Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Mehrzahl der AFU-Samen werden im Umkreis von einem halben Meter um die Mutterähre deponiert. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz muss deshalb schlagbezogen erfolgen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
Der Ackerfuchsschwanz ist eine überwinternde, einjährige Pflanze, die zum Großteil im Herbst bei Bodentemperaturen über 3 °C keimt. Optimal für die Keimung sind Bodentemperaturen zwischen 10 und 15 °C. Bei hohen Bodentemperaturen über 25 °C keimt der Ackerfuchsschwanz schlechter. Temperaturen zwischen 10 und 15 °C im Boden herrschen im Herbst von Ende August bis Anfang (im Rheinland bis Mitte) Oktober. In diesem Zeitraum läuft der meiste Ackerfuchsschwanz auf.
Die in der Ackerfuchsschwanzähre gebildeten Samen unterliegen der (primären) Keimruhe. Diese ist umso kürzer, je heißer und trockener das Wetter während der Kornbildung. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


