Durch die hohe Temperatursumme sind viele Bestände - hauptsächlich früh gepflanzte Bestände - aktuell schon sehr weit in der Entwicklung. In einigen Fällen geht der Blattapparat schon stark in die Abreife, wobei die Knollen potenziell noch 4 Wochen oder länger wachsen sollten. In dieser Situation muss, wie schon die gesamte Vegetation über, versucht werden, den Bestand möglichst jung und somit am Wachsen zu halten, mit der Hoffnung auf einen späten Zuwachs unter niedrigeren Temperaturen und Niederschlägen.
Damit der Blattapparat am Wachsen gehalten wird, müssen Cytokinine gefördert werden. Der Bestand muss möglichst grün gehalten werden. Dies gelingt am effektivsten durch die fungizide Wirkstoffklasse der Strobilurine. Dabei ist das Azoxystrobin im Ortiva mit einer stärkeren Cyt-Wirkung zu bewerten als das F500 im Signum. Auch ein P-haltiger Blattdünger fördert und hält den Energiestoffwechsel in der Pflanze aufrecht. Ebenso unterstützt ein Mangan indirekt die Cytokinine im Blatt. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


