Die Bekämpfung von Ungräsern beginnt mit den Ackerbaumaßnahmen direkt nach der Ernte. Deren Bedeutung steigt, wenn keine ausreichend wirksamen Herbizide zur Verfügung stehen. Um diese Maßnahmen effektiv einzusetzen, ist es notwendig, sich mit der Entwicklung des Ackerfuchsschwanzes auseinander zu setzen.
Woher kommt der Ackerfuchsschwanz?
Der Großteil der Ackerfuchsschwanzpflanzen in einem Bestand entstammt den Samen, die in der Vorfrucht gebildet wurden (ca. 80 %) bzw. ist aus der Samenbank im Boden aufgelaufen (10 - 20 %).
Die Haupteintragung von resistenten Ackerfuchsschwanzpopulationen erfolgt durch die Verschleppung mit Erntemaschinen (Mähdrescher, besonders auch überregional eingesetzte Ballenpressen). Deshalb treten Resistenzen gegenüber Wirkstoffgruppen auf, die im eigenen Betrieb nie appliziert wurden. Auch die Verschleppung mit anhaftender Erde an Bodenbearbeitungsgeräten und Drillmaschinen spielt eine Rolle. Die Verbreitung mit dem Wind ist beim Ackerfuchsschwanz dagegen zu vernachlässigen.
Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes muss somit schlag- bzw. feldblockspezifisch erfolgen.
Ungrasfreie Bestände beginnen nach dem Mähdrusch. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


