionen Deutschlands wurde der Mais sehr spät gesät. Aus Sorge, den Mais gar nicht mehr in die Erde zu bekommen bzw. aufgrund von begrenzten Gülle-Lagerkapazitäten wurde auch oft zu früh bestellt.
Starke Ertragseinbrüche verzeichneten deshalb Betriebe, die mit schwerem Gerät Gülle vor der Saat einarbeiteten.
Gerade das nasse Frühjahr zeigt uns die Bedeutung einer intakten Bodenstruktur. Die Bodenansprache mit Spaten ist dabei ein notwendiges Instrument, nicht nur im Frühjahr, um Verdichtungen und Klutenbildung zu vermeiden, aber auch um die Arbeitsschritte zu koordinieren. Aus technischer Sicht muss alles für eine möglichst bodenschonende Frühjahrsbestellung unternommen werden:

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Zwischenfrüchte – Wenn es geht, Zwischenfrüchte walzen!

Vor diesem Zeitraum sind lediglich Maßnahmen ohne Eingriff in den Boden wie das Walzen zulässig. Nachdem der Schnee weggetaut ist, kann auf gefrorenem Boden gewalzt werden, ohne die Bodenstruktur zu gefährden. Durch das Walzen werden die Stängel geknickt, dadurch der Wasserstrom und die Nährstoffaufnahme unterbunden.
Walzen setzt den Abbau der Zwischenfrüchte in Gang
Der Walzgang hilft somit den Abbau der Zwischenfrüchte in Gang zu bringen und gleichzeitig gasförmige Stickstoffverluste zu reduzieren. Die in der Zwischenfrucht stehenden kleinkörnigen Leguminosen wie der Alexandriner Klee profitieren durch den besseren Lichteinfall und können über Winter weiterwachsen.
Ein gutes Arbeitsergebnis wird mit Prismenwalzen erreicht. Ziel ist die Pflanzenstängel zu brechen und die Blätter anzureißen, um durch die größere Oberfläche bzw. die kleinen Pflanzenteile die Verrottung zu fördern.

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Zuckerrüben – Rückblick 2023 – Der Anfang vom Ende?

Ein aufregendes Zuckerrübenjahr geht zu Ende, das trotz der erfreulichen Marktsituation und vielfach auch Ernte zu sehr unterschiedlichen Reaktionen bei den Landwirten geführt haben dürfte. Während in vielen Regionen über die Erweiterung der Zuckerrübenflächen nachgedacht wird, denkt in den SBR- und Stolbur-Hotspot Gebieten ein großer Teil über den Ausstieg aus dem Rübenanbau nach.
Verspätete Aussaat
Die Zuckerrübenaussaat startete in vielen Regionen aufgrund der Nässe deutlich später als erwartet. Nur vereinzelt konnte in den begünstigten Gebieten, z.B. im Rheintal, bereits Ende Februar bzw. in den ersten Märztagen mit der Aussaat begonnen werden. Die trockenen Bedingungen ermöglichten dort eine Aussaat unter nahezu optimalen Bedingungen, was sich in den Trockenphasen im Mai und Juni als Vorteil erwies. Eine so frühe Aussaat ist in kühleren Ecken in Deutschland mit einem hohen Frostrisiko verbunden.

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Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Die Böden im Nordwesten sind derzeit übernass. Die Landwirte an der Westküste haben vielfach noch kein Pfund Weizen gesät. Wenn nicht tiefgreifender, länger anhaltender Kahlfrost die Bodenstruktur aufbessert, müssen wir die Düngerplanung im Frühjahr 2024 auf die zu erwartenden schwierigen Bodenverhältnisse abstellen.
Nass-kalte Böden: verzögerte Bodenerwärmung im Frühjahr (vor allem im Unterboden, wenn die Böden nass bleiben)
Folge: Verspätete Aussaattermine von Frühjahrskulturen, verzögerte Mineralisation niedrige N- und S- Freisetzung, schlechte Phosphormobilisation.
Betroffen: Vor allem schwach wurzelnde Kulturen (Wintergerste, Sommergerste, Erbsen, u.U. auch Kartoffeln) ebenso wie spät und nass bestellte Wintergetreide- und Rapsbestände, Mais, wenn die Bearbeitung im nassen Boden erfolgt.
Weniger betroffen: Früh, noch unter guten Bedingungen bestellte Herbstaussaaten und Sommerungen, wenn die tiefe Bodenbearbeitung im Herbst noch unter günstigen Bedingungen erfolgte.

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Weizen – Nässe verhindert späte Bestellung

Die Nässe der letzten Wochen hat vor allem im Nordwesten die Weizenbestellung verhindert. Auch im Süden bestehen kaum noch Chancen, dass Weizen nach spät geerntetem Mais oder späten Zuckerrüben noch gut in die Erde kommt.
Die Bestellung von Winterweizensorten erfordert, dass nach dem Anquellen des Saatgutes wenigstens 50 kühle Tage (tagsüber < 8 °C, aber > 0 °C) zusammenkommen, damit der Kältereiz (Vernalisation) gesichert ist, der für den Übergang in die generative Phase notwendig ist. Bei frühem Vegetationsbeginn, der z.B. im Rheinland schon Mitte Februar zu erwarten ist, müssen deshalb die meisten Winterweizen-Sorten bis Ende des Jahres gesät werden. Sorten mit geringem Vernalisationsanspruch (unter 30 Tagen, z.B. Ambello, Chevignon, Complice, Obiwan) können dort noch bis Mitte Januar bestellt werden, müssen aber aufgrund des schnellen Überganges dieser Sorten ins Schossen auf Endbestand (mit 450 – 650 Körner/m²) gesät werden, um die notwendige Korndichte sicherzustellen.

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Alternativen zu Winterweizen, Raps und Wintergerste

Zwangsweise müssen sich aktuell ganze Landstriche mit Alternativen zu den Winterungen auseinandersetzen, nachdem die Bestellung buchstäblich ins Wasser gefallen ist und vielleicht sogar stärkere Auswinterungen zu erwarten sind. Kulturen, die die Fruchtfolge nicht ganz durcheinander bringen, aber auch Optionen, die die bisherige Fruchtfolge bereichern, bieten Alternativen.

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Mais – Neue Sorten für 2024

KWS Nevo (S210/K180)
Hartmaisähnliche Einfachhybride
Doppelnutzer Silomais und Körnermais
Sehr frühe Blüte bei mittlerem TKG
Durchschnittliche Standfestigkeit
Für Körnermaisgrenzlagen bzw. Betrieben mit Erntestaffelung und nachfolgender Herbstaussaat
Chelsey (S230/K210)
Dreinutzungssorte
Sehr gute Jugendentwicklung
Gute Blatt und Stängelgesundheit
Hohes TKG bei mittlerer Blüte
DKC 3323 (leider Exklusivsorte)
Dent x Flint Kreuzung
Sehr hohes Ertragspotenzial in allen Nutzungsrichtungen
Breite Standorteignung
Sehr gute Standfestigkeit und Top – Jugendentwicklung
Gute Blatt- und Stängelgesundheit
P 8317 (S 250/K 250)
spätblühender Zahnmais mit sehr hohem Ertragspotenzial
deutschlandweit sehr hohe Standortvariabilität
sehr gute Resistenzen bzgl. Stängel- und Blattkrankheiten

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Raps – Ursachen für zeichnende Bestände

Die warme Witterung im September und Oktober führte vor allem in den im August gesäten Rapsbeständen zu einer sehr guten Entwicklung. Diese Bestände befinden sich bereits im 12 Blattstadium. Je nach Bestandesdichte (20 bis 40 Pflanzen) hat der Raps bis zu diesem Stadium etwa 60 bis 120 kg N aufgenommen. Oftmals ist dann der gesamte verfügbare Stickstoff aus dem Boden (Düngung, Humus, Vorfrucht) von der Pflanze aufgebraucht worden.
In Beständen, in denen Stickstoff knapp ist, fangen die Rapspflanzen an, sich von den alten Blättern beginnend gelb bis lila zu verfärben und diese Blätter abzuschmeißen. Dieses Symptom tritt als erstes auf Sandlinsen, Tonkuppen oder Stellen mit Verdichtungen oder Nässe auf, wo im Allgemeinen die N-Verfügbarkeit schlechter ist.
Des Weiteren haben befallene Pflanzen zu der oberirdischen Biomasse verglichen einen verhältnismäßig dünnen Wurzelhalsdurchmesser von 1 bis 1,5 cm.

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Weizen – Verzögerte Weizenbestellung, was jetzt berücksichtigen?

Die aktuellen Bodentemperaturen liegen zwischen 6 und 9 °C, im Rhein-Main-Gebiet noch um 11 °C und damit gegenüber dem Vorjahr um 2 °C niedriger. Unterhalb von 20 cm sind die Böden noch um 5 °C wärmer. Nordwestlich der Linie Trier – Wismar sind die Böden mit Ausnahme der Ostküste Schleswig-Holsteins und der Küste Mecklenburgs zum Großteil wassergesättigt. Auch südöstlich der Linie Ulm – Passau haben die Böden überwiegend genug Wasser. Im Bereich dazwischen ist es vom Rhein bis zur Oder bis auf Staulagen der Mittelgebirge immer noch zu trocken. Das könnte sich mit den angekündigten Niederschlägen ändern.
Deshalb ist auch mit einem stärkeren Anstieg der Bodentemperaturen nicht mehr zu rechnen, vielmehr steuern die Bodentemperaturen auf ein frühes Vegetationsende zu. Wird jetzt noch Getreide gesät, wird es voraussichtlich im 1-3-Blattstadium überwintern müssen.

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Weizen – Hohe Saatmengen mit Drillmaschine + Düngerstreuer ausbringen

An die 10 % der in unserem Saatgutlabor in Liebenburg aus dem gesamten Bundesgebiet eingegangenen Saatgutproben haben eine geringe Keimfähigkeit (unter 90 %), teilweise sogar unter 70 %. Wenn die geringe Keimfähigkeit krankheitsbedingt ist, ist das Saatgut nicht zu verwenden. Steht anderes Saatgut nicht zur Verfügung, ist es nicht sinnvoll, die Saatstärke einfach zu erhöhen, weil dann die Samenkörner zu eng in der Drillreihe liegen. Eine Weizenpflanze benötigt wenigstens 2 cm Abstand zur nächsten Pflanze, um bestocken und Kronenwurzeln bilden zu können. Bei engerem Abstand ist mit verringerter Leistung der Einzelpflanzen bzw. auch mit deren Ausfall zu rechnen.
Deshalb ist es im Notfall, wenn kein anderes Saatgut zur Verfügung steht bzw. bei Spätsaaten auf eine Sommerkultur nicht ausgewichen kann, sinnvoll die Aussaatmenge zu splitten und einen Teil der vorgesehenen höheren Saatmenge mit dem Düngerstreuer in Breitsaat auszubringen und mit der Drillkombination einzuarbeiten.

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Gerste – Sommergerste im Herbst anbauen

Sommergerste kann im Frühjahrsanbau Temperaturen bis – 8 °C und auch darunter aushalten. Seit einigen Jahren laufen auch in Deutschland Versuche mit dem Anbau von Sommergerste im Herbst. Im vergangenen Jahr zeichnete sich ab, dass Temperaturen unter – 8 °C der Sommergerste im Herbstanbau stark zusetzen. Die Sorte Lexy war am wenigsten stark von Auswinterung betroffen.
Das Ziel des Herbstanbaus von Sommergerste ist:
eine bessere Ausnutzung der Winterfeuchte für die Ertragsbildung. Daraus resultiert ein stabilerer Ertragsaufbau und höhere (Vollgersten-) Erträge als beim Frühjahrsanbau, besonders bei mehrwöchiger Frühjahrstrockenheit. Im direkten Vergleich waren die Erträge des Herbstanbaus in den letzten Jahren um 8 bis 15 dt/ha höher als im Frühjahrsanbau. Auch die Proteingehalte waren in Frühjahrssaaten teilweise geringer.

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Roggen – Hybrid-Sommerroggen – auch für den Anbau im Spätherbst

Mit KWS Allocator wurde ein Hybrid-Sommerroggen zugelassen, der im Ertrag wenigstens 15 bis
20 % über den Populations-Sommerroggensorten liegt. Aufgrund des geringen Vernalisationsbedarfes beginnt KWS Allocator beim Anbau im Spätherbst früher zu schossen und bildet mehr Masse als spät bestellte Winterhybriden. Damit bietet sich diese Sorte als Alternative für die Spätsaat nach Körnermais oder Zuckerrüben bzw. auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz- bzw. Weidelgras-Resistenzen an.
In diesem Jahr steht nach Auskunft des Züchters ausreichend Saatgut zur Verfügung.

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Raps – Hinweise zur Kerbspritzung

Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb bzw. Milestone beeinflusst wie das Pendimethalin als Mikrotubuli-Hemmer die Zellentwicklung empfindlicher Pflanzen. Das Propyzamid ist in der HRAC-Gruppe 3, früher K1, eingestuft. Dadurch unterscheidet sich Propyzamid grundlegend von den vorwiegend im Getreide verwendeten ACCase-Hemmern (FOP-, DEN-, DIM-Mittel), ALS-Hemmern (Mesosulfuron, Pyroxsulam, Propoxycarbazone) oder Harnstoffderivaten (CTU, Metribuzin). Dadurch kann das Resistenzrisiko von Ungräsern umgangen werden.
Verhalten von Propyzamid im Boden
Das Propyzamid dringt maximal 2 cm tief in den Boden ein und wird hauptsächlich über die Wurzeln aufgenommen. Feuchtkalte Witterung ermöglicht die Aufnahme des Wirkstoffs, gleichzeitig ist der Abbau in den Gräsern verlangsamt. Daher ist eine Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 Grad Celsius ratsam (auch unter der Krume). Die Wirkung tritt nach einer Anwendung während der Vegetationsruhe erst ein, wenn die Gräser im Frühjahr wieder zu wachsen beginnen.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Körnermais – Strohmanagement und Bodenbearbeitung nach der Ernte

Soll nach der in diesem Jahr späten Körnermaisernte noch Weizen bestellt werden, bleibt nur ein enges Zeitfenster für die Zerkleinerung und Einarbeitung des Maisstrohs. Das unterschiedliche Strohaufkommen erfordert eine angepasste Intensität. Bei hohem Körnermaisertrag mit entsprechend hoher Biomasse der Restpflanze müssen bis zu 15 t Stroh pro Hektar eingearbeitet werden. Diese Zahl ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass man bei 100 dt/ha Winterweizen mit 8 t/ha Stroh kalkuliert.
Unabhängig von der Strohmenge sind gut gewartete Maispflücker notwendig, um Stroh und Stoppeln bereits bei der Ernte zu zerkleinern und aufzuspalten. Das hat den großen Vorteil, dass die Maisstängel zerkleinert werden, bevor sie überfahren werden. Platt gefahrene Maisstängel werden in anschließenden Bearbeitungsgängen mit Mulcher oder Messerwalze nicht sauber erfasst und sind aus phytosanitärer Sicht problematisch.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Rüben – Geschädigte Zuckerrüben zuerst roden

Der Regen im Juli und im August führte nach der verhaltenen Jugendentwicklung in vielen Beständen zu ordentlichen Zuwächsen, sodass mit einer guten Rübenernte gerechnet werden darf.
Nicht so in Regionen in denen Rübenmotten, SBR und Stolbur in größerem Umfang auftraten, wodurch das Wachstum der Rüben erheblich beeinträchtigt wurde. Hier führte der Regen nicht zu den erhofften Zuwächsen, stattdessen hatte der Regen in den lichten Beständen eine massive Spätverunkrautung mit Gänsefuß, Melden und Hirsen zur Folge. Trotz ausreichender Regenmengen legten die Rüben ihre Blätter schnell flach auf den Boden und erholten sich nicht mehr. Mittlerweile sterben viele Rüben komplett ab. Besonders davon betroffen ist der Südwesten in den Landkreisen Heilbronn und Ludwigsburg.
In anderen Regionen mit gut entwickelten Rüben, tritt mittlerweile verstärkt Cercospora auf, sofern keine intensive und gezielte Fungizidstrategie gefahren wurde. Auch Hagel hat lokal den Blattapparat massiv zerstört.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Stoppelweizensorten für unterschiedliche Standorte

Weizen nach Weizen darf in diesem Jahr noch auf einem Drittel der Ackerfläche des Betriebes stehen. Damit ist z.B. die Fruchtfolge Raps – Weizen – Weizen – Sommerung – Weizen möglich. Aufgrund des Preisabstandes zwischen Wintergerste und Winterweizen, der durch den Rückgang des Bedarfes an Futtergerste größer werden dürfte, ist der Anbau von Weizen nach Weizen immer noch in Betracht zu ziehen.
In einer Rotation mit z.B. Raps – Weizen – Sommerung (Mais, Hafer) – Weizen – Weizen steht der Stoppelweizen am besten nach dem späten Weizen nach der (später räumenden) Sommerung, weil dann mit weniger Stroh und geringerem Krankheitsdruck zu rechnen ist.
Werden als Sommerung dagegen Zuckerrüben oder Leguminosen angebaut, ist die Abfolge Raps – Weizen – Weizen – Sommerung (Rübe, Leguminosen) günstiger, weil damit der Abstand zwischen Raps und Zuckerrüben (Nematoden) bzw. Leguminosen (Sklerotinia) größer wird, und im 2. Weizen die Ackerfuchsschwanzbekämpfung mit Mesosulfuron vor der Sommerung erfolgen kann.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Getreide – Verzwergungsvirosen – Risiko nicht außer Acht lassen

Im Ausfallgetreide und in Zwischenfrüchten mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs sind die ersten Anzeichen für Verzwergungsvirosen zu finden: Einzelpflanzen, die von der Spitze her zu vergilben beginnen oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und übermäßig stark bestocken. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern.
Verzwergungsvirosen werden durch Insekten als Vektoren übertragen: das Gersten-Gelbverzwergungs-Virus (BYDV) vorwiegend durch die Haferblattlaus und die Große Getreideblattlaus, das Weizen-Verzwergungs-Virus (WDV) durch die Zwergzikade (Psammotettix alienus). An Art und Weise des Auftretens der Symptome im Feld lässt sich unterscheiden, welcher Überträger in Betracht kommt:
Das Blattlaus-Virus (Gerstenverzwergungsvirus) beginnt an Einzelpflanzen, die sich später zu Befallsnestern wie (kreis-) runde Elefantentritte ausweiten.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Getreide – Bekämpfung von Blattläusen, Zikaden, Laufkäfern und Fritfliegen

Blattläuse werden in frühen Entwicklungsstadien des Getreides durch Pyrethroide (z.B. Decis forte, Karate Zeon, Mavrik Vita (Nützling schonend), Nexide, Sumicidin) noch erfasst. Pyrethroide wirken nicht mehr gegen die Grüne Pfirsichblattlaus.
Pyrethroide sind reine Kontaktmittel und können deshalb durch direkte Kontamination der Schaderreger mit dem Wirkstoff auf den getroffenen Organen eine Wirkung entfalten. Auf der Blattunterseite versteckt sitzende Blattläuse werden durch Pyrethroide nicht erfasst.
Die Wirkungsdauer der Pyrethroide (4-6 Tage) wird vor allem bei hoher UV-Strahlung um 3 bis 4 Tage durch die Zugabe von Additiven mit Haftwirkung (z. B. Adhäsit, Bond, Designer) und bessere Einbettung der Wirkstoffe in die Wachsschicht verlängert.
Pirimor Granulat (Pirimicarb), das durch die Dampfphase auch versteckt sitzende Blattläuse ausräumte, ist nicht mehr zugelassen, Pirimor G mit verschärften Auflagen erst ab EC 39.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Kurzinformation über neue Sorten 2023 (Auswahl)

Exsal
2023 ertragsstärkste E-Sorte, auch in Trockengebieten

Protein für sicheres A-Niveau, hohe, sehr stabile Fallzahl,

normal schossender, mittelspät reifer KOMP-KZÄ-Typ

begrannt, ausreichend winterhart, standfest

resistent gegen Weizengallmücke

ausgesprochen gesund mit Ausnahme von DTR

weniger anfällig für Halmbruch, S. tritici, Mehltau, Netzflecken, Ramularia

wenig anfällig für Mehltau, Roste und F. ssp.

für mittlere bis späte Saattermine

für extensiven Pflanzenschutzeinsatz

geeignet als (Körner-) Mais- und Stoppelweizen

Absolut (lG Pflanzenzucht)

mittelertragreiche, frühe A-Sorte

hoher Proteingehalt (hoher Proteinertrag), mittelhohe, stabile Fallzahl

früh schossender EÄE-Typ,

ausreichend standfest

anfälliger für Halmbasiskrankheiten, DTR und Fusarien

weniger anfällig für S. tritici

wenig anfällig für Roste und vor allem für Mehltau

für mittlere Saattermin nach Blattfrüchten

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Grunddüngung – Phosphor- und Kalidüngung in Stichworten

Auch in diesem Jahr war ein deutlicher Unterschied zwischen gut und schlecht versorgten Böden zu sehen. Bestände auf gut versorgten Böden haben die Trockenheit im Mai und Juni deutlich besser eingesteckt und konnten den Anschlußregen Ende Juni ohne nennenswerte Ertragsminderung ausnutzen. Deshalb darf die Grunddüngung nicht vernachlässigt werden, auch wenn es teuer ist.
P-Düngung in Stichworten
Bei P-Gehalten unter 3,5 mg P bzw. 8 mg P2O5 je 100 g Boden ist mit deutlichen Ertragseinbußen zu rechnen. In diesem Fall ist eine Düngung in Höhe des Nettoentzuges zu jeder Kultur + 30 kg P2O5 zu Raps bzw. + 20 kg/ha P2O5 zur Sommerung in einer 5-feldrigen Fruchtfolge angebracht (10 kg/ha Zuschlag pro Jahr)
Bei P-Gehalten unter 5 mg P bzw. 12 mg P2O5 je 100 g Boden sollte mindestens die P-Abfuhr (Netto-Entzug) ersetzt werden, um ein weiteres Absinken der Bodenversorgung zu verhindern.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Bestände auf Erdflohbefall kontrollieren

Regional sehr unterschiedlich kann man in diesem Jahr wieder einen massiven Zuflug des Rapserdflohs beobachten. Erste Rapsbestände sind bereits so stark geschädigt, dass sie umgebrochen werden müssen.
Anders als der Rapsglanzkäfer, der aus den Alt-Rapsschlägen Ende Juni aus den im Boden befindlichen Puppen schlüpft, wandert der Erdfloh nach einer kurzen Fraßzeit (an Altrapspflanzen) ins Sommerlager. Dabei bevorzugt der Rapserdfloh kühle, feuchte und schattige Plätze. Die Regenphase ab Ende Juli bis Mitte August war dafür nahezu ideal.
Nach der Sommerruhe, ab Ende August, wandert der Käfer aus dem Sommerquartier in die neu gesäten Rapsbestände. Nach einem Reifefraß von 10 bis 15 Tagen beginnen die Weibchen mit der Eiablage in der Nähe bzw. unter den jungen Rapspflanzen. Je nach Herbst- und Winterwitterung legen die weiblichen Erdflöhe bis ins Frühjahr Eier ab. Ein Erdflohweibchen kann bis zu 1000 Eier legen. Unter günstigen Bedingungen schlüpfen die ersten Larven bereits im Herbst und bohren sich in die Blattstiele der Pfanze ein.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Die vor dem 22.08. gesäten Rapsbestände haben bereits das 6-, teils schon das 8-Blattstadium erreicht und müssen dringend gestaucht werden, um sich nicht zu überwachsen. Ein Teil der Rapsbestände musste dage- gen nachbestellt werden bzw. wurde erst in der vergangenen Woche gesät. Deshalb ist in diesem Jahr ein differen-zierter Einsatz der Wachstumsregler erforderlich. Aufmersamkeit ist in Beständen, in denen bei der Herbizidstrategie auf Belkar gesetzt wurde, geboten. In diesen darf dann kein Metconazol eingesetzt wer- den.
Infolge der sich abzeichnenden regnerischen Witterung muss auch mit Phoma gerechnet werden, auch wenn die Rapssorten inzwischen deutlich weniger anfällig sind, solange Tagestemperaturen über 10 °C + Regen
Wind herrschen. Kontrollieren Sie deshalb auch Ausfallrapspflanzen auf dem Nachbarschlag auf den Be- fall mit Phoma.
Raps im 6-Blattstadium gegen Ende des Langtages

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Frühsaat – Bodentemperaturen und Frucht sind entscheidend

Aktuell liegen die Bodentemperaturen in 5 cm Tiefe zwischen 17 und 24 °C. Das könnte sich mit der Wetterumstellung in dieser Woche ändern. Solange noch Bodentemperaturen über 12 bis 15 °C herrschen, ist im warmen, trockenen Boden die Gefahr der Infektion der Wurzeln mit Gaeumannomyces graminis (Erreger der Schwarzbeinigkeit) und der Halmbasis mit Rhizoctonia graminis besonders hoch.
Bei früher Saat ist zudem auch das Risiko der Übertragung von Verzwergungs-Virosen hoch.
Die Böden sind im Norden und Westen zu 60 bis 90 % mit Wasser gesättigt. Im (Nord-) Osten und in den Trockengebieten im Südwesten und in Unterfranken allerdings nur zu 40 bis 50 %. Auf den Standorten im Norden und in den Höhenlagen sollten deshalb gute Bestellbedingungen im September genutzt werden, um das Getreide im Oktober nicht in den Boden hineinschmieren zu müssen. Sobald die Bodentemperaturen die 15 °C-Grenze unterschritten haben, sollte dort Getreide gesät werden.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Getreide – Herbizide zur Herbstanwendung (Anwendungsbeispiele und Tabellen 2023)

Flufenacet (z.B. im Cadou, Fence, Sunfire, Vulkanus bzw. zusammen mit DFF im Herold, Battle Delta, Carpatus u.a.)
Zellteilungshemmer (Gruppe der Oxyacetamide) mit sehr geringem Resistenzrisiko
Wirkung ab Keimung, ab 2-Blattstadium der Ungräser nimmt die Wirkung ab
kein Filmbildner, Walzen nach der Spritzung möglich, Wirkungsverstärkung
sehr hoher Bodenfeuchtebedarf
Wirkungsminderung auf tonigen Böden mit geringer Ca-Sättigung (niedriger pH-Wert)
Prosulfocarb (Boxer) oder Pendimethalin (+ FFA im Malibu) verstärken die Wirkung
Mischung Herold + Boxer in bereits aufgelaufenen Beständen spätestens 10 Tage vor Frost (höhere Frostempfindlichkeit) spritzen, nicht in Wintergerste
Vorlage mit FFA im VA /NA (EC 10/11, AFU im 2- bis 3-Blattstadium) verstärkt die Wirkung der später gespritzten ACCase- und ALS-Hemmer
Kombination mit Pinoxaden/Clodinafop (Nikolausspritzung)
Pendimethalin (Stomp Aqua, Activus, mit FFA im Malibu)

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Ertragsphysiologische Eigenschaften der Sorten 2023 (Auswahl)

Einstufung nach dem Schossverhalten
Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im Frühjahr begrenzt. Deshalb müssen sie auf Standorten mit spätem Vegetationsbeginn (ab 3. Märzdekade) so früh gesät werden, dass sie vor Winter voll bestocken.
Spätschossende (Langtags-) Typen können im Frühjahr noch gute Nebentriebe bilden und deshalb noch spät bestellt werden. Bei früher Saat besteht das Risiko, dass sie zu stark bestocken und Nebentriebe zu spät reduzieren.
Sehr spät schossende Langtagstypen können sehr früh (vor dem 20.09.) bestellt werden, da sie auch bei langer Vegetation im Herbst nicht vor Winter zu schossen beginnen. Dafür eignen sich vor allem Korndichte- oder Bestandesdichte-Typen wie LG Atelier, SU Selke oder Argument (Problem: Standfestigkeit) mit geringer Anfälligkeit für Halmbasiskrankheiten.
Einstufung nach dem Ertragsaufbau

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Weizen – Rückblick Ernte 2023 – Weizenqualität

Zwei Drittel des in Deutschland produzierten Weizens werden als Backweizen vermarktet bzw. gehen in den Export. Für die Vermarktung müssen Mindestanforderungen eingehalten werden. Auch wenn aktuelle Weizensorten wie Asory, Foxx, LG Initial, RGT Kreation, SU Willem u.a. mit geringen Rohproteingehalten ein gutes Eigenbackverhalten aufweisen, bleibt dennoch der Rohproteingehalt das entscheidende Kriterium, das für die Einstufung und Bezahlung des Weizens angewandt wird. Nachdem die N-Düngung stark reglementiert wurde, kommt der Sortenwahl eine entscheidende Rolle zu, wie dieses Jahr zeigt.
Standen für den Landwirt bislang vorwiegend die Ertragsleistung und agronomische Faktoren im Vordergrund, werden wir in Zukunft bei der Sortenwahl stärker auch den Proteingehalt der Sorten berücksichtigen müssen, der unter den restriktiven Bedingungen noch erreicht werden kann. Dies gilt umso mehr, als sich bereits nach wenigen Jahren abzeichnet, dass weniger Stickstoff aus dem Boden nachgeliefert wird.
Als Maßstab für die Beurteilung der Leistung einer Sorte bietet sich deshalb der Proteinertrag an, der sich aus Kornertrag und Proteingehalt errechnen lässt:

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Roggen-Aussaat 2023 und Ertragssicherung im Herbst

Sortenwahl
Die Einstufung der Roggensorten erfolge nach der BSL 2023 und Züchterangaben, ergänzt durch LSV– Ergebnisse und eigene Beobachtungen. Auf die Züchterbezeichnung vor dem Sortennamen verzichten wir bei Platzmangel.
Die Einstufung des Sortentyps erfolgte auf der Basis des Ertragsaufbaus. Die Variabilität im Ertragsaufbau ist bei den aktuellen Hybridroggensorten gering, so dass wir die Roggensorten in 2 Gruppen einstufen konnten:
KD – KZÄ – Typen (z.B. KWS Tayo, SU Karlsson) können mit mittlerer Ährenzahl (meist 400 bis 450 Ähren je m²) über eine hohe Kornzahl je Ähre abhängig von der Befruchtung eine hohe Korndichte (zwischen 23.000 und 30.000 Körner je m²) produzieren. Das TKG liegt dann bei normaler Ausreife zwischen 36 und 45 g.
BD – (TKG -) Typen (z.B. KWS Eterno, SU Performer) benötigen für hohe Erträge höhere Ährenzahlen zwischen 450 und 550 (bis 600) Ähren je m².
Aussaatstärke differenzieren

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Dinkel-Anbau 2023

Der Dinkelmarkt ist seit vorigem Jahr im Keller. Auch wenn ein Teil der diesjährigen Dinkelernte infolge von Lager und Auswuchs nicht mehr als Brotgetreide zu vermarkten ist, gibt der Ernteüberhang aus dem Vorjahr keinen Anlass zur Hoffnung, dass sich die Preise für Spelzweizen schnell wieder erholen. Wer Dinkel anbauen will, sollte vorher einen Anbauvertrag abschließen.
Die Ertragsangaben für Spelzweizen beziehen sich auf den Vesen-Ertrag. Hohe Dinkel-Erträge liegen über 90 dt/ha, um 10 bis 15 dt/ha unter Winterweizen. Die Ertragsunterschiede zum Weizen sind geringer bei später Aussaat und auf schwächeren Böden. Allerdings ist Dinkel keine Kultur für trocken-heiße Standorte. Dafür kommt er mit Nässe im Boden und schweren, nassen Böden besser zurecht als der Roggen. Auch als Stoppelgetreide kommt Dinkel in Betracht, wird aber durch Halmbasiskrankheiten (Pseudocercosporella, Rhizoctonia) stärker befallen als Winterweizen. Deshalb ist eine konsequente Bekämpfung von Halmbasiskrankheiten auf nassen Standorten im Winter und im zeitigen Frühjahr angebracht.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Wintergerste – Beschreibung zwei- und mehrzeiliger Sorten

Kurzbeschreibung zweizeiliger Wintergerstensorten 2023/24
Die neuen zweizeiligen Wintergerstensorten lassen einen deutlichen Ertragssprung gegenüber älteren Sorten erkennen. Trotzdem finden ältere Sorten immer noch ihre Liebhaber. Sandra, California und KWS Somerset sind nach Bordeaux die vermehrungsstärksten zweizeiligen Wintergerstensorten. Alle aufgeführten zweizeiligen Sorten sind resistent gegen GMV Typ 1.
Unter den Neuzulassungen heben sich die nachfolgenden Sorten in den Landessortenversuchen heraus.
Almut (SZ Bauer)
schnitt bei extensiver Bestandesführung im Südwesten durchweg besser ab
früher schossende, mittelfrühe Sorte mit hoher Ährenzahl und hohem TKG
standfest, geringe Neigung zum Halm- und Ährenknicken
wenig anfällig für Mehltau, Netzflecken und Rhynchosporium
aber anfälliger für Zwergrost und vor allem Ramularia
Arthene (SZB Polska, IG)
auch Arthene eignet sich für eine extensive Bestandesführung
normal schossende, späte Sorte mit hoher Ährenzahl und sehr hohem TKG

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Herbstdüngung

Wo Ausfallgetreide beginnt aufzuhellen bzw. zu vergilben, ist davon auszugehen, dass kaum mehr mineralisierter Stickstoff in der Krume zur Verfügung steht.
nach Gerste vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
nach Weizen, Roggen, Triticale vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
30 kg/ha N als HST + Urease-Hemmer bis 30.09.
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
*Außer Nmin < 45 kg/ha Hinweis keine Nitratdünger zu Raps, auch zu spätem Raps Ammonium-Düngerbevorzugen (Förderung des Wurzelwachstums) 10 bis 15 kg/ha S im Herbst (Kornkali, Kieserit, Gülle) Schwefelgehalt in der Gülle =10 % des N-Gesamtgehaltes Wurde das Stroh abgefahren, ist der N-Bedarf im Herbst um 40 bis 50 kg/ha N geringer.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Schneckenbekämpfung

Die Belastung mit Schnecken ist in diesem Jahr sehr hoch. Besonderes Augenmerk ist auf die Zuwanderung der Wegschnecken entlang von Böschungs- oder Grabenrändern zu legen, aber auch auf die Ackerschnecken, die im Schlag verstärkt auf klutigen, tonigen Teilflächen auftreten. Zur Kontrolle der einwandernden Wegschnecken legen Sie Folien aus, unter denen sie Schneckenkorn verteilen.
Um die Ackerschnecken im Schlag zu erfassen, trennen Sie den Boden aus einer Gelbschale heraus, drücken diese Gelbschale in den Boden und verteilen innen Schneckenkorn. Darüber einen mit Bier getränkten Sack legen. Finden Sie in einer Gelbschale 1 bis 2 Schnecken, ist es dringend angebracht, auf den Risikostellen sofort nach der Rapsaussaat 25 bis 35 Schneckenkörner pro qm zu streuen.
Nassgepresstes Schneckenkorn ist regenbeständiger als trockengepresstes. Metaldehyd bringt die Schnecken zum Ausschleimen, dadurch trocknen diese aus. Die Wirkung von Eisen-III-Phosphat ist bei hohen Temperaturen schwächer.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Rüben – Lohnt sich noch eine späte Fungizidmaßnahme in den Zuckerrüben?

Ende August schließt sich das Zeitfenster für Fungizidbehandlungen in früh zu rodenden Zuckerrüben. Die meisten der in Zuckerrüben zugelassenen Fungizide dürfen nur bis 28 Tage (Wartezeit) vor der Ernte eingesetzt werden. Zudem begrenzen Infektionen, die zum jetzigen Zeitpunkt gesetzt werden, den Ertrag und Zuckergehalt von Beständen, die in vier Wochen gerodet werden, kaum noch. Außerdem verzögern Fungizide mit phytohormoneller Wirkung (Azol, Carboxamide) die Auslagerung von Assimilaten aus den Blättern in den Rübenkörper. Ein moderater Blattverlust kann deshalb toleriert werden.
Anders sieht es in Beständen aus, die erst nach Mitte Oktober oder gar im November geerntet werden sollen. In diesen Beständen ist nach wie vor auf die Blattkrankheiten Rost und Cercospora zu achten. Ein Worst-Case-Szenario für den Zuckergehalt bilden Blattverluste, die kurz vor der Ernte durch die Bildung neuer Blätter kompensiert werden. Dadurch sinkt der Zuckergehalt in den Rüben ab, bevor wieder Assimilate und Zucker gebildet werden können.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Ergänzung aktuelle Rapssorten

In den ersten Sortenversuchsergebnissen brachten die nachfolgenden Sorten überdurchschnittliche Ergebnisse:
KWS Ambos
• 2023 im Korn- und Ölertrag an der Spitze der LSV und WP
• ertragsstabil über die Standorte
• zügige Herbst- und Frühjahrsentwicklung
• weniger anfällig für Phoma
• nicht TuYV-resistent
• für späte Saattermine
• nicht früh und dick säen: Ziel sind 30 bis 35 Keimpflanzen je m²
• lang, trotzdem standfest (BSL-Note 3)
• trockentolerant auch auf Sand
• auch für schwere, nasse Böden geeignet
• Risiko: Spätfröste wegen der frühen Blüte
• lange Einlagerungsphase, aber nicht zu spät reif
LG Auckland
• 2023 unter den ertragsstärksten Sorten
• relativ ertragsstabil
• hohes TKG
• zügige Herbstentwicklung
• winterfest
• Phoma-tolerant
• TuYV-resistent
• weniger anfällig für Verticillium
• für mittlere und späte Saattermine mit 35 bzw. 45 Keimpflanzen je m²
• lang, erfordert intensive Kürzung im Herbst und Frühjahr

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Herbizidstrategien – Herbst 2023

Herbizide im Raps – Clomazone bei starker Belastung durch Kreuzblütler
Voraussetzung: Clomazone-Anwendung ist zulässig (< 25 °C, Abstandsregelung) Bodenoberfläche muss feinkrümelig und gut rückverfestigt sein Klutige Böden und lockere Böden deshalb nach der Saat walzen Behandlung im VA bis 72 Std. nach der Saat (3. Tag) Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung im Raps VA Bereits aufgelaufener AFU muss im VA mechanisch bekämpft bzw. mit Glyphosat herausgespritzt werden, damit er nicht zu groß wird. 400 g/ha Metazachlor (0,8 l/ha Fuego) gegen AFU im Keimen NA 1,8 l/ha Focus Ultra + 1,0 l/ha Dash (AFU 2 bis 3 Blätter + Ausfallgetreide) 0,5 l/ha Select 240 + 1,0 l/ha Radiamix (AFU 3 bis 4 Blätter) Aus Verträglichkeitsgründen ab Oktober keine Mischung von Select mit anderen PSM und maximal 0,5 l/ha Radiamix! NAH 1,5 bis 1,75 l/ha Kerb Flo (Boden unter 10 °C).

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Raps – Beisaat zu Winterraps

Der Mischanbau (oder das Gemenge) verschiedener Kulturen wurde früher häufiger praktiziert, um z.B. das Lagerrisiko der Erbsen durch die Standfestigkeit der Sommergerste zu verringern und gleichzeitig die N-Bindung durch die Leguminosen durch die Gerste zusätzlich zu verwerten. Im Ökolandbau hat der Gemengeanbau, z.B. Ackerbohnen mit Hafer, Wicken mit Roggen oder Stangenbohnen mit Körnermais eine Bedeutung. Infolge des züchterischen Fortschritts, durch den gezielt möglichen Einsatz von Stickstoffdüngern und von Pflanzenschutzmitteln und letztlich des Ertragsvorteils hat sich die Reinsaat der in der Landwirtschaft genutzten Kulturen durchgesetzt.
Nach dem Wegfall der Neonicotinoid-Beizen im Raps wurde in Frankreich mit Beisaaten zum Raps experimentiert, um dem Schädlingsdruck (Erdfloh) zu begegnen, Unkräuter zu unterdrücken oder durch die Beimischung von Leguminosen zusätzlich Stickstoff zur Verfügung zu stellen. Die Beisaat wird in Direktsaat-Betrieben vereinzelt immer noch praktiziert, hat sich aber insgesamt in Frankreich nicht durchsetzen können.

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Mais – Rückblick 2023 – Ein Jahr der Extreme

Wurzelunkräuter auf der Stoppel bekämpfen

Wurzelunkräuter, wie Acker- und Zaunwinde, Ackerkratzdistel, Ackerschachtelhalm, Landwasserknöterich und vor allem Quecken haben infolge des Anbaus von Zwischenfrüchten und der reduzierten Bodenbearbeitung (Verzicht auf den Pflug) stark zugenommen. Wo möglich, sollte die Zeit für einen mehrmaligen, schrittweise tiefer greifenden Grubber-Einsatz genutzt werden, um Queckenrhizome abzuschneiden oder abzureißen und an die Oberflächen zu holen, damit sie dort vertrocknen. Die Erfolgsaussichten bei ausschließlich mechanischer Bekämpfung wird aber durch nachfolgenden Regen eingeschränkt, der die Rhizome wieder austreiben lässt.
Eine effektive Bekämpfung von Wurzelunkräutern ist nur mit chemischen Mittel zu erwarten. Zur Auswahl stehen für die Stoppelbehandlung das Totalherbizid Glyphosat sowie Wuchsstoffe (2,4 D) bzw. wuchsstoffartige (Fluroxypyr) Herbizide, die in der Pflanze basipetal (im Phloem nach unten) in die Wurzel transportiert werden können.
Bekämpfung von Wurzelunkräutern auf der Stoppel
Möglichst kurze Getreidestoppel, Stroh abfahren oder kurz häckseln.

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Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung

Getreide – Regen verzögert die Ernte – Welche Sorten zuerst dreschen?

Die Ernte wird durch Regen immer wieder unterbrochen. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Fallzahlstabilität zu einem Problem wird. Wenn das reife Getreidekorn wieder Wasser aufnimmt, wird verstärkt Amylase ausgeschüttet und Stärke verzuckert, dadurch nimmt deren Verkleisterungsfähigkeit ab. Gibberelline setzen die Keimung in Gang, das Korn beginnt auszuwachsen. Die Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit ist zum Großteil genetisch festgelegt. Sorten mit der Einstufung □□□□ beginnen nach 7 Tagen, nachdem das totreife Korn wieder Wasser aufgenommen hat, Stärke abzubauen. Sorten mit ■□□□ nach 11 Tagen, mit ■■□□ nach 15 Tagen, mit ■■■□ nach 18 Tagen und Sorten mit ■■■■ halten 3 Wochen durch. Die Höhe der Fallzahl ist nicht zwangsläufig mit der Fallzahlstabilität bzw. Auswuchsfestigkeit korreliert. Allerdings dauert es bei Sorten mit von Haus aus hoher Fallzahl länger, bis sie unter die geforderten 240 sec absinken. Sorten, die in der Tabelle innerhalb der jeweiligen Sorte-/Reifegruppe oben stehen, sollten bei engem Erntezeitfenster bevorzugt geerntet

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Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung

Wintergerste – Warum schwankten die Erträge so stark?

Die Wintergerstenerträge schwanken in diesem Jahr zwischen 30 und über 130 dt/ha. 130 dt/ha bedeutet: Die Wintergerste fand in der abgelaufenen Vegetation nahezu ideale Voraussetzungen: Die Niederschläge Ende August und im September fielen verbreitet als „Landregen“ und füllten die ausgetrockneten Böden z.T. wieder auf. Bis zur Gerstenbestellung trockneten sie so weit ab, dass eine nahezu optimale tiefe Bodenbearbeitung und eine ideale Bestellung möglich waren, wenn man sich mit der Bearbeitung Zeit ließ. In einigen Fällen erfolgte die tiefe Bearbeitung zu früh im noch zu feuchten Boden. Die Gerste lief danach fast überall zügig und gleichmäßig auf. Ab der 2. Oktober-Dekade bis zur 3. November-Dekade war es überwiegend trocken. Die Temperaturen fielen im September stark ab, um sich im Oktober bis Mitte November auf einer Bandbreite zwischen 8 und 15 °C zu etablieren. Ab Mitte November kam die Vegetation in fast ganz Deutschland zum Stillstand

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Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung

Raps – Bodenbearbeitung im nassen Boden: Ansprüche an die Bestellung

Die Böden sind mit Ausnahme der Bördestandorte im Osten inzwischen bis unter die Krume durchnässt. Auf den weniger wasserhaltefähigen Böden im Nordwesten beginnen die Drainagen zu laufen. Dadurch erfordert die Bodenbearbeitung zu Raps viel Fingerspitzengefühl. Wenn die Böden im vorigen September nicht zu früh angefasst wurden, ist die Bodenstruktur unterhalb der Krume weitgehend intakt, so dass eine intensive tiefe Lockerung nicht notwendig zu sein scheint. Am besten ist es, wenn abgeerntete, idealerweise einmal gestriegelte Böden ohne tiefe Spuren liegen bleiben. Direkt vor der Aussaat kann der Boden nur so tief bearbeitet werden, dass im Saathorizont genug Feinerde vorliegt. Mit einer tiefen Bearbeitung wird unter der Bearbeitungsgrenze nur ein Verdichtungshorizont geschaffen, den die Pfahlwurzel des Raps durchstoßen muss. Die Strohmassen erfordern eventuell, dass etwas tiefer gearbeitet werden muss: Pro 10 dt/ha Strohmenge müssen 1,5 – 2 cm Einarbeitungstiefe kalkuliert werden, um das Stroh und die Stoppeln so tief einzumischen, dass es zu keinen Auflaufproblemen kommt. Es spricht nichts dagegen, diese Einmischung in einem Arbeitsgang durchzuführen, wenn die Zeit knapp wird. Voraussetzung sind möglichst kurze Stoppeln (max. 10 cm, besser 5 bis 7 cm), kurze Strohhäcksel (max. 5 cm) und gute Verteilung der Spreu.

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Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung

Raps – Erdflohbekämpfung als integrierte Maßnahme

Vor gut 3 Wochen wurden massenhafter Erdfloh-Zuflug und Fraßlöcher im Durchwuchsraps in Leguminosen beobachtet. Mit einem verstärkten Auftreten des Erdfloh ist nach der Sommerruhe ab Anfang September zu rechnen. Die zugelassenen Pyrethroide haben verbreitet keine ausreichende Wirkung. Am 23. Juli hat der Wirkstoff Cyantraniliprole im Exirel bzw. Minecto Gold eine Notfallzulassung für die Anwendung im Raps gegen Erdfloh erhalten. Integrierte Maßnahmen gegen Rapserdfloh • Großen Abstand zwischen letztjährigen und diesjährigen Rapsschlägen einhalten. • Ausfallraps auf benachbarten Schlägen spätestens im 4-Blattstadium bekämpfen mit dem Ziel, dass noch nicht gekeimter Altraps aufläuft und von Erdflöhen angeflogen wird, bevor der frisch gesäte Raps auf dem Nachbarschlag keimt. • Gute Rückverfestigung (eventuell walzen vor oder auch nach der Saat), damit der Raps zügig und gleichmäßig aufläuft. • Testflächen mit KWS Alessandro, der weniger Probleme mit Erdflohlarven haben soll. • Saatzeit der Witterung anpassen: › Kühler Juli/August später Erdflohzuflug = früher säen Beizung mit Lumiposa (gegen Kohlfliegen, wegen höherem Risiko) › Milder Juli/August früher Erdflohzuflug = später säen Beizung mit Buteo Start (gegen Erdfloh, geringeres Kohlfliegenrisiko) • Keine höhere Aussaatstärke, weil dann die Einzelpflanze schwächer ist. Das Schadrisiko durch den Larvenfraß ist höher.

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Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung

Grundlagen – Ackerfuchsschwanzbekämpfung auf Problemstandorten

In einer Fruchtfolge mit Winterung und Sommerung, Blattfrucht und Halmfrucht lassen sich Problemunkräuter wie Ackerfuchsschwanz leichter eindämmen als in reinen Winterungsfruchtfolgen mit Raps und Getreide. Auf Problemstandorten (häufig frühere Grünlandstandorte, oft schon vor 50 Jahren) fahren wir allein mit Herbiziden an die Wand. Vor allem müssen wir versuchen die Samenbank im Boden zwischen Ernte und Neubestellung zu verringern und den Neueintrag von Samen zu verhindern. Dazu ist die Bearbeitung des Bodens notwendig und vor allem muss genug Zeit zur verfügung stehen. Diese ist durch die Einschaltung von Sommerungen eher gewährleistet. Auf Standorten, die in den letzten 20 Jahren alle 3 Jahre Raps angebaut haben, müssen wir in Zukunft den Rapsanteil auf 20 % beschränken: Nach Raps 2 x Getreide einplanen, wenn Zuckerrüben als Sommerung vorgesehen sind, um den Altrapsanteil in den Zuckerrüben zu reduzieren. Der Weizen nach Zuckerrüben reift auf den Zuckerrübenstandorten heute rechtzeitig ab, um Raps nachbauen zu können. Sind dagegen Mais oder Leguminosen als Sommerung vorgesehen, ist es sinnvoller nach Raps nur einmal Getreide anzubauen, dafür nach der Sommerung zweimal Getreide.

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Zuckerrüben – Nachauflaufspritzung und Gräserbekämpfung

Raps – Herbizide zur Herbstanwendung in Winterraps 2023

Nach der Getreideernte zu Raps Sofort und dann nach 5 bis 6 Tagen wenigstens zweimal striegeln, um Ackerfuchsschwanzsamen auf der Bodenoberfläche zum Keimen zu bringen. Nach weiteren 5 bis 8 Tagen Stroh 12 bis 15 cm tief einmischen, aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz vergraben und Ackerfuchsschwanzsamen aus tieferen Schichten hochholen. Rückverfestigen! Trockenen Boden nach weiteren 5 bis 8 Tagen tief bearbeiten und rückverfestigen. Bei feuchtem Boden warten bis kurz vor der Rapsaussaat, nur so tief bearbeiten, dass Verdichtungen im nächsten Jahr unterfahren werden können. Aussaat Metazachlor bzw. Dimethachlor im VA, um die Keimung von Ackerfuchsschwanz (Windhalm, Trespen) zu unterbinden. Aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz im 4-Blattstadium mit Clethodim oder Cyloxydim abspritzen. Propyzamid gegen Vegetationsende nach der Rapsernte vor Getreide Rapsstoppel sofort und dann im Abstand von 5 bis 6 Tagen zwei- bis dreimal striegeln, um Ausfallraps und Ackerfuchsschwanz zum Keimen zu bringen. nach weiteren 5 bis 8 Tagen 15 cm tief arbeiten und unbedingt rückverfestigen, damit sich der Boden nicht mit Regen vollsaugt. Liegen lassen. Sobald die Rapspflanzen das 4-Blattstadium erreichen, nachbearbeiten, um Ausfallraps und aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz zu bekämpfen. Getreide-Aussaattermin nicht zu früh, ca. 6 Wochen vor ortsüblichem Vegetationsende bei trockenem Boden keimt Ackerfuchsschwanz vor dem Getreide, bei feuchtem Boden später als das Getreide.

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