Die wärmeren Temperaturen begünstigen den Zuflug der Blattläuse in der Zuckerrübe. Das Übertragungsrisiko durch virusübertragende Insekten beginnt schon ab dem Keimblattstadium. Die Vektoren laden sich an alten Rübenköpfen in benachbarten Schlägen auf.
Bei der Kontrolle ist unter den Rübenblättern oder im Herz der Rüben zu suchen, denn dort nisten sich Blattläuse und deren Kolonien an. Von oben sichtbar werden befallene Pflanzen durch sich kräuselnde Blätter. Bei Sonnenschein erkennt man diese auch durch dunkle Punkte auf den Blättern, wenn man gegen das Licht guckt. Im Verlaufe der Vegetation fallen die Viruspflanzen durch gelblich verfärbte Blattspreiten auf.
Eine größere Bedrohung erfolgt durch die Grüne Pfirsichblattlaus als durch die schwarze Bohnenlaus. Vorwiegend die Grüne Pfirsichblattlaus überträgt das Rübenvergilbungsvirus. Wohingegen die Bohnenlaus jüngere Pflanzen in erster Linie durch Saugschäden schwächt. Natürliche Antagonisten können bei der Bekämpfung hilfreich sein, reichen aber bei massenhaftem Zuflug nicht aus. Eine Insektizidbehandlung ist dann von größerem Nutzen. Bei 10 % Befall mit der grünen Pfirsichblattlaus oder 30 % mit der schwarzen Bohnenlaus vor Reihenschluss der Rüben sollte eine Bekämpfungsmaßnahme mit systemischen Wirkstoffen oder Mittel mit Dampfphase durchgeführt werden. Eine Behandlung mit Kontaktinsektiziden ist nicht empfehlenswert, denn diese erfassen keine versteckten Läuse. Auch die Pyrethroide bringen aufgrund von Resistenzen keinen erwünschten Wirkungsgrad mit sich. Von einer Mischung der Insektizide mit Herbiziden sollte in Zuckerrüben abgesehen werden.






