Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Aug. 28, 2026 | Alternaria-Welke, Braunfäule, Fungizide, Kartoffelinfo 2026, Keimhemmung, Krautfäule (Phytophthora infestans), Qualität und Ertrag absichern

Die hohe Temperatursumme des Jahres lässt viele Bestände vorzeitig in die Reife gehen. Ein natürlich reifender Bestand wird wesentlich schneller schalenfest als ein grüner Bestand, der durch die Sikkation dazu bewegt wurde, mit der Schalenbildung zu beginnen.

Eine stabile Schale ist gerade in diesem Jahr ein grundlegend wichtiger Bestandteil zur Reduktion von Beschädigungen.

Die Temperatur hat einen entscheidenden Einfluss auf die Zeitdauer der Schalenbildung. Hohe Temperaturen beschleunigen die Schalenbildung, tiefe Temperaturen verzögern sie. Während Bestände im warmen Juli/August bereits nach 10 Tagen eine sehr gut gereifte Schale aufweisen, kann das bei späten Sorten im Oktober schon bis zu 4 Wochen dauern.

Dabei ist aber zu beachten, dass eine Schale, welche bei hohen Temperaturen gebildet wurde, weniger Zellschichten aufweist. Das bedeutet, bei hohen Bodentemperaturen reift die Knolle schneller, hat jedoch einen geringeren Schutz vor mechanischen Beschädigungen. Ein wichtiger Aspekt zur beschädigungsarmen Ernte ist der Stärkegehalt. Je höher dieser. . .

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Die Wintergerstenerträge fielen in den nördlichen Anbauregionen insgesamt durchschnittlich aus. Der Erntebeginn wurde früh durch die große Hitzewelle Mitte Juni eingeleitet. Die Körner reiften innerhalb kurzer Zeit vollständig ab, während das Stroh in vielen Beständen noch deutlich grün blieb. Reife Ähren standen auf noch nicht vollständig abgereiftem und entsprechend zähem Stroh.

Die Wintergerste litt aufgrund der frühen Reife weniger unter der Junihitze. Die Mehrzahl der Sorten hatten die Umlagerung der Assimilate in das Korn zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Die hohen Temperaturen begrenzten deshalb die Kornfüllung weniger stark als in den Weizenbeständen, die sich noch in der Phase der Endospermbildung (Kornbildung) befanden.

Problematischer als die Hitze war in weiten Teilen Brandenburgs und Mecklenburgs die Entwicklung der Bestände nach dem trockenen Frühjahr. Die hohen Niederschlagsmengen im weiteren Saisonverlauf führten dazu, dass Wintergerstenbestände ins Lager gingen.

In der Frühjahrstrockenheit, auch aus Angst vor Frösten, wurden Wachstumsregler vielfach zurückhaltend oder gar nicht eingesetzt.